Systemkrise

Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.

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Neu 2008-08-20:

[9:30] Was haben wir den da? eine alte Bekannte:

MM: Die Krise kehrt zurück - mit aller Wucht

Ein Milliardenverlust bei Lehman Brothers, düstere Prognosen von Ex-IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff und Probleme bei den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac beunruhigen die Märkte. Sollte das US-Finanzministerium erneut intervenieren, könnte sich die Situation dennoch weiter verschärfen.

Natürlich war die Krise nie weg, sie kommt nur wieder an das Tagelslicht. Scheitert jetzt "Hanks Ardennen-Offensive"?

Ich bin gespannt, wann man eine Grossbank fallen lassen muss: Kreditkrise hält Wall Street im Griff
 

[9:30] Zu viele Schiffe, zu wenige Container zu transportieren:

MM: Adieu, du schöner Boom

Die Zeiten mit zweistelligen Wachstumsraten scheinen in der Containerschifffahrt vorerst vorbei zu sein. Nach mehreren Boomjahren kehrt Ernüchterung ein. Experten beobachten bereits einen Verfall der Frachtraten. Dabei sind viele georderte Schiffe noch gar nicht ausgeliefert.

Das ist ein wesentlicher Indikator für die nachlassende globale Wirtschaft.
 

[7:30] US-M3 Geldmenge bricht ein:

Telegraph: Sharp US money supply contraction points to Wall Street crunch ahead
Mike Shedlock: M3 Contraction - The Future Is Now

The US money supply has experienced the sharpest contraction in modern history, heightening the risk of a Wall Street crunch and a severe economic slowdown in coming months.

Data compiled by Lombard Street Research shows that the M3 ''broad money" aggregates fell by almost $50bn (£26.8bn) in July, the biggest one-month fall since modern records began in 1959.

Monetarists say it is the sharpness of the drop that is most disturbing, rather than the absolute level. Moves of this speed are extremely rare.

Was ist passiert? die Kreditvergabe ist massiv eingebrochen. Daher steigt auch die Geldmenge nicht mehr - trotz alles Geldpumpens der Fed. Diese schafft es nich mehr.

Jetzt kommen die wirklich harten Zeiten für die Banken.


Neu 2008-08-19:

[16:00] Die Bankenkrise geht also wieder los:

Spiegel: Bankenkrise verschärft sich erneut
Handelsblatt: Dax: Ausverkauf bei Bankaktien

Der Finanzbranche stehen erneut schwere Wochen bevor: Der US-Investment-Bank Lehman Brothers drohen offenbar Milliarden-Verluste. Experten rechnen unterdessen auch mit Zusammenbrüchen bei den großen Geldhäusern.

Die "Beruhigungsphase" hat also nur kurz gedauert (diesen Film haben wir schon gesehen). Hank Paulsons "Ardennen-Offensive" bricht also schon zusammen. Werden wir sehen, wie lange sein Ploster beim Dollar und Goldpreis reicht.

Wie gesagt: man muss immer die Fakten objektiv beurteilen, nicht irgendwelchen Ideologien nachlaufen.


Neu 2008-08-18:

[21:00] Junk-Zinsen für Anleihen von Banken:

Mike Shedlock: Banks Scramble To Refinance Long-Term Debt

Last week, financial groups including Citigroup, JPMorgan Chase and American International Group borrowed almost $20bn in new long-term debt, paying some of the highest interest rates ever in order to lock in funding. The wave of refinancing is set to continue for several months as billions of dollars in bank debt come due.

Citigroup sold its 6.5 percent senior notes at a yield of 337.5 basis points more than Treasuries, almost 50 basis points more than what the New York-based bank paid on similar debt four months ago.

AIG sold the 8.25 percent notes after reporting its third- straight quarterly loss. The debt paid a yield of 433 basis points over benchmark rates. On Dec. 7, AIG sold $2.5 billion of 10-year notes at a spread of 180 basis points.

Hier kommt neues Unheil für die Banken. Sie müssen immer höhere Zinsen zahlen, wenn sie ihre auslaufenden Bonds refinanzieren wollen (zurückzahlen können sie diese nicht). Die Zinsen stimmen ja, eigentlich sind diese Banken alle Junk, besser noch "wandelnde Leichen".

Hier noch zwei wahrscheinliche Pleitebanken: Merrill, Wachovia in Danger of Failing: Strategist
 

[20:20] Was darf Heli-Ben "abwerfen", ohne dass eine Fluchtwelle entsteht?

Bloomberg: Bernanke Tries to Define What Institutions Fed Could Let Fail

Ben S. Bernanke is still trying to define which financial institutions it's safe to let fail. The longer it takes him to decide, the tougher the decision becomes.

Dieses Problem haben alle Zentralbanken. Bis jetzt haben nur die Amerikaner einige kleine Banken "abgeworfen". Am Freitag war kein Abwurf.

Irgendwann kommt aber trotzdem der Vertrauensverlust in das Gesamtsystem:
 

[9:30] Wer das Vertrauen untergräbt...

NZZ: Warum die Finanzkrise nicht abebbt

«Vertrauen ist der Anfang von allem» hiess es in einer Reklame der Deutschen Bank in den neunziger Jahren. Dieser Satz sollte derzeit in grossen Lettern im Chefbüro jedes Finanzinstituts hängen. Die CEO einiger Banken tragen nämlich dazu bei, dass das Vertrauen der Marktteilnehmer gestört bleibt und die Finanzkrise nicht abebbt.

Wenn die Finanzbosse die Wahrheit über ihre Institute zugeben müssten, dann müssten sie gleich zum Konkursrichter marschieren.

Daher wird solange gelogen, bis es ihnen niemand mehr glaubt.


Neu 2008-08-17:

[10:30] Wie "Smart" ist dieses Geld?

Gary North: How the Smart Money Lost $1 Trillion, So Far

When the best and the brightest investors in the world lose $500 billion in one year in one market segment – mortgages – this raises a question: What can the rest of us do to keep from losing our shirts?

The smart money was unbelievably stupid money. They stuck their own investors into disasters. They sucked large European banks into disasters.

Jedenfalls nicht besonders "Smart". Das waren alles sogenannte "Geld-Profis".


Neu 2008-08-16:

[13:00] Die Angst um Fannie & Freddie steigt wieder:

FAZ: Sturmzeichen für Freddie Mac und Fannie Mae

Auf den Kreditmärkten wird seit einigen Tagen auf eine weitere Verschärfung der Krise der amerikanischen Finanzierungsagenturen spekuliert. Wie ernst die Lage ist, lässt sich an den Preisen für Absicherungsgeschäfte ablesen. Noch nie war es so teuer, nachrangige Forderungen gegen Fannie Mae oder Freddie Mac per Derivat abzusichern. Eine Versicherung für eine nachrangige Forderung über 10 Millionen Dollar kostet für eine Laufzeit von fünf Jahren derzeit knapp 280.000 Dollar im Jahr oder 2,8 Prozent der versicherten Summe. Das ist ein alarmierend hoher Wert, wie er selbst in der Finanzkrise allenfalls bei bedrängten Investmentbanken vorkommt.

Diese CDS-Preise sind ein recht guter Indikator für das Risiko. F&F werden sowieso untergehen, mit ihnen der ganze amerikanische Staat.
 

[10:00] Lehman beginnt zu verschleudern:

NTV: Lehman braucht Geld

Die angeschlagene US-Investmentbank Lehman Brothers verhandelt einem Bericht zufolge über den Verkauf von Wertpapieren und Gewerbeimmobilien im Wert von 40 Mrd. Dollar. Das Geldinstitut wolle die Vermögenswerte entweder im Ganzen oder in Teilen verkaufen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Zuerst UBS und Merrill, jetzt auch Lehman. Die Phase der Vermögens-Verschleuderung bei Banken hat voll eingesetzt. Jetzt sinken die Preise erst richtig.


Neu 2008-08-15:

[20:30] Aus dem Midas von heute (ist diesesmal früh):

Both gold and silver broke the hardest I can ever recall in the early thin trading hours of Asia and have worsened ever since. The action is bizarre and calculated … VINTAGE GOLD CARTEL.

Something is VERY wrong out there … meaning the US financial crisis must be at some critical mass point … about ready to blow up, like a volcano which has been smoldering for months. I say that because the US financial market news is extremely negative, yet the dollar is up again this morning, gold and silver are slaughtered, oil is down, and the DOW is called a fair amount higher … continuing the same counterintuitive market and in sync action the PPT and Gold Cartel have perpetuated for weeks now. It is just too pat. It must be so bad behind the scenes that General Paulson has ordered his Orwellians to manufacture a different reality for he knows PRICE ACTION MAKES MARKET COMMENTARY and influences perceptions and confidence.

Nach Meinung von Bill Murphy ist irgendetwas Grosses kurz davor hochzugehen. Braucht Paulson den "Sicherheitspolster" bei Gold und Dollar deswegen?

Word to me is more bank failures tonight.

The talk on CNBC is that credit spreads are the widest since the March blowout. More reasons for gold to tank.

Welche US-Banken werden heute hochgehen? - immer am Freitag abend werden sie verkündet.
 

[14:00] Noch weitere Paukenschläge:

Egon W. Kreutzer: Toll, doller, Dollar

Neues Handbuch für Kapitäne, Kapitel 31, LeckageDas Eindringen von Wasser in den Schiffsrumpf, meist verursacht durch eine sogenannte Leckage, ließ in der Vergangenheit nicht selten den Totalverlust des Schiffes befürchten, weil die Erfahrung lehrt, dass eindringendes Wasser die für den Auftrieb erforderlichen Hohlräume mehr oder minder schnell füllt - was zwangsläufig zum Untergang führt.

Neuere Forschungen haben nun aber ergeben, dass nicht das eindringende Wasser das eigentliche Problem darstellt, sondern das konstruktionsbedingte Fehlen ausreichender Abfluss-Öffnungen, durch die einmal eingedrungenes Wasser wieder entweichen könnte.

Wir empfehlen daher dringend, im Fall des Eintretens einer Leckage, ein etwas größeres, zweites Loch in die Schiffswand zu schlagen, und zwar so weit unterhalb des ersten Lecks, dass das von oben eindringende Wasser durch die zweite Öffnung ungehindert nach unten abfließen kann.

Dollars haben, heisst ein Problem zu haben. Plus viele andere Krisensymptome.
 

[10:00] Aus dem Midas vom 14.8.:

http://www.thecuttingedgenews.com/index.php?article=685

To all; this piece is by James Quinn, Senior Director of Strategic Planning at The Wharton School of Business. It suggests that the American public has been kept in the dark for some time now. In particular pay attention to the "level three" assets list. If these assets turn out to be 50-75% failures, the list of insolvencies will include these and many others institutions.

This is what a credit contraction is about. These level 3 assets were essentially more exotic, more risky, loans that were packaged into investments. They cannot be properly valued because there is no market for them. When these are marked down to whatever level needed to clear the market, ie [make a transaction] the selling institution must either raise an equal amount of capital to offset the loss or reduce its [sell] investment portfolio by some multiple of the loss. The institution will need to sell a multiple of their loss because these assets were purchased on margin, ie borrowed money. The original purchasing capital has been wiped out and then some. This will also reduce the amount of available capital for new loans in the future. A credit based system needs ever more credit to survive. Once credit begins contracting, this shrinkage must reverse quickly or it cannot be reversed.

We are far beyond the necessary time of reversal. This credit contraction has taken on a life of its own and will not be stopped or reversed by any single or collective government actions. Just like a stones ripple throughout a pond, a credit contraction will affect the shores of any individual, corporation, or country that has overlevered. Even if you are not in debt you will still eventually feel the effects because a credit contraction will affect production, shipping, banking, payrolls etc. Pretty much A-Z soup to nuts. We have certainly seen evidence that the prime loan sector is being affected. Leverage ran so rampant that even a 5-10 loss in this area would completely wipeout the banking sector. As the article suggests, we have heard "all is well" for more than a year now. It is fairly easy to see in almost all sectors, conditions are worse today than they were a year ago. Not that the governments want or will willingly allow a debt purging, but that is what will happen. It appears that governments are currently willing to destroy their currencies rather than let mother nature flush the debt toilet. Regards, Bill H.

Zusammengefasst sagt dieser Beitrag, dass ein kreditbasierenden System nur gerettet werden kann, wenn eine Umkehr aus der Kreditzerstörung schnell erfolgt. Diese Zeit ist inzwischen verstrichen, es ist nicht mehr möglich, das System auf herkömmliche Weise zu retten. Als Nächstes werden die Währungen zerstört.

Die nächsten Schläge auf das System werden viel brutaler. Daher also der notwendige "Sicherheitspolster" beim Dollar und Goldpreis.


Neu 2008-08-14:

[20:20] Massiver Einbruch bei strukturierten Bonds aller Art:

Marketticker: They're Picking up Fish; Tsunami Curling Over

Das sind gebündelte CMBS (Kredite für Shopping-Malls, Bürohäuser, etc.) - hier die BBB-"Qualität". Der Spread (Zinsaufschlag) auf US-Staatsanleihen ist inzwischen 25%. Der Wert dieser Papiere praktisch 0. Ein Grossteil der Entwicklung war im Sommer 2008.

[21:00] Die Jumbo-RMBS kommen jetzt auch dran: S&P Goes After Jumbo Prime With Heavy Downgrades

Was vorhin gezeigt wurde, war das Absinken der Kurse von Kredit-Papieren mit gleichbleibendem Rating. Das Rating geht oft auch hinunter, dann fällt der Preis noch viel tiefer.

[21:00] Papiere aus US-HELOCs oder 2. Hypotheken sind sowieso wertlos: Second Mortgages Undermining New FHA Bailout Law

They are almost always a total loss when in default. This is because in many cases, the first and second mortgage add up to more than the property is worth, so the second mortgage lender does not get anything in foreclosure - it all goes to the first. As a matter of fact, most second mortgage holders do not even bother with foreclosure proceedings any longer, choosing more traditional means of collection.

Die Banken, die diese HELOCs ausgegeben haben, versuchen meist gar nicht mehr eine Foreclosure, da sieh ohnehin nichts bekommen. Wer immer solche Kredite oder Papiere daraus hält, ist verloren.
 

[10:45] Die F&F-Krise geht wieder los:

Yahoo: US-Hypothekenfinanzierer deutlich im Minus

Die beiden Aktien der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac stehen aktuell unter Verkaufsdruck, nachdem das von der Securities and Exchange Commission (SEC) befristete Verbot ungedeckter Leerverkäufe gestern abgelaufen ist.

Die Aktie von Fannie Mae verliert aktuell 3,99 Prozent auf 7,70 Dollar, das Papier von Freddie Mac verbilligt sich um 4,66 Prozent auf 5,12 Dollar.

Man sieht es am Aktienkurs.
 

[7:30] LBO-Kredite um 15% des Nennwertes verscherbelt:

FT: Banks remain exposed to risk after debt sales

Citigroup and Deutsche Bank are still retaining some of the risk from billions of dollars in loans backing leveraged buy-out deals that they have sold in recent months to private equity firms, according to securities filings and bank officials.

The sales were cheered by the investors as a sign the banks were cleaning up their balance sheets. But the banks’ remaining exposure to the loans is less well understood, in part, because of the lack of public disclosure.

The banks generally sold the loans at a price of about 85 cents on the dollar, people familiar with the deals said. The banks also granted the buyers new loans – at below market rates – to help them buy the old loans. The new loans amount to about 80 cents for each dollar of old loans bought.

If the old loans drop in value, the deals are structured so that the private equity firms take the first losses, up to about 20 cents on the dollar. If the old loans fall further – as could be the case in a severe economic downturn – the banks could suffer additional losses on the loans they “sold”.

Ein ähnlicher Deal wie von Merrill bei CDOs. Diesesmal mit Krediten aus Firmenübernahmen von Citi und Joe. Real zahlen die Käufer nur 15% des Nennwertes.


Neu 2008-08-13:

[15:30] Juli schlimmster Monat für US-Mortgage-Bonds:

Aus dem Midas vom 12.8.:

According to JP Morgan, the mortgage market got worse in July and was the worst month so far since the crisis began a year ago - I thought everyone in the media and on Wall Street in the White House who have been telling us the worst is over?

"In a regulatory filing, JPMorgan said since the beginning of July, trading conditions in the mortgage market "had substantially deteriorated . . . causing the company to incur losses" of $1.5bn, excluding hedges.

Bankers said July was the worst month for mortgage-backed bonds since the beginning of the crisis, as a combination of cut-price sales and waning demand from large investors helped to depress prices."

http://calculatedrisk.blogspot.com/2008/08/jpmorgan-mortgage-market-substantially.html

At least 50% of all homeowners who purchased in the last 5 years are underwater:

One important thing to take into consideration when reading this report is that it only takes into consideration what people originally paid for their home and not if they refinanced at a higher loan amount or added a second mortgage after the initial purchase. Just the addition of a second mortgage could push this ‘one-third’ figure up considerably. Other estimates that factor in the latter variables put the estimates closer to 55-60% that are technically ‘underwater’.

http://mrmortgage.ml-implode.com/2008/08/12/one-third-of-us-homeoners-underwaterbest-case/

This is consistent with JP Morgan's announcement that the mortgage market deteriorated significantly in July. The next wave of default/foreclosures coming will make that of the last 12 months look like a day at the beach.

Und es wird noch viel schlimmer. Wie lange kann man das noch unter den Teppich kehren?
 

[14:30] Warum Risiko-Manager bei den Banken nichts zu sagen hatten:

Economist: Confessions of a risk manager
Zeitenwende: Enthüllungen eines Risk-Managers

Besser kann man die Psychologie nicht erklären, die zum Wegschauen auf allen Stufen führte. Die Händler mussten die Budgets erfüllen, die Jahr für Jahr nach oben geschraubt wurden. Zusätzlich winkten noch Boni und Beförderungen. Die Analysten wurden, wenn sie sich nicht geschäftsfördernd verhalten haben, nicht gerade mit Sympathiekundgebungen überschüttet und die Risk-Manager an der Basis waren meist auch noch schlechter bezahlt. Im Artikel des Economist heisst es deshalb auch, dass es oft vorgekommen sei, dass Risk-Manager auf die Tradingseite gewechselt haben aber nie umgekehrt.

Jetzt haben sie wieder etwas zu sagen, aber es ist zu spät.


Neu 2008-08-12:

[22:00] Die Banken in US und EU vergeben weniger Kredite:

Mike Shedlock: Lending Standards Tighten Again In US And Eurozone

The credit crunch continues. Banks do not want to lend and consumers are reluctant to borrow. Writeoffs and expected writeoffs continue to rise. This is as one would expect in deflation.

Durch die Abschreibungen ist weniger Geld zum Verleihen da. Eine Spirale, die sich immer schneller dreht.

PS: das ist zwar eine Assaet-Deflation aber noch lange keine Deflation bei essentiellen Konsumgütern.
 

[15:30] Auch "Gott" muss abschreiben:

NTV: JPMorgan erschüttert

Die drittgrößte US-Bank JP Morgan Chase hat wegen der Turbulenzen an den Kredit- und Hypothekenmärkten seit Juli Verluste in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar eingefahren. Die Handelsbedingungen hätten sich im Vergleich zum zweiten Quartal zuletzt deutlich verschlechtert, erklärte das Institut in einer Pflichtmitteilung an die Aufsichtsbehörden.

Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, JP Morgan habe 33 Mrd. Dollar auf mit Hypotheken besicherte Wertpapiere abschreiben müssen, weil deren Kurse im Juli weiter gefallen seien.

Fast hätte man es für möglich gehalten, dass die Krise JPM nichts ausmacht. Auch die sind sterblich, wie sich herausstellt. Die sitzen aber noch auf $70+++ Tln an CDS und anderen Derivaten, die auch einmal hochgehen werden.

Hat das auch nicht mehr geholfen? Wie Banken Risiken umschiffen

[21:00] Die Geldverzocker: So viele Milliarden haben die Banken verzockt

Real ist es mindestens das 5-fache.
 

[12:00] Leserzuschrift-DE - Warnende Stimmen:

Hier eine Liste warnender Stimmen. Hochrangige Persönlichkeiten aus seriösen Quellen. Unter Würdigung der amtsbezogenen Sprachreglements ist man sich hier einig.

Es kracht !

Warnende Stimmen :

Bundespräsident Horst Köhler: „Die Finanzmärkte haben sich zu einem Monster entwickelt, das in die Schranken gewiesen werden muss“. Wir waren nahe dran an einem Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte“, sagte Köhler dem Magazin „Stern“. ( 14.5.2008 Handelsblatt )

Bundespräsident Horst Köhler: „Es findet ein dramatischer Strukturwandel in der Weltwirtschaft statt.“ ( 26.5.2008 Podiumsdiskussion mit Maybritt Illner auf dem 97. Katholikentag, Phoenix )

Ohne das Eingreifen Bernankes wäre das US-Bankensystem bereits kollabiert, meint Jochen Felsenheimer, Kreditstratege bei der Unicredit. ( 14.5.2008 Handelsblatt ) Die US-Zentralbank kämpft um ihr (finanzielles) Überleben. Die Finanzkrise der Monate Januar bis März 2008 wird sich Anfang des Sommers 2008 verstärken und zu schweren Störungen an den Märkten führen. Die Interventionen der US-Zentralbank an den Finanzmärkten bringen die Finanzderivatenbombe (500 Billionen US-Dollar) noch schneller zur Explosion. (europäischer Think-tank LEAP/E2020 )

George Soros: 'We face the most serious recession of our lifetime'. ( telegraph.co.uk )

Warren Buffett hat die Finanzindustrie und insbesondere den Handel mit Derivaten stark kritisiert. " Es kann doch nicht sein, dass Hunderttausende Jobs vernichtet werden, dass ganze Industriezweige in der Realwirtschaft aufgrund von Finanzwetten zugrunde gehen, obwohl sie eigentlich kerngesund sind", sagte er dem SPIEGEL.
Die Rezession in den USA werde "tiefer gehen und länger dauern, als viele denken, sagt Buffett.
Die Konjunkturaussichten im eigenen Land beurteilte Buffett negativer als viele andere Wirtschaftsexperten. ( 24. Mai 2008 Reuters/ Spiegel online )

Die meisten Banker sind Vollidioten. Gier treibt die Finanzbranche an und führt zu höchst zweifelhaften Geschäfts­praktiken. ( Börsen-Guru Marc Faber SonntagsBlick Zeitung Schweiz 1.6.2008 )

Die Welt wird nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean Claude Trichet, bald Zeuge einer nachhaltigen und sehr schweren Marktkorrektur. Für die Zentralbanken bestehe die Aufgabe sich weiterhin auf die Preisstabilität zu konzentrieren. Dies vor allem deshalb, da der derzeitige Inflationsdruck Ähnlichkeiten zu Zeiten des Ölschocks in den 70er-Jahren aufweise. ( Börse go )

Viel Spielraum hat die Fed bei einem auf 2 Prozent gedrückten Zinsniveau nicht mehr. Bleibt die Erholung in diesem Jahr aus, droht die US-Notenbank ihren Einfluss auf die Märkte zu verlieren. Zudem treibt ein Teil des billigen Geldes die Preise an den Rohstoffmärkten. (Manager Magazin)

Der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, hat die Investoren vor verfrühtem Optimismus gewarnt. In einer Rede bezeichnete Bernanke die Situation auf dem Kapitalmarkt als "nicht normal". ( 16.5.2008 FTD )

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten seien noch nicht überstanden, sagt der US-Notenbankchef und rät den Banken zu neuen Finanzreserven. (30.5.2008 diepresse )

Die Börsen hatten die Kreditkrise bis Mitte Mai abgehakt. Kreditexperten sehen darin reinen Zweckoptimismus. Auf den Markt rolle bereits eine zweite, breitere Welle zu. Die Krise habe sich von einer Bankenkrise zu einem Problem für die reale Wirtschaft gewandelt, die von explodierenden Rohstoffpreisen noch verschärft wird. Da rollt noch etwas auf uns zu. Das größte Problem sind die weiterhin fallenden Hauspreise in den USA. Der maßgebliche Case-Shiller-Hauspreisindex ist im Februar erneut um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Eine Bodenbildung sei noch nicht absehbar, teilte das Institut mit. Dies ist nicht nur ein Problem für die Banken, die Immobilienkredite vergeben. Der Preisverfall trifft den US-Verbraucher mit voller Wucht und ist damit ein Problem für die gesamte Volkswirtschaft.

…..Den US-Bürgern drohe durch fallende Immobilienpreise ein Werteverlust von mehreren Billionen Dollar. (Auszug Spiegel online)

Es besteht die Gefahr, dass sich die Finanzkrise weiter verschärft und stärker als zunächst erwartet auf die Realwirtschaft durchschlägt", sagte der Präsident der Finanzaufsicht, Jochen Sanio. (Manager Magazin)

Die Finanzmarktkrise ist nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) noch längst nicht ausgestanden. "Die Märkte sind immer noch in erheblichen Maße gestört", sagte BIZ-Chef Malcolm Knight der "Börsen-Zeitung".

Der Internationale Währungsfonds warnt vor weiteren Bankzusammenbrüchen. Die systemischen Risiken sind nach Einschätzung des IWF nach wie vor gegeben. Und das Schlimmste: Auch die Schwellenländer reißt das mit nach unten. ( FTD , 28.07.2008 )

Große Teile der Industrie sind nicht mehr konkurrenzfähig, stehen vor der Pleite. Banken kaum noch handlungsfähig. Die Autoindustrie faktisch bankrott. Die Airlines am Boden. Immobilienmarkt im wahrsten Sinne des Wortes immobil. Aus der Vielzahl der Probleme gibt es praktisch keinen Ausweg. Damit scheint das Schicksal der USA für die nächsten Jahre besiegelt zu sein: Rezession, Depression, Hyperinflation. Massenarbeitslosigkeit und Massenarmut. ( Michael Mross für CNN und N24 am 21.7.2008 )

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) oder Bank for International Settlements (BIS) ist die Zentralbank der Zentralbanken. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) warnt vor einer Depression, die ähnlich schlimm ausfallen könnte wie die von 1930.

Die BIS („Die Bank der Zentralbanken") warnt vor einem wirtschaftlichen Desaster, welches die große Depression von 1930 sogar in den Schatten stellen könnte. Auslöser sei die internationale Kreditkrise, welche noch lange nicht ausgestanden sei. ( 2. Quartalsbericht 2008 der BIS 9.6.2008 )

The Bank for International Settlements (BIS), the organisation that fosters cooperation between central banks, has warned that the credit crisis could lead world economies into a crash on a scale not seen since the 1930s. ( Banking Times 9,6,2008 )

The Bank for International Settlements, the world's most prestigious financial body, has warned that years of loose monetary policy has fuelled a dangerous credit bubble, leaving the global economy more vulnerable to another 1930s-style slump than generally understood. ( 25/06/2008 Telegraph )

In ihrem jüngsten Jahresbericht hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, die heutige Krise mit den schweren Erschütterungen der Weltfinanzordnung verglichen, die bis in die Zeit der Großen Depression in England zurückreichen, die mit einer Bankenkrise 1873 begann und bis 1896 andauerte. (Jahresbericht BIZ)

Die britische Großbank Royal Bank of Scotland geht für die nächsten drei Monate von deutlichen Rückgängen an den weltweiten Aktienmärkten aus. Dem weiteren Bericht zufolge könnte der US-Leitindex S&P 500 bis September um mehr als 300 Punkte einbrechen. (Daily Telegraph 18.6.2008)

Die Royal Bank of Scotland, einer der größten Banken in Großbritannien, rät ihren Kunden, sich auf einen totalen Crash des Kapitalmarkts vorzubereiten. In den nächsten drei Monaten komme es an den globalen Kreditmärkten und an den Aktienmärkten zu einem Crash. Die RBS warnt vor einer der schlimmsten Börsenkrisen der letzten hundert Jahre, welche einen ähnlichen Verlauf nehmen könne wie der Crash von 1929. ( MM News 18.6.2008 )

Der Chef des niederländisch-belgischen Finanzkonzerns Fortis prognostiziert den kompletten Zusammenbruch des US-Finanzsystems. Maurice Lippens nannte im Zusammenhang mit dem von ihm befürchteten totalen Kollaps auch die Namen Citigroup und General Motors. ( Interview mit dem Financiële Telegraaf 5.8.2008 )

Die Börsenbaisse wird 2 bis 3 Jahre andauern. ( Herr Baader, Gründer und Inhaber der Baader Wertpapier Bank in Bloomberg TV 1.7.2008 )

Dies ist die kritischste Situation, seit es den Euro gibt. Noch schlimmer: Dies ist die dramatischste Zuspitzung des weltwirtschaftlichen Szenarios seit Mitte der 70er Jahre. ( Henrik Müller,geschäftsf. Red.des manager magazin )

Die Baisse ist da. Der seit 1930 weltweit schlimmste Juni für Aktien liegt hinter uns. Wir befinden uns am Beginn eines längeren Abschwungs – an der Börse wie in der Weltwirtschaft. In den USA säuft die Konjunktur ab, die Rezession hat längst begonnen. Ich befürchte, das Schlimmste kommt noch. Der Konjunktureinbruch in den USA wird furchtbar sein und auf Europa übergreifen. Die Banken müssen mit deutlich mehr Kreditausfällen rechnen als bisher. Das wird den Abwärtssog verstärken. An der Börse dürfte es eine mehrjährige Baisse geben. ( Vermögensverwalter Jens Ehrhardt im Interview FOCUS MONEY 10.7.2008 )

Der Chef des US-Rechnungshofes, David M. Walker, stellte bereits 2007 der Bilanz des Staatshaushaltes wegen intransparenter Daten kein Testat aus. Zudem warnte er vor dem Bankrott der USA und verglich die aktuelle Situation Washingtons mit dem Niedergang des Römischen Reiches. ( MM News 13.7.2008 )

Der Ökonom Nouriel Roubini, Professor an der New York University, sagt voraus, dass es bis zu 1400 Institute geben könnte, die von der Pleite bedroht seien. Davon ist seiner Meinung nach sicher, dass in der nächsten Zeit mindestens 700 Banken Bankrott gehen. Der Ökonom geht fest davon aus, dass es auch große Institute treffen wird. ( Anlegermagazins Barrons vom 3.8.2008 )

„Wir befinden uns inmitten der schwersten Finanzkrise seit den 30er-Jahren. ... Dies ist das Ende einer Ära.“ ( Finanz-Guru Soros in Welt vom 12.8.2008 )

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[9:15] Guru Soros gegen die Ökonomen:

Welt: Finanz-Guru Soros verliert Glauben an die Börse

Er machte ein Vermögen an der Börse und wurde zu einem der reichsten Menschen der Welt. Doch vom alten George Soros ist nicht mehr viel übrig geblieben. Denn jetzt fordert der Investment-Guru die Abkehr vom freien Markt und löst damit in den Vereinigten Staaten heftige Kritik aus.

Der Unterschied: Soros hat sein Geld drinnen, die Ökonomen fürchten um ihre Jobs.


Neu 2008-08-10:

[20:30] Verlustherd ARS:

MMnews: Was sind Auction Rate Securities

Eine neuer Skandal erschüttert die US Finanzindustrie. Es geht um ein Anleihen Produkt mit dem Namen Auction-Rate-Securities. Das war einmal ein 330 Mrd. Dollar Markt. Jetzt ist er tot. Hintergrund.

Daraus ergibt sich zwingend die Frage: Wer will den US-Kommunen eigentlich in Zukunft Geld besorgen oder arrangieren? Damit dürfte der Bankrott vieler Kommunen und Städte programmiert sein.

Jedenfalls nach den aktuellen Erfahrungen wird keine Bank das Spiel mehr mit spielen und die Kreditnehmer dürften größte Schwierigkeiten haben, an neues Geld heranzukommen.

Wieder eine Geldquelle ist tot. Diesesmal für die US-Kommunen. Und wieder Riesenverluste für die Banken - die stecken bekanntlich immer die Verluste ein.


Neu 2008-08-09:

[20:30] Der Horror der Banken-Abschreibungen geht weiter:

NTV: Banken vor Billionen-Verlust?

„Die Banken schreiben ab wie verrückt“, meint Liz Ann Sonders, die Investment-Strategin von Charles Schwab. Selbst die mittlerweile vom IWF geschätzten Kreditkartenverluste von 945 Mrd. Dollar hält sie für „möglicherweise sehr konservativ“. Realistischer seien die Horrorprognosen, die einige unabhängige Studien ergeben hätten:

So kommt der anerkannte Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini von der New York University auf einen möglichen Gesamtschaden von zwei Mrd. Dollar. Und auch die Hedgefund-Verwalter von Bridgewater Associates gehen von „mindestens 1,6 Bio. Dollar“ aus. Damit hätte die Branche noch nicht einmal die Hälfte hinter sich.

Doch die letztendliche Schadenssumme ist nur ein Problem es Marktes. Das andere: Anleger haben nach den Milliarden-Abschreibungen der letzten Quartale immer wieder geglaubt, man hätte jetzt alles hinter sich. Wenn das nun nicht der Fall ist, droht ein enormer Vertrauensverlust. Die Papiere der Banken, Broker und Versicherungen könnten selbst nach herben Gewinneinbrüchen mit Misstrauen gesehen werden.

Jetzt kommen wir auf realistischere (aber immer noch zu niedrige) Werte. Das wichtige Signal für alle "Investoren" in Banken: euer neues Geld ist verloren.
 

[14:00] Leserzuschrift mit Bild - Blasenprobleme:

Bitte entfernen Sie vor Betrachtung des Bildes alle scharfen Gegenstände im Umkreis von 3 Metern.

Vielen Dank für die Zusendung.


Neu 2008-08-08:

[10:00] Der ARS-Rücknahme-Hammer:

MM: Merrill Lynch kauft Anleihen zurück

Merrill Lynch hat angekündigt, genannte Auction-Rate Securities zurückkaufen. Die Bank folgt damit der als Präzedenzfall gewerteten Einigung zwischen Citigroup und den Behörden über einen Rückkauf der umstrittenen Anleihen. Unterdessen hat die Bank of America Vorladungen wegen ihrer ARS-Anleihen erhalten.

Vor der Betrugsanklage haben sie alle Angst. Daher kaufen sie diesen Mist zurück. Zuerst Citi, dann UBS, jetzt Merrill. Der grosse Fehler dieser Banken war, dass man diesen Mist auch dem Staat verkauft hat. Da ist der Staatsanwalt jetzt nicht weit.

Ob diese Banken am 15. Januar 2009 noch existieren werden. Vermutlich werden die Anleger leer ausgehen.


Neu 2008-08-07:

[20:30] Gleich ein Bündel schlechter Nachrichten aus den USA:

Bloomberg: U.S. Stocks Retreat on AIG's Loss, Wal-Mart's Sales Forecast
Handelsblatt: Schwache Geschäftszahlen belasten Wall Street
Presse: Neuer Milliardenverlust beim US-Versicherunsriesen AIG

Der Erholungstrend an den US-Börsen wurde am Donnerstag gestoppt: Unerwartet schlechte Geschäftszahlen des Versicherers AIG und des Einzelhändlers Wal-Mart sowie steigende Arbeitslosenzahlen belasteten die Märkte. Die Angst vor einer weiteren Ausweitung der Kreditkrise ist zurück.

Kommt da noch mehr, werden deshalb die Märkte derzeit so extrem manipuliert?

Vorsicht: AIG ist eine richtige CDS/Derivaten-Bombe.
 

[15:15] Die Versicherungskrise:

FTD: Versicherer - eine Branche im Abwärtsstrudel

Die Versicherungskonzerne hat der Abschwung an den Kapitalmärkten heftig erwischt. Ob Allianz, ABM Generali oder Münchener Rück: Sie alle müssen Ergebnisrückgänge hinnehmen. Besonders schwierig ist die Situation aber für einen US-Rivalen.

Warten wir, bis der 1. hops geht. AIG?
 

[15:00] Krise und Gesellschaft:

Robert Warren: The Crisis Decades read!

William Strauss and Neil Howe in their book the Fourth Turning, describe the last 7 saecula from the middle ages to the present that have defined American history and predict a looming crisis in the coming decades. They argue that the reason 2005 resembles in many ways 1925 is that the generational make up of society is similar and that similar generations act in remarkably similar ways. In each saecula, society experiences approximately two decades of a “high,” an “awakening,” an “unraveling,” and finally a “crisis.” The crisis either marks the end of the society or prepares the society for a new beginning.

Hinter der Wirtschafts- und Finanzkrise gibt es eine weitere Krise: der Gesellschaft. Diese ist auch ausgebrochen.
 

[9:00] Die Werbungskrise:

FTD: Fernsehkonzerne erleiden massive Gewinneinbrüche

Die großen englischsprachigen Fernsehanbieter bekommen die Turbulenzen auf dem Werbemarkt mit voller Wucht zu spüren. Medienmilliardär Rupert Murdoch folgert daraus: Auf die Verbraucher in den USA und in Europa warten "Schocks".

Ein Rückgang der Werbebuchungen ist ein sicherer Krisen-Indikator. Dort können Firmen schnell Geld sparen.


Neu 2008-08-06:

[21:30] Lügen und Realität:

Aubie Baltin: LIARS AND DAMN LIARS

The worst is over! We don’t need to raise any more money! Fannie and Freddie don’t need any more money, but give us a Blank Check anyway! Inflation is only 2.5%. It is pointless for me to go on. Let me just emphasize at this time, for you to go back and check the records both theirs and mine when I tell you that:

THE WORST IS NOT OVER, IN FACT IT IS JUST BEGINNING.

The Good News is that it’s not too late to protect yourself. To be forewarned is to be forearmed. Be careful who you decide to listen to and who you choose to follow. More importantly do your homework and make up your own mind

Wir werden alle angelogen. Aber irgendwann wird die breite Öffentlichkeit erkennen, dass alle heutigen Lügen-Kaiser nackt sind. Und dann....
 

[20:40] Leserzuschrift - Notoperationen:

seit dem 14.07.2008, dem Tag als die US Regierung ein Stützungspaket für die angeschlagenen Freddie Mac und Fannie Mae bekanntgegeben hat geht es mit dem Ölpreis, Goldpreis und dem EURO nur noch in südliche Richtung. DAX und DOW werden gehoben. Hinzu kommt die lächerliche Andeutung, die FED könne
die Zinsen erhöhen. Der Markt glaubt dies tatsächlich, obwohl völlig klar ist, dass sich die US Wirtschaft
eine Zinserhöhung niemals leisten kann, egal wie hoch die Inflation ist. Die Zinsen werden erst erhöht wenn es gar nicht mehr anders geht und die grosse Gefahr des Abverkaufs der Treasuries droht. Ein Abverkauf wird jedoch nur dann erfolgen, wenn gleichzeitig mehrere Krisen und Pleiten auftreten und die Lage völlig außer Kontrolle gerät.Die FED hat das System derzeit auf den ersten Blick wieder sehr gut im Griff. Sie sind sehr stark. Es geht um die Existenz ihres Systems.
Die neue Dollarstärke gegen EURO von 1,6020 auf 1,5410 und die enorme Schwäche des Ölpreises
resultieren aus der Ansicht, dass Europas Wirtschaft ebenfalls schwächelt (6 Euro-Länder sind in der Rezession). Dies hilft dem Dollar und schwächt den EURO und den ÖLpreis. Das Gold und andere Rohstoffe kommen dadurch ebenfalls enorm unter Druck. Sie sind nach wie vor extrem DOLLAR-lastig.

Ins Gold wird erst bei einer extremen Weltwirtschafts-Krise geflüchtet. Diese ist jedoch noch nicht ausgebrochen, sondern deutet sich entfernt an. So lange die FED und die anderen Zentralbanken das System immer wieder notoperieren mit Lügen und Manipulationen, ist mit Gold nicht viel zu gewinnen.So wie es derzeit aussieht, muss sogar mit Ölpreisen um 100 US$ , US-Dollar zum EURO um 1,50 und Gold zu 750-800 US$ gerechnet werden. Ein echter Härtetest für die Goldprofis. In 4- 6 Monaten kann die Sache jedoch wieder ganz anders aussehen. Das heutige Finanz-System hat keine Zukunft mehr und kann trotz der trügerischen Ruhe jederzeit kollabieren und Gold ist sofort wieder bei 1.000-1.200 US$ und wird dann nach oben ausbrechen. Ausreichend Geduld ist erforderlich.

Stimmt sehr gut. Abwarten!
 

[20:00] Bricht die Fannie & Freddie - Krise wieder auf?

FTD: Freddie Mac schockiert mit Verlust

Die Probleme nehmen kein Ende: Der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac musste von der Regierung gestützt werden - und fuhr jetzt den vierten Quartalsverlust in Folge ein. Auf die Kritik an einer verzögerten Kapitalerhöhung reagierte der Finanzchef gereizt.

Die Verluste ersetzt jetzt ja ohnehin der Staat. Daher wird aus einem F&F-Problem ein USA, Dollar und Welt-Problem.
 

[12:40] Finster, finster, finster:

Telepolis: Düstere Aussichten bei steigender Inflation

Überall sieht es düster aus. Die 2. Krisenphase hat begonnen.


Neu 3008-08-05:

[10:30] Sir Alan zur Krise:

FTD: Hände weg von den offenen Märkten

Die Weltwirtschaft durchlebt eine Krise, die ganz anders ist als alle anderen Schwächephasen der jüngeren Zeit. Die menschliche Neigung, zwischen den Extremen von Angst und Euphorie zu schwanken, lässt sich aber durch Gesetze nicht verhindern. Die Globalisierung darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Ganz schlau werde ich aus diesem Kommentar nicht. Ist er gegen die Verstaatlichung der Banken? Die Globalisierung ist ihm heilig - für wen?

[11:30] Hier noch mehr Sir Alan: Greenspan spricht von Jahrhundertkrise

Das hier gibt mehr Auskunft:
 

[6:30] Das "Endgame" nach Doug Casey:

Einige kurze Auszüge aus seinem Artikel "Inflation or Deflation" in The Casey Report (www.caseyresearch.com):

We are now in the early stages of a major financial and economic crisis. We’ve covered that proposition in some detail over the last couple of years. But there’s a critical aspect that’s still a question mark for many: Will the GreaterDepression be inflationary or deflationary?
Let’s look at some basics about inflation and deflation; then we can figure out which is likely to prevail and how you should prepare to greet the winner. It’s critical that you grasp the basics fully, or one day you might find yourself thoughtlessly accepting the blather of some talking head you find on TV.....

The fractional reserve banking system is critical to the process. You can plan your life around the fact they’ll do everything they can to maintain confidence in it. To do so, they must prevent a deflation at all costs...

Die Regierungen werden alles tun, um das "Vertrauen" in das Banksystem zu erhalten. Dazu müssen sie eine breite Deflation um jeden Preis verhindern.

Inflation Will Win:
Now, how do these sentiments relate to the Inflation/Deflation debate? All of the most important government programs are oriented toward preventing deflation. The engine of deflation would be a collapse of the banking system, with the subsequent evanescence of purchasing media. That’s what the Fed and the FDIC are all about –maintaining confidence and preventing deflation. If they failed, the consequences, though unpredictable in detail, would be vast and vastly unpleasant. If the government doesn’t make depositors whole or, for that matter, doesn’t pay off holders of government agency debt, the populace could easily lose confidence in the whole corrupt system, especially at a time when millions are losing their homes and will soon be losing their jobs....

Die Inflation wird gewinnen:
Wenn die Sparer massenhaft ihre Einlagen verlieren, würde die Bevölkerung das "Vertrauen" in das System verlieren.

The situation is inherently unstable and unsustainable. At some point foreigners will become so bloated with dollars that any slight loss of confidence in the currency will send trillions of dollars flowing back into the U.S. in exchange for real wealth....

In my view, a worldwide rejection of the dollar is absolutely inevitable, even though everyone can see that if someone starts dumping them in size, it will cause a panic where everyone loses, because it will send the dollar, and instruments based on it, down toward its intrinsic value. Something, perhaps a war scare, perhaps an especially foolish law, perhaps perhaps an indiscrete statement by a powerful politician or perhaps just a simple desire not to be the last one out of a burning building will inevitably set it off.
It will likely be, as much as I hate to say things like this, the most chaotic financial event in history....

One more thing. Hold on to your hat. The next few years will fill many chapters in the history books.

Die "Lösung" des Problems kommt nach Meinung von Doug Casey durch den Massenabverkauf des US-Dollars - primär durch das Ausland. Irgendein Ereignis wird der Auslöser sein. Das wird das chaotischeste Ereignis in der Finanzgeschichte.

PS: der wirkliche "Crash" kommt also mit dem Abverkauf des US-Dollars.


Neu 2008-08-04:

[10:45] Banken räumen Monoliner aus - solange es noch geht:

FTD: Banken schlachten Monoliner aus

Mit einer neuen Strategie versuchen angeschlagene Anleiheversicherer, ihre existenzbedrohenden Garantieverträge zu reduzieren. Jüngstes Beispiel ist die Einigung zwischen dem zweitgrößten Anleiheversicherer Ambac und der US-Investmentbank Citigroup.

"Es gibt einen massiven Anreiz für die CDS-Geschäftspartner, an das verbliebene Kapital heranzukommen, solange sie das noch können", so Haines. Den Schaden tragen die Besitzer von Kommunalbonds, befürchtet er. Zwar hoffen die Monoliner, auf die Art ihre Kapitaldecke zu stärken, doch Haines befürchtet, dass die Kapitalausstattung dadurch nur noch schneller erodiert. Ihn erstaunt, dass sich die Besitzer von Kommunalbonds nicht wehren: "Wir können nur spekulieren, dass sie nicht verstehen, was die Geschäftspartner im strukturierten Anleihebereich durch diese Umwandlungen versuchen."

Solange es noch etwas zu holen gibt. Die Muni-Bonds gehen dann leer aus.
 

[7:00] Der "Meltdown":

GlobeAndMail: Sprott warns of 'meltdown'

North America is the midst of a "systemic financial meltdown," Eric Sprott warned yesterday as his company turned a quarterly profit of more than $11-million.

"I'm not trying to be shocking to anyone, but let's face it," said Mr. Sprott, chief executive officer of Sprott Inc. "When Bear Stearns goes down, Freddie and Fannie go down, and IndyMac goes broke, we have major issues out there."

Wieder ein Warner.


Neu 2008-08-03:

[19:00] Container-Transporte brechen ein:

Süddeutsche: Vorboten für Konsumflaute

Erstmals seit 2001 schrumpfen Frachttransporte zwischen Asien und Europa - für Experten ist das ein klares Zeichen, dass ein Konjunkturabschwung ansteht.

In der Schifffahrt drückt die nachlassende Nachfrage auf die Preise. Lloyd’s List zitiert den Finanzchef der in Hongkong an der Börse gelisteten Reederei OOIL, Kenneth Cambie, der einen dramatischen Rückgang des Gewinns im ersten Halbjahr melden musste. Cambie berichtete, dass die Frachtraten auf der Strecke Asien-Europa in den vergangenen drei Wochen drastisch gefallen sind.

Diese Zahlen sind signifikant, weil nicht durch die Inflation verfälscht. Auch in Europa geht es sichtbar abwärts.

Hat noch jemand Schifffahrts-Anteile? Weg damit.
 

[12:30] Die Rating-Skandale kommen:

MMnews: & P Rating Skandal

Mitarbeiter der Rating-Agentur S&P warnten intern vor Kreditmüll: "Last uns hoffen, dass wir wohlhabend und pensioniert sind, bevor es zusammenkracht". Trotzdem AAA Ratings.

Intern jedoch warnten die Analysten eindringlich davor, darin zu investieren. Zitat: "Wir sollten es nicht raten (Bonität bewerten)!" Antwort vom Vorgesetzten: "Wir raten jeden Deal." Ausserdem wurde zusätzlich noch darauf hingewiesen: "Wir raten alles, auch wenn es von Kühen strukturiert worden ist."

Hier kommt:
a) eine riesige Prozesslawine auf die Rating-Agenturen zu
b) die bestehenden Ratings werden unglaubwürdig

Hier David Galland im "Room" von Casey Research:

Periodically in these weekly musings, I have mentioned that, as sure as night follows day, so will the pitter-patter of lawyers wearing Armani loafers follow the breathtaking losses suffered by shareholders and investors, thanks to the financial institutions or the loss-making paper they concocted.

Additional evidence supporting the position of those now calling for lawyers, and lawyers calling for clients, was exposed in a Bloomberg article this week. And I quote…

Four days before Merrill Lynch & Co. stopped supporting the auction-rate securities market and left thousands of individual investors stuck with securities they couldn't sell, the firm's analysts recommended clients buy. “Reports of the imminent demise of the auction market seem to be greatly exaggerated, again,” analyst Kevin Conery wrote in a Feb. 8 research note. “We continue to be impressed by the auction market's resiliency.” The remarks show Merrill's researchers were “co-opted” during a seven-month drive by the New York-based firm's sales force to prevent a meltdown in the $330 billion market, Massachusetts Secretary of State William Galvin alleged yesterday in an administrative complaint filed in Boston. As the sales desk pushed analysts to publish upbeat notes, managers used gallows humor to complain about a “collapsing” market and the end of $2,000 dinners. “Come on down and visit us in the vomitorium!!” the auction-rate desk's managing director, Frances Constable, wrote to a co-worker in August, as demand began to dry up. “Market is collapsing,” another executive cited in Galvin's complaint said in a November 2007 personal e-mail. “No more $2K dinners at CRU,” a Manhattan restaurant where the wine list includes dozens of bottles for more than $1,000. Galvin, 57, wants the third-largest U.S. securities firm to “make good” on sales of now-frozen holdings, compensate investors who disposed of their bonds or shares at a loss and pay an unspecified fine. He has already filed a related claim against Zurich-based UBS AG, and is still probing Bank of America Corp.

And then there’s this, also from Bloomberg…

Connecticut Attorney General Richard Blumenthal sued Moody's Corp., Fitch Inc. and Standard & Poor's parent The McGraw Hill Cos. for allegedly giving municipal bonds lower ratings than comparable corporate or structured debt. “We are holding the credit-rating agencies accountable for a secret Wall Street tax on Main Street ,” Blumenthal said in a statement. The complaints, filed today in Connecticut Superior Court in Hartford , seek redress for what Blumenthal called the companies' “unfair, deceptive and illegal” business practices. Blumenthal, the state's top law enforcement officer, has been conducting an antitrust probe of the three credit-rating companies. Last month, he said firms that rate U.S. municipal bonds “knowingly and systematically” gave the securities lower grades, raising costs for state and local governments.

In fact, according to a study by Navigant Consulting, in the U.S. alone, there were an average of nearly two new lawsuits per day related to subprime losses filed during the first quarter of 2008… a trend that has, I strongly suspect, only escalated. The odds are high that, as our own Bud Conrad has repeatedly warned, we are going to see more than one major financial institution go bankrupt in this cycle. And the lawsuits won’t be limited to the U.S… this week, a class action suit was also filed against CIBC, the Canadian bank, for losses related to subprime paper. Meanwhile, I wonder if there’s a way to go long publicly traded law firms that make their bread from class action lawsuits? I suspect such operations are going to do very, very well in the months and years just ahead.

David Galland sucht schon einen Weg "long" Anwaltsfirmen zu gehen. Die dürften recht gut verdienen.

Das "Vomitorium": dort, wo Merrill Lynch die CDOs und ARS gemacht hat, die mussten sich offenbar dabei übergeben.


Neu 2008-08-01:

[15:30] Greenspan spricht jetzt "klarer" als früher:

Aus dem Midas vom 31.7.:

Alan Greenspan, who received his own afternoon CNBC time. Greenspan headlines:
DJ GREENSPAN: Still Nowhere Near Bottom In US Home Prices-CNBC

GREENSPAN SAYS CURRENT FINANCIAL CRISIS IS ONCE IN CENTURY PHENOMENON- CNBC TV

GREENSPAN SAYS ABOUT 12 MLN HOMEOWNERS CURRENTLY HAVE NET NEGATIVE EQUITY

GREENSPAN SAYS DATA IS NOT SUGGESTING A U.S. RECESSION

GREENSPAN - WOULD BE MORE SURPRISED IF DIDN'T GO INTO RECESSION THAN IF DID, GIVEN FINANCIAL TURMOIL

GREENSPAN SAYS PAULSON HAD NO CHOICE BUT TO SUPPORT FANNIE, FREDDIE BECAUSE OF DANGER OF UNRAVELING

GREENSPAN SAYS FANNIE, FREDDIE 'MAJOR ACCIDENT WAITING TO HAPPEN'

GREENSPAN SAYS FED TAKING UNDUE RISKS BY USING BALANCE SHEET TO PROVIDE BACKTOP FOR FINANCIAL SYSTEM

GREENSPAN - IF FED GIVEN ROLE TO OVERSEE FINANCIAL SYSTEM STABILITY, COULD UNDERMINE ITS CREDIBILITY

Es spricht die Depression an, ohne das Wort wirklich auszusprechen: ein Krise die einmal in 100 Jahren auftritt.

[21:00] Peter Schiff zum "geläuterten Maestro": The Maestro Won't Face the Music

Hier noch einer, der von einer "langen Rezession" spricht:

Harvard economist Martin Feldstein says U.S. may be in a "very long recession" - Bloomberg
In Bloomberg, Feldstein commented that the U.S. may now be in a ``very long' recession that will drive the unemployment rate higher. Feldstein also commented that the Fed has already lowered interest rates as much as it can to help growth. He noted that exports offer the only bright spot, but are not strong enough to fuel a recovery. Feldstein added that tax policies proposed by Obama would prolong the downturn.

Noch etwas aus dem gleichen Midas:

Basically, Morgan Stanley saved a billion dollars by firing 4,800 employees because their derivatives and structured investment vehicles are imploding. Now they say they are going to pay that billion dollars to a hand full of derivative experts that have been laid off for imploding other financial institutions with their "expertise"! And all this to build the same toxic derivative business in the Middle East and Asia!

Insanity!

Either this is the stupidest move in financial history OR it is a lie and they are 1) trying to hide a billion dollar loss under "hiring expenses" or more likely 2) they have to hire a billion dollars worth "derivative experts" to try and avert their TRILLION DOLLARS of derivative losses they have not reported!

Ja, die Wege der Investment-Banken sind unergründlich.
 

[11:45] Das Ende von "Mark-to-Model" Preisen?

Manager-Magazin: Das Ende der virtuellen Preise

Merrill Lynch hat amerikanische Hypothekenpapiere verkauft und startet so die Bilanzsanierung. Das lässt andere Banken zittern. Denn jetzt gibt es mit 22 Cent je US-Dollar Nennwert wieder einen Richtwert für den Preis der Ramschpapiere. In den Markt, der lange Zeit nur virtuell existierte, kommt Bewegung.

Eine reale Marktbewertung hat die Branche bisher gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Der Merrill Lynch Verkauf gibt jetzt einen Einblick in die wahren Marktpreise für CDOs. Alle Banken, die soetwas halten, auch in SIVs, müssten jetzt ihre Level-3 Werte massiv abwerten. Eine neue Welle von Riesenabschreibungen kommt.
 

[11:00] Leserzuschrift-DE - die " Eliten-Arschrettung":

Mit der Rettungsaktion von Funny und Mac, die den Steuerzahler mindestens 800 Milliarden Dollar kostet und auch gleichzeitig gewährleistet, dass die Wall Street weiterhin Ihre üppigen Gehälter und Boni beziehen kann ist die USA in den Status einer sozialistischen Finanzdiktatur made in Amerika eingetreten.

Die 800 Milliarden Dollar, die man als Untergrenze betrachten muss (was tatsächlich eintreten wird ist nicht absehbar) belasten auch alle anderen Weltbürger, die als Kreditgeber fungiert haben.

Wir können uns zunächst davon verabschieden, dass es zu einem Crash an den Börsen kommen wird. Die Realitätsverweigerung in den USA durch die Eliten und das Festhalten an einem bankrotten System kann man getrost als

fanatisch und verblendet mit fast schon religiösem Eifer bezeichnen.

Was uns bevorsteht ist Hyperinflation, Massenarbeitslosigkeit und die bereits eingesetzte Depression in den USA. Europa und der Rest der Welt wird mit zeitlicher Verzögerung folgen!

Dies sind die Kosten die uns die Aufarbeitung und Bereinigung dieses abenteuerlichen und unverantwortlichen Kreditbooms unweigerlich bringen.

Und das alles weil man diesen Idioten der sogenannten Finanz Elite und Ihren Todessern den Arsch retten will.

Wenn es überhaupt etwas positives zu erwähnen gibt, dann ist es der Umstand dass die Lage eskaliert und es zu Massenausschreitungen und Revolutionen führen könnte.

Das haben sie immer so gemacht und machen es auch jetzt so.
 

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