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Enthält Informationen über Kredite & Verschuldung - Allgemein |
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Neu 2009-05-29:
[17:45] Die ganze Hypotheken-Giftküche - Varianten der Versklavung:
Handelsblatt: Immobilien: Vorsicht, Kredit!
Baufinanzierung ist eine Wissenschaft für sich, die nicht jeder Immobilienbesitzer wirklich versteht. Das nutzen einige Banker und Vermittler aus und schwatzen ihren Kunden hoch riskante Verträge auf. Handelsblatt.com analysiert, welche Kreditvarianten für Kunden gefährlich werden können
Damit alle Goldbesitzer ohne Schulden einmal sehen können, wie sich andere Leute versklaven.
Am Besten Finger weg von der gesamten Giftküche: GET RID OF DEBT!
Neu 2009-06-25:
[14:30] Wofür die Leute Kredite brauchen: Kreditprojekte
Neu 2009-06-18:
[14:45] Einer, der die Schuldketten sprengt:
seit ich letztes Jahr auf Ihre Seiten gestossen bin und jeden Tag mich über Ihre Seiten informiere, gehöre ich jetzt nicht mehr zu den Schafen. Ich habe meine Wohnung verkauft (mit etwas Verlust, ist es mir aber Wert, nicht als Sklave in die Zukunft zu gehen). Ich war auch schon beim Notar, der Kaufvertrag ist unteschrieben.
Ich bitte Sie, meinen Hilferuf auf Ihren Seiten einzustellen: Wie verhandle ich mit den richtigen Worten mit meiner Bank, um evtl. keine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen. Es gibt sicherlich "Gleichgesinnte" die das Dilemma bereits hinter sich haben und leisten hier gerne kostenlose Schützenhilfe. Vielen Dank.
Ich kann nur sagen, machen Sie immer weiter so! Ach, was war ich für ein Schaf.
Ob beim Verkauf der Immobilie überhaupt eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt weiss ich nicht, aber vielleicht wissen das einige Leser.
Gratulation zur Flucht von der Schuldgaleere!
[16:30] Leserkommentar-DE dazu:
hier drei Hinweise auf wichtige BGH-Urteile in Sachen Vorfälligkeitsentschädigung (Ob und wie hoch):
http://www.morgenpost.de/ratgeber/haus-und-wohnung/article1084858/Zu_hohe_Gebuehren_fuer_Kreditrueckzahlung.html
http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/bauen/vorfaelligkeitsentschaedigung/bgh-gegen-pex.html
http://www.welt.de/print-welt/article694575/Vorzeitige_Kreditrueckzahlung_wird_billiger.html
Kommentar-DE Vorfälligkeitsentschädigung:
Es gibt kein Recht, keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen!
Das ist reine Verhandlungssache und bedingt durch Statuten der jeweiligen Bank und der Sympathie mit dem Bankberater (vor allem von Seiten des Beraters). Weitere (versprochene) Geschäfte mit der Bank könnten ein Anreiz sein, dass keine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt wird.
Einfach anfragen, was die Bank verlangt - denn ohne Immobilie keine Grundschuld! Also keine Sicherheit! ...den Kredit wollen die dann nicht wirklich weiterlaufen lassen...
Berechnung der Vorfälligkeit (ganz grobe Faustformel):
Stand des Kredites in Euro x Laufzeit in Jahren x Unterschied des Kreditzinses zum laufzeitgleichen Marktzins
Bsp.:
100.000 x 5 Jahre x 1,3% (1,3% ist der Unterschied von meinem Kreditzins und dem jetzigen Marktzins für 5 Jahre) = 6.500 Euro
Wichtig: 6.500 Euro ist eher als Maximum zu sehen, weil die Faustformel sehr stark vereinfacht! Und: Der jetzige Marktzins muss unter dem Kreditzins liegen, ansonsten fällt keine Vorfälligkeit an!!!
Kommentar-CH dazu:
Wenn der Käufer der Liegenschaft die bestehende Festhypothek vom Verkäufer zu den gleichen Konditionen/Laufzeit/Zinssatz beim gleichen Finanzinstitut übernimmt entfällt die Vorfälligkeitsentschädigung, da sich das Finanzinstitut nicht neu refinanzieren muss. Aufgrund der derzeitig tiefen Zinssätze nehme ich mal an, die Hypothek wurde aber zu höheren Zinssätzen in der Vergangenheit fest abgeschlossen, was für den Käufer kein lukratives Geschäft bedeutet würde.
Eine weitere Möglichkeit ist der Bank anzudrohen, bestehende Geschäfte abzuziehen, z.B. ein großes Wertschriftendepot mit entsprechend lukrativen Transaktionen. Das Finanzinstitut wird die Rechnung machen müssen und so evtl. quersubventionieren. Das Sie hartgeld.com Leser sind, nehme ich mal an, das Sie Ihre Papierwerte schon in EM getauscht haben, daher entfällt auch dieser Verhandlungspunkt.
Neu 2009-06-14:
[18:00] Selbstmord mit variablen Hypothothekenzinsen:
Handelsblatt: Variable Darlehen: Verlockende Versuchung
Billiger geht's kaum. Mit Baugeld ab zwei Prozent werben derzeit viele Kreditinstitute und -vermittler. Und der Kunde reibt sich verwundert die Augen. Zwar sind Hypothekenkredite hierzulande so günstig wie kaum zuvor – aber zwei Prozent? Für die klassische Variante mit zehnjähriger Zinsbindung sind momentan im Schnitt rund 4,5 Prozent Zinsen fällig, also mehr als das Doppelte. Wie geht das?
Derzeit haben wir ein absolutes Zinstief. Wer jetzt einen Kredit mit variabler Verzinsung nimmt, begeht finanziellen Selbstmord. Denn die Zinsen werden drastisch steigen: 20% Zinsen sind das Minimum, wenn es richtig kracht.
Banken, die soetwas machen sich genauso verrückt. Da sind in der Zinsspanne ja nicht einmal die eigenen Spesen drinnen.
Leserkommentar-DE: MAN TREIBT DIE DEPPERTEN IMMER NOCH HINEIN - IN DEN SELBSTMORD !!!!
Konsumentenschafe sind es, die man da hineintreibt.
Neu 2009-06-12:
[10:45] Verschuldung und Arbeitslosigkeit:
Spiegel: Millionen Deutsche kämpfen gegen Überschuldung
Job weg, Geld weg - und die Kreditfalle schnappt zu: Einer neuen Studie zufolge können schon jetzt drei bis vier Millionen Haushalte in Deutschland ihre Finanz-Verpflichtungen nicht mehr erfüllen. Experten warnen: Die Krise treibt noch viel mehr Menschen in die Überschuldung.
Die Schuldenfalle schnappt jetzt zu. Bisher war es so, dass Selbständige Mühe hatten, Privatkredite zu gekommen, an Angestellte hat man diese noch gerne vergeben. Das wird sich jetzt aber ändern.
Vielleicht bekommen die arbeitslosen Schulder einmal Gelegenheit, ihre Schulden in organisierter Form abzuarbeiten: etwa in einem Arbeitslager oder auf einer Galeere. Ist nicht auszuschliessen.
Neu 2009-06-11:
[14:00] Leserzuschrift-DE - Wohnbau Darlehen - Banken-Abzocke:
ich habe noch was interessantes gefunden. Bei der Suche nach Hypothekenkonditionen habe ich festgestellt, dass es mehrere Banken (u.a. auch Volksbanken) gibt, die nehmen bei einer Hypothek die unter 50.000 Euro ist, einen Zinsaufschlag von 0,5%. Das muss man sich mal vorstellen. Sie haben vor vielen Jahren eine Hypothek über z.B. 150.000 Euro aufgenommen und haben schön brav Zins und Tilgung gezahlt und wollten schnell tilgen. Jetzt läuft die Zinsbindung aus und die Restschuld beträgt zum Beispiel 40.000 Euro. Dafür sagt dann die Bank, ist ja so ein kleiner Betrag zahle mal 0,5% Zinsaufschlag. Echte Abzocker.
Brave Bank, will nur 0.5% für das klein-klein Geschäft. Wenn die Zinsen wirklich explodieren und das Staatsschiff untergeht, dann werden die Banken ihre Notfalls-Klauseln aktivieren und die Zinsen wirklich hochsetzen: auf 25..100%.
Neu 2009-05-26:
[11:15] Erfahrungen eines Unternehmers mit Krediten:
Impulse: "Nie mehr Schulden bei einem Kreditinstitut"
An Fehlern geht man zugrunde oder man lernt daraus. Hans Riegel, 86, Haribo-Chef, über einen nicht rechtzeitig getilgten Kredit und anmaßende Sparkassenvertreter.
Nachmachen!
Neu 2009-05-24:
[18:30] Das wäre fast vergessen worden - Restschulden sind zu begleichen:
Handelsblatt: Ein Notverkauf garantiert noch keine Schuldenfreiheit
Ein Notverkauf galt in den USA bis vor kurzem als ein realtiv sicherer Weg für finanzschwache Hausbesitzer ihre Schulden loszuwerden. Doch weil die Immobilienpreise in den USA so stark abgestürzt sind, reicht der Verkaufserlös häufig nicht mehr aus, um das Darlehen abzulösen. Mittlerweile schulden rund 20 Prozent der Hausbesitzer in den USA der Bank mehr Geld als ihr Haus wert ist.
In manchen US-Staaten haftet für die Hypothek nur das Haus, nicht der Besitzer. Bei uns ist es immer anders: der Besitzer = Darlehensnehmer haftet persönlich und unbegrenzt für den Kredit. Wenn das Haus etwa zwangsversteigert wird und es bleibt eine Restschuld übrig, dann haftet man für diese.
Daher weg mit allen Krediten und Kredithaftungen.
Nicht von solcher Propaganda blenden lassen: Wohnhäuser gefragt
Die Branche kämpft auch hier ums Überleben und wendet jeden Trick an, um zu verkaufen.
[9:45] Leserfrage-CH - Miete oder Hypothek:
Einen Punkt verstehe ich auch nach längerem Ueberlegen nicht: Wenn ich in der Krise die 2000 Franken Miete für das Haus, das ich zur Miete bewohne, weiterhin bezahlen kann, kann ich doch genausogut der Bank meine Hypothekarzinsrate von monatlich 2000 Franken für mein Eigenheim weiterzahlen, wo ist da der prinzipielle Unterschied? Ausser, dass ich im Mietverhältnis zur Not ausziehen kann in eine billigere Wohnung (wenn es dann solche gibt).
Eine typische Frage von jemand, der glaubt dass alles so bleibt wie es derzeit ist. Das wird es aber nicht. Das haben die Leute in den USA oder Spanien oder Lettland auch gedacht.
Sobald der Goldpreis richtig ausbricht, werden alle Zinsen explodieren, man kann mit Werten von 25..100% rechnen - auch in der Schweiz. Die Immo-Preise fallen dann ins Bodenlose. Als Mieter hat man diese Probleme nicht.
[20:15] Leserkommentar-CH - Mietzins Schweiz:
Ihre Antwort zur Leserfrage-CH - Miete oder Hypothek zeugt nicht gerade von viel Sachkenntnis. In CH sind die Mietzinsen an die Hypozinsen gekoppelt.
Sollten die Zinsen wie von Ihnen erwartet markant anziehen, werden somit auch die Mietzinsen denselben Weg gehen. Ergo werden auch die Mieter die
gleichen Aufschläge haben wie die Hypobesitzer.
Derzeit mag es wohl so sein. Aber wenn ein Überangebot an Wohnraum wegen der Krise am Markt ist, bestimmt der Markt den Mietzins.
[10:15] Leserzuschrift-DE - wie man es besser macht/gemacht hat:
Ihre Artikel über Immobilien, die ich ca. Ende 2005 bzw. Anfang 2006 das erstemal auf goldseiten.de gelesen habe, bedeuteten für mich einen Paradigmenwechsel.
Ich habe dann sofort damit begonnen meine Immoblien abzustoßen.
Das Hauptobjekt in München konnte ich Anfang 2006 zum absoluten Höchstpreis an einen Banker von der Bayerischen Landesbank verkaufen. Seine Frau arbeitete bei
BMW. Beide keine Alphatiere, aber richtig gut drauf. Ob Sie das heute auch noch sind?
Gratulation an Sie! Soll der Banker glücklich mit seiner Immobilie zum Höchstpreis werden.
Neu 2009-05-20:
[10:45] Leserzuschrift-DE zum Artikel "Immobilien, Kredit Gold":
Die vielen Kredit-finanzierten Häuser in Deutschland sind ja nur möglich, weil man die Schuldzinsen von der Steuer absetzen kann. Dass man diese "Ersparnis" dann als Zinsen gleich an die Bank weiter reicht fällt tatsächlich den Wenigsten auf. Wenn man genau nachrechnet, wird man heraus finden, dass man sein Haus bei einer 20-jährigen Finanzierung ca. 2 mal bezahlt. Und die ganze Zeit glauben die Leute, sie wohnen in "ihrem" Haus. All diese Menschen können sich garantiert nicht vor einem Crash entschulden.
Ja, bisher haben sie über die Zinsen 2-fach bezahlt. Aber sie merken es nicht, weil es in der Herde alle machen. Insgesamt haben sie für Ihre Häuser über 80% Steuern bezahlt, wenn man die Sozialbeiträge, Einkommensteuern, Mehrwertsteuer mitrechnet.
Die steuerliche Absetzbarkeit von Zinsen ist je nach Staat unterschiedlich. Hier in Österreich ist es kaum mehr möglich, trotzdem verschuldet sich die Herde hemmungslos.
[13:15] Leserkommentar-DE - Zinsensteuer in Deutschland:
Die steuerliche Geltendmachung der Schuldzinsen in Deutschland ist nur bei einer "vermieteten" Immobile möglich, nicht bei Eigennutzung.
Also doch auch, die dummen Angestellten werden vom Staat am meisten ausgebeutet.
Neu 2009-05-14:
[12:30] Leserzuschrift-AT - Immobilienschulden:
sie und andere Autoren auf ihrer Seite, raten immer wieder Schulden zu tilgen ...
ist ja verständlich, doch meine konkrete Frage an sie: WIE soll das funktionieren, woher das Geld nehmen ... ich persönlich habe auch noch etwa 50.000 Euro Verbindlichkeiten auf meiner Immobilie die ich selbst bewohne.
Ich verstehe, dass wahrscheinlich diejenigen Probleme bekommen werden, die ein Haus in der 300k Klasse und darüber gebaut/gekauft haben und dabei meist ein ganzes Gehalt (der Frau) für die Rückzahlung aufwenden müssen oder gar diejenigen, die in Fremdwährung bzw. in endfälligen Darlehen finanziert haben ... hier war das Risiko doch ziemlich hoch und abzusehen ...
Lassen wir mal die letzte Gruppe ausser Acht, was raten sie denjenigen die "herkömmlich" (Bausparkasse, Hypothekardarlehen) finanziert haben in der Praxis ... mit "Schulden tilgen" ist hier nicht geholfen, denn wie schon gesagt, WOHER das Geld nehmen ...
Für eine Antwort wäre ich ihnen dankbar ... ich weiss auch aus Hartgeldstammtischtreffen, dass dies ein Thema ist, welches viele (Betroffene) interessiert
Wie oft soll ich es noch erklären: GET RID OF DEBT
Ganz einfach, das Haus oder die Wohnung verkaufen, solange es noch zu einem guten Preis geht und mieten.
Ich darf noch diesen Artikel empfehlen: Weckruf Für alle Immobiliensklaven und die es noch werden wollen
Neu 2009-05-04:
[18:30] Warnung vor Millionärs-Luxus auf Kredit für Kleinverdiener:
BernerZeitung: Millionenvilla für 1000 Franken im Monat
Ein hübsches Haus für eine Million Franken besitzen und doch nur Zinsen von weniger als 1000 Franken im Monat zahlen? Was wie ein Märchen klingt, ist dank rekordtiefer Zinsen derzeit möglich, theoretisch zumindest. So sieht die Rechnung aus: Bei 200'000 Franken Eigenkapitaleinsatz muss der Käufer eine Hypothek über 800'000 Franken aufnehmen. Der Geldmarktzins Libor lag Ende letzter Woche bei 0,4 Prozent; zuzüglich einer Kundenmarge von 0,7 Prozent kostet eine Libor-Hypothek also nur 1,1 Prozent. Bei einer Hypothek über 800'000 Franken entspricht dies jährlichen Zinsen von 8800 Franken oder nur 733 Franken pro Monat.
Wer auf soetwas einsteigt, ist nicht ganz bei Sinnen. Die Zinsen werden nicht bei 1.1% bleiben. Denn sobald der Goldpreis richtig abhebt (die Konkurrenz zum Niedrigzins), dann werden auch in der Schweiz die Zinsen auf weit über 10% explodieren. Good Luck.
WARNUNG: IN DIESER ZEIT SOLLTE MAN GAR KEINEN KREDIT LAUFEN HABEN.
[5:30] Knebelverträge beim Autoleasing:
BernerZeitung: Beim Leasing fährt der Kunde nicht in der Königsklasse
Der TA hat das Kleingedruckte von 14 Auto-Leasingfirmen unter die Lupe genommen. Resultat: Alle benachteiligen ihre Kunden mit einseitigen und teilweise ungültigen Vertragsklauseln.
Der Artikel beschreibt die Schweizer Verhältnisse, aber anderswo dürfte es nicht besser sein.
Es fehlt nur noch diese Vertragsklausel - vorne am Vertrag ganz gross drauf: Ihre Unterschrift macht Sie zum Schuldsklaven, wir können während der Vertragsdauer mit Ihnen tun, was wir wollen. Sie auch auf eine Galeere zum Rudern schicken.
Neu 2009-04-02:
[13:00] Leserzuschrift-DE - Forward-Bauspardarlehen:
Sie sollten auf Ihren Seiten nochmals darauf hinweisen, dass Forward-Bauspardarlehen in der Krise eine denkbar schlechte Finanzierungsform sind, da hier ein Darlehen gewährt wird, das zwar jederzeit rückzahlbar ist, jedoch gleichzeitig ein fixer Betrag angespart werden muss.
Die Bausparkassen sind zwar Mitglied in den Einlagensicherungsfonds, doch was, wenn dieser die Garantien nicht mehr sicherstellen kann und kollabiert?
Dann sind die Einlagen weg, während die Verbindlichkeiten im Grundbuch bestehen bleiben.
Eine bestehende Finanzierung über ein Forward-Bauspardarlehen sollte man auf jeden Fall umstellen, falls man sich der Schulden nicht sofort entledigen kann - was natürlich der bessere Weg wäre. Ist jedoch nicht für jeden möglich.
Das hat vier Vorteile:
Erstens ist das Guthaben im Bausparvertrag "sicher" verwendet worden.
Zweitens kann das Darlehen jederzeit zurückgezahlt werden, sprich es fallen keine Vorfälligkeitsentschädigungen an, wenn man kündigt und refinanzieren muss.
Drittens: Zweitens kann man das nur niedrig verzinste Guthaben im Bausparvertrag zur sofortigen (Teil)tilgung verwenden und sich gleichzeitig im Grundbuch die Grundschuld reduzieren lassen.
Viertens: Wer noch kreditwürdig ist kann sich lange Laufzeiten garantieren lassen verbunden mit hohen Sondertilgungsrechten, sodaß er genauso flexibel bleiben kann wie mit dem jederzeit rückzahlbaren Forward-Bauspardarlehen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Schuldner ihre Immobilie leider über diese Forward-Bauspardarlehen finanzieren.
Was sich die FIRE-Ökonomie alles einfallen lässt: Forward-Bauspardarlehen.
Bester Rat: GET RID OF DEBT - weg mit allen Schulden.
Neu 2009-03-19:
[20:00] Leserzuschrift-DE - keine Vorfälligkeits-Entschädigung mehr bei HVB/Unicedit:
Angebot bis 30.4. Hypotheken gegen eine Pauschalgebühr von €130 zurückzuzahlen. Das Schreiben lechzt richtig nach Geld, das die HVB zurück haben möchte.
Meine kurze Frage - was meinen Sie - soll ich vorzeitig zurückzahlen, oder warten und dann mit Edelmetall zahlen.
Wenn man die Mittel hat, ist es sinnvoll, jetzt zurückzuzahlen. Man ist kein Schuldsklave mehr. Spekulationen mit Gold sind für Spekulanten.
Die Verluste im Komplex Bankaustria/Osteuropa sind also so gross, dass die Unicredit jetzt solche Angebote macht, wie sie auch in UK/USA üblich sind. Auch andere Banken werden mit solchen Angeboten kommen. Man sollte diese nützen.
Neu 2009-03-18:
[13:00] Leserzuschrift-DE - verkaufte Hypothek:
da sich unter Ihren Lesern ja einige Rechtsanwälte und Notare befinden, hätte ich auch eine Frage die mich beschäftigt und eventuell auch andere Hartgeldleser betrifft.
Ich gehöre zu den ,,unschuldig verkauften,, Darlehen. Unser hat eine private Investorengruppe ( Delphi) gekauft,von der tollen Eurohypobank, (2004). die meine Zinsbindung nur mit Einschaltung der Bankenaufsicht widerwillig verlängern. Man macht uns unmissverständlich klar, das dieser Investor nicht gewillt ist dieses Darlehen länger als ein halbes Jahr zu verlängern!
Nun meine Frage, wie sieht es rechtlich aus? Müssen Sie, die Zinsbindung verlängern? Da der Kredit sich aus dreien,mit verschiedenen Laufzeiten zusammensetzt, würde der letzte 2015 fällig werden ! Die anderen beiden Ende 2009. Ich hoffe ein kompetenter Anwaltoder Notar kann Auskunft geben.
Beste Antwort: GET RID OF DEBT
Neu 2009-03-17:
[14:00] Leserzuschrift-DE - für deutsche Rudersklaven:
die modernen Rudersklaven, die ihre Grundschuld nicht unverzüglich ablösen können/wollen, dürfen trotzdem aufatmen.
Gestern war ich bei unserem Notar und habe ihn auch auf diesen Punkt angesprochen.
Er wies mich auf eine legislative Aktion des Deutschen Bundestages hin, die im Vorjahr in aller Stille und Schnelle ausgeführt wurde: Verabschiedung des Risikobegrenzungsgesetzes, am 19. August 2008, mit Inkrafttreten am darauf folgenden Tag.
Es ist demnach nicht mehr möglich, Grundschulden nach Aufkauf einfach fällig zu stellen und ggf. in die Zwangsvollstreckung zu gehen.
[14:00] Leserzuschrift-CH - Schuldsklaven in CH:
Im Haus mit Eigentumswohnungen, wo meine Eltern leben, gab's den ersten Privatkonkurs. Die Nebenkosten, Steuern und Abgaben wurden während einem Jahr nicht mehr bezahlt, die Eigentümer sind ausgezogen und unauffindbar. Die anderen Eigentümer müssen jetzt dafür aufkommen.
Das vergessen sicher viele "Wohnungsbesitzer".
[11:45] Leserzuschrift-DE zum Umgang mit Hypotheken:
Auch in diesem Falle gilt, dass man bei jedem Immobiliengeschäft immer der Agierende sein und bleiben muss.
Und auch : wer das Geld hat bestimmt die Regeln.
Also: Ich würde eine direkte Besprechung mit dem Entscheider (!) der Immobank fordern. Hinter Papier verstecken sich Banker gern. Also entweder persönlich oder telefonisch.
Folgende Information an die Bank in diesem Gespräch geben: Ich werde meine Schulden (Darlehen, Hypothek) bei Ihnen kurzfristig tilgen. Entweder im Einvernehmen oder im Zwang. Die Bank hat nur einen Anspruch und das ist die Vorfälligkeitsentschädigung.
Sollte die Bank nach dem Zwang fragen: ganz einfach, es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf Auflösung des Kreditvertrages bei Verkauf der Immobilie. Das heisst, die Bank wird sowiso das machen müssen was ich will, wenn ich das Geld habe.
Sollte die Bank auf stur schalten, dann tatsächlich Verkauf an Ehefrau oder Kinder oder, oder. Kaufpreis in der Nähe der Restschuld wegen den Nebenkosten Notar etc. und wegen Grunderwerbssteuer. Wer hier Bedenken hat, kann ja Wohnrecht oder ein eigenes Vorkaufsrecht zum festgesetzten Preis (eine Art Rückgewähr) mit vereinbaren. Hohe Schule ist eine Mitbeurkundung einer Hypothek mit Brief im ersten Rang (nach Löschung der Bank) und eigene Aufbewahrung dieses Briefes beim Verkäufer.
Das alles kann sehr schnell gehen. Notartermin und Beurkundung dauert keine Woche. Da keine Finanzierung laufen muss, kann sofort Geld fließen. Bank ist also sehr schnell befriediedigt.
Das kostet sicher etwas mehr Geld, als im Einvernehmen mit der Bank. Aber Sicherheit kostet immer etwas mehr und vieleicht gibt es ja einen schlauen Bänker, der das überblickt, wenn man Ihm das auf den Kopf zusagt. Zusätzlich kann man ja vertraulich und süffisant erwähnen, dass die Bank ja wohl momentan dringender Bargeld benötigt als man selbst.........
Besser weg mit der Schuldsklaverei.
[9:30] Leserzuschrift-DE zum gestrigen Grundschuld-Hinweis:
Sagen Sie dem Schreiber dieses Textes doch bitte herzlichen Dank! Er hat mir den ruhigen Schlaf zurückgegeben.
Ich bin einer der Schuldner, die das Problem haben, daß sie ihr Darlehen zurückzahlen könnten, aber nicht dürfen. Da die Bank durch meine Anfrage inzwischen weiß, daß ich über genügend liquide Mittel verfüge, wäre sie ja blöd, auf meinen Wunsch einzugehen und tut das deshalb auch nicht. Dadurch würde sie ja ein sehr risikoarmes Einkommen verschenken.
So lese ich also wieder und wieder auf Ihrer Seite, wie riskant es ist, Immobiliendarlehen laufen zu haben, aber ich kann leider nix daran ändern. (Außer natürlich, daß ich mich mit EMs eindecke und hoffe, daß mir die Bank zum Höchststand von Gold mein Darlehen kündigt.)
Die Bank wird wie in UK oder USA kommen und einmal einen Rabatt für die vorzeitige Rückzahlung geben, nicht einen Aufschlag wie jetzt verlangen.
PS: Bei den Depressions-Seminaren am Wochenende war der Kreditteil einer der "populärsten" Teile. Die Immobilienverschuldung zieht sich wirklich wie eine Seuche durch die ganze Gesellschaft.
Neu 2009-03-16:
[17:00] Leserzuschrift-DE(Jurist) - KLEINER HINWEIS ZUR ÄNDERUNG DES DEUTSCHEN GRUNDSCHULDRECHTS:
nachdem letztes Jahr die Problematik des Aufkaufs von Grundschulden durch Dritte ein heisses Thema war, anbei folgender Hinweis:
Am 10.08.2008 wurde das deutsche Grundschuldrecht dahingehend abgeändert (Siehe unten Absatz 1a), dass einem evtl. Aufkäufer der Grundschuld die Einreden aus dem Sicherungsvertrag entgegengehalten werden können ( Fälligkeit etc.) . Damit ist die Grundschuld akzessorisch zur Hauptforderung geworden und faktisch nur mehr Hypothek. Man ist sicherer vor Lone Star und Consorten, aber aus gesamtwirtschaftlichen Überlegungen ist es natürlich nach wie vor besser keine Schulden zu haben.
§ 1192 BGB Anwendbare Vorschriften
(1) Auf die Grundschuld finden die Vorschriften über die Hypothek entsprechende Anwendung, soweit sich nicht daraus ein anderes ergibt, dass die Grundschuld nicht eine Forderung voraussetzt.
(1a) Ist die Grundschuld zur Sicherung eines Anspruchs verschafft worden (Sicherungsgrundschuld), können Einreden, die dem Eigentümer auf Grund des Sicherungsvertrags mit dem bisherigen Gläubiger gegen die Grundschuld zustehen oder sich aus dem Sicherungsvertrag ergeben, auch jedem Erwerber der Grundschuld entgegengesetzt werden; § 1157 Satz 2 findet insoweit keine Anwendung. Im Übrigen bleibt § 1157 unberührt.
(2) Für Zinsen der Grundschuld gelten die Vorschriften über die Zinsen einer Hypothekenforderung.
Neu 2009-03-07:
[17:45] Weg mit den Schulden:
FAZ: Die Tilgung von Schulden kann die beste Anlage sein
Da die Schuldzinsen abzugsfähige Werbungskosten sind, kostet der Kredit ebenfalls um die 2 Prozent, so dass es nichts bringt, diese Darlehen zu verlängern. Im Gegenteil: Dem Anleger winken nur Vorteile, wenn er die Schulden tilgt. Erstens fallen die Kreditraten von 60.000 Euro jährlich weg, so dass wieder Erträge da sind, die „verlebt“ werden dürfen; zweitens muss sich der Investor keine Sorgen machen, wie er die 750.000 Euro anlegen soll. Die Rückzahlung ist in der Theorie einfach und logisch. Trotzdem haben viele Anleger mit diesem Ratschlag in der Praxis große Probleme: Sie haben das Empfinden, dafür Geld opfern zu müssen, sie haben das Gefühl, dass Immobilien und Kredite zusammengehören, und sie gehen davon aus, dass sie Werbungskosten benötigen, um die Steuern zu senken. Das ist aber Unfug: Wer seine Schulden tilgt, opfert kein Geld; Immobilien bleiben trotz Barzahlung weiterhin Immobilien; und wer kaum Steuern zahlt, braucht keine Werbungskosten.
Schulden sind in Zeiten wie diesen immer ein Risiko, daher lieber weg mit ihnen.
Leserkommentar-DE: HABE ICH GEPREDIGT BIS ZUM UMFALLEN, DIE MEISTEN FREUEN SICH ÜBER DIE NIEDRIGEN ZINSEN UND MACHEN JETZT SCHULDEN !!!!!!
Neu 2009-02-23:
[14:15] Leserzuschrift - Eine Schuldsklavin hat sich befreit:
Jetzt muss ich auch nochmal was dazu sagen: habe gerade mit meiner Bank gesprochen. Hatte ja meine vermietete und ein Jahr lehrstehende Wohnung verkauft. Die Darlehen sind auf Null, hat die Beraterin gerade am Telefon gesagt. Einschl. Vorfälligkeit (unverschämte 7.000 Euro!) abgelöst zum 20.02.09.
Dieses Thema hat mir schlaflose Nächte bereitet, so dass ich krank geworden bin, auch dank der ständigen Unkerei eines Herrn Eichelburg. Jetzt hingegen geht es mir wieder super. Ich bin schuldenfrei und habe letzte Woche (bevor der Goldpreis richtig abgehoben hat) noch anständige Gold- und Silbervorräte in der Schweiz einlagern lassen.
Gratulation zur Freiheit! Bitte nachmachen.
[7:30] Leserzuschrift-AT - Verschuldung der Landwirtschaft:
Wenig wurde über die Versorgung mit Lebensmitteln in der Wirtschaftskrise gesprochen. Nun dazu hätte ich einige Fragen und Informationen.
In Österreich und Deutschland arbeiten nur mehr ca. 3% der Menschen in der Landwirtschaft. Diese wurde in den letzten 30 Jahren hoch-modernisiert und die Betriebe haben sich enorm vergrößert in Bezug auf Erzeugung von Grundnahrungsmitteln (Fleisch, Gemüse und Getreide). Natürlich die dazugehörige, verarbeitende Lebensmittelindustrie genauso.
Die Bauernhöfe waren gezwungen aufzugeben oder sie mussten dafür aber sehr viel Kapital von den Banken bzw. aus geförderten Programmen der EU für diese "Anpassung" aufnehmen. Tausende Neben- oder kleine Haupterwerbsbetriebe haben aufgegeben. Von den Banken gab es Fix-Zinsen von 1-2% für geförderte Kredite auf 20-30 Jahre Laufzeit. Sogar Tilgungsstundungen sind leicht möglich. Zinsen müssen aber weiter bezahlt werden. Es ist mir bekannt, das dies auf 98 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe zutrifft. Die ganze LW ist somit hoch verschuldet und mit Krediten belastet!
Meine Fragen wären nun: Könnte diese Verschuldung ebenso zu Enteignungen der Banken wie bei gewöhnlichen kreditfinanzierten Wohnimmobilien führen?
Oder könnte sich eine Regierung aufgrund der Versorgungslage in Notzeiten eigene Gesetze für diesen enorm wichtigen Wirtschaftszweig einfallen lassen. Die Bauern von ihren Höfen und Schollen zu vertreiben könnte ja ernorme "Nahrungsmittelkrisen" produzieren. Neuen Eigentümern würde das "Know-How" fehlen um effizient Nahrungsmittel zu produzieren. Wie sehen Sie das?
Ja, hier kommt auch noch ein Debakel auf uns zu - besonders wenn die Zinsen explodieren. Man kann einen bauernhof genauso einziehen wie ein Wohnhaus.
[7:00] Leserzuschrift-DE - Kreditverträge:
bei Kreditverträgen sitzt die Bank immer am längeren Hebel. Ich habe beruflich in der letzten Zeit ein paar Verträge gelesen. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt es immer zwei Paragraphen, die der Bank eine Kündigung erlauben. Beim ersten wird die Kündigung aus „wichtigem Grund“ erlaubt und beim zweiten bei einer Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers. Also Zinsbindung hin oder her der Kreditnehmer ist immer der Doofe, da die Bank den Kredit praktisch immer kündigen und die Konditionen neu festlegen kann.
Hat jemand etwas anderes vermutet?
PS: in letzter Zeit kommen bei mir immer mehr Anfragen zu Krediten, auch diese Seite füllt sich wieder. Es scheint, die Schuldsklaven werden unruhig.
Neu 2009-02-22:
[17:00] Leserzuschrift-AT - Österreicher mit CHF-Kredit:
Ich bin Kundenberater einer kleinen Bank in Österreich. Mein Eigenheim und einige Häuser meiner Kunden sind mit
CHF-Krediten finanziert worden. Die Situation ist nicht einfach. Die Kunden sind sehr nervös.
Unsere Bank bietet derzeit den Kunden einen Zins-CAP (Fixzins-Obergrenze) für bis zu 10 Jahre um eine Einmalprämie an.
Somit könnte man sich vor steigenden Zinsen schützen. Es stellt sich mir aber die Frage, ob so ein CAP (Derivat) im Ernstfall
auch das hält was es verspricht.
Ein Ausstieg aus dem Franken kommt für viele Kunden nicht in Frage, da keiner gerne die derzeitigen Kursverluste realisieren
möchte. In meinem Fall hätte ich die Möglichkeit auf Euro umzusteigen und einen Fixzins von 4,25% für 10 Jahre zu bekommen.
Wenn der Kochtopf explodieren sollte, dürfte ein Fixzins die halbe Miete sein, oder? Was würden sie raten, wenn man keine
Möglichkeit hat, den Kredit wegzuzaubern?
Generell gesagt: YOU ARE ALL DOOMED!
Die einzige Möglichkeit (ausser der sofortige Abzahlung des Kredites) noch irgendetwas zu retten ist: Umstellung auf EUR-Kredit, ohne Endfälligkeit mit fixen Zinsen. Ob ein Zins-CAP im Endeffekt wirkt, ist heute nicht zu sagen.
[20:30] Leserzuschrift-AT dazu:
Zu der Leserzuschrift eines Kundenberaters einer kleinen Bank möchte ich nur bemerken, daß auch ich mich mit dem Gedanken gespielt habe. Aber in der Krise, die auf uns zukommt, wird auch die Zinsgarantie nicht halten, die Banken werden sicher kein Minusgeschäft machen. Da wird es sicher eine Klausel geben und man ist wieder der Angeschmierte.
Ich werde den Kredit lieber gegen die Wand fahren und in der Zeit, die mir noch verbleibt, soviel Gold kaufen wie ich nur kann. Der Preis steigt und wird sicher auch weiter steigen. So habe ich wenigstens nach der Krise neues Startkapital.
Da das Gold anonym ist bekommen die Banken es unter keinen Umständen.
Eigentlich habe ich das Haus schon abgeschrieben. Jeder Euro, den ich da noch investiere, ist verschwendet.
Das ist für mich der einzig gangbare Weg in der jetzigen Situation.
Ja, auf die heutigen Kreditverträge sollte man sich nicht verlassen, die Bank ist immer stärker. Zudem gibt es die Möglichkeit, dass von Oben, die Anordnung kommt, die Konditionen zu ändern. Entsprechende Klauseln sind in den meisten Kreditverträgen. Besser weg mit dem Kredit.
Leserkommentar-DE dazu:
Mal wieder ein knauseriger Banker mit Fremdwährungskredit, der oberschlau an den Zinszahlungen sparen wollte. Sorry, aber hier trifft es genau den Richtigen! Manche Leute denken noch nicht mal von der Tapete bis zur Wand!
Neu 2009-02-21:
[14:15] Leserzuschrift-DE - Schulden und Inflation:
ich verstehe immer noch nicht, warum schulden in der inflation sich allein abzahlen...
gibt es den keine möglichkeit für die gläubiger die summe der schulden auch nach oben zu ziehen??? oder geht es echt nur über die zinsanhebung?
Eine "Erleichterung" der Schuldenlast, bzw. das Weginflationieren geht nur, wenn die Masseneinkommen kräftig steigen und die Zinsen unten bleiben. Das wird in unserem Fall nicht passieren: nur die Preise essentieller Güter steigen, aber nicht die Löhne, da unser Lohnniveau ohnehin schon sehr hoch ist (zusammen mit den Abgaben). Auf eine solche Entschuldung sollte man keinesfalls setzen.
Nocheinmal: erwarten Sie von mir keine Antwort auf Fragen zu Verschuldung. Mein Rat ist: GET RID OF DEBT (raus aus den Schulden).
Neu 2009-02-19:
[15:45] Leserzuschrift-DE - heute beim Notar zur Austragung einer Grundschuld
Besuchsgrund: Löschung einer mittelhohen 6st. Buchgrundschuld, sowie stattdessen Eintrag einer mittlerweile niedrig 6st. Hypothek.
Notar: " aja, Hypothek, haben wir echt selten." Kramt in den Papieren. " Ich verstehe gar nicht weshalb die Sparkasse das haben will?"
Ich: räusper "das geht von mir aus"
Notar: schaut mich leicht erstaunt an " Ja, warum denn das?"
Ich: rekapituliere was ich hier im Gelben und bei W.E. gelernt habe und lege los. " Grundschuld eigenständiger Kreditvertrag, 15% Zinsen, bleibt immer auf Ausgangsniveau usw."
Notar: legt seine Brille zur Seite, schaut mich sehr erstaunt an und will wissen was ich von Beruf bin. Danach erklärt er mir, daß er noch keinen Nichtjuristen erlebt habe der ihm den Unterschied zwischen Grundschuld und Hypothek erklären konnte.
Gut, dann liest er den Vertrag vor, für mich auffallend, die Hypothek wird bei Zahlungsverzug ab Abmahnung der Bank ebenfalls mit 15% verzinst, allerdings nur der dann aktuelle Restkredit.
Dann kam was kommen mußte, die Bank hat natürlich das Recht auf Zwangsvollstreckung des Hypothekenpfands und wollte darüber hinaus auch die Vollstreckbarkeit in das gesamte sonstige Vermögen. Das hab ich nach leichtem Murren des Notars streichen lassen, jetzt bin ich mal gespannt ob die Sparkasse das so stehen läßt.
Fazit: wenn es wirklich richtig kracht, werden die sheeple wieder ganz erstaunt sein, was sie so alles unterschrieben, aber nicht verstanden haben.
Mein Dank gilt dem Gelben und Walter Eichelburg, denn sonst hätte ich davon auch keinen blassen Dunst gehabt.
Fazit: niemand will dieses Risiko entfernen lassen - SHEEPLE!
Neu 2009-02-17:
[13:00] Leserzuschrift-AT - Gnadenfrist für Hypothekenschuldner:
Flucht vor der Hypothek (Magazin "Gewinn" und Vorsorgewohnungen):
Das ist vor allem für die "Spätankömmlinge" und langezeit "Finanzkrise-Ungläubigen" lesenswert.
Leute wie die hier angesprochenen:
"Die, die genügend Geld haben um Gold und Silber anzuhäufen, stehen schon etwas besser da, aber was bleibt dem Papi als Alleinverdiener in einem 4-Personenhaushalt mit Schulden auf dem geliebten Häuschen?"
Was kann Papi tun? Hier ist ein Vorschlag:
Laut einigen Infos von Bekannten laufen derzeit immer mehr "Barkäufer"
bei Häusern oder
Kraftfahrzeugen umher, auch wenn die gesamten Verkäufe rückläufig sind.
Es scheint so, daß bereits viele Leute aus Angst Ihr Geld aus "dubiosen" Finanzanlagen abziehen, um einen - vermeintlich - sicheren Hafen anzusteuern.
Unter diesem Gesichtspunkt ist Interessant, was die Finanzmedien so empfehlen.
Sie treiben die Schäfchen derzeit reihenweise in die "Vorsorge-Immos".
Den rechtzeitig und richtig investierten Leuten kann das egal sein.
Für alle anderen, die noch belastete oder überflüssige Immobilien besitzen und loswerden wollen, gibt es also noch eine letzte Gnadenfrist vor dem "Dooms-Day". Die Tür zum Schuldturm der Hypothekensklaven geht ganz kurz nochmals ein Stückchen auf.
Wenn man nicht zu geizig ist, kann der Verkauf schon innerhalb von
Tagen (Wochen) über die Bühne gehen, und möglicherweise bekommt man
noch 6 Monate Auszugsfrist, wenn der neue Besitzer die letzte
Teilzahlung eben auch verspätet tätigen kann....
Sklaven, ergreift diesen letzten Strohhalm.
Neu 2009-02-16:
[18:00] Leserzuschrift-DE - ich steige aus den Schulden aus:
Verschuldet mit kreditfinanziertem Haus und Auto am Hals lebt es sich ja scheinbar doch (noch) gut.
Ich für meinen Teil löse derzeit alle Hypotheken auf, lasse Grundschuldeintragungen löschen, zahle Kredite zurück und kaufe geleastes Material (Büroeinrichtung und Fahrzeuge) aus der Leasing raus, da ich davon überzeugt bin, dass es KEINE inflationsbedingte Entschuldung geben wird, wie sich das manche erhoffen. Rücksicherung natürlich in EM… Was sonst?
DANKE für Ihre Tipps und Ihre Kommentare! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Machen Sie weiter so!
Es ist höchste Zeit dafür.
[14:45] Leserzuschrift-DE - Schulder nützen den Kreditrahmen aus:
"Die, die genügend Geld haben um Gold und Silber anzuhäufen, stehen schon etwas besser da, aber was bleibt dem Papi als Alleinverdiener in einem 4-Personenhaushalt mit Schulden auf dem geliebten Häuschen?"
Auch für diesen Fall hat Herr Dr. h. c. Eichelburg hinreichend Empfehlungen gegeben. Wer verschuldet bleiben will, bleibt es eben. Und wer als Alleinverdiener die entsprechende Bequemlichkeit gewählt hat, zahlt eben dafür. Alles was "Normalbürger" offenbar können, ist "vom Staat" zu fordern und zu jammern. Armes Deutschland.
PS: Ich bin seinerzeit aus mehreren Banken rückwärts raus, da sie mir alle ausrechneten, wie hoch ich mit der Hypothek bei meinem Gehalt gehen könnte - entgegen meiner dedizierten Frage nach einem Darlehen in der von mir beabsichtigten (eher geringen) Höhe. Ich kenne kaum jemanden, der das Maximum nicht stolz ausschöpft. Mitleid ist von mir nicht zu erwarten.
Und was würde es "Papi" helfen, genau zu wissen, wann es soweit ist?
Aha, die Bank sagt, wieviel Hypothek man sich "leisten" kann und die Leute nehmen ein dazu passendes Haus. Selbst schuld.
PS: Dr.hc. bin ich noch nicht, aber auch einen echten Dr. wird es in absehbarer Zeit für max. 1 Unze Gold geben.
Neu 2009-01-27:
[21:15] Leserzuschrift-DE zu Grundschuld:
Sollte man eine ins Grundbuch eigetragene Grundschuld zugunsten der Hausbank seines Eigenheims löschen lassen, wenn der Kredit vollständig getilgt ist, oder kann man diese , um Kosten zu sparen, getrost stehen lassen?
UNBEDINGT löschen lassen, auch wenn die Bank davon abrät.
PS: gerade musste ich jemanden antworten "you are dead" - weil es keinen Ausweg aus seiner Schuldenfalle gibt.
[12:00] Leserzuschrift-DE zur Zweckerklärung:
ich habe gerade ein Statement eines Bankers in der Rubrik Verschuldung zu sog. "Zweckerklärungen" gelesen. Ich möchte kurz was dazu sagen, weil dies als Kreditberater Inhalt meiner täglichen Arbeit ist.
Wenn im Regelfall Eigentümer und Kreditnehmer die gleiche(n) Person(en) sind, ist keine Zweckerklärung ( = ZE) erforderlich. Dann wird in der Regel auch keine weite ZE gemacht. Die eingetragen Grundpfandrechte haften auch für den Dispokredit oder ähnliches. Ist eigentlich auch logisch.
Zweckerklärungen kommen ins Spiel, wenn Eigentümer und Kreditnehmer unterschiedliche Personen sind.
Beispiel 1: Ehefrau ist Eigentümer des Grundstücks, Ehemann ist Kreditnehmer. Hier wird in der Regel durch eine enge Zweckerklärung zugeordnet, für welche Darlehen die Sicherheiten (Grundschulden) der Ehefrau haften. Weitere Verbindlichkeiten des Ehemanns die nicht "zweckerklärt" sind, weist die Bank als sog. Blankokredit aus. Eine weite Zweckerklärung wird hier nach meiner Erfahrung nur dann gemacht, wenns schon mal Schwierigkeiten mit dem Kreditverhalten gab wie zum Beispiel mehrfache Umschuldungen. Dann sichert sich die Bank natürlich ab.
Beispiel 2: Die Eltern bürgen für ihre Kinder. Meist würden die Kinder den Kredit aus Bonitätsgründen oder nicht genügenden Sicherheiten den Kredit gar nicht oder nur zu schlechteren Konditionen bekommen. Die Bürgschaft der Eltern, die auf ihr Haus freie Grundschuldteile für die Bank eingetragen haben, soll sich aber nicht auf sämtliche Verbindlichkeiten der Kinder erstrecken. Hier kommt auch eine enge ZE zum Einsatz.
Folgende Punkte gebe ich trotz der engen ZE zu bedenken:
- in 99% aller Grundschulden in Deutschland ist eine sog. Zwangsvollstreckungsklausel enthalten. Der Bürge/Sicherheitengeber unterwirft sich damit auch der persönlichen Haftung, er haftet nicht nur mit dem hinterlegten Pfand.
- bei jeder Grundschuld sind 15% (oder mehr) Grundschuldzinsen ab Eintragungsdatum dabei. Kann jeder bei seiner Grundschuldbestellung oder im Grundbuchauszug nachlesen. Diese Zinsen dienen der Bank dazu, bei Zahlungsverzug auch die auflaufenden Zinsen, Gebühren, Gerichtskosten etc. im Falle einer Abwicklung zu verlangen. Wenn die Grundschuld 6 Jahre alt ist, kann der Forderungsbetrag also ca. die doppelte nominale Grundschuldhöhe betragen!
Eine Grundschuld kann auch ohne Zwangsvollstreckungsklausel bestellt werden. Das ist von den Gebühren her beim Notar/Grundbuchamt deutlich günstiger. Das kostet nur ca. 1/3 der normalen Gebühren. Die meisten Banken machen das aber nur wenn man nachfragt. Voraussetzung bei unserer Bank ist, dass der Kunde bereits eine vorrangige Grundschuld mit ZV-Klausel hat. Dann kann man eigentlich bei nachfolgenden Grundschulden als Bank darauf verzichten. Oder es ist halt der Neffe vom Vorstand, dann gehts natürlich auch.
Viele Grüße aus der Kreditberatung der örtlichen Raiffeisenbank
Bester Rat: "Get rid of debt".
Und niemals eine Kreditbürgschaft unterschreiben.
Neu 2009-01-26:
[20:45] Leserzuschrift-DE: wichtiger Tipp zu Krediten (DE):
Wichtig für alle (deutsche) Schuldner: Sofern Sie eine Immobilienfinanzierung am Laufen haben, schauen Sie bitte, ob Ihre sog. "Zweckerklärung" eine "weite" oder "enge" ist. Vorteilhaft ist immer die "enge", was bedeutet, dass Ihre Grundschuld an das Darlehen gebunden ist (aber eben nicht an weitere Schulden in dieser Bank!!!). In 100% der Fälle sichern sich deutsche Banken über eine weite Zweckerklärung den Zugriff auf Ihr Vermögen, sofern Sie bspw. mit einem gekündigten Dispo in Rückstand geraten, falls die Bank den Dispo (oder jede andere Verbindlichkeit) gekündigt hatte. Keine Sorge, Sie bekommen vor deutschen Gerichten immer recht, wenn Sie auf eine "enge ZE" pochen!! Ist von deutschen Banken eine Frechheit und dabei Usance!! [ein Banker]
Die Bank ist immer im Vorteil.
Neu 2009-01-22:
[18:00] Leserkommentar-DE - Schulden an den Staat (BAFÖG):
Ich musste vor kurzem sehr erschreckend feststellen, dass auch meine kleine Familie einen (zumindest für uns – für Großkapitalbesitzer ist das wohl Peanuts!) erschreckenden Schuldenberg aufzuweisen hat: Das Bafög. Zum Glück übersteigt unser Vermögen die Schulden und wenn man darauf hofft, dass die Edelmetalle tatsächlich demnächst abheben werden, wäre eine Rückzahlung kein Problem. Die Spannende Frage ist aber, ob der Staat diese Schulden einfordern wird, wenn er selber pleite geht?
Und wenn er es tatsächlich tun würde, wie sieht es dann mit den Kreditbedingungen aus? Im Normalfall gibt es ja verschiedenste Möglichkeiten, die Darlehenssumme zu verringern: z.B. durch Rückzahlung der gesamten Darlehenssumme auf einen Schlag, in den man unter die besten 30% des Jahrgangs ist, usw.. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Bedingungen dann noch gewährt werden, bzw. überhaupt möglich sind (Wer wird sich dann noch ein Studium leisten können?). Aber anderseits, sind wir den „Darlehensvertrag“ auch nur eingegangen, weil wir eben auch mit diesen Bedingungen gerechnet haben. Juristisch gesehen, wäre dass dann wohl sowas wie ein Wegfall der Geschäftsgrundlage. Bleibt aber fraglich, ob die heute geltenden Gesetzte dann noch jemanden interessieren.
Was denken Sie wird mit den Schulden passieren, die die Bürger an den Staat haben?
Man kann überhaupt nichts sagen. Im Staatsbankrott wird es vermutlich vorkommen, dass mit allen Mitteln Geld eingetrieben wird, etwa Verkauf dieser Kredite an Lone Star & co. mit der Berechtigung zur sofortigen Eintreibung.
Besser keine Schulden haben.
[16:15] Leserkommentar-DE: zum Artikel "Das Risiko von Schulden in der Hyperinflation"
Aus dem Artikel Seite 1:
"Schuldverschreibungen, Hypotheken und sonstige Forderungen
und Verbindlichkeiten wurden aber im Verhältnis von 10 : 1 umgestellt. D.h. für ein
Althypothekendarlehen in Höhe von 10.000 RM waren dann noch 1.000 DM zu zahlen! Wäre
der Umrechnungssatz der gleiche wie beim Bargeld gewesen, wäre bei einem Verhältnis von
100 : 6,5 aus 10.000 Reichsmark-Altdarlehen nur ein Darlehen von 650 DM geworden! Mit
anderen Worten, die Verbindlichkeiten wuchsen effektiv um 53,85 Prozent! Löhne und
Mieten wurden 1 : 1 umgestellt."
Dies würde bedeuten, daß selbst die "Schlechterstellung" durch Umrechnung 10 : 1 für Hypotheken im Vergleich zu 100 : 6,5 für Bargeld den Schuldner nach der Reform deutlich besser gestellt hätte als vor der Reform.
Am Beispiel:
(1) Vor der Reform: 100.000 RM Hypothek, 10.000 RM Jahreseinkommen
(2) Nach der Reform: 10.000 DM Hypothek, 10.000 DM Jahreseinkommen
Für den Schuldner noch günstiger wäre gewesen
(3) 6500 DM Hypothek, 10.000 DM Jahreseinkommen, aber auch (2) wäre doch eine feine Sache gewesen.
Es ist im Artikel im Prinzip richtig beschrieben, nur nicht vollständig.
Gemäß Conrad Naber: Das kleine Buch (vom lieben Geld):
Bei der Währungsreform 1948 wurden Schulden nicht 1:1 belassen, weil dadurch die Bank ihre RM 1:1 in DM umgetauscht bekommen hätte. Sie wurden aber auch nicht einfach 10 : 1 umgerechnet, da dann der Schuldner einen "Hypothekengewinn" gehabt hätte.
Stattdessen entwickelte der Gesetzgeber die Hypothekengewinn-Abgabe.
"Der Staat wurde Gläubiger der 90%; die Schulden mußten an ihn verzinst und getilgt werden. Das gleiche galt auch fuer gegebene Kredite. So entstand zusätzlich das Gesetz der Kreditgewinn-Abgabe.
Auch hier nahm der Staat die Gläubigerstelle ein, ohne jemals dafür etwas geliehen zu haben. Durch beide Gesetze wurde der Staat über Nacht sehr reich. (...) Die Abgabe für den Lastenausgleich wurde später noch extra erhoben."
Also, aus 100.000 RM Schulden wurden 100.000 DM Schulden, 10% zu zahlen an die Bank, 90% an den Staat.
Das Kapitel im Buch trägt den schönen Titel "Die Staats-Bereicherung".
Also war es noch viel schlimmer, nur der Staat hat sich entschuldet und an den anderen Schulden massiv profitiert.
Daher: Get rid of debt!
Neu 2009-01-19:
[16:00] Der leichte Weg in die Schuldsklaverei:
Spiegel: Verbraucherschützer rügen aggressive Kreditwerbung von Media Markt und Co.
Nur 11 Euro für die Spielkonsole? 55 Euro für den Fernseher? Wegen aggressiver Werbung mit Kreditraten und dem nur kleingedruckten Endpreis rügen Verbraucherschützer drei Elektromärkte. Solche Anzeigen würden zum Schuldenmachen verführen.
"Low down, easy monthly payments", die Methode, mit der man laut Robert Kiyosaki alles an die Masse verkaufen kann. Denn diese schaut nur auf die niedrige Anzahlung und auf die möglichst niedrige Monatsrate: der "monthly payment consumer".
Also dürfen die realen Kaufpreise nicht abschrecken - daher schreibt man sie klein.
Neu 2009-01-16:
[14:30] Kredite mit günstigen Zinsen - nicht für schlechte Schuldner:
Handelsblatt: Die Banken bitten zur Kasse
Banken und Sparkassen greifen ihren Schuldnern tief in die Tasche. Die Geldhäuser können sich zwar immer günstiger Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen. Dennoch müssen Privatkunden für ihren Dispositionskredit heute mehr zahlen als vor einem Jahr. Wie erklärt sich die Diskrepanz?
Da freuen sich die Kreditsüchtigen schon auf viel Kredit zu niedrigen Zinsen. Nix da. Die Banken bestimmen selbst, wem sie zu welchen Konditionen Kredit geben. Wer keinen Kredit braucht, bekommt selbstverständlich gute Angebote, braucht die aber nicht.
Das nennt sich auch Credit-Crunch.
[10:30] Zuschrift-DE zur gestrigen Zuschrift:
vorab ein lob: ihre seite zeigt mehr als die aktuellen entwicklungen, sondern ist auch ein guter fingerzeig, was kommen könnte. manchmal vielleicht etwas arg reisserisch aber gut...
unter infoseiten - verschuldung haben sie sich gestern zu einer leserfrage hinsichtlich der privatverschuldung geäussert. dort schrieben sie, dass sich in einer hyperinflation (die in meinen augen sogar gerade gezielt herbei geführt wird) der staat entschuldet, der "kleine mann" aber auf seinen schulden sitzen bleibt bzw. diese mit aufgewertet wird. dieses szenario kann ich aus verschiedenen gründen nicht nachvollziehen:
1. wenn der staat gesundet, die unternehmen und privatleute aber weiterhin verschuldet sind bzw. noch schlimmer verschuldet sind, dann sind wir doch im prinzip schon wieder fast soweit wie vor der hyperinflation.
2. würde das ja einer enteignung zehntausender unternehmen / selbständiger und von millionen privatleuten gleichkommen - wie soll die wirtschaft da wieder auf die beine kommen?
3. wenn die löhne nicht mit inflationieren, frage ich mich woher die leute 1929 in der weimarer rep. und in simbabwe diese unmengen an geldscheinen hatten / haben?! wenn meine schulden bei der bank 100.000 euro betragen, und ich verdiene 50.000 im monat, sollte sich das abzahlen doch schnell erledigt haben...
4. wenn nur der staat entschuldet wird und nicht die banken, wie soll dann das bankensystem wieder auf die beine kommen - ergo, wenn die banken entschuldet sind, bräuchten sie die forderungen an ihre zuverlässigen schuldner auch nicht fällig stellen, oder ?!
5. der für mich wichtigste punkt: eine enteignung von millionen menschen (arbeiter, angestellte, beamte - richter, polizisten, soldaten etc. - hunderttausende spätaussiedler, türken usw.), würde wohl im handumdrehen verhältnisse wie zur franz. revolution 1789 herbeiführen. kann das beabsichtigt sein ?
Es ist leider so, dass vor einer Währungsreform nicht gesagt werden kann, wie diese aussieht. Meist ist es so, dass der Staat günstiger aussteigt, als die Privatleute.
Eine Hyperinflation im Kondratieff-Winter - also jetzt - unterscheidet sich wesentlich von einer im Kondratieff-Sommer. Unsere Einkommen sind im Weltmasstab sehr hoch, daher ist nicht anzunehmen, dass sie mit der Geldentwertung mitsteigen. Die Leute werden daher von den Kosten aufgefressen. Ausserdem ist nicht anzunehmen, dass Finanzwerte wie Immobilien überhaupt im Preis steigen.
PS: Revolution und Aufstände: kommt sicher.
[12:00] Noch eine Zuschrift-DE dazu:
Sie hatten doch vor einiger Zeit (wahrscheinlich sogar in dieser Rubrik) einen Artikel, daß eine deutsche Bank (Namen habe ich leider vergessen), heute die Schulden des (Ur-) Großvaters von 1920/21 von den Nachfahren einfordert - und leider nicht in wertlosen Reichsmark (wäre einfach, die Millionen-Scheine gibt es für Cent-Beträge), sondern in Goldmark, bzw. vergleichbare Werte in heutigem Geld. Und das Brisante war, daß der Bauernhof, der damals gekauft worden war (in Ostpreußen?), längst zwangs-enteignet worden war.
Damit ist doch "bewiesen", daß die Schulden von Privatleuten in der Hyper-Inflation eben nicht verschwinden, sondern nach Generationen noch eingefordert werden.
Vielleicht können Sie den damaligen Artikel nochmal als Antwort zu diesem Leserbrief als Warnung für alle Gutgläubigen, die an eine einfache Entschuldung glauben, einstellen.
Braucht noch jemand eine "Schulden-Absolution"?
Neu 2009-01-15:
[18:30] Leserzuschrift-DE - Verschuldung und Hyperinflation/Währungsreform:
viele Leute rechnen schon mit der Hyperinfl. und hoffen sich damit entschulden zu können. Wir denken aber ,daß zwar die Guthaben weg sein werden, aber die Schulden bleiben werden. Die Banken gehen zwar pleite, werden aber sicherlich von " Investoren " mithilfe von Gold aufgekauft und die Forderungen einfach fällig gestellt, Millionen Eigenheime kämen unter den Hammer. Realistisch ??
Bei einer Währungsreform kann man vorher nie sagen, wie sie aussieht. Oft ist es so, dass die Staatsschulden "verschwinden", aber die Privatschulden aufgewertet werden. Eine Spekulation darauf ist daher extrem riskant.
Eine Entschuldung in einer Hyperinflation ist generell schwierig, denn dazu müssen die Einkommen massiv steigen. Das werden sie bei uns kaum. Die Preise für Lebensmittel können zwar in die Hyperinflation gehen, die Löhne werden es kaum.
Neu 2009-01-01:
Die Situation für Schuldner wird 2009 sicher nicht besser, eher härter:

Seitenauslagerung.
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