Goldmünzen/Barren für Investoren

Eine Übersicht über gebräuchliche Münzen

Eine der wesentlichen Forderungen an alle Edelmetall-Investments ist die leichte Einschätzbarkeit ihres Wertes beim Wiederverkauf. Dazu sollte das Metall leicht erkannt werden und auf Echtheit überprüft werden können. Sonst ist möglicherweise ein Einschmelzen auf Kosten des Verkäufers erforderlich. Das ist bei Medaillen und Barren eher der Fall als bei staatlich geprägten Münzen.

Beim Ankauf ist selbstverständlich zu prüfen, ob die Ware echt ist.

Der Weltmünzen-Gewichtskatalog im Internet gibt Auskunft über fast alle Münzen: http://www.reppa.de/weltmuenzen_gewicht.asp

Hier ist ein anderer Münzenindex: http://worldcoingallery.com/

Hier ein Link auf eine interessante Seite auf Goldseiten.de: Allgemeines über Münzen & Barren zu Anlagezwecken

Achtung Goldbarren:
Goldbarren haben gegenüber Goldmünzen einen Vorteil und 2 Nachteile:

Vorteil: Der Spread (Preisunterschied) zwischen Ankauf und Verkauf ist viel geringer als bei Münzen.

Nachteil 1: Die Echtheit ist nicht so leicht erkennbar wie bei (staatlich) geprägten Münzen.
Jeder Barren hat eine Serien-Nummer, ein Datum, die Reinheit, das Gewicht und den Hersteller eingeprägt.
Das kann aber leicht nachgemacht werden. Beim Verkauf kann ein Neu-Einschmelzen erforderlich sein.

Nachteil 2: Wenn die wirkliche Flucht aus den Papierwerten beginnt, wird wegen des grossen Papierüberhangs und der kleinen verfügbaren Goldmenge der Preis so hoch steigen, dass Sie damit nur eine grosse Immobilie oder eine Firma werden kaufen können. Barren sind daher reines Investoren-Gold. Sie sollten sie bei Investments unter € 100000 nicht kaufen. Wollen sie Ihre Barren zersägen und von den Sägespänen leben?

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Ein Leser-Hinweis aus der Schweiz (2006-08-28):

Ganz wichtig ist, dass beim Kauf von Goldbarren die dazu gehörigen Prüfzertifikate des Herstellers so sicher wie der Barren selbst aufbewahrt werden. Es herrscht bei gewissen - schlecht informierten - Anfänger-Investoren die Meinung vor, dieser Zettel sei mehr oder weniger nur ein unverbindlicher Beipackzettel.
 
Es ist ganz klar, dass gewisse Banken und andere Edelmetallhändler bei Nichtvorliegen eines Prüfzertifikates vermutlich einen sehr empfindlichen Abzug
machen würden, mit der Begründung, die Ware müsse neu geprüft und eingeschmolzen werden.

Diese Prüfzertifikate gibt es zumindest in der Schweiz. Ob es sie auch in Österreich und in Deutschland gibt, ist mir derzeit nicht bekannt. Auf jeden Fall sollten sie sorgfältig aufbewahrt werden.



London Good Delivery Gold Bars:

Diese 400oz Barren (je ca. 12.8 kg) sind das klassische Finanzgold und werden beim Verkauf anstandslos akzeptiert, solange sie im System verbleiben. Für Privatanleger (auch Millionäre) sinnlos.

100g bis 1kg Barren:

..Diese Goldbarren sind das Anlegergold für den mittleren bis grösseren Investor ab einer Investitionssumme von € 100000. Wie bereits oben gesagt, werden Sie damit nur grössere Dinge kaufen können.

Registrieren sie die Seriennummern und alle weiteren Daten darauf.

 

 

 

 

 

 

 

Bullion Münzen:

Diese Münzen kommen als ganze Feinzunzen (je 31.1g) oder Teile davon und sind als Anlegergold gedacht. Sie werden von "staatlichen" Müzereien ausgegeben und weltweit verkauft. Es gibt reine Münzen (9999 Feinheit) wie der Wiener Philharmoniker (Österreich)oder Maple Leaf (Kanada) und "unreine" Münzen mit einer Beimischung für mehr Unempfindlichkeit wie der Krugerrand (Südafrika) oder der Gold Eagle (USA). Sie sollten jedenfalls nur Münzen kaufen, die in Ihrer Region gut bekannt sind. Bei uns sind das primär der Wiener Philharmoniker und der Krugerrand, eventuell noch der Maple Leaf. Von Münzen wie dem chinesischen Panda sollten Sie überhaupt die Finger lassen, besonders wenn sie nicht für uns lesbar beschriftet sind.

.Diese Münzen werden gerne als Teile von einer Unze verkauft. Bei mittleren Anlagesummen empfiehlt es sich, bei 1 und 1/2 oz zu bleiben. Man sollte aber zusätzlich auch kleine Münzen kaufen, die müssen aber nicht unbedingt Bullion-Münzen sein.

Bei kleinen Münzen ist wegen der herstell- und Vertriebskosten der Spread relativ hoch.

Für Österreicher ist natürlich der Wiener Philharmoniker die 1. Wahl, da am besten bekannt.

Bullion-Münzen sind das "Rückgrat" der Goldanlage.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kleine Goldmünzen:

Man sollte keinesfalls auf sehr kleine Goldmünzen vergessen, auch wenn hier der Spread recht gross ist.
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Ein Beispiel ist der einfache österreichische Golddukaten (nicht rein) mit 3.44g Gold.

Diese Münze kostet bei Banken derzeit (22.6.2006) € 52.5 und wird für 46.5 angekauft.
Man sollte nicht vergessen, dass diese Münze 2004 für etwa €33 zu haben war, 1980 aber ATS 1000 = ca. € 73 gekostet hat. Damals war die Geldmenge etwa 1/3 von heute, das Lohn und Preisniveau viel niedriger und das Finanzsystem konnte noch gerettet werden. Für die niedrigen Schichten war der Ankauf einer solchen Münze nicht ganz einfach.

 

 

MIX:

Auf jeden Fall sollte man die Grössen mischen, um für jede Gelegenheit die richtige Grösse zu haben. je kleiner das angelegte Vermögen, umso kleiner die Münzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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