Systemkrise 7/2008

Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.

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Neu 2008-07-30:

[21:00] Horror-Monat für Hedge-Fonds:

Bloomberg: Hedge Funds May Post Worst Month in 5 Years as Bank Bets Sour

Hedge funds may post their worst month in at least five years after bets on financial stocks and crude oil backfired.

Hedge Fund Research Inc.'s Global Hedge Fund Index of more than 55 funds slid 3.2 percent through July 24, heading for the biggest monthly drop since the measure started in 2003.

You have to believe that everyone had the same trade on,'' said Paul Meader, co-managing director of Corazon Capital Management, a Guernsey, Channel Islands-based manager with about $1.2 billion, mostly invested in hedge funds. ``There will be a lot of people hurting and licking their wounds with a tough July to report to their clients.''

Nicht nur die Manager sollten ihre Wunden lecken, auch die Investoren darin sollten es. Warum ist überhaupt noch jemand in solchen Fonds?
 

[11:00] Den Automarkt haut es überall zusammen:

FTD: Traditions-Automärkte taumeln

Die Automärkte in Westeuropa, den USA, Kanada und Japan dürften in den nächsten Monaten nur eine Richtung kennen: abwärts. Das prognostiziert zumindest eine neue Studie. Werksschließungen - das könnte auch in Westeuropa ein Thema werden.

In den vergangenen 15 Jahren habe es keinen schlimmeren Abschwung auf den West-Märkten und Japan gegeben, so die Studie. "Die Autobauer in Frankreich und deutsche Hersteller in USA beginnen bereits, sich mit verlängerten Werksferien und verkürzter Produktion in den einzelnen Werken einzurichten", schreibt der Autoexperte.

China, Russland & co kommen auch noch dran.

[11:30] Leserzuschrift-DE dazu:

als ich gestern auf Kunden tour im schönen Dresden war traute ich meinen Augen kaum.
Dieses Bild will ich Ihnen und den Lesern von Hartgeld nicht vorenthalten.
All Ihre Prognosen kommen so langsam aber sicher für jeden sichtbar zum Tageslicht.

Opel-Autohaus in Dresden 50% Preisnachlass anbei das Bild welches ich gestern schnell im vorbeifahren geschossen habe.

Unglaublich wie ich finde aber es ist die Realität die Autos stehen wie Blei auf den Parkplätzen der Autohäuser.

Die Frage ist: wer frisst hier den Verlust? der Händler oder der Hersteller?
 

[11:00] Merrill und der Schleuderpreis:

Handelsblatt: Merrill Lynch und die Schleuderpreise

Das Ausmaß der Kreditkrise weitet sich aus und führt bei Banken zu spektakulären Abschlägen auf Schuldverschreibungen. Aktuelles Opfer: wieder die US-Investmentbank Merrill Lynch. Nach milliardenschweren Abschreibungen muss das Finanzinstitut nun Kreditpapiere und Aktien buchstäblich verschleudern - und macht damit auch der Konkurrenz neue Probleme.

Mit der Portfolio-Bereinigung eines Großteils ihrer riskantesten Kreditpositionen, sogenannter "Collateralized Debt Obligations" (CDO), liefert Merrill Lynch dem Finanzsektor wichtige Signale - und zugleich sehr beunruhigende. Denn für diese Papiere erlöst sie gerade mal 22 Prozent ihres ursprünglichen Nominalwerts.

Die Medien sind voll davon. Wie bereits früher berichtet ist der reale Verkaufspreis bei ca. 6%, da der Kauf mit einem Kredit von Merrill finanziert wurde.

Nicht vergessen: das war "Super Senior Debt", vermutlich aus den obersten Tranchen des CDO mit einem AAA Rating.

Die grosse Mistpapier-Verschleuderung an jeden der es noch nimmt hat also begonnen. Merrill ist nur ein Anfang. Wehe dem, der jetzt noch solche Papiere hält.

[21:00] Alex Wallenwein: US Markets to Get 'NABBED' - Straight to Hell
 

[7:00] Auch die Profis bekommen schon Angst:

ChicagoTribune: Even the pros may be stuffing the mattresses

"I am officially scared," GMO investment manager Jeremy Grantham told professionals from as far away as Abu Dhabi and Malaysia. "In 2000, we had a technology bubble. But this is massive, a massive credit crisis and a bubble in global housing, global equity and global land."

When asked by a money manager what he would buy now, Grantham said, "long mattresses"—jesting about the stereotypical nervous behavior of hoarding cash. He seriously suggested: "Put money into something incredibly safe, like a high-quality hedge fund."

He confessed to the group that "I bought my first gold last week, and I hate gold. It doesn't pay a dividend. I would only do it if I was desperate."

Eine neue Investment-Empfehlung: "Long Matratzen", d.h. Gold in der Matratze versteckt.


Neu 2008-07-29:

[21:30] Warum die Titanic noch nicht gesunken ist:

Rob Kirby: The Engine Room of American Monetary Policy

Why the Ship Hasn’t Sunk or Capsized Yet?

The reason why the economy has continued to operate in a fashion more-or-less consistent with the view that all’s well for so long is quite simple: MARKET MANIPULATIONS, or, what we have not been able to see below the waterline.

Der Vergleich mit dem Eisberg ist gut:
"Oben" manipuliert die Fed mit Zinsen und Geldverteilen.
"Unten" manipuliert JPM (der Gott der Wall Street) mit Derivaten.

Die Frage ist nur: wie lange kann das noch funktionieren. Wenn es nicht mehr funktioniert, gibt es eine schnelle Verpuffung.
 

[8:50] Der IWF sieht jetzt ein "Systemisches Risiko":

FTD: Währungsfonds schürt Krisenängste

Der Internationale Währungsfonds warnt vor weiteren Bankzusammenbrüchen. Die systemischen Risiken sind nach Einschätzung des IWF nach wie vor gegeben. Und das Schlimmste: Auch die Schwellenländer reißt das mit nach unten.

Jetzt wacht auch diese Organisation auf.
 

[6:30] Merrill's wundersamer CDO-Deal mit Lone Star:

Bloomberg: Merrill to Sell $8.5 Billion of Stock, Unload Money-Losing CDOs

Merrill Lynch & Co., the third- biggest U.S. securities firm, will sell $8.5 billion of stock and liquidate $30.6 billion of bonds at a fifth of their face value to shore up credit ratings imperiled by mortgage losses.

In yesterday's statement, Merrill said it agreed to sell $30.6 billion of collateralized debt obligations -- the mortgage-related bonds that have caused most of the firm's losses -- for $6.7 billion. The buyer is an affiliate of Lone Star Funds, a Dallas-based investment manager.

Merrill will provide financing for about 75 percent of the purchase price, according to the statement. The financing is secured only by the assets being sold, meaning Merrill would absorb any losses on the CDOs beyond $1.68 billion.

Dieser Deal ist noch ungünster, als einer von UBS vor einigen Monaten. Real bekommt Merrill nur $1.68 Mrd. für CDOs im Nennwert von 30.6 Mrd, also etwa 6%.

Jetzt fliegen diese CDO-Mistpapiere also auf den Markt, zu enorm niedrigen Preisen. Alle die noch soetwas in einem SIV haben, können das Hoffen auf Kursverbesserung aufgeben.

[13:00] Das Handelsblatt dazu: Ausverkauf bei Merrill Lynch


Neu 2008-07-28:

[18:00] Der Bond-Himmel über der Wall Street fällt:

Bloomberg: Lehman Hit by Biggest Rise in Debt Yields Since 2000

Bondholders are demanding the highest interest rates for Wall Street debt since 2000, threatening the industry's business model of acquiring assets with borrowed money.

Lehman Brothers Holdings Inc. has seen borrowing costs for its five-year bonds rise to 7.7 percent, up from 5.2 percent six months ago, the biggest jump of the four largest U.S. securities firms, data compiled by Bloomberg show. The yield offered on Lehman's $1.5 billion of bonds maturing in January 2012 is 4.3 percentage points more than the yield for five-year U.S. Treasury notes, a premium almost double what it was in late January.

Da schau her. Man traut der allmächtigen Wall Street und besonders Lehman die Rückzahlung ihrer Schulden immer weniger zu.


Neu 2008-07-27:

[12:45] Hier ist überall "Aufschwung":

Reuters: Infineon streicht jede fünfte Stelle in Deutschland
N24: Renault will 5000 Stellen streichen
Spiegel: Analysten erwarten Gewinneinbruch bei Deutscher Bank
God: US: Haus-Zwangsvollstreckungen gehen in Q2 durch die Decke

Noch mehr "Aufschwung" kommt bald.
 

[12:40] Primary Dealers brauchen mehr Hilfe:

Weissgarnix: US Banken brauchen wieder deutlich mehr FED-Geld

Die jüngste TSLF-Auktion der Federal Reserve Bank von New York war nach längerer Zeit mal wieder deutlich überzeichnet, wie man aus diesem Bericht gut erkennen kann. Die sogenannte “Bid-to-Cover-Ratio” betrug 2,07 was nichts anderes bedeutet, als dass für 25Mrd Dollar zu vergebende FED-Kredite Gebote in Höhe von über 50Mrd Dollar abgegeben wurden.

Also geht es auch bei den Investment-Banken wieder los:
 

[12:00] Die "Gurus" zu Krise:

NYmag: A few who predicted this mess tell us what they see coming next

“I think we are maybe 10 percent into this crisis. The economic distortions have been building for longer than we’ve seen in the history of the world. Never have we had such confidence falsely placed in a reserve currency.”
—Ron Paul

Das heisst, die wirkliche Wirtschaftskrise ist erst vor uns - dann wenn die heutigen Pflaster nicht mehr helfen.


Neu 2008-07-26:

[19:00] Letzte Rettung - Geld vom Staat:

Aus Bill Bucklers Gold This Week:

Manna From Heaven?
That's about the only source left to tap.

Like all the other rescue packages which have been swamped by the current crisis, this one does NOTHING WHATSOEVER to address the fundamental issues. There have been two very ominous signs in the immediate aftermath of the House passage of the rescue bill on July 23. On July 24, financial shares on US stock markets had their biggest one-day fall in eight years and US homebuilders shares had their biggest one-day fall ever. On the same day, it was reported that US banks flocked to the Fed to borrow at the highest level ever in the week just ended.

Here is a very cogent quote from Mr Howard Simons, a research analyst with Bianco Research:
"The financial sector, everyone whose business is essentially lending money, is now a ward of the state. They could lend to each other, but they don't trust each other. They can't raise money in the equity market. There is nowhere else to turn."

That is precisely the point. There is now "nowhere else to turn" for the financial system but the supposedly unlimited credit issuing power of the government. It is true that a government can issue any amount of debt paper they choose to. It is NOT true that this debt paper will find a buyer, no matter what. Nor is it true that interest rates will remain unaffected forever. Nor is it true that the currency which all this paper supposedly "backs" is immune from its "value" being savaged.

Es gibt für die Banken (in dan USA, aber auch in Europa, siehe IKB) keinen Platz mehr, von dem sie noch Geld bekommen könnten - ausser vom Staat bzw. dessen Zentralbank. Der 24. Juli muss ein besonders schlimmer Tag gewesen sein, denn die US-Banken haben sich so viel Geld von der Fed geholt wie nie zuvor.

Wenn der Goldpreis nicht mehr unten gehalten werden kann, ist diese letzte Rettung auch weg.

Auch auf der britischen Insel gibt es kein neues Geld für Banken mehr: Auf der Insel geht die Furcht um

Bleibt wirklich nur mehr der Staat oder der Untergang.
 

[10:46] Was die US-Hypothekenpapiere wirklich wert sind:

BusinessSpectator: NAB will shock Wall Street

The National Australia Bank's decision to write off 90 per cent of its US conduit loans will have dramatic repercussions around the world. Wall Street will be deeply shocked when they understand the repercussions of what NAB has done. It is clear global banks have nowhere near provided for their exposures to US housing loans which in the words of John Stewart are experiencing a “meltdown”.

We are now way beyond sub-prime. NAB says that it is suffering a 55 per cent loss on American housing loans – an event that has never happened in the history of a developed country in recent memory. This is an unprecedented event and means that the cost of bailing out the US financial system is now far beyond the highest estimates. A US recession is now locked in, but more alarmingly, 55 per cent loan losses point to the possibility of a depression.

Schön langsam kommt die Wahrheit heraus. Diese Papiere sind fast nichts wert, wenn man sie auf den Markt wirft.

Dieser Artikel sollte alle Kunden deutscher Conduit-Banken (Landesbanken) interessieren.


Neu 2008-07-25:

[14:00] Sind jetzt die Versicherungen dran?

Handelsblatt: Münchener Rück schockt die Börse

Die Finanzkrise hat die Münchener Rück nun doch mit voller Wucht erfasst. Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer senkte überraschend seine Gewinnprognose für 2008. Daraufhin rutschten die Aktien des Dax-Konzerns zweistellig ins Minus.

Die Kapitalanlagen waren es. Warum sollten die Versicherungen ungeschoren davonkommen.

Heisst doch der ganze Finanz-Komplex FIRE: Financial, Insurance, Real Estate
 

[13:40] Grosse Bankenrettung in UK?

Reuters: JP Morgan discusses breakup of UK's HBOS

U.S. investment bank JP Morgan (JPM.N: Quote, Profile, Research, Stock Buzz) has held talks with potential partners about forming a consortium to break up British mortgage lender HBOS (HBOS.L: Quote, Profile, Research, Stock Buzz), The Daily Telegraph newspaper reported.

Wieder ein grosser Mortgage-Lender der strauchelt. Diesesmal will man wohl keinen Run wie bein Northern Rock riskieren.

"all of a sudden" gruppieren sich ein paar Investmenthäuser weltweit, um die HBOS zu
übernehmen? Das riecht stark nach Vorwegnahme eines riesigen Crashs auf
der Insel. Denn was mit den Primaries in USA nicht passieren darf, gilt genauso
für europäische Schwergewichte. Da die Nerven der Briten derzeit ohnehin schon
stark angespannt sind und man bei Northern "Shock" sehen konnte, wie schnell
sie unterwegs zu ihrer "Bank des Vertrauens" sein können, macht es durchaus
Sinn, einer finalen Krise mit "Kameraden-Bail-Out" vorzugreifen, doesn´t it?

Ist natürlich auch eine Verzögerungstaktik, irgendwann macht es "puff" und alle sind hin.
 

[11:30] Igitt - die Krise geht also wieder los:

Bloomberg: U.S. Stocks Drop as Financials Have Biggest Decline in 8 Years

U.S. stocks tumbled, sending financial shares to their worst drop in eight years, after home sales slid more than forecast and investor Bill Gross predicted the housing slump will cost banks and brokerages $1 trillion.

Die Krise war nie weg, sie wurde nur für einige Tage von Hank Paulson "niedergeredet" (und manipuliert).

[14:00] Auch in Europa gibt es sie wieder: Dax: Die Krise kehrt zurück
 

[10:00] Die "Harte Landung" kommt weltweit:

Mike Shedlock: Worldwide Hard Landing Is Coming

A worldwide recession is coming. China, India, Brazil, and third world economies simply cannot pick up the slack for the US, UK, EU, and now New Zealand. For more on the situation in the US and UK please see Deflationary Hurricanes to Hit U.S. and U.K.

Australia and Canada will follow in a mind boggling drop once the air is let out of the China commodities balloon.

Brace for a worldwide hard landing. One is coming.

Auch wenn es die Ökonomen nicht glauben wollen, die Zeichen sind unübersehbar.

PS: Hanks "Reparatur-Ralley" der letzten Tage scheint wieder vorbei zu sein: Dow -2.5%

[11:30] 3 EU-Länder hat es schon voll erwischt: Drei EU-Länder sind bereits in der Wirtschaftskrise

Es handelt sich um Spanien, Irland und Dänemark.

Alle drei haben – ähnlich wie die USA – eine Immobilienblase aufgebaut in den vergangenen Jahren, also eine starke Überbewertung von Immobilienwerten, die dann, im Verlauf des letzten und diesen Jahres, in sich zusammenfiel und dabei viele kleine Immobilienbesitzer mit sich zog. Wie in den USA, haben in diesen Ländern Viele ihr Häuschen oder ihre Eigentumswohnung verloren, weil plötzlich die Monatsraten explodierten und/oder der Restwert der Immobilie geringer wurde als der noch geschuldete Betrag.

Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die drei Länder nur Vorboten sind. Es sind auch schon die nächsten beiden Kandidaten bekannt: Laut einem Ökonomen der Commerzbank, so berichtet die ‚Finanzial Times Deutschland’, sind dies das Vereinigte Königreich und Frankreich.

Ah, die Bubble-Länder.


Neu 2008-07-23:

[20:00] Bank-Todesspiralen:

Mike Shedlock: Death Spiral Financing at WaMu, Merrill Lynch, Citigroup

Is it any wonder that Citigroup is desperate to dump $500 billion in assets? The saving grace for Citigroup is that it has assets to dump. The big question is how much those assets will fetch. I believe it will be far less that Citigroup thinks. I am still sticking to my estimate that Citigroup will survive, just nowhere remotely close to its current state.

Washington Mutual is screwed. It cannot raise capital by equity deals even if it wants to. Those who translated "We have no plans to raise capital" into "No Need to Raise Capital" are sadly mistaken.

WaMu desperately needs to raise capital. However, those death spiral financing arrangements it made means WaMu can't raise capital. And if WaMu can't raise capital, it stands to reason it would have no plans to do so.

Am Kapitalmarkt bekommen sie nichts mehr. Also können die US-Banken nur mehr Werte verkaufen oder zu Ben betteln gehen.

Woran erkennt man, dass die Banken hin sind: You Know The Banking System Is Unsound When....

What cannot be paid back will be defaulted on. If you did not know it before, you do now. The entire US banking system is insolvent.

Wenn der "Northern Rock Moment" (Bank Run) überall auftritt, dann wird es die Masse sehen.
 

[9:45] Das Fannie & Freddie Drama geht weiter:

Handelsblatt: US-Börsenaufsicht im Alarmzustand

Die US-Aufsichtsbehörde Ofheo erwartet bei den beiden halbstaatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac weitere Abschreibungen. Druck drohe den beiden Banken von Hypothekenpapieren nicht erstklassiger Bonität, die beide aufgekauft haben.

Hat jemand eine "Besserung" erwartet. Wirklich "los" geht es dann wenn deren eigene MBS massenhaft auf den Markt fliegen.

PS: diese Mistpapiere mussten sie wohl letztes Jahr auf politischen Druck aufkaufen, es wurde darüber berichtet.

Bill Bonner zu F&F: Groß, dumm, und vermutlich tödlich

F&F sitzen auf $6.9 Mrd. an eingezogenen Häusern: Fannie Mae Unsold $5 Billion Homes Bring Peril to Shareholders

Fannie Mae, the largest U.S. mortgage finance company, couldn't find a buyer who would pay $6,900 for the three-bedroom house at 1916 Prospect St. in Flint, Michigan. So broker Raymond Megie, who is handling the foreclosure sale, advised cutting the price to $5,000.

Megie still couldn't sell it. ``There's oversupply,'' he said. The home sold in 2005 for $110,000.

Praktisch ein Totalverlust. So besonders "Prime" waren die von F&F vergebenen Kredite also nicht.

Leserkommentar: Haus fuer 5 Unzen in Flint, Michigan

Noch zu teuer, wenn Fannie untergeht, bekommt man es für 1 Unze (oder gar geschenkt)

[13:00] Hier explodieren die US-Staatsschulden wegen F&F: Rettungsgesetz für US-Hypothekengiganten steht

Kein Wunder, dass man derzeit versucht, mit allen Mitteln den Dollar zu heben.

[19:00] Ist die heutige Goldpreis-Drückung dafür? Bailout de luxe

Könnte die US-Staatsanleihen und den Dollar gefährden.


Neu 2008-07-22:

[20:15] Der Punkt der maximalen Gefahr:

Telegraph: The global economy is at the point of maximum danger

It feels like the summer of 1931. The world's two biggest financial institutions have had a heart attack. The global currency system is breaking down. The policy doctrines that got us into this mess are bankrupt. No world leader seems able to discern the problem, let alone forge a solution.

Its "mean-reversion" model misses the entire point of this crisis, which is that central banks have pushed debt to fatal levels by holding interest too low for a generation, and now the chickens have come home to roost. True "mean-reversion" would imply debt deflation on such a scale that would, if abrupt, threaten democracy.

Ambrose Evans-Pritchard beschreibt die Situation recht gut, aber auch er glaubt noch nicht, dass die Weltwirtschaft in eine tiefe Depression gehen wird.

Der endgültige Kipppunkt, wo nichts mehr gemacht werden kann, dürfte recht nahe sein.
 

[19:30] Banken-Schrecken durch Einbruch der Realwirtschaft:

Welt: Banken steht der große Schrecken noch bevor

Düstere Zeiten für Banken rund um den Globus. Sollte die Finanzkrise auf die reale Wirtschaft durchschlagen, müssen die Geldhäuser mit massenhaft Kreditausfällen rechnen. Die Rating-Agentur-Fitch warnt in einer Studie, dass die Immobilienkrise zumindest für die Banken noch lange nicht zu Ende ist.

Endlich hat es jemand kapiert, dass die Firmenpleiten auch die Banken belasten werden.

[20:40] Böser Leserkommentar-DE dazu:

Sollte die Finanzkrise auf die reale Wirtschaft durchschlagen, müssen die Geldhäuser mit massenhaft Kreditausfällen rechnen. Was für eine Erkenntnis. Stammt die von Fitch oder der Welt ? Wahrscheinlich von einem MBA. Egal, sind wir mittlerweile schon so verblödet, dass wir annehmen das das keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft hat. Ich kann das nicht glauben, das Fitch und die Welt erst jetzt zu dieser Erkenntnis gekommen sind. Jeder, der auch nur halbwegs seinen gesunden Menschenverstand gebraucht, weiss dass die Exzesse der Finanzwirtschaft auf die Raelwirtschaft durchschlagen muss. Wer etwas anderes glaubt hat was an der Klatsche oder sitzt im Restaurant am Ende des Universums.

Zumindest haben sie es jetzt kapiert. Die MBA-Krisen-Leitung scheint etwas lang zu sein.
 

[13:00] Untergang der Heuschrecken-Opfer:

Telepolis: BIZ befürchtet Pleitewelle bei Heuschrecken-Opfern

Von "Private Equity" übernommene Unternehmen müssen bis 2010 rund 500 Mrd. USD an Krediten refinanzieren – was laut BIZ auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen dürfte

Ein grosser Teil der Kredite, mit denen gekauft wurde ist Junk-Qualität, nicht mehr refinanzierbar.
 

[11:00] Die Frage nach dem Tiefpunkt der Krise:

Handelsblatt: USA: Kein Ende der Kettenreaktion in Sicht

Wann ist der Tiefpunkt erreicht? Wird die Krise 2009 vorüberziehen oder erst Jahre später? Wird sie die führende Wirtschaftsnation Amerika nachhaltig zurückwerfen? Die US-Medien liefern dieser Tage vor allem eines: Fragezeichen! Warum die Unsicherheit an den Märkten nach wie vor greifbar ist.

Hier sieht man, dass die Medien und der Grossteil der Finanzwelt nicht wissen, was wirklich passiert. Man hofft immer weiter, dass der Tiefpunkt der Krise bald erreicht sein möge. Bis zum wirklichen Tiefpunkt wird es vermutlich noch bis 2010 dauern.

Was im Gang ist, ist eine Totalzerstörung des Finanzsystems und des "schuldengedeckten" Geldes, sowie der Supermacht USA.
 

[10:30] Firmenanleihen kaum mehr verkaufbar:

Mike Shedlock: Corporate Bond Sales Collapse

However, most missed the quiet but extremely important action in the corporate bond market. Please consider Bond Sales Slow to $5.3 Billion as Spreads Approach March Highs

Es ist also wieder so schlimm wie im März. Damals war Gold auf $1000.
 

[10:30] Ist jetzt Countrywide "dran"?

Mike Shedlock: Wachovia Halts Wholesale Mortgages; B of A Won't Guarantee Countrywide Debt

Bank of America Corp., the second- biggest U.S. bank, said it may not guarantee $38.1 billion of Countrywide Financial Corp.'s debt after taking over the mortgage lender, increasing the likelihood of a default.

Wann wird dieser Primary Dealer (eigentlich schon tot) untergehen? Oder wird er von Ben gestützt?

[15:45] Wachovia: Milliardenverlust bei US-Bank reißt Dax nach unten

Noch ein Todeskanditat.
 

[10:00] Der 1. und der 2. Absturz des John Meriwether:

Süddeutsche: Er ist nicht Gott. Aber auf dem Weg dorthin read!

Einst wurde er in den Himmel gelobt. Doch dann brachte John Meriwether mit seinem Hedgefonds LTCM das Weltfinanzsystem ins Wanken. Zwei Nobelpreisträger halfen ihm dabei.

Doch die Finanzkrise bringt Meriwether im Frühjahr 2008 erneut in Not. JWM verliert in den ersten drei Monaten des Jahres 31 Prozent. Der Fonds hat sich mit japanischen Staatsanleihen verzockt. Und so muss Meriwether in einem Brief an seine Anleger kleinlaut einräumen: "Wir haben das Risikoprofil des Portfolios stark zurückgefahren."

Interessanterweise lässt man ihn immer noch frei herumlaufen und das Geld der Anleger und Banken versenken.
 

[8:00] Das Kino zeigt es an - jetzt kommen die schlechten Zeiten:

Süddeutsche: Batman rettet das Kino

Dies war das erfolgreichste Wochenende in der Geschichte Hollywoods: "Batman" und die Präsenz von Heath Ledger als furchteinflößender Gegenspieler Joker übertreffen alle Erwartungen. Die Filmbranche feiert.

Laut Robert Prechter zeigt der Erfolg von Gruselfilmen schlechte wirtschaftliche Zeiten an.


Neu 2008-07-21:

[20:00] Aus der Banker-Traum:

Handelsblatt: Auto weg, Haus weg, Yacht weg

Milliardenverluste und Kreditkrise, Entlassungen und Spardiktate: In der Welt der Investmentbanker ist nichts mehr, wie es war. Vieles spricht dafür, dass ihre neue Welt viel kleiner sein wird als zuvor – und viel langweiliger. Die unsichtbare Hand holt sich zurück, was sie einst gab. Eine Spurensuche in der Londoner City.

Aber dann kamen die ersten Gerüchte über Entlassungen auf – und wurden schnell Gewissheit: „Eigentlich war es klar, dass es uns treffen würde. Das Geschäft war tiefgefroren, und statt satter Gewinne waren wir plötzlich für hohe Verluste verantwortlich.“ Der Anruf von der Personalabteilung war dennoch ein Schock für Peter. „Bevor man weiß, wie einem geschieht, steht man buchstäblich auf der Straße.“

Eine halbe Stunde reichte, um eine hoffnungsvolle Bankerkarriere vorläufig zu beenden. Die Fahrt mit dem Aufzug in die Konferenzetage, ein kurzes Gespräch mit dem herumdrucksenden Chef und einer kühlen Dame von der Personalabteilung über Abfindung und Formalien. Dann führte der Sicherheitsdienst Peter aus dem Gebäude, in dem er jahrelang ein- und ausging. Die persönlichen Habseligkeiten aus dem Schreibtisch bekam er ein paar Tage später – via Kurierdienst nach Hause.

Die Götter werden zurück auf den Boden geholt.
 

[15:30] Tafelsilber-Verkauf an der Wall Street:

MM: Verkauf des Tafelsilbers

Merrill Lynch macht die Kreditkrise weiter erheblich zu schaffen. Die drittgrößte US-Investmentbank verbuchte im zweiten Quartal erneut empfindliche Verluste. Zudem musste Merrill wieder hohe Milliardenbeträge abschreiben. Die Bank verkauft in der Not bereits ihr Tafelsilber.

Irgendwann ist das Tafelsilber zu Ende. Auch bei Lehman, Citi, etc. Dann kommt die Pleite.
 

[13:20] Bank-Shorting-Restriktionen wie 1932:

MMnews: SEC Krieg gegen Leerverkäufer

Entegen aller Proteste: Ab Montag gelten Short-Restriktionen bei 19 Finanztiteln. Regel gilt nicht für kleine Banken. Eine ähnliche "Notfall-Maßnahme" gabs zuletzt 1932! Hier die Liste und die Folgen.

Hat es damals geholfen? Nein!

[14:00] Leserzuschrift-DE dazu:

glauben Sie wirklich, dass Goldmann Sachs. JP Morgan, Morgan Stanley. Lehmann Brothers und Merill Lynch sich auch nur ein Haar krümmen lassen ? Meiner Meinung nach lassen die alle nach ihrer Pfeife tanzen.
Mal sehn. Vielleicht passiert etwas ganz Außergewöhnliches, mit dem nicht zu rechnen war. Und dann könnte, KÖNNTE der Gau plötzlich über alle hereinbrechen.

BS hatte wohl gegen den Dollar gewettet und auf Gold gesetzt...................

Die symbolische Macht des Goldes ist gigantisch. Mal sehn.............

Aber die Einflussnahme der BIG 5 ist es auch.

Warten wir einmal ab, wie lange die Macht von Primus und Gott reichen. Auch Götter sind schon gestürzt.
 

[13:00] Implodierte und implodierende Banken:

The Bank Implode-O-Meter

Für alle, die den derzeitigen Zustand wissen wollen.
 

[12:40] Leserzuschrift-DE - die Titanic sieht man besser von aussen an:

Wie ich ihre Seite gefunden habe:
Ich hatte im Oktober 2007 aus einem Bauchgefühl heraus Gold gekauft nachdem meine Aktien gefallen waren. Danach suchte ich eine logische Rechtfertigung für diesen Goldkauf und fand ihre Seite.

Man findet Hartgeld.com übrigens an erster Stelle wenn man "Systemkrise" googelt.

Ihre Seite gibt einem Kopschmerzen wenn man an die Zukunft denkt, aber das ist wohl so beabsichtigt.
Für mich die unterhaltsamste Seite im ganzen Internet.
Ich bin nicht 100 prozentig von einem totalen Systemkollaps überzeugt, habe aber das Rettungsboot bestiegen und gucke nun aus sicherer Entfernung zu, was an Bord der Finanz-Titanic vorgeht.

Stoppen sie ihre Seite bitte nicht bevor der Goldstandard eingeführt wurde!

Angehängtes Bild (danke):

Am Höhepunkt der kommenden Gold-Bubble wird Hartgeld.com vermutlich verkauft (nicht vorher). Dann sollten alle bisherigen Leser "Ausgesorgt" haben.
 

[11:00] Die Lüge des Tages:

Süddeutsche: Finanzminister: "Bankensystem sicher"

US-Finanzminister Paulson hat die Stabilität des US-Bankensystems bekräftigt. Er warnte aber, auf die Institute würden noch schwierige Monate zukommen.

Hahaha, wer glaubt ihm das noch? Hank der Oberlügner.

Diesen Artikel sollte man einrahmen und aufhängen. Nach dem Zusammenbruch kann man allen zeigen, wie die Verantwortlichen gelogen haben.

[18:30] Hier ist die nächste Lüge des Tages: Bank of America entzückt Anleger

Wie soll BoA das zusammengebracht haben? Da war wohl ein Befehl von Hank in Aktion, und die Pavlovschen Wall Street Hunde folgen.

[19:15] Leserzuschrift-DE zu BoA:

Der BoA Gewinnrückgang von 41% wird nur schön geredet.

Das gleiche Spiel wie bei Citigroup oder JP Morgan, alles nur ein schön reden!!

Da wird lediglich erwähnt, man hatte schlechtere Ergebnisse erwartet und das ist so positiv,da gehen die Titel fast durch die Decke.
Nur Manipulation!!

[19:15] Leserzuschrift-DE - noch eine US-Manipulation:

Die US-Neubautenanzahl vom 17.07.2008 (Juni 2008) sind diesmal ungeschickt gefälscht worden. Im Norosten sind die Wohnungen mit mehr als 5 Wohneinheiten innerhalb von einem Monat um 102% gestiegen!!
Im April waren es noch 93 Tsd, im Mai 117 Tsd und im Juni 237 Tsd....!!!! Die Häsuer mit einer Einheit sind in derselben Region konstant bei 59 Tsd geblieben! Bei Ansatz der Mai-Zahl von 93 Tsd für Juni kommen also statt 1066 nur 922 Tsd heraus!!! Dies wäre ein weiterer Rückgang von 5,6% statt ein ausgewiesener Zuwachs von 9,1% Ein neuer Tiefstand bei den Neubaubeginnen war den Banken wohl nicht mehr zumutbar.

Es wird immer schwieriger, die Wahrheit wegzumanipulieren. Auch Hanks Kunst kommt an ihre Grenzen.


Neu 2008-07-20:

[6:30] Mind. 100 US-Banken werden das nächste Jahr nicht überleben:

GodModeTrader: Banken hoch, Gold runter ? - Was ist denn da los ?

Wer glaubt, bei den US-Banken jetzt unbedingt einsteigen zu müssen, der sei an eine kürzlich veröffentlichte Studie von Bridgewater Associates erinnert. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass den Banken, entgegen anders lautender Beteuerungen, weltweit noch Abschreibungen in Höhe von 1.600 Milliarden US-Dollar bevorstehen. Hiervon sei bislang erst ein kleiner Teil öffentlich geworden.
Sollten diese Zahlen zutreffen, dürften noch etliche Finanzinstitute über die Klinge springen. Brancheninsider gehen davon aus, dass 100 bis 150 Banken die kommenden zwölf Monate nicht überleben werden. Das Analysepapier gilt in Fachkreisen nicht nur wegen seines Inhalts als brisant, sondern auch wegen des Absenders: Bridgewater Associates ist eine der erste Adressen in Finanzkreisen, die Analysen gelten als besonders treffsicher. Gewicht haben die Aussagen auch an höchster Stelle: Einige Notenbanken sind Kunden von Bridgewater.

Man kann sich heute schon vorstellen, was für eine Art von panikartigem Run aus allen Banken weltweit daraus entsteht.


Neu 2008-07-19:

[7:30] Welche Banken lässt man in Konkurs gehen?

FW Engdahl: Das »IndyMac«-Modell: US-Banken droht der Konkurs

In den Tagen nach der dramatischen Ankündigung von US-Finanzminister Paulson und des Chefs der »Federal Reserve«, Bernanke, »Fed« und US-Regierung seien bereit, die beiden größten Hypothekenfinanzierer der USA, »Fannie Mae« und »Freddie Mac« mit einem wahrscheinlich in der Geschichte noch nie dagewesenen »Bailout« de facto zu »nationalisieren«, haben bisher nur Wenige die Zeit gefunden, sich die Auswirkungen des Bankrotts einer kleinen Hypothekenbank in Kalifornien, der »IndyMac«-Bank, am selben Tag auszumalen. Dieser Konkurs hat die zweite Phase einer wirtschaftlichen Katastrophe in Gang gesetzt, die die Amerikaner jetzt trifft – eine Kettenreaktion von Konkursen kleiner und mittlerer Banken im ganzen Land, für die meisten Amerikaner das Herzstück des Kreditmechanismus.

Genau gesagt: jene Banken, deren Bankrott nicht gleich das ganze System umbringen, düfen in Konkurs gehen. Alles, was einen Derivatencrash auslösen könnte oder zu nahe der Macht ist, hält man. Speziell die Investmentbanken - noch.

Wie man mit der Bank-Rally umgeht: Dead cat bounce!, Bank stocks rally! Great selling opportunity!

Richtig: man nützt sie zum Verkauf der restlichen Bankaktien. Es ist nur eine tote Katze, die noch einmal zuckt.

Was ist ein Scheck einer Pleitebank wie IndyMac wert? WaMu wary of IndyMac cashier's checks

Nicht viel. Nur Bargeld geben lassen, oder überweisen.


Neu 2008-07-18:

[6:30] Geht Hanks "heile Welt" bald wieder zu Ende?

Spiegel: Merrill Lynch tief in der Verlustzone, Google und Microsoft enttäuschen Anleger

Miese Geschäftszahlen bei Merrill Lynch, enttäuschende bei Google und Microsoft: Die Investmentbank machte enorme Verluste durch die Kreditkrise, der Internetriese und der Computerkonzern weniger Gewinn als erwartet. Dabei hatte sich die Lage an der Wall Street gerade entspannt.

Das war nur ein Strohfeuer.

Wie hat Hank das gemacht? Ölpreis schließt unter 130 Dollar

Da war sicher ein grosses Stück Marktmanipulation dabei, aber auch das Nachlassen der Spannungen mit dem Iran.


Neu 2008-07-17:

[17:00] Die nächste Welle des Finanz-Tsunami - FW Engdahl:

Englisch: THE FINANCIAL TSUNAMI
Deutsch: Der Finanz-Tsunami: Die nächste Stoßwelle rollt - »Fannie Mae«, »Freddie Mac« und die US-Hypothekenschulden

Die Ankündigung von US-Finanzminister Henry Paulsen und des Chefs der »Federal Reserve«, Ben Bernanke, die amerikanische Regierung werde die beiden Hauptbürgen der Eigenheimhypothekenschulden – »Fannie Mae« und »Freddie Mac« – vor dem Bankrott bewahren, bestätigt, was wir an dieser Stelle schon wiederholt gesagt haben: Der Finanz-Tsunami, der im August 2007 auf dem relativ kleinen hochriskanten »sub-prime«-Hypotheken-Verbriefungsmarkt in den USA begonnen hatte, ist keineswegs vorbei. Vielmehr nimmt er gerade wieder Fahrt auf. Wie der gewaltige Tsunami, der Ende Dezember 2004 mit zerstörerischer Kraft in Südostasien wütete – wobei eine fürchterliche Stoßwelle der anderen folgte –, ist auch der Finanz-Tsunami, den wir jetzt erleben, ein Sturm mit einer langen Amplitude, also ein langwelliges Phänomen, bei dem Wertpapiere in Höhe von vielen Billionen Dollars abgewickelt werden, in Verzug geraten und schließlich auf den Markt geworfen werden. Aber das Ausmaß der letzten großen Stoßwelle, der plötzliche Vertrauensverlust in die zwei von der US-Regierung getragenen Institutionen »Freddie Mac« und »Fannie Mae«, ist nur ein Vorbote von weit Schlimmerem, das uns noch bevorsteht in der größten und verheerendsten Finanz- und Wirtschaftskatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Auswirkungen werden weltweit zu spüren sein.

Da kann Hank tricksen, soviel er will.

[20:00] Die Krise des Westens: Unbequeme Wahrheiten

Die Finanzkrise ist noch längst nicht vorbei. Vielleicht beginnt sie erst richtig – vor allem für die reichen Industriestaaten.
 

[17:00] Amerikaner reduzieren Bankguthaben unter die $100'000 Grenze:

Bloomberg: IndyMac Failure May Prompt Rush to Pull Bank Deposits

IndyMac Bancorp Inc.'s collapse may spur withdrawals from banks ranging from First BanCorp in Puerto Rico to Los Angeles-based Nara Bancorp Inc. as customers trim accounts below the $100,000 limit on deposit insurance, according to Sandler O'Neill & Partners LP.

``It's all about loss of consumer confidence, and that could hit any bank because they're all very leveraged,'' Newton said. ``These are fears you wouldn't worry about in a normal society, but this ain't normal.''

``This is a scare of a lifetime,'' said Duran, a 70-year- old retired office administrator. ``I worked hard for my money. I may not be a millionaire, but every little bit counts.''

Die IndyMac Pleite hat also schon ihre allgemeinen Auswirkungen. Grosse Guthaben werden abgezogen. Das macht die schwachen Banken erst recht fertig. Nachdem die IndyMac Pleite schon ca. 20% der FDIC-Reserven verbraucht haben dürfte, wird das bei einer systematischen Pleite von Banken auch nicht helfen.

In Europa ist die Situation noch schlimmer, da hier die Grenzbeträge geringer sind. Die einzige wirkliche Rettung ist echtes Geld, also Gold & Silber.
 

[7:40] Wann ist das Geld auf der Bank unsicher:

Richard Benson: Is Your Money Safe?

Most of us probably have our money safely tucked away, but don't get caught napping in the middle of the afternoon. The failures tend to come in slow motion, and there are signs you should be watching for, such as:

1) if a bank shows up on a list of troubled banks, move fast (it only took 10 days for IndyMac Bank to fail);

2) if a bank, brokerage firm or finance company has a stock price of $10 a share or less, try and cut your exposure;

3) if the stock price is $5 or less, proceed as if the company's' days are numbered and get your money out;

4) if a bank or brokerage firm has publicly denied rumors more than three times, consider them desperate and run; and...

5) if you ever hear a government official come out and say that an institution is fine, you know it's time to get your money out because history shows they're likely lying. Look what happened with Fannie and Freddie. The government said everything was fine right up to the day the US Treasury dropped the biggest government bailout of all time on the American taxpayer.

Das ist zwar für die USA geschrieben, aber überall anwendbar.
 

[7:50] "Global Confidence" ist im Eimer:

Bloomberg: Global Economic Confidence Drops on Market Turmoil, Oil Surge

Confidence in the global economy deteriorated this month from Asia to the U.S. as the oil price rose to a record and the financial crisis deepened, a survey of Bloomberg users on six continents showed.

Die ganze Welt geht derzeit in die Rezession und dann in die Depression.

Was John Rubino an einem Tag in einer Finanzzeitung gefunden hat: The Wall Street Journal Senses Something is Wrong

Jede Menge negativer Meldungen aus der ganzen Welt.


Neu 2008-07-16:

[14:30] Auch der Dax rutscht unter einer 1000er Marke:

Spiegel: Dax fällt unter 6000 Punkte

An der Börse geht es weiter abwärts: Am Mittag fiel der Deutsche Aktienindex kurzzeitig unter die Marke von 6000 Punkten - auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2006.

Wie viele Millionen hoffen jetzt, dass es wieder aufwärts geht? Sie hoffen vergeblich und werden viel tiefer verkaufen.
 

[12:15] Too big to fail? - die Zeche zahlt:

Presse: Da müssen wir wohl durch

Die Banken haben weltweit Milliarden versenkt. Nicht so tragisch. Die Zeche zahlen andere. Wir zum Beispiel.

Es gibt nämlich so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz: Banken, die eine entsprechende Größe erreicht haben, können Unsummen verspekulieren. Wenn die Sache schiefgehen sollte, werden sie ohnehin von der öffentlichen Hand aufgefangen, um nicht die gesamte Wirtschaft mit in den Abgrund zu reißen. „Too big to fail“.

... natürlich der Bürger, der nicht weiss, wie er sich absichert. War doch immer so, da fast niemand das System versteht.
 

[11:15] Mr. Mad Money empfiehlt den totalen Aktien-Ausstieg:

SchallUndRauch: Die Aktienmärkte sind am Ende, verkauft alles ...

Jim Cramer ist meistens sehr laut und optimistisch in seiner TV-Show, aber jetzt sieht er nur noch Schwarz. Normalerweise erzählt Cramer seinen Zuschauern, dass er immer irgendwo eine Möglichkeit zum Geldverdienen sieht, und es ist sein Ziel diese zu finden und seinen Kunden mitzuteilen. „Aber jetzt ist es anders, es ist das Ende“ schrieb Cramer im New York Magazine. „In den 25 Jahren an der Wall Street, habe ich es noch nie so schlimm gesehen.“

„Verkauft alles, nichts funktioniert mehr“ schreibt er.

Wenn er die Grenze von 10000 nicht angegeben hättem würde ihn Dick Checney sicher nach Guantanamo bringen lassen.
 

[11:00] Fannie-Downgrading:

Cash: Moody's senkt Fannie Mae-Ratings

NEW YORK (AWP International) - Die Ratingagentur Moody's hat ihre Bonitätseinschätzung für den Hypothekenfinanzierer Fannie Mae gesenkt. Das Finanzstärke-Rating (Bank Financial Strength Rating, BFSR) sei von "B" auf "B-" herabgesetzt worden und das Rating für die Vorzugsaktien von "Aa3" auf "A1", teilte Moody's am Dienstag mit. Zudem blieben die Einschätzungen für mögliche weitere Abstufungen unter Beobachtung.

Das ist gar nichts und wie immer kommen sie zu spät. Wie bei MBIA & Ambac.

In Wirklichkeit müssten sie die MBS von Fannie & Freddie downgraden - nur das löst den weltweiten Abverkauf aus.
 

[8:00] Die harte Phase der Krise kommt:

FTD: Wolfgang Münchau: In die Katastrophe

Die Lage am US-Hypothekenmarkt spitzt sich weiter zu - mit dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft. Die nächste Phase der Finanzkrise dürfte ungleich härter werden als die erste.

Diesen Sommer werden die Krise noch Alle bemerken - am eigenen Konto oder Depot.

[10:30] Die Horrorshow: Das Neueste aus Roubinis Horror-Show


Neu 2008-07-15:

[20:00] Dow unter 11000:

FTP: Dow Jones fällt unter 11.000 Punkte

Inzwischen hat ihn das PPT wieder über diese Grenze gehoben.

Laut Richard Russel liegt knapp darunter bei 10750 der Punkt, der einen Panikabverkauf auslösen dürfte.
 

[20:00] Werden die SIVs jetzt aufgelöst?

Bloomberg: Cheyne's $6 Billion SIV `Fire Sale' Triggers Moody's Downgrade

The first auction of assets by a structured investment vehicle drove Moody's Investors Service to downgrade the Cheyne Finance Plc SIV by five levels, describing it as a ``fire sale.''

The $6 billion SIV set up by London-based Cheyne Capital Management (UK) LLP is scheduled to auction its assets this week or transfer them to a new company under a reorganization by receivers Deloitte & Touche LLP and Goldman Sachs Group Inc. Moody's said it cut the SIV's senior debt to Ca, its second- lowest grade, in a report today.

Die CDOs da drinnen wittern jetzt Marktluft und sie tut ihnen nicht gut: CA - Rating = fast Totalverlust. Das war das "Senior-Debt".
 

[16:30] Run auf die Fortis-Bank?

FTD: Fortis gerät in Gerüchtestrudel

Nach Lehman Brothers und Washington Mutual muss jetzt auch mit Fortis eine der größten Banken Europas Gerüchte über Liquiditätsschwierigkeiten zurückweisen. Die Bank wehrte sich gegen die Spekulation, dass Kunden ihr Gespartes von den Konten abheben.

Dann hätten wir das auch in Europa.

[20:30] MMnews: Kunden stürmen angeblich Fortis

Die grosse Zeit der Bank-Runs kommt.
 

[15:00] Delisting von Lehman:

MM: Verlässt Lehman die Börse?

Nach 80 Prozent Kursverlusten und permanenten Gerüchten um Liquiditätsprobleme hat das Management von Lehman Brothers möglicherweise genug vom Börsentreiben. Einem Bericht zufolge erwägt die US-Investmentbank, die eigenen Papiere vom Kurszettel streichen zu lassen.

Dürfte eine Nebelwolke sein, um ein Delisting DURCH die Börse klein zu reden. Soetwas bedeutet eigentlich Bankrott.
 

[8:30] Der Fannie & Freddie Horror geht weiter:

FTD: US-Notplan verpufft an Märkten , Tobias Bayer - Bear Stearns mal 200

Die milliardenschwere Rettungsaktion für die angeschlagenen US-Hypothekenfinanzierer hat die Sorgen der Märkte wegen der Kreditkrise nicht zerstreuen können.

Natürlich geht diese Krise nicht weg, wenn man sie mit einigen Milliarden bewirft (heute die übliche Methode).

Es kracht aber an allen Ecken und Enden - jetzt kommt die Welle der Bankenpleiten.

Tricky Hank an der Arbeit für seinen Bankenbrüder: Der Dreistufen-"Plan" des amerikanischen Finanzministers

[16:30] Die Fannie & Freddie Aktien fallen weiter: Fannie, Freddie Drop on Waning Confidence in Support
 

[7:30] Der WaMu-Horror kommt:

Standard: Washington Mutual drohen 26 Milliarden Dollar Verlust

Der größten US-Sparkasse Washington Mutual droht im Zuge der Kreditkrise nach Einschätzung von Lehman Brothers ein Verlust von 26 Mrd. Dollar (16,4 Mrd. Euro). Der Großteil gehe auf das Hypothekengeschäft zurück, teilte Lehman-Brothers-Analyst Bruce Harting am Montag mit.

Jetzt fehlt nur noch ein richtiger Run auf die Bank. Dann sind sie der nächste Gross-Pleitefall nach IndyMac. Dann geht es Schlag auf Schlag.

Hinweis: Der Sommer 2008 wird der Sommer der Bankenpleiten! Zuerst in den USA, dann auch in Europa.

Es sind noch 90 weitere Banken auf der FDIC-Watchlist: Finanzkrise: 90 US-Banken droht die Pleite

[9:00] Jetzt sind es schon 300 Banken: USA: Banken-Pleite-Welle droht

IndyMac war nicht auf dieser Liste, WaMu ist es vermutlich auch nicht. Eine WaMu-Pleite sprengt sicher allein diie FDIC.

PS: Jeder Amerikaner, noch halbwegs bei Sinnen ist, wird jetzt sein Geld von WaMu & co. abheben.

PPS: Bei IndyMac hat bereits der Abzug von $1.3 Mrd. = nur 4% der Assets von $32 Mrd. zum Einsturz gebracht. Wie viel ist es bei WaMU?

[8:30] Zitat aus dem Midas vom 14.7.:

"Someday this capitalistic economy, or what we used to call the capitalistic system, needs to get back on track and that means failure," said Lee Hoskins, former president of the Federal Reserve Bank of Cleveland. "You can't have risk-taking without failure."

Die Profite wollen sie haben, das Risko aber nicht - das soll der Staat tragen.
 

[8:30] Der Wunsch von Rob Kirby aus dem Midas:

Wann kommt es?


Neu 2008-07-14:

[21:15] Wie viele Banken kann die Fed noch retten?

Mike Shedlock: How Many Bullets Does The Fed Have Left?

How Many Bullets Are Left?
Meanwhile take a good look at the institutions in the table above. The question of the day is "How many of those institutions can the Fed possibly bail out?" Three? One? Two?

Minyanville's Todd Harrison looks at it like this. "The Fed has only so many bullets in its gun. The last one will be pointed inward."

Nicht mehr viele. Aber die Fed kann, wenn sie will, neue "Kugeln" erzeugen, indem sie neues Geld monetisiert. Aber hier ist die Grenze ein Dollar-Kollaps.
Der letzte Schuss geht an die Fed selbst - Selbstmord durch Hyperinflation.

 

[15:50] Citigroup hat ein weiteres Billionen-Problem:

Bloomberg: Citigroup's $1.1 Trillion of Mysterious Assets Shadows Earnings

At an investor presentation in May, Citigroup Inc. Chief Executive Officer Vikram Pandit said shrinking the bank's $2.2 trillion balance sheet, the biggest in the U.S., was a cornerstone of his turnaround plan.

Nowhere mentioned in the accompanying 66-page handout were the additional $1.1 trillion of assets that New York-based Citigroup keeps off its books: trusts to sell mortgage-backed securities, financing vehicles to issue short-term debt and collateralized debt obligations, or CDOs, to repackage bonds.

Da dürften weitere gigantische Verluste versteckt sein. Ebenso neue Vehikel wie QSPE - was immer das ist.

Ist Citi auch bald dran:

Danke für die Zusendung, fantastisches Bild!
 

[13:00] Was tut man bei solchen Meldungen?

MM: US-Regierung stemmt sich gegen Bankenkollaps

Richtig, man hebt das Geld ab und wandelt es in Gold & Silber um.

Helm und Rüstung sind angesagt: Blanke Banken

Das Aus von Indy Mac am Freitag stammt aus dem Lehrbuch der Bankwirtschaftslehre: Kleinanleger geraten in Panik und holen sich schnell das Geld vom Konto; bei Indy Mac waren das ruckzuck 1,3 Milliarden Euro. Erst geht das Vertrauen flöten, dann das Geld. Die Bank ist tot.

Ist am Freitag bei IndyMac und der Roskilde-Bank passiert. Die Letzten beissen die Hunde.

Federal officials are trying to prevent a sell off on stocks, and a run to withdraw money from banks, on Monday: FDIC Reassures Indymac Customers

Wer ist die Nächste Bank - NYT: Analysts Say More Banks Will Fail

Die Angst "der da Oben" ist vor einer generellen Flucht aus Aktien und Banken.
 

[9:30] Der Bailout von Fannie & Freddie:

Spiegel: US-Regierung will Milliarden in angeschlagene Hypothekenbanken pumpen

Nun wird die angekündigte Hilfe konkret: Die US-Regierung will den Kreditrahmen für die angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac anheben. Zudem erwägt Washington einen Kauf von Anteilen der beiden Branchenführer.

Damit werden die beiden verstaatlicht und deren Schulden werden Staatsschulden - obwohl man wegen dem Dollar diesen Eindruck verhindern möchte.

Es geht noch weiter: http://www.welt.de/welt_print/article2210587/US-Regierung_will_Hausbesitzern_mit_300_Milliarden_Dollar_helfen.html

Ein Dollar-Hebungs und Gold-Drückungs-Programm zur Unterstützung ist auch schon unterwegs, wird aber nichts mehr helfen. Denn jetzt beginnt der Weg in die wahre Hyperinflation.

[10:00] Hank Paulson überschreitet den Rubicon:

Bloomberg: Paulson Puts Treasury's Weight Behind Fannie Mae, Freddie Mac

The steps would bring the U.S. closer to giving an explicit guarantee for the debt sold by the shareholder-owned, federally chartered companies. That reflects a need for the government to bail out an economy that's been rocked by the worst housing recession in 25 years, the credit crisis, and soaring energy costs.

``They appear to be crossing the Rubicon,'' Sean Egan, president of Egan-Jones Ratings Co., a credit-rating company based in Haverford, Pennsylvania, said, referring to Caesar's invasion of Italy to set up a dictatorship.

Jetzt wissen wir, was Hank über das Wochenende gemacht hat. Er hat die Grenze zur expliziten Staatsgarantie und Monetisierung von Fannie & Freddie überschritten.

Hier sind die Auswirkungen: Inflation treibt die Renditen der Bonds

[16:00] Eine vernünftige Meinung: Fannie und Freddie haben keine Rettung verdient

[18:30] Jim Rogers dazu: Fannie Plan a `Disaster' to Rogers; Goldman Says Sell

[18:30] Und Martin Weiss: GM, Fannie, Lehman: Too big to fail? Or too big to save?

Er ist ein guter Analyst, aber ein schlechter Investor, denn er empfiehlt Treasuries, etwas das Jim Rogers wie die Pest meidet (mit dem Dollar).
 

[18:30] Der politische Fallout von Fannie & Freddie:

Infowars: Mortgage Giants' Collapse Could Herald 1930's Style Depression

Veteran London Times journalist William Rees-Mogg predicts that the collapse of U.S. mortgage giants Fannie Mae and Freddie Mac could herald a downturn into a 1930’s style depression that threatens to sweep away democratic governments.

“Before we get back to balance, we may see dramatic changes in politics, as well as in business and finance,” Rees-Mogg concludes.

Politische Änderungen wird es sicher geben. Die Frage ist nur in welche Richtung (derzeit nicht vorherzusagen). Ein grober Fluchtplan ist günstig.


Neu 2008-07-13:

[20:50] Nix mit Ende der Krise:

FTD: Das Grauen an den Finanzmärkten geht weiter

Für manche Topbanker und Politiker ist das Ende der Finanzkrise in Sicht. Doch das Schlimmste kommt erst noch. Jüngster Beweis ist der drittgrößte Bankencrash in der US-Geschichte.

Nicht an Joe und seine Lügen glauben: die Krise ist wieder da und wird noch viel furchtbarer, als sich dieser Autor es je ausmalen könnte.
 

[20:40] Der Vorläufer eines Crash:

Jesse: Periods of Financial Distress

Charles P. Kindleberger picked up on this and followed Minsky's analysis in his famous book, Manias, Panics, and Crashes: A History of Financial Crises... The period of financial distress is a gradual decline after the peak of a speculative bubble that precedes the final and massive panic and crash, driven by the insiders having exited but the sucker outsiders hanging on hoping for a revivial, but finally giving up in the final collapse.

According to Appendix B of Kindleberger's 2000 edition, 37 of the 47 great historical speculative bubbles exhibited such a period before the final crash...

Den "Financial Distress" sehen wir seit einem Jahr schon zur Genüge. Wann kommt der echte Crash?
 

[20:30] Die Fannie & Freddie "Reparatur" über das Wochenende:

Mike Shedlock: Operation "Rescue Fannie" Underway - Paulson a Blatant Liar

"Operation Rescue Fannie" has now morphed into a taxpayer bailout of Bill Gross, China, and anyone else that levered into buying Fannie Mae garbage. It is a moral hazard to the highest degree, for bondholders to be made whole in this mess.

Wieder die üblichen Paulson-Tricks in der Anwendung. Die Fed soll stützen = monetisieren. Nicht nur Fannie und Fredde, sondern auch die Bondhalter wie Pimco oder China.

[21:00] Morgen grosser Test für Freddie Mac: Freddie Mac's Next Hurdle: Raise Cash

Weissgarnix dazu: Ein schicksalshaftes Wochenende

Daher werden US Politiker und Notenbankpräsidenten niemals einen deflationären Schuldenkollaps im Hier und Heute riskieren, weil morgen und übermorgen vielleicht Geldvermögen nur noch die Hälfte wert ist. Das könnten sie der Bevölkerung schlicht nicht erklären, vor allem nicht im Wahlkampf für das US Präsidentenamt.

Der Kollaps passiert dann, wenn die Flucht aus Dollar und Treasuries voll einsetzt. Hatten wir davon am Freitag nicht einen Vorgeschmack?

Der nächste Horror bei dieser Aktion: Could The U.S. Lose Its AAA Status?

On Friday, July 11, the pandemonium surrounding Fannie Mae and Freddie Mac’s fall from financial grace prompted some panic-stricken citizens to ask the most dreaded of all questions: If the U.S. government is forced to bailout the fledgling mortgage giants, will the leader of the free world lose its coveted AAA status?

Das muss nicht durch explizites Downrating geschehen. MBIA und Ambac haben gezeigt, dass der AAA-Status auch vorher schon nicht mehr geglaubt werden kann. In diesm Fall bedeutet es die totale Flucht aus dem Dollar - der absolute GAU - eine Art vom Weltuntergang. James Turk sieht ihn schon diesen Sommer.
 

[20:30] Leserzuschrift-DE zu Aktien Abschreibungen:

Ich verfolge Ihre Seite seit längerem und muss Ihnen in jeglicher Hinsicht gratulieren. Nach nunmehr 10 Jahren intensiver Investmenterfahrung (als 28 Jähriger) komme ich zu sehr ähnlichen Folgerungen. Auf jeden Fall wird man das goldene Zeitalter, sofern es kommt, nicht ohne Gold erreichen :)

Was ich noch anmerken ist die Tatsache, dass die Banken ja auch viele Beteiligungen und somit hohe Aktienbestände halten. Müßten diese bei den starken Korrekturen der letzten Wochen nicht auch langsam ein Abschreibungspotential bilden??

Ja, auch die Level 1 (da sind die Aktien drinnen) und die Level 2 Assets müssen abgeschrieben werden. Das schmerzt besonders, da nicht leicht versteckbar.
 

[20:00] Leserzuschrift-DE zur Dauer der Systemkrise:

Natürlich will auch ich diese Gauner endlich entmachtet sehen - was mir nur Sorgen macht, ist die voraussichtliche Zeitdauer des Vorgangs.
Wenn das wirklich 10 oder mehr Jahre dauert, wird es sehr eng - auch für die Vorsorgenden.
Dazu kommt ja auch noch das Problem der Pensionsversprechungen, für die keinerlei Rücklage gebildet worden sind, ganz abgesehen von der Rente. Natürlich hat man selbst vorgesorgt, jedoch das Millionen/Milliardenheer wütender und verzweifelter Mitbürger, die keine Chance haben, sich zu verbessern, teilweise Alte - davor graut mir, ehrlich gesagt.
Kurzer Prozess - totaler Kollaps - dann Wideraufbau. Das wäre ideal. Jedoch nicht wahrscheinlich.
Dennoch - Ihre Website und Ihr Wirken ist ein Vorbild!

Wenn es wirklich losgeht, dann geht es schnell. Aber die Politiker werden den Gesamtprozess wohl noch einige Jahre ausdehen - bis sie selbst entmachtet sind.

Vorbei kann die Krise erst sein, wenn es ein neues goldgedecktes Währungssystem gibt - und nur 10% Staatsquote.


Neu 2008-07-12:

[21:00] Russland will seine Fannie & Freddie MBS behalten?

Handelsblatt: Russland bleibt Freddie und Fannie treu

Russland will trotz der Probleme bei den angeschlagenen US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae seine milliardenteueren Schuldscheine der halbstaatlichen Banken behalten.

Jetzt kommen also die Soldaritäts-Beteuerungen. In der Tat sind diese MBS nicht viel schlechter als Treasuries. Es ist alles Mist.

Die Wirklichkeit: Russland hat wegen der eigenen Bubbles genau so viel Angst vor einem Systemuntergang wie alle anderen.

Was machen die Chinesen und Japaner? U.S. Taxpayer Bailout of China Over Fannie Mae

If China and Japan were dumb enough to invest in US agencies (and they were), then China and Japan should suffer the consequences, not US taxpayers.

Selbst schuld.
 

[14:30] Mehr Mist für die Fed von Fannie & Freddie:

Mike Shedlock: Bernanke Expands Swap-O-Rama To Include Fannie, Freddie

Bernanke, hoping to make a silk purse out of a sow's ear, is expanding the Fed's Swap-O-Rama program. Bernanke has opened the discount window for GSEs.

Excuse me, but exactly what good is that supposed to do? How can it possibly help the solvency of those companies? All it will do is expand the Fed's balance sheet with more garbage.

Heli-Ben macht jetzt das Gleiche, was die EZB mit den spanischen MBS macht - er monetisiert sie.

Daher muss auch der Staat die beiden nicht übernehmen: Keine Übernahme von Fannie und Freddie

Zumindest vorläufig. Der Abverkauf der Treasuries ist ihnen in die Knochen gefahren.
 

[14:30] CDOs kollabieren weiter:

DasGelbeForum: Das Endgame startet: ABX Kollaps

Endlich, endlich, kollabieren auch die 2006er AAA. Jetzt können sie nichts mehr halten. Ein Absturz heute des "besten" aller ABX Werte, wie wir ihn in der gesamten Finanzkrise noch nicht gesehen haben:

Alles andere, ja, wirklich ALLES, auf ALL TIME LOW. Die Märztiefs sind bei ALLEN ABS sämtlichst unterschritten. Das Hütte brennt lichterloh.

Da haben die Banken wieder eine neue Verlustquelle. Offenbar fliegt das Zeug jetzt auf den Markt,

Zusammengefasst: hoffnungslos, dazu auch noch der Kollaps einer mittleren Bank - IndyMac.
 

[11:30] Leserzuschrift-DE - Der 11.7.8, ein Tag für Historiker:

Der 11.7.8, ein Tag für Historiker: Aktien, Dollar und US-Staatsanleihen runter, Öl und Gold hoch

Die halbstaatlichen US-Hypo-Finanzierer Fannie und Freddie sind faktisch am Ende, ihr staatliches Bailout wird den US-Dollar weiter versenken, wie auch US-Staatsanleihen. Dass erstmals in einer massiven Krisensituation die Anleihen auch abverkauft wurden, ist neu und Zeichen einer endgültigen Zeitenwende. Das US-Imperium ist Geschichte! (Bis das ins allgemeine Bewußtsein dringt, dauert´s natürlich noch ´ne ganze Weile)

Gold ging so massiv und rasant hoch, dass das monatelange Konsolidierungsdreieck klar nach oben verlassen wurde.

Es wird zwar seitens des Plunge Protection Teams Gegenbemühungen geben, aber die sind auf Treibsand gegründet. Das wird nur sehr kurzfristig helfen, eher nur Wochen denn noch Quartale.

Der 11.7.08 markiert in nicht mehr zu leugnender Weise den Beginn der Totalauflösung des westlich dominierten Finanzkapitalismus wie wir ihn die letzten Jahrzehnte kannten und erleiden durften.

Kommt ´was Besseres nach? Darauf gibt´s nur die Radio-Eriwan-Antwort ...

Über das Wochenende wird man versuchen, verschiedene Dinge zu "reparieren", wie bei Bear Stearns. Vermutlich kommt ein Schwall an Beschwichtigungen.

Aber nächste Woche wird das Drama weitergehen. Signifikant war, dass diesesmal auch die Treasuries abverkauft wurde. Bisher hat immer eine Flucht in diese stattgefunden. Das macht die üblichen "Reparaturmethoden" (Helikopter-Geld) zunichte.

Wir sollten uns auf $1000 Gold nächste Woche bereitmachen.
 

[11:30] Aus Bill Bucklers Gold This Week:

Brother Can You Spare $US 5.2 TRILLION?
The $US 5.2 TRILLION refers to the amount of debt paper owned or guaranteed by the two huge US government "sponsored" mortgage companies, Fannie Mae and Freddie Mac. These two companies own or provide the backing nearly half of the $US 12 TRILLION in US home mortgages. Their paper has been seen as sacrosanct for decades, with the implied backing of the US government. In this role, it has become a favourite "investment" for central banks, institutions and individuals all over the world....

There are many more like this, but we have saved the best for last. As you probably know, on July 11, US stock markets went into free fall early only to be rescued later in the day. The Dow still closed down 128 points to 11100, its lowest close in two years. Normally, when US investors sell stocks they buy Treasuries. And normally, in times of fear of incipient financial meltdown, US investors stampede into Treasuries as a "safe haven".

That didn't happen on Friday, July 11. In fact, the opposite took place. Yields on Treasury debt paper with maturities of two years or more blew out. The 10-year paper, for example, saw its yield increase by 17 basis points - the biggest one-day jump since March 24. Of course, as Treasury yields go higher, the prices of the debt paper on the secondary markets go lower.

We've heard of an "each way bet", but this is ridiculous! Treasuries are being sold off because the government WILL have to bail out Fannie and Freddie. Five hours later, Treasuries have been sold off even more because the government WON'T have to bail out Fannie and Freddie. Hmmmmm!??

In reality, of course, Treasuries were sold off on Friday in the face of unmistakeable proof of the insolvency of the entire US financial system. Several officials were quoted as saying that a government bailout was "not desirable" because if the worst came to the worst, it would "effectively double the public debt".

Die "guten Zeiten" für Hank, Ben und andere Zentralbanker/Regierungen sind jetzt vorbei. Die Herde flüchtet jetzt nicht mehr gleich in die Staatsanleihen, sondern anderswohin, etwa in Gold oder Öl. Das ist ein massiver Paradigmen-Wechsel.

Ab jetzt funktionieren die Geld-Helikopter nicht mehr richtig, sondern werden kontraproduktiv.
   

[6:30] Alles in Papier wurde gestern abverkauft:

Aus dem Midas vom 11.7.:

To all; we are experiencing panic in the financials this morning. Fannie and Freddie shares are off roughly 40% from last nights close. Lehman Bros has now lost 50% in the last 3 weeks. Remember 3 weeks ago Lehman did an equity financing at $28. That was supposed to solve all their problems, they would be able to stand upright going forward. They are trading at $13+ today. Such a deal!

The "Dow" has been softening but can't be called a panic yet. However, since the U.S. has become a "paper pushing" ie. financial product economy, it is only a matter of time before the panic in financials spills over into everything else. I do believe we will see some sort of bailout of Fannie and Freddie, more than likely this weekend. The Fed and Treasury failed to stem this panic 2 weeks ago when they had at most a ghost of a chance. Bailout, bailout, bailout, that is all we are hearing today. These two mortgage entities are deemed "too big to fail". I think they are TOO BIG TO SAVE! If the Fed and Treasury step in with a bailout, you will see the Dollar do a bungee jump with no chord. This "episode" will break the chart on the Dollar. There is not much more to say here other than unfortunately "game over". Regards, Bill H….

Very important change today…

To all; we are experiencing a changing face in financial markets today. Yields on Treasuries are RISING! This is the first time yields have risen during stressful or panicky conditions in the stock market. I wrote late last year the "bell would ring" the day we saw panicky equities, a falling Dollar, AND falling Treasuries[rising yields]. In the past, yields ALWAYS dropped as people panicked into Treasuries as a "safe haven". Today EVERYTHING is being sold. Everything paper that is. Oil, Gold, and Silver are rising sharply today. This means that as stocks, bonds, and Dollars are liquidated, they are finding a new home outside of the "paper game". This is a very, very important change. Capital is exiting paper. No longer are the deck chairs on the Titanic being rearranged, passengers are jumping ship. If this continues into next week, the panic in the financials will spread into ALL things paper.

CNBC is blaming this financial panic on short sellers. Again, BULL! Short sellers do not have enough capital to tank the system. Fundamentals, and fundamentals alone are capable of creating a panic. Smart, big money, will step up and buy if asset values are, or get too low. Smart, big money, will not step in front of a freight train if fundamentals do not justify it. This is not short sellers, it is investors making the decision to exit paper. BASED ON FUNDAMENTALS. Regards, Bill H.

Diese (Alarm-) Glocke hat gestern geläutet. Nicht nur wurden die Aktien abverkauft, auch die Treasuries und der Dollar. Die Zeiten haben sich massiv geändert.

Fed's discount window said open to Fannie and Freddie

Fannie Mae, Freddie Mac Are Sound; Panic Unwarranted, Dodd Says

Bloomberg News Service Friday, July 11, 2008

WASHINGTON -- Fannie Mae and Freddie Mac are sound and have several options for capital and liquidity, and the "facts don't warrant" the negative reaction by investors, Senate Banking Committee Chairman Christopher Dodd said.

"There is sort of a panic going on, and that is not what ought to be," Dodd, a Democrat from Connecticut, said at a press conference in Washington today. "Fannie Mae and Freddie Mac were never bottom feeders in the residential mortgage market."

Dodd said options for the two largest U.S. mortgage-finance companies include using the Federal Reserve's discount window. He said the Fed and the Treasury Department are considering a "number of options."

Die Politiker lügen, dass sich die Balken biegen, Fannie & Freddie dürfen jetzt auch Heli-Bens Helikopter-Geld anzapfen.

Zu den Finanzmedien in den USA, die Bill Murphy "Muppets" nennt:

The Muppets are clamoring for the US Government to do something, to solve yet another market crisis … which is a main reason we are in this mess in the first place. When will these clowns wake up to the real story behind this growing US financial market nightmare?

What the Muppets are not talking about is what are the ramifications for a government takeover, or bailout, of these two major US financial institutions? There has to be quid pro quo and downside for having the US public paying up for such a maneuver. One of them is to send the dollar into the dumpster, and we saw some of that today...

Diese Sprechpuppen, wissen natürlich nicht, was ein Fannie & Freddie Bailout an sonstigen Konsequenzen bringen würde. Einen Vorgeschmack haben wir gerade gesehen.
 

[6:30] Die Geldmenge beginnt überall zu schrumpfen - monetäre Deflation:

Telegraph: Monetarists warn of crunch across Atlantic economies

The money supply data from the US, Britain, and now Europe, has begun to flash warning signals of a potential crunch. Monetarists are increasingly worried that the entire economic system of the North Atlantic could tip into debt deflation over the next two years if the authorities misjudge the risk.
The money supply is crumbling in the US. There was a very sharp lending contraction in the second quarter lending. If the Federal Reserve is forced to raise rates now to defend the dollar, it would be checkmate for the US economy," he said.

Leigh Skene from Lombard Street Research said the lending conditions in the US were now the worst since the Great Depression. "Credit liquidation has begun," he said.

The Fed's awful predicament does indeed have echoes of the early 1930s when the bank felt constrained to tighten into the Slump in order to halt bullion loss under the Gold Standard. Investors - notably foreigners - dictated a perverse policy. Over 4,000 US banks collapsed. This time a de facto "Oil Standard" is boxing in Ben Bernanke. Benign neglect of the dollar has started to backfire. It is pushing up crude, with multiple leverage.

Das muss die Zentralbanker in höchste Panik versetzen. Durch die reduzierte Kreditvergabe der Banken geht auch das Wachstum der Geldmenge zurück bzw. sie schrumpft sogar - die klassische Definition der Deflation.

Das heisst aber noch lange nicht, dass auch die Konsumgüter-Preise "schrumpfen". Wie bei allen Krisen dieser Art explodieren sie, da auch das Geld gegenüber dem "Standard" im Wert schrumpft. Dieser Standard ist hier Öl.


Neu 2008-07-11:

[16:00] Achtung: Gefahr eines Crash:

Dollar kippt ab, Gold auf $966 - steigt rasant, Öl $146 (neues All-time-High)

Ein Dow-Crash bei der Eröffnung wurde vom PPT offenbar im letzten Moment verhindert, geht wieder los.

Der US-Treasury-Yield explodiert auch - deutet auf einen Abverkauf aller Dollar-Werte hin. Diesemal nicht der sichere Hafen.

Dieser Tag kann noch alles bringen. Jetzt kommt die wirkliche Krise, die die Leute auch spüren werden.

Ich hoffe, alle Leser haben die Luken dicht geschlossen und alle Rettungsboote sind bereit.

[19:00] Aktien-Indizes:

DOW, DAXetc. sind heute zwar auf Jahres-Tiefs gefallen, aber ein wirklicher Crash war das aber nicht.

Der wirkliche Aktiencrash auf breiter Front kommt erst, wenn etwas wirklich Grosses passiert und die PPTs versagen.
 

[10:30] Leserzuschrift-DE - Es ist so weit!

ja, der Moment, auf den wir lange warteten, den Sie lange vorhergesagt haben, er steht unmittelbar bevor. Das System kollabiert mit 100% iger (!) Wahrscheinlichkeit noch vor den olympischen Spielen. Ich habe Bedenken, dass ich noch die letzten Bankanlagen in Gold wandeln kann, denn die laufen noch bis 01.08. Mittlerweile glaube ich, dass es bereits kommenden Montag so weit sein wird: in Frankreich ist Feiertag, damit die Börse geschlossen, man kann alle Energie auf den deutschen Markt focussieren. Ein radikaler Absturz einer großen Bank scheint mir sehr wahrscheinlich, sozusagen als Präventivschlag der US-Banken gegen ihre Konkurrenz in Europa.

Viel Erfolg, und stellen Sie den Sekt kalt für Gold über 1.000: nächste Woche brauchen Sie ihn.

Eine so "sichere" Prognose würde ich nicht wagen. Jedoch kann der Kollaps jederzeit kommen und sich ausbreiten.

Gold $1000 kann tatsächlich in wenigen Tagen kommen und ist auf jeden Fall ein Indikator für die Gefährlichkeit der Situation. Dann geht es wahrscheinlich richtig los.

[18:30] Marc Faber zur Krise: Dr. Doom warnt vor jahrelanger Rezession

[19:00] Hier eine Warnung verknüpft mit der Darstellung der Gelderzeugung: Beim Geld geht es um die Wurst
 

Die Fannie & Freddie Krise:

[15:30] Für alle, die wissen wollen, was die sind: Freddie und Fannie, wer ist das eigentlich?

[16:30] Die Zerstörung von Fannie & Freddie:

MarketWatch: Fannie and Freddie shares under siege

Shares of Fannie Mae and Freddie Mac dropped nearly 50% Friday, as investors increasingly believe the mortgage giants that made the American dream of home ownership possible for millions will need to be bailed out by the U.S taxpayer.

Belagert (under siege) werden sie schon: von den Verkäufern ihrer Wertpapiere.

Fannie Mae: heute -45%:

Freddie Mac: heute -46%

Das war es dann wohl.
 

[19:30] Keine Verstaatlichung von Fannie & Freddie?

FTD: US-Regierung verweigert Verstaatlichung

In den USA gibt es nur ein Thema: Was geschieht mit den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac? Der Finanzminister versuchte, Gerüchten über eine baldige Verstaatlichung entgegen zu treten. Die Märkte drückte das weiter ins Minus.

Vermutlich hat Hank Paulson wieder einen Trick gefunden und der heutige Absturz des Dollars hat sie aufgeweckt.
Vielleicht monetisiert jetzt Heli-Ben die Verluste und MBS?

[9:00] Fannie & Freddie sind real insolvent:

Bloomberg: Fannie, Freddie Too Critical to Fail, Lawmakers Say

Freddie Mac owed $5.2 billion more than its assets were worth in the first quarter, making it insolvent under fair-value accounting rules. The fair value of Fannie Mae assets fell 66 percent to $12.2 billion, data provided by the Washington-based company show, and may be negative next quarter, former St. Louis Federal Reserve President William Poole said.

Zumindest Freddie ist nach Bilanzregeln eigentlich schon insolvent, da überschuldet. Aber die Politiker und Bürokraten lügen, was das Zeug hält. Für sie dürfen diese beiden Monster nicht sterben, denn das würde den US-Immobilienmarkt sofort komplett stoppen.

[9:00] Also wird gerettet, was gerettet werden kann:

FTD: Not-OP für US-Hypothekenriesen , US-Finanzkrise - Am Ende haftet der Steuerzahler
Handelsblatt: Regierung prüft Fannie- und Freddie-Übernahme

Die Krise der Immobilienfinanzierer nimmt größere Ausmaße an als gedacht: Die US-Regierung bereitet einen Rettungsplan für Freddie Mac und Fannie Mae vor. Selbst eine Übernahme schließt Washington laut Medienberichten nicht aus.

Die Finanzkrise hat aber mittlerweile solche Ausmaße, dass die Politik aus der Mithaftung nicht mehr herauskommt. Schon gar nicht bei den als Government Sponsored Enterprises verfassten Fannie Mae und Freddie Mac. Die Regierung hat zwar stets betont, dass sie für diese Institutionen keine Garantien abgebe. Die beiden Finanzierer sind aber heute unverzichtbar, denn nur sie halten den Hausmarkt noch halbwegs über Wasser. Nie war offenkundiger, dass es de facto eben doch eine Staatshaftung gibt.

Jetzt ist also der grösste anzunehmende Unfall (GAU) da und was passiert: der Staat übernimmt. Damit kann man die US-Staatsschulden gleich einmal von $10 Tln auf $16 Tln anheben. Das wird in absehbarer Zeit sowohl den Treasuries als auch dem Dollar "das Leben" kosten.

[7:30] Aus dem Midas vom 10.7. zu Fannie, Freddie und Lehman:

To all; while watching the House testimony of Ben Bernanke and Sec. Paulson, I just had to laugh. I didn't catch which representative who asked the following questions. Did the Fed still have room on its balance sheet to handle another Bear Stearns? If they ran out of room would they monetize the debt? Did they have room to further the "term auction facilities"?

What a complete joke! Mr. Bernanke said that the Fed had "plenty of room" on their balance sheet, he passed over the monetization question because of "all the room" they have on their balance sheet. He went on to say that the Fed has not lost a penny on their loans to banks and that these were only loans, not purchases. Bull! My questions are as follows: if you have already burned through more than half of your balance sheet, are you willing to go to the wall and use it all up? If you are willing to use the entire balance sheet [virtually guaranteed] are you willing to double, quintuple, or expand tenfold the amount you're willing to lend as life support to a brain dead banking system? As for not losing a penny, Robin Williams couldn't have delivered Mr. Bernanke's punchline without breaking out in laughter. The Fed has accepted crappy paper worth, I don't know maybe 30 cents on the dollar, and in return gave the banks Treasury securities. If the paper was worth a damn in the first place, the "troubled bank" A. wouldn't be troubled, and B. wouldn't need to use that particular security because it wasn't "crappy" and could be sold. At some point in time, SOMEONE WILL EAT THE LOSS that has ALREADY taken place. If the banks take the losses they file bankruptcy. If the banks file, the Dollar implodes. If the Fed eats the losses, the Dollar implodes. The losses have already, and are continuing to take place. The Dollar is imploding. A bright 4th grader could figure this out!

Secretary Paulson was asked about Fannie and Freddy. He responded by saying it is better not to talk about individual companies so as not to create fear. Hold on now! Fannie and Freddy are both GSE"s. GSE stands for GOVERNMENT SPONSORED ENTITY. How could talking about a government agency be a problem? These two are said to need at least $75 Billion just to keep their doors open. Being the bright 4th grader that I am, I have the solution! Since the Fed has so much room on its balance sheet, the Treasury can go across the street and borrow the $75 large from the Fed. No problema.

Bear Stearns was the #5 investment bank by size. Lehman Bros., now rumored to have problems is #4. This is climbing the ladder directly to Ben Bernankes office. How hard is it to understand that every bit of bad, shocking, insolvent, news, drives directly toward the Fed and thus the Dollar. [I just heard the word "Orwellian" on CNBC] it had to happen sooner or later! Ok, bottom line, all of this is so bad for the Dollar, thus exponentially good for Gold and Silver. No matter what happens short term, selling even 1 ounce of metal at this point would be foolhardy. They spelled it out for us today. Regards, Bill H.

Warten wir, bis der Dollar und der Rest des Fiat-Money-Universums implodieren. Der Ölpreis ist schon wieder über $141.

Fannie & Freddie sollen jetzt voll-verstaatlicht werden - Bloomberg: U.S. Considers Takeover of Fannie Mae, Freddie Mac, NYT Says

U.S. officials are considering a plan to have the government take over one or both of Fannie Mae and Freddie Mac, the largest buyers of U.S. home loans, if they continue to deteriorate

The Bush administration is also considering offering an explicit government guarantee on the $5 trillion debt owned or guaranteed by the companies, the Times said. Such an option is less likely because it would double the public debt, the newspaper said.

Bush & Paulson wollen alle Fannie & Freddie MBS staatlich garantieren. Das sind jetzt alles Staatsschulden. Good Bye, Dollar.

PS: die Insider sind aus den Freddie-Aktien schon lange draussen: Major Holders

Die Kunden der Investment-Fonds und Lebensversicherungen durften die Verluste fressen - wie üblich.


Neu 2008-07-10:

[21:30] Wird die Systemrettung jetzt zu kostspielig?

Mike Shedlock: Paulson: Financial Institutions Must Be Allowed To Fail

That's quite a change from the Fed Looking To Bend Rules To Aid Banks and the shotgun marriage of Bear Stearns and JPMorgan.

My Translation: Paulson is saying banks must be allowed to fail, because this mess has finally gotten "Too Big For The Fed To Bail".

Die Verluste sind jetzt offenbar für die üblichen Tricks zu gross geworden. Einige Institutionen werden bald umfallen.

Die FTD dazu: US-Finanzkrise - Am Ende haftet der Steuerzahler

Nur, ein so grosser Bailout lässt den Dollar endgültig kippen.
 

[21:30] Leserkommentar-DE zur Situation in den USA:

ich bin z.Zt. mit meiner Familie in den U.S.A. und den heutigen Tag habe ich mich wegen der Ereignisse um Fannie Mae und Freddic Mac entschlossen, die Ereignisse am Fernseher live zu beobachten. Was z.Zt. passiert, ist schon sehr dramatisch.

Auf CNBC wurde vor wenigen Minuten das Congress Hearing zur den beabsichtigten neuen Regeln der Finanzaufsicht durch die FED nach dem Bear Stearns Bailout für ca. 1 Stunde übertragen. Dort mussten Hank Paulson und Ben Bernanke gemeinsam sich den Fragen des Finanz-Kommitees des Kongresses stellen. Hier einige Highlights (inklusiv der schon unverschämten Art und Weise, wie Hank Paulson und Ben Bernanke den Kongress anlügen):

- Die GSEs mit einem Volumen von über 5.000 Mrd. $ sind "to big to fail"
- Laut Hank Paulson sind beide GSEs ausreichend kapi