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Diese Seite befasst sich mit dem Verfall der staatlichen Sozialsysteme in der Krise |
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Neu 2010-03-12:
[6:15] Peter Zieman über den Sozialstaat und seine Lobbyisten: Entsolidarisierung
Kein Wunder also, wenn Heitmeyer zu dem oben dargelegten Schluss kommt: Die Gesellschaft ist grundsätzlich an allen Fehlentwicklungen schuld. Und als Ablasshandel für dieses frevelhafte Verhalten müssen die armen und unterdrückten Randgruppen durch immer höhere Sozialabgaben aufgepeppelt werden. Da es sich um schützenswerte Minderheiten handelt, deren Ausgliederung augenblicklich in unkontrollierte Gewalt überschlagen könnte, muss die Gesellschaft – sprich das (noch) steuerzahlende Volk – froh darüber sein, dass man mit massiven Transferleistungen die Ruhe im Land bewahren kann.
Heitmeyers Desintegrationsansatz fordert nämlich, dass auf sozialstruktureller Ebene die Teilhabe an materiellen Gütern (Arbeit-, Wohnungs- und Konsummärkte) gesichert sein muss. Das heißt nichts anderes als eine bedingungslose Alimentierung dieser Personen durch die Gesellschaft.
Aber es geht noch weiter: Ebenfalls muss im Rahmen der Vergesellschaftung der Ausgleich zwischen konfligierenden Interessen (Fairness, Gerechtigkeit) sichergestellt werden. Das heißt man darf diese Gruppe in ihrem Verhalten nicht öffentlich kritisieren.
Zuletzt muss ein Maß an Selbstverwirklichung gewährleistet werden.
Dieses dumme Geschwätz kenne ich noch aus meiner Schulzeit der 70er Jahre. Dass dafür ein Lehrstuhl mit hochdotierter Professoren-Stelle und wissenschaftlichen Mitarbeitern etc geschaffen wurde, ist ein Armutszeugnis.
Siehe da, diese Lobbyisten des Sozialstaats leben alle selbst vom Staat. Vielfach haben sie noch keinen Schritt in die Wirklichkeit gewagt, weil sie als Professoren an der (Hoch-)Schule geblieben sind. Zeit für deren Entlassung zur Feldarbeit - in die Wirklichkeit.
Passt dazu: Totgesteuert
Neu 2010-03-06:
[8:30] Nur ganz wenige sehen es kommen: Sozialstaat vor Kollaps
Biedenkopf warnt vor Kollaps des Sozialstaats. „Wenn nichts geschieht, wird sich der Sozialstaat heutiger Prägung selbst zerstören“. Mehr als wahrscheinlich, „dass die Menschen, die den gegenwärtigen Sozialstaat mit ihren Beiträgen und Steuern finanzieren, irgendwann sagen: Jetzt ist es genug, mehr ist von uns nicht zu erwarten“.
Wenn die Zahler nicht mehr wollen, dann ist es vorbei mit dem Sozialstaat - besser gesagt, wenn dessen Propaganda nicht mehr wirkt.
Über die Jahrzehnte habe sich eine Leistungsempfängermentalität entwickelt, kritisierte Biedenkopf. In der sozialen Ordnung seien mit den Sozialversicherungen und Sozialverbänden machtvolle Besitzstände entstanden, die ihre Macht verteidigen. „Es wird jedoch keine nachhaltige Reform des Sozialstaates und seiner gegenwärtigen Ordnung geben, solange es nicht gelingt, das bestehende Sozialkartell zu überwinden.“ Auch die Politik sei Teil dieses Kartells, beklagte der Christdemokrat.
Darum geht es wirklich: die Jobs und Macht der Sozialfunktionäre, sonst nichts.
[11:30] Leserzuschrift-DE dazu:
habe begriffen, dass *der Staat selber das Opfer von Kartellen* ist, die sich am Ganzen bedienen, wie mehrere Bandwürmer im Darm, der irgendwann den Wirt töten - durch Auslaugung und Erschöpfung.
Diese *parasitären Kartelle sind nahtlos verschmolzen mit dem Staat über ihre Vereinnahmung der Parteien* im Parteienstaat, der einmal eine bürgerliche Demokratie sein sollte.
Man kann sicher darüber streiten, welches Kartell schließlich den Staat zu Tode bringt, oder ob sie dabei gemeinsam den Todesstoß austeilen.
*In jedem Fall sind diese Kartelle aus meinem Verständnis das Elend der sog. "entwickelten Staaten des Westens" und die Ursache ihres Unterganges.
*Sie werden nicht gewählt, das Volk gibt ihnen keinen Zugang zu öffentlichen Ämtern und Geldern. Und doch findet man sie und ihre Vertreter in sämtlichen Machtpositionen und an allen Geld-Saugnäpfen, wo das vom Volk erarbeitete Geld der Volkswirtschaft entlang strömt.
Geld-Absaugung ohne politische Vertretung nennen es die Angelsachsen ( taxation without representation).
Zur Bestechung der Wähler wird ein Teil der abgesaugten Gelder auch noch *sozial "umverteilt".*
Der Großteil der derart hinterücks entwendeten, veruntreuten Gelder des wertschöpfenden Volkes und seiner Unternehmer, die die Wertschöpfung überhaupt erst am Laufen halten, fließt in dunkle Kanäle ab: in die Kanäle der Kartelle und wird dort unter den Kumpanen *umverteilt.*
Diese Typen könnte man die wahren Sozialschmarotzer nennen.
[11:30] Leserzuschrift-DE - die "dummen" Sozialschmarotzer:
habe gerade eine Werbung in der Hand über das sog. BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN.
Eine Veranstaltungsreihe von Attac Augsburg, in Zusammenarbeit mit der Kath. Arbeitnehmerbewegung und KDA (d. Kirchl.Dienst i.d.Arbeitswelt d.evang. Kirche), Arbeitskreis Soziales.
Meiner Kenntnis nach sollen nach diesem Modell, das auch die Abschaffung von Harz IV fordert, da es viel zu niedrig angelegt sei, jedem Bewohner
850,- (??) /Monat gezahlt werden. Wissen Sie mehr darüber? Oder Ihre Leser?
Werbung:
Können Sie sich vorstellen, ohne Scheu schlecht bezahlte Jobangebote oder unwürdige Arbeitsbedingungen abzulehnen?
endlich in Teilzeit arbeiten zu können mit mehr Freiraum für Ihre Familie , ein Ehrenamt oder Ihre eigene Kreativität?
sich in jedem Lebensabschnitt Aus-und Weiterbildung leisten zu können?
(SPD: jeder hat einen Anspruch auf von der Gemeinschaft bezahlte Aus-und
Weiterbildung)
keine Angst vor Altersarmut oder Phasen ohne Erwerbsarbeit zu haben?
Lassen Sie sich inspirieren u. diskutieren Sie mit uns *die vielfältigen Perspektiven einer gerechten Verteilung unserer Wertschöpfung.* Auf der Werbung sind dann noch eine Reihe junger Frauen mit goldenen Kronen abgebildet: die Prinzessinnen, die nur noch arbeiten was sie wollen - wenn sie wollen - da es ja zu einer gerechten Verteilung unserer Wertschöpfung kommen soll.
So human es daherkommt, ist es für mich doch ein Totaler Ausdruck schmarotzerischer Gutmenschen-Dekadenz.
Die Sozialschmarotzer der sozialen Beglückungs-Industrie als Wertschöpfer??.
Was sagen Sie dazu?
Die Leute, die für das "Bedingungslose Grundeinkommen" sind, sind noch nicht an den Saugnäpfen. Sonst wüssten sie, dass gerade das ihr grösster Feind wäre: riesige Sozialapparate würden wegfallen, die Geldverteilung könnte ein Computer erledigen. Leute aus dem echten Sozialapparat, wie die SPD sind daher real dagegen, da es ihre Jobs rauben würde - auch wenn sie es nicht öffentlich sagen.
[12:30] Leserkommentar-DE: Bedingungsloses Grundeinkommen:
die Idee, leistungsloses oder nicht an der Produktivität gekoppeltes Einkommen zu erzielen ist ein alter Menschheitstraum. Wer von uns wäre nicht gerne König. Dies setzt sich über Spekulation an der Börse, mit dem Ziel, ohne Arbeit und mit viel Glück ausgesorgt zu haben, fort.
Meiner Meinung werden das bedingungslose Grundeinkommen und der Mindestlohn für die Transferempfänger nur kurzfristig einen Segen bescheren. Denn diese Einkommen sind ein Beitrag zur Sockelinflation. Im selben Zuge, wo das "unverdiente" Geld vorhanden ist, werden die Preise und Löhne anziehen, so dass den Sozialkönigen am Ende weniger bleibt, als wie vorher. Denn: Die Löhne müssen vorerst vom Konsumenten aufgebracht werden, welcher für die Dienstleistung oder das Produkt dann deutlich mehr zahlen muss. Dies wird dann in Folge durch die Tarifpartner wieder aufgefangen werden müssen. So oder so bleibt die Einkommensdistanz zwischen Transferleistungsempfänger und Arbeitenden wieder gewährleistet, nur auf höherem Niveau halt. Und so kann man Inflation erzeugen. Die Realität ist leider heute schon so, dass die Einkommensdistanz zwischen Hartz 4 und den unteren bis mittleren Einkommensgruppen oft nicht mehr gewahrt ist, insbesondere dann, wenn man als Bürger erster Klasse einer gewissen orientalischen Religionsgruppe angehört.
Real gibt es das inzwischen schon, aber mit gigantischem bürokratischen Aufwand unter verschiedenen Titeln.
Neu 2010-02-08:
[20:00] Nur kein "Todesurteil" unterschreiben müssen: Nützen teure Behandlungen den Krebspatienten oder der Pharmaindustrie?
Mit gigantischem therapeutischem und finanziellem Aufwand versuchen Ärzte, das Leben von Krebspatienten zu verlängern – mit oft marginalem Nutzen. Nun entbrennt eine heikle Debatte über die milliardenschweren Blockbuster der Pharmaindustrie: Wie erstrebenswert ist es für unheilbar kranke Menschen, den Tod ein paar Monate hinauszuzögern?
Für die Gesundheitspolitik ergibt sich das Dilemma, dass sie – speziell beim sensiblen Thema der Therapie von Todkranken – extrem erpressbar wird. Nichts fürchten Politiker mehr als einen Professor, der eine Pressekonferenz veranstaltet, weil seine Therapievorschläge nicht bezahlt werden, wie das vor einigen Jahren Christoph Zielinski vorexerzierte. Der Wiener Star-Onkologe hatte gewarnt, dass Krebspatienten die Behandlungskosten künftig selbst tragen müssen, wenn die Gesundheitspolitik nicht schleunigst vorsorge. Binnen Kurzem sicherte Bürgermeister Michael Häupl zu, dass die teuren Therapien selbstverständlich weiterhin für alle übernommen werden.
Sehr guter Artikel. Dieser Bürgermeister hat wie alle anderen Politiker und Bürokraten davor Angst, dass man ihm in den Medien vorwirft, er würde "Todesurteile" unterzeichnen. In einem Staatsbankrottland wie Lettland ist das egal, dort gibt es ganz einfach kein Geld mehr für solch " heroische Heldenakte" auf Staatskosten.
[20:30] Leserkommentar - leben von der Krankheit:
Ich habe selber ein zeitlang in der Pharmaindustrie gearbeitet und kann aus Erfahrung sagen: Die Triade Ärzte, Krankenversicherungen und Pharmaindustrie leben von KRANKHEIT und nicht von GESUNDHEIT. Den meisten Ärzten ist das oft nicht so wirklich bewußt. Viele wollen wirklich helfen, manche nur das Geld machen andere sehen Ihren Status, manch einer ist auch aus Spaß und Überzeugung dabei.
Nur die Pharmaindustrie weiß so manches mal mehr, denn nicht umsonst sind Medikamente auf dem Markt, die mehr Nebenwirkungen als Nutzen bringen. Und es sind auch einige dabei, die gegenüber Placebo kurzeitig helfen aber auf mittelfristige Sicht das Leben verkürzen. Solche Studien werden allerdings selten veröffentlicht.
Neu 20101-01-17:
[12:00] WAS FÜR DUMMKÖPFE IN DEN MINISTERIEN SITZEN: Experte von Leistbarkeit des Sozialstaates in 20 Jahren überzeugt
Steiners Annahmen, die er selbst für die realistischsten Szenarien hält: Die alterungsbedingten Mehrkosten werden durch die Sozialsysteme abgedeckt (jährlich plus 0,9 Prozent an Ausgaben), die Sozialausgaben steigen darüber hinaus um ein Prozent pro Jahr. Wächst dann noch das BIP um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr (von 1990 bis 2008 waren es im Durchschnitt 2,4 Prozent), dann kommt man auf den Wert von 31,2 Prozent Sozialquote im Jahr 2030.
Ohne solche Aussagen, würde er in diesem Bürokratenturm keine Karriere machen, so einfach ist das. Nichts wäre schlimmer, als wenn die Steuersklaven würden aufhören zu zahlen - weil sie selbst nichts mehr bekommen werden.
[10:15] Die "Siege" der Helden des Skalpells - wie die wirklich aussehen:
Am Freitag wurden in ORF2 in der Sendung "Schauplatz Gericht" einige Fälle gezeigt, wo Ärtze nach Unfällen, Operationszwischenfällen mit allen Mitteln das Leben des Opfers retteten, sonst aber nichts. Zurück blieben lebenslang behinderte Menschen mit massiven Schmerzen. Diese Opfer versuchten dann, die Versicherung bzw. das Spital um läppische Summen wie €85000 als Schadenersatz zu klagen. Daher hatte die Sendung auch den Untertitel "David gegen Goliath" - Goliath war natürlich die geklagte Institution mit ihren grossen Budgets und juristischen Resourcen.
Hier fragt man sich wirklich, warum unbedingt das Leben selbst mit allen Mitteln "gerettet" werden muss und sonst nichts. Egal wie dieses "Leben" nachher aussieht, mit seinen Behinderungen, Schmerzen, etc. Darum müssen sich dann ohnehin die Familie und der Sozialstaat kümmern. Wichtig ist, der Arzt geht am Ende der Schicht mit dem guten Gefühl nach Hause, "wieder ein Leben gerettet", und noch wichtiger: es ist unter meiner Aufsicht niemand gestorben.
Bei den im Bericht gezeigten Schadenersatzklagen fragt man sich, warum geben sich die mit läppischen €85000 für eine lebenslange Behinderung zufrieden. Kann man sich nicht mehr Streitwert leisten? Der Bericht konnte natürlich nicht den Ausgang der Prozesse zeigen, aber spätestens in der 2. Instanz dürften die finanziellen Reserven der Kläger aufgebraucht sein. Dann sind sie nicht nur behindert, sondern auch pleite.
Jetzt werden vermutlich wieder die Ärzte und Gutmenschen über mich herfallen - wegen Aufbrechens eines Tabus. Aber auch hier gilt, neues Denken ist gefragt: wie weit darf und soll medizinische Hilfe gehen? Ist es deren Aufgabe, für "heldenhafte Siege über den Tod" lebenslange Krüppel zu produzieren? Derzeit spielt ja die Geldkomponente keine Rolle - zahlt ohnehin alles das Sozialsystem = der Steuerzahler: Medicopter, jedes Leben zählt - egal wie es aussieht. Wie aus der Fernsehserie.WE.
[12:30] Leserkommentar-DE dazu:
Die Frage läßt sich einfach beantworten: Ein schwerer Pflegefall ist wie ein Lottogewinn für die Betreiber der Intensiv Gerätemedizin, Krankenhäuser, Chefärzte und den Medizintechniklieferanten, wie GE oder Siemens.
Chronisch Kranke - oder solche, die dazu gemacht oder erklärt wurden, sind eine Goldgrube für die Kranken- Kassen, schwerste Pflegefälle ein Bombengeschäft für die Pflegeheime. Solange ein Hirntoter zumindest noch furzen und sabbern kann, wird niemand den Stecker ziehen. Da hängt einfach ein lukrativer Milliarden Markt dran.
Man kann nur jedem dringendst anraten, sich gründlich zu informieren und eine wasserdichte Patientenverfügung zu machen - zu "Lebzeiten", als Zombie ist der Zug endgültig abgefahren und die einzigen Lebens- Freuden, die man im Fall der Fälle noch bewusst zu denken oder empfinden fähig ist, ist die Erleichterung über das verabreichte Schmerzmittel oder die Wärme des Speichels, wenn der Sabber über die Wange fließt. Es muss die Hölle sein, ein Gefangener in einem körperlichen Wrack zu sein. Das ist verschärfte Einzelhaft und Guantanamo in einem!
So ist es wohl.
[19:15] Leserkommentar-DE - Intensivstation:
Aus der Sicht eines auf Intensivstation arbeitenden Arztes: Die Arbeit auf Intensivstationen kotzt die meisten Ärzte aus eben diesen Gründen an. Man lernt nicht das ganze Leben und schiebt auch noch unterbezahlte Nachtschichten (Mehrbezahlung bei Schichtdienstarbeit für Assistenzarzt in Deutschland: 120 Euro Brutto für den ganzen Monat, auf Webseite von Marburger Bund unter Tarifverträge nachzulesen) nur damit unrettbare Zombies noch ein Paar Herzschläge erleben. Pervers, aber auf den Intensivstationen freut sich geradezu jeder, wenn mal ein Verkehrsunfall kommt mit einem jüngeren Patienten, bei dem es einen Sinn macht helfen zu können. Wenn man einem nur noch 3% Chance für ein normales Leben zumutet, muss ich als Arzt AUS JURISTISCHEN GRÜNDEN alles machen, auch bei 90-jährigen. Und, glaubt mal, es gibt kaum eine Krankheit auf dieser Welt, bei der das nicht der Fall ist. Das alles hat mit Ärzten nichts zu tun, sondern mit dem System.
Diese Gesellschaft gibt dem einzelnen Arzt SCHON LANGE NICHT MEHR die freie Hand zu entscheiden, wann zu handeln ist und wann nicht, und das ist der Kern des Problems. Der Arzt ist schon lange kein freier Beruf mehr. An diesem aufgeblasenen Gesundheitssystem bereichern sich Anwälte, Krankenkassenbürokratie, Klinikbürokratie, Klinikgeschäftsführer und von den Ärzten die mit vielen Privatpatienten (Praxis in der Innenstadt von Papa übernommen) und die an den Gewinnen beteiligten Chefärzte.
Kein Kommentar nötig. Da soll sich jemand wundern, warum das System so teuer ist - es ist selbst auf der Intensivstation.
[21:15] Leserzuschrift-DE - Entlastung der Ärzte durch eine ganz eindeutliche Patientenverfügung:
Im Sommer 2009 verstarb meine Frau in einer Helios Klinik. Sie war dort 8 Wochen und davon mehr als ein Drittel auf Intensivstationen. Das Krankenhaus war im großen und ganzen nicht empfehlenswert. Aber die Intensivstationen und die dort arbeitenden Mediziner und Pflegepersonal haben meine Hochachtung verdient. Meine verstorbene Frau hatte (genau wie ich auch habe) eine sehr eindeutliche Patientenverfügung. Wir hatten diese bereits 2002 aufgestellt. Und meine Frau unterzeichnete ihre Verfügung noch einmal am 2. Tag des Krankenhausaufenthaltes. Diese Patientenverfügung lag immer oben auf ihren Unterlagen. Der Chefarzt einer Intensivabteilung sagte mir, dass er noch nie eine so klar beschriebene Patientenverfügung gelesen hatte. Genau er war es auch, der mir mitteilte, dass meine Frau keine Chance hätte wieder gesund zu werden und empfahl, bevor man ihr Leben verlängert, ihrem Wunsch entsprechend zu entscheiden. Da ich (auch das ist in Deutschland sehr wichtig) gleichzeitig die Pflegerechte für meine Frau hatte, für den Fall, dass sie nicht selbst entscheiden kann, entschied ich schweren Herzen die Medikamente abzusetzen. Man sieht also: frühzeitig alles in die Wege leiten, dann mit den Ärzten alles besprechen (meist haben sie Zeit, wenn es um ihre Entlastung geht), auch wenn der Tod dann das Ende bedeutet. Er wäre im Fall meiner Frau nur hinaus geschoben worden.
Übrigens: für Deutschland gibt es im Internet "Klinikbewertungen". Dort findet man Meinungen von Patienten und Angehören. Es liest sich zum Teil grauenhaft, wie abhängige Menschen behandelt werden.
Neu 2010-01-01:
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