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Es läuft eine massive Debatte, ob der derzeitige Zustand des Finanzsystems durch Inflation oder Deflation "beendet" wird.
Sowohl eine Deflation, als auch eine (Hyper-) Inflation kann in eine Depression eingehen.
Eine Depression ist ein massiver Wirtschaftseinbruch mit massive Vermögensverlusten. Dabei schrumpft die heutige, starke Arbeitsteilung. Alle nicht notwendigen Ausgaben werden wegen Geldmangels zurückgefahren. Nur eine kleine Elite, die sich richtig verhält, profitiert massive und kann alle Werte zu Niedrigstpreisen aufkaufen.
Mehr zu historischen Depressionen hier.
Lesenswert ist auch Ian Gordon's Kondratieff Zyklus
Enthält alle Einträge bis 31.5.2008
Neu 2008-04-09:
Leserfrage - was ist eine Depression:
was ist eine DEPRESSION, sie schreiben heute auf ihrer Internetseite, dass Deutschland (wahrscheinlich Europa ingesamt) in eine solche hineinfällt. Ich glaube es ist eine tiefe Rezession aber so richtig kann ich mir darunter nichts vorstellen. Wie lange braucht es ungefähr bis diese da ist und was für Berufe funktionieren in solch einer Phase noch? Evt. auch Immobilienmakler oder privater Arbeitsvermittler?
Eine Depression ist da:
a) wenn für die Masse der Bevölkerung der Lebensstandard massiv sinkt
b) die Arbeitsteilung in der Wirtschaft massiv schrumpft
Eine Depression dauert normalerweise 3..5 Jahre, diesesmal (in USA, UK, ES, etc) wird sie 10..20 Jahre dauern. Sie kann deflationär oder hyperinflationär (in unserem Fall) sein.
Was braucht man dann?
Nichts, was von Luxus und Finanzwerten abhängt, aber alles was für die Basisversorgung und die Abwicklung der vorigen Bubbles notwendig ist. Arbeitsvermittler ist sicher gefragt, denn die Arbeitslosigkeit wird 40..50% betragen. Auch Krisen- und Goldwebsites und Beratung wird gut gehen - haha.
Neu 2007-12-26:
Leserzuschrift zur "Vorausschau 2008":
Wieviel Bargeld haben Sie momentan in Ihrer Geldtasche?
Und wieviel Bargeld liegt im allgemeinen in Ihrer Wohnung herum?
Also bei mir ist das nicht extrem viel; und zumindest persönlich kenne ich niemanden, bei dem das anders wäre.
Was wird also passieren, wenn die Bankenkrise ihren Lauf nimmt, und die Banken reihenweise zusammenbrechen?
Ich denke, dann
- werden wir uns vom Online-Banking für lange Zeit verabschieden können;
- wird der Bankomat nichts mehr ausspucken;
- werden Bankfilialen (und damit auch der Zugang zu einem eventuellen "Bargeld-Vorrat" im Schliessfach) für längere Zeit geschlossen bleiben.
Was bleibt, ist somit der Bargeldvorrat in der Geldtasche. Und der ist, wie ich annehme, bei Otto Normalverbraucher eher gering. (Sogar im Supermarkt wird derzeit vorwiegend mit der Bankomatkarte bezahlt.)
Dem vorhandenen Warenangebot wird deswegen schlagartig ein um Zehnerpotenzen verringertes Geldangebot gegenüberstehen. Ich denke daher, dass das Jahr 2008 uns zunächst eine kräftige Deflation beschert, welche mehrere Monate andauern wird. Erst danach wird diese in eine Hyperinflation übergehen.
In Ihren Ausführungen ist stets nur von der kommenden Hyperinflation die Rede. Eine Deflation scheinen Sie nicht für möglich zu halten. Aufgrund meiner obigen Überlegungen kann ich dies nicht nachvollziehen. Was übersehe ich? Oder haben Sie etwas übersehen?
Diese "Deflation" wird es vermutlich geben, wenn die Banken dann doch zusammenkrachen. Nur wird sie anders aussehen, wie sich viele Autoren das vorstellen. Nicht mehr wie in den 1930er Jahren. Denn mit dem Zusammenbruch der Banken beginnt auch eine massive Flucht aus dem System und der Währung, diese wertet ab. So war es bisher bei allen Krisen dieser Art. Die Preise für Lebensmittel und Energie explodieren daher. Für die Menschen sieht es daher eher wie eine Hyperinflation aus.
Die Preise für Finanzassets und Luxusgüter (Yachten, Uhren, etc.) kollabieren dagegen.
Ich empfehle daher immer, auch einen Bargeld-Vorrat für einige Monate zu haben: in EUR und CHF.
Neu 2007-11-13:
Leserzuschrift (DE) zu den Texten von Gestern:
Zunächst einmal meine allergrößte Hochachtung für die von Ihnen so fleißig Neuigkeiten liefernde Website. Die Kommentare zu den Kurzartikeln finde ich auch sehr hilfreich, sie treffen in der Regel den Kern. Ich finde auch, daß Sie die Gesamtlage sehr realistisch einschätzen. Ich kenne auch hochqualifizierte Banker aus dem inneren Kreis. Die sagen auch alle, daß im Vorstand keiner mehr durchblickt, was wirklich läuft - das macht Angst! Aber keiner will es hören. Allerdings will auch keiner von den Bankern hören, daß es irgendwann mal zuende geht mit dem krankhaft übersteigerten Bankenselbstbewußtsein, die können sich wirklich nicht vorstellen, daß es mal einen richtigen Crash gibt.
Nun aber zu dem ständigen Streit über: Haben oder kriegen wir nun Inflation, Hyperinflation oder Deflation?
Bei allem Respekt vor Herrn Hannichs sonstigen Ausführungen: Herr Hannich ist meiners Erachtens zu dogmatisch und übersieht, daß es keine Reinstform dieser Zustände gibt. Wir beobachten im täglichen Leben doch jeder für sich am Besten, daß es Bereiche mit Deflation (Grundstücke, Computerpreise...) und mit Inflation (Energie, Lebensmittel, Benzin, Dienstleistungen, Teuro) gibt. Inflation und Deflation treten regional und von Land zu Land verschieden auf. Entscheidend ist doch nur, daß Inflation und Deflation immer ausgeprägter werden. Insgesamt haben die Leute durch Medien zusätzlich eingelullt den Eindruck, daß die Inflation nur wenige Prozent beträgt. Wer aber mit der Mittelschicht übers Einkaufen spricht, der kann sehr schnell erfahren, daß in den letzten Jahren und insbesondere mit dem Teuro sich hier gewaltig was in die inflationäre Richtung getan hat. Grundbedürnisse sind vielfach nur noch mit dem Doppelten zu bezahlen, während Computer, Drucker, Digitalkameras etc. immer billiger werden. Ich selbst verdiene nicht schlecht, staune aber im Vergleich zu früher immer mehr, wie wenig davon am Monatsende übrigbleibt, obwohl wir keinen ausufernden Lebensstil haben. Ich frage mich oft, wie Menschen mit weniger Verdienst ihr Leben noch bestreiten können. Insofern kann man nur dankbar sein, daß es eine "Institution" wie Herrn Eichelburg gibt, der die Menschen aufrüttelt - auch wenn es anscheinend nur wenige sind - die Wenigen werden es zu würdigen wissen.
Sehr gut, immer realistisch beiben und die Wirtschaftsgeschichte ansehen.
Neu 2007-11-12:
Neue "Deflationsgerüchte" (Leserzuschrift-DE):
Seit ein paar Tagen gehen in einigen deutschen Börsenbriefen Gerüchte herum wonach wir uns kurzfristig in eine Deflationäre Phase bewegen,was halten Sie davon ? Dann müßte doch noch einmal alles günstig zu kaufen sein,man sieht es ja schon bei Autos und Immobilien!
Eignen sich alle Gold und Silbermünzen zur Absicherung oder nur bekannte wie Krüger oder Maple ?
Siehe auch weiter unten. Eine "Deflation" kann es nur bei Finanz-Assets geben, in jeder solcehn Krise wertet aber die Währung ab.
Diesesmal (USD) kann es nur gegen Gold sein.
Offenbar ist dieser Hannich-Artikel gemeint:
Eine Deflation jedoch hat vollkommen andere, sogar viel gravierendere Auswirkungen auf den einzelnen als eine Inflation. In der Deflation müssen Sie damit rechnen, bspw. nicht mehr an Ihr Vermögen auf der Bank zu kommen, da die Bankschalter geschlossen sind. Anders als in einer Inflation werden Ihre Schulden in der Deflation aufgewertet – das heißt, Sie müssen immer mehr für die Bedienung der Kredite arbeiten. Während Sie in der Inflation keineswegs sofort Ihren Arbeitsplatz verlieren, da eine Geldmengenaufblähung sogar die Wirtschaft zusätzlich anheizt, sind in einer Deflation in kurzer Zeit sehr viele verschuldete Unternehmen bankrott und stellen die Produktion ein. Gold und andere Edelmetalle nutzen Ihnen da auch wenig, da alle Sachgüter im wert verfallen. Weil die Geldmenge durch die vernichteten Buchvermögen schrumpft, wird das noch vorhandene Bargeld um so wertvoller und je mehr der Geldwert steigt, desto unwichtiger werden Edelmetalle. In einer Deflation will die Kassiererin im Supermarkt keine Krügerrand, sondern Bargeld sehen!
Hr. Hannich ist ein Goldhasser. Natürlich stimmt vieles, was er oben schreibt.
Halten Sie es lieber mit Doug Casey (er kann im Gegensatz signifikanten Investor-Erfolg nachweisen): "Gold goes to the moon" und er ist massiv in Gold und Goldminen.
PS: warum explodieren in der "Deflation" die Zinsen? weil alles aus dieser Währung flüchtet - diesesmal in Gold/Silber.
Neu 2007-11-08:
Leserzuschrift zu Deflations-Szenario:
Vorab vielen Dank für Ihre aufklärende Arbeit rund um das Geschehen im Weltfinanzsystem, welche für mich
als Kleinanleger von existenzieller Bedeutung sein kann. Nun zu meiner Frage / Bitte:
Sie sehen als Endszenario hauptsächlich die weltweite Hyperinflation und beschreiben ausführlich, wie man
sich davor schützt. Aber sowohl auf Ihrer Seite (z.B. Collapsometer), wie auch in Kolumnen von anderen Autoren
kommt immer ein vorheriger deflationärer Crash zur Sprache.
Meine Frage wäre, auf was man sich Ihrer Meinung nach als Edelmetallinvestor (AU und AG, physisch und Aktien) bei deflationären Tendenzen vorbereiten muss, auch wenn sie "nur" vorübergehend wären. (z.B. kurzfristige, extreme Kurs- und Preisschwankungen)
Meine Bitte wäre, dass Sie für Investoren vorbereitend einige Risiken und Chancen (evtl. Schnäppchenkäufe) auf Hartgeld.com dazu veröffentlichen, damit man sich darauf organisatorisch und vor allem psychisch vorbereiten kann bzw. nicht mehr überrascht werden kann.
Es wird Deflation geben und zwar bei Finanzassets. Die werden auch noch in den Keller fallen, teilweise tun sie es schon. Der Rest (lebensnotwendige Güter) explodiert aber im Preis. Das war immer so. Sehen Sie meinen Artikel über das Märchen von der Deflation.
Neu 2007-10-24:
Leserzuschrift zu Deflation/Hyperinflation:
In endlos vielen Artikel ist davon die Rede, die Regierungen (vornehmlich die amerikanische) könne sich "durch die Druckerpresse herausinflationieren"..Was soll mit dieser Phrase gemeint sein? Wenn der Staat die Druckerpresse anwirft heißt das nichts anderes als dass er Staatsschulden macht. Unser Geld ist Schuldgeld. Der Staat hat keine Befugnis schuld- und zinsloses Geld zu produzieren. Er lässt Geld von der jeweiligen Zentralbank drucken gegen Zins und Zinseszins. Der Staat kann sich nicht "herausinflationieren" weil mit dem neu geschaffenen Geld nur die alten Schulden inflationiert werden, nicht aber die neuen Schulden, durch die erst die alten teilentwertet werden. Diese Aktion wäre nicht nur sinnlos, sie würde die Schulden noch weiter vermehren, weil der Inflations-Effekt in keiner Relation zu den neu gewonnen Schulden steht.
Die einzige Möglichkeit die der Staat hat um sich durch Inflation zu entschulden ist die, dass er seine eigene Währung ganz bewusst in Ansprachen und Medien schlechtredet und die Leute dazu bringt sie abzustoßen, was dann direkt in der Hyperinflation mündet. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ohne dieser Möglichkeit wird der "normale" Weg beschritten...Zuerst leicht Inflation, dann schwere Inflation (um die 10-20% - alles durch Kreditexpansion), danach Deflation und Bereinigung der Kreditexzesse.
Ich würde mich freuen wenn sie dazu Stellung nehmen. Ich halte eine Währungsreform für wahrscheinlich (in der man mit Gold/Silber sein Vermögen retten kann), aber keine Hyperinflation..ich wüsste ja nicht mal wie das funktionieren sollte.
Herausinflationieren durch Währungsabwertung geht unter bestimmten Umständen schon: die Verschuldung darf nicht zu gross sein, das System sollte möglichst abgeschlossen sein, das Lohnniveau darf nicht zu hoch sein. Alle diese Bedingungen sind derzeit nicht erfüllt und produzieren bei massiver Inflationierung einen noch grösseren Bond-Abverkauf.
Wichtig ist, dass die Einkommen kräftig steigen (dazu sind sie bei uns zu hoch). Auch einen Staatsbankrott überlebt der Staat. Dann gibt es eine 2., 3., 4., 5. Republik mit neuer Regierung. Jede Inflation geht einmal in eine Deflation über = Stabilisierungskrise. Meist unter einer neuen Regierung, die dann oft eine neue Währung einführt.
Sobald der massive Währungsabverkauf beginnt, wird es ernst. Dann bricht das System entweder deflationär (Währungsrettung) oder hyperinflationär (vorrübergehende Regierungsrettung) zusammen. In jedem Fall kann man sich nur ausserhalb dieses Währungsraumes retten, denn die Währung bricht in jedem Fall massiv ein. Die Konsumgüter-Preise explodieren, die Finanz-Assets implodieren.
Mit den heutigen Politikern im EU-Raum ist aber eine Hyperinflation wahrscheinlich, aber erst beim Ausbruch aus dem Euro und nicht überall. Abwarten.
Neu 2007-05-07:
Die Realität im Einzelhandel - die Realeinkommen gehen wegen Inflation zurück:
Hier in Wien sieht man 2007 wieder ein deutlich zunehmendes Sterben von Geschäften. Die Läden der grossen Ketten halten noch durch, aber viele unabhängige Geschäfte sperren zu - ähnlich wie 2003.
Das Bild links zeigt die Situation einer "zweitrangigen" Shopping Mall im 21. Bezirk von Wien. Dort sind derzeit etwa 35% aller Ladenfronten dicht, sprunghaft ansteigend, oft mit einem "zu vermieten" Schild darauf. Offenbar gelingt es nicht einmal mehr irgendwelche Billigshops oder Teppichhändler (die nimmt man sonst gerne) hereinzubekommen, um die Lücken auzufüllen.
Die Situation bei Einkaufsstrassen ist ähnlich.
Natürlich hat man in den letzten 10 Jahren zu viele Malls gebaut und baut noch weiter. Aber es fehlt etwas wesentliches:
Reale Kaufkraft bei der Masse.
Diese ist seit 2001 massiv geschwunden. Trotz aller Beteuerungen über einen Wirtschaftsaufschwung und gute Konjunktur, die Realität sieht anders aus. Wir sind seit dieser Zeit eigentlich in einer Rezession, geschönt durch falsche Statistiken.
War es um 2003 die steigende Arbeitslosigkeit und geringere Kreditverfügbarkeit, so muss es diesesmal die Auswirkung der real hohen Inflation von 7...8% pro Jahr mit stagnierenden Einkommen und steigenden Steuern sein. Dem "Normalbürger" fällt das natürlich nicht auf, aber der "Investor" hat ein Sensorium dafür.
Inflation ist Deflation der realen Kaufkraft! Hyperinflation bringt daher totale Verarmung.
Neu 2007-03-19:
Der Goldpreis in der Deflation:
Gold Value Increases During Extreme Deflation (or Inflation)
Der Autor erwartet eine "extreme Deflation", wenn die heutige Derivatenpyramide herunterkommt.
Er sieht dann praktisch jede Möglichkeit, Vermögen im Fiat-Money-System zu speichern als unmöglich an. Das wird die Investoren zwangsläufig in das Gold treiben.
Seine Abschluss-Bemerkungen über den "Amero" vergessen Sie bitte, der wird nach so einem Ereignis sicher nicht kommen.
Neu 2007-01-11:
Ein interessanter Beitrag zur Deflations/Hyperinflation-Debatte:
von Mike Shedlock: Q&A on the Psychology of Deflation Lesenswert
Mike Shedlock beantwortet hier Leserzuschriften zu diesen Thema. Hier einige wichtige Aussagen:
Prechter may be right about social mood, but he was horribly off on both his deflation call and his call on gold. He missed a huge disinflationary boom, otherwise known as "Autumn" on the K-Cycle. Thus, he was not off by a decade, but decades. As for gold, he seems to think it will do poorly in deflation, and I disagree.
Das spricht für sich selbst.
If and when the Fed starts fighting deflation by lowering interest rates, I believe, but cannot prove, that gold will be the beneficiary. But it will not be just a gold rise against the U.S. dollar, but a rise in gold compared with all fiat currencies. The dollar is likely to crack in due time, but now does not seem to be the time. Even IF the dollar were to crack now, it is debatable as to what effects that might cause on the prices of goods and services in the U.S. Besides, a focus on the dollar is secondary to credit and debt servicing issues. Yes, the dollar will ultimately collapse, right with every other fiat currency, and the answer to the question I posed, "Against what?" is gold.
Also, Gold wird der Gewinner sein. Nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern gegen alle Währungen.
Sehen Sie auch: Das Märchen von der Deflation
Neu 2007-01-02:
Wenn die Bubbles (deflationär) platzen:
Wir leben derzeit in der grössten Spekulations-Bubble, die weltweit existiert.
Einige Immobilien-Bubbles platzen aber bereits. Jede Bubble platzt einmal, das ist sicher.
Was passiert, wenn die Kredit-bubbles massiv platzen?
Robert Prechter in Investment Rarities, Great Quotes, December 26, 2006
"People often ask how the Fed can possibly be caught off guard enough to allow deflation to happen. The answer is speed. A debt implosion and across-the-board financial collapse will happen too fast for the Fed to do anything about it, and the unwinding of leverage and the devastating institutional results could be so complicated and shocking that the Federal Reserve Board won’t even have time to figure out what to do."
Wenn die Grossbanken betroffen sind (Derivate, etc.), dann geht es seiner Meinung nach so schnell, dass die Zentrabanken nicht einmal genügenmd Zeit haben, zu überlegen, was zu tun ist.
Ok, Mr. Prechter ist ein Deflationist, aber seine Meinung ist realsistisch (solange es sich nicht um Gold handelt). Wenn wirklich der Run auf die Ausgänge (Verkauf von Wertpapieren) unter den Spekulanten und Hedge Fonds beginnt, dann geht es schnell. Rohstoffe und Aktien sind nicht so gefährlich wie Kredite und Kreditderivate, sowie die Carry-Trades.
Mike Shedlock: How Will Deflation Play Out
Das ist ein langsameres Szenario, wie es derzeit mit der US-Immobilien-Bubble passiert.
Aber es wird sich massiv beschleunigen, wenn die anderen Bubbles weltweit auch platzen:
- Immobilien, andere Länder
- Hedge-Fonds
- Private Equity Fonds
- Dollar
- Bonds, Aktien
- Derivate
Neu 2006-10-19:
Interessantes aus einem Newsletter von Harry Schultz vom Juli 2006 auf Market Watch:
Schultz's macro analysis continues to be dark: "The world is on a knife edge between inflation, which often suddenly gets out of control when it passes point X, and deflation, when monetary liquidity suddenly falls behind the X-factor point to keep economies afloat (or triggered by a major debt default or by stock market implosions, e.g. South east Asia markets a few years ago). Being wrongly invested when a "flation-tsunami" hits, can (and often does) slash a portfolio's value by 40% in 72 hours."
Fortunately, says Schultz, gold protects against both "flations," "though it is usually 'relative' in deflation."
Eine "Sudden Inflation" würde einen raschen Abverkauf des Dollars und anderer Währungen bedeuten. Eine Deflation den Untergang eines grossen Schuldners (Hedge-Fonds, Banken, GM?). Beide Ereignisse können das Portfolio innerhalb von 72 Stunden um 40% reduzieren - wenn man falsch investiert ist. Wahrlich keine einfache Sache!
Gold schützt gegen beide Ereignisse. Sehen Sie einen neueren Schultz-Kommentar unter "Wieviel Zeit ist noch?".
PS: Die Rezession in den USA aus dem Artikel ist inzwischen schon eingetroffen.
Informationen aus der Investment-Literatur, August 2006:
Ein Artikel von Chris Laird:
EXPECTATION OF US RECESSION
Er erwartet, dass die USA im Januar 2007 in eine Depression eintreten, kurz darauf gefolgt von Europa und Asien.
Ursache: die geplatzte Immobilien-Bubble in den USA.
Ob das Gold wirklich dabei auf heutigem Niveau bleibt, wie er schreibt, ist fraglich. Denn ein Aktien- und Konsumcrash in den USA wird einen Dollarabverkauf auslösen. Die bisherigen Lieferanten werden die USA sicher nicht mehr weiterfinanzieren, wenn diese nicht mehr kaufen können. Siehe auch das Märchen von der Deflation.
Hier 3 Warnungen von Aubie Baltin:
- THE CALM BEFORE THE STORM
- FINANCIAL TORNADOS 2006
- HOW NOW BROWN COW
Wem das nicht reicht, eine schöne Prognose von Jas Jain:
- The Pause That Depresses: Recession to Begin Within Six Months and Depression Prior to 2008Q2
Etwas über Ökonomen und deren wahre Vorhersagekraft:
So, please ignore a crank like myself, or any other non-economist prognosticator of the economy, if you must, but don't hold your breath for an economist to forecast a recession until after the economy is already in a recession. And in many cases until it has already come out of a recession. The best ability to forecast recessions and depressions is to be found among those that dwell into investments and among professional speculators. A degree in economics is a very big hindrance in forecasting recessions and depressions; on that history's verdict is clear.
Also, Investment-Profis geben bessere Prognosen ab, als Leute mit einem Ökonomie-Degree.
Das ist kein Problem für diese Ökonomen, das sie meist ohnehin vom Staat bezahlt werden, aber investoren investieren ihr eigenes Kapital - daher haben sie mehr Interesse an der Wahrheit.
Hier der Deflationist Jay Taylor:
- With Recession Heading Our Way, What Do We Do Now?
Er könnte recht behalten. Aber nur, wenn die US-Eliten ihren Dollar und ihr Imperium für wichtiger halten (sie stützen den Dollar mit hohen Zinsen) als ihr Überleben im eigenen Land (Revolution nach einen deflationären Crash). Man darf nicht vergessen, dass in einer Depression meist das politische System stürzt.
Kurzfristig: Inflate or Die, langfristig: Inflate, then Die
In der Zwischenzeit (bis zu den US-Wahlen im November 2006) sieht es nach mehr "inflate" aus. Aber endgültig werden wir deren Entscheidung erst sehen, wenn der Dollar-Index unter 80 geht.
Im Jahr 2007 sind dann wir dran!
Juli 2006 Beiträge:
Steve Saville, The Main Flaw in the Deflation Case, Part 1
Steve Saville, The Main Flaw in the Deflation Case, Part 2
Er argumentiert, dass am Ende ein monetärer Kollaps kommt - durch Flucht aus dem Geld und den Finanzwerten.
Lassen wir Ludwig von Mises, den grossen österreichischen Ökonomen über den Kredit-Boom und seine Nachwirkungen sprechen:
"An increase in the quantity of money or fiduciary media is an indispensable condition of the emergence of a boom. The recurrence of boom periods, followed by periods of depression, is the unavoidable outcome of repeated attempts to lower the gross market rate of interest by means of credit expansion. There is no means of avoiding the final collapse of a boom brought about by credit expansion. The alternative is only whether the crisis should come sooner as a result of voluntary abandonment of further credit expansion, or later as a final and total catastrophe of the currency system involved.
The breakdown appears as soon as the banks become frightened by the accelerated pace of the boom and begin to abstain from further credit expansion. The change in the banks' conduct does not create the crisis. It merely makes visible the havoc spread by the faults which business has committed in the boom period.
The dearth of credit which marks the crisis is caused not by contraction but by the abstention from further credit expansion. It hurts all enterprises - not only those which are doomed at any rate, but no less those whose business is sound and could flourish if appropriate credit were available. As the outstanding debts are not paid back, the banks lack the means to grant credits even to the most solid firms. The crisis becomes general and forces all branches of business and all firms to restrict their activities. But there is no means of avoiding these consequences of the preceding boom.
Übersetzung:
Eine Erhöhung der Geldmenge ist eine unbedingte Notwendigkeit für das Erscheinen eines Booms. Die Aufeinanderfolge von Boom-Perioden mit Depressions-Perioden ist das unvermeidliche Resultat von wiederholten Versuchen zur Reduzierung der Zinssätze durch Kredit-Expansion. Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Boomes durch Kredit-Expansion zu vermeiden. Die Alternative ist nur, die Krise durch freiwillige Aufgabe der Expansion früher kommen lassen oder später eine finale und totale Katastrophe des Währungssystems zu riskieren.
Die Krise beginnt, sobald die Banken ängstlich werden und keine weiteren Kredite vergeben. Diese Änderung im Verhalten der Banken verusacht die Krise nicht. Sie macht nur die vielen Fehlinvestitionen durch den Boom sichtbar. Der Mangel an neuem Kredit, welcher ein wesentliches Kennzeichen der Krise ist, wird nicht durch Kontraktion der Kreditmenge, sondern allein schon durch die Beendigung der Expansion sichtbar. Er schädigt alle Firmen, nicht nur jene, die sowieso dem Untergang geweiht sind, sondern auch jene soliden Firmen, die bei weiterer Kreditvergabe keine Probleme hätten. Da die ausstehenden Kredite nicht zurückbezahlt werden, können die Banken keine weiteren Kredite auch an solide Firmen vergeben. Die Krise wird allgemein und zwingt alle Branchen und Firmen zur Reduktion ihrer Aktivitäten. Es gibt keinen Weg, diese Konsequenzen eines Booms zu vermeiden.
In der Realität ist das heute der einzige Ausweg. Der Kollaps kann kurzzeitig deflationär aussehen, aber nicht für lange. |