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Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.
„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.
Enthält alle Einträge zwischen dem 1.2.2008 und dem 29.2.2008.
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Neu 2008-02-29:
[15:30] Die nächste Stufe der Bankenkrise:
Mike Larson: Banking Crisis Entering a New Stage?
Presse: Bernanke: Banken werden zusammenbrechen
I'm going to cut to the chase here: The U.S. financial industry is facing unprecedented challenges. Unlike past crises, which tended to be isolated in one or two parts of the credit market, this one is different ...
We are seeing major credit problems popping up in everything from residential mortgages to commercial mortgages to leveraged buyout loans to credit cards to auto loans. (And I'm probably forgetting a few!)
Mit dieser Stufe werden die Banken beginnen unterzugehen - weltweit. Der Auslöser ist wieder die US-Immobilienkrise.
[16:00] Das US-Fernsehen greift schon Goldmand Sachs direkt an: Goldman CEO Challenged On-Air By Lou Dobbs
Der CNN-Bericht hat den bezeichnenden Titel "War on the Middle Class" - stimmt. Die Macht der Banken schwindet.
[14:00] Die Versicherungen -AIG mit Riesenverlusten:
FTD: Finanzkrise lässt weltgrößten Versicherer abschmieren
Die American International Group (AIG) hat in ihrer Geschichte schon viele Krisen erlebt. Das 1919 gegründete Unternehmen ging durch zwei Weltkriege und mehrere Börsencrashs. Nun gestand das Management: So verzockt wie jetzt haben wir uns noch nie. Ein zweistelliger Milliardenbetrag ist weg.
Der nach Börsenwert weltgrößte Versicherer teilte nun am Donnerstag nach Börsenschluss in New York mit, dass der Verlust im vierten Quartal 5,3 Mrd. $ betrage - so viel wie noch nie in der 89-jährigen Geschichte des Unternehmens. Der Wert der Kreditderivate sei um 11,1 Mrd. $ gefallen. Dazu kämen allgemeine Wertverluste im Handelsbuch von 2,6 Mrd. $, 643 Mio. $ Wertverlust in der Finanzproduktsparte und 348 Mio. $ in der Hypothkenversicherungssparte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte AIG noch einen Gewinn von 3,4 Mrd. $ erzielt.
"Der Fall AIG kann weitreichende Folgen über den Versicherer hinaus haben:
Bislang rechnen etliche Finanzhäuser für viele ihrer Papiere mit Werthaltigkeiten, die allein auf Modellen und Annahmen beruhen, weil es für sie zurzeit keine Marktpreise gibt. Diese Praxis hatte PwC bei AIG kritisiert, was der Ausgangspunkt der Wertverluste war."
Ein Derivatenproblem also. Das ist erst der Anfang - auch für alle anderen Versicherungen.
Die FIRE (Financial Insurance Real Estate) Economy ist jetzt also als Ganzes betroffen.
Neu 2008-02-28:
[21:00] Noch ein Zitat:
" Wie wird man ganz einfach Millionär? Man investiert Milliarden an der Wall Street und schaut zu wie sie verdampfen! "
Früher war es einmal umgekehrt.
[16:30] Freddie Mac mit Verlust - auch ein Downgrade-Fall:
Bloomberg: Freddie Mac Posts Record Loss
Freddie Mac, the second-largest mortgage-finance company, posted a record $2.45 billion loss for the fourth quarter as rising defaults sent credit costs soaring.
The net loss, which amounted to $3.97 a share, widened from $401 million, or 73 cents, a year earlier, the McLean, Virginia- based company said in a statement today. Freddie Mac, which buys and guarantees home loans, had predicted the results would be similar to the third-quarter's $2 billion loss.
Nach Fannie jetzt auch Freddie. Wenn es die beiden zerreist (kommt sicher) dann geht die Finanzwelt sicher unter.
[15:00] Hedge-Fonds werfen Subprime-Mist weg:
Bloomberg: ABX Indexes Tied to AAA Subprime Bonds Tumble, Fund Liquidates
Most Markit ABX indexes tied to subprime-mortgage bonds plummeted to new lows on speculation a hedge fund is being liquidated.
An index of credit-default swaps tied to 20 subprime-loan bonds rated AAA when created in the first half of last year fell 2.6 percent to 60.33, down from 74.18 at the beginning of the year, according to administrator Markit Group Ltd. The ABX-HE- AAA 06-2 index tied to AAA rated bonds from the first half of 2006 fell 4.8 percent to 73.43, down from 87.30 on Jan. 2.
The hedge-fund liquidation has ``been weighing on the market,'' according to a note to clients from Zurich-based Credit Suisse Group.
Bekommen sie von den Banken jetzt Margin-Calls? Dieser Mist ist nichts wert, also stürzt er weiter ab.
[14:00] Neue Banken-Abschreiber:
Handelsblatt: Royal Bank of Scotland muss Milliarden abschreiben
Eine der größten Banken Europas, die Royal Bank of Scotland, muss im Zuge der Subprime-Krise deutlich mehr abschreiben, als erwartet. Statt der avisierten 1,6 Milliarden Euro kostet das Institut die Schieflage auf dem US-Hypothekenmarkt 2,8 Milliarden Euro. Dennoch wuchs das Geschäft im letzten Jahr stärker als von Analysten angenommen.
Das geht jetzt immer so weiter, bis sie tot sind. Die RBS war auch bei der "Ambac-Rettung" dabei. Also kommt noch viel Schlimmeres.
Wie wäre es mit einem Bank-Run auf die RBS? Die Briten sind hier schneller als Andere.
Neu 2008-02-27:
[22:30] Die nächste US-Bubble platzt - Kreditkarten:
Focus: Wann platzt die Kreditkartenblase
Die US-Hypothekenkrise ist noch nicht vorüber, da braut sich schon das nächste Gewitter zusammen: Immer mehr Amerikaner können ihre Kreditkartenschulden nicht mehr
Auch diese Kredite wurden securitized und weltweit verkauft. Neue Bomben überall.
[21:00] Die Kreditkrise kommt zum Primus:
Handelsblatt: Jetzt trifft es die Elite der Wall Street
Die Wall Street bereitet sich auf ihre erste Schreckensbilanz des neuen Jahres vor; Analysten überbieten sich mit düsteren Prophezeiungen: die Gewinne brechen ein, neue Abschreibungen auf riskante Kreditderivate kommen hinzu. Der von der Finanzkrise ausgelöste Negativtrend erfasst jetzt auch jene Institute, die bislang nahezu ungeschoren davonkamen.
War Goldman Sachs nicht Paulson-Teflon beschichtet? Dann muss es schlimm stehen.
[17:00] Ein böser Subprime-Kater (hangover):
Mike Whitney: Here Comes The $739 Billion Taxpayer Bailout
“Accountability...transparency” in Bushworld? Nice try, Dodd, but its a losing cause. The Bush administration is not just philosophically opposed to oversight; they've handed over the entire financial system to a cabal of banking scalawags who've turned it into their personal fiefdom. This same cast of fraudsters engineered the subprime swindle and ripped off trillions of dollars from investors around the world. And, don't kid yourself; Bush is proud of the damage he's done by taking a wrecking ball the SEC. For him, it's like a good day at the races. He has no intention of reigning in the crooks or restoring the publics' confidence.
Bank of America's proposed $739 billion bailout is just the first of many hyper-inflationary, economy-busting trial-balloons we can expect to see in the near future. The banking system is in terminal distress; collapsing from hundreds of billions in worthless assets, bad bets, and poor decision-making. Their capital impairment problems were all brought on by themselves. And they should be forced to pay the consequences, whatever that may be. They managed to take a simple, revenue-generating activity like mortgage lending, and turn it into a textbook case of grand larceny. It's pathetic.
Ein typisches Produkt von "Bushworld", weltweit verteilt. Jetzt kommen die staatlichen Bailouts, damit die Gangster nicht in das Gefängnis müssen. Und die Hyperinflation.
Besonders wenn der Primus - GS in Gefahr ist: Banken vor neuen Milliardenverlusten, auch Goldman Sachs gefährdet
[18:30] Auch der Primus erkennt schon die US-Rezession: Goldman Sachs: Die Rezession ist in den USA bereits da
[16:00] MBIA, Ambac - wie man Pferdescheisse in Rosenduft verwandelt:
Mike Shedlock: S&P Sniffs Horse Hockey, Calls It A Rose
Who's Holding The Bag? If you want to know who's holding the bag if the monolines fail, simply look at the who's who list of sponsors.
Who's Who Bagholder List:
- Citigroup (C)
- UBS AG (UBS)
-
Royal Bank of Scotland (RBS)
-
Wachovia Corp (WB)
- Barclays (BCS)
- Societe Generale SA
- BNP Paribas SA
-
Dresdner Bank AG
By providing precious capital to the monolines they can ill afford to lose, the banks did two things:
- Threw good money after bad
- Delayed the day of reckoning
Diese beiden Monoliners riechen trotz des S&P AAA-Parfums nicht besser. Dafür werden die oben genannten Banken mächtig draufzahlen.
Ja, sie werfen gutes Geld dem schlechten Geld hinterher (ein Business-Kardinalfehler) - um den Tag der Abrechung etwas hinauszuzögern. Aber er kommt doch.
Sieht er dann so aus?
[16:30] Noch etwas zu Ambac und Rating-Agenturen:
Implode-Explode: Waiting for Bond Insurers' Downgrades
There is a feeling that the agencies have been making up the ratings as they do along and investors don't think the ratings mean anything," said John Atkins, fixed income analyst at IDEAGlobal.com. "People now think the whole thing has been a scam. It is as if you can get an 'AAA' rating by dropping a sack of cash on a desk."
Sorry, Bargeld nehmen sie nicht - schmutzig. Aber Überweisungen einer signifikanten Summe auf die Konten der Ratingagenturen bringen ein AAA. Genauso ist es - alles kaufbar.
[15:30] Ein Stück Hausverstand von der Safe Wealth Group in deren letztem Bericht:
If you are to rely on a risk rating system as indeed you must, we then have no shame in stating that only
one has any merit; it is SWC’s Institutional Survivability Indicator™ (ISI™) if only because it is based on
one simple yet critically important premise: What will happen to the assets of any institution if a
depression arises “tomorrow morning”? Will they be in a position to survive? Will they be able to pay
out everybody on demand, even if they have to close their operations thereafter due to lack of
profitability? It should be obvious to all that only institutions that can survive such a climate are worthy
of trust during a depressionary deflation or a hyperinflationary climate.
Ganz einfach: man stelle sich vor, morgen gibt es eine Depression. Welche Institution kann dann alle Anleger auf der Stelle auszahlen? Das ist der Masstab für Sicherheit. Da braucht man keine Rating-Agentur, die eigentlich Teil des Wall Street Inzest ist. Aus dem selben Bericht über kommende Devisenkontrollen:
This is an appropriate time to remind all readers that currencies are first and foremost the property of
those who issue them; the State! As a result, if and when issuing nations come to believe that capital or
even full blown exchange controls are needed to ensure that government’s financial aspirations are not
derailed, they will so invoke without any hesitation. At such a time, a loud outcry against “wild
speculation” will be heard globally, particularly if the currency markets are deemed to be in turmoil, i.e.
the U.S. dollar is falling. Wealth preservationists will then be deemed to be greedy currency speculators
if only because THEY WILL WANT TO GET RID (SELL) CURRENCIES THAT ARE DESTROYING THEIR
WEALTH, PRECISELY WHEN MASSIVE CAPITAL OUTFLOWS WILL BE CONTROLLED OR SIMPLY BE
FORBIDDEN. UNDER SUCH CIRCUMSTANCES, THERE WILL NO LONGER BE ANY CAPACITY TO TRANSFER
CAPITAL INTO ANY SAFE INSTITUTION. Put simply, the game will be over. Investors who will not have
acted prior to the crisis unfolding will then suffer horrible consequences as they come to witness the
complete destruction of their wealth. And, as that destructive process unfolds, unprotected investors will
be strictly unable to do anything about it. Moreover, the financial institutions that are always needed to
conduct capital transfers may well, by then, not even be operational!
Ja, die Währung gehört dem Staat, er bestimmt darüber. Daher kann er auch Devisenkontrollen einführen, wenn eine Flucht daraus beginnt. Man kommt dann nicht mehr aus dieser Währung heraus, sondern muss zusehen, wie sie im Wert kollabiert. Die ersten Anzeichen, dass soetwas kommen könnte, sind schon da!
[15:30] Ist jetzt Fannie Mae dran?
Bloomberg: Fannie Mae Has $3.55 Billion Fourth-Quarter Loss
Fannie Mae, the largest source of money for U.S. home loans, posted a $3.55 billion fourth-quarter loss and said the slump will continue through this year as rising foreclosures send credit costs soaring.
We are working through the toughest housing and mortgage markets in a generation,'' Fannie Mae Chief Executive Officer Daniel Mudd said in an accompanying statement.
Wenn deren MBS-Bonds auf den Markt fliegen, dann spielt sich wirklich etwas ab. Es muss schon horrende Verluste geben.
[10:30] Die nächste Bombe - VIEs:
NakedCapitalism: Another Off-Balance Sheet Time Bomb: VIEs
Despite the sudden flurry of worry in the press, triggered by the release of Citigroup's 10K, VIEs, or variable interest entities, have been around for some time. They were a favorite device of Enron's. SIVs are a subset of VIEs.
With such an illustrious history. it's a wonder they haven't gotten more inquiring coverage until now. Indeed, it's a bit odd that Bloomberg is reporting the story today, in "Goldman, Lehman May Not Have Dodged Credit Crisis," when the most immediate trigger for possible VIE problems, namely a downgrade of the big monolines, is now off the front burner. It is also noteworthy that the headline and early part of the story focuses on the two heretofore largely unscathed Wall Street firms, when the rope-a-dope Citigroup has $320 billion in unconsolidated VIEs. This is nearly as large as the entire SIV market at its height.
Das wird jetzt lustig. Wie viele solcher Verlust-Vehikel entdeckt man noch? "Variable Interest Entity" - noch nie gehört.
Achtung: das System ist jetzt kurz vor dem Kollaps - der USD-Zusammenbruch zeigt es an!
[16:00] Mehr zu den VIEs von Mike Shedlock: Citigroup VIEs Raise Question Of Solvency
[16:00] Und dazu die Variable Interest Notes: Variable-Rate Note Market Now Freezing-Sources
Eine andere Form von ABCP, friert jetzt auch ein.
[10:00] Private Equity - Ausgezirpt:
FTD: Heuschrecken vor der Pleitewelle
Private-Equity-Unternehmen sehen große Pleiten auf sich zukommen. "Es wird Zusammenbrüche von großen Unternehmen in Private-Equity-Hand geben, in diesem Jahr und im nächsten Jahr", sagte Jon Moulton, Chef des britischen Finanzinvestors Alchemy Partners, auf der Branchenkonferenz Super Return in München.
Selbst der Primus KKR kann seine Kredite nicht mehr refinanzieren. Zirp, zirp, stumm.
Neu 2008-02-26:
Aus dem Midas vom 25.2. zur "Ambac-Rettung":
To all; WAIT A MINUTE! This just in, AMBAC, and MBIA get reaffirmed AAA ratings? This is not possible. AMBAC has a market cap of $1 Billion. They insure $700 Billion of municipals. They are heavily involved in the CDS markets. This is clearly too much leverage. Last week, the week before that, and the week before that, we listened to speculation that the insurers could go under. Now, no deal has been cut yet to provide much needed capital, nothing has changed in the housing or mortgage market, nothing at all has changed over the last 3 weeks or three months. BUT, presto, AMBAC, and MBIA get their AAA ratings affirmed. I ask, how is this possible? I suspect others will be asking the same thing, shortly.
Die Zahlenverhältnisse sind einfach zu ungünstig für eine Rettung.
Zu anderen PPT-Aktivitäten:
The PPT [Plunge Protection Team] keeps propping up the market so the public doesn't panic. This has worked to a degree because the public watches the Dow Jones and not the "guts" of the credit markets. The rub here is that the "guts" of the credit markets are what makes the world go round. NO CREDIT, NO ECONOMY! Plain and simple. The real economy is going off a cliff here and now, and the stock market has a bid under it by "The Presidents Working Group on Financial Markets". Wonderful!
Northern Rock, the British bank was nationalized, several German state owned banks are on the verge of collapse, our banking system is frozen solid, credit markets of all types in the US are in shambles, inflation is exploding while credits and the real economy are imploding. It is all perception until it is not, or until perceptions change Change they will! We also had a 200+ point rally Friday afternoon because AMBAC announced that they were close to a deal to raise $2.5 Billion. What a joke. They have a market capitalization of about $1 Billion, insure $700 Billion of munis, and Lord knows how much in Credit Default Swaps, and $2.5 Billion will solve all problems and save the world!
The public will keep their heads in the sand until they don't. More than likely, when they collectively lift their heads to look around it will be too late. While the public slept, they had their collective A$$E$ shot off. They will then panic, after it is too late. This is for all the marbles! All the financial marbles will will be in the "real" bag, the "paper" bags will be empty. As I see it, much if not all of the "paper" created over the last 25 years or so, will blow away. We will restart, rebuild, rethink, everything financial, starting from a solid foundation. Metals, or other real goods will back money, debt will be backed by real properties with real appraisals. When it comes to money, plain and simple trumps bells and whistles.
Die Schafe des Publikums werden ihre Köpfe im Sand halten, bis sie alles verloren haben. Dann wird der ganze "Papierreichtum" der letzten 25 Jahren weggeblasen sein.
Neu 2008-02-25:
[22:00] Ambac gerettet?
Finanznachrichten: S&P bestätigt AAA-Rating für Ambac
Die Ratingagentur S&P bestätigt sein AAA-Rating für den Kreditversicherer Ambac. Eine Abstufung der Bonität des Spezialversicherers würde zu einem Abschreibungsbedarf in Milliardenhöhe vor allem bei regionalen US-Banken führen.
Welche Daumenschrauben hat man S&P angesetzt? Wer glaubt dann S&P noch?
Siehe auch Martin Weiss: One Grave Danger and Three Great Opportunities
In a last ditch attempt to prevent a broader financial collapse, eight major banks in six different countries — Citigroup, Wachovia, Barclays, Royal Bank of Scotland, Société Générale, BNP Paribas, UBS and Dresdner — are coming to the rescue of one U.S. bond insurance company this week: Ambac.
These are the banks that have the most exposure to structured securities and other derivatives guaranteed by Ambac ... and the most to lose if Ambac goes down.
My view: It's a house of cards built on a foundation of deceptions that no amount of capital can cover up.
Result: The true liabilities of bond insurers like Ambac is incalculable, so the $2 to $3 billion in new capital that banks are putting up this week could be grossly inadequate.
Hier sieht man die Banken, die bei einem Downgrading am meisten zu verlieren haben.
Es ist ein Kartenhaus, das hier gerettet werden soll. MBIA und Ambac sind unrettbar verloren. Deren Versicherung von CDOs sorgt dafür!
[19:00] Die Milliarden-Abschreibungen gehen weiter:
N-TV: Weitere Milliardenlöcher
Handelsblatt: Milliardenabschreibungen bei US-Banken erwartet
Kein Ende in Sicht: Die Investmentbank Goldman Sachs erwartet im Zuge der Kreditkrise weitere Milliarden-Abschreibungen in der US-Finanzbranche. Vor allem die Großbank Citigroup treffe es empfindlich.
Sie werden so lange abschreiben, bis sie tot sind.
Der Trillion-Dollar-Verlust: 1000 Tausend Milliarden Verlust
[19:00] Beispiele Dresdner / BayernLB:
Presse: Dresdner und BayernLB - zwei Banken, ein Problem
Spiegel: Hypothekenkrise halbiert Gewinn für 2007
Deutsche Geldhäuser kämpfen weiter mit den Auswirkungen der Finanzkrise. Die Dresdner Bank verzeichnet einen Gewinneinbruch. Und bei der BayernLB will man es offenbar gar nicht so genau wissen.
Schwierigkeiten auch bei Hypo-Alpe-Adria
Auf die Landesbank kommen auch von anderer Seite Schwierigkeiten zu: Die BayernLB ist Mutter des Kärntner Finanzhauses Hypo-Alpe-Adria-Bank.
Die Verluste der Haider-Bank (Hypo-Alpe-Adria) muss die BayernLB jetzt auch noch schlucken - selbst schuld.
Dafür beteiligt sich die Dresdner an der Ambac-Rettung: Dresdner beteiligt sich an Rettung von Ambac
Das wird ein neues Milliardengrab. MBIA & Ambac sind unrettbar, da die von ihnen versicherten Muni-Bonds schon abstürzen.
[17:00] Der Bond-Crash geht weiter:
Handelsblatt: Kreditmärkte senden neue Krisensignale
Die Märkte für Anleihen und Kreditderivate müssen den schlechtesten Jahresstart aller Zeiten verkraften: Die Angst vor einem Konjunktureinbruch macht Anleihen finanzschwacher Firmen zu Ladenhütern. Es gibt kaum Käufer, der Markt ist illiquide. Und eine Besserung ist so schnell nicht absehbar.
Wer immer gesagt hat, dass die Krise nur vorübergehend sei, ist inzwischen verstummt. Wo sind die ganzen "Goldilocks"-Gurus hingekommen?
PS: Aus den Mainstream-Medien kann man sich inzwischen sehr gut informieren, nur trotzdem glaubt es fast niemand.
[18:00] Auch der Standard sieht es schon richtig: Finanzmanager zittern - Gold statt Geld
Neu 2008-02-23:
[19:30] Leserzuschrift zur Ambac-Rettung:
Also solch ein Blödsinn:
Vier Autofahrer rasen gleichzeitig in eine für jeden uneinsichtige Rechts-vor-Links-Kreuzung. Im letzten Moment sieht jeder, das von links jemand kommt, ohne nach rechts zu schauen und alle geben noch einmal richtig Gas. Es kommt wie es kommen muss und es kracht ganz fürchterlich.
Alle sind nur leicht verletzt und nach dem ersten Schreck stellen alle zu ihrem Glück fest, dass sie Vollkasko versichert sind. Beim Austauschen der Versicherungskarten stellen sie fest, dass sie alle bei der gleichen Versicherung versichert sind.
Nachdem sie ihre Forderungen bei der Versicherung angemeldet haben, öffnet diese ihre Schatulle und siehe da: Es sind 100€ in der Kasse.
Damit die Versicherung formal weiter bestehen kann, zahlen alle Beteiligten ihren Schaden selbst. Andere Marktteilnehmer kriegen das als Gerücht aufgetischt und die gesamten Aktienkurse (DOW) und Montag der Rest korrigieren scharf nach oben.
Andere Marktteilnehmer, die diesen Versicherungsschutz für die Finanzierung amerikanischer Kommunalschulden vorraus gesetzt haben, leihen ihr Geld jetzt nur noch zu 20% oder zum größeren Teil überhaupt nicht mehr!
Über 300 Milliarden Dollar kurzlaufender kommunaler Schulden müssen jetzt auf die Schnelle umfinanziert werden. Mahlzeit!
PS: Vor der Silber- und Goldrakete ist die Platinrakete gezündet: Ist doch klar Steigender Preis induziert eine steigende Nachfrage.
So ähnlich kann man es auch darstellen.
[7:00] Sie waren geisteskrank:
Handelsblatt: Das war völlig geisteskrank
In Kombination mit Dummheit und hoher Fremdfinanzierung ist Gier eine fatale Eigenschaft, „und deshalb wird’s jetzt leider noch schlimmer kommen“. Hans Albrecht, Gründer von Nordwind Capital, nimmt im Handelsblatt-Interview Stellung zur aktuellen Finanzmarkt-Krise sowie den Fehlentwicklungen und Aussichten im Private-Equity-Geschäft.
Sperrt man sie jetzt vielleicht in die Irrenanstalt - diese Banker?
Nein, sie steigen sogar noch auf: Jörg Asmussen wird Finanzstaatssekretär
Neu 2008-02-21:
Moody's - überrascht?
ManagerMagazin: In einen Tsunami geraten
Die Ratingagentur Moody's zieht Konsequenzen aus der Finanzkrise. Im Interview mit manager magazin spricht Brian Clarkson, President und COO von Moody's Investors Service, über die Ursachen der US-Hypothekenkrise und die Fehler der Ratingbranche.
Gleichzeitig räumte Clarkson ein, dass Moody's von der Entwicklung auf dem US-Immobilienmarkt teilweise überrascht worden ist. "Im Nachhinein muss ich sagen, dass wir das Ausmaß der potenziellen Schwierigkeiten unterschätzt haben. Wir waren auf ein schweres Unwetter vorbereitet und sind mitten in einen Tsunami hineingeraten", sagte der Topmanager.
Wenn eine Ratungagentur soetwas nicht erkennt, dann können sie eigentlich zusperren. Denn deren Aufgabe ist es, Investoren zu warnen.
Neu 2008-02-20:
[18:30] Die gierigste aller Heuschrecken stolpert:
Goldseiten: Probleme bei "Private Equity Player" KKR
Spiegel: KKR-Tochter kann Schulden nicht zurückzahlen
Mithin erreicht die globale Finanzkrise offensichtlich nun auch Ikonen dieser Geschäftssparte. Es wird kolportiert, dass die Tochtergesellschaft von KKR über Commercial Paper hypothekenbesicherte Finanzinstrumente finanzierte.
KKR war der Olymp der Firmenkäufe bis Juni 2007. Die haben offenbar auch das SIV-Spiel gemacht. Es ist kein Schaden für die Welt, wenn die untergehen - aber für die Banken.
Ausgezirpt!
Neu 2008-02-19:
[10:30] Das Bank Implode-O-Meter:
http://bankimplode.com/
Untergegangene Banken und Grossabschreibungen.
[10:00] US Kreditmärkte kollabieren jetzt wirklich:
Martin Weiss: U.S. Credit Markets Collapsing!
The U.S. credit markets, the giant growth engine that powers the American economy, are collapsing ... with few credit sectors spared from damage, few investors escaping losses, and little hope of federal action that's quick or strong enough to make a major difference.
Now, brace yourself for five more credit sectors that are falling victim to collapse:
The nation's largest mortgage insurers — responsible for protecting lenders and investors from defaults on millions of homes — are being ravaged by losses. MGIC Investment Corp., swamped with claims, just posted a $1.47 billion loss. Triad Guaranty, a much smaller mortgage insurer, reported a $75 million loss.
Municipalities, public hospitals and other institutions have been slammed by the failure of nearly 1,000 auctions for their "auction-rate" securities. Their borrowing costs have tripled and quadrupled — to 15%, 20%, even 30%. Survival money is drying up.
Low-rated corporate bonds, which had fueled a wave of leveraged corporate buyouts in recent years, are being abandoned by investors. Their prices are plunging to the lowest levels in history. Property and casualty insurers, among those loaded with corporate bonds, are taking it on the chin.
More hedge funds are getting slammed. CSO Partners, for example, has lost so much money and suffered such a massive run on its assets, its manager (Citigroup) was recently forced to shut the hedge fund's doors to further withdrawals by investors.
Commercial real estate credit is collapsing. Regional and super-regional banks are taking big hits. Life and health insurance companies will get smacked.
Das wird wieder zu riesigen Abschreibungen weltweit führen.
Leider ist er in seinen Ratschlägen nicht sehr konsistent. Er empfiehlt immer noch T-Bills. Es müsst heissen, raus aus allem was in $ ist.
Neu 2008-02-18:
[13:30] Bill Fleckenstein über Bernankes tönernen Palast:
FAZ: Nicht alles wird gut
Bernanke ist ein reinrassiger Akademiker. Es war absehbar, dass ihm die Sache über den Kopf wachsen würde. Als ich mir ansah, was er im Offenmarktausschuss der Fed sagte, bevor er Notenbankchef wurde, war mir klar, dass er nicht verstand, worum es eigentlich ging. Anschließend sah er sich in seiner neuen Funktion als Fed-Präsident mit der gewaltigen Immobilienblase konfrontiert. Das konnte nicht gut gehen.
Jetzt kann Ben die Praxis lernen. Hier ist der Link auf die Fleckenstein-Artikel: http://articles.moneycentral.msn.com/Commentary/ByAuthor/BillFleckenstein.aspx
[9:00] Die Bankenmisere ist weltweit - hier Down Under:
SidneyMorningHerald: Investors spooked by ANZ bad debt provisions
Leserkommentar-AU: Wieviel laenger noch koennen diese Wirtschaftsschwindler die Wahrheit verbergen?
Solange bis die 1. Grossbank zusammenbricht.
Neu 2008-02-16:
[21:00] US-Banken, alles marode:
FAZ: Amerikanische Banken rüsten sich für ein hartes Jahr 2008
2008 wir für viele von denen das letzte Jahr sein. Und nicht nur in den USA.
[20:00] Citigroup Hedge-Fond hat geschlossen:
FTD: Citigroup-Hedge-Fonds in Not
Investoren haben versucht, Hunderte Millionen Dollar aus dem Fonds abzuziehen. Der Manager des Fonds ist entlassen. Und die Anleger kommen nicht mehr an ihr Geld. Ein anderer Fonds verspekulierte sich heftig am Gasmarkt
Wieder die übliche Methode - nicht auszahlen. Und wieder eine prominente Bank. Man erinnere sich an Bear Stearns im Juni 2007.
[15:00] Neues von Uncle Harry Schultz:
Harry Schultz: Jaws
And more. Some say it's the Perfect Storm, meaning conditions are ideal for a force 5 monetary hurricane. They're right, & it appears to be the worst financial storm in 60, perhaps 100 years. And this time it's global (but not spread equally). Depression will likely replace recession, as we warned 3yrs ago. In 12 months from now, analysts will probably be quibbling over how bad the depression might possibly be. Right now they've just about managed to agree to soft-speak: "recession." No corp captive analyst ever wants to be first to use those words; must hide among their peers crowd - 'til the facts become overwhelming.
Meantime, make sure that gold is the biggest part of your total investment nest. If so, U'll have a happy 2008, as I'm sure we'll see $1,100 within a few months, & maybe much higher.
So wie jetzt die Ökonomen die Rezession in den USA langsam erkennen, werden sie in einem Jahr langsam die Depression erkennen (wenn sie schon längst da ist=. Und das alles läuft global synchron (wenn auch mit Zeitverschiebungen).
Und er empfiehlt, dass Gold den grössten Teil des Portfolios ausmachen soll.
Neu 2008-02-15:
[21:30] Für die Kreditversicherer wird es jetzt ernst:
Spiegel: Kreditversicherer vor dem Kollaps
Drei bis fünf Tage - so lange gibt der Gouverneur von New York den amerikanischen Kreditversicherern noch Zeit. Wenn sie bis dahin kein neues Geld besorgen können, droht ihnen die Zerschlagung - und der Finanzwelt ein Milliardencrash.
Wenn MBIA und Ambac herunterkommen, dann gibt es den richtigen Derivatencrash. Dann stürzt ein grosser Teil des Bond-Universums ein.
[14:40] Gesamtverluste $7.7 Trill?
Breitbart: http://www.breitbart.com/article.php?id=080214202021.5qwu7lx0&show_article=1
The meltdown in the US subprime real-estate market has led to a global loss of 7.7 trillion dollars in stock-market value since October, a report by Bank of America showed Thursday.
The crisis, which has spread beyond US shores to banks and other sectors worldwide, is "one of the most vicious in financial history," according to Bank of America chief market strategist Joseph Quinlan.
Jetzt kommen endlich brauchbarere Zahlen. Nichts mit diesen $200 Mrd. die angegeben werden, sondern $7700 Mrd.!
[14:00] Den Investment-Fonds bleiben die Schafe weg:
Handelsblatt: Fondsabsatz in Europa schwächelt wie noch nie
Die niedrigsten Verkaufszahlen seit Beginn der Aufzeichnungen machen der Branche zu schaffen. Nur DWS und Barclays können sich 2007 vom schlechten Trend abkoppeln. Experten prognostizieren eine Erholung frühestens für September.
Das Publikum wacht also schon auf. Sollen die Fonds doch mit ihren Papieren zur EZB gehen, die monetisiert ohnehin schon alles. Wahrscheinlich tun sie es sogar.
Neu 2008-02-14:
[13:00] Schwerer Muni-Bond-Crash in den USA:
Bloomberg: Auction-Bond Failures Roil Munis, Pushing Rates Up
Rates on $100 million of bonds sold by the Port Authority of New York and New Jersey, with bidding run by Goldman, soared to 20 percent yesterday from 4.3 percent a week ago, according to data compiled by Bloomberg. Presbyterian Healthcare in Albuquerque and New York state's Metropolitan Transportation Authority also experienced failures, officials said.
What began three weeks ago with too few bidders for auction-rate debt backed by relatively small entities, such as Georgetown University and Nevada Power, has widened in recent days to include large issues of state governments, such as New York state's Dormitory Authority. The auction failures provide new indication of Wall Street's unwillingness to commit capital amid $133 billion in credit losses and asset writedowns.
Diese Bubble ist also auch geplatzt. Eine Auswirkung der untergehenden Bond-Versicherer. Die Städte und Staaten werden jetzt also kaum mehr Geld am Markt bekommen.
Weiss der Teufel, wie diese Bonds überall auf der Welt verteilt sind.
[13:00] Keine Bank kann pleite gehen?
Michael Mross: Too stupid to fail?
Das kapitalistische System, so wie wir es kennen, gehört der Vergangenheit an. Die Konsequenzen werden bitter sein. Doch jetzt steht fest: Ein Bäcker kann Pleite gehen, eine Bank nicht.
Egal ob Verantwortliche Fehler machen oder gar bewusst und gewollt betrügen oder ob sie einfach nur dumm sind - es gilt: ab einer bestimmten Größe zahlt der Steuerzahler.
Fest steht jetzt: Keine Bank wird Pleite gehen. Nicht in Europa und nicht in den USA. Nicht nur keine Bank geht Pleite, auch kein Kreditversicherer, kein Rückversicherer und keine Versicherung geht bankrott. Immer die gleiche Argumentation: Die Konsequenzen wären unübersehbar.
Das ist etwas voreilig gedacht und erfordert eine lineare Hyperinflation. Sobald die Währungen massiv abverkauft werden, wird es wirklich ernst.
Gier und Blödheit: Dafür gibt es nur das Wort Gier
[13:30] Depressions-Verhinderung durch Monetisieren:
Reuters: Depression risk might force U.S. to buy assets
Fear that a hobbled banking sector may set off another Great Depression could force the U.S. government and Federal Reserve to take the unprecedented step of buying a broad range of assets, including stocks, according to one of the most bearish market analysts.
Der Autor ist da weit hinten. Das geschieht schon alles, in den USA mehr bei Aktien, in Europa mehr bei Krediten.
Dafür wird die Depression dann hyperinflationäre (viel schlimmer als deflationär).
Neu 2008-02-13:
[21:00] Heli-Bens Zinssenkungen wirken nicht:
Bloomberg: Fed Interest-Rate Cuts Fail to Lower Borrowing Costs
The Federal Reserve's interest-rate cuts last month have failed to lower borrowing costs for many companies and households, increasing the chance of further reductions from the central bank.
Companies are paying more to borrow now than before the Fed reduced its benchmark rate by 1.25 percentage point over nine days in January, based on data compiled by Merrill Lynch & Co. Rates on so-called jumbo mortgages, those above $417,000, have increased in the past month, making it tougher to sell properties and risking further price declines.
Also hat er damit nur den Banken die Situation etwas erleichtert, an der Realwirtschaft geht es aber vorbei. Diese wird jetzt genauso zusammenbrechen, wie ohne Zinssenkung. Das wird bald die ganze Welt spüren. Ben, Du bist jetzt mit Deinem Latein am Ende!
[21:00] Trickser und Täuscher unter den Banken:
WIWO: Folgen der Finanzkrise sind hausgemacht
Das Kartell der Vertuscher: Banken, Ratingagenturen, Wirtschaftsprüfer und Bilanzierungsgremien waschen angesichts der sich zuspitzenden Finanzkrise ihre Hände in Unschuld. Dabei haben sie ein System etabliert, das zur Verantwortungslosigkeit geradezu einlädt.
Genauer gesagt, der gesamte Finanz-Inzest steht jetzt auf dem Prüfstand.
Leserkommentar:
Und am im letzten Absatz: 1300 Mrd. "fair bewertetes Vermögen der Deutschen Bank". Bei einem EK von ca. 40 Mrd. reichen drei bis vier % zum Exitus..
[20:00] US-Hypothekenversicherer MGIC vor dem Untergang:
FTD: US-Hypothekenversicherer taumelt
MGIC, der größte US-Hypothekenversicherer, hat für das vierte Quartal einen Verlust gemeldet, der höher ist als sein eigener Börsenwert. Grund sind vermehrte Zahlungsausfälle bei US-Hausbesitzern. Die Nachricht begrenzt auch die Gewinne an einer ansonsten freundlichen Wall Street.
MGIC ist nicht mit MBIA vergleichbar, sondern versichert Hypotheken an Endkunden gegen Ausfall. Das wird Auswirkungen auf Fannie Mae und Freddie Mac haben, denn deren Hypotheken wurden versichert.
[15:30] US-Kreditkartenkrise mit kommenden Auswirkungen:
Handelblatt: Der Fluch des Plastikgelds
Nach den hohen Zahlungsausfällen auf dem US-Häusermarkt verschiebt sich das Zentrum der Finanzkrise zunehmend in den Bereich der Konsumentenkredite. Verbraucher geraten in die Kreditklemme, die Kreditkartenanbieter reagieren – und ziehen die Zügel an. Den US-Kreditinstituten droht nun eine zweite Welle von Abschreibungen.
Das "freundlichste Kredit-Umfeld aller Zeiten" sei definitiv vorbei, betonte Dimon. Unfreundlich wird es deshalb auch für die Verbraucher. Die Kreditkartenanbieter haben die Zügel kräftig angezogen. Strafgebühren werden erhöht, der Kreditrahmen eingeschränkt.
Diese Kredite wurden ebenfalls "securitized" und weltweit als Anleihen (ABS) und CDOs verkauft. Hier kommt das Gleiche wie bei den Hypotheken.
[15:00] Leserzuschrift - Too stupid to fail!
Prof. Gerke ("inoffizieller Regierungssprecher in Banksachen") eben im Interview auf n-24:
"Jede Bank ab einer bestimmten Größenordnung hat eine faktische Staatsgarantie." [sic!!!]
Interessierte Beobachter überrascht das zwar nicht wirklich. Aber die Worte Gerkes waren erstaunlich offen. Gerke weiter:
"Die Konsequenzen eines Bankzusammenbruchs (Kettenreaktionen) wären SO dramatisch, dass die Steuergelder zur Rettung gut angelegt sind.!"
Und weil dieses Eingeständnis einer offenen Staatswirtschaft und einer Sozialisierung von Spekulationsverlusten über die Steuerzahler so offen ausgesprochen offenbar sogar Gerke selbst peinlich empfunden hat, schob er noch nach:
"Das darf man so offen hier auch mal sagen..."
Nun fehlen nur noch Steinbrück und Merkel mit derselben Botschaft, dann ist es amtlich:
Alles über 500m EUR Marktkapitalisierung ist "too big to fail"! Die freie Marktwirtschaft ist nun offiziell tot!
Es lebe die Planwirtschaft mit freiem Markt nur für Banker, die sich zufällig gerade mal NICHT verspekulieren, sondern mit 10-fachem Leverage Gewinne erspekulieren und diese selbst behalten dürfen.
Konsequent wäre eine komplette Gewinnabführung der IKB & der KfW & der WestLB etc. für die nächsten Jahrzehnte an den Bundeshaushalt. Glaubt jemand daran? Nein: Subprime-Toilettenpapier der IKB wird monetarisiert und dem kleinen Mann zwangsverkauft! Staatstragende Institute sind eben "too stupid to fail"!
Got GoldSilver?
Gute Empfehlung (Gold & Silber), denn die Währungen werden durch diese Rettungen zerstört. Dass die die "Rettungs-Grenze" so niedring ansetzen.
[15:00] Vorbereitung auf die 1. Bankenpleite?
BerlinerMorgenpost: Die Angst vor einer Bankenpleite
Leserzuschrift dazu (Gnadenschuss in enigen Tagen?):
Das klingt für mich alles so, als ob man die Öffentlichkeit mental langsam aber sicher auf die erste Bankenpleite vorbereiten wíll.
O-Ton: " Warum lassen Sie nicht als warnendes Beispiel für alle ein kleines Haus wie die IKB Pleite gehen?"
"...machen Sie den Laden endlich dicht!"
Das klingt ja schon fast wie der Ruf nach dem Gnadenschuss.
Im Moment versucht jeder Staat noch seine Banken zu halten. Aber wer gibt der 1. Bank den Gnadenschuss?
PS: Kann jemand ein Bild zum Thema "Gnadenschuss für die Banken" anfertigen?
[15:00] Kommen jetzt die Hedge-Fonds wieder dran?
FTD: Notverkäufe belasten Macquarie-Fonds
Wer hält die so lange?
[15:30] Die LBO-Kredite müssen auch abgeschrieben werden:
FAZ: Banken haben weiteren LBO-Abschreibungsbedarf
Citigroup und sieben andere führende amerikanische Investmentbanken müssen im ersten Quartal mindestens 15,1 Milliarden Dollar auf nicht platzierte Kredite und Anleihen für fremdfinanzierte Übernahmen abschreiben. Das prognostizieren Analysten der Bank of America.
Da die Kurse von Hochzinsleihen in diesem Jahr weiter fallen, haben Banken, darunter Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Merrill Lynch, nach den Wertberichtigungen im dritten Quartal voraussichtlich weiteren Abschreibungsbedarf auf ein Volumen von 157 Milliarden Dollar in Anleihen und Krediten, schrieben Analysten um Jeffrey Rosenberg in einer Mitteilung.
Die Junk-Bonds auch. Kein Ende der Abschreibungen. Irgendwann wird eine Bank für alle offensichtlich pleite sein.
[15:00 ] Warum gelten für die Banken die Insolvenzregeln nicht (Leserzuschrift-DE)?
Die IKB war in der Spitze dereinst mit rund 3 Milliarden Euro an der Börse bewertet. Das Rettungspaket erfordert schon jetzt mehr als 6 Milliarden Euro.
Ich war Leiter einer Sparkassenfiliale und dann 20 Jahre selbständig…
GmbH Verluste über das Eigenkapital führen zum Konkurs!
Jeder GF würde für das was die IKB gemacht hat vor dem Richter stehen und mit seinem gesamten Vermögen haften..
Was passiert mit diesem Verbrechern – Vorstand und Aufsichtsrat? Das gleiche gilt natürlich auch für die anderen Landesbanken!!!
In dieses Horn bläst auch Mike Whitney: The Mother of All Rip-offs
Low interest credit and “financial innovation” are a deadly-combo. They've knocked the banking system for a loop, clogged the credit markets with billions of dollars of subprime sludge, and left the real estate market sprawling on the canvas. Still---even though $2 trillion of capitalization has been wiped-out from falling home prices; and even though the financial system is in a terminal state of paralysis---no one has been held accountable. In fact, not one trader, mortgage lender, rating's-agency official, fund manager, or investment banker has been indicted or charged with criminal wrongdoing.
NOT ONE. The system operates without rules or guard rails. It's the Wild West!
Der Wilde Westen - so ist es, nur dass es keinen Sheriff gibt - bis jetzt.
Die Anklagen, etc. werden schon noch kommen - wenn die Masse massiv Geld verloren hat. Bis dorthin sind die Banker sakrosankt, sa von "nationalem Interesse".
Dann wird man ihnen auch die Bonusse wegnehmen, die immer noch fliessen: Hohe Bonuszahlungen trotz Krise
Neu 2008-02-12:
[21:00] Der neueste PPT-Trick - Buffet:
Bloomberg: Buffett Bids for MBIA, Ambac Municipal Bond Contracts
ManagerMagazin: Buffett greift ein
Billionaire investor Warren Buffett said he offered to shore up $800 billion of municipal bonds guaranteed by troubled MBIA Inc., Ambac Financial Group Inc. and FGIC Corp. in a bid to gain 33 percent of the debt insurance market.
He is offering to take the fattest, most profitable part of their business,'' said Jerry Bruni, president and portfolio manager, at J.V. Bruni and Co. in Colorado Springs, Colorado.
Ob das wirklich Warren Buffet ist oder eine geheime Paulson/Bernanke-Aktion? Als Investor müsste er wissen, dass die Steuereinnahmen der US-Städte gerade zusammenbrechen und daher riesige Muni-Bond-Ausfälle kommen werden. Den Aktienkursen weltweit hat es jedenfalls gut getan.
[17:30] Kommt GM jetzt "dran"?
FTD: Flaute in Nordamerika trifft GM
Welt: Opel-Mutter will 74.000 Mitarbeiter loswerden
Der angeschlagene Opel-Mutterkonzern will nach erneuten Verlusten seine Kosten schneller senken. Rund 74.000 Mitarbeiter sollen frühzeitig gehen und eine höhere Abfindungen kassieren.
GM hatte im dritten Quartal 2007 durch Steuereffekte mit rund 39 Mrd. $ den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte eingefahren.
General Motors fährt den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte ein.
Wie diese Firma mit solchen Verlusten und den enormen Schulden überhaupt noch leben kann? Vermutlich mit Ben's Helikopter-Geld.
Sollte GM fallen gelassen werden müssen, dann gibt das den "Super-Schlag".
[10:00] Achtung: die CDOs fliegen jetzt auf den Markt:
TheStreet: Debt Fire Sale Is Imminent
Holders of funky, hard-to-value mortgage paper are starting to wave the white flag and unload bundles of debt once worth billions of dollars into the secondary market at a fraction of their original values.
But widening worries about the credit market, a series of downgrades by ratings agencies and a growing sense that it might be time to give up the ghost of a return in value in these securities are helping to drive some auctions by financial institutions, say debt traders.
Traders say a few smaller, one-off sales have hit the market since the markets froze in July. But more liquidations are expected soon, as other sellers finally unwind their troubled CDO and ABS portfolios.
Irgendwann muss es ja geschehen, dass die SIVs "entleert" werden. Dann gibt es richtige "Marktpreise" und die Banken können damit ihre Bücher noch einmal weit hinunter-korrigieren. Die nächste Stufe der Abschreibungen hat also begonnen. Ist das der Grund, warum etwas die IKB quasi "aufgegeben" werden soll?
[10:00] Mitgemacht, mitgefangen, mitgehangen:
Sonntag.ch: UBS im Würgegriff der Amerikaner
Ob sie nun will oder nicht: Die UBS wird weitere Milliarden in die USA verschieben müssen. Darüber hinaus drohen langwierige rechtlichen Aus-einandersetzungen.
«Die Amerikaner sind sehr pragmatisch», sagt ein involvierter Banker. Diese wollen jetzt eine Systemkrise verhindern. Und jeder, der mitgemacht hat, muss zahlen. Der nächste grosse Fall wird MBIA sein, die in New York zu Hause ist. Dort ist der ehemals gefürchtete Staatsanwalt Eliot Spitzer inzwischen Gouverneur und Vorgesetzter der Versicherungsaufsicht.
Genau diese "Systemrettungen" veranlassen Banken und Staat immer mehr Geld hineinzupumpen, bis irgendwann alles hin ist.
[10:00] "Dottore" über die Krise in Bild:
Bild: Die nächsten Blasen blubbern - und platzen
Es vergeht kaum mehr eine Woche ohne neue Tartarenmeldungen aus dem Endlos-Reich von Geld und Kredit weltweit. Gerade erst hatten sich in Tokio die Spitzen der G 7, also der führenden Industrienationen, gegenseitig auf die Schultern geklopft, rundum versichert, wie toll sie sich finden und japanische Delikatessen genossen. Da treffen wieder beunruhigende Nachrichten ein
Jetzt ist es sogar schon in die Bildzeitung vorgestossen.
Riesenverluste mit Wall Street Bankaktien:
Bloomberg: Wall Street Shareholders Suffer Losses Partners Never Imagined
Less than a decade after Wall Street's last major partnership went public, stockholders are paying the price for bankrolling the industry's expanding risk appetite.
Four of the five biggest U.S. securities firms lost about $83 billion of market value last year, almost 90 percent of their net income since 1999, data compiled by Bloomberg show. That cut the annual average return for Morgan Stanley, Merrill Lynch & Co., Lehman Brothers Holdings Inc. and Bear Stearns Cos. during those nine years to 9.7 percent from 16.8 percent.
If you're betting with other peoples' money, you're more willing to take risk than if it's your own,'' said Anson Beard, 71, who retired from Morgan Stanley in 1994 after 17 years at the New York-based company, where he ran the equities division and helped with the initial public offering in 1986. ``You think differently if you're paid in cash and not in ownership. It's heads you win, tails you don't lose.''
Zuerst (vor 10 Jahren) hat man diese Firmen an die Börse gebracht und abkassiert. Jetzt müssen die Aktionäre die Verluste einstecken - Distribution.
Natürlich geht man grössere Risiken ein, wenn nicht das eigene Geld auf dem Spiel steht - das ist passiert.
Neu 2008-02-11:
[21:30] Sind jetzt die Versicherungen dran?
Spiegel: Weltgrößter Versicherer schlittert in die Krise
Kreditkrise und kein Ende: Die Wirtschaftsprüfer des weltgrößten Versicherers American International Group haben Unregelmäßigkeiten bei der Verbuchung von Kreditderivaten entdeckt - was den Aktienkurs um mehr als zwölf Prozent abstürzen ließ.
"Kleine Derivatenprobleme"? AIG war tief da drinnen. Welche Versicherungen trifft es noch?
[21:30] Interessantes Kollaps-Szenario:
http://www.moonofalabama.org/2006/03/ot_0627.html
Protocols for Economic Collapse in America - Posted by: Uncle $cam | Mar 30, 2006 1:27:20 AM
And this is how the U.S. Treasury would handle an economic collapse. It’s called the 6900 series of protocols. It would start with declaring a force majeure, which would immediately be interpreted by the marketplaces as a de facto repudiation of debt.
Then the SEC and the various regulatory exchanges would anticipate the market’s decline, hour by hour -- when Japan’s markets opened the next day, what would happen when the European markets, and all the inter-linkages of the global markets.
On the second day, US Special Forces would be dropped in by parachute in the cities where the twelve Federal Reserve district banks are located.
Wir werden sehen.
Staatsanleihen auf Irrwegen:
FTD: Eine Geisterdebatte um die US-Rezession
Noch lächerlicher wird die Kontroverse vor dem Hintergrund der Entwicklungen an den Finanzmärkten. Fünfjährige inflationsgekoppelte US-Staatsanleihen bringen gerade noch eine Rendite von 0,5 Prozent. Das ist nichts anderes als der Ausdruck dafür, dass die Anleger ein wahres Desaster befürchten.
Natürlich sind die USA schon lange in einer Rezession. Aber dass die "Investoren" so massiv in Staatsanleihen gehen, ist ein Irrweg, denn diese Rezession ist inflationär.
Da hilft Gold: Bester Schutz fürs Depot
Die Realrenditen für amerikanische Staatsanleihen (T-Bills), also die nominale Rendite minus der Inflationsrate. Der historische Verlauf zeigt: Immer wenn die reale Rendite der T-Bills, die weniger als ein Jahr Laufzeit haben, unter die Nulllinie fiel, war das sehr positiv für den Goldpreis. Angesichts der mittel- bis langfristig höheren Inflationserwartungen dürften die Realrenditen noch eine Weile negativ bleiben. Im Schnitt legte die Notierung der Feinunze in solchen Jahren um mehr als 20 Prozent zu.
Anscheinend sind besonders vermögende Privatkunden in größerem Stil dabei, sich mit Barren und Münzen einzudecken, munkeln Privatbanker. Das entspricht den Erfahrungen des Münchner Goldhändlers Proaurum. Die Filiale in der bayerischen Landeshauptstadt musste ihre Schalteröffnungszeiten einschränken, um die hohe Nachfrage abarbeiten zu können. Goldbarren und -münzen werden ab dem 1. Januar 2009 für Anleger aus einem weiteren Grund noch interessanter: der Abgeltungsteuer. Denn: Nach einer zwölfmonatigen Haltefrist sind Gewinne aus physischen Edelmetallpositionen weiterhin steuerfrei. Die Finanzbehören stufen Barren und Münzen – ähnlich wie Kunst – als Sachwerte ein.
Ist ein Licht aufgegangen? Gold hilft nicht nur gegen negative Anleihenrediten, sondern auch gegen die deutsche Abgeltungssteuer!
Neu 2008-02-10:
Nouriel Roubini's 12 Stufen-Szenario für den Untergang:
Goldseiten-Forum: Nouriel Roubini goes Paul C. Martin
1: US-Immokrise entwickelt sich zur schlimmsten der US Geschichte
2: Subprime-Krise wird zur generellen Hypothekenkrise, d.h. auch die prime Hypos müssen beträchtlich abgewertet werden (und alles was ABS/CDO-technisch damit zusammenhängt)
3:Im Zuge der einsetzenden Rezession werden auch andere Arten von Krediten zunehmend ausfallsanfällig, insbesondere Kreditkarten und Autoloans
4: Die Monolines werden ebenfalls stärker beansprucht und schliesslich downgegraded, und das wiederum führt zu weiteren Einbrüchen auf den Asset-Märkten, insbesondere den Aktienbörsen
5: Der Commercial Real Estate Makt erleidet in Kürze einen ähnlichen tailspin wie der private Immomarkt, wegen ebenso laxer Kreditpraktiken
6: Eine große regionale oder gar nationale Bank geht schliesslich K.O., was private Bankkunden nervös machen und das Risiko von "Bank runs" à la Northern Rock erhöhen wird
7: Syndizierungs- und Securitisationmöglichkeiten der Banken reduzieren sich auf ein Minimum, was dazu führt, dass eine Reihe ausstehender Jumbo-loans in die eigenen Bücher genommen und wertberichtigt werden wird müssen
8: Im Zuge der stärker werdenden Rezession werden auch die Konkurs- und default-Quoten im Corporate Bereich stark zulegen, und mit ihnen die Risikoprämien für Bonds. Was die Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen noch weiter einschränkt.
9: Das "Schattenbankensystem" (i.e. die Geldmarkfonds, Investmentbanken, PE Häuser, etc), damit sind alle gemeint, die ähnlich wie banken am kurzen Ende leihen und am langen Ende investieren, wird in heftigste Schwierigkeiten geraten, weil ihnen die Finanzierungsquellen wegbrechen.
10. Die weltweiten Aktienmärkte preisen die US Rezession voll ein, der S&P 500 verliert rund 30%.
11: Kreditquellen sind nun weitestgehend versiegt, im Inter-Bankenbereich und auf Teilmärkten auch wegen zunehmend wahrgenommenen "Counterparty"-Risikos (= Vertrauensverlust).
12: Der "vicious circle" von fire sales, forced sales, weiteren Abschreibungen, Eigenkapitalverlusten, Bankrotten, etc. setzt ein und wird an den asset Märkten zu Preisfeststellungen führen, die deutlich unter den "inneren Werten" liegen.
Wir werden sehen, ob es so kommt, oder nicht schon die echte Hyperinflation früher: Haltet am Gold fest!
Junk Bonds weiter tot:
FAZ: Rauher Wind in der Unternehmensfinanzierung
Der Anleihemarkt ist in der Finanzkrise für schwache Unternehmensschuldner fast vollständig als Finanzierungsquelle ausgefallen. „Seit Juli vergangenen Jahres ist keine einzige Euro-Hochzinsanleihe mehr auf den Markt gekommen“, sagt Per Wehrmann, Fondsmanager der DWS. Auf dem amerikanischen Markt gebe es zwar noch einige Emissionen, aber auch dort würden viel weniger Ramschanleihen plaziert als vor Beginn der Krise. Als Ramsch bezeichnet der Fachjargon Anleihen, die Ratingagenturen mit der Bonitätsnote „BB+“ oder schlechter bewerten.
Für solide Schuldner - die Spanne reicht von der Bestnote „AAA“ bis „BBB-“ - scheint es dagegen noch einen einigermaßen funktionierenden Markt zu geben.
Zwar seien auch für gute Schuldner die Risikoaufschläge gestiegen. Zugleich sei aber auch das Zinsniveau gefallen. Unter dem Strich haben sich die Renditen zum Beispiel für Unternehmen der Qualität „BBB“ etwa um einen Prozentpunkt erhöht. Drastischer ist die Entwicklung für Wackelkandidaten. Seit dem Sommer 2007 hat sich der Risikoaufschlag für Euro-Ramschanleihen auf durchschnittlich 7 Prozentpunkte verdoppelt. Zu dieser Risikoprämie kommen die Zinsen, die bei sicheren Anlagen verlangt werden. Das heißt, im Durchschnitt müssen schwache Schuldner derzeit mehr als 10 Prozent an jährlichen Zinsen bieten, wenn sie frisches Geld aufnehmen wollen.
Was mich wundert, ist dass nicht schon viele dieser Junk-Firmen umgefallen sind. Offenbar bekommen sie von den Banken noch Refinanzierungen für auslaufende Anleihen. Diese Banken wollen offenbar an den hohen Zinsen verdienen - die nächste Verlustorgie für die Banken.
[16:30] Leserzuschrift zu Bonds:
Ich habe hier mal eine interessante Grafik gefunden:

Sie zeigt die Entwicklung der Anleihe-Renditen nach ihrer Bonität.
Ganz unten die Staatsanleihen (Euro). Hier ist (noch) nichts passiert. Im Gegenteil, die Flucht aus Aktien in die „sicheren Häfen“ hat sogar für leicht sinkende Zinsen gesorgt.
Am aussagekräftigsten ist aber die grüne Linie mit den Unternehmens-Anleihen mit dem schlechten C-Rating. Hier hat sich das Zins-Niveau von 8% auf 16% seit Beginn der Krise verdoppelt.
Achten Sie bitte auf den Zeitraum ab Mai 2007:
Die C-Anleihen waren ein FRÜHINDIKATOR für die akute Kredit-Krise, die Mitte Juli an die Öffentlichkeit gekommen ist. Wenn man den verstärkten Anstieg ab Anfang 2008 unter diesem Aspekt „Frühindikator“ betrachtet, weiss man, dass es noch viel schlimmer kommt ...
Scheint mir auf jeden Fall ein besserer Indikator zu sein als der DAX.
Natürlich sind die Bond-Zinsen viel wichtiger als die Aktien-Indizes, aber das weiss fast niemand.
Wie heisst es so schön: Der Bond-Markt ist mächter als US-Präsident und Papst zusammen.
Die US-CMBS werden jetzt abverkauft:
DasGelbeForum: Alert! CMBX rate gehen grade senkrecht durch die Decke!
Das frühere Spiel bei den Residential-CDOs wiederholt sich jetzt bei diesen Bonds aus Krediten für Shopping Malls, etc. Die nächste Krisen-Baustelle.
[16:00] Die japanischen Banken müssen noch "Beichten":
Telegraph: Japan is the next sub-prime flashpoint
There is still $300bn of bad debt out there, and Japan could be hiding most of it. Ambrose Evans-Pritchard reports
Americans and Europeans have so far confessed to $130bn of the estimated $400bn to $500bn of wealth that has vanished into the sub-prime hole. Somebody, somewhere, must be sitting on a vast nexus of undisclosed losses. We may find out soon enough whether the hold-outs are in Japan. The banks have to come clean under the country's strict new audit codes by the end of the tax year in March.
"We think this is where the next big problem is going to pop up," said Hans Redeker, currency chief at BNP Paribas.
The Swiss offer us a clue, says Redeker. They are Europe's Japanese, champion savers looking for returns abroad. They devoured US sub-prime debt on a much bigger scale per capita than the Americans. Hence the $24bn in write-downs by UBS.
Begehen die Top-Banker dann Harakiri wenn es herauskommt? Ja wo sind die viele Subprime-Bonds geblieben?
[16:00] Die Kosten der Bankenrettungen - Abverkauf von Staatsanleihen:
Telegraph: Bond market fears as UK debt soars , Concerns over Spanish government's housing rescue plan
It is not every day that the British national debt jumps by £100bn. While the inclusion of Northern Rock's liabilities on government books changes little of substance, the public relations debacle may prove to be the final straw for the UK government bond market....
The Spanish government is reportedly considering a rescue package to "refloat" the housing market and slow job losses in the construction sector, raising concerns over investor appetite for the country's sovereign bonds.
The government has also proposed a tax rebate of up to €400 per person, comparable in scale to the new fiscal package proposed by George W Bush in the US.
The bail-out scheme has caused a serious rift in the ruling Socialist party. Finance minister Pedro Solbes has reportedly warned that use of public funds could cause markets to reassess Spain's credit-worthiness, triggering a further rise in spreads between Spanish and German 10-year bonds.
Die Briten merken ihre Northern Rock Rettung bereits an ihren Staatsanleihen - und dem Pfund-Kurs. Die Spanier müssten es auch schon merken - besonders wenn sie ihre €400 "Helikopter-Geld" verteilen. Wie viele Bankenrettungen kann sich ein hoch verschuldeter Staat eigentlich leisten?
Neu 2008-02-09:
Die Wichtigste aller Bubbles - Staatsanleihen:
Peter Schiff: The Mother of all Bubbles
Given all of the inflation that already exists, and all of the additional inflation likely to be created over that time period, why would anyone pay par value for the right to receive $1,000 in thirty years in exchange for a mere 4.5% coupon? Although it looks like the sucker bet of the century, the fools have been lining up to buy. Alan Greeenspan called this a "conundrum." I simply call it mass delusion of the same variety that brought us pets.com, and $800,000 tract homes in the middle of the California desert.
As we have learned from previous bubbles they can inflate for a long time before they burst. As this one has been inflating longer then most it has amassed quite a bit of air. When it ultimately finds its pin the popping sound will be deafening.
Verschiedene Bubbles sind schon geplatzt, jedoch nicht die Staatsanleihen (gilt nicht nur für US-Treasuries). Der Autor zählt Beispiele auf.
Aber wenn diese Treasury-Bubble platzt, dann spielt sich etwas ab - dann geht das Gesamtsystem unter. Wann?
Auch diese Heiligste aller heiligen Kühe wird einmal geschlachtet.
[17:30] G-7 Finanzminister: keine Rezession in den USA:
Handelsblatt: Voraussichtlich keine Rezession in den USA
Die Finanzminister der sieben führenden Industrieländer (G-7) haben zum Abschluss ihres Treffens in Tokio auf Herausforderungen und Unsicherheiten für die Weltwirtschaft hingewiesen. Dass es zu einer Rezession in den USA kommen werde, bezweifelten sie allerdings. Mit Blick auf die Bankenkrise kündigten die G-7 Maßnahmen zur Stabilisierung der globalen Märkte an.
Was sollen sie sonst tun? die Wahrheit sagen und sich um ihren Job reden?
Leserkommentar dazu: G7 glauben nicht an US-Rezession - die sind lustig und halten uns für so verblödet wie sie selber sind.
Hier ein Auszug aus Gold This Week von Bill Buckler über den "nackten Konjunkturkaiser":
The problem is that this set of "new clothes" for the Emperor is getting very threadbare indeed. More and more
people, not necessarily "innocents" either, are beginning to see that there's really nothing there. Just consider a
few examples.
The only people in the US who are still saying that the economy is not yet in recession are the politicians and the
bureaucrats in the houses of government across the country. The only ones who are still wondering whether a
recession is coming are those on Wall Street. Americans don't "measure" a recession as two consecutive quarters
of "negative economic growth", they measure it by their cost of living, the ease with which they can find a wellpaid
job, and the state of their existing finances. On all three counts, the overwhelming majority know that the
US is IN recession. The more the contrary claims flow from Washington DC and Wall Street, the more they are
confirmed in their judgement.
Then there are the recommended "recipes" for getting economic growth going again. As they have been doing for
decades, the "powers that be" claim that all that is necessary is a bit of judicious interest rate "management", a
touch of government spending to make sure that the spending continues, or perhaps just a touch of "stimulus" in
the form of sums of money doled out to the populace to help in their all important pursuit of "consumer
spending".
Oh, and a clear majority of Americans don't think that the "stimulus package" should have ever gotten off the
ground. They don't see it as a way to "fix" anything, they see it as a sure route towards making matters much
worse. The Emperor's clothes are getting very old indeed when this is the reaction.
Diese heutigen Lügen werden auf all die Ökonomen, Experten und Politiker zurückfallen, wenn zumindest de USA in der Depression sind (sollte nicht mehr lange dauern). Dann sind diese Typen wirklich die "Nackten Kaiser" und niemand glaubt ihnen mehr.
Neu 2008-02-08:
Dramatische Hedge-Fond Verluste:
U.S. hedge fund January losses worst on record
BOSTON, Feb 7 (Reuters) - Most U.S. hedge funds bled red ink in January as tumbling stock markets dealt the loosely regulated portfolios the worst start to a new year since industry analysts began tracking their performance.
By mid-January some of the industry's savviest managers including Bruce Kovner, Lee Ainslie and Leon Cooperman were nursing losses at their flagship funds. At the Galleon Technology fund and the Mellon's Global Opportunities and AlphaAccess funds, losses were also very sizable, according to people who saw the numbers but weren't authorized to speak about them.
By month's end, the average fund had lost 3.60 percent, data released by BarclayHedge on Thursday show. Data from the Hennessee Group, a competing industry performance tracker, paint only a slightly better picture with hedge funds down 2.8 percent in January after inching up 0.3 percent in December. Last year hedge funds gained 11.6 percent…
Auch die "Flagschiffe" verlieren. Ade Performance-Bonus.
MBIA, Ambac wollen jetzt wieder Aktien ausgeben:
Bond insurer rescues unlikely to stave off downgrades- WSJ
Citing sources familiar with the bond insurer rescue talks, the Journal reports that even under the best of plans, many of the players in the industry are still likely to see further ratings downgrades. The paper adds that this may be why a company like MBIA is unwilling to wait around for a bailout, announcing yesterday that it would issue $750M worth of stock. According to the article, rescue plans now being discussed for both FGIC and Ambac are focused on a scenario in which the banks would unwind their credit-default swaps with the monolines, and in exchange, would take a stake in the companies through warrants. The banks would then share in the proceeds that the bond insurers garner from collecting premiums, while waiting for their existing portfolio of policies to expire. Of interest, the Journal notes that under such a scenario, the most the banks are hoping for is that bond insurers' credit ratings do not follow below double-A. The article goes on to discuss some alternative plans, including the formation of a new company, capitalized by the banks, that could assume the responsibility of meeting the obligations of some of the riskier policies now hampering the bond insurers.
Die Rettung durch die Banken funktioniert offenbar nicht. Vor einigen Jahren haben sie ihre Aktien massiv zurückgekauft.
Eric Englund: BUYBACK BLOWBACK AT AMBAC AND MBIA
"Dereliction of duty" also grobe, vorsätzliche Pflichtverletzung gegenüber ihren Versicherungskunden waren diese Aktienrückkäufe und die Versicherung von CDOs.
PS: In der Zwischenzeit ist der Aktienkurs diesr Firmen natürlich massiv gefallen: sie haben teuer gekauft, verkaufen billig.
[20:00] Internationale Entkopplung?
Mike Shedlock: Global Recoupling Continues
Der Autor zeigt einige Beispiele auf, wie die Krise internation um sich greift - konträr zu den Ökonomen.
Neu 2008-02-07:
Aktien - immer weiter abwärts:
FTD: Dax rutscht um fast 200 Punkte ab
Die europäischen Börsen haben ihre Verluste massiv ausgeweitet. Dabei ging das positive Ergebnis der Deutschen Bank in den Turbulenzen unter, nur die Postbank behauptete sich im Plus. Im Stoxx 50 stemmte sich France Télécom erfolgreich gegen die Verluste.
Irgendwann werden es hoffentlich auch die gläubigsten der gläubigen Börsianer bemerken, dass mit Aktien nichts mehr zu holen ist.
Dabei ist die Situation noch extrem gut: es gab noch keine Grossbankrotte oder gar Bankenpleiten, die Staatsanleihen wurden auch noch nicht abverkauft.
[16:30] Der Abschieds-Bonus bei den Investment-Banken?
FTD: Die Entlassungswelle rollt
Den europäischen Investmentbankern wird nur wenig Zeit bleiben, ihre Boni zu feiern. Für 2007 schütten die Geldhäuser zwar trotz Kreditkrise noch einmal Rekordsummen aus. Doch glaubt man Analysten, dann bereiten die Institute gleichzeitig die nächste große Entlassungswelle vor.
Am Weg von der Bonus- zur Krisenbranche.
Neu 2008-02-06:
Aktien geben weiter nach:
Spiegel: Börsen in Asien knicken erneut ein
Asiens Aktienkurse sind wieder eingebrochen: Die Indizes in Tokio und Hongkong stürzten zum Börsenbeginn um mehrere Prozent ab. Schuld sind die schlechten Konjunkturdaten aus den USA.
Besonders Exportwerte gaben nach. Hier sieht man, wie verzahnt die globale Wirtschaft ist. Nach dem gemeinsamen Aufblasen der Bubbles platzen jetzt alle.
[14:00] Noch mehr Aktien-Crash? - Leserzuschrift:
http://wirtschaft.t-online.de/c/14/15/35/58/14153558.html:
APA ots news: Stehen wir kurz vor einem Mega-Crash oder weltweiten Kollaps?
Wollerau (APA-ots) - Für Furore sorgte das Schweizer Unternehmen Neuro System mit seiner Presseerklärung vom 15-01-2008. Innerhalb dieser verkündete die Firma, einen kurz bevor anstehenden Börsencrash. Einen Tag vor dem Crash empfahl Neuro System mit Nachdruck seinen Kunden, am Montag auf fallende Kurse zu setzen, da der Crash eintreten wird. Am 31-01-2008 warnte das Unternehmen in seiner Presseerklärung erneut vor fallenden Kursen und einem anstehenden 'Mega-Crash'. Die exakten Prognosen der Schweizer wurden Realität. Die Kunden der Firma verdreifachten ihr Geld innerhalb weniger Tage. Einmalig ist die Präzision der Vorhersagen, welche Punktgenau an den Börsen eintraten.
Neuro System sagt einen verheerenden Kursfall innerhalb der kommenden zwei Wochen voraus. Die Perspektive für die Weltbörsen und Weltwirtschaft sieht 'dunkelgrau' aus. Die Rezession breitet sich rasant aus. Massgeblich an der Misere sind der hohe Ölpreis sowie ungesicherte Finanzinstrumente in Billionenhöhe, welche die Weltwirtschaft erwürgen. Sofern der DAX bis März 2008 nicht mindestens nachhaltig über 7300 Punkte gehandelt wird, müssen die Unternehmen im grossen Stil, Wertberichtigungen an ihren Aktienpaketen durchführen. Eine sich immer schneller drehende negative Spirale wird in Gang gesetzt und richtet einen enormen Schaden an. Handelt die Weltgemeinschaft nicht rasch ist ein weltweiter Kollaps in greifbarer Nähe.
Ich weiss nicht, ob deren Modelle die Marktmanipulationen mit einbeziehen. Aber zeigt für einen solchen Mega-Crash ist es schon lange.
[16:00] Ist jetzt Nordeuropa dran?
Handelsblatt: Finanzkrise trifft Nordeuropa
Erfolgsverwöhnt sind sie, erfolgreich waren sie: Schwedische Banken zählten in den vergangenen Jahren zu den rentabelsten in Europa. Doch nun hat auch im hohen Norden das Zittern eingesetzt: Die Folgen der Subprime-Krise und die starke Ausrichtung schwedischer Banken ins Baltikum sind die Ursache. Analysten erwarten einen Ergebnisrückgang.
Von dort kommt also die balitische Bubble, ausserdem haben sie eigene Immo-Bubbles.
[16:00] Die Mutter aller Finanzkrisen - $20 Billionen schwer:
Telepolis: Droht die "Mutter aller Finanzkrisen"?
Das große Problem, das Petersen nun herannahen sieht, ist die Gefahr, dass diese Abwertung ungeordnet erfolgen werde: "Viele Dollar-Halter - unter anderem Zentralbanken, staatliche Investmentfonds (Sovereign Wealth Funds) und private Investoren – wollen dringend in andere Währungen diversifizieren. Da die ausländischen Dollarbestände insgesamt mindestens 20 Billionen Dollar umfassen, könnte selbst eine bescheidene Umsetzung dieser Wünsche einen freien Fall des Dollar und eine umfassende Zerrüttung der Märkte und der globalen Wirtschaft bewirken." Diese schon länger umlaufende Angst sei laut Peterson an den Märkten und bei Geld- und Wirtschaftspolitiken zuletzt massiv angestiegen.
Hier wird beschrieben, wie die nächste Phase aussehen wird: Flucht aus dem Dollar und dem System.
[17:00] Von S&O - Wenn die Bond-Versicherer kippen: S&P warnt Banken vor Dominoeffekt
Erst kippen die Anleiheversicherer, dann trifft es die Banken: Mit diesem Szenario erschreckt Standard & Poor’s die Finanzindustrie. Die These ist nicht neu. Dass sie aber von einer Ratingagentur kommt, macht sie besonders pikant
Wollen sich die vor etwas absichern?
Neu 2008-02-05:
"Rezessions-Level" - Aktien geben nach:
Handelsblatt: Dax stürzt nach ISM-Index ab, Crash auf Raten
Die überraschende Veröffentlichung schwacher US-Konjunkturdaten hat die Investoren am deutschen Aktienmarkt am Dienstag aus ihrer Faschingsruhe gerissen. Nachdem der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor gut eine Stunde früher als erwartet veröffentlicht wurde und deutlich unter den Erwartungen lag, ging der Dax auf Talfahrt.
Jetzt dürfte wohl allen klar sein, dass die US-Rezession wirklich da ist. Die Aktien geben daher überall nach. Unsere "Top-Manager", die vor wenigen Tagen massiv Aktien gemacht haben, werden wohl schon lange Gesichter machen.
Wo sind plötzlich die Optimisten geblieben? Optimisten verstummen
Vor einigen Tagen waren sie noch da, etwa in den Konzernzentralen.
[19:30] Ist die Pleite einer Grossbank in den USA nahe?
Marketwatch: How risky are uninsured bank deposits?
The Federal Deposit Insurance Corp. is gearing up for the prospect of a large bank failure. So double-check that all your deposits, including interest, are well within FDIC insurance limits.
Zeit wird es.
Neu 2008-02-04:
US-Municipal bonds -- the New Junk:
Bloomberg: Say It Ain't So, Municipal Bonds Are the New Junk: Joe Mysak
You can well imagine my surprise when looking for the next thing to blow up in the credit markets, I was informed it would be municipal bonds.
There it is: Municipal bonds -- the New Junk.
Die nächste Baustelle also. Diese Anleihen von US-Städten und Staaten sind auch weltweit verteilt. Sie kommen auf 2 Arten unter Druck:
a) durch die Bond-Versicherer MBIA & Ambac die sie auf AAA gehoben haben
b) durch massive Steuerausfälle durch die Krise
[20:30] Fehlinvestitionen der Staatsfonds?
Tagesanzeiger:UBS-Einstieg: Singapur muss Bürger beruhigen
In Singapur läuft die Debatte über den Einstieg des GIC-Staatsfonds bei der UBS anders herum. Die Regierung muss bei den Bürgern Ängste abbauen.
Da dämmert offenbar vielen, dass hier Geld in Fässer ohne Boden geschüttet werden soll. Wenn es schon so weit ist, wird diese Geldquelle wohl bald versiegen.
[21:00] Hier jemand, der mit beiden Beinen in der Investment-Welt steht:
ARD: Jim Rogers: "Es wird noch viel schlimmer kommen"
Die Bilanzen der Banken sind eine tickende Zeitbombe. Da droht noch so manche negative Überraschung. Vor allem die Investmentbanken bekommen jetzt die Quittung für ihre jahrelangen Exzesse. Die Notenbanken tragen hier eine Mitschuld. Sie haben es versäumt, einzelne Banken zum Marktaustritt zu zwingen. Die Probleme wurden so nur aufgeschoben. Es wäre besser gewesen, dass zwei oder drei Banken Konkurs anmelden, bevor noch mehr Geldinstitute pleite gehen.
Leserkommentar: Auf der ARD Homepage steht heute das, was sie auch schon immer sagen !
Wer glaubt noch den Politikern oder Ökonomen?
[21:30] Die Banken sitzen immer auf den Krediten aus Firmenübernahmen:
FT: Loan market in 'disarray' after Harrah's upset
The leveraged loan market begins the week in "disarray" following the collapse of efforts to syndicate $14bn of the debt used to finance the $27.8bn buy-out of Harrah's Entertainment, bankers say.
Banks are already saddled with more than $150bn of unsyndicated debt, most of it LBO-related, according to S&P data.
Virtually every loan-backed buy-out deal done in the past few months is trading well below 90 cents on the dollar. With most investors concluding that the bottom is not yet in sight, there is little sense that the current level is a bargain. The prospect of massive losses took its toll on the group of banks arranging the Harrah's financing.
Eine weitere Verlustorgie kommt. Das sind auch solche Level-3 Assets ohne realen Marktwert.
Neu 2008-02-03:
Die noch lebenden toten Banken:
Aus dem Privateer#596 von Bill Buckler (www.the-privateer.com):
A Global Banking System Going Broke:
These rate cuts smell of fear. The US economy weakened further in the fourth quarter. Economic growth
slowed to an annual rate of only 0.6 percent from a 4.9 percent pace the previous three months, the US
Commerce Department reported on January 30 in Washington. Through 2007, the US economy expanded
by 2.2 percent. That is the lowest “growth” rate for five years. In the background lies the ominous fact
that banks worldwide have now announced more than $US 135 Billion in credit losses and write-downs
since the turmoil in the US started in August. Analysts are now estimating that total write-downs could
reach $US 800 Billion. These are savage hits on the balance sheets of banks all over the world. The size
of this global write-off assures that some banks are now broke, having exhausted their capital. It is only a
matter of time before the banks in this position are identified. Meanwhile, monetary authorities around
the world are running around desperately trying to keep dead commercial banks standing by creating
credit and paper money out of thin air and giving it to the banks trying to maintain the facade that they are
still liquid, even if totally insolvent.
Ja, es ist nur eine Frage der Zeit, bis man die real toten Banken (nicht nur in den USA) herausfindet und das Geld dort abzieht.
Die Aktienmärkte sind in den "Bear-Zustand" eingetreten:
Looking through the record of these markets since their highs, an interesting pattern emerges. Here are the percentage falls
of three major markets in three major regions from their highs to their recent January lows:
Asia: Hong Kong down 31.23 percent. Japan down 31.15 percent. China down 29.09 percent.
Europe: France down 24.82 percent. Switzerland down 23.54 percent. Germany down 20.27 percent.
US: Nasdaq down 19.83 percent. S&P 500 down 16.29 percent. Dow down 15.48 percent.
Please note carefully the markets which HAVE established a BEAR with a fall of more than 20 percent
from recent highs and the markets which have not (yet) done so.
Fast alle Aktienmärkte der Welt sind jetzt im "Bear", wo es nur mehr weiter abwärts geht. Mit Aktien ist seit Dezember 2007 nichts mehr zu holen.
Und die US-Märkte werden nur durch das PPT (Plunge Protection Team) vor dem Totalabsturz bewahrt.
Leserzuschrift zur MBIA, Ambac-Rettung:
Baron Münchhausen erzählt:
"Bei der Verfolgung eines Hasen wollte ich mit meinem Pferd über einen Morast setzen. Mitten im Sprung musste ich erkennen, dass der Morast viel breiter war, als ich anfänglich eingeschätzt hatte. Schwebend in der Luft wendete ich daher wieder um, wo ich hergekommen war, um einen größeren Anlauf zu nehmen. Gleichwohl sprang ich zum zweiten Mal noch zu kurz und fiel nicht weit vom anderen Ufer bis an den Hals in den Morast. Hier hätte ich unfehlbar umkommen müssen, wenn nicht die Stärke meines Armes mich an meinem eigenen Haarzopf, samt dem Pferd, welches ich fest zwischen meine Knie schloss, wieder herausgezogen hätte."
[21:00] Citi - Verluste ohne Ende:
Welt: Citigroup verliert zehn Milliarden Dollar
Die größte Bank der Welt macht erstmals Verluste. Mit frischem Kapital unter anderem aus Kuwait, Singapur und Saudi Arabien kann sich das Geldinstitut noch über Wasser halten. Zudem kürzt der Konzern die Dividende. Wie hoch der Stellenabbau ausfällt, lässt der Konzern noch offen.
Wie lange will man die noch dahinschleppen? Waren sie doch der Primus in der Welt mit den SIVs.
[21:00] Joe's Subprime-Problem in New York:
Handelsblatt: Überfällige Miete
Außerdem hat Macklowe die Gebäude auch nicht gerade billig erworben. Der Abschluss kam als „schneller Wechsel“ aus dem Portfolio über 39 Mrd. Dollar zustande, das Blackstone dem Mogul Sam Zell abgekauft hatte. Zell ist bekannt für sein tadelloses Timing und Blackstone ist auch kein Zauderer. Die Deutsche Bank hätte davor gewarnt sein müssen, dass Macklowe möglicherweise sehr teuer eingekauft hat.
Immobilienexperten sagen, die Gebäude könnten jetzt schon weniger als 5,8 Mrd. Dollar wert sein. Bis 2009 dürfte der Wert von Gewerbeimmobilien um mehr als 20 Prozent fallen, rechnet das Research-Team von Goldman Sachs vor. Sollte dies der Fall sein, ist Macklowe vermutlich gut beraten, wenn er seine Sachen packt und verschwindet. Für die Deutsche Bank haben die Sorgen allerdings gerade erst angefangen.
Sam Zell dürfte sich über die Dummheit dieser Banker zerkugeln. Dieser 100% Subprime-Kredit bringt vielleicht noch die Hälfte.
[21:30] Abwärts geht es:
Junge Welt: Tendenz: abwärts
Etwas links angehaucht.
Neu 2008-02-02:
Wieder MBIA, Ambac - Rettung:
Spiegel: Großbanken schmieden Rettungspaket
Notfallaktion: Die US-Anleiheversicherer, die Ausfallgarantien für Schuldverschreibungen geben, gelten infolge der Kreditkrise als schwer angeschlagen. Mehrere internationale Großbanken arbeiten einem Fernsehbericht zufolge nun an einem Rettungsplan.
Das ist sicher wieder das übliche Zeitschinden, ähnlich wie mit dem gescheiterten Super-SIV.
Aber es bringt "wertvolle Zeit" für das System.
Leserkommentar dazu:
Das wird die selbe Totgeburt wie der Super SIV, weil ja jede Partei denkt, den anderen übervorteilen zu können. Das hält keine 10 Tage.
Außerdem noch das Übernahmegeplapper von Microsoft – Was braucht man mehr um den Freitag zu überleben
[18:30] Übrigens, nach 1929 hat man ähnliche Sachen versucht, ohne Erfolg: Bushs Wirtschaftspaket - hatten wir das nicht schon einmal?
Die $160 Mrd. von damals waren das 20fache von heute wert - und das Gesamtproblem viel kleiner.
[14:30] Neue, legale Bilanztricks für US-Subprime-Lenders:
Bloomberg: Subprime Lenders Get Big Accounting Break at SEC
Just when it seemed as if the mortgage mess had hit a new low, now comes this: The Securities and Exchange Commission's staff has granted the subprime-lending industry a huge exemption from the normal rules for off-balance- sheet accounting.
In effect, the move will let home lenders keep their balance sheets looking much smaller and less leveraged, even while the off-the-books loans they made get a makeover.
Wenn sie sonst nicht mehr weiterwissen, ändern sie die Buchhaltungsregeln.
Im Endeffekt, nach allen Verlusten, Ticks und Zinssenkungen bleibt nur mehr die Flucht aus dem Dollar und den anderen Währungen.
[18:30] Absturz-Kanditaten unter den Banken:
LaRouche: More toxic Paper at Société Générale and a Possible Implosion of the German Banking System
A new wave of devaluations is expected, beginning with Société Générale, where the "nightmare" is not over. The French bank still has a portfolio of 4.9 billion euros of CDOs and 4.3 billion euros of securities linked to bond insurers, he said.
A "good candidate" for the next shock, Garessus says, is Germany. Commerzbank holds 12 billion euros in credit derivatives, and the Landesbanken (a form of savings bank) also have problems. LBBW and WestLB have already posted losses, and more losses can be expected from HSH Nordbank, Bayern LB and NordLB. Postbank, owned by the German postal system, still has 6.3 billion euros in credit derivatives (2.6 billion in American CDOs) of which it has written down only 1%. Postbank's president has indicated its willingness to sell 50.1% of the bank, but, Garessus asks, "who wants to buy a bank with a Sword of Damocles of 6.3 billion over its head?&qu |