Investment - Allgemein 2007

Diese Seite beschreibt allgemeine Themen zum richtigen Investieren.

Enthält alle Einträge bis zum 31.1.2007.


Neu 2007-12-31:

Neuer Lebensversicherungs-Trick - Rente statt Auszahlung:

Spiegel: Lebensversicherer locken mit Nachfolge-Anlagen

Umdenken bei den Versicherern: Bisher haben sie sich kaum um Kunden bemüht, die Geld aus Lebensversicherungen ausgezahlt bekommen. Das ändert sich nun - die Assekuranz bietet systematisch Nachfolgeprodukte an.

Das hat natürlich 2 Gründe:
a) sie wollen wieder Provisionen kassieren
b) sie können damit unsichtbar Verluste abdecken - Pyramidenspiel

Der Grund b) dürfte derzeit wohl vorherrschen, denn früher hat sie das nicht interessiert.
 

Noch ein Leserbeitrag (DE) zu "Immobilien - verlorenes Geld":

Ihren Beitrag "Immobilien - Verlorenes Geld" habe ich mit Interesse gelesen, denke aber, dass Sie hier zu stark im "Schwarz-Weiß-Denken" argumentieren:

1. Punkte in denen ich d'accord mit Ihrem Beitrag bin:

1A. Prestige-Denken

Immobilien sind für mich ein Investment-Objekt. Ich muss mir also überlegen, wie sich die Mieten in der Zukunft gegenüber anderen Investment-Klassen entwickeln werden. Sehe ich, dass Mieten eine höhere Rendite, als andere Investments bringen, dann kann ich mir überlegen, mein Geld in eine Immobilie zu investieren mit dem Ziel, (möglichst früh) vor Erreichen des Rentenalters diese abbezahlt zu haben.

Letztendlich ist es genausowenig erstrebenswert, als "Miet-Sklave" wie als "Schulden-Sklave" zu enden.

Arbeite ich in einer Branche, in der ein Umzug wahrscheinlich ist, dann verzichte ich (vorerst) auf den Kauf einer Immobilie.

1B: Konkurs-Risiko

Das Investment in Immobilien stellt quasi ein "gehebeltes Investment" dar. Man finanziert einen Betrag X mit nur einem Bruchteil [X / n] Eigenkapitel. Für den Restbetrag ( X - [X / n]) muss man einen Kredit aufnehmen. Man hat also das Risiko, dass der Wert der Immobilie unter dem aufgenommenen Kreditbetrag fällt. In diesem Fall würde man einen "Margin Call" erhalten, d.h. das Eigenkapital (samt Immobilie) wäre verloren. Aber man wäre immer noch nicht bankrott. Auf der anderen Seite kann die Immobilie auch im Wert steigen und man hat somit starke Mieterhöhungen in der Zukunft vermieden - die Miete wurde also für die Zukunft festgeschrieben.

Meines Erachtens darf der Eigenkapital-Anteil 1/3 des Gesamt-Kaufpreises nicht unterschreiten.

Trotzdem bleiben folgende Risiken: Scheidung, Arbeitslosigkeit, Tod (des Verdieners in der Familie), Explosion anderer Kosten (siehe 1C: Kosten für Auto).

Also: Rechnen, was die "Eigen-Miete" ist vergleichen mit einer "normalen Miete". Wie entwickeln sich die Mietkosten - realistisch rechnen (d.h. niedrige jährliche Erhöhung ansetzen). Wann ist das Objekt schuldenfrei - also ab wann lebe ich mietfrei (d.h. dieser Zeitpunkt muss wesentlich vor dem Renteneintrittsalter liegen). Keine anfänglich niedrigen Raten akzeptieren ("Teaser-Rates") - und wenn ja, dann die Finazierung mit den zu erwartenden Kosten rechnen.

1C: Kosten für Auto

Absolut korrekt - die Kosten für ein Auto werden weiter in 2-stelligen Prozentsätzen pro Jahr steigen. Wir haben quasi "peak-Oil" (obwohl es keiner zugeben mag) und werden die nächsten Jahre die $200 / Barrel Öl sehen. Außerdem will die Politik mit Umwelt-Argumenten weitere Kosten auf den Autofahrer umlegen - denn der Autofahrer ist unbeliebt und doch ist jeder selbst Autofahrer.

Die Chinesen und Inder wollen auch Auto Fahren (zumindestens die höheren und mittel-hohen Schichten) - und das wird mehrere Millionen von von neuen Auto bedeuten. Diese konkurrieren um das verbleibende Öl und deshalb wird der Öl-Preis solange steigen, bis eine Gruppe (die Mittelschicht in Europa / Amerika oder die Besserverdienenden in Asien) das Auto Fahren einstellt oder zumindestens wesentlich einschränkt.

"Suburbia" wird zu einer weiteren Verarmung unserer Mittel-Schicht führen. Jeder, der sich außerhalb der Städte ohne Bus-Anschluss oder Bahn-Anschluss ein Haus kauft und vom Auto abhängig macht, wird zu den Verlierern gehören.

1D: Ausdünnung bestimmter Wohngebiete durch demographische Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwickung wird sich in bestimmten Ballungsgebieten vollziehen, wo auch weiterhin Wohnungen nachgefragt werden. Andere Gebiete (insbesondere auf dem Land und im Osten von Deutschland) werden weiter ausdünnen und es verbleiben nur noch die Alten. Und selbst diese werden sich in Großstädten konzentrieren müssen, um Zugang zu Ärzten und Lebensmittel-Läden zu haben.

1E. Verschuldung in Fremdwährungen (SFr, Yen) oder Spekulation auf steigende Gold-Preise etc

Jeder, der solche Optionen ernsthaft ins Auge fasst, sollte sich lieber "richtig gehebelten" Finanzprodukten zuwenden. Mit CFD-Produkten (Contract of Difference) kann man Gold und Devisen mit 1:100 gehebelt handeln.

Das ist aber reine Spekulation, denn das, was der eine verliert, gewinnt der andere. Und wie gut sind Sie und ich gegenüber den "Profis", die kurzfristig mit Hilfe von Plunge Protection Teams (PPTs) und anderen manipulierenden Organisationen den Preis in die Richtung treiben können, in der sie kurzfristig die besten Geschäfte machen ?

2. Punkte in denen ich unterschiedlicher Auffassung bin:

2A. Vermieter anstatt Selbstnutzer

Sorry - hier kann ich Ihre Argumentation nicht nachvollziehen, dass der Vermieter dem Selbstnutzer gegenüber im Vorteil ist. Die Kosten sind zwar als Vermiter voll absetzbar, aber erzielte Mietüberschüsse sind auch voll zu versteuern. Die Tilgung des gekauten Objekts muss weiterhin mit voll versteuertem Einkommen erfolgen. Einzig und allein die Abschreibungen kann ein Vermieter absetzen - dafür hat der Besitzer aber in der Vergangenheit die Eigenheimzulage erhalten.

Im Übrigen trägt der Vermieter das volle Risiko von sogenannten "Miet-Nomaden" - keine Miete zahlen, die Wohnung zugrunde richten und dann zum nächsten Objekt weiterziehen. Hier sind schon etliche Vermieter bankrott gegangen.

2B. Generelle Zuordnung von Immobilien als "Finanzwert"

Sie haben sicherlich recht, dass die Preise der Immobilien auch von der Finanzierbarkeit, d.h. den zu Grunde liegendem Zins-Niveau abhängig sind. Dies liegt daran, dass man die Zins-Kosten einer Eigentumswohnung mit dem Miet-Zins einer Mietwohnung vergleichen wird.

Aber dies ist meines Erachtens kein hinreichendes Kriterium dafür, eine Eigentumswohnung als "Finanz-Investment" zu bezeichnen. Vielmehr handelt es sich um einen "Realwert" wie bei Rohstoffen und auch den Edelmetallen. Aber es gilt hier sicherlich das Gesetz des Marktes: Angebot und Nachfrage.

Nun kann man streiten, was der reale Wert einer Immobilie sei. Allerdings gehören Ernährung, Wohnung, Heizung und Gesundheit zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Also kann man auf eine Wohnung nicht verzichten. Wie stark vor diesem Hintergrund die Preise für Wohnungen nun sinken können, darüber kann man streiten. Aber nicht darüber, dass Wohnung zu einem Grundbedürfnis gehört wie Essen.

3. Ausblick:
Zum Thema "schöne Villa" für 0,5 kg Gold: Wenn Sie Recht behalten sollten, dann liegt in 100m Entfernung meiner derzeitigen Wohnung ein wirklich schönes Einzelanwesen, das wahrscheinlich unrenoviert bereits 1 Mio Euro gekostet hat und in das sicherlich durch die neuen Eigentümer noch einmal 200.000-300.000 Euro gesteckt wurden. Da dieses sicherlich auch auf Kredit finanziert wurde, merke ich mir das Objekt jetzt schon einmal vor. Ich wäre sogar bereit, dafür dann einen "Kampfpreis" von 1 kg Gold zu bezahlen. Vielleicht können wir dann gegenseitig Bilder von unseren Villen austauschen.

Auch hier kommt das lineare "Immobilien-Besitz-Denken" durch. Letztlich ist es Konsum und kostet viel im Unterhalt. Aber danke für die Argumente.

Das einzige wichtige Argument, das ich im Artikel bringe, ist dass derzeit ein sehr schlechter Zeitpunkt zum Kauf/Besitz von Wohnimmobilien ist. Denn sie werden massiv billiger werden. Ob ich selbst mir eine heutige Millionen-Villa zulegen werde? vermutlich nicht, denn es gibt dann viel profitablere Anlageobjekte, etwa Firmen, die nicht kosten, sondern einen positiven Cash Flow bringen. Diesen Bilder-Austausch wird es daher kaum geben, eher Villa gegen Firma.


Neu 2007-12-30:

Leserzuschrift zu meinem Artikel über Immobilien - sie glauben es nicht richtig:

habe Ihren Artikel zu Immobilien mit großem Interesse gelesen und stimme Ihnen weitgehend zu. Folgende Anmerkungen:
 
1. Die Unterscheidung zwischen Investment- und Wohn-Immobilie ist richtig, aber nur, wenn man dazu sagt, dass derjenige, der die Investment-Immobilie kauft selbst keine Miete zahlt, also bereits im eigenen Haus wohnt. Zahlt man Miete und kauft die erste Immobilie macht diese Unterscheidung keinen Sinn, denn ob man nun den Kredit mit Mieteinnahmen und die eigene Miete mit dem Gehalt bestreitet oder die Immobilie gleich selbst nutzt ist egal.
 
2. Die Gegenüberstellung der Hypotheken-Haus-Effizienz (20%) und der Effizienz anderer Anlagen (100%) ist nur bei Investment-Immobilien sinnvoll und auch nur dann, wenn man selbst eben gerade nicht zur Miete wohnt.
Bei Wohn-Immobilien (oder wenn man die eigene Immobilie vermietet und selbst zur Miete wohnt) muss man vielmehr die Effizienz der Hypotheken-Immobilie der Effizienz der eigenen Mietzahlungen gegenüberstellen. Dann sehen auch die 20 % gegenüber den 0 % (!) der Mietausgaben plötzlich ganz anders aus.
 
3. Wer sich mit einem Kredit übernimmt (Prestigedenken usw.), weil die monatliche Rate die bisherigen Mietausgaben übersteigt oder zu wenig verdient oder der Job zu unsicher ist etc. oder wer im "Herbst" kauft der hat natürlich nach unserer Einschätzung des weiteren Verlaufs denkbar schlecht investiert. Daran ist aber nicht das Haus Schuld, sondern das schlichte Unverständnis der jeweiligen Person.
 
4. Fazit:
In den Phasen Winter, Frühling und Sommer des Kondratieffzyklus ist die erste selbst genutze Immobilie auf Kredit bei Vermeidung oben genannter falscher Verhaltensweisen immer die beste Investition, weil man nach Abbezahlen des Kredits eben das Haus hat und sich die monatlichen Mietausgaben erspart, während man, wenn man zur Miete wohnt, nach derselben Zeit dieselbe Summe ausgegeben hat, aber im Gegenzug nichts erworben hat und auch in Zukunft monatliche Ausgaben für die Miete zu bestreiten hat.
Je mehr Eigenkapital man reinsteckt, desto wichtiger ist die Entwicklung der Mieten und Immobilienpreise, worauf man als Kreditkäufer kurioserweise nicht achten muss, sofern man alles richtig macht.

Aber wir sind Bubble-mässig ganz am Ende des Kondratieff-Herbstes. Da sind die Bewertungen für Immobilien einfach zu hoch. Der richtige Investor weiss was billig ist (derzeit Gold) und was teuer ist (derzeit Immobilien). Er geht aus dem Teuren ins Billige. Die Masse macht es umgekehrt.

In Zeiten vernünftiger Bewertungen (ausgenommen Herbst) kann die oben dargestellte Argumentation zutreffen, aber nicht jetzt. Ich weiss, dass mein Artikel an den Grundfesten des Glaubens der Masse rüttelt. Aber die Masse verliert in Systemumbrüchen immer enorm.

[16:30] Noch eine Zuschrift - mit Abwatschung:

Sie sagen dass eine Investition in Immobilien verlorenes Geld ist. Wie nennt man das wenn man sein Haus jetzt verkauft und alles auf Gold setzt und der Staat nimmt es sei es durch Verbot oder es konfisziert ? Dummheit ?

Ich weiss, Schweiz und so. Die Schweiz ist auch nicht mehr das was es mal war und kann von der EU oder USA entsprechend unter Druck gesetzt wenn die Zahlungsstöme dorthin oder raus gestoppt werden. Das hat man schon mal gemacht wo die Schweiz und Konsorten bei der Zinssteuer zustimmen mussten. Dann hilft ein Konto oder Gold in der Schweiz auch nichts mehr. Sie können davon ausgehen dass die Zollkontrollen wie jetzt auch schon entsprechend verstärkt werden. Und selbst wenn es so nicht kommt wie erklären Sie das Geld beim Immobilienkauf dem Finanzamt ?

Selbst wenn man arbeitslos wird wo werden die Menschen wohnen wenn niemand Immobilien mehr kauft und nichts mehr Wert sind ?

Ich denke das Wichtigste ist wo eine Immo gekauft wird. Das gilt für USA, UK, Spanien und überall auf der Welt. Und da die Lage bei Ihnen überhaupt nicht zur Sprache kommt sondern nur Pauschalisierungen kommen das alles billiger wird zeugt davon dass Sie überhaupt keine Ahnung haben vom Immobilienmarkt. Sie wissen wahrscheinlich auch nicht dass es Lagen in den von Ihnen genannten Länder gibt wo die Immos nicht billiger wurden und auch nicht werden. Sie sprechen von Detroit, Ostdeutschland usw. Wie ist es in New York und München ? Sind die Preise auch dort schon gefallen. Ja, wahrscheinlich in der Bronx.

Sie nennen auch die Argentinienkrise wo es keine Kredite gab. Wie lange hat es gedauert bis die Kredite wieder da waren und die Immos nicht mehr 10000$ waren ? In dieser Zeit wo Blut auf der Strasse floss hatten die Menschen andere Probleme als Immokauf. Haben Sie eine Immobilie in dieser Zeit in Argentinien gekauft für 10000 $ ? Warum nicht, ich denke Sie sind ein guter Investor.

Und was die ZB Aktionen und die Hyperinflation angeht. Sie sollten mal nachlesen was ein Tender ist. Sie schreien sofort Hyperinflation wenn die ZB mal 300 Milliarden zur Verfügung stellt. Wieso schreien Sie nicht Deflation wenn ein Tag später die ZB das Geld wieder zurücknimmt und das restliche Geld spätestens nach einer Woche rein kommt bei einem Wochentender. Auch in diesem Bereich sind Sie nicht sonderlich gut informiert. Sie lesen irgendwelche Artikeln oder Zetungen und setzen Sie alles so zusammen wie es Ihnen passt.

Immer nur Gold und Silber kaufen alles andere Verkaufen und alles wird gut. So einfach ist es leider nicht.

Es sieht so aus, als hätte ich den "Immobiliengott" beleidigt. Ich führe ja nur Beispiele auf, wo sich dieser Gott plötzlich in einen Teufel verwandeln. Übrigens, in Argentinien kosten Immobilien immer noch nur einen Bruchteil von 2000.

Übrigens, Immobilienbesitz ist für den Staat besonders sichtbar, da er im Grundbuch steht.

[16:30] Noch eine Zuschrift - ausgewogen:

Zuersteinmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Website, sie wird von Woche zu Woche besser.

Bei Ihrem Beitrag "Immobilien" möchte ich doch ein paar Bemerkungen geben:

1. Immobilien sind grundsätzlich risikoreich, da eben "immobil", d.h. der Staat, Nachbarn, die Konjunkturlage, die darin lebenden Mieter und die allgemeine Lage rundumerdum bestimmen den zu erzielenden Markt- und Mietpreis. Der Käufer bzw. Vermieter trägt damit immer ein gewises Risiko.

2. Gleichzeitig haben Immobilien eine grundsätzliche Berechtigung, da die Menschen ja nicht in Hütten leben können.

3. Augrund der Tatsache, dass Immobilien vom Staat - zumindest ideell - gefördert werden, sind die meisten Objekte überpreist.

4. Dazu kommt der Wunsch vieler Männer, auf dem Land die Kinder grosszuziehen, damit die Frau nicht so schnell das Weite sucht. Dieser Wunsch wird dann mit "für die Familie" umschmeichelt, und gleichzeitig ein übermässiger Aufwand betrieben, zur Arbeitstätte zu fahren. Hier gibt es eine Kausalität zwischen "guter Konjuktur" -> Trend zu grossen Immobilien in Suburbs -> "Goldener Käfig" für die Partnerin, denn sie könnte sonst schneller weglaufen und "schlechter Konjunktur" -> Nahe in der Stadt, damit man schnell den Arbeitsplatz wechseln kann und wenig Energie aufwenden muss -> Die Frau läuft eh nicht weg, da zu hohes Risiko. Hier übrigens auch die Korrelation zwischen hoher Kreditaufnahme und partnerinnengetriebenem Prestigedenken -> "Da Kind soll in unserem EIGENEN Haus auf die Welt kommen"...

5. Punkt 4 sorgt insbesondere für eine Ueberpreisung von Immobilien auf der Pampa, in Wien ist das besonders schön zu sehen, wenn man mit dem Flugzeug einfliegt und über den Wiener Süden und Südosten einfliegt. Interessant sind insbesondere diese Villendörder, die rund um künstliche Tümpel gebaut worden sind. Andere Städte, wie München haben eine ähnliche Situation, aber Wien finde ich ja schon immer wieder besonders speziell.

6. Der Kaufpreis einer Immobilie ist in der Tat recht rational betrachtbar - theoretisch eine Immobilie eine Spur besser rentieren als ein erstklassiger Bond - da gebe ich Ihnen recht, die Rendite wird aber durch bestimmte sozialistische und idielle Faktoren wie "sozialer Wohnungsbau" ... "für die Kinder".... "erstklassige Lage" bei den Suburb-Immobilien und bei bestimmten Lagen gestört, d.h. der Kaufpreis ist in der Tat aufgrund dieser Faktoren immer eine Spur zu hoch.

7. Aus Punkt 6 ergibt sich aber grundsätzlich für eine Immobilie die halbwegs konjunktursicher (gute Frage, was ist "konjunktursicher" in Europa?) liegt, ein erzielbarer Verkaufspreis.

8. Mit etwas gesundem Zins- und Leverage-Management ist eine vermietete Immobilie sogar selbsttilgend, wohlgemerkt - vorausgesetzt, die Lage stimmt, und der Mieter zeigt Wohlverhalten durch braves Mietzahlen. Es ist ein Wagnis, jedoch ganz unbestritten.

9. Bei einer stärkeren Inflation, sagen wir 20% pro Jahr, was ich für durchaus möglich für 2008-2011 halte, kann man die Mietpreise entsprechend nach-anpassen, vorausgesetzt, prohbitive Mieterschutzklauseln bzw. dumm gestaltete Verträge verhageln einem die Suppe nicht.

10. Sein Haus zu verkaufen und zu mieten, mag grundsätzlich richtig sein und ich denke auch, vermieten sollten Profis oder Menschen mit starken Nerven. Eine Immobilie selbst zu bewohnen ist je nach Steuergesetzgebung entweder Liebhaberrei (Deutschland, Zinsen auf eigengenutzte Immobilie nicht absetzbar) oder einfach nur schädlich (Schweiz: Eigenmietwertgesetzgebung ermutigt möglichst viele Schulden auf selbsgenutzte Immobilie zu haben).

11. Dass Gold in den nächsten 10-15 Jahren wohlwahrscheinlich besser rentieren wird als Immobilien, halte ich für ein "sure thing". Im Gegensatz zu Immobilien ist Gold nicht beliebig vermehrbar, und insbesondere Europa hat durch die Oeffnung Osteuropas einen enormen Preisdruck im mittleren Bereich aufgrund von Arbeitsverlagerung (Offshoring) - Indien ist zwar der "Renner", aber Osteuropa tut es auch: Beispiel: wieso soll ich 100 Softwarenentwickler in Wien anstellen, wenn ich in der Ostslowakei 300 Leute zum gleichen Preis bekomme? Da leiste ich mir doch lieber eine Kernmannschaft von 10 Leuten z.B. in Wien, und 150 in der Ostslowakei und alles ist prima. Die lost productivity habe ich mit mehr Leuten zum günstigeren Preis abgefangen. Für den Wohnungsmarkt und insbesondere den Hausmarkt in den Suburbs sagt das natürlich: 90 Arbeitsplätze weniger in Wien, 90 Wohnungen, die dadurch faktisch irgendwie frei werden bzw. nicht mehr gezahlt werden können, und downstream mit den 90 lost jobs ungefähr nochmal dreimal soviel im Support, vom Bäcker und Friseur angefangen und bei der Müllabfuhr geendet. Was übrigens bei der Rechnung oft vergessen wird, ist dass der Arbeitgeber diesen Offshoring-Gewinn oftmals gleich wieder in etwas neues anlegen muss, weil ihm sonst die Konkurrenz wegläuft, d.h. oftmals trotz dieser Offshoring-Aktivität woanders Leute anstellen muss, eventuell auch in Wien und sich damit die Wohnungen zwangsläufig wieder füllen, bzw. die Softwareentwickler plötzlich irgendetwas anderes machen, denn blöde sind sie ja meist nicht... .. Was die (Ex-) Softwareentwickler jedoch sowohl in Wien als auch in der Slowakei oder Indien gerne haben, ist einen sicheren Wertaufbewahrungsmechanismus, wenn ihre Währung verschwindet.

Dass sich entsprechend aufgrund der besseren Renditentwicklung gegenüber einem Referenzmassstab "Euro" Gold besser entwickelt als Immobilien - oder soll man anders sagen, hiesige Immobilien im Vergleich zu Gold an Wert verlieren und eventuell Immobilien in z.B. Thailand, Indien - nicht notwendigerweise China - sogar gegenüber Gold an Wert gewinnen könnten, mag durchaus stimmen.

Dass es nun Gebiete geben mag, wo man Immobilien wirklich extrem günstig gegen Gold erwerben kann, halte ich für absolut möglich.

Summa Summarum, Sie haben zwar durchaus recht, und Immobilien sind risikobehaftet und nicht der beste Inflationsschutz. Gleichwohl, solange die folgenden fünf Rahmenparameter stimmen:
1. Gute vernünftige Lage (Lage heisst vor allem: Jobs die es den Leuten ermöglichen, die Hütte zu bezahlen, egal ob als Käufer oder Mieter) -> Pampa is bad
2. Ein halbwegs ausgeglichenes Angebots- / Nachfrageszenario (USA, übel, genauso Spanien und Teile von UK, genauso wie Ostdeutschland).
3. Eine nicht durch Falschanreize vergeigten Steuerpolitik (USA ist ein übles Beispiel dafür, und Deutschland macht auch keinen Spass, daher gibt es vergleichsweise zu wenig Wohnungen, weil kaum jemand mehr gerne bauen will -> Preisauftrieb bei Mieten in Süddeutschland, da wo Jobs sind!)
4. Pflege des Objekts (evident!)
5. Aktives Management des Mieters durch den Vermieter (das unterscheidet den Amateur vom Profi)

Sind Immobilien ansich gar nicht so schlecht, besser als Schuldverschreibungen allemal. Gestorben wird immer, und davor müssen die Leute irgendwo wohnen...

Sicher, bei einem Haus bleibt ein Restwert, bei einem Bond meist gar nichts. Die nächsten 5 Jahre werden für beide Assetklassen schlecht sein. Nicht mehr wollte ich sagen. Und diese Häuser sind immobil - nicht in bessere Gegenden zu verschieben - sieht man gerade in Detroit, wo ein Auto mehr kostet als ein Haus.


Neu 2007-12-29:

Zuschrift zu Gold-Spekulationen aus der Schweiz:

Ich habe Ihren Artikel ‚Finanzkrise – einfach erklärt’ auf www.goldseiten.de gelesen, Gratulation, dieser ist wirklich sehr gut, Sie scheinen gut informiert zu sein…

Da ich aus der Schweiz bin, habe ich diesbezüglich eine Anregung zu Ihren Aussagen:
Absolut tödlich sind natürlich Kredite im Schweizer Franken, denn dieser wird als Fluchtwährung enorm im Kurs steigen.’

und ‚"Normale Anleger" sollten nur in physischem Gold und Silber in eigenem Besitz anlegen.’

Hierzu muss man sagen, dass sich für einen Verdiener in Schweizer Franken natürlich eine andere Situation ergibt. Vor allem, möchte ich die Idee aufwerfen, auf Kredit Gold und Silber zu kaufen, zusätzlich zu dem Gold und Silber, das man kauft mit seinem eigenen Kapital. Dadurch kann man einen grösseren Hebel erzielen. Natürlich kann man einen solchen Hebel auch mit Call-Optionen oder mit Minen-Aktien erzielen, aber wem das wie mir zu heikel ist… dem bietet sich durchaus an, physisches Gold und Silber mittels Fremdkapital zu kaufen. Bei den Termingeschäften kommt ja erschwerend hinzu, dass man den genauen Zeitpunkt des Anstiegs voraussagen muss, tritt dieser nämlich ein oder zwei Jahre später ein, hat man seine Investition in den Sand gesetzt, zusätzlich zu dem Risiko, welches man trägt, dass der Herausgeber der Option zahlungsunfähig oder lieferungsunfähig wird, sei es aus Gründen der Insolvenz, oder aus gesetzlichen Gründen, die den Goldbesitz verbieten, oder was auch immer.

Eine Alternative wäre hier wie gesagt, mit dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital physisches Gold und Silber zu kaufen, dieses dann als Sicherheit einer vertrauenswürdigen Bank anzuvertrauen, um es daraufhin belehnen zu können. Mit dem gewährten Kredit kauft man dann wiederum physisches Gold und Silber, welches man wiederum der Bank als Sicherheit hinterlegt, worauf man nochmals einen kleineren Kredit bekommt, womit man wieder Gold kauft, usw. Dieses Spiel kann man dann so oft wiederholen, bis die Beträge zu klein werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Bank die Barren physisch annimmt, und nicht in ein Edelmetallkonto einbucht, womit die Barren weg wären. Dies ist dann der Fall, wenn die Barren physisch in einem auf den Kunden lautenden Depot eingebucht werden, inklusive der Seriennummer der einzelnen Barren. So ist sichergestellt, dass die Bank die Barren nicht verleihen kann, und nicht zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe verkaufen kann, in der Absicht, diese später am Markt wieder zu besorgen. Ich empfehle hierbei folgendermassen vorzugehen:

1. die Seriennr. aller Barren erfassen lassen, und festlegen lassen, dass nicht irgendwelche, sondern die gleichen Barren nach Tilgung der Schuld zurückgegeben werden müssen, so muss die Bank zwingend die Barren physisch behalten und kann damit auch keine Verleihgeschäfte betreiben

2. in dem Vertrag festlegen lassen, dass man das Recht hat, seine Werte einzusehen

3. in dem Vertrag festlegen lassen, dass die Barren in dem Safe derjenigen Bankfiliale, in welcher man den Vertrag abgeschlossen hat, eingelagert werden müssen, und diesen nicht verlassen dürfen, also auch nicht in eine andere Filiale

4. durch das Recht seine Werte einzusehen, kann man die Einhaltung des Punktes 1 und 3 kontrollieren

Ein weiterer Vorteil, zumindest hier in der Schweiz ist, dass die Depotwerte von Kunden gemäss dem schweizerischen Bankengesetz nicht in die Liquidationsmasse gelangen, wenn die Bank Konkurs erleidet. Das heisst, dass die Depotwerte als erstes den Kunden zurückgegeben werden. Dann erst wird die Liquidation eingeleitet, also Gelder auf Kundenkonten, Eigenkapital, etc. gelangt in die Liquidationsmasse. Das heisst: habe ich 100'000 Franken auf einem Konto, und erleidet die Bank Konkurs, erhalte ich nur die (in der Schweiz) staatlich gesicherten 30'000, die anderen 70'000 sind verloren. Habe ich jedoch Werte für 100'000 in einem Depot, und die Bank erleidet Konkurs, erhalte ich alles zurück, denn die Depotwerte gelangen nicht in die Konkursmasse.

Somit ist eine hohe Sicherheit gewährleistet. Ausserdem besteht ja die Möglichkeit, jederzeit den Kredit zu tilgen, durch den Verkauf von Gold oder Silber. Dies könnte also sehr lukrativ sein, denke ich. Die Banken hier in der Schweiz gewähren eine 50% Belehnung von Gold und Silber, zur Zeit zu 4.5 %. Sehr interessant finde ich, solange ich mit Gold und Silber mehr als 4.5% im Jahr gewinne, lohnt sich das. Was gibt es für ein besseres Geschäft, als wertloses Fiat-Money Papiergeld zu tiefen Zinsen zu leihen, und dafür reales, wertvolles Gold und Silber zu erhalten? Bunt bedrucktes Papier gegen Gold? Am Ende der Krise kann man dann seine Schuld mit einem Bruchteil des auf Kredit gekauften Goldes tilgen, der Rest war gratis… Wie Sie richtig erkannt haben, bietet eine grosse Krise auch enorme Gewinnmöglichkeiten. Ich denke, man muss aber auch klar sehen, dass alle, welche durch grosse Gewinnmöglichkeiten reich geworden sind, wie z. Bsp. Warren Buffet, dies nicht ausschliesslich mit Eigenkapital getan haben, sondern stark durch Fremdkapital. So läuft das Spiel nun mal. Zuerst muss man die Informationen besitzen, dann muss man sich nach Kapital umsehen, denn ausschliesslich mit dem eigenen, dauert es viel zu lange, bis man sein Geld gemacht hat. Man bräuchte dann mindestens 2 oder sogar 3 solcher aussergewöhnlichen Gewinnmöglichkeiten.

Meine Frage an Sie ist, was Sie davon halten, und ob Sie eventuell eine Bank kennen, welche bereit ist, Gold zu mehr als 50% zu belehnen, sagen wir zu 70%.

Ich publiziere diese Zuschrift nicht wegen der Methode, sondern weil sie einige nützliche Informationen enthält, etwa, dass Schweizer Banken Gold nur zu 50% belehnen (die haben wohl keine Ahnung davon). Der Artikel war natürlich nicht an Schweizer gerichtet, sondern an Österreicher und Deutsche, für die der CHF eine Fremdwährung ist.

Wer ein echte Investment-Profi ist, der kann natürlich solche Spekulationen auf Kredit machen. Dem "Normalbürger" empfehle ich es nicht, da dieser nicht die psychische Stabilität für soetwas hat. Ich selbst mache es nicht. Wenn man einfach "long" mit aus Eigenmitteln gekauftem Gold ist und durchhält, wird man jede Menge verdienen. Da braucht man keine Leverage.

Banken, die Gold derzeit zu mehr als 50% belehnen kenne ich nicht, aber es wird der Tag kommen, wo sie nichts anderes mehr belehnen werden. Dann wird ein Kredit interessant, nicht vorher.

Dieser Weg ist aber immer noch interessanter, als dieser:

Ein angestellter Redakteur möchte Millionär werden:

Spiegel: Wie werde ich Millionär?

2007 war, allen Schwankungen zum Trotz, ein erfolgreiches Jahr für Aktiensparer. Wie wird 2008? Die Anlageexperten der Banken sehen einige Chancen für gute Gewinne - aber auch wachsende Risiken. Umso mehr kommt es auf die richtige Strategie an.

Mit diesen Gemeinplätzen wird er es heute sicher nicht, etwa hier: Anleihen bringen gutes Geld. Dabei übersieht er, dass etwa deutsche Staatsanleihen derzeit eine negative Realverzinsung von 6% haben, und wenn die Zinsen dann anziehen, fallen die Werte auch noch in den Keller.

Auch dieser Schreiber wird Millionär werden: in der kommenden Hyperinflation - als "Penny-Millionär" am Hungertuch nagend.


Neu 2007-12-18:

Edelmetall-Konzentration im Portfolio (Leserzuschrift):

Aufgrund der doch immer stärker wackelnden Banken und des inflationierenden Papiergeldes habe ich mich gefragt, wie viel Geld man eigentlich noch in "cash" halten sollte? Mein eigenes "Vermögen" ist zurzeit sehr übersichtlich mit 75% in physischem Gold/Silber und mit 25% in Bargeld (200 Euro Banknoten mit dem obligatorischen "X") gesplittet. Mich wurmt es natürlich, dass diese 25% Bargeld der immer höheren Inflation schutzlos ausgeliefert sind. Gleichzeitig ist mein Vertrauen in unser System mittlerweile eigentlich zu gering, um das Geld auf dem "Tagesgeldkonto" zu parken.

Ich bin wirklich etwas ratlos und schreibe Ihnen in meiner "Not". Würden Sie mir raten, den Edelmetallanteil weiter zu erhöhen oder ist diese Aufteilung schon "der Weisheit letzter Schluss"?

"Not" würde ich das nicht nennen, eher schon gute Vorsorge. Aber wie diese Zuschrift zeigt, ist 25% Bargeld auch schon zu viel, um es der Inflation zu schenken.
Man kann ruhig noch stärker auf Gold/Silber konzentrieren. Aber Bargeld für einige Monate sollten schon noch sein.

[20:00] Leserzuschrift dazu:

Als Katastrophen-Reserve in bar empfehlen sich 200-Euro Banknoten nicht, eher maximal 50-er, besser noch die kleinen Noten bis 20-er. Wenn Bargeld knapp wird, wird eben auch das Wechseln von grossen Noten schwierig. Hinzu kommt die Angst vor Fälschungen.

Ich war von Ende November bis Mitte Dezember in Kalifornien und habe erlebt, dass dort oft schon keine größeren Noten als 20 US$ akzeptiert werden.

Guter Rat.
 

[20:00] Das dumme Volk will kein Gold (Leserzuschrift-AT):

in unserer kleinen Firma hat sich der Chef heuer etwas nettes einfallen lassen.
Jeder Mitarbeiter bekommt einen 1/10 Philharmoniker als Weihnachtsgeschenk.

Ich denk mir "toll". Doch das beste für mich kommt noch.

Fast keiner "versteht" dieses Geschenk.
Alle haben gleich bei unserer Hausbank (Erste) angerufen, wass denn so eine Münze wert sei.

Gott sei Dank hab ich das mitbekommen, und hab jetzt 30 1/10 Philharmoniker zum "Ankaufspreis" bekommen. (6 Euro unter Verkauf).
Und meine Kollegen sind glücklich das sie sich den Weg zur Bank erspart haben. Tolles Weihnachtsgeschenk von unserem Chef.

So ist es richtig: Wenn der Goldpreis 10 mal so hoch ist wollen sie die Münzen garantiert wieder haben.


Neu 2007-12-08:

Beispiel China - warum man nicht ewig auf Kursbesserung "hoffen" darf:

Tagesanzeiger: Die Börsen in China zittern - und das Volk zittert mit

Nach einem fünfjährigen Boom fallen in China die Aktienkurse. Die Bürger sehen die Ersparnisse dahinschmelzen. Doch alle glauben, es sei ein Zwischentief.

Wenn diese Leute nicht weiter "hoffen" würden, wäre der Markt sicher schon total zusammengebrochen. Sorry, diese Bubble ist vorbei. Die Profis sind sicher schon ausgestiegen, ja die Amateure hoffen weiter. Und der Hauptabnehmer der chin. Industrie, die USA geht langsam pleite.

Wenn man das Ende einer Bubble erkennt, muss man raus - rechtzeitig. Egal ob Aktien, Immobilien, Gold.

Hier ein weiterer "Medien-Amateur": Die Zeit für den Dollar ist gekommen

Der sieht nichts ausser Papier-Währungen.


Neu 2007-12-05:

Lotto-Jackpot III - die Vermögensberater - falls das Geld nicht gleich verjubelt wird:

Spiegel: Wie man aus 43 Millionen 70.000 Euro monatlich macht

43 Millionen im Lotto gewonnen und dann? Wer den Jackpot abräumt, kann das Geld flink verjubeln - oder einem elitären Vermögensmanager anvertrauen. Was die noblen Anlage-Experten ihren reichen Kunden derzeit raten: ein Überblick.

Ein Einziger weicht also ab und empfiehlt auch Gold, der Rest empfiehlt das Gleiche wie auch den "Standard-Kunden".

Die Lehre aus der Sache: wer mit viel Geld zu einer Privatbank oder ähnlichen Institution geht und keine Investment-Kenntnisse hat, bekommt das gleiche Angebot wie der "Normal-Investor", aber luxuriöser verpackt.

PS: Aus 43 Millionen € 70'000/mo zu machen, ist nicht viel - und weit unter der realen Inflationsrate. Die "Berater" und die "Schreiber" halten das offenbar für viel.


Neu 2007-12-04:

Wir "haben nichts" weil wir alles ausgeben:

Handelsblatt: Republik der Habenichtse

Viele Bundesbürger sind überzeugt, dass die Ungleichheit in Deutschland zunimmt. Es herrscht das Gefühl vor, dass die einen immer mehr verdienen, während die anderen auf der Stelle treten. Doch das wirkliche Problem ist nicht die ungerechte Einkommensverteilung, sondern dass zu wenige Vermögen bilden.

Wenn sie Geld auch nur sehen, dann sehen sie sofort Konsum. Und sie bezahlen als Angestellte zu viele Steuern. Gilt nicht nur für Deutschland.

Etwa so: Fahren wie in der Oberklasse und das auf Kredit/Leasing.
 

[19:00] Zum gestrigen Beitrag über die Lotto-Millionen:

Spiegel: Einmal Lotto-Millionär und zurück

Sechs Richtige! Michael Broers räumte im Lotto 2,7 DM Millionen ab, gönnte sich eine Limousine mit Chauffeur, eine Rolex, ein eigenes Autohaus. Doch dann begann sein rasanter Abstieg.

Vor 13 Jahren hatte er sechs Richtige, knackte den Jackpot und gewann 2,7 Millionen Mark. "Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben", sagt Michael Broers. "Auf einmal schnellt man nach oben: von Null auf Hundert." Der damals arbeitslose Angestellte kauft sich für 30.000 Mark eine Rolex, einen neuen Fernseher sowie eine Stereoanlage für zusammen 10.000 Mark und lässt für 4000 Mark die Terrasse hinter seinem Häuschen in Westerstede fliesen. Ausgaben: 44.000 Mark.

Die nächste teure Anschaffung ist eine schwarze Mercedes-Limousine - mit Chauffeur, denn Michael Broers hat keinen Führerschein. Der Großteil seines Gewinns, 1,7 Millionen Mark, steckt er in seinen Lebenstraum: "Ich wollte immer selbständig sein, mein eigenes Geschäft haben." Michael Broers eröffnet ein Autohaus und stellt elf Mitarbeiter ein.

Am Ende war alles verloren, standen Schulden und der Knast. An den Schulden zahlt er heute noch. Warum, weil er mit dem Geld nicht umgehen konnte.


Neu 2007-11-29:

Kostolany's Börsenweisheiten (Leserzusendung):

· Wenn die Börse auf gute Nachrichten nicht mehr reagiert, herausgehen - und wenn schlechte Nachrichten keine Wirkung mehr haben, hereingehen.

· Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten - oder umgekehrt.

· Steigt die Börse, kommt das Publikum, fällt die Börse, geht das Publikum.

· Wir befinden uns nicht mehr im Irrgarten der Währungsspekulation, sondern in einem wahrhaftigen Irrenhaus.

Weder von Euphorie noch von Einbrüchen wollte sich der Aktien- Altmeister mitreißen lassen,stetswarnte er vor den „Zittrigen“, die unter Kaufzwang spät in den Markt kommen und für Kursschwankungen sorgen. „Er hat meist das Gegenteil von dem gemacht, was die Masse macht

· Je geschickter ein Spekulant ist, desto eher geht er gegen die allgemeine Tendenz.

· Die sogenannte allgemeine Meinung an der Börse ist nicht einmal zehn Pfennig wert.

Diese Regeln gelten auf allen Finanzmärkten - immer, denn die Herden-Psychologie ändert sich nicht.
 

[16:00] Noch eine Zuschrift zu den "Zittrigen" und mehr:

Das ist wohl wahr. Viele sind sich m. E. nicht im Klaren darüber, dass Edelmetalle vorrangig als Werterhalt gesehen werden sollten. Wenn also der Goldpreis nicht SOFORT ins Unermessliche steigt, steigt auch die Frustration - dies vor allen Dingen im Zusammenhang mit der steigenden Inflation und der damit wiederum sinkenden Liquidität des Einzelnen, der evtl. vorzeitig seine Edelmetalle wieder "rausrücken" muss. Vielleicht ersparen Sie sich einige Frust-Mails, wenn Sie dies nochmal verdeutlichen!

Ich persönlich habe viel aus dem "Bauch heraus" entschieden und bin aus dem "Bauch heraus" auch auf Ihre Seite gestoßen. Das Bauchgefühl ist (für mich jedenfalls) mein zuverlässigster Wegweiser.

Die Nachrichten aus aller Welt sind schon erschreckend. Und immer werden nur kleine, einigermaßen verdauliche Häppchen Pseudo-Wahrheit als "Light-Produkt" an die Menschheit verkauft.

Ich frage mich schon, ob der Kauf von Edelmetallen beim Händler tatsächlich anonym ist - schließlich "grinst" man auch dort in eine Überwachungskamera. Wenn man in Deutschland die vorweihnachtliche Flut von Papiersendungen nebst Kreditangeboten zum Altpapiercontainer bringt, wird man ebenfalls kameraüberwacht.

Die Bevölkerung wird fast überall überwacht. Ein Neugeborenes erhält eine Steuernummer und wird als "Kapitalgesellschaft" geboren. Die Vorstufe zum Chip. Natürlich immer nur zum Schutz des Bürgers vor Terrorismus. Nicht nur die Macht über Währungen regiert die Welt - ein Sack voller Angst über der Menschheit ausgeschüttet macht sie regelrecht starr vor Schreck!

Wenn man der Menschheit in Nordrhein-Westfalen (größte Bevölkerungsdichte in der BRDDR *g* und hoher Ausländeranteil) das Handy und den Fernseher wegnehmen würde, stünden garantiert 80 % mit der Keule auf der Straße.

Ich selbst bin im juristischen Zweig tätig und stelle fest, dass täglich mehr Menschen auf der "Galeere" landen. Da die Galeeren farblich ansprechend gestaltet sind, ist es ja zunächst nicht sooooo schlimm - immerhin hat man ja noch Arme zum Rudern, sitzt im "Trockenen" und die Verantwortung muss man auch nicht übernehmen - schließlich gibt es dafür einen Steuermann und ein klares Kommando, das mittels Peitsche auch den schwerhörigsten Rudersklaven erreicht. Es ist vergleichbar mit dem Schmetterling, der mit den Flügeln im Netz hängt und sagt: "Ach, macht nix, ich wollte eh grad nicht fliegen."

Wow! tolle Analyse. Ist es diese "Instant-Mentalität", die dauernd steigende Kurse fordern.

[17:30] Eine weitere Zuschrift auf die Zweifler-Mails:

Hat dieser Schreiber Ihre Startseite nicht gelesen?

Die Finanz-Website von Walter K. Eichelburg für den langfristigen Edelmetall-Investor

2-3 Jahre sind doch nicht langfristig. Das ist noch nicht mal mittelfristig.

Wer in eine Selbständigkeit investiert (zb Einzelhandel) muss mit mindestens 5 Jahren rechnen dass das Geschäft stabil in schwarzen Zahlen läuft. Wer in die Anpflanzung von Apfelbäumen investiert kann damit rechnen nach 10 Jahren zu ernten. Wer in der Forstwirtschaft investiert kann nach 60-120 Jahren gutes Holz ernten.

Wer jetzt in Edelmetall investiert kann innerhalb weniger Jahre eine sehr grosse Wertsteigerung erreichen. Vielleicht dauert es auch nur Monate. Und wenn es noch 5 Jahre oder 10 dauert? Ist doch egal, es geht um langfristige Wertsteigerung!

Wer kurzfristig denkt kann ja Lotto spielen und dabei sein Geld und sein Glück verspielen: 

[16:30] Andere versuchen ihr Glück beim Lotto:

Handelsblatt: Blitzschlag-Tod sechsmal wahrscheinlicher als Jackpot

Schlechte Nachrichten für alle, die vom millionenschweren Lotto-Gewinn träumen: Die Chance, mit einer bestimmten Zahlenkombination den Jackpot zu knacken, ist rechnerisch sechsmal kleiner als das Risiko, vom Blitz erschlagen zu werden. Nur eine von knapp 140 Millionen möglichen Kombinationen gewinnt den Jackpot.

Trotzdem werden die Leute ihr Geld da hinein - verloren.

Ich selbst habe noch nie Lotto gespielt - zu wenig Chance.


Neu 2007-11-28:

Leserzuschrift zu Altersvorsorge - ganz einfach:

Ein Artikel, der auf Ihren Seiten erschienen war sowie frühere Literatur zu einem freien, nicht manipulierten, Gold- und Silbermarkt/-preis und einer absoluten Bindung von Papiergeld an Gold/Silber/Waren (Arbeitsleistung!) haben mich nachdenklich gemacht. Zur Altersvorsorge legte jemand jeden Monat eine Gold- und drei Silbermünzen in seinen Tresor und das 40 Jahre lang. Bei durchschnittlicher Lebenserwartung hätte er im Alter monatlich 2 Gold- und 6 Silbermünzen zur Verfügung. Da Gold und Silber nicht beliebig vermehrbar sind und einen viel geringeren Zuwachs als der Waren-/Leistungsverkehr haben, würde sich mit den Jahren das Wertverhältnis zugunsten der Edelmetalle verschieben. Die zurückgelegten Münzen würden so automatisch quasi „verzinst“ ohne die betrügerischen Manipulationen einer Vorsorgeeinrichtung, Bank etc. Hierdurch wäre sichergestellt, daß jeder, der arbeitet und etwas leistet, im Alter auch versorgt wäre. Ein solches System kann aber nur entstehen, wenn die Mehrheit des Volkes das jetzige System durchschaut, beseitigt und sich eine echte demokratische Regierung schafft, die das edelmetall-/leistungsgedeckte Währungssystem konsequent etabliert und sichert. Dem Heuschrecken-Finanzimperialismus mit seinem „Fiat-Money-System“ würde darüber hinaus schlagartig der Boden entzogen. Aber das Universum und die menschliche Dummheit sind ja gem. Einstein unendlich (leider!).

Einfacher und sicherer geht es nicht!


Neu 2007-11-27:

Zu "wie in Edelmetalle investieren nach Konkurs" aus Eintrag in Leserzuschriften von heute:

In der nächsten Zeit, wenn der Credit-Crunch richtig beginnt, wird es Massenkonkurse unter Firmen geben - viel mehr als zwischen 2002 und 2004.

Leider machen viel zu viele Unternehmer diese Fehler:

a) sie arbeiten ohne Rücksicht auf Kredit und haften persönlich dafür, die kleinste Krise wirft sie dann auch privat um

b) wenn es zu Ende geht, werfen sie noch die letzten Reserven in die Firma (Rettungsversuche), um dann ohne Irgendetwas da zu stehen.

Es ist genau wie bei jeder Art von Investitionen, man muss Risiko und Potential abwägen und vorausschauen.
Wenn es dann "passiert", stehen sie ohne irgendwas da und werden auf das Existenzminimum gepfändet.

Man sollte niemals "gutes, neues Geld" dem "schlechten", weil verlorenen Geld nachwerfen.

Meiner Meinung nach ist es besser, die Firma rechtzeitig zuzusperren oder zu verkaufen, Kredite wenn möglich zu tilgen. In der Krise bekommt man eine Firma wie eine Immobilie nicht mehr los, da der Käufer meist nur auf Kredit kaufen kann, den er dann nicht mehr bekommt. Dafür sollten rechtzeitig Reserven in einer Form gebunkert werden, die die Krise überstehen.

Noch schlimmer ist es, an einer Firma oder Immobilie aus Prestigegründen festzuhalten und auch noch die Goldreserven dafür zu verpfänden. Am Ende ist dann alles weg.
W. Eichelburg


Neu 2007-11-23:

[20:30] Leserfrage zur "Sicherheit" von Bargeld:

Daß die Finanzkrise da ist, kann niemand mehr leugnen, es sei denn, er liest brav die Main-Stream-Medien und sonst nichts.
Ist es Ihrer Meinung nach bereits jetzt Zeit, Bargelder von der Bank abzuheben um einem Banken-Run zuvor zu kommen oder haben wir noch einige Monate bis die ersten deutschen Banken wegen Illiquidität schließen müssen (nach dem Bereicht im Handelsblatt).

Die Lage ist in der Tat sehr kritisch. Jeden Tag können einige Grossbanken umfallen und den Rest mitreissen. Man sollte nicht mehr viel Geld auf Bankkonten haben.
Bargeld ist besser (auch in CHF), Gold/Silber ist noch besser.

[20:30] Leserfrage zu Gold/Silberpreisen in der Krisenzeit:

Woher weiß man in der Krisenzeit was Silber und Gold Wert sein wird?
Wenn die Banken geschlossen sind, wer wird dann den Preis feststellen und wo kann man diesen erfahren, wenn z. B. das Internet auch nicht mehr funktioniert.

Ein Grossteil des Internets wird weiter funktionieren, aber viele Provider werden sterben.
Nachdem dann alle Gold&Silber haben wollen, wird der aktuelle Preis dann so häufig berichtet, wie heute DAX und DOW.

 

"Oben" - wenn das Geld bereits bei den Ohren heraus kommt:

Süddeutsche: Deutsche Millionäre bekommen eine Messe

In Moskau können reiche Menschen dieser Tage wieder extrem shoppen: Bereits zum dritten Mal findet dort die „Millionaire Fair" statt. Hierzulande muss jetzt nicht unbedingt Neid aufkommen: Wohlhabende Deutsche können sich ab nächstem Jahr auch in München auf einer Messe inspirieren lassen.

Nicht täuschen lassen. Im protz-geilen Russland funktioniert es sicher. Aber hier? Vermutlich kommen jene Leute, die auch ihre Rolex am Handgelenk leasen (das gibt es).
Für diese Leute kommt eher das in Frage:

"Unten" - wenn das Geld nicht mehr reicht - die uralte Pfandleihe:

Süddeutsche: Bei Pfandhaus-Krediten drohen heftige Zinsen

Ob Uhren, Goldmünzen, Porzellan, Schmuck oder Autos: Die Bundesbürger haben in diesem Jahr so viele Werte im Pfandhaus zu Geld gemacht wie nie zuvor. Im schlimmsten Fall drohen Zinssätze von 40 Prozent – Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht. Kurz vor Weihnachten brummt das Geschäft besonders.

Ob die auch eine geleaste Rolex akzeptieren?


Neu 2007-11-21:

Die Medien als Ratgeber in Aktien-Bubble-Stimmung:

Handelsblatt: Was die Amis besser können

Sparen, sparen, sparen … das Credo der Altersvorsorge schlagen viele Amerikaner in den Wind. Die Sparquote beträgt dort zurzeit lächerliche 0,4 Prozent, während die Deutschen immerhin zehn Prozent ihres verfügbaren Einkommens beiseite legen. Trotzdem ist das Pro-Kopf-Vermögen der Amerikaner doppelt so hoch wie bei uns. Wie machen die das?

Der Trick der Amerikaner: das Geldvermögen wächst dort wesentlich schneller weil sie mutig jeden zweiten Dollar in Aktien gesteckt haben. Mit dem Erfolg, dass ein Amerikaner umgerechnet gut 105 000 Euro im Rücken hat, der Deutsche müht sich dagegen bei 55 000 Euro ab.

Es gibt eine goldene Regel, nach der ein Sparer einen Anteil von 100 minus Lebensalter in Aktien stecken sollte. Danach müssten die Deutschen im Schnitt 90 Jahre alt sein: nur zehn Prozent ihrer Anlagen wandern in Dividendentitel. Tendenz fallend. Die jüngste Korrektur an den Aktienmärkten hat Anleger nach den neuesten scharenweise in die Flucht geschlagen. Aus Aktienfonds haben sie im ersten Halbjahr 15,8 Mrd. Euros abgezogen, in niedrig verzinste und obendrein oft teure Geldmarktfonds sind dagegen 28 Mrd. Euro geflossen. Große Summen wanderten auch in Festgeld.

Von den Amerikanern beim Sparen lernen??? Nur die oberen 5% sparen und investieren. Und alles in Aktien stecken? Dieser Journalisten sind Teil der Finanz-Bubble.
Alle 10 Jahre muss man umschichten. Und jetzt ist wirklich nicht der Zeitpunkt für massive Aktien-Positionen. Brüll und Lach!

Leserkommentar: So werden die Leute verdummt - was machen die Amis nach dem Aktiencrash??? Was ist mit der realen Kaufkraft??
 

Aktien in Währungsreform (Leserzuschrift):

Habe soeben Ihre neueste Leserzuschrift gelesen, betreffend der Minenaktien.
Wie war es denn bei den letzten Währungsreformen, wurden da auch alle Aktien wertlos?
Eine Aktie ist doch ein Anteilschein an dem betreffenden Unternehmen.
Selbst wenn ALLE Währungen kollabieren sollten, so müßte doch der Besitzanteil an der entsprechenden Firma/Mine erhalten bleiben, so sie denn nicht dem Konkurs zum Opfer fällt.
Wie verhält sich dies nun Ihrer Meinung nach?

Die Aktien werden dabei nicht wertlos, dagegen aber meist die Bonds.


Neu 20007-11-13:

DE: 10 Millionen fahren in die "garantierte" Riester-Hölle:

ARD: Falsch geriestert - weniger Rente

Wie viel die Bürger im Ruhestand von der Riester-Rente haben, hängt allerdings stark vom jeweiligen Versicherer ab. Die Stiftung Warentest ermittelte bei ihrer jüngsten Untersuchung bei der garantierten Mindestrente Unterschiede von rund 20 Prozent.

Selbst falls die Versicherungs-Gesellschaften das überleben (kaum), was ist dann diese "Rente" noch wert? fast nichts mehr.


Neu 2007-11-10:

Leserzuschrift zur Rohstoff-Lagerung:

Macht es eigentlich Sinn jetzt Treibstoffe einzulagern (Diesel,Heizöl) die erst in einem halben Jahr gebraucht werden ?
Oder ist davon auszugehen das der Dieselpreis bis dahin wieder sinkt. Oder Gold um das Geld zu kaufen was der Diesel kostet und dann bei Bedarf Gold gegen Diesel zu tauschen.

Dass der Ölpreis und damit der Dieselpreis in Gold wahrscheinlich sinken wird, ist stark anzunehmen. Vernünftige "Natural-Investtition".

Etwas weiteres spricht dafür: Versorgungssicherheit. Falls Bush/Cheney doch noch auf den Kriegspfad gehen oder es zum grossen Derivatencrash kommt, der das Zahlungssystem zerstört, dann muss mit Versorgungsausfällen gerechnet werden.


Neu 2007-11-08:

Leserzuschrift (DE) zu privaten Altersvorsorgen - Analyse:

Mein Glückwunsch und meine uneingeschränkte Anerkennung Ihrer Arbeit.
Schmerzliche Wahrheiten werden gerne verdrängt und lange bezweifelt.

Ein wichtiges Terrain, das Sie bisher kaum betreten haben, ist das Gebiet der sog. privaten bzw. kapitalgedeckten Altervorsorge, ob Riester, Rürupp, betriebliche Altersvorsorge oder berufständigsche Versorgungswerke. Steuervergünstigungen, staatlicher Druck, Vorgaben des Arbeitgebers oder Zwangsmitgliedschaft in einer Ständeorganisation bringen viele dazu, Geld in diesem Bereich zu investieren.

Ich habe mir mal den 2006-er Bericht der recht grossen "Privaten Pensionkasse der Deutschen Wirtschaft" mal angesehen (http://www.pkdw.de/fileadmin/user_upload/77.GB_PKDW_2006.pdf).

80% der Kapitalanlagen werden in Rentenmärkten getätigt, der Rest zu etwa gleichen Teilen in Aktien und Immobilien. Schwerpunkt der Anlagen liegt angeblich bei bonitätsmäßig einwandfreien deutschen Kreditinstituten. Leider finde ich im Geschäftsbericht keine Aufstellung der Emissionen, die von der PKDV Ende 2006 gehalten wurden. Ohne weiteres könnten darunter auch Papiere der IKB und anderer Conduits deutscher Provenienz zu finden sein. Zur Steigerung der laufenden Rendite hält die PKDW einen Bestand in Höhe von 81,4 Mio. Euro (Vj. 81,9 Mio. Euro) in nachrangigen Anleihen (das sind ca. 7.5% des veranlagten Mittel). Der Bestand an strukturierten Anleihen (was auch immer dies bedeutet, wird nicht erklärt) betrug 148,8 Mio. Euro (13.6%) zum Jahresende 2006. Hinzu kommen noch 13.5 Mio Euro ABS-Papiere (1.2%) und hochrentierliche Unternehmensanleihen über 37.3 Mio Euro (3.4%), darunter sind auch USD-Unternehmensanleihen. Die Rendite der veranlagten Gelder betrug im Jahr 2006 nach der BaFin-Formel 5,07%.

Ich bin sehr gespannt, wie die Rendite-Ergebnisse am Ende des Jahres 2007 aussehen werden. Darüber wird wahrscheinlich erst in der 2. Jahreshälfte 2008 etwas zu erfahren sein. Selbst wenn nur einzelne Papiere abgeschrieben werden müßten, geht die nominale Rendite für das laufende Jahr wohl eher Richtung Null. Die Transparenz der Vermoegensanlagen ist hier in keiner Weise gegeben. Gerade der vorausschauende Vorsorgesparer wird hier wieder mal in die falschen Anlagen gelockt und in scheinbare Sicherheit gehüllt. Der selbstverantwortliche, freie und mündige Bürger ist eine nette Utopie der Mächtigen. Aufklärung tut not. Nur wenige sind auf der Suche nach Wahrheit.

Danke für die Analyse, aber ich kann leider nicht alles machen. Daher publiziere ich solche Zuschriften gerne.

Bonds werden die schlechtesten Investments überhaupt sein und die sind zu 80% da drinnen. Was hier real noch herauskommen wird? 5% oder eine 0?


Neu 2007-11-06:

Leserzuschrift (AT) zu Geldabhebungen:

Sie schreiben immer wieder, das Geld jetzt von der Bank zu holen. Mir ist noch nicht ganz klar, ob das Geld auf der Bank im Crash-Fall dann weg ist. OK, ich kann es vielleicht physisch nicht mehr abheben, aber glauben sie, dass ich noch Überweisungen per Online - Banking durchführen kann.

Ich bin Selbstständig und muss noch dieses Jahr einen Brocken an das FA überweisen. Sollte ich dieses Geld abheben oder kann ich die Überweisung dann noch elektronisch durchführen ? Was meinen sie ?

Herzlichen Dank im Voraus für ihre Info ! Und danke noch mal für ihre überaus wertvolle Arbeit !

Ein Totalkollaps der meisten Banken kann jederzeit kommen, auch in Österreich (vielleicht etwas verzögert). Man muss damit rechnen, dass dann das Geld auf den Konten weg ist. Man kann das Geld als Bargeld lagern oder besser in Form von Gold & Silber.

Dem Finanzamt kann man es schon jetzt überweisen, dann hat man eine Gutschrift. Es ist dann der Job des Finanzamts, an das Geld bei der Bank zu kommen.
Übrigens, Electronic Banking wird immer als Erstes gesperrt - siehe Northern Rock.


Neu 2007-11-05:

Subventions-Energie auf Kredit (Leseranfrage-DE):

Habe eine brennende Frage betreffs einer Investition und hoffe, Sie können sie mir schnell beantworten !? Möchte gerne eine Photovoltaikanlage installieren lassen und bin gerade dabei,die Finanzierung abzuwickeln. Es geht um eine 65.000,00 Euro-Investition. Was pasiert, wenn es in den nächsten Tagen,Wochen oder erst in ein paar Monaten zu dem bereits vorhergesagten Finanzkollaps kommen sollte ?
Sitzen wir da in einer Schuldenfalle ??? Soll man jetzt überhaupt noch Schulden machen ? Was meinen Sie dazu ?

Wie aus dieser Zuschrift zu entnehmen ist, werden "Konsumenten" von Geschäftemachern, die sofort kassieren, in soetwas hineingedrängt. Das Risiko bleibt beim Konsumenten. Die Geschäftemacher kassieren sofort, ob der Staat die EVUs später noch zwingen kann, diesen Strom so hoch zu subventionieren, ist sehr fraglich.

Das Muster ist immer das Selbe: alle Beteiligten kassieren sofort, das Risiko und der Kredit beiben beim "Investor" = Konsument.

Gerade jetzt sollte man die Finger von allen Krediten lassen.


Neu 2007-11-02:

Leserfrage (AT) zu WP-Depots beim Bank-Crash:

BETREFF: "Einlagensicherung" bei österreichischem Online Broker Brokerjet:
Sie haben mir ja am Club Treffen einmal erklärt, dass im Fall eines Bankkonkurses ein Aktiendepot NICHT in die Konkursmasse fällt und dieses nach schätzungsweise ein paar Tagen wieder verfügbar wäre.

MEINE FRAGE: Würde dies grundsätzlich auch auf einen Online Broker der Ersten Bank Gruppe zutreffen (abgesehen von Abhebelimits).
Verwahrart der Aktien ist ja WERTPAPIER in RECHNUNG.

ODER gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Aktiendepot bei einem Online Broker einer Bank oder bei der Bank selbst, den ich beachten müsste?! Spielt sich im Hintergrund (juristisch) nicht das Gleiche ab?

Das interessiert sicher Alle. Jim Sinclair empfiehlt, sich Aktien sicherheitshalber als Papier aushändigen zu lassen. Ob das überall geht?

Normalerweise geht ein WP-Depot beim Bank-/Broker-Crash nicht unter, es kann nur einige Zeit nicht zugreifbar sein.
Das wirkliche Risiko ist daher Betrug. Die Aktien könnten etwa verliehen sein. Ausserdem kann beim Online-Broker niemand mehr auffindbar sein, der einen Übertrag auf eine andere Bank machen könnte. Eine echte Bank mit Personal ist hier sicherer.


Neu 2007-11-01:

Diese Finanz-Verkäufer wissen nichts (Leserzuschrift-DE):

Erst vor kurzem wollte mir ein Beratern der Citybank unbedingt Aktien aufschwatzen. Schöne Schaubilder bekam ich zu sehen. Er liess nicht locker.
Erst als ich ihm sagte, dass der Nikkei Index vor ca 13 Jahren bei 38 000 Yen stand und ob er wisse wo er heute stehe. Er schlug nach, es waren nur noch 15 000 Yen. Er wusste das nicht, das Aktien so fallen können. Jung, smart, unerfahren, unwissend, eine Portion Gläubigkeit und nicht auch zuletzt Korruptheit, so denke ich ist das passende Persönlichkeitsprofil eines Bankberaters.

Wird wohl so sein. Nur Verkaufsergebnisse zählen.


Neu 2007-10-31:

Ein bürokratisches Monster zum "Anlegerschutz":

Standard: Neues Wertpapieraufsichtsgesetz startet im November

Nach Expertenschätzungen wird die MiFID-Umstellung weltweit über 50 Milliarden Dollar verschlingen. So viel Aufwand sollte vor allem für mehr Transparenz, mehr Wettbewerb unter den Anbietern von Wertpapierdienstleistungen und Anlegerschutz bringen.

Investmentfirmen haben nach dem neuen WAG die Pflicht, ihre Kunden einzustufen und in "Privatkunden", "Professionelle Kunden" sowie "Geeignete Gegenparteien" zu kategorisieren. Für den Privatkunden soll die höchste Informationspflicht gelten.

Natürlich wird sich real nichts zum "Schutz" der Anleger ändern, da die Branche weiterhin verkaufen muss - es gibt nur viel mehr Bürokratie.

Auf meiner Bank in Wien hat man mir erzählt, dass jetzt der (Privat-) Kunde detaillierteste Angaben machen muss, wie bei einem Kreditantrag. Für die Banken selbst stellt sich das Ganze intern als noch viel schlimmeres bürokratisches Monster da als bisher.

Zumindest in Österreich ist die Grenze zwischen "Privatkunden" und "Professionellen Kunden" ein Mindest-Vermögen von €500'000 und mindestens 10 Transaktionen im Jahr. Damit wird eine Art "Accredited Investor" geschaffen, ähnlich den USA, wo die Grenze bei $1 Mill. liegt. Darüber darf offenbar alles ohne Einschränkung verkauft werden.

Ich selbst habe in solchen Auskunfts-Formularen immer "I am a sophisticated investor" hineingeschrieben und sonst nichts. Ich lasse mir diese Aushorchung nicht gefallen, da ich Geld anlegen will und keinen Kredit (nur dort macht es Sinn) möchte. Nur um die "Hintern verschiedener Fondverkäufer" abzusichern, mache ich sicher kein "finanzielles Stip-Tease".


Neu 2007-10-29:

Von "Pleite-Fonds" und Krediten:

ZDF: Falschen Bankversprechen geglaubt

Auf die staatliche Rente verlassen sich immer weniger Deutsche. Sie suchen nach Alternativen, ohne Risiko für das Ersparte. Doch genau das Gegenteil ist rund 22.000 Kunden eines angeblich völlig anlagesicheren Immobilienfonds geschehen. Das Geld ist weg. Nun wehren sich die Geschädigten.

Außerdem habe er ihr empfohlen, einen Kredit dafür aufzunehmen in Höhe von damals 75.000 Mark, um zusätzlich Steuern zu sparen. Die Prognoserechnung der Bank geht jedoch nicht auf. Statt rund 19.000 Euro bekommt Claudia Witte nur 2000 Euro Ausschüttung innerhalb von 13 Jahren. Das ist alles. Ihre 50.000 Euro waren eine Fehlinvestition. Statt einem sicheren Polster fürs Alter muss sie jetzt einen Kredit abzahlen mit 300 Euro monatlich. Ihr Vorwurf an die Bank: "Dass ich als Kunde der Bank eine Fehlberatung hatte, weil ich immer wieder gefragt habe, ist die Anlage sicher, bekomme ich auch mein Geld im Alter. Diese Fragen wurden mir eigentlich alle nur bejaht."

Ein Immobilien- oder anderer Fond kann schon einmal pleite gehen - das kommt vor. Die Initiatoren kassieren ihre Provisionen daher immer vorab. Auf der Strecke bleibt der "Investor". Echte Investoren sind sie aber nicht, da sie vor dem Einstieg keine Due Dilligence machen - sie "vertrauen" auf "Autoritäten".

Der Gipfel der Dummheit ist aber, in etwas, das man nicht kontrollieren kann, auf Kredit zu investieren. Wie gesagt, die Erfinder des Fonds und die Vertriebe haben ihre Provision schon kassiert, der Dumme ist der "Gläubige".
 

Hier gleich 8 Paradefälle:

Focus: Bangen ums Ersparte

Eine Leserzuschrift (AT) dazu:

Ein Bekannter von mir, der kurz vor der Pension steht, sich selbst ganz gut mit Finanzen auskennt, hat auf die Frage eines besorgten Vaters über die beste (Pensions- und allgemeine) Vorsorge für dessen Sohn geantwortet:

1 Philharmoniker pro Monat und ein Maria Theresientaler pro Woche in den Tresor. Mit 60 öffnet man die Türe, und zählt ab, was drinnen ist. Das ganze teilt man dann auf ca. 20 Jahre auf, und es wird sicher reichen.

Börsencrash, Staatsbankrott, Betrug, unfähige Manager und Politiker (siehe unten!) - alles kann einem egal sein ....etc...

Der Vorschlag ging glaube ich ins Leere ... EMs bringen keine Zinsen und kosten ja Lagergeld.... die alte Leier ... dafür kann so etwas NICHT passieren.

Sehr gute Anleitung. Die Kernaussage: bei Gold und Silber gibt es keine "Counterparty", die pleite gehen kann.
 

Damit die angehenden Akademiker Schuldenmachen richtig lernen (Leserzuschrift-DE):

Von einer Bekannten habe ich erfahren, das die Kreissparkasse ein neues
„Kreditprodukt“ für angehende Studenten anbietet. Es wird für die Zeit des Studiums eine Kreditsumme bis max. 40000 Eus zur Verfügung gestellt. Ohne Sicherheiten wohlgemerkt. Hat der Student dann sein Studium abgeschlossen, hat er die ersten zwei Jahre Ruhe von der Bank. Danach wird der tatsächlich bezogene Betrag In ein Darlehen mit 10 Jähriger Laufzeit umgewandelt. Damit hängt der ehemalige Student am Fliegenfänger.

Die Möglichkeiten sich auf alle Ewigkeiten zu verschulden werden auch immer merkwürdiger.

Es ist ganz wichtig, dass wie in den USA die zukünftigen "Eliten" das Schuldenmachen richtig lernen. Damit werden sie nur noch karrieregeiler und gefügsamer.
 

Am Besten als "Lebender Hedge-Fond":

Handelsblatt: Wenn die Rechnung nicht aufgeht

Viele Bauherren hoffen, mit Hilfe einer Kapitallebensversicherung bei der Finanzierung ihrer eigenen vier Wände Geld zu sparen. Das zumindest verspricht so manche Bank, wenn sie eine Lebensversicherung als Tilgungsinstrument empfiehlt. Doch oft geht diese Rechnung nicht auf.

Der reine Irrsinn: den Yield-Carry-Trade ohne Kenntnisse und mit völlig illiqudiden Assets machen - das ist es. Nur zur "Provisionsschindung".
In Süddeutschland und Österreich legt man noch einen ordentlichen Zahn zu: man macht es aus dem Schweizer Franken.

Man sollte jedes Finanzinstrument genau verstehen, bevor man es anwendet!


Neu 2007-10-26:

Leserzuschrift zu Aktienkursen:

Handelsblatt, 26. Oktober 2007, 16:22 Uhr
Die größte US-Hypothekenfirma Countrywide hat durch die ausufernde Hypotheken- und Kreditkrise in den USA einen Milliardenverlust verbucht. Das Unternehmen verbuchte im dritten Quartal ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar. Wegen des positiven Ausblicks kletterte die Aktie aber an der Wall Street um satte 15 Prozent.


Mein Kommentar:
Wer jetzt noch an der Börse in Aktien oder Fonds steckt, verdient es nicht besser. Das Lehrgeld wird schon abgezählt.
Früher hätte eine solche Meldung das Unternehmen gnadenlos nach unten gezogen. Die Spekulanten haben sich von jeglichem Realismus entfernt. Wer will bei dem
Rennen noch auf irgendein Pferd wetten?

Noch Fragen?
 

Der Wille ist schwach - sie wollen Zwang:

Welt: Deutsche wollen Zwang zur Altersvorsorge

Die Angst vor der Altersarmut nimmt in Deutschland weiter zu. Hauptgrund: Immer weniger Sparer vertrauen auf die gesetzliche Rente. Eine Studie legt jetzt nahe, dass die Bürger zu ihrem Glück gezwungen werden wollen – mit einer verpflichtenden privaten Altersvorsorge.

Verrückter geht es nicht. Kein echter Investor geht in eine Anlageform hinein, die von fremden Managern verwaltet wird und aus der er nicht herauskommt. Und die Leute wollen zu so etwas gezwungen werden !!!


Neu 2007-10-25:

Leserzuschrift zu NOK:

Schweizer Franken vs Norwegische Krone:
Cash zu haben ist sicherlich gut. Aber in Euro? Wahrscheinlich eher nicht.
Nun habe ich mir Schweizer Franken geholt. Allerdings habe ich mich eingelesen und festgestellt, daß der garnicht so toll ist.
Norwegen ist als Staat schuldenfrei, es hat große Geldreserven und verfügt über große Bodenschätze.
Auch wenn man sich den Kursverlauf Krone/Euro und Franken/Euro anschaut ist da ein signifikanter Unterschied.
Der Franken verlor in den letzten 3 Jahren 1,52 € auf 1,67 € heute an Wert.
Die Krone dagegen 8,2 € auf 7,6 €. Ein schöner Gewinn. Und das trotz Euro Stärke.

Wäre es da nicht sinnvoller Kronen zu besitzen?

An dieser Meinung ist etwas dran. Tatsächlich ist der Euro eine sehr gefährliche Währung und der CHF ist auch zu Weichwährung geworden.
Die NOK ist tatsächlich eine Alternative, speziell in Norddeutschland, im Süden ist sie weniger bekannt.

Man muss aber bedenken, dass die Norweger eine gigantische Immobilien-Bubble haben, die auch einmal platzen wird.
Besser sind daher nur Gold und Silber.

Noch eine Zuschrift zur NOK:

Ich verfolge die Diskussion auf Ihrer Web-Seite, ob es nun besser sei, in CHF oder NOK sein Geld zu investieren, mit gemischten Gefühlen.

Beide Währungen sind FIAT-Geld (=staatlich sanktioniertes
Falschgeld) und unterscheiden sich hier nicht vom Euro oder dem US-$. Es gibt auch hier keine "Golddeckung" oder sonstige Einlösungsverpflichtung. Über den realen Wert der Schweizer Wirtschaft im Krisenfall - quasi als Stütze für den CHF - mag man auch nicht unbedingt Positives
berichten: Wenig Industrie, keine Rohstoffe, eine Bergbauern-Landwirtschaft als nationales Hobby, dafür aber große Finanz- und Versicherungs-Firmen, große
Dienstleistungs- und Tourismusindustrie. Und für Norwegen war "Peak Oil" auch schon vor etlichen Jahren.

Für den EURO spricht, dass man im Euro-Land nur mit Euros seine Verpflichtungen legal begleichen.
Für den CHF spricht, dass man in der Schweiz nur mit CHF seine Verpflichtungen legal begleichen kann.
Für den US-$ spricht ...

Ich schlage deshalb vor, dass man ein Teil seines Vermögens (2-3 Netto-Monatseinkommen) kurzfristig verfügbar (am besten in Bargeld) in Euro hält, um Dinge des täglichen Lebens in der ersten Phase des Zusammenbruchs bezahlen zu können.

Den Rest des Geldes, wo Andere überlegen ihn in CHF oder NOK zu investieren, sollte man in physischen Edel-Metallen halten (bevorzugt Gold, evt auch Silber). Damit fährt man auf alle Fälle besser als mit Fremdwährungen, die im Falles eines Falles nicht mehr konvertierbar sind und höchstwahrscheinlich selbst zu Pulver verfallen.

Dieser Rat gefällt mir noch besser. Es ist doch nicht alles OK im Wikinger-Land.


Neu 2007-10-18:

Was Banken wirklich verkaufen und warum:

Handelsblatt: Wenn der Berater dem Kunden schadet

Bankberater und Vermittler haben beim Verkauf von Finanzprodukten häufig nicht das Kundeninteresse, sondern die eigenen Einnahmen im Auge. So unterliegen Banken häufig einem starken Umsatzdruck, der die Berater dazu zwingt, Provisionen einzustreichen: Kaufgebühren bzw. Ausgabeaufschläge bei Zertifikaten, Fonds und anderen Angeboten – sehr zum Schaden des Kunden.

Was sie verkaufen (müssen): Hauseigene Finanzprodukte mit hohen Spesen. Typische Retail-Produkte.


Neu 2007-10-17:

Man soll dort verdienen, wo die Steuern niedrig sind:

Handelsblatt: OECD: Deutsche Arbeitnehmer hoch belastet

Was viele Bundesbürger immer wieder beklagen, wird jetzt von offizieller Seite bestätigt. Laut einer OECD-Statistik ist die Belastung der deutschen Arbeitnehmer durch Sozialabgaben im internationalen Vergleich überproportional hoch. Die OECD-Experten sehen hier ein Versäumnis der Politik.

Besonders niedrig ist in Deutschland das Aufkommen aus Substanzsteuern, also Grund-, Vermögens-, Schenkungs- und Erbschaftssteuern. Die Einnahmen lagen in Deutschland 2006 stabil bei 0,9 Prozent des BIP und damit bei weniger als der Hälfte des OECD-Schnitts von 1,9 Prozent (2005). Nur Mexiko, Tschechien und die Slowakei, also Staaten mit einem deutlich geringeren Vermögensbestand als Deutschland, sowie Österreich erzielen weniger Einnahmen aus dieser Steuerart.

Das gilt nicht nur in Bezug auf die Region, wo man die Steuern zahlt, sondern auch für den Erwerbssektor, von wo das Einkommen herkommt.

Die meisten Länder in Europa besteuern abhängige Arbeit und Konsum extrem hoch, aber das Kapital wenig. Daher kann man als Investor legal praktisch keine Steuern bezahlen (wenn man es richtig macht), aber als Angestellter wird einem 50% weggenommen. Es ist somit klar, von wo man das Einkommen herbekommen sollte

Zeit für eine nüchterne Betrachtung von Immobilien:

N-TV: Finger weg von Immobilien?

Die US-Hypothekenkrise hat die Anlageklasse Immobilien kräftig in Misskredit gebracht. So manche Renditerechnung ist geplatzt. Deutsche Immobilienaktien haben von ihren Höchstkursen im Frühjahr 2007 zum Teil bis zur Hälfte ihres Wertes verloren. Wie geht es jetzt weiter? Fragen von n-tv.de an Ralf Vielhaber, Immobilienexperte und Herausgeber der Fuchsbriefe.

Deutsche Immobilienaktien haben aber damit zu tun.
Ja, und die wurden gewaltig in Sippenhaft genommen und bitterböse abgestraft. Aber auch hier gab es Faktoren, die mit der amerikanischen Immobilienkrise gar nichts zu tun hatten. Immobilienaktien wurden teilweise zum 1,5fachen ihres Nettoinventarwertes gehandelt. Das heißt, dass das Unternehmen 50 Prozent mehr kostete als die Immobilien, die es besaß. Das waren 50 Prozent heiße Luft. Außerdem handelten viele deutsche Newcomer mit Immobilienportfolios, die sie über Kredite finanzierten. Doch durch die Vertrauenskrise es ist schwieriger geworden, Bankdarlehen zu erhalten. Dadurch fällt ein Teil des Geschäfts weg.

Betrachten Sie eine Immobilie wie eine Anleihe. Der Wert hängt von den Kreditbedingungen und Zinsen ab, das sie praktisch immer auf Kredit finanziert werden.
Weg mit dem "Besitzerstolz". Realwerte wie heute wird es erst in 50 Jahren wieder geben (im nächsten Kondratieff-Herbst).


Neu 2007-10-16:

Leserzuschrift zur deutschen Riesterrente:

ich selbst halte zwar wie Sie und Andere auch, nichts von obiger "Vermögensanlage" für´s Alter, weil ich ebenso ein erhebliches Inflationsproblem dabei sehe (man muß sich ja nur die Entwicklung des Goldpreises zwischen 1971 und 2007 vor Augen führen) !

Allerdings möchte ich eines zu Bedenken geben: Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde die damals eingeführte sogenannte "freiwillige Zusatzrente" auch in Westgeld weitergezahlt - wer damals also "dabei" war, profitiert heute davon !
Ebenso könnte ich mir nach einem Systemcrash, wie auch immer der aussehen mag vorstellen, daß die sich danach etablierende Staatsform schon rein aus Gründen der Wiedererlangung von Glaubwürdigkeit, diese "Zusatzrentner" bevorteilen würde - freilich nur auf Kosten der übrigen Leistungsbezieher.

1990 war die BRD "in voller Blüte", konnte sich das also "leisten". Nach einem Kollaps sieht die Sache anders aus. Möglich ist alles, aber man sollte nicht drauf hoffen.

Solche Modelle sind die schlechteste Investment-Form überhaupt, da man nicht mehr herauskann.

PS: Die "Rürup-Rente" soll noch schlimmer sein, weil man da gar nicht mehr herauskommt.


Neu 2007-10-15:

Steuernachzahlungen - wie anlegen (Zuschrift aus DE)?

Wie ist Ihre Einschätzung zu folgendem Fall:
Ein Selbständiger erwartet in 2 bis 3 Jahren eine hohe Steuernachzahlung.
Das Geld ist auf dem Konto vorhanden. Sollte er das Geld abheben, damit er das Geld gesichert hat und zum Fälligkeitstermin seine Steuern zahlen kann, auch im Falle einer Bankenpleite? Oder sollte er Edelmetall kaufen und zum Fälligkeitstermin wieder in Geld tauschen?
Wie ist Ihre Meinung?

Eine wichtige Frage, so dass ich sie hier beantworten möchte.
Wäre die Nachzahlung noch dieses Jahr, dann wäre es am Günstigsten das Geld Bar in Euros zu halten.
Aber in 2..3 Jahren wird es keinen Euro geben, möglicherweise gar keinen funktionierenden Staat mehr.

Daher ist es sicher günstig, die Nachzahlung (falls man sie noch braucht) in Edelmetall anzulegen. Falls der Staat dann noch Steuern einheben kann, kann man ihn nach Rücktausch in entwertetem Geld bezahlen und massiv davon profitieren.
 

Indium, etc. als Investment (Leserzuschrift DE)?

Sie haben ja eine klasse Seite, gut daß ich sie noch rechtzeitig entdeckte und nun schnell handeln kann. Daher würd ich zusätzlich Ihre Meinung kurz zu einem Investment in Indium erfahren wollen-dieser Rohstoff geht ja in den nä. 10 Jahren aus und der Preis liegt derzeit bei unter 400 €/kg , gehandelt bei 880 €/kg.

Ist es empfehlenswert einen Teil (5%) in Indium zu investieren (Anlagehorizont über 10 Jahre) ?

Als Beimischung ist es sicher interessant, besonders für den Fall, dass der Welthandel (Knappheit) einbricht.
Als Industrierohstoff hängt der relative Preis primär von der Weltkonjunktur ab.


Neu 2007-10-14:

Altersversorgung - Moralisieren an falscher Stelle:

FAZ: Flotter Lebenswandel ist Gift für die Altersvorsorge

Die private Altersversorgung bleibt ein heißes Eisen. Rund ein Viertel aller Deutschen spart fürs Alter keinen Cent. Die durchschnittliche Rate der Sparer liegt bei 183 Euro, und wer sich die Leistungen im Detail ansieht, stößt auf die üblichen Verdächtigen: Selbständige bringen 376 Euro auf die Seite, Beamte legen 231 Euro auf die hohe Kante, Arbeiter und Angestellte legen 197 Euro zurück. Das sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, doch bei genauer Analyse stellen sich Fragen: Wie lange wird gespart, und zu welchem Zinssatz legen die Sparer ihr Geld an?

Anstatt etwas "moralinsauer" zu ermahnen, sollte die FAZ Klartext schreiben: die heutigen Spar-Vehikel sind zur langfristigen Vorsorge ungeeignet. Die reale Inflation frisst diese Vorsorgen bereits heute auf, von einer Hyperinlfation oder einem Crash ganz zu schweigen.


Neu 2007-10-11:

Leserzuschrift zur Riester-Rente:

Daß staatliche Altersvorsorge die größte Bürgerverlade der letzten Zeit ist, scheint vielen Menschen nicht klar zu sein.


Ein monatliches Riester-Rentenversprechen von 500 EUR, erste Auszahlung in 40 Jahren, kostet derzeit 66 EUR. Auszahlung mit 67, geschätzte Bezugsaduer: 20 Jahre (wenn man mal optimistisch ist).


Frage: was sind 500 EUR (ohne Crash-Szenario) in 40 Jahren wert, legt man das derzeitige Geldmengenwachstum (11,7 Prozent per Anno) unter Vernachlässigung eines Realwachstums und eine rnachgelagerten Besteuerung zu Grunde?

Antwort: gemessen in heutiger Kaufkraft etwa stolze 3,50 EUR.

Fazit: Für den Gegenwert einer Portion Eis auszahlbar in 40 Jahren legen "Riester-Meister" 132 EUR, etwa den derzeitigen Wert eines Gold-Souvereigns (7,32 g fein) auf den Tisch. London ist überall.

Die Antwort ist noch viel einfacher: Es wird nicht € 3.5 sondern mit höchster Wahrscheinlichkeit 0 geben, da diese Systeme Crash und Hyperinflation nicht überleben werden. Oder einen Laib Brot wie 1923 für 20 Jahre Einzahlung. Ein denkbar schlechtes Investment, aber das wird der Masse verkauft.


Neu 2007-10-08:

Das sind keine Investoren & Unternehmer:

FTD: Mitarbeiter meiden Beteiligungen

Noch sind Mitarbeiterbeteiligungen die Ausnahme. Vor allem im Mittelstand partizipieren Angestellte nur selten am Gewinn - oft ist die Belegschaft nicht interessiert.

Doch nicht alle Mitarbeiter sind bereit, in schlechten Zeiten auf Geld zu verzichten und in guten dafür etwas mehr zu bekommen. "Viele Unternehmer bieten eine Beteiligung an, aber die Belegschaft lehnt dies ab", sagt Heidbreder.

Diese Erfahrung hat auch Anita Gödiker gemacht. In ihrer Firma Satellite Office, die Büroräume und Dienstleistungen in Berlin vermietet, waren auch die Sekretärinnen am Gewinn beteiligt. Ihre Gehälter schwankten, aber im Schnitt standen sie besser da als mit dem Standardgehalt.

Doch vor einem Jahr entschieden die Sekretärinnen sich überraschend für das feste Gehalt. Die Führungskräfte in der Firma blieben dagegen bei einer Beteiligung. Anita Gödiker hat die Entscheidung überrascht. Ihre einzige Erklärung: "Das ist wohl das deutsche Sicherheitsdenken."

Dieses "Sicherheitsdenken" gibt es nicht nur in Deutschland. Die Leute können sich ein schwankendes Einkommen einfach nicht vorstellen, denn sie rechnen: "wie viel kann ich mir dieses Monat noch leisten". Oft ist auch die hohe Verschuldung daran schuld, wo hohe monatliche Raten gezahlt werden müssen.

Sie akzeptieren lieber das - Spiegel: Arm durch Arbeit - die neue Ausbeutung

Aber auch bei den (angestellten) "Chefs" ist es so, dass das Basisgehalt die Zahlungen abdecken muss. Variabel ist nur das "Extra".

Ausserdem gilt das "Senioritätsprinzip" - wie im Staatsdienst: wer älter ist, hat Anspruch auf mehr Gehalt, und das fix. Ich erinnere mich noch an die Gehaltsverhandlungen als früherer Abteilungsleiter. Da hat Unternehmer- oder Investorendenken keinen Platz.


Neu 2007-10-07:

Lebensversicherung - das Verlustgeschäft:

Hamburger Abendblatt: 12 Jahre gespart - so wenig bleibt

Kapitallebensversicherungen bringen deutlich weniger Geld, als die Kunden zu Vertragsabschluss erhofft haben. Das zeigt eine neue Analyse des Branchendienstes Map-Report von Verträgen mit zwölfjährigen Laufzeiten, die in diesem Jahr endeten.

Die Auszahlungen fallen um bis zu 19 Prozent geringer aus, als den Kunden bei Abschluss anhand von Beispielrechnungen, die auch gern mal von einem Vertreter als Prognose dargestellt werden, suggeriert wurde (siehe Tabelle). Betroffen sind alle Lebensversicherer. "Gehofft hatte man bei Abschluss 1995 im Branchendurchschnitt auf eine Ablaufleistung von 21 713 Euro und einer Rendite von 6,19 Prozent", sagt Manfred Poweleit, Herausgeber des Map-Reports.

Erwartet jemand bei einem strukturierten Finanzprodukt mit extrem hohen Spesen etwas anderes? Die Herde wird immer geschoren.

6.19% das ist weniger als die reale Inflationsrate.


Neu 2007-10-01:

Die "Herde" am Seziertisch:

Spiegel: Warum die meisten Investoren dumm sind

Ein neues, ketzerisches Buch stellt die Regeln der Börsenkunst auf den Kopf. Demnach lassen sich Investoren mehr von Instinkt und Gefühl treiben als von analytischem Denken. Selbst "Insider" und Experten handelten oft irrational - künftige Crashs sind danach programmiert.

Nur wer nicht im Herdentrieb gefangen ist, aber die zukünftige Herden-Richtung voraussagen kann, sowie die nötige Geduld hat, gewinnt wirklich.

Neu 2007-09-30:

Wie man mit Alternativ-Energie die Schafe schert:

Zuschrift aus Deutschland zu Solarenergie:

Ich spiele jedoch mit dem Gedanken mir eine Photovoltaik-Anlage anzuschaffen. Hier in Deutschland gibt es derzeit ein Programm (vielleicht kennen sie das ja), das eine garantierte Abnahme des produzierten Stroms auf 20 Jahren zusagt, zu fast 50 Cent je kW. Sprich diese Anlagen werden Subventioniert. Ich denke daran solch eine Anlage für knapp 40000,- € auf unser Mietshaus zu setzen, die Sparkasse bietet die Möglichkeit als Sicherheit (dann aber zu etwas teureren Konditionen) die Anlage als solches zu akzeptieren, sprich nicht unbedingt eine Hypothekensicherheit zu hinterlegen (die ich sowieso nicht bieten könnte, hier müsste mein Vater für mich bürgen). Der Zinssatz ist meines Wissens nach fest. Die Finanzierung wäre auf 20 Jahre ein Nullsummenspiel, sprich die Anlage würde sich selbst finanzieren.

Da Sie ja auch recht kritisch sind bezüglich der Stabilität, nicht nur des deutschen Staates, bleibt natürlich die Frage, ob die Zusage einer garantierten Abnahme über 20 Jahre überhaupt bestand hat. Ein Argument für diese Anlage wäre, das man sich vom allgemeinen Stromnetz abkoppeln (die Preise für Energie können ja eigentlich auch nur steigen, bzw. anders ausgedrückt, unser Geld wird ja auch nur immer weniger Wert), und den Strom dann selbst nutzen, bzw. an die Mieter verkaufen könnte.

Ich denke halt so, weil ich diversifizieren will, sprich nicht nur Gold und Cash, sondern halt auch Sachwerte, in der nächsten Zeit will ich eigentlich keine großen Summen bei den Banken liegen haben. Ich finde einfach den Gedanken interessant auch in andere Sachwerte zu investieren/flüchten, als Gold, oder Immobilien.

Zuerst einmal eine technische Frage: Funktioniert die Anlage allein, ohne Verbindung zum öffentlichen Stromnetz?
Das ist nicht unbedingt sicher. Falls nicht, dann können Sie diese nicht als Notstromversorung benützen. Der Rest der Frage erübrigt sich dann.

In den nächsten 20 Jahren werden diese Subventionen sicher kippen. Die ganze heutige Berechnungsbasis ist dann weg.
Ich empfehle es daher nicht.

Haben Sie schon einmal daran gedacht, wer bezahlt und wer verdient/haftet?
Verdienen tun die Hersteller und zwar sofort.
Bezahlen tun die Strom-Konsumenten - derzeit - für wie lange?
Haften tun die Betreiber (auch Typ-Konsumenten) für den Kredit und die Wartungsaufwände.

Risiko und realer Ertrag sind völlig einseitig verteilt, wie immer zu Ungunsten der Konsumenten - der Schafe.
Wenn das heute schon ein "Nullsummenspiel" ist, dann Vorsicht. Es müsste eine jährliche Rendite von 10% oder mehr herausschauen, damit man es als "Investition" bezeichnen kann. Hier werden "Konsumentenschafe" mit grünen Ideen geschoren.

Es ist wie bei den Investment-Fonds: die Insider kassieren sofort, das Risiko bleibt beim "Investor" = Schaf.

Schon das Schicksal der steuersubventionieren Ost-Immobilien der 1990er Jahre gesehen?


Neu 2007-09-27:

Kann man in diesem System noch sparen?

Steven Lachance: How to save for the future must read!

The above illustrates that it is exceptionally difficult, perhaps even impossible, to save for the future under the regime of irredeemable currency. This is, of course, not an accident. The regime was designed and is presently managed with precisely this aim in mind.

Der Autor geht die verschiedenen Asset-Klassen durch und erklärt, was mit ihnen passieren wird, unbedingt lesen!

Auch Mark Faber empfiehlt, sich auf Hyperinflation einzurichten:

FinanceAsia: How investors can beat hyper-inflation

In a typically bearish appraisal, author of the Gloom Boom and Doom Report Marc Faber advised investors on the last day of the CLSA Hong Kong forum on Friday to stock up on physical gold and rural real estate ahead of possible global conflicts and US stagflation (inflation without growth, last seen in the 1970s.)

Das gilt nicht nur für die USA, sondern genauso für Europa. man hat ja die letzten Zentralbank-Massnahmen gesehen - identisch.

Er empfiehlt: physisches Gold und Agrarflächen (rural real estate).


Neu 2007-09-13:

Charttechnik funktioniert nicht mehr:

Handelsblatt: Charttechnik lässt Fondsmanager im Stich

Die aktuelle Situation der deutschen Aktienmärkte stellt auch Profis vor Herausforderungen. So kann die von Fondsmanagern genutzte Charttechnik keine eindeutigen Anhaltspunkte mehr geben, in welche Richtung die Entwicklungen gehen. Dies äußert sich auch in der August-Bilanz der deutschen Aktienfonds für Standardwerte.

In diesen Umständen und bei diesen Manipulationen durch die Zentralbanken kann man die technische Analyse praktisch vergessen.
Das ähnelt den Aussagen von Fond-Managern, dass ihre Computermodelle 40 Jahre Daten heranziehen, aber jetzt versagen.

Das menschliche "Nicht-Herden-Hirn" ist in solchen Situationen einfach besser.


Neu 2007-09-11:

Leserzuschrift aus Deutschland zu Vermietungen:

Die Sache sieht aber ganz anders aus, wenn die in einer Reihe von Artikeln beschriebenen, chaotischen Zustände eintreten sollten: nach den Bankenzusammenbrüchen und wenn derzeit noch vermögende Mieter in kürzester Zeit mittellos werden, bekommen Vermieter monatelang keinen Cent zu sehen. Das Fatale an einer solchen Situation ist, dass diese trotzdem die Mietsache auf jeden Fall „vertragsgemäß“ zur Verfügung stellen müssen, also Heizung, Strom, Wasser, Reparaturen vorhalten, völlig unabhängig davon, ob die Miete bezahlt wird oder nicht.

Bis Sie einen Mietschuldner nach der herrschenden, extrem mieterfreundlichen Rechtssprechung per fristloser Kündigung mit anschließender Räumungsklage aus der Wohnung bekommen, kann das Monate, schlimmstensfalls sogar Jahre dauern. In der Zwischenzeit fallen alle Kosten, auch Rechtskosten, dem geplagten Vermieter zu. Ein totales Verlustgeschäft.

Ein weiteres, gravierendes Problem ergibt sich einer ev. Hyperinflation: hier bleiben die vereinbarten Mieten sicher weit hinter den tatsächlichen Preissteigerungen zurück.

Ich neige immer stärker dazu, auslaufende Mietverträge als das geringere Übel vorläufig nicht zu erneuern.

Sie haben sicher recht. Ich selbst habe von der Vermietung bisher die Finger gelassen. Wertpapiere und Gold sind leichter handhabbar.

Genau aus den beschriebenen Gründen sind Immobilien auch in einer Hyperinflation fast nichts wert.
1923 kommte man ein Haus mit 20 Wohnungen für einige Goldmünzen haben. Aber nur für Gold oder Gold-Dollars.
 

Leserzuschrift zum "Umsteigen aus Gold":

Da der Crash unmittelbar bevor steht und die Hartgeld-Leser für Ihre hoffentlich umfangreichen Hartgeldanlagen mit steigenden Unzenpreisen belohnt werden,
stellt sich die Frage, in was man das Gold/Silber nach dem Crash investiert?

Da ich es für möglich halte, dass diverse Internetseiten bzw. dass Internet nach einem Crash nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht, finde ich es wichtig, dass Sie vorab diverse Investitionsmöglichkeiten für die Zukunft anführen.

Außerdem wird das Warten kurzweiliger, wenn man konkret von einem Wunschobjekt träumen kann.
(Immobilie, Grundstück, eigene Firma, vielleicht ein kleines Wasserkraftwerk
oder doch eher in die Lebensmittelproduktion? Wird sicher eher nach einem Crash benötigt werden als ein neues Auto)

Ihre Frage ist sehr interessant. Aber es ist noch viel zu früh, umzusteigen. Man muss sich dann auch die politische Situation, etc. ansehen. Geduld!

In der Tat ist die Sache nicht trivial, man darf nicht zu früh umsteigen. In meinem Investment-Seminar gehe ich darauf ein, auch in Beratungen.
Für diese Website ist das Thema zu komplex, da man auch wissen muss, was eine Person danach machen möchte. Es gibt verschiedene Wege nach Rom!


Neu 2007-09-07:

Es ist heute schwer ein Millionär zu sein:

Welt: Millionäre bekommen Post

Die etwas Reicheren unter uns dürfen sich freuen, denn Morgen befindet sich "Rich" in ihren Postkästen – ob sie wollen oder nicht. Die Zeitschrift kommt via Postwurfsendung und wird vom ehemaligen Macher von "Max" und "GQ" herausgebracht.

Erfolg, Glamour und Schönheit. Reiche haben das alles – und darüber hinaus vor allem eins: Geld. Sie bilden eine Art "Parallel-Gesellschaft" in Deutschland und ab morgen sind rund eine halbe Million von ihnen unfreiwillige Mitglieder in einem Klub: Abonnenten des ersten Magazins für Menschen mit einem Privatvermögen von mehr als 750 000 Euro.

"Die gegenwärtigen Titel am Markt erreichen diese Menschen nicht mehr", sagt Wrede und meint wohl Magazine wie Vogue und Park Avenue. Deren Leser können von all den abgebildeten Chronometern und Designer-Handtaschen nur träumen. Mit "Rich" jedoch – so das Kalkül der Blattmacher – erreichen die Werbekunden nur die Menschen, die sich die Produkte auch leisten können. Wrede sagt es auf Marketingdeutsch: "Wir haben keine Streuverluste". Die Existenzgrundlage dieses Projekts ist eine Adressdatei mit 533 000 reichen Haushalten in Deutschland. Sie wurde zusammen mit der GfK und zum Teil in mühsamer Kleinstarbeit recherchiert.

Denn er wird mit solchem Mist zugemüllt.

So stellen sich die Journalisten einen Dollar-Millionär (€ 750'000) vor. Und, dass diese ununterbrochen teure Uhren und Yachten verkonsumieren. Angeblich kann man solche Adressen kaufen - hat mir ein Privatbanker auch bestätigt (aber dann hat er mir bestätigt, es auch für € 250'000 zu tun - soviel zur Millionärs-Anforderung).

Übrigens: meine letzte Uhr hat €29 gekostet. Damit wird man von diesen Glamour-Journalisten sicher gleich als Bettler eingestuft. Nix gut für Chronometer-Werbung.


Neu 2007-09-03:

Vorsicht bei Firmenübernahmen:

Handelsblatt: Neuer Chef gesucht

Der Chef ist schon im Rentenalter, einen Nachfolger aus der Familie gibt es nicht – ein Problem, vor dem viele Mittelständler stehen. In diesem Fall könnte sich der Weg zur Bank lohnen. Denn Unternehmensbetreuung heißt für Banken nicht mehr nur, Kredite zu vergeben. Firmenkundenberater unterstützen ihre Kunden auch dabei, einen Nachfolger für ihr Unternehmen zu finden.

Meist sind Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern betroffen. "Kleine Handwerks- oder Handelsbetriebe sind nur schwer zu vermitteln", sagt Günter Wiedmann, "vor allem, wenn sie ihrem neuen Besitzer kaum mehr einbringen als ein mittelmäßiges Angestelltengehalt."

Kleinere Firmen verhalten sich aus Investor-Sicht wie Immobilien, da sie auf Kredit gekauft werden. Wie der Artikel sagt, können die meisten Firmenkäufer meist kaum mehr als ein Angestellten-Gehalt einbringen. Man muss den Kreditzyklus beachten und derzeit deutet alles auf einen Kredit-Stopp hin.

Wer verkaufen will, sollte sich beeilen und an jemand verkaufen, der Hartgeld.com nicht liest.
Für Käufer ist es besser zu warten, bis solche Betriebe für ein paar Goldmünzen zu haben sind. Keinesfalls eine persönliche Kredit-Haftung übernehmen.

Mehr zu Investments, auch dieser Art hören Sie auf meinem Investment-Seminar!

Verkaufswut in der Bank (Leserzuschrift aus Österreich):

Die Abschlussgeilheit der div. Angestellten treibt bunteste Auswüchse, so erzählte mir eine Bekannte ihr lustiges Erlebnis:

Bank: Sie brauchen sicher eine Pensionsvorsorge.
Frau: nein, eigentlich nicht, aber was hätten sie denn..
Bank: blablablabla
Frau: Bei dem Modell bekomm ich die Pension erst mit über 90 Jahren!!!
Bank: Naja, dann wär das ja gleich ein schönes Erbe für die Kinder.
Frau: hab ich keine.
Bank: naja, dann werden sich halt andere Verwandte darüber freuen oder sie spenden es.

hier erübrigt sich wohl jeder weiterer Kommentar.

Nur die Provision zählt.


Neu 2007-08-30:

Leserzuschrift aus Deutschland zur Preisgestaltung bei Freiberuflern:

Sehr geehrter Herr Eichelburg,
was empfehlen Sie Freiberuflern und Kleinstunternehmen im Dienstleistungsbereich, um sich in puncto Einpreisung ihrer Leistungen eine Richtschnur zu geben: Sollte man seine eigenen Preise kalkulatorisch an den Brot- und Butterpreis koppeln?
Vielen Dank für Ihre Inspiration.

Als früherer Marketing-Manager kann ich nur sagen: der Preis muss dem Markt angemessen sein, besser gesagt, man nimmt, was der Markt akzeptiert.
Dieser Preis ist sicher stark von der Konjunktur abhängig, aber die Lebenshaltungs-Kosten haben einen mittelfristigen Einfluss.


Neu 2007-08-27:

Leserzuschrift aus Deutschland zu Hypotheken:

Sehr geehrter Herr Eichelburg.
Ihre Aussage im deflationären Kollpas können Banken Kredite fällig stellen
die noch Jahre Laufzeit haben,auch wenn sie dann wenig bei Zwangsversteigerungen bekämen. Im gegebenen Falle kämen hunderttausende Häuser auf einen Markt, der wohl kaum Käufer fände. Käufer brauchten trotz niedriger Preise einen Kredit, den sie nicht bekämen. An die Banken übertragene unverkäulichen Häuser verbessern deren Bilanzen doch auch nicht. Wenn die Preise fallen wird es sicher dazu kommen, daß die Grunddbuchsicherheit nicht mehr deckend ist und man bis zur Deckungssumme nachschießen muß. Meinen Hauskredit könnte ich nichtmal sofort tilgen, selbst wenn ich in der Lage wäre. Das Thema verunsichert sicher viele Leser. Könnten Sie nochmals zu der für mich nicht logischen Diskrepans zwischen Fälligstellung noch laufender Kreditverträge und dem daraus resultierenden massenhaften Anfall zu versteigernder Häuser ohne Käufer (die ja einen Kredit brauchten) Stellung beziehen.
Obwohl ich von der Unausweichlichkeit der globalen Finanzkriese schon seit zwei Jahren überzeugt bin, (Bill Bonner,Walter Eichelburg u.a.) macht Ihre Direktheit und die zeitliche Schiene einem erhebliche Angst, auch wenn mann nicht unvorbereitet ist.

Diese Zuschrift enthält eigentlich alles Wesentliche, das ich auch immer schreibe. Natürlich verunsichert es die "Hypotheken-Skaven". Daher ist es generell besser, kein solcher Sklave zu sein.

Eine Hypothek wird von der Bank (oder dem Erwerber des Kredits - Bankpleite) fällig gestellt wenn:
- die Kreditrate nicht pünklich bezahlt wird
- der Kredit nicht mehr in voller Höhe durch die Immobilie oder andere Sicherheiten gedeckt ist
- die Bank zur Auffassung kommt, dass der Kreditnehmer in Schwierigkeiten ist (Jobverlust, etc.)
- die Bank dringend Geld braucht

Jeder Kreditnehmer sollte sich seinen Vertrag genau ansehen, da wird er viele Punkte finden, die die Bank zur Fälligstellung der Kreditsumme ausnützen kann. Der Kreditnehmer ist bei diesen Verträgen wirklich ein "Schuld-Sklave" - und haftet noch persönlich voll dafür (was ein Investor nie macht).

Sorry, einen Persilschein, dass es "gutgehen" wird, kann ich leider nicht ausstellen. Der Credit-Crunch (Kreditsperre) hat schon eingesetzt.
Auf der Schuld-Galeere werden jetzt die Plätze knapp, viele werden über Bord geworfen und werden ihr Haus verlieren.


Neu 2007-08-26:

Vermieter - ein undankbares Geschäft:

Süddeutsche: Viel Ärger, wenig Rendite

Mit einer Wohnung, die man vermietet, hat man einfach sehr viel zu tun. Man ist zum Beispiel der Ansprechpartner für die Mieter und muss sich um Reparaturen kümmern.‘‘ Und falls man die Wohnung selbst beziehen wolle und sich der Mieter gegen die Kündigung wehre, sei mit langwierigen Verfahren zu rechnen.

Deshalb sagt Adam: "Der Kauf einer Immobilie lohnt sich meist nur, wenn man das Objekt selbst nutzen möchte.‘‘ Deutscher-Bank-Vertreter Just gibt zu bedenken, dass eine Immobilie abhängiger und unflexibler mache als ein Aktiendepot. Er rät auch davon ab, das komplette Kapital auf eine Karte zu setzen.

"Bei einer Investition in Aktien oder Fonds lässt sich das Risiko einfacher streuen als beim Kauf eines Hauses. Und eine Immobilie ist trotz ihrer Wertbeständigkeit nicht per se eine risikolose Anlage.‘‘

Dabei wurden in diesem Artikel die "mieterfrundlichen" Gesetze und Gerichte gar nicht angesprochen.
Derzeit lohnt sich der Kauf einer Immobilie überhaupt nicht, da reale Preise in der heutigen Höhe erst im nächsten Kondratieff-Herbst, also in ca. 50 Jahren wieder erzielt werden können. Dazu kommt noch das Liquditäts-Risiko. Wertpapiere sind im Notfall viel leichter zu verkaufen.

Auch wenn ich jetzt einigen Leuten "auf die Zehen trete": die meisten Immobilien, auch dieser Art, werden aus einem ganz anderen Motiv gekauft: Besitzerstolz, den man auch herzeigen kann. Alles andere sind meist nur vorgeschobene Argumente.
Ich kann mich selbst an eine Stadtführung mit so einem stolzen "Besitzer" erinnern: da sagt er und zeigt: dieses und dieses Haus gehört mir.


Neu 2007-08-16:

Von $35 auf $100000 in 37 Jahren:

David Galland: The Simple Path to Resource Riches

Would it seem out of the question that, with only four trades, one about every ten years, you could turn $35 into $100,000? Well, you could have

Be timid when others are bold… bold when others are timid

Das alles nur mit den richtigen Investments, die man nur einmal in 10 Jahren tauscht. Recht wenig Arbeit - kein Trading, keine Steuern.
Man muss es nicht ganz perfekt machen, "ungefähr richtig" reicht schon. Nur man muss die jeweils richtige Asset-Klasse haben und drinnen bleiben.

Der 2. Satz aus dem Zitat ist wichtig: Man soll vorsichtig (timid) sein, wenn alle anderen aggresiv (bold) in etwas hineingehen, und umgekehrt.
Die meisten Leute haben leider nicht das unabhängige Denken und auch nicht die Geduld. Sonst gäbe es nur Millionäre, so aber nur 1%.


Neu 2007-08-09:

Mitarbeiter-Motivation bei einem österr. Fondvertrieb:

ZIELE ZIELE ZIELE…..
Männer, auf zur großen Kohle! Das sind Werte, die haben Ziele!!!
Zas