Systemkrise 6/2008

Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.

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Neu 2008-06-30:

[16:30] Bankenrettungen durch Staatsfonds:

Presse: Die Retter aus höchster Banken-Not

Immer mehr Staatsfonds aus dem Nahen und Fernen Osten steigen bei angeschlagenen Banken ein und sichern so deren Überleben.

Das sind in Wirklichkeit alles Stranded Investments, da diese Banken nicht überleben werden: dann heisst es: Bondholder geht vor Shareholder, d.h. die Aktionäre verleiren zuerst. Aber diese Staaten könnten natürlich ihre Dollar-Reserven auch wegwerfen, sie sind real ohnehin nichts mehr wert.

PS: als Banker sind sie ja gewohnt, gutes neues Geld dem verlorenen, alten Geld nachzuwerfen. Das passiert hier.

[20:00] Auch Bloomberg sieht es so: Bank Rights Offerings Reveal Need to Throw Good Money After Bad
 

[11:00] US-Meltdown vor der Tür:

KItcomm: Fortis Bank predicts US Financial market meltdown within weeks...
Jesse: More Warnings from Europe: Fortis Bank Forecasts a US Financial Market Meltdown

American 'meltdown' reason for money injection Fortis.
28th of June, 9:10
BRUSSELS/AMSTERDAM - Fortis expects a complete collapse of the US financial markets within a few days to weeks. That explains, according to Fortis, the series of interventions of last Thursday to retrieve € 8 billion. "We have been saved just in time. The situation in the US is much worse than we thought", says Fortis chairman Maurice Lippens. Fortis expects bankruptcies amongst 6000 American banks which have a small coverage currently. But also Citigroup, General Motors, there is starting a complete meltdown in the US"

Jetzt ist es also bald soweit. Das wird ein turbulenter Sommer. Der Goldpreis zeigt es an, er steigt unaufhörlich.

Luken dichtmachen und Rettungsboote besetzen.


Neu 2008-06-28:

[20:30] CDS nur mehr schwer zu bekommen:

NZZ: Ruhe vor dem Sturm im Kreditderivate-Handel

Die Liquidität im Handel mit Kreditderivaten hat sich verringert. Die grossen Investoren scheuen sich vor einer deutlichen Positionierung, weil das Umfeld so unsicher ist. Die erhöhten Gegenpartei-Risiken erschweren zudem die Wahl des Geschäftspartners.

Vor noch einem Jahr hat jeder CDS ausgestellt, jetzt haben alle Angst davor. Ein Zeichen, dass bald der CDS-Crash kommt.

Moody´s schätzt die Ausfallrate der Credit Default Swaps auf 3,5 Prozent des Nominalvolumens der ausstehenden 62 Billionen$, somit rund schlappe 2,2 Billionen$:
Investmentbanken fürchten Regulierung

Und die unterschätzen immer.
 

[19:00] Die Medien entdecken Kondratieff:

MM: Die K-Frage

Die Wirtschaft verläuft in langen Wellen, erkannte Nikolai Kondratjew bereits vor gut hundert Jahren. Der einzige Nachteil seiner Theorie - niemand weiß, wann so eine lange Welle ins Rollen kommt. Und ob nicht der sechste Kondratjew unmittelbar bevorsteht.

Allerdings verstehen sie ihn nicht. Da gibt es alles dazu: http://www.thelongwaveanalyst.ca

Fakten:
- der Kondratieff-Zyklus ist der lange Kreditzyklus
- wir sind derzeit im K-Winter, wo der Kredit wieder abgebaut wird
- ein neuer Zyklus beginnt erst mit dem Kreditabbau und einem neuen Finanzsystem, also etwa 1015..2020

 

[18:00] Was machen die Aktien?

WIWO: Absturz auf Raten

Dem deutschen Aktienmarkt stehen schwere Zeiten bevor. Wirtschafts- und Unternehmensdaten gibt es kaum - und wenn, fallen sie meist schlecht aus. Hinzu kommt der Rekord beim Ölpreis. Jeder US-Dollar mehr pro Barrel erhöht den Druck auf Aktien. Ein "Salami-Absturz" droht.

Richtig los geht der Absturz erst, wenn die Zinsen steigen. Bis dorthin dürfte es ein Abbröckeln wie in China sein.

Humor: die Finanzexperten: Financial Experts Reassure Nervous Investors

Etwas nervös?
 

[16:30] Citigroup ist wieder dran:

Standard: Citigroup versinkt in der Krise

Laut Goldman Sachs könnte das Institut im Quartal neun Milliarden Dollar abschreiben müssen

Real sind diese Grossbanken alle bankrott. Auch der Zeugnisse austeilende Primus.

Bekommt Morgan Stanley jetzt ein Downgrade? Morgan Stanley's Aa3 Rating May Be Cut by Moody's

Etwa auf D = Default. Dort gehören sie alle hin.

Keine Einnahmen mehr in der Branche: Dealflaute schockiert Banken

[17:30] Auch Merrill: Sorgen um Merrill Lynch


Neu 2008-06-27:

[9:30] Schon vorbereitet auf den Crash durch den Besuch meines Crash-Seminars?

[13:30] Das schlimmste Jahr seit 1930:

Süddeutsche: Der schlimmste Juni seit der Großen Depression

Hoher Ölpreis, hohe Inflation, niedrige Wachstumsraten: Weltweit brechen die Kurse ein: Die Wall Street erlebt gar den schlimmsten Juni seit der Großen Depression 1930.

Dann kamen noch 1931, 1932, 1933...

Wird also wieder eine grosse Depression, laut Doug Casey die "Greater Depression".
 

[9:30] Kreditmärkte - es war noch nie so schlimm:

CalculatedRisk: Credit Markets: "It's never been this bad."

From Bill Fleckenstein's Daily Rap today: It's About to Blow!

[About midday] I received a phone call from the Lord of the Dark Matter, who began the conversation: "It's about to blow!" He then repeated himself.

He went on to say that behind the scenes, many parts of the credit/mortgage market were "offered only." He said it had nothing to do with month-end or quarter-end. Instead, he believed it had to do with the enormous amount of inventory that would be looking for a home in the next quarter. He believed that the equity market was "miles behind what was occurring in the mortgage-backed/credit markets." Though he noted that he'd said it before, he repeated: "It's never been this bad."

Offenbar fliegt jetzt jede Menge Wertpapier-Mist auf den Markt, aber niemand nimmt ihn. Die Kreditkrise ist in ein neues Stadium eingetreten.

Unmittelbarer Kollaps vor der Tür? US-Finanzsystem vor Kollaps?

Eine Pleite von Chrysler hätte sofort einen Flächenbrand bei allen US-Autobauern zur Folge. Ob General Motors oder Ford, alle Autobauer arbeiten am Limit. Alle leiden unter sinkenden Verkäufen. Vielerorts sind die Spritschlucker einfach nicht mehr an den Mann zu bringen. Folge: Auch GM und Ford, die einzig durch Kredite über Wasser gehalten werden, droht der Untergang.

Die nächsten Tage werden es zeigen.
 

[9:30] Wieder ein Aufruf zum "Luken schliessen":

Telegraph: Barclays warns of a financial storm as Federal Reserve's credibility crumbles

Barclays Capital has advised clients to batten down the hatches for a worldwide financial storm, warning that the US Federal Reserve has allowed the inflation genie out of the bottle and let its credibility fall "below zero".

"We're in a nasty environment," said Tim Bond, the bank's chief equity strategist. "There is an inflation shock underway. This is going to be very negative for financial assets. We are going into tortoise mood and are retreating into our shell. Investors will do well if they can preserve their wealth."

Nach der RBS jetzt auch Barclays.

A small chorus of City bankers dissent from the view that inflation is the chief danger in the US and other rich OECD countries. The teams at Société Générale, Dresdner Kleinwort, and Banque AIG all warn that deflation may loom as housing markets crumble under record levels of household debt.

Bernard Connolly, global startegist at Banque AIG, said inflation targeting by central banks had become a "totemism that threatens to crush the world economy".

He said it would be madness to throw millions out of work by deflating part of the economy to offset a rise in imported fuel and food prices. Real wages are being squeezed by oil, come what may. It may be healthier for society to let it happen gently.

Die Banken mögen jedenfalls keine Zinserhöhungen, da diese deren Tod wären. Der Tod der Banken und die Millionen, die auf die Strasse geworfen werden, kommen trotzdem.

Die Kredit-Deflation ist unterwegs: Is The Inflation Scare Over Yet?

Ansonsten is es hyperinflationär.

[7:00] Gibt es heute einen "Schwarzen Aktien-Freitag"?

Spiegel: Wall Street bricht dramatisch ein

Talfahrt an den US-Börsen: Ein weiterer Ölpreisrekord, enttäuschende Unternehmenszahlen und schlechte Stimmung in der Finanzbranche haben die amerikanischen Aktienmärkte auf den tiefsten Stand seit September 2006 gedrückt. Der Dow Jones fiel um über drei Prozent.

Der Dow ist allein am Freitag um 3% gefallen, technisch wichtige Limits sollten jetzt unterschritten sein, sodass jederzeit eine Verkaufspanik kommen kann.

PS: GM auf dem tiefsten Stand seit 53 Jahren - ohne Einrechnung der Inflation !!!

Leserkommentar-DE:

Was habe ich Ihnen versprochen ? Action ab Mitte Juni und es geht richtig los:

Scheitern der Eu-Verfassung und damit beginnende Auflösung des Vereins letzte Woche, sowie faktischer Bankrott von UBS und Lehman,

Kollaps der US – Autoindustrie (wird Daimler über Kredite und vor allen Pensionverpflichtungen mitreißen)

mit dem Tod der Hedge-Fonds und der finanzierenden Banken

unmittelbar bevorstehender Kollaps der Tourismus- und Flugreiseindustrie

Niedergang an Börsen rapide……….


Neu 2008-06-26:

[21:00] Aktien-Einbruch an westlichen Börsen:

FTD: Kurssturz an der Wall Street , Europäische Aktien auf Jahrestief

Die Stimmung der Anleger sackt in den Keller: Nachdem schlechte Nachrichten europäischer Banken bereits die hiesigen Börsen belastet hatten, kommt es an der Wall Street knüppeldick. General Motors sackte nach einer Verkaufsempfehlung um zwölf Prozent ab. Zudem ist Öl so teuer wie nie

Soso, kommt jetzt der lange prognostizierte Aktien-Crash und versagen die PPTs? Falls das so ist, kommt nächste Woche ein schwarzer Montag.

Sobald die Indizes unter bestimmte technisch wichtige Marken fallen, dürfte ein Crash nicht mehr aufzuhalten sein, denn dann kommt die Verkaufspanik.

GM gleich -12% - ein böses Omen für die gesamte US-Autoindustrie:
 

[16:00] Ist Chrysler pleite?

MMnews: Chrysler pleite?
Spiegel: Daimler gab Garantie für Chrysler-Pensionen

An der Wallstreet munkelt man, dass Chrysler kurz davor steht, Chapter 11 anzumelden. Nach Informationen aus Detroit steht aber Chrysler nicht alleine da. Auch den anderen US – Autokonzernen steht angeblich das Wasser bis zum Hals. Insbesondere in 2009 könnte es bei General Motors zu enormen Liquiditätsproblemen kommen, schätzen Insider. An der Wallstreet verlieren General Motors vorbörslich rund 10%

Bei Chrysler sollen die Verkaufszahlen in diesem Jahr drastisch zurück gegangen sein. Der Autohersteller hat hauptsächlich Spritschlucker im Angebot. Aufgrund der hohen Ölpreise sei der Verkauf dieser Benzinschleudern derzeit angeblich völlig zum Stillstand gekommen sei, was nun zu Liquiditätskrise führte.

Chrysler dementierte gegen 15 Uhr, dass der Konzern insolvent sei. Das Unternehmen wies darauf hin, dass genügend Barmittel zur Verfügung stünden.

Solche Dementis kennen wir. In ein paar Tagen sind sie bei Gericht um Insolvenz anzumelden.

Damit hat die wirkliche Krise der US-Autokonzerne begonnen, GM und Ford werden folgen.

Und wieder einmal hat uns diese Finanzkrise überrascht.


Neu 2008-06-25:

[19:00] Jetzt geht es los - Massenentlassungen in Europa:

Handelsblatt: Siemens streicht bis zu 15 000 Stellen, Massiver Stellenabbau bei Unicredit

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Verwaltungsausgaben bei Siemens fast verdoppelt, nun soll der Rotstift massiver als erwartet angesetzt werden: Der Stellenabbau wird noch höher ausfallen als von Arbeitnehmervertretern befürchtet. Weltweit sollen 10 000 bis 15 000 Arbeitsplätze in Vertrieb und Verwaltung wegfallen, erfuhr das Handelsblatt aus Arbeitnehmerkreisen.

Die italienische Bank Unicredit will am Donnerstag einen massiven Stellenabbau verkünden. Betroffen von den Plänen wären auch tausende deutsche Angestellte – auch bei der Tochter HVB.

Es geht zur Sache. Die Fratze der kommenden Depression kommt zum Vorschein.

Mein Rat an alle Angestellten auf "Wackeljobs" in "gefährlichen Branchen": melden Sie sich freiwillig zum Abschied mit einer ordentlichen Abfindung und vergolden Sie diese. Denn die ersten Ratten sahnen am meisten ab. Die meisten Angestellten versuchen um jeden Preis an ihren Jobs festzuhalten - wie meine früheren Chefs - jetzt alle unglücklich (sie zittern jetzt bei Siemens).
 

[14:00] Kein Ende der Bankenverluste:

MM: Furcht vor Verlusten

Die Großbanken UBS und Merrill Lynch dürften für das zweite Quartal Verluste bekannt geben, schätzen Analysten der Bank of America. Gerüchte über Gewinnwarnungen belasten den Sektor: Auch die Deutsche Bank testet neue Tiefs.

Hat jemand etwas anderes erwartet?

Wann muss Joe mit der Verlust-Wahrheit herausrücken?

Hier noch deren Level-3 "Assets" (aus dem Gelben Forum):

Bear Stearns 313.97%
Morgan Stanley 234.88%
Merrill Lynch 225.4%
Goldman Sachs 191.56%
Lehman 171.18%
Fannie Mae 161.47%
Northwest Air 142.02%
Citigroup 125.06%
Prudential 119.36%
Hartford 108.52%

Das derzeitige Wort für zukünftige Verluste in Relation zum Eigenkapital.

[17:30] WAMU wird auch zum Pleitekanditaten: Washington Mutual blutet

[18:30] Die Dinosaurier werden sterben: US banking system is doomed
 

[11:00] Island - so sieht eine Währungskrise aus:

FAZ: Isländische Krone im Stresstest

Die Währung Islands befindet sich weiterhin im Stresstest. Seit Mitte des vergangenen Jahres ist ihr Kurs gegenüber dem Euro um 60 Prozent von 82 auf zuletzt 131,21 Kronen je Euro verfallen. Damit befindet sie sich auf dem höchsten Stand seit Einführung der europäischen Einheitswährung. Auch gegen den Dollar stieg der Kurs in den vergangenen Wochen deutlich an, wenn auch weniger ausgeprägt.

Die schwache Währung wiederum führte in den vergangenen Monaten dazu, dass die Inflationsrate auf mehr als zwölf Prozent im Mai nach oben schoss. So kann die Zentralbank nicht auf den Wirtschaftsabschwung reagieren, der unter anderem dadurch ausgelöst wird, dass die großen Banken des Landes stark verschuldet sind und Schwierigkeiten haben, sich zu refinanzieren.

Trotz kollabierender Wirtschaft müssen die Zinsen drastisch angehoben werden, damit die Währung nicht ganz kollabiert. Die Inflation schiesst wegen der teuren Importe in die Höhe.

An alle Deflationisten: so sieht die "Deflation" wirklich aus, die die Werte von "Unnötigem" wie Finanzassets gehen in den Keller.
 

[11:00] Die SIVs sind tot und werden jetzt aufgelöst:

FAZ: Immer Ärger mit den SIVs

Societe Generale liquidiert Investmentvehikel
Bereits am Vorabend hatte die Rating-Agentur Standard & Poor's mitgeteilt, dass dem SIV die Mittel fehlten, um die nachrangigen Gläubiger zu bedienen. Kurzum - Pace ist pleite. Der Bank zufolge wurden die vorrangigen Verbindlichkeiten voll zurückgezahlt, wozu die Zweckgesellschaft ihren gesamten Wertpapierbestand verkauft habe. Das SIV werde nun ordnungsgemäß abgewickelt.

Die Banken wollen ihre SIVs nicht mehr weiter stützen, wer "nachrangiges" ABCP von dort besitzt, geht jetzt leer aus.


Neu 2008-06-23:

[17:30] Auch der Primus entlässt:

FTD: Massiver Stellenabbau bei Citigroup und Goldman Sachs

Zwei US-Banken ziehen drastische Konsequenzen aus der Kreditkrise: US-Medien zufolge wollen sowohl Citigroup als auch Goldman Sachs ein Zehntel ihrer Investment-Stellen streichen. Diesmal sollen auch hochrangige Manager betroffen sein.

Das Geschäft ist weg, nur Verluste sind geblieben.
 

[10:00] Der Kahlschlag bei den Banken geht weiter:

Tagesanzeiger: Schlechte Nachrichten aus dem Bankensektor

Laut einem Analystenbericht soll die UBS ein weiteres schlechtes Quartalsresultat abliefern. Bei Citigroup kommts angeblich zum Kahlschlag.

Hat jemand etwas anderes erwartet?

Auf die Banker-Gier folgt die Banker-Angst: James P. Warburg erklärt die Krise

Dieses Spiel wiederholt sich immer wieder.
 

[9:30] Zur kommenden CDS-Katastrophe:

Zeit: Das Gift der Spekulanten

Eine neue Katastrophe am Finanzmarkt steht bevor. Geldhäuser haben sich wechselseitig gegen alle möglichen Risiken versichert – könnten im Ernstfall aber gar nicht zahlen.

Sobald es genügend Bond-Ausfälle gibt, geht die Katastrophe los. Ein guter Einblick in die CDS.

[11:00] Es geht schon los bei MBIA & Ambac:

MrMortgage: It's All Unravelling - Bond Insurers Beg Banks for $125 Billion "Forgiveness"

Tonight, FT’s Aline van Duyn broke a story that the bond insurers are begging banks to tear up $125 billion in credit default swaps in order to save their lives. This could be construed as blackmail…”hey, you rip up these Credit Default Swaps or you will take big losses when we fail”. This is a big deal.

Die CDS sind also real wertlos, denn es können keine Zahlungen darauf geleistet werden.
 

Hier ein Einblick in die Krisen-Mechanik (danke für die Zusendung aus Korea):


Neu 2008-06-22:

[21:00] Der Finanz-Tsunami:

F.W.Engdahl: Finanzieller Tsunami schürt BIZ-Befürchtungen vor einer großen Depression

Wie ich bereits in früheren Aufsätzen betont habe: Alles andere in der modernen Finanzgeschichte verblasst im Vergleich mit dem Ausmaß des Super-Gaus bezüglich der in den USA konzentrierten Verbriefung von Monate sondern Jahre dauern, bis sich neue Strukturen haben und internationale Bündnisse entwickelt, die annähernd stabil sind. Die derzeitige Ruhe auf den Finanzmärkten ist trügerisch und hat mehr mit versteckter »Wirtschaftsankurbelung« durch die Zentralbanken, vor allem durch die amerikanische »Federal Reserve« und weniger mit dem Überschreiten des Gipfels der Krise.

Dafür ist die Heuschrecken-Plage weg.

Nur 1% Eigenkapital bei Grossbanken: Grossbanken auf dünnem Eis

Und auch diese Zahlen sind wahrscheinlich erlogen. EIne Bank sollte mindestens 8% Eigenbkapital haben.
 

[11:00] Kommt der Bond-Crash vor dem Aktien-Crash?

MMnews: Erst Anleihen Crash, dann Aktien Crash?

Fast unbemerkt zogen die Renditen in den letzten Wochen weltweit an den Anleihenmärkten an, was die Anleihenkurse unter Druck brachte. Damit nehmen die Anleihenmärkte schon das vorweg, was im kurzfristigen Bereich folgen wird, nämlich steigende Zinsen, die wiederum Gift für die Börse sind. So wird bei der EZB eine Zinssenkung um 0,25 Basispunkte erwartet, um der Inflation Herr zu werden.

Der Bond-Crash ist schon unterwegs, hat aber noch nicht seine richtige Kraft entfaltet. Dann sind die Aktien auch dran.
Die Zentralbanker und Finanzpolitiker sind nicht ohne Grund hypernervös.

Man sollte jetzt vorsorglich in den Rettungsbooten aus Gold & Silber Platz nehmen.


Neu 2008-06-21:

[20:00] EZB warnt vor Zins-Todesstoss:

FAZ: EZB/Bini Smaghi warnt vor anhaltend hohen Zinsen

Die Weltwirtschaft könnte nach Einschätzung von EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi in eine längere Phase mit hohen Zinsen eintreten, sollten Maßnahmen fehlschlagen, den Anstieg der Rohstoffpreise zu begrenzen. In einem am Freitag in der "Financial Times" (FT) veröffentlichten Beitrag schreibt Bini Smaghi "alle sollten sich bewusst sein, dass Notenbanken letztendlich handeln müssen, um für Preisstabilität zu sorgen".

Sollten etwa technologische Durchbrüche nicht die Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen reduzieren oder die Wettbewerbsintensität auf Märkten schwinden, so der Italiener, liege es allein an der Geldpolitik, niedrigere Inflationsraten zu schaffen.

Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) warnte zudem davor, den starken Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise als vorübergehendes Problem zu behandeln, da ansonsten die Glaubwürdigkeit der Notenbanken auf dem Spiel stehe.

Das also denken sie hinter den Kulissen, uns gegenüber tun sie die Inflation als vorübergehend und geringfügig ab.

Wirklich hohe Zinsen sind der sofortige Todesstoss für das Finanzsystem. Wir werden sehen, was die Zenralbanken machen werden - nicht was sie reden.

Passende Leserzuschrift dazu:

zu Beginn dieses Monats war in Artikeln der Wirtschaftswoche, und auch in der Bild-Zeitung zu lesen,
daß die gefühlte Inflation gegenwärtig mindestens 12 % beträgt. Mittlerweile hat es also der letzte
Hinterwäldler kapiert, daß von den Verantwortlichen gelogen wird.

Daher bin ich überrascht, daß weder die Treasuries, noch die Bundesanleihen dramatisch abverkauft werden, wenn die Inflationslüge doch bekannt ist. Und den Superreichen, den Profis und Insidern an den Märkten müßte dies doch schön längst klar sein, was da gespielt wird (Negativer Realzins; Kaufkraftverlust des Geldes)

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum sich der Abverkauf der hl. Kühe (Staatsanleihen) so lange hinauszögert ?

Sicher werden die Staatsanleihen noch mit Monetisierung und Derivaten konrolliert. Aber die derzeitige Panik der Zentralbanker (siehe oben) zeigt, dass ihnen bald die Kontrolle entgleiten wird. Dann werden die heiligen Kühe geschlachtet und die Zentralbanken sowie Staaten auch gleich mit.
 

[17:00] MBIA & Ambac müssen jetzt zahlen:

Bloomberg: MBIA Says It May Be Forced to Make $7.4 Billion in Payments

MBIA Inc.'s five-level downgrade by Moody's Investors Service probably will force it to make $7.4 billion of payments and collateral postings.

Credit-default swap sellers today demanded 38.5 percent upfront and 5 percent a year to protect MBIA's insurance unit from default for five years, according to broker Phoenix Partners Group in New York. The upfront requirement rose from 31.5 percent yesterday.

Das ist erst ein sehr kleiner Teil der zu zahlenden Summen. Interessant der Preis für CDS auf MBIA-Bonds: 38.5% des Nominalwerts als Anzahlung - riecht stark nach Tod.
 

[8:30] Bankaktien "kapitulieren":

Yahoo: Large U.S. banks' stocks in capitulation mode: Merrill

U.S. large-cap regional banks' stocks now appear to be in "capitulation mode" and will likely trade below fair value in the near term as more dividend cuts and capital raises, high credit risk and an uncertain earnings outlook all weigh on their share prices, an analyst at Merrill Lynch said.

Das ist ein recht gutes Zeichen, dass sich die Bankenkrise wieder sichtbar verschärft (weggegangen ist sie nie). Oder dass die "Beruhigungspillen" nachlassen.

Die kleinen US-Banken sind auch dran: Regional Banks Spiral Towards Zero


Neu 2008-06-20:

[18:30] Dow unter 12000:

Wo bleibt das PPT? Hat es sich verspätet oder schafft es eine Hebung nicht mehr?
 

[14:00] Firmen in Europa decken sich vorsorglich mit Geld ein:

Bloomberg: Bond Sales Soar in Europe as Companies Plan for Slump

Companies in Europe borrowed more money from bond investors in the past three months than in any second quarter on record, paying the highest interest costs in a decade on concern credit conditions may deteriorate further.

All of the corporate bonds sold in the past three months are ranked investment grade, or at Baa3 or higher at Moody's Investors Service and BBB- at Standard & Poor's.

Europe's market for high-risk, high-yield notes or junk bonds has been shut to new borrowers since August, even though investors had their best returns since 2003 at 7 percent this quarter, Merrill data show.

Sie wissen was kommt, denn noch können sie Investment-Grade-Bonds ausgeben. Auch Kreditlinien werden vorsorglich gezogen. Junk-Bonds sind weiter tot.
 

[13:00] Das Jahrhundert-Tief bei Aktien kommt:

ManagerMagazin: Jahrhunderttief befürchtet

Die Börsenkurse fallen wie die Konjunkturerwartungen. Schon müssen Deutschlands Aktiensparer ein zweistelliges Minus seit Jahresbeginn verkraften. Jetzt aber rechnen Experten mit weit Bedrohlicherem - und die Börsenhistorie zeigt, dass sie womöglich Recht haben.

"Wir bewegen uns auf einen der schlimmsten Bärenmärkte seit einhundert Jahren zu", glaubt beispielsweise Bob Janjuah, Chef-Kreditstratege der Royal Bank of Scotland (RBS).

Mit Aktien ist schon seit einem Jahr nichts mehr zu holen, aber jetzt wird es wirklich ernst. Der wirkliche Aktiencrash kommt, wenn die "heiligsten Kühe", die Staatsanleihen wegen der Inflation auch abverkauft werden und die Zinsen allgemein hochschnellen. Und der Crash soll noch im Sommer 2008 kommen.

Dann kann man den DAX locker für 1/2 Unze Gold aufschnupfen.

Hier die Absicherung: Wie Sie sich mit Gold gegen den Crash absichern

Sind die Rettungsboote bereit?
 

[10:30] Wall Street Metdown Video:

YouTube: Wall Street Meltdown

Eine Fortsetzung wird bald nötig.
 

[10:00] PrudentSquirrel-Alert von Chris Laird zu Systemblockaden in einem Crash:

For the last 3 years, we have written about the freezing of electronic markets and trading accounts - due to several issues, computer overloads, market turmoil, and eventually foreign exchange restrictions.

If we are correct, there may be a very tumultuous market event in 08, probably including currency crises and financial institution illiquidity episodes - very possible this year.

What happens in these events:
Markets are run on millions of transactions traded each minute world wide. The computer systems at this stage are barely able to keep up with the volume. The typical market freeze situation is that you try to get into your various electronic accounts to trade or whatever, and just cannot get in. That is usually because the number of sessions (the links to the databases of the brokers and banks) exceeds their processing limits...

We have already seen episodes of this in Japan and the US, even in August 07 to the present. These system overloads happened repeatedly in the onset of the credit crisis in fall 07 onward. I have many stories by readers of these situations.

We expect similar and worse episodes of market freezes to occur this year.

If you are planning on getting into financial safety, (more liquid or whatever) then you must do this earlier rather than later, if a major market event occurs.

I a NOT saying we expect a major market illiquid event at the present. I am saying that if you are biased to liquidity, you must do it earlier rather than later in the game.

I worked in the past as an Oracle Systems engineer, and dealt with some problems involving big databases exceeeding their session limits, and I do know what I am talking about. The systems I worked on (the database servers such as Oracle) are the kind used by most of the biggest financial institutions. If there is a huge market event, the markets will shut down even for a period of up to a week - to unravel the mess. In that time, you cannot access your accounts. I am not saying all of them will freeze, but the inability to access your electronic accounts will reappear in 08 like it did in Fall 07 if a really serious market event occurs in 08.

The point is, if you are tending to more conservative liquid positions, you must not wait till the shit hits the fan. You have to bias toward early exits. What that timing is depends on your personal situation, which varies from person to person.

I am not suggesting that u move immediately to total liquidity, but I am saying to bias toward early exits if turmoil arises.

You also should bounce this off your own professional financial advisors to see the suitability to your situation.

Wenn ein richtiger Crash kommt, werden die Computersysteme überlastet sein und man bekommt seine Papiere auch aus technischen Gründen nicht mehr los. Aber man sollte heute dort ohnehin nicht mehr drinnen sein.

[6:30] MBIA, Ambac "Ableben" jetzt jederzeit?

Reuters: Moody's cuts MBIA, Ambac top insurance ratings

Moody's cut Ambac Assurance three notches to "Aa3," the fourth highest investment grade, and downgraded Ambac Financial three notches to "A3," the seventh highest investment grade, from "Aa3."

MBIA Insurance was cut five notches to "A2," the sixth highest investment grade, and MBIA Inc was cut five notches to "Baa1," three steps above junk, from "Aa2."

The outlook for all companies is negative, due to uncertainty of their ongoing business plans.

Jetzt rasseln die Ratings herunter. Das sieht ähnlich aus wie bei Enron, dort war die Firma kurz nach dem Downgrade bankrott.

Dann geht die CDS-Bombe richtig hoch!


Neu 2008-06-19:

[20:00] Citi wird wieder gebeutelt:

ManagerMagazin: Neue Milliardenabschreibungen

Die US-Bank Citigroup muss weitere Milliarden Dollar wegen der Finanzmarktmisere abschreiben. Im zweiten Quartal habe es substanzielle Belastungen infolge der anhaltenden Krise gegeben.

Da können uns Hank, Ben & Joe noch so viele Märchen erzählen, die Krise gewinnt wieder an Fahrt.
 

[18:30] Bill Bonner - das Ende ist nah:

Süddeutsche: Wir nähern uns dem Ende read!

Finanzkolumnist Bill Bonner rechnet damit, dass das Papiergeld-System bald zusammenbricht. Und er warnt Anleger, wie Vieh zusammen in dieselbe Richtung zu rennen.

SZ: Was wird die nächste Blase sein?

Bonner: Keine Frage: Gold. Wenn die Rohstoffblase platzt, werden die Notenbanken noch mehr Geld drucken als ohnehin schon. Dann schlägt die Stunde des Goldes. Noch hat der Goldpreis kein Blasenniveau erreicht - Öl schon. Ein Fass Öl kostete in heutiger Währung, also inflationsbereinigt, schon einmal 100 Dollar. Das war im Jahr 1981. Jetzt ist es sogar noch teurer. Gold notiert dagegen in heutigem Geld noch weit unter seinem Höchstpreis von 2200 Dollar. Gold wird die größte Blase von allen. Wenn diese Blase platzt, ist es das Ende von Papiergeld, das Ende des Zentralbankensystems.

Gute Aussichten für Gold-Bugs.

Dieser schreibende Multimillionär lässt seine Firma nebenbei laufen und hat sich inzwischen nach Argentinien verzogen. Weit weg von den Troubles.
 

[17:00] Die Wall Street wird ungemütlicher - Festnahmen:

Handelsblatt: FBI nimmt Ex-Bear-Stearns-Fondsmanager fest

Zwei frühere Hedge-Fonds-Manager der wegen der Finanzkrise notverkauften US-Investmentbank Bear Stearns sind am Donnerstag festgenommen worden. Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, die Festnahmen von Ralph Cioffi (52) und Matthew Tannin (46) stünden in Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Investmentfonds, die von den beiden Managern betreut worden seien. Sie sollen Investoren über die wahre Lage der Fonds getäuscht haben.

Das mögen diese Anzugträger ganz sicher nicht. Aber um sich greifende Panik tut ihnen ganz gut.

[19:30] Noch mehr Festnahmen: Verhaftungswelle an der Wall Street

Weil sie Anleger über die Risiken von Subprime-Papieren falsch informiert haben sollen, hat die US-Bundespolizei am Mittwoch und Donnerstag fast 300 Personen festgenommen. Darunter sind auch zwei Manager der inzwischen notverkauften Investmentbank Bear Stearns.

Jetzt beginnt das richtige Zittern.
 

[17:00] Die Reichen flüchten von den Grossbanken:

Bloomberg: Wealthy Investors Shift Funds From Global Banks to Reduce Risks

High-net worth individuals, those coveted financial-services customers with at least $2 million to invest, are shifting assets from brokerages and large global banks to smaller, more conservative alternatives.

``For the first time in my career, I saw concern about the location of one's assets,'' said Robert Balentine, the head of Wilmington Trust Corp.'s investment management group. ``We've seen tangible evidence of very wealthy clients shifting assets out of brokerage firms in great numbers.''

Clients may say ``if UBS can't manage its own capital, then what the hell are they going to do with mine?'' said David Maude, a financial services consultant in Verona, Italy, who calls UBS the ``Rolls Royce'' of the industry. ``It does tarnish their reputation, certainly.''

Vernünftige Argumentation: wenn die Banken auf ihr eigenes Geld nicht aufpassen können, warum sollen sie dann auf mein Geld aufpassen?

PS: Der "High Net Worth Individual" (früher $1 Million = "Millionär") beginnt jetzt erst ab USD 2 Mill. Ein Zeichen für den Wertverfall des Dollars.
 

[9:00] Was aus MBIA, Ambac noch herauskommen wird:

Bloomberg: Bill Ackman Was Right: MBIA, Ambac on `Ratings Cliff'

That once-unthinkable scenario would trigger clauses in $400 billion of derivative contracts written to insure collateralized debt obligations and other securities, allowing policyholders to demand immediate payment for market losses, which have reached $20 billion, according to company filings. Downgrades of the insurers would cause a drop in rankings for the $2 trillion of debt that the companies guarantee, wiping out the value of the CDO insurance held by Wall Street firms, analysts at Oppenheimer & Co. said.

Bisher hat man den Dammbruch noch aufhalten können, aber er kommt. Dann erwischt es die Banken wieder.


Neu 2008-06-18:

[11:30] RBS gibt Crash-Warnung aus:

Telebörse: RBS warnt Kunden

Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat einem Zeitungsbericht zufolge ihren Kunden geraten, sich in den kommenden drei Monaten auf einen "veritablen Crash" an den weltweiten Aktien- und Rentenmärkten vorzubereiten.

Versagen Hanks Zauberkünste jetzt? dieser Crash ist schon lange überfällig.

[19:00] Ambrose Evans-Pritchard zur Crash-Warnung: RBS issues global stock and credit crash alert
 

[11:00] Wie Lehman seine Bilanz "repariert" hat:

NakedCapitalism: So How Did Lehman Delever? A Not-Very-Pretty Possibility

Curious whether, to your knowledge, they've given much detail around the reduction in gross & net leverage they achieved in the May qtr. My understanding is that the vast majority of the reduction came from spinning out two large businesses into independent entities: the mortgage trading business (now called "One William St Capital") and the principal investing business (now called "R3 Capital"). R3 Capital is starting life with assets of around $55 billion.

Man hat die Level-3 Mistpapiere an Subfirmen ausgelagert (wie Enron). Andere, wie Goldman machen es offenbar nach. UBS geht einen etwas anderen aber ähnlichen Weg.

Nur Lug und Trug! Das fällt wieder auf diese Firmen zurück.

[21:00] Notverkauf? Lehman Bros. unter Druck
 

[10:30] PrudentSquirrel Alert von Chris Laird an seine Abonnenten:

All markets are struggling

the emergence of very virulent inflationary pressures and stagflation in the West and high food and energy prices that are not going to be abating and the ongoing losses (read an ever building weight) on the backs of the financial sector makes prospects for all markets in summer to fall not good.

The CBs have moved heaven and earth to stem the deleveraging (that is really all that has been happening since August 08) and they cannot stay ahead of it.

I expect some kind of big market break (Drop) in coming months.

It does not help that the ECB is not cooperating with the Fed to reliquify markets (although they may be actually more focused and rightly so on inflation)

The emerging markets suck. They have very high inflation and what is a big credit bubble about to burst.

With the West in stagflation and the emerging markets in inflation and bubble collapses - who is going to bail out the world economy?

The western consumer? I dont think so!

Argentina and other emerging markets are getting ready once again for a currency crisis... the list goes on and on.

Zusammengefasst: im Sommer kommt etwas.
 

[10:30] Leserzuschrift-DE zur Goldman Sachs Bilanz:

Sie schrieben gestern, wie GS das "nur macht".

Ganz einfach - eine "sehr kreative Buchhaltung".

Die nicht verwertbaren bzw. nicht bewertbaren
Assets sind im Vorquartal gestiegen - siehe LINK.

Nov. 07: http://img371.imageshack.us/img371/8769/gs07lm5.png

Feb. 08: http://img104.imageshack.us/img104/8594/gs08mn9.png

Jetzt wurden sie wieder etwas zurück geführt.

Mai 08
http://www.streetinsider.com/Corporate+News/Goldman+Sachs+%28GS%29+Level+3+Assets+Reduce+From+%2496B+To+%2478B+At+End+of+Q2/3750283.html

Stufe 1 bedeutet, die Werte kommen aus Preisen in aktiven Märkten. Die Bilanz-anderungen dann durch die Gewinn- und Verlustrechnung in jedem Quartal.

Stufe 2 bedeutet, die Werte kommen aus „beobachteten Transaktionen" für ähnliche Gegenstände, wo die Marktkräfte „keinen oder nicht viel Einfluss" haben.

Bei Stufe 3 können die Unternehmen keine Veränderungen der Zeitwerte der Aktiva und Passiva feststellen, sonder legen die Werte nach ihren „eigenen Annahmen" oder besser „kreativen Schätzungen" selbst fest.

(Hoffe ich habe die 3 Stufen in Kurzform richtig wieder gegeben - - bin nicht ganz sicher - meine aber schon).

Wo ist der Gewinn bei GS im 1. Quartal 08 gewesen - in Stufe 3 - „Neubewertung". Da sollte es bei jedem Anleger „Klick" machen.

Jetzt wurde die Stufe 3 wieder auf 78 Milliarden Dollar zurück geführt.

Siehe LINK oben.

Stufe 3 Assets sind so gesehen wertlos, da kein Preis festgestellt werden kann. „Ebenso" Stufe 2.

Chapter 11 würde grüßen lassen, wäre es nicht GS.

Gibt es einen Magier-Preis? den würde GS wohl verdienen. Verliehen von deren früherem CEO, Hank Paulson


Neu 2008-06-17:

[15:00] Wie macht denn der Primus das?

Handelsblatt: Goldman-Gewinn übertrifft Erwartungen

Die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. Die Zahlen waren an der Börse mit besonderer Spannung erwartet worden, weil Goldman in der Kreditkrise ebenso wie sein Rivale JP Morgan bislang relativ glimpflich davongekommen ist.

Da will man uns doch nur vorspiegeln, die Krise sei vorbei.
 

[9:00] Ein "Catastrophic Event" in Osteuropa?

Telegraph: Morgan Stanley warns of 'catastrophic event' as ECB fights Federal Reserve

The clash between the European Central Bank and the US Federal Reserve over monetary strategy is causing serious strains in the global financial system and could lead to a replay of Europe's exchange rate crisis in the 1990s, a team of bankers has warned.

"We see striking similarities between the transatlantic tensions that built up in the early 1990s and those that are accumulating again today. The outcome of the 1992 deadlock was a major currency crisis and a recession in Europe," said a report by Morgan Stanley's European experts.

Morgan Stanley says the current account deficits of Spain (10.5pc of GDP), Portugal (10.5pc), and Greece (14pc) would never have been able to reach such extreme levels before the launch of the euro.

Morgan Stanley said the biggest risk lies in the arc of countries from the Baltics to the Black Sea where credit growth has been roaring at 40pc to 50pc a year. Current account deficits have reached 23pc of GDP in Latvia, and 22pc in Bulgaria. In Hungary and Romania, over 55pc of household debt is in euros or Swiss francs.

Wir werden sehen, ob dieser Event aus dem Westen oder Osten kommt. Got Gold?
 

[8:30] Wer glaubt diesem Typen noch?

Keine Panik, wir haben alles im Griff !


Neu 2008-06-16:

[22:00] USA doch in der Rezession - mit Kettenreaktion:

FTD: Industrie im Staat New York löst Kettenreaktion am Finanzmarkt aus

Das produzierende Gewerbe im Bundesstaat New York hat schwache Daten für den Juni vorgelegt - und damit deutliche Bewegungen an den Rohstoff- und Devisenmärkten ausgelöst. Öl stieg auf einen neuen Rekordpreis.

Der Empire State Index für das verarbeitende Gewerbe sank im Juni auf ein Minus von 8,68 - im Vormonat hatte er noch bei Minus 3,23 gelegen. Ein Wert von 0 bedeutet Stagnation, positive Zahlen Aufschwung. Damit wies er einen unerwartet deutlichen Rückgang der Industrietätigkeit im Staat New York aus. Die Daten gelten als zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für die landesweite Entwicklung der Industrie zu Beginn eines Monats.

Ewig kann man die Rezession nicht verschleiern. Das nimmt dann alle Märkte der Welt mit (nach unten).
 

[22:00] Die Altlasten der AIG:

FTD: AIG schwer unter Druck

Seit Jahren schleppt sich der Versicherungsriese AIG durch die Finanzkrise. Jetzt haben die Aktionäre durchgegriffen und Konzernchef Sullivan gefeuert. Doch auch der Nachfolger wird mit den Altlasten kämpfen müssen.

AIG ist ein Derivaten-Monster und die Verluste kommen grossteils aus Derivaten. Das wird auch der Untergang von AIG sein.
 

[12:00] Hat Investment-Banking noch eine Zukunft?

Handelsblatt: Licht in die Black Box

Diesmal geht es nicht mehr nur darum, wer noch wie viel Subprime-Leichen in seinem Keller hat: Wenn die großen Investmentbanken in den nächsten Tagen ihre Quartalsergebnisse vorlegen, werden sich viele Investoren vielmehr die Frage stellen, ob das Geschäftsmodell an der New Yorker Finanzmeile eine Zukunft hat.

Zukunft hat diese Branche schon. Aber nicht jetzt und nicht in dieser Grösse. Zuerst müssen Goldman & co wie in den 1930ern einmal untergehen.
 

[9:00] Lehman sucht einen Käufer:

CNBC: Lehman CEO Is Listening To Possible Bids for Bank

Lehman Brothers Holdings CEO Richard Fuld is actively listening to offers for the beleaguered investment bank, including a possible bid by private-equity firm Blackstone for a 20% to 30% stake, CNBC has learned.

Jetzt ist es also soweit. Sie wollen übernommen werden, weil sie pleite sind.


Neu 2008-06-15:

[21:30] Was haben die Lehman Bosse dieses Wochenende gemacht?

CNBC: Lehman's Weekend Meetings Raise Questions

Senior executives at Lehman Brothers, the embattled Wall Street securities firm, have been summoned this weekend for a series of meetings as the firm prepares to release second-quarter earnings on Monday and speculation swirls that the firm may be sold to a larger bank, CNBC has learned.

Sind sie dann morgen übernommen, wie bei Bear Stearns?

Auch Barclay's braucht neues Geld: Fünf Milliarden Euro bitte
 

[14:00] Von BIS-Warnungen und Schwarzen Schwänen:

John Needham: Run for the Trees-BIS and the Black Swans

With Fed chief Bernanke trumpeting that the credit crisis is abating, a postscript to his promise that “the subprime problem is contained”, and asserting that the US will not see recession, punters are feeling warm and fuzzy about US markets and apart from an occasional frown about gasoline prices, generally the thrust is that the worst is over. If you are in that camp you may have to think again. As our theme photo shows, tree climbing skills come in handy when bears are on the loose.

Niemand hat einen schwarzen Schwan für möglich gehalten, jetzt fliegen sie im Finanzsystem haufenweise herum.


Neu 2008-06-14:

[11:30] Die "Ober-Zentralbank" warnt vor grosser Depression:

MMnews: BIS warnt vor großer Depression

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) warnt vor einer Depression, die ähnlich schlimm ausfallen könnte wie die von 1930.
Die BIS („Die Bank der Zentralbanken") warnt vor einem wirtschaftlichen Desaster, welches die große Depression von 1930 sogar in den Schatten stellen könnte. Auslöser sei die internationale Kreditkrise, welche noch lange nicht ausgestanden sei.

In ihrem letzten Quartalsbericht schreibt die BIS, dass die große Krise von 1930 nicht vorhergesehen wurde. Ebenso sei den Experten auch dieses Mal nicht bewusst, welches Risiko die heutigen Kreditkrise beinhalte.

Nun ist es ja quasi offiziell. Und man warnt auch davor, wie in den 1930er Jahren die Krisensymptome zu verniedlichen.


Neu 2008-06-13:

[12:00] LBO-Kredite werden jetzt verschleudert:

Bloomberg: Goldman, Banks to Sell `Big Brother' Loans at a 27.5% Discount

Banks have sold debt for LBOs including Chrysler LLC for as low as 63 cents on the dollar. New York-based Citigroup Inc., Deutsche Bank AG of Frankfurt and other lenders still need to sell loans and bonds for the $17.9 billion acquisition of San Antonio-based Clear Channel Communications Inc. and C$52 billion ($51.1 billion) buyout of Canadian phone company BCE Inc.

Räumungsverkauf an die Geier. Die ganze Primary Dealer Bande muss dabei kräftig Haare lassen. Daher nennt man so einen Nachlass auch einen "Haircut".
 

[10:30] Ist eine neue Asien/Emerging Markets-Krise unterwegs?

Telegraph: Emerging markets face inflation meltdown must read!

Central banks across much of Asia, Latin America, and Eastern Europe will soon have to jam on the breaks or risk a serious crisis as inflation spirals into the danger zone. As the stark reality becomes ever clearer, this year's correction in emerging market bourses and bond markets has now accelerted into a full-fledged rout.

Jetzt ist es also soweit: zumindest in den Schwellenländern hat die grosse Kapitalflucht wegen Inflation begonnen. Ein Replay der Asienkrise von 1997 ist im Gang. Übrigens, die chinesischen Börsen haben schon nominell (real viel mehr) 50% verloren!

Aber diesesmal wird es auch den Westen nicht verschonen - siehe hier:
 

[7:00] Ein Grund zum Zittern für die Zentralbanken - Bond-Crash:

Die Zinsen der Staatsanleihen steigen überall - hier die 10-jährige US-Treasury-Note (die deutschen 10-jährigen sind auf 4.6%). Ein Abverkauf wegen der Inflation hat begonnen.

Die bisherigen Zinssteigerungen sind zwar signifikant, aber noch nicht alarmierend. Ist sicher ein Grund, warum derzeit so stark auf den Goldpreis gedrückt wird.

[20:00] 10TY jetzt schon auf 4.25%!


Neu 2008-06-12:

[21:30] Leserzuschrift-DE zu kaputten Banken:

Wie ich Ihnen gesagt habe kommt aus dieser Woche noch einiges auf. Kaputte Banken sind seit Anfang dieser Woche:

Royal Bank of Scotland

Halifax Bank of Scotland

Lehman Brothers (hat dese Woche allein 30% verloren)

UBS
 

[17:30] Lehman: Bauernopfer für den CEO:

FTD: Lehman Brothers schasst zwei Vorstände

Die US-Investmentbank wechselt ihren Finanzchef und Chief Operating Officer überraschend aus. Dabei galt insbesondere die amtierende Finanzchefin Callan als Darling der Wall Street - und wurde schon als künftige Frau an der Spitze gehandelt.

Ein Manager-Opfer musste den Göttern dargebracht werden (um zu zeigen, dass man etwas tut), aber der CEO wollte nicht: also CFO und COO.
 

[14:30] Ausverkauf bei Merrill Lynch:

FTD: Merrill Lynch erwägt Beteiligungsverkäufe

Die dringende Suche der Banken nach frischem Kapital geht in die nächste Runde. Jetzt prüft Merrill Lynch die Verkäufe von Anteilen an Bloomberg und Blackrock - und rüstet sich damit vor weiteren Abschreibungen.

Der nächste Primary Dealer in Geldnot.
 

[13:30] Finanzaktien brechen weiter ein:

FAZ: Lehman setzt alle unter Druck

Schon den vierten Tag in Folge notierte die Aktie der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im Minus. Um mehr als 7 Prozent auf rund 25,55 Dollar fiel der Titel im Handelsverlauf an der New Yorker Börse. Damit verlor dieser seit Jahresbeginn schon mehr als 60 Prozent an Wert.

An der dringend notwendigen Kapitalerhöhung der Investmentbank, die von der Kreditkrise schwer getroffen wurde, besteht nach Aussage von Aktienhändlern nur geringes Interesse. Lehman hatte den Kapitalbedarf auf 6 Milliarden Dollar beziffert.

Die Schwierigkeiten, mit denen die Bank zu kämpfen hat, übertrugen sich auf die gesamte Finanzbranche sowohl an der Wall Street Vereinigten Staaten wie auch an den europäischen Aktienmärkten.

Ein sehr gutes Zeichen dafür, dass sich die Finanzkrise wieder intensiviert.


Neu 2008-06-11:

[20:00] Der Primus ist auch dran:

FTD: Goldman-Gerücht belastet Wall Street

Die Investmentbank steht angeblich vor einer größeren Abschreibunng. Der S&P-Index für die Finanzbranche stürzt daraufhin auf ein Fünf-Jahres-Tief. Goldman schweigt zur Sache.

Zurückgekehrt unter die "Normal Sterblichen" Investmentbanken?
 

[18:30] Die irischen Banken sind jetzt dran:

Handelsblatt: Irische Banken in der Krise

Die irischen Banken stecken in der Krise. Abhängigkeit vom Immobilienmarkt und eine schwache Konjunktur belasten die Geldhäuser. An einem einzige Tag brachen die Kurse um bis zu zehn Prozent ein. Und die Talsohle ist offenbar noch nicht erreicht.

Die hatten eine Immo-Bubble, noch schlimmer als die britische oder amerikanische. Zeit für einen entsprechenden Fallout.
 

[10:00] Leserzuschrift-DE - wird Lehman noch diese Woche "fällig"?

ich halt die Zuschrift von Gestern - ACHTUNG: Freitag der 13.6.2008 - für sehr richtig. Die letzten ist 48 Stunden soviel ans Licht geraten (Lehman etc.) , dass es mit der auffälligen Goldpreisdrückung (bei gleichzeitig wieder stark anziehenden Ölpreisen !!!) in diese Richtung deutet. Möglicherweise wird Lehman zum zweiten Bear Stearns diese Woche.

Warten wir ab.
 

[9:30] Der neue Derivate-Masstab - Quadrillion:

Jim Sinclair: Total Notional Value Of Derivatives Outstanding Surpasses One Quadrillion

The notional value of all outstanding derivatives now totals approximately $1.144 QUADRILLION.

This appears to be Bank of International Settlement Spin to announce the largest gain in derivatives outstanding since they started to report. As of the last report it appeared that both listed and OTC derivatives was under $600 trillion. Now listed credit derivatives alone stood at $548 Trillion. The OTC derivatives are shown as $596 trillion notional value, as of December 2007. One can only imagine what number they are at now.

Well we hit a QUADRILLION. We have more than $1000 trillion dollars in all derivatives outstanding. That is simply NUTS because notional value becomes real value when either counterparty to the OTC derivative goes bankrupt. $548 trillion plus $596 trillion means $1.144 quadrillion.

It would be an interesting piece of research to see what the breakdown is of listed derivatives according to exchange to see if it adds up to the reported number. Spin is now everywhere.

This means that no OTC derivative house can be allowed to go broke. This means that whatever funds are required to rescue failing international investment banks, banks and financial entities will be provided.

Was ist eine Quadrillion? 1000 Trillions oder eine Million Milliarden. Das ist der derzeitige Umfang des Derivate-Kasinos unter den Banken.

Wenn nur ein darin involviertes Finanzhaus untergeht, reisst es den Rest auch um. Ich bin nicht so optimistisch wie Jim Sinclair, dass die Zentralbanken das alles mit neuem Geld ersetzen können.
 

[9:30] Das Ende von MBIA und Ambac:

FTD: Anleiheversicherern droht der Untergang

Die beiden größten Anleiheversicherern MBIA und Ambac stehen nach dem Verlust ihrer Topbonitätsnoten vor dem geschäftlichen Aus. Experten zeigten sich davon überzeugt, dass die Gesellschaften ohne Bestbewertung der Ratingagenturen nun kein Neugeschäft mehr gewinnen können.

Halt: die Ausfallszahlungen für die von ihnen versicherten Bonds inklusive der CDOs und CDO-Squared müssen sie auch noch leisten.

Und das schlägt wieder auf die Banken zurück: Citi, Merrill, UBS Face Monoline Losses, Whitney Says

Whitney, one of the first bank analysts last year to gauge the depth of the U.S. credit crisis, said in January that losses tied to the bond insurers for all banks might top $40 billion. She didn't update her estimate. Citigroup, Merrill and UBS have taken more than $10 billion of writedowns related to the insurers, she wrote.

Wirklich ein Teufelskreis nach Unten.
 

[7:30] Die Finanzkrise dauert noch 4 Jahre:

FinancialWeek: Credit crisis could last another four years, predicts BlackRock's Doll

Fund manager BlackRock expects the global credit crisis to last another two to four years as a weakening U.S. economy triggers more write-downs by banks, its chief investment officer for equities said on Monday.

The prediction was one of the starkest so far by a global investor about the length of a crisis that began last year with the collapse of the U.S. subprime mortgage market, roiling financial markets.

Ein Jahr Krise geht gerade zu Ende.

Können die Zentralbanken noch etwas tun? Federal Reserve and ECB are in no mood to save us from the consequences of our debt

Fetch your tin helmets once again. The European Central Bank is opting for a monetary purge. So too is the US Federal Reserve, now ruled from Dallas.

Über-hawks and Cromwellians have gained the upper hand at the great fortress banks. Whether or not they admit it, both are embarked on policies that must lead to retrenchment across the Atlantic world.

Sie sind realativ machtlos, denn jetzt kommen die Währungen unter Druck.

Die MBS/CDOs stürzen weiter ab: Mortgage Bonds Slipping Back to Worst Levels Ever

In a nutshell, reality has returned, the Kool-aide has worn off and it is all crumbling once again with the most risky paper types, like Pay Option ARMs, leading the way. I have often said, ‘the Pay Option ARM implosion will make the Subprime Implosion look like a bad earnings report’. Soon, we will find out. This could be the mother of all bailouts.

Dieser Mist, gemacht aus US-Mistkrediten stinkt immer mehr. Hank Paulson's Strategie des Aussitzens und Schönredens bricht zusammen.

Da ist sie ja wieder, die Krise: The Banking Crisis Is Back

Wie oben von einem "Insider" ausgedrückt, sie dauert noch mehrere Jahre und sie wird noch viel schlimmer.


Neu 2008-06-10:

[21:00] Mehr zu Lehman:

Mike Shedlock: Credibility Issues Haunt Lehman

Lehman is still holding $29 billion in commercial real estate having written off only $3.5 billion. Lehman calls this "very large". I call it "peanuts". And the fact that they are hiding amounts of individual writedowns on some very bad deals they have gotten into suggests a huge credibility problem that is not going away quickly or quietly.

More Signs of Extreme Weakness
When the CEO attacks shorts like Einhorn and the finance chief glosses over questions about writedowns, one can only wonder "What else is Lehman hiding?"

Ja, was verstecken sie wirklich? Wird für eine Lehman Pleite das System so manipuliert:
 

[20:30] Leserzuschrift-DE - ACHTUNG: Freitag der 13.6.2008:

nachfolgend genannte Faktoren sprechen für einen gefährlichen Freitag:
- massivste Goldpreisdrückung sowie -Dollarstützung
- charttechnische Katastrophe nach Unterschreitung der März Werte bei Banktiteln
- Freitag als Tag der schlechten Nachrichten überbrückt vom Wochenende, sowie der Titel Freitag der 13.
-----------
Phase 2, welche vergangene Woche akut wurde, scheint nun hochgradig kritisch zu werden, ich schätze wir werden den ersten Crash einer großen Bank o. Ä. sehen mit Schockwellen die die Indizes weltweit um mind. 20% nach unten stürzen werden. Wir werden wohl erleben wie entweder direkt am Freitag oder in Folge am Montag der Handel an den Börsen vorübergehend vielleicht sogar mehrfach aussetzen wird. Das was bereits in der GEAB #25 zu lesen war, wird nun sehr bald wohl eintreten, der Verlust des Vertrauens der Masse in die vermeintliche Klasse. Nun wird auch offiziell dem Wort Wachstum das Wort Stillstand/Abschwung folgen.

Wir werden es bald sehen. Auf den Freitag den 13. gebe ich wenig, auf den Systemzustand viel.

Das mit der Golddrückung und Dollarhebung als Vorsorgemassnahme zur Abfederung dürfte stimmen.
 

[20:00] Hahaha - "könnte sich verschlechtern":

FAZ: Amerikanischer Kreditmarkt noch nicht am Tiefpunkt

Ein besonderer Unsicherheitsfaktor bleibt die Entwicklung des amerikanischen Immobilienmarktes. Negativ würde sich vor allem auswirken, wenn die Zahl der Hauseigentümer, die ihre Hypotheken nicht mehr bedienen könnten, weiter steige. Das sei jedoch ebenso wahrscheinlich wie ein weiterer Verfall der amerikanischen Eigenheimpreise: „Der Angebotsüberhang auf dem amerikanischen Immobilienmarkt ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr“, sagte Papademos.

"Wird sich verschlechtern" passt besser, die USA und der Rest der Welt sind am Weg in die Depression.
 

[18:30] Nur eine Bilanzkrise?

Handelsblatt: Viele kleine Banken wanken

EZB und US-Notenbank wissen seinen Rat zu schätzen: Richard Koo gilt als Experte für Finanzkrisen. Im Handelsblatt-Interview warnt der japanische Starökonom vor wachsenden Bedrohungen durch die internationale Fianzkrise, hält geldpolitische Instrumente gegenwärtig für wirkungslos und glaubt, dass nur große staatliche Ausgabenprogramme die wirtschaftspolitischen Probleme lösen können.

Solche Ausgabenprogramme nach japanischen Vorbild wären die letzte, die "Staatsbubble".

Sind die Japaner weitergekommen? Nein, nur die Staatsschulden sind ins Unermessliche gestiegen.
 

[8:00] Finanzaktien fallen unter März-Tiefs:

DasGelbeForum: Eine neue Downwelle ist am Laufen

etwa seit Anfang Mai.

Alles paßt zusammen, sowohl die Kurse der Banken als auch die ABX Indizes.

Heute hat's Washington Mutual mit -17% zerrissen, während Lehman "nur" -8.7% machte.

Unsere gute alte Deutsche BK (hat die Tiefstände vom März unterschritten, jetzt bei 63. Hallo Joe - fahr zur Hölle!

Sehr schöne Charts drinnen. Alle Finanzaktien sind wieder im Absturz. Die Finanzkrise Phase II läuft also voll.


Neu 2008-06-09:

[15:30] Die LIBOR-Bombe:

Weissgarnix: Der LIBOR, ein Bermudadreieck?

Demnach haben sich europäische Banken heimlich, still und leise, in den letzten 4 Jahren zunehmend über US Dollardarlehen finanziert, die sie sich auf dem Interbankenmarkt von amerikanischen Geldhäusern liehen. Von rund 300Mrd Dollar in 2004 stiegen derartige Ausleihungen um über 500Mrd auf rund 800Mrd Dollar.

Problem dabei: die US Banken haben sich ihrerseits vorwiegend über den Geldmarkt refinanziert, und das besonders kurzfristig noch dazu. Und weil diese Quelle im Zuge des Credit Crunch zunehmend versiegte, stellten die US Häuser den europäischen Banken ihre Linien fällig. Was wiederum deren Liquidität ernstlich beeinträchtigte, und daher ein Eingreifen der EZB bedingte.

Unglaublich: wie können Banken in Europa sich so kurzfristig und so gigantisch in Dollar finanzieren.

Jetzt wird auch klar, warum die EZB den Dollar so stark stützt. Ein echter Absturz würde diese Banken mitreissen.
 

[15:00] Leserzuschrift-DE - Masse und Krise:

Das unser Finanzsystem noch nicht kollabiert ist liegt wohl daran, daß die Masse der Mitbürger immer noch nicht mitbekommen hat, was Sache ist. Ich bin immer wieder erstaunt über die Einstellungen und Ansichten meiner Kollegen und Bekannten. Kein Grund zur Besorgnis, kein Anlass zum Nachdenken. Die steigende Inflation ist ja nichts unbekanntes und auf hohe Energiekosten wurde man ja bereits intensiv durch die allgegenwärtige "Klima Diskussion" und "Peak Oil" ausreichend vorbereitet.

Aber so schlimm kann der hohe Treibstoffpreis auch wieder nicht sein. Auf den Straßen kann ich noch keine Änderungen der Verkehrsdichte und des Fahrverhaltens feststellen. Zudem kann Benzin und Diesel immer noch locker über 60% Steuern verkraften.

Mit Kontoüberzug, Leasing und einem Schnellkredit kann man den gewohnten Lebensstandard noch für einige Zeit weiterführen. Da gerade die Fussball EM stattfindet, ist diese für viele Mitbürger das Wichtigste und eine willkommene Ablenkung. Für viele ist es ein Anlass zur weiteren Verschuldung und Müllbeschaffung. Sei es durch Kauf von teuren LCD Bildschirmen, kistenweise Bier oder diese lächerlichen Fahnen an den Leasingfahrzeugen.

Gold und Silber zu kaufen ist für die Mittelschicht offenbar noch kein Thema. Im Gegenteil, kenne mehr Bekannte welche ihr Edelmetall im Frühjahr 2008 versilbert haben als Käufer. Durch die steigende Inflation und Kaufkraftverlust ist der Gold-Zug mittlerweile schon ziemlich schnell unterwegs. Die gilt noch mehr für die Unterschicht, da wird es in erster Linie ums nackte Überleben gehen.

Solange das gemeine Volk in der Masse nichts mitbekommt und eingelullt durch die tägliche Gehirnwäsche der Medien, brav ihre Kredite aufnimmt, für die Altersvorsorge in Wert(los)papiere investiert, sich immer weiter verschuldet und nicht zuletzt konsumiert, wird es weitergehen.

Kritisch wird es, wenn Jobs verloren gehen und die Inflation explodiert.

Solange die Zentralbanken es schaffen die Pfeife auf den Deckel des Dampfkochtopfs zu unterdrücken, indem sie das Sicherheitsventil mit Geld zustopfen, kann man die Kochplatte glühen lassen und Zeit schinden. Allerdings, der Knall wird dann umso heftiger sein.

So ist es wohl: solange aufgeschuldet werden kann, macht auch der hohe Energiepreis nichts aus. Aber wehe, die Zinsen explodieren und es gibt keinen Kredit mehr.

Das Volk wird nicht in Gold vor $5000/oz gehen. Ich selbst kaufe seit letzter Woche wieder.
 

[10:30] Der kommende Bond-Crash:

FAZ: Der Inflationsschock

Bundesschätzchen netto ein Geldvernichter
Das trifft auch das Ersparte. Und zwar härter, als viele denken. Denn die Zinsen reichen nicht mehr aus, um den Verlust an Kaufkraft auszugleichen. Wer sich jetzt Bundesschatzbriefe kauft, verliert damit Geld: Er bekommt in einem Jahr 3,75 Prozent Zinsen, doch davon geht bei vielen Anlegern schon mal ein Viertel als Abgeltungsteuer ans Finanzamt, knapp ein Prozent.

Was wird erst sein, wenn sich die Realinflation von 12% im Euro-Raum und 16% in den USA zu den Finanzleuten durchspricht.
Dann werden sie Staatsanleihen als "Certificates of guaranteed confiscation" ansehen und sie auf den Markt werfen.

Wie Ende der 1970er Jahre (Bill Bonner): Vergleich mit den Siebzigern
 

[9:00] Wer rettet Lehman?

Presse: US-Investmentbank Lehman mit Milliardenverlust

Lehman dürfte im Zuge der Kapitalmarktkrise einen Milliardenverlust verbucht haben und zieht scheinbar eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe von Bezugsrechten in Betracht.

Heli-Ben vermutlich. Man darf davon ausgehen, dass dieser angegebene Verlust nur ein Bruchteil des wahren Verlustes ist.

Ausserdem haben alle Investment-Banken ihre Einnahmen aus der Securitization verloren.

[14:30] Noch mehr Verlust: Lehmans Verlust übertrifft Befürchtungen

Lehman ist Kandidat für einen richtigen Bank-Run (aber es werden nicht die Kleinen sein, die dort ihr Geld abziehen).

Leserkommentar: jetzt kommen die Untergangsmeldungen im 5-Minutentakt

[19:00] Noch mehr Lehman-Verluste: Lehman fürchtet Bankenverluste von 79 Milliarden Dollar

Sie sagen: wir sind nicht allein, die anderen Primary Dealer Kollegen machen auch Verluste. Ob das hilft?


Neu 2008-06-08:

[21:30] Praktische Leserfrage zum System-Zusammenbruch:

Können Sie mir (einem Laien) ein Schlüsselereigniss nennen, das zu den totalen Zusammenbruch des Finanzsystemes und der Schließung der Geldinstitute führen wird?

Es ist ja nur noch eine Frage der Zeit.

Worauf muß ich achten, da ich immer noch einige € auf den Banken liegen habe um sie weder zu früh, aber auch nicht zu späht abzuheben.

Natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Banken kollabieren. Bis jetzt konnte man noch jeden Ansatz zu einem Zusammenbruch abfangen. Wie lange noch?

Hier einige Indikatoren:
- Goldpreis steigt schnell auf über $1000 an
- Massiver Run auf eine Grossbank
- Plötzliche Pleite einer Investmentbank (Primary Dealer)
- Run auf alle Banken

Auf jeden Fall sollten die Luken bereits geschlossen sein und die Rettungsboote bereit sein.
 

[21:30] Leserzuschrift-DE mit neuen Krisenbegriffen:

ich schlage vor wir verwenden im Angesicht der derzeit sich verschlimmernden Krise Worte die sich der Zeit nun angepasst haben:

alt -> Stagflation:
Unter Stagflation versteht man eine Phase niedrigen bzw. stagnierenden Wachstums bei gleichzeitig hohen Inflationsraten.

neu -> Rezflation:
Unter Rezflation versteht man eine Phase mit negativem Wachstum bei gleichzeitig hohen Inflationsraten

neu -> RezHyperFlation:
Unter RezHyperFlation versteht man eine Phase mit negativem Wachstum bei gleichzeitiger Hyperinflation

So wie ich die Dinge sehe, verlassen wir gerade die Zeit der Rezflation und treten ein in die Zeit der Rezhyperflation.

Die "Depression" hat man auch erst 1932 erfunden.


Neu 2008-06-07:

[10:00] Wir haben bisher nur die "Krisen-Vorspeise" (Subprime) bekommen:

F.W.Engdahl: CREDIT DEFAULT SWAPS THE NEXT CRISIS
Hier auf Deutsch: Die nächste Finanzkrise: Credit Default Swaps - Subprime war nur »Vorspeise«

While attention has been focussed on the relatively tiny US „sub-prime“ home mortgage default crisis as the center of the current financial and credit crisis impacting the Anglo-Saxon banking world, a far larger problem is now coming into focus. Sub-prime or high-risk Collateralized Mortgage Obligations, CMOs as they are called, are only the tip of a colossal iceberg of dodgy credits which are beginning to go sour. The next crisis is already beginning in the $62 TRILLION market for Credit Default Swaps. You never heard of them? It’s time to take a look, then.

The next phase of the unravelling crisis in the US-centered “revolution in finance” is emerging in the market for arcane instruments known as Credit Default Swaps or CDS. Wall Street bankers always have to have a short name for these things.

Die "Hauptspeise" wird der Crash der Credit Default Swaps (CDS) sein, der sich jetzt abzeichnet, aber das ist noch nicht alles:

Es gibt auch noch ein "Dessert", das noch nahrhafter als die Hauptspeise ist:

[10:00] Ein gewaltiger Bond-Crash kommt:

Aus den "Pennystock-Raketen" vom 6.6.:

Der kommende Bond-Crash: PIMCO-Vorsitzender Bill Gross prangert Berechnung der US-Inflation öffentlich an/ Geheimtreffen mit der FED/ PIMCO plant
eingeweihten Kreisen zufolge den Totalverkauf aller US-Staatsanleihen!

Bei tatsächlichen Inflationsraten von 12 % p. a. (Europa) und 16 % (USA) besteht derzeit eine negative Realverzinsung (= nominaler Zins minus Inflationsrate); d. h. man verliert mit Geldwerten (Geldmarktzins, Geldmarktfonds, Rentenfonds, Lebensversicherungen; diese werfen bestenfalls eine Rendite von 5 % p. a. ab) aufgrund des Kaufkraftverlustes mehr als die Rendite wieder hereinholen kann. Nachdem wir Sie jahrelang auf diesen Sachverhalt hingewiesen haben (siehe u. a. auch die Rohstoffstudien 2 und 4), hat jetzt auch Bill Gross dieses Problem erkannt.

Eingeweihten Marktkennern zufolge soll es kürzlich zu einem Geheimtreffen zwischen Gross und FED-Chef Bernanke gekommen sein. Gross machte den FED-Chef darauf aufmerksam, dass PICMO demnächst seine gesamten Bestände an US-Staatsanleihen verkaufen werde. Unsere Meinung: Der Totalausstieg von PIMCO aus Anleihen dürfte Nachahmer unter anderen Investoren (Fonds, Pensionskassen etc.) finden. Damit ist ein Bond-Crash so gut wie vorprogrammiert!

Da muss Heli-Ben wirklich dem Herzinfarkt nahe gewesen sein. Öffentlich hat Bill Gross sogar angekündigt, die Treasuries shorten zu wollen.

Bei den heutigen realen Inflationsraten und dem hohen Risiko, müssten die Zinsen auf Staatsanleihen (und alles andere auch) auf mindestens 25% steigen. Real werden sie viel weiter steigen, wie etwa in der Argentinienkrise auf 70%. Das ist der Untergang der Staaten. Vermutlich werden die Zentralbanken dagegenhalten und alles aufkaufen, was abgestossen wird. Damit kommt die richtige Hyperinflation ins Rollen und die Währungen werden sofort unkonvertierbar - Ende der Globalisierung.
 

[10:30] Leserzuschrift-DE zum Krisen-Timing:

was habe ich versprochen?? Hexentanz ab Mitte Juni ! Und es schaut tatsächlich so aus, als ob ab nächster Woche der Nachbrenner gezündet wird…..

Gute Nase! (Idee für ein Bild mit dem Krisen-Nachbrenner)

So laut wird es sein: YouTube - F16 Full Afterburn

Die Luken sollten schon dicht gemacht sein, wer noch Information braucht, sollte meine Seminare besuchen. Es soll dann niemand kommen (wenn es losgegangen ist) und fragen: wann ist das nächste Seminar. Das nächste Seminar ist in 2 Wochen in Düsseldorf!


Neu 2008-06-06:

[20:00] Die beiden Banken mit der grössten Kollaps-Gefahr:

Jim Willie: Pressure Points in the Bank Bust

UBS, the Union Bank of Switzerland, is a prime highlighted candidate for imminent failure and declared bankruptcy. The bank still is plagued by rather substantial continued debt exposure, despite heavy writedowns already. They have $45 billion in US mortgage assets, $8.6 billion in leverage financial commitments like Collateralized Debt Obligations, and $10.4 billion in US student loans. Rumors have swirled that Barclays of London is considering an acquisition of either Lehman Brothers or UBS. The US-UK tag team of banking fascists take their turns.

Countrywide might lose its acquiring suitor in Bank of America, which could quickly force its bankruptcy. The implication is that the credit market will realize that the financial scheiss storm is nowhere ended. Some call the last couple months ‘the eye of the hurricane’ appropriately. They originated almost 20% of the US mortgages in recent years. Countrywide could produce the largest bankruptcy of a bank in US history. Ripple effects could be enormous and cause contagion across the banking industry.

Richtig erraten, UBS und Countrywide sind es. Beides Fed Primary Dealers. Wie lange kann man sie noch stützen?

Wenn auch nur eine dieser Banken stirbt, dann kommt Robert Prechters Erdbeben der Stärke 11. Ich hoffe, alle sind sich klar, warum ich mit dem Hinaufsetzen des Collapse-O-Meters so vorsichtig bin. Es ist noch viel Raum nach oben notwendig.

[6:00] Kommt jetzt wirklich der Crash der Staatsanleihen?

Handelsblatt: Zweijährige Bondrendite klettert kräftig

An den Anleihemärkten in den USA und Europa haben die Renditen am Donnerstag angezogen – insbesondere bei der zweijährigen Bundesanleihe. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte in der Pressekonferenz nach der Zinsentscheidung erklärt, eine Zinsanhebung im kommenden Monat sei angesichts der Inflationsentwicklung nicht ausgeschlossen.

Bei mindestens 12% realen Preissteigerungen in USA und Europa wäre es schon lange Zeit dafür.
 

[5:30] Es gibt noch reichlich Nachschub an US-Hypothekenverlusten:

NYT: Nearly 1 in 10 Homeowners Face Loan Problems

About 1 in 11 American mortgages were past due or in foreclosure at the end of March, according to a report released on Thursday, a figure that is rising fast as home prices fall and the job market weakens.

Delinquency and foreclosure rates started rising from historically low levels in late 2006 and have picked up speed in nearly every quarter since. Analysts say at first past due mortgages represented mostly high-risk loans made to borrowers with blemished, or subprime, credit. Now, as the economy has weakened and home prices have fallen in many parts of the country, homeowners with better loans are also falling behind.

Economists worry that a big loss of jobs in the coming months could drive default rates much higher. The Labor Department will release its report on the job market for May on Friday.

Da ist noch viel in der Pipeline, was in den nächsten Monaten die Banken der Welt erschüttern wird.

Jetzt fallen nicht nur Subprime-Hypotheken um, sondern auch Hypotheken aller anderer Kategorien. Kurz gesagt, 1/10 zahlt nicht mehr. Dazu kommen noch Konsumkredite vieler anderer Typen. Alles wurde "securitized" und weltweit verkauft.
 

[5:30] Es ist soweit - MBIA, Ambac haben AAA verloren:

Bloomberg: MBIA, Ambac, $1 Trillion of Debt, Lose S&P AAA Rating

MBIA Inc. and Ambac Financial Group Inc., the world's largest bond insurers, had their AAA financial strength rankings cut by Standard & Poor's, taking with them the ratings on more than $1 trillion of securities they guaranteed.

The ratings were lowered two levels to AA, New York-based S&P said in a statement today. S&P said it would keep the ratings under review pending ``clarification of ultimate potential losses as well as future business prospects, the outcome of strategic business decisions, and potential regulatory developments.''

Gleich zusammen mit einem Grossteil der Bonds, die diese beiden Firmen versichert haben. Da wird jetzt abverkauft (jeder Halter dieser Bonds, der bei Sinnnen ist, sollte das schon gemacht haben).

Aber AA ist immer noch zu hoch: irgendetwas im "C" Bereich (Junk) würde besser passen.

[14:30] Die "Fangarme" des Downgrading breiten sich aus: Das große Zittern der Anleiheversicherer

Wegen der Krise auf dem Häusermarkt sind die Anleihenversicherer in die Krise geschlittert. Nachdem S&P die Bonitätsnoten für die zwei größte Anbieter gesenkt hat, geht es für sie um die nackte Existenz. Das könnte auch europäische Banken empfindlich treffen.

Man könnte es auch so nennen: dieses Downgrading hat eine neue Phase der Finanzkrise eingeläutet - die des Untergangs der Finanzfirmen.


Neu 2008-06-05:

[18:00] Lehman wird schon gemieden:

Marketwatch: Some Lehman counterparties limit trading: analyst

Some of Lehman Brothers' counterparties are limiting trading with the brokerage firm because of persistent concerns about its capital and leverage and a recent credit rating downgrade, Brad Hintz, an analyst at Bernstein Research, said on Thursday.

"Fixed income counterparties have become more discerning about which Lehman subsidiaries they will trade with," the analyst wrote in a note to clients.

Kommt da auch ein Run wie bei Bear Stearns?

[13:30] Schlägt dem Derivatenmarkt jetzt die Stunde?

GeorgeWashingtonsBlog: The Derivatives Market is Unwinding!

A couple of months ago, a financial analyst who sells derivatives told me that fears about a meltdown in the derivatives market were unfounded.

Yesterday, he told me - with a very worried look - "THE DERIVATIVES MARKET IS UNWINDING!"

Irgendwann muss es ja kommen. Das wird ein richtiges Feuerwerk an Verlusten. Gemeint sind hier vermutlich primär die CDS.

Siehe auch hier - 2 CDS-Schreiber:

[11:30] Ist es jetzt Zeit, dass MBIA und Ambac untergehen dürfen?

Mike Shedlock: Ambac, MBIA Problems Are Temporary

I agree with MBIA (MBI). The review is indeed unnecessary. The market has spoken long ago. It's far too late for Moody's to salvage any integrity from the downgrade. At this point why bother?

also agree with Ambac (ABK) CEO Michael Callen who said the problems are temporary. Indeed they are. Ambac shares will likely be worthless soon enough as it heads into the ashheap of history. With bankruptcy, it's problems will be over.

The fact that Moody's is finally willing to take action says that all the big players are finally positioned to be able to handle it. Barring a last minute bailout from Buffett (unlikely) these companies are burnt toast.

Deren Probleme werden wohl bald keine mehr sein - weil sie dann tot sind.

[18:00] Sie geben selbst auf, weil es aussichtslos ist? MBIA & Ambac geben Kampf um Ratings auf

Siehe auch hier: "Subprime in Reinkultur"

Die Rating-Agentur Moody´s prüft ein Downgrade des AAA-Ratings der beiden größten Anleiheversicherer MBIA und Ambac. Was es da zu prüfen gibt bleibt ein Rätsel. Der Markt hat schon lange sein Urteil über die Monolines gefällt - Junk-Status!!

Ambac fiel heute um -17% auf 2,49 Dollar, vor einem Jahr stand die Aktie bei 89,12 Dollar, die Marktkapitalisierung beträgt heute traurige 714,2 Millionen Dollar!

MBIA fiel heute um -15,8% auf 5,63 Dollar, vor einem Jahr stand die Aktie bei 67,32 Dollar, die Marktkapitalisierung beträgt heute 1,54 Mrd. Dollar!!

Auch die Aktienkurse dieser Firmen sind pures "Subprime" nicht mehr weit von 0 entfernt. Und jetzt gehen sie wieder massiv abwärts.

Dann kommt der CDS-Hurrikan.

So sieht es ein hartgeld.com Leser grafisch:


 

[11:00] Firmen nutzen Fenster im Bond-Markt:

Handelsblatt: Firmen stürmen Bondmarkt

36 Milliarden Euro in zwei Monaten: Industriekonzerne emittieren momentan viele neue Anleihen, um sich die aktuell günstigen Konditionen zu sichern. Vor allem die steigende Inflation und die anziehenden Kapitalmarktzinsen machen sie nervös.

Nachdem es jetzt wieder leichter ist, Invement-Grade-Bonds auszugeben, nutzen sie dieses Zeitfenster. Es dürfte einen massiven Rückstau vom letzten Jahr geben, wo nichts ging. Ausserdem sehen sie natürlich die reale Inflation und deren Auswirkungen auf den Markt. Das Fenster wird sich dann wieder schliessen.
 

[10:30] Die Medien berichten auch schon über die nächste Krisenwelle:

Welt: Banken fürchten weitere Welle der Finanzkrise

In der Kreditwirtschaft wächst die Furcht vor weiteren Hiobsbotschaften. Immer mehr Banker halten die Finanzkrise offenbar für längst nicht ausgestanden. So äußerte sich etwa die Deutsche Bank deutlich skeptischer als zuletzt. Einige Indikatoren deuteten auf eine Entspannung hin, andere auf eine Verschärfung, sagte der Investmentbanking-Co-Chef Anshu Jain vor Analysten.

Ein Leser hat mir vor einer Woche geschrieben, dass es Mitte Juni wieder richtig losgeht. Er dürfte recht behalten.

In Joe's Bank sprechen inzwischen acuh schon mehrere Stimmen: Finanzkrise: Kehrtwende bei der Deutschen Bank

Noch vor wenigen Tagen hatte Josef Ackermann vom bevorstehenden Ende der Finanzkrise gesprochen, jetzt sind bei der Deutschen Bank ganz andere Töne zu hören. Zudem müssen die Banken nach einer Studie mit weiteren Milliarden-Belastungen rechnen.

Nicht mehr Joe allein. Gibt es da einen Machtkampf zwischen Realisten und Lügnern?

Wird vorsorglich so massiv auf den Goldpreis gedrückt, damit die Fluchtgefahr aus den Banken nicht so gross wird?


Neu 2008-05-04:

[22:30] $5000 Mrd. von Banken versteckt:

Mike Shedlock: $5 Trillion Hidden Off Bank Balance Sheets

The Financial Times is reporting US banks fear being forced to take $5,000bn back on balance sheets.

Accounting changes could force US banks to take thousands of billions of dollars back on to their balance sheets in the coming months in a move that is likely to curb further their lending and could push them into new capital raisings, analysts have warned.

Analysts at Citigroup said a planned tightening of the rules regarding off-balance sheet vehicles would force banks to reconsider arrangements and could result in up to $5,000bn of assets coming back on to the books.

The absurdity is not $5 trillion coming back on bank balance sheets. Rather the absurdity is with accounting rules that let banks hold this much stuff off balance sheets in the first place. It makes a mockery of stated leverage, value at risk, and capitalization ratios. Banks claim to be well capitalized but the ratio is a mere 6% and that 6% does not include the effects of hiding $5 trillion off balance sheets.

Wie viel sind diese $5 Tln. an Papieren noch wert? Wir nähern uns bald realistischeren Schadenssummen.
 

[22:00] Es wird wieder einmal ein MBIA, Ambac Downgrade angedroht:

Bloomberg: MBIA, Ambac Credit Ratings Under Threat at Moody's

Moody's Investors Service placed the Aaa insurance ratings of MBIA Inc. and Ambac Financial Corp. under review for a downgrade for the second time this year after the