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Neu 2008-07-03:

[21:30] Game Over:

RPonline: Das Spiel ist aus

Steigende Preise, Inflation, Stellenstreichungen - die Hiobsbotschaften nehmen kein Ende. Wirtschaftsexperten meinen, dass die Konjunkturaussichten in Deutschland zunehmend trüber werden. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank spricht von Abschwung, andere prophezeien: "Das Spiel ist aus."

Auch Deutschland kann sich nicht abkoppeln, obwohl es da besser aussieht als in anderen Ländern.

[21:30] Aber nicht auf der Opel-Titanic?

Handelsblatt: Opel-Betriebsratschef: „Kein Grund zur Panik“

Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz ist Spekulationen über eine mögliche Insolvenz des Opel-Mutterkonzerns General Motors entgegen getreten. Noch seien längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Franz äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt auch zu einem eventuellen Verkauf des Europageschäfts.

Da redet sich jemand Mut zu, der von 2 Seiten (GM und Konjunktur) betroffen ist. Oder er lügt wie alle Politiker, der er ja auch ist.

Leserkommentar: "Kein Grund zur Panik" - die Titanic ist bekannt unsinkbar.

[21:30] Leserkommentar-DE aus der Autobranche:

heute möchte ich Ihnen und den Lesern kurz die Situation in meiner Firma (Autoindustriezulieferer) schildern:

Fakten: Die Firma baut Personal (Leiharbeiter) ab und es fällt eine Schicht pro Woche weg. Das ganze wird mit schlechter Auftragslage begründet. Ein Kunde läßt uns die ganze Zeit im Dreieck springen, andauernd weiß er etwas anderes was jetzt nicht paßt. Genau dieser Kunde hat in diesem Jahr 20 Prozent weniger in Deutschland abgesetzt. Braucht man plötzlich die Artikel von uns nicht mehr?

Gerüchte: Gerüchten zu Folge wird ein neues Produkt nicht mehr auf 4 sondern nur noch auf 3 oder 2 Fertigungsstrecken laufen.

Geschichte: Immer wieder hatte meine Firma Probleme und mußte Personal einsparen, es kann sich hierbei wieder mal um so einen Tiefpunkt handeln. Leider beliefern wir zurzeit vorrangig Kunden die ein starkes Absatzminus aufweisen. Früher schaute man vorrangig auf die Sicherstellung der Funktion und Zuverlässigkeit unserer Produkte, nun wird man wirklich ganz schön kleinlich.

Mitarbeiter: Meine Mitarbeiter weißen eine sehr starke Politikverdrossenheit auf und das obwohl sie sich nicht so informieren wie ich. Ich versuche dann immer noch mehr Informationen zum Thema zu bringen. Inflation ist oft Gesprächsthema. Es herrscht oft die Meinung vor:"Ich kann doch eh nichts tun!"

Ich möchte auch noch die Leser der Hartgeld.com Seite aufrufen aus ihrem Betätigungsumfeld zu berichten. Herr Eichelburg trägt wirklich sehr viele Informationen zusammen, aber für mich sind die Leserzuschriften, welche die Lage vor Ort schildern am spannendsten. Bitte nehmen Sie sich ein Beispiel an meiner Gliederung(es können auch noch andere Punkte mit einfließen:Betriebsklima oder wie oft die Vorgesetzen wechseln) und bitte nicht auf Beiträge persönlich reagieren. Hartgeld.com ist kein Forum oder eine Diskussionsseite. Kurz und knapp die Situation schildern, so gewinnen wir eine !!Einblick in die Realität aus erster Hand!! Sehr interessant sind auch die Berichte von Geschäftsreisenden. Bitte nehmen Sie sich die Zeit und lassen uns an Ihren Eindrücken teilhaben. Vielleicht können die Leser auch Erfahrungsberichte von Verwandten und Bekannten schreiben.

Viele Schiffe sinken, aber erst wenige sind untergetaucht.
  

[13:00] Was ist Joe's Ehrenwort wert?

FTD: Deutsche Bank gibt ihr Ehrenwort

Die Deutsche Bank hat nervöse Investoren beruhigt. Der Konzern kündigte seine Rückkehr in die Gewinnzone an. Sie sehe keinen Bedarf an frischem Kapital, teilte Deutschlands größte Bank mit.

Ein Blick auf Joe's Level-3 Assets zeigt: es ist nichts wert.

[16:00] Leserzuschrift dazu:

Das Ehrenwort ist selbstverständlich nichts wert. Das setzt natürlich voraus, dass man Lesen kann und weiß was Level-3-Assets sind. Dazu sind die Investoren, die sich beruhigen lassen zu blöd.

Level-3-Assets = Das sind “Wertpapiere” für die weder ein Preis aufgerufen bzw. die nicht gehandelt werden können. Größenordnung ca. 150 Milliarden Dollar. Man könnte natürlich auch die Sache dahingehend formulieren, dass die Deutsche Bank pleite ist, wie viele andere Primary Dealer. Vielleicht liest diese Zeilen mal ein Investor der Deutschen Bank. Übrigens, die Zahlen stehen in den Bilanzen der Deutschen Bank. Man muss nur im Internet richtig gucken!

Sie haben allen einen MBA und können doch keine Bank-Bilanz richtig lesen - besser sie wollen "nichts Schlechtes" sehen, könnte negativ für die Karriere sein.
 

[12:30] Das Firmensterben wegen der hohen Treibstoffpreise beginnt:

Bild: Die ersten geben auf

Die Preisexplosion bei Benzin und Diesel leert nicht nur immer mehr Haushaltskassen – sie hat auch für viele Betriebe dramatische Folgen!

Besonders schlimm ist die Lage für Busfirmen, Fischer, Kurierdienste, Spediteure und Taxifahrer. Ihre Spritkosten sind seit Herbst um 50 % und mehr gestiegen.

Das Transportgewerbe bezeichnet den Preisanstieg als „existenzbedrohend“. Um der Branche zu helfen, fordert Verbandsvorstand Dirk Kloßek (BvT) Entlastungen für die Brummi-Fahrer. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) solle „schnellst möglich“ handeln, so Kloßek.

Alle diese Branchen sind total überbesetzt. Eine Generalbereinigung ist notwendig. Mit höheren Preisen vertreiben sie nur die Kunden.

Duchschnittliche Wartezeiten auf deutschen Flughäfen bei Taxifahrern auf Kunden: 2..4 Stunden. Oft warten bis zu 1000 Taxis. Wenn das nicht überbesetzt ist?

[21:30] Und die Bus-Branche: Diesel löst Existenzkrise aus

Die haben bisher "nur" die erhöhten Dieselkosten und die sinkende Nachfrage gesehen, aber noch nicht die kommenden Zinserhöhungen bei den Krediten ihrer Luxusbusse. Real kommen sie 3-fach unter die Räder.


Neu 2008-07-02:

[15:00] Welchen Inflations-Schock bringt Bild heute:

Bild: Täglicher Einkauf 8,2 Prozent teurer

Die Teuerungswelle trifft Millionen Bundesbürger viel stärker als angenommen!

Die Preise für die 50 Waren, die wir am häufigsten einkaufen, sind in einem Jahr im Schnitt um 8,2 % gestiegen. Das hat der Inflationsexperte Prof. Hans Wolfgang Brachinger (Uni Fribourg) ermittelt. Besonders für Milch, Käse, Nudeln und Benzin müssen die Verbraucher viel tiefer in die Tasche greifen

Die Inflationslüge bekommt jetzt immer kürzere Beine. Nur die Fondverwalter-MBAs glauben noch daran.
 

[15:00] Leserzuschrift - "Arbeitskräfte a.D." im Raum Nürnberg.

man glaubt es nicht... 3,8 % Arbeitslosigkeit, in unsrem Landkreis Roth sogar nur 2,7 %...
ein wahres Wirtschaftswunder (der Statistikfälschung)..

Dass hier der Wurm drin ist,merkt man besonders daran, dass z.B. in Schwabach die Arbeitslosigkeit innerhalb von 3 Jahren von 7,5 auf 4,6 % runter ist. Es gab zwar ein paar Neuansiedlungen von Unternehmen, aber verdächtig ist so ein Rückgang schon.

Im Landkreis Roth von 4-5 % auf 2,7 % und in Nürnberg ist man von knapp 11 auf einmal knapp unter 8, obwohl es keine nennenswerten Neuansiedlungen von Unternehmen gab, BMW hat man damals auch nicht nach Nürnberg gelassen,sodass sie ihr Dreier-Werk in Regensburg aufgebaut haben.

Ich würde es ja verstehen, wenn es wirklich einen ,,Aufschwung'' gäbe, aber da die Umsätze vielerorts stark einbrechen, gehe ich davon aus,dass nur die Schere zwischen Realität und den verlogenen Statistiken noch weiter geöffnet wurde.

Bin auch auf die Auswirkungen der Siemens-Entlassung gespannt, damit müssten die Zahlen ja wieder schlechter werden. Ob die dann einfach ignoriert werden ? Oder die Siemens-Arbeitslosen auch einfach als Arbeitskräfte a.D. (außer Dienst) weitergezählt werden?

Wie bei der Inflation, in diesen Zahlen liegt politischer Sprengstoff, der daher sorgfältig entfernt wird.
 

[11:00] Die "Ökonomen" können den Abschwung noch nicht glauben:

Welt: Jetzt geht's abwärts mit der Wirtschaft

Der Wirtschaftsboom in Deutschland ist nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Nobert Walter vorüber. "Der Abschwung ist da", sagte der Forscher. Damit widerspricht er deutlich der jüngsten Prognose des DIW, das von einer Fortsetzung des Aufschwungs ausgeht.

Ein einsamer Rufer in der Wüste. Allerdings wird er nicht wie der Rest der "Wirtschaftsweisen" von der Politik bezahlt.

Leserkommentar dazu:

Auch wenn Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Nobert Walter mit seiner Aussage recht hat, so ist doch der Zeitpunkt zu beachten. Morgen ist EZB Zinsentscheid
und diese Aussage ist meiner Meinung nach als Warnschuss an die EZB zu sehen, ja nicht die Zinsen zu erhöhen. Sonst hört man doch von der Deutschen
Bank betreffend Kreditkrise anscheinend nur Lügen!

Braucht Joe die niedrigen Zinsen so sehr?


Neu 2008-07-01:

[20:00] Wer braucht heute noch eine 8-Gang Automatik?

FTD: 8-Gang-Automatik - gangbare Zukunft , Bilder

Eine Pkw-Automatik mit acht Stufen bietet bisher nur Lexus. Deutsche Premiummarken dürften aber schon bald aufholen. Der Zulieferer ZF hat die Technik bereits parat.

Meine 5 Automatikstufen sind völlig ausreichend. Alles mehr ist Prestige.

Die Auto-Technik wird sich in Zukunft mehr auf das Kostensparen konzentrieren müssen.
 

[16:00] Leserzuschrift - Interessantes zum Neuwagenmarkt in DE, Einbruch um 6,2 %:

Meldung vom KBA im Monat Mai 2008:
"Flensburg, 03.06.2008. Die Neuzulassungen waren im Mai rückläufig. Mit 275 259 Einheiten wurden 6,2 Prozent weniger Pkw für den Straßenverkehr zugelassen als vor einem Jahr. Dadurch reduzierte sich das Plus der bisherigen Zulassungen des Jahres auf 4,2 Prozent. Der Anteil an Diesel-Pkw blieb trotz der aktuellen Preisentwicklung an den Zapfsäulen konstant bei 44,5 Prozent. 41,3 Prozent der fabrikneuen Pkw gingen in private Hände.

Der Trend zu Kleinstwagen setzte sich im vergangenen Monat fort. Während Pkw ab der Mittelklasse weniger gefragt waren, gab es im Mini-Segment ein kräftiges Zulassungsplus (+ 15,3 %). Smart Fortwo, Renault Twingo und Fiat 500 waren die bevorzugten Modelle. Bei Ford (+ 9,2 %) und Opel (+ 1,0 %) sorgte der Mai für Auftrieb. Zweistellige Minusraten mussten dagegen die deutschen Hersteller Audi (- 16,3 %), Mercedes (- 13,1 %) und Porsche (- 13,0 %) hinnehmen. Bei den ausländischen Herstellern waren ebenfalls deutliche Einbußen zu beobachten. Während Renault und Skoda in etwa das Vorjahresniveau erreichten, fiel Toyota (- 20,5 %) hinter Peugeot zurück. Mazda (- 30,4 %) und Mitsubishi (- 41,1 %) waren ebenfalls stark rückläufig. General Motors verzeichnete dagegen eine auffallend deutliche Zunahme von 120 Prozent. "

In DE scheinen sich dezeit von den grossen Marken nur noch Opel und Ford halten zu koennen. Die haben mit Corsa, Agila, KA, Fiesta und Fusion noch die Fahrzugklassen im Angebot, die sich Pivatleute gerade noch leisten koennen. Die anderen deutschen Hersteller wie Audi und Mercedes haben in dem Segment ueberhaupt nichts vorzuweisen, ausser BMW mit dem Mini, der ist aber eher ein Modefahrzeug und wesentlich teurer. Die ersten Kurzarbeiten noch dieses Jahr sehe ich deshalb bei Audi, dicht gefolgt von Mercedes und BMW. Porsche wird auch arg in Bedraengnis geraten, die koennen aber ueber VW (noch) ihre Ergebnisse beschoenigen.

Unbekannt bei der ganzen Statistik sind die Zulassungen von Neuwagen der Autohaeuser selbst (Tageszulassungen etc.), so dass man von mehr als den 6,2 % Einbruch ausgehen darf.

Ohne Firmenkäufe und Tageszulassungen würde es total düster aussehen.
 

[15:00] Joe, was wird aus Deinen Stock-Options?

Süddeutsche: Deutsche Bank auf Abwegen

Angst vor weiteren Milliardenabschreibungen: Die Aktien der Deutschen Bank und andere europäische Finanzwerte sind stark unter Druck geraten. Und das ausgerechnet zum 20. Dax-Geburtstag.

Die schwimmen mit dem DB-Aktienkurs den Bach hinunter. Doch nicht alles OK in Joe's Reich.

[16:00] Den ganzen DAX erwischt es heute: Banken-Aktien ziehen Börsen ins Minus

PS: ich habe derzeit enorme Probleme, auf die Websites deutscher Finanzzeitungen zu kommen. Alle Server dürften überlastet sein. Da machen sich viele Leute um ihre Aktien sorgen - hätten sie früher tun müssen.
 

[7:30] Die Demokratie und das Geld:

Spiegel: Demokratie nach Kassenlage

Die Deutschen finden Volksherrschaft prima - aber nur solange die persönlichen Finanzen stimmen, zeigt eine neue Studie. Vier von zehn Befragten sagen, die Demokratie funktioniere nicht, im Osten ist es sogar eine Mehrheit. Die Forscher sind erschrocken über die eigenen Befunde.

Einfach gesagt: die Leute erwarten sich, Geld in die eigene Tasche "wählen" zu können. Sobald das passiert ist, ist die Demokratie erledigt.

Leserkommentar: wenn das Geld aus ist, dann ist es auch mit dem pseudodemokratischen Schmierentheater aus.

Leserzuschrift - Bertrand Russels Gleichnis zum demokratischen Sozialstaat

Man stelle sich einen Truthahn vor, der regelmäßig jeden Tag gefüttert wird. Jeder Tag bestätigt dem Truthahn aufs Neue, dass eine allgemeingültige Regel seines Lebens darin besteht, dass freundliche Menschen ihn füttern werden, sich sozusagen um sein “Wohlergehen kümmern”, wie es Politiker wohl formulieren würden. Das geht ganze 1000 Tage so, während derer die Überzeugung des Truthahns immer und immer wieder bestätigt und folglich stärker wird. Bis am Mittwoch Nachmittag vor Thanksgiving etwas gänzlich Unerwartetes mit dem Truthahn passiert, etwas, was zu einer radikalen Abkehr von seiner bisherigen Überzeugung führt

Ja, auch diese Truthähne werden geschlachtet. Abwarten, es kommt.
 

[8:00] Was macht die US-Präsidentengarde da in Deutschland?

Spiegel: Jagd auf "Jonny Hell"

Agenten des amerikanischen Secret Service haben in Deutschland einen estnischen Hacker gestellt - offenbar auf eigene Faust.

Die sollen den US-Präsidenten bewachen und nicht irgendwo in der Welt Polizei spielen - Imperiale Arroganz. Hier scheinen sie sich nachträglich den Fall zurechtzuschneidern, denn viel belastendes Material dürften sie nicht haben.
 

[8:00] Die CO2-Torheit - so dumm wie die Biosprit-Torheit:

Handelsblatt: Klimakiller kommt unter die Erde

Im brandenburgischen Ketzin wird der Klimakiller Kohlendioxid künftig in 800 Meter Tiefe eingelagert. Ein Pilotprojekt, das die Atmosphäre von dem Treibhausgas entlasten soll - das unter Klimaschützern allerdings umstritten ist.

Diesen Artikel hebe ich mir auf, um in einigen Jahren zeigen zu können, welche Torheiten unsere "Eliten" in der grosse Kreditbubble Anfang des Jahrhunderts gemacht haben. Zahlen soll diesen Unsinn natürlich der Steuerzahler sowie der Stromkunde.
 

Seitenauslagerung.

 
     
 
©2006-2008 by Walter K. Eichelburg