Systemkrise - 2008

Informationen ausschliesslich zur laufenden Krise des weltweiten Finanzsystems. Enthält systemrelevante Informationen. Länderspezifische Informationen, die nur ein Land betreffen, sind auf den jeweiligen Landes-Infoseiten zu finden, bzw. auf der Europa-Seite.

Neu 2008-12-31:

[19:30] 2008 - das Börsen-Horrorjahr:

BernerZeitung: Schlechtestes Börsenjahr seit 1974, Börsen in London und Paris beenden 2008 mit Rekordabschlägen
Presse: China: Börse verbucht 2008 Rekordverlust
Standard: 100 Milliarden Euro an Wiener Börse verpufft
FTD: Chronik der Krise an der Börse

2008 haben die Börsianer etwas leiden müssen. Aber nur Etwas. Denn der wirkliche Horror kommt erst, wenn die Bubble der Staatsanleihen platzt - 2009. Dann geht es wirklich hinunter - so wie in Island - 96%.

2009 "Super-Rezession" = Depression: Das dicke Ende kommt noch

Experten sind für 2009 so positiv gestimmt wie sie es für 2008 waren: Börsen-Katastrophe 2008

Wie sollen sie denn anderes gestimmt sein: sie denken nur linear, haben noch keine Depression erlebt und nie über eine gelesen. Alles was sie wirklich können, ist Karriere machen.


Neu 2008-12-30:

[21:00] Luxus schrumpft:

Spiegel: Luxusbranche leidet unter Rezession

Edle Uhren, teure Autos? Nein, danke: In der Krise halten selbst Superreiche ihr Geld zusammen. Die Rezession erwischt deshalb auch die sonst so krisenresistenten Luxushersteller. Der Branche steht eine Entlassungswelle bevor.

Warum wohl? weil auch der Luxus grossteils auf Kredit gekauft wurde. Etwa Rolex-Uhren auf Leasing gab es.

Ganze "Konsum-Paradiese" gehen unter: Andorra zwischen ausländischem Druck und wirtschaftlicher Krise


Neu 2008-12-29:

[12:00] Sparen = Sünde:

Handelsblatt: Wenn Sparen zur Sünde wird ...

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) müssen wider Willen mit Milliarden um sich werfen – der Druck von allen Seiten ist zu groß. Etatkonsolidierung war einmal. Dass Steinbrück wie seine Vorgänger an der Realität scheitert, hat er zum guten Teil aber auch selbst zu verantworten.

Deutschland war beim Geldausgeben bisher noch eher zurückhaltend, aber auch da scheint staatliches Sparen jetzt eine Sünde zu sein. Die Staaten überbieten sich gegenseitig mit Konjunkturpaketen und Bailouts.


Neu 2008-12-28:

[15:00] Leserzuschrift-DE - Rückentwicklung der Gesellschaft - Argentinien:

Zitat aus einer Zuschrift auf dieser Seite:"Fallen wir dann zurück auf einen Stand wie nach dem 2. Weltkrieg? Oder wird es aussehen wie „klein Rumänien“?

Meine Antwort:
Ein Rückfall in Entwicklungsstadien zur Mitte des letzten Jahrhunderts erscheint unwahrscheinlich, da Erfindungen aus dem Gedächtnis der Menschheit nicht zu tilgen sind (es sei denn, der Großteil der Menschheit wäre weg...). Die Erfindung "Düsenflugzeug" wird nicht einfach "weg" sein. Aber es dürften weniger fliegen.

Ansonsten möchte ich persönliche Erfahrungen aus Argentinien angeben, die ein ungefähres Bild abgeben dürften, wie eine relativ weit entwickelte Volkswirtschaft nach einem Crash aussieht:

1.) Die Menschen arbeiten alle länger, da die meisten Renten wertlos oder einfach "weg" sind. Taxifahren kann man bis ins hohe Alter - in Buenos Aires ist das heute noch ein Alt-Herren-Job.

2.) Autos werden solange gefahren, bis gar nichts mehr geht! Werkstätten, Ersatzteile und erfindungsreiche Schraubertypen sind schwer gefragt. Neuwagen = Luxus!
3.) Gesundheit und Medizin gibt es nur für wohlhabende - das regelt sich einfach über Einkommen und Preise.

4.) Die staatlichen Schulen sind so schlecht, dass Eltern ihre Kinder gern auf Privatschulen schicken (Vermögen und Einkommen vorausgesetzt)

5.) Umweltschutz bleibt total auf der Strecke: Müllabfuhr, Filteranlagen für Wasser und Fabriken, Mülleimer im Park => es zählt, was effektiv ist! Umweltschutz kommt dann, wenn es das Leben oder die Lebensqualität von Menschen einschränkt, vorher zählt wirtschaftlichkeit (nicht aus Profitgier, sondern aus Selbstzweck)

6.) Infrastruktur leidet: Mangels Staatsfinanzen bröseln Strassen, Parks, Stromversorgung, Wasserleitungen etc. vor sich hin. Es wird notdürftig geflickt, wenn es zwingend sein muss. Nicht umsonst gibt es sogar auch noch heute auf den Prachtstrassen von Buenos Aires Schlaglöcher! ...von den Provinzen ganz zu schweigen...

7.) Man kann Strassen auch als unbefestigte Wege bauen: Warum teuer mit Asphalt zukippen? Zwei Bulldozer machen Platz in der Landschaft => Aus Spass fährt eh keiner herum, sondern nur wer muss!

8.) Busse boomen! Das ist der Durchbruch für öffentlichen Nahverkehr!

9.) Es gibt nicht immer alles in Supermärkten zu kaufen - oder man hat nicht genug Geld, um alles zu kaufen, was man möchte (ich meine Lebensmittel, keine X-Box oder Flachfernseher!). Dafür haben Kleinbauern mit Marktkarren Hochkonjunktur und bringen Top-Gemüse und Obst direkt in die Innenstadt.

10.) Die Menschen rücken näher zusammen, die Familie bekommt mehr "Wert" und Nachbarschaft ist nichts Lästiges, sondern was Gutes!

11.) Importware wird sehr teuer (die Preise sind ca. wie hier in Europa gewesen => aber bei ca. 1/10 der Einkommen!) - seit 2005 hat sich das aber auf ein erträgliches Maß normalisiert... es geht eben nicht immer nur bergab!

12.) Just-in-time-Logistik und große Ketten haben aufgrund der Komplexität schwer zu knabbern - dafür haben alle möglichen Kleinhändler und Tante-Emma-Läden den Aufschwung des Jahrhunderts!

13.) In einem guten Restaurant essen zu gehen ist etwas besonderes! McDoof kostet ca. soviel wie ein Mittelklasse-Restaurant (mir fiel die Wahl recht leicht bei Filet-Steak-Preisen von ca. 8 Euro für 750gr Filet!)

14.) Alles wird benutzt, bis es wirklich "auf" ist. Sockenstopfen ist nichts böses, sondern Nutzung von Ressourcen! Gebraucht-Möbel-Händler, Second- und Third-Hand-Shops gibt es überall! Bücher werden nach dem Lesen verkauft - oder man geht in die Bücherei! Alles, wirklich alles kann man auf Märkten gebraucht kaufen! Heute (2008) findet man Läden, die voll sind mit Antiquitäten (z.B. Taschenuhren) - bei Nachfrage stellt sich heraus, dass der Besitzer eine Estancia (Bauernhof) hat - in der Krise rannten ihm die Städter mit ihrem Tafelsilber und Opas Taschenuhr die Bude ein für Mais, Weizen...

15.) Liquidität (überwiegend Dollar, Gold, Silber und Euros) ist immer gut (aber bitte nicht in der Bank!)! Dazu noch eine abbezahlte Immobilie (oder Geld für ein gemietetes, sicheres Apartment) und schon läßt es sich prima im Buenos Aires von 2001 leben... glaubt mir! :-)

Ich möchte aber anmerken, dass Argentinien ein reiches Land ist! Reich an Öl, Gas und Nahrung für Aber-Millionen von Menschen! Es gab also nie eine wirkliche Knappheit von lebenswichtigen Gütern - sie waren nur teuer oder schlecht verteilt.

UND die Argentinier sind Überlebenskünstler - sie kennen Krisen (mehr oder weniger stark). Man arrangiert sich, ist vorbereitet und ein Jeder ist Improvisationskünstler! Ich hoffe, dass diese Talente auch in uns Mitteleuropäern noch schlummern...

Ansonsten: Das Leben an sich ist nicht vorbei! Nach jedem Crash geht es umso steiler bergauf! ...es gilt nur, die Chancen rechtzeitig zu sichern...!

Auf nach 2009, auf in eine goldene Zukunft! Guten Rutsch!

Die Argentinier leben immer noch.
 

Weitere Zuschrift-DE dazu:

Wie weit wir uns fallen werden? Sehr tief! Viele Menschen sind zu spezialisiert und können die primitivsten Dinge im Haus oder Wohnung nicht selber erledigen. Das wird viele Folgen haben. Zum einen werden viele Dienstleistungsbetriebe sterben, da man sie sich nicht mehr leisten kann, aber auch die empfindliche Infrastruktur wir darunter leiden. Ist eine komplexe Heizungsanlage defekt und man kann sich die Reparatur nicht leisten, was dann?
Und da haben wir auch das eigentlich Problem: Komplexität oder besser gesagt technische Spielereien und fehlende Robustheit!
Die Menschen verlassen sich einfach darauf, dass sie mit Geld alles wieder richten lassen können. Was aber ohne Geld? Ich hoffe hier können sich einige mit EM´s helfen. Mein bedenken ist aber, das EM´s zu unpopulär sind, um als Zahlungsmittel anerkannt zu werden.
Hier sehe ich auch den größten Unterschied zu den anderen Wirtschaftskrisen/Depressionen. Unsere gesamte Technik ist keinen Schritt weiter als 1945: Autos fahren mit Benzin/Diesel/Gas, Häuser heizen mit Erdöl/Kohle/Erdgas, Energie wird zentral erzeugt, Flugzeuge dasselbe ... nichts und wieder nichts ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt sondern alles nur auf Gewinnmaximierung.

Jegliche Weiterentwicklung der Kernkraft wurde durch den langen Arm der Lobbys den Grünen vereitelt. Solarenergie? ... da versucht man immer noch die alte Technologie zu verwursten und da sie noch nicht durchfinanziert ist, sprich nicht genügend Gewinn abgeworfen hat. Windenergie ... so ein zentralisierter Quatsch mit zu hohen Wartungskosten = Aufrechterhaltung eines Monopols.
Wo haben wir einen wirklichen Fortschritt erreicht? Kommunikation! Wo bitte ist es zum Überleben notwendig auf dem WC eine SMS schreiben/empfangen zu können?

Unsere Landwirtschaft ist noch ein weiteres Beispiel dafür, da man mehr Energie in ein Agrarprodukt steckt als man daraus gewinnt (Biotreibstoffe aber auch gewöhnliche Nahrungsmittel). Europa konnte man auch damals ohne den ganzen Industriewahnsinn ernähren und das mit einem Energiegewinn!
Wie weit wird es die Landwirtschaft nur zurückwerfen, wenn die hochkomplexen landwirtschaftlichen Zugmaschinen einen Defekt aufweisen und man nicht an die Ersatzteile kommt?! Der dümmliche würde Tiere als Zugmittel vermuten. Bitte, vor was für einem Pflug? Einem Pflug für den man eine 3 Tonnen 400PS Zugmaschine benötigt? Oder will man in ein Landwirtschaftsmuseum einbrechen?
Das ist nur ein Beispiel dafür, wie abhängig sich der Mensch von Technik gemacht hat UND sich nicht abgesichert hat, sprich für Robustheit gesorgt. Sicherlich eine Zugmaschine muss laufen und laufen ohne großen Defekt, aber auch ein Traktorreifen gibt mal den Geist auf, sprich Verschleißteile.
Wir gehen von einer Krise aus, welche alles kurz lähmen wird und dann mit ein paar Reformen im Geldsystem wieder flott zu bekommen ist. Wollen wir es hoffen!

Ich frage mich nur wie das alles funktionieren soll. Wer bitte soll dann die ganzen Autohersteller übernehmen? Die EM Besitzer?
Sollten meine Planspiele/Prognosen eintreffen fallen wir sehr viel weiter zurück als 1945, da uns weder die robuste Technik noch die Alleskönner von damals zur Verfügung stehen. Das die Landwirtschaft boomen wird halte ich für ausgesprochenen Blödsinn, da sie subventioniert und völlig überproduktiv ist.

Und noch etwas ganz wichtiges, vielleicht können Sie es sich schon zusammenreimen. Bricht eine große Bank zusammen, dann stirbt das System. Das kann man genauso auf die Produktion anwenden: Bricht ein großer Rohstofflieferant weg, dann stehen alle Räder still (Stichwort Spezialisierung und Patente). BASF stirbt, wer füllt dann die Lücke mit den ganzen patentierten Sonderrohgütern? Schnell mal die Anlage und Patente erworben oder wie oder was ... mit was für Krediten bitteschön ... vom Staat und seiner so förderlichen Bürokratie ... brüll und lach!!!!

Hoffen wir das Beste und meine Prognosen als Panikmache sich entpuppen ... bin ja nur ein von Herrn Eichelburg so verhasster BMW Fahrer (noch dazu mit Schaltgetriebe), welche aber weder geleast noch kreditfinanziert ist, sondern schön bar bezahlt.

Vielleicht sehe ich alles zu negativ? Aber besser auf das Schlimmste vorbereitet, als dann in die Röhre gucken! Ich empfehle deshalb allen hartgeld.com Lesern, sich nicht auf ihren EM´s auszuruhen.

Diese Zuschrift ist sehr deutsch - sehr düster.


Neu 2008-12-25:

[20:00] Der "Krisenfahrplan" aus dem Midas vom 24.12.:

The tragic events in Iceland should be a clear warning as to what lies ahead for many western nations. Years of excessive debt, leverage and reliance on a service based financial economy has resulted in a collapsing house of cards. At the core this is a currency crisis. Over time the crisis manifests itself as a range of financial, economic, social and political problems. Here's a simplistic view of the various stages:

Stage 1 - loose domestic monetary policy
Stage 2 - easy access to foreign credit
Stage 3 - asset bubbles in stocks and housing
Stage 4 - booming financial services economy
Stage 5 - asset price growth decelerates
Stage 6 - foreigners start to withdraw credit
Stage 7 - government compensates with monetary and fiscal stimulus
Stage 8 - currency weakens
Stage 9 - asset prices start to decline
Stage 10 - unemployment increases
Stage 11 - foreign credit withdrawal accelerates
Stage 12 - monetary and fiscal stimulus accelerates
Stage 13 - foreign credit withdrawal accelerates
Stage 14 - currency decline accelerates
Stage 15 - interest rates increase
Stage 16 - domestic prices for food and basic necessities increase
Stage 17 - asset price declines accelerate
Stage 18 - scarcity of foreign imported goods
Stage 19 - scarcity of basic necessities
Stage 20 - civil unrest
Stage 21 - government legislated price controls
Stage 22 - chronic food and basic necessity shortages
Stage 23 - hyperinflation
Stage 24 - economic collapse
Stage 25 - riots and social structure collapse
Stage 26 - political instability and demand for change
Stage 27 - rise of an extremist leader
Stage 28 - legislative/constitutional change giving government more power
Stage 29 - blame is externalised
Stage 30 - external conflict

The following article from Bloomberg would suggest Iceland is around stage 20. Where do you think the US, UK, Australia and New Zealand might be?

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=email_en&refer=home&sid=a2gMphgAVl3U

Diese Sequenz gibt es in den meisten derartigen Krisen. Island ist bei Stufe 20.

Interessant wird es ab Stufe 27, wenn ein extremistischer Führer an die Macht kommt und den internen Konflikt externalisiert. Das ist zwar bei Island kein Problem, in Kerneuropa aber schon.


Neu 2008-12-23:

[18:00] Die Grosse Depression 2009:

MarketOracle: Great Depression 2009 Follows $30 Trillion Deflation

By some estimates, combined losses in commodities, stocks, bonds, real estate are greater than $60 trillion. This is beyond rescue.

Those who continue to place their faith in our policy representatives will be among the most unprepared as Gordon further cautions:

“That so many people trust in the power of their leaders to offset the natural progression from boom to bust in the economy is incredible. It can be demonstrated time and time again that leaders have always failed in their quest to arrest economic and financial decline. In fact, the more that these leaders believed in their power to maintain the status quo, the greater the ultimate damage and the greater the suffering endured by the people who had blindly placed their trust in them. “

Solche Verluste sind nicht mehr reparierbar. Dass immer noch so viele Leute der Obrigkeit glauben ist unglaublich. Aber in jedem solchen Fall ist das System doch zusammengekracht - nur die Folgen waren wegen der Verschleppung noch schlimmer.


Neu 2008-12-22:

[21:00] Die "Kriegsfinanzen" sind schon da:

BernerZeitung: Wir haben Kriegsfinanzen, aber noch keinen Krieg

Die schlimmste Wirtschaftkrise seit dem Zweiten Weltkrieg erfordert drastische Massnahmen des Staates. Der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson vergleicht die Lage mit der Situation von 1914 und 1939.

Was kommt im/nach dem Krieg? die Hyperinflation!
 

[10:15] Ein CEO versteht was los ist - Greater Depression:

ORF: Pierer: "Düsteres Bild für kommendes Jahr"must read!

Stefan Pierer, Chef des Motorradherstellers KTM, zeichnet ein düsteres Bild für das kommende Jahr: "Was wir erleben werden, ist die größte Wirtschaftskrise, sicher noch größer als in den 30er Jahren."

Es gebe in allen Branchen Überkapazitäten, aber keine Kredite mehr: "Tatsache ist, dass der komplette Kreditzufluss quer durch ausgesetzt hat. Nicht nur in Österreich, überall", sagte Pierer im Interview mit der oberösterreichischen "Sonntags Rundschau".

"Die richtige Krise kommt ja erst"
Pierer stellte gegenüber der "Sonntags Rundschau" infrage, ob etwa der amerikanische Autohersteller Chrysler seine Werke überhaupt noch einmal aufsperren werde, nachdem die Produktion für einen Monat eingestellt wurde.

"Die richtige Krise kommt ja erst", glaubt Pieer. "Was sich dann abspielen wird, Sie machen sich keine Vorstellungen. Ich habe selbst zwei Monate gebraucht, um mich an diese Dramatik zu gewöhnen. Ich habe viele Nächte schlecht geschlafen."

Bankschefs werden schlecht schlafen"
Schlecht schlafen müssen laut Pierers Prognosen auch die Bankchefs: Es gebe Studien, dass im nächsten Jahr sechs bis acht Prozent der Kredite ausfallen werden. "Wenn ich das hochrechne und die Kernkapitalquote der betroffenen Banken miteinbeziehe, dann werden die nächstes Jahr wahrscheinlich alle verstaatlicht werden. Das geht gar nicht anders. Vielleicht wäre es eh gescheiter, denn jetzt kommt eh keiner an Geld ran. Ein Bankenschirm ist vor zwei Monaten verkündet worden, aber immer noch nicht wirksam", so Pierer.

"Arbeitslose werden sich verdoppeln"
Er rechnet hoch, dass sich wegen der Wirtschaftskrise die Zahl der Arbeitslosen in "sechs bis sieben Monaten" auf 600.000 verdoppeln werde, und fordert neue Kurzarbeitszeitmodelle nach deutschem Vorbild.

Ich hoffe, er macht bereits seine Firma krisenfest. In diesem Fall: Motorräder als billiges Transportmittel statt Sportgerät.

Hier noch einer: World faces "total" financial meltdown: Bank of Spain chief


Neu 2008-12-21:

[21:00] Jetzt kommt die Depressions-Angst:

Spiegel: Retten kann uns nur noch die Steuerpolitik
Handelsblatt: IWF-Chef: 2009 könnte Befürchtungen noch toppen

Das Geld wird gehortet, die Industrie produziert für die Halde: Amerikas Wirtschaft steckt in der Falle, die Geldpolitik ist am Ende ihrer Möglichkeiten. Damit Deutschland diesem Schicksal entgeht, fordert Thomas Straubhaar, muss die Fiskalpolitik handeln - schnell, stark, sozialverträglich.

Der Artikel ist mit "Grosse Depression" übertitelt. Keine Angst, die "Greater Depression" kommt in 2009. Warum ist sie grösser als die der 1930er Jahre? weil die Spekulation viel grösser war und sie hyperinflationär wird. Die Eliten zittern alle richtig.


Neu 2008-12-19:

[19:15] Handelsketten-Massaker in Europa kommt:

Handelsblatt: Europa droht „Kettenläden-Massaker“

Weihnachten wird für europäische Ladenbesitzer nicht ausfallen. Die verzweifelten Preissenkungen überall auf dem Kontinent haben dafür gesorgt, dass noch ein Rest der festlichen Konsumstimmung erhalten werden konnte. Aber das Ende der Normalpreis-Verkäufe und die Aussicht auf Konsumausgaben, die nach dem Januar dahinschwinden werden, kündigen einen Berg von Problemen für das kommende Jahr an. Umstrukturierungen im operativen Geschäft sowie bei den Finanzierungsstrukturen werden an der Tagesordnung sein.

In den USA sieht man es schon.


Neu 2008-12-17:

[18:30] Die letzten beiden US-Investmentbanken mit schweren Verlusten:

Querschüsse: "Goldmänner im Abwärtstrend"
Welt: Morgan Stanley mit desaströser Bilanz

Fehlt nur noch "Gott" (JPM) mit einer solchen Beichte.

 

[10:30] Im März 2009 wird es die Masse merken:

GEAB: GEAB N°30 is available! Global systemic crisis – New tipping-point in March 2009: 'When the world becomes aware that this crisis is worse than the 1930s crisis'

LEAP/E2020 anticipates than the unfolding global systemic crisis will experience in March 2009 a new tipping point of similar magnitude to the September 2008 one. According to our team, at that period of the year, the general public will become aware of three major destabilizing processes at work in the global economy, i.e.:

• the length of the crisis
• the explosion of unemployment worldwide
• the risk of sudden collapse of all capital-based pension systems

A whole range of psychological factors will contribute to this tipping point: general awareness in Europe, America and Asia that the crisis has escaped from the control of every public authority, whether national or international; that it is severely affecting all regions of the world, even if some are more affected than others (see GEAB N°28); that it is directly hitting hundreds of millions of people in the “developed” world; and that it is only worsening as its consequences reveal throughout the real economy. National governments and international institutions only have three months left to prepare themselves to the next blow, one that could go along severe risks of social chaos. The countries which are not properly equipped to cope with a surge in unemployment and major risks on pensions will be seriously destabilized by this new public awareness.

Wenn es die Masse merkt, ist es für sie zu spät - wie immer. Für USA und UK sehen die Autoren mindestens 10 Jahre Depression.


Neu 2008-12-16:

[14:00] Autoland unter in Europa:

Reuters: Autoabsatz in Europa im November um ein Viertel eingebrochen

Die Autokrise verschärft sich zunehmend auch in Europa. Dort brach der Pkw-Absatz im November um 26 Prozent auf 932.500 Fahrzeuge ein, wie der deutsche Branchenverband VDA am Montag mitteilte. Besonders stark betroffen waren die Märkte in in Spanien (minus 50 Prozent), Großbritannien (minus 37 Prozent) sowie Italien (minus 30 Prozent).


Neu 2008-12-15:

[18:45] Der IWF-Illuminat bekommt Angst:

Spiegel: IWF fordert EU zu weiteren Konjunkturprogrammen auf

200 Milliarden sind nicht genug: Angesichts der dramatischen Rezession hat der Internationale Währungsfonds die EU zu weiteren Konjunkturanstrengungen gedrängt. Wenn es nach IWF-Chef Strauss-Kahn geht, sollen die europäischen Staaten rund 800 Milliarden Euro ausgeben.

Zugleich warnte der IWF-Chef vor sozialen Unruhen in entwickelten Volkswirtschaften. Um das zu verhindern, müsse das Finanzsystem so umgebaut werden, dass es allen und nicht nur einer kleinen Elite nutze.

Jetzt ist es vorbei mit dem "höheren Golfclub", jetzt heisst es die eigene Haut zu retten. Daher empfiehlt er auch, einige Almosen zu verteilen.

Hier sieht man sehr schön, was die Eliten machen wollen: Inflationieren, um ihren Untergang hinauszuschieben.
 

[13:00] Bürohäuser & co im freien Fall:

Handelsblatt: Immo-Markt im freien Fall

Europas Gewerbeimmobilienmärkte befinden sich im freien Fall. Kreditklemme und Rezession nehmen die Investoren in die Zange und auch die Aussichten sind alles andere als heiter: Die bereits gesunkenen Preise für europäische Büroimmobilien dürften weiter fallen.

War doch zu erwarten. Das sind finanztechnisch keine Häuser sondern Anleihen.


Neu 2008-12-14:

[11:30] Sie wollen nicht wissen, wie schlimm die Krise ist:

Sonntagszeitung: Viele haben nicht realisiert, wie schlimm die Krise ist

Breite Bevölkerungskreise haben lange Zeit nicht realisiert, wie schlimm die Finanzmarktkrise ist. Die Entwicklungen an den Finanzmärkten sind so einschneidend, wie wir sie seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mehr erlebt haben. Allerdings hat die Wirtschaftspolitik heute entschieden anders reagiert als in der Krise der 30er-Jahre. Die Zentralbanken haben sehr schnell Liquidität zur Verfügung gestellt. Auch haben sie in vielen Ländern die Zinsen gesenkt. Gleichzeitig hat die Politik mit Konjunkturprogrammen auf die Krise reagiert. Das alles lässt hoffen, dass die realwirtschaftlichen Auswirkungen deutlich anders ausfallen werden als in den 30er-Jahren.

Auch dieser SNB-Funktionär will es nicht so genau wissen, er hofft, dass er mit seinen Gelddruck-Aktionen aus der Krise wieder herauskommt.

Fehlanzeige. Die Krise wird anders als in den 1930ern - hyperinflationär.


Neu 2008-12-13:

[14:30] Wir werden die grösste Depression überhaupt erleben:

SchallUndRauch: Interview mit Gerald Celente must read!

Wir werden die grösste Depression überhaupt erleben, viel schlimmer als die sogenannte „Grosse Depression“ der 30ger Jahre!

Freeman: Glauben sie, die Finanzkrise wird absichtlich gemacht oder ist es ein Versagen?

Celente: Es ist ein Versagen. Es gibt immer dieses Gerede über die Illuminati. Wenn es die Illuminati angerichtete haben, dann sind es wiederum Illuminati die es richten müssen. Es gibt keine einzige Sache welche irgendeiner dieser Leute mit Erfolg zustande gebracht hat. Nicht eine einzige in ihrer Laufbahn. Die haben noch nie was richtig gemacht. Die sind nur durch Inkompetenz und Arschkriechen nach oben gekommen. So passiert es im Staatswesen.

Interessant seine Aussagen zu den Illuminati: alles Versager, die sich an ihre Angestellten-Jobs klammern.
 

[14:00] Heuschrecken-Sterben:

Spiegel: Finanzinvestoren geraten in den Krisensog

Die Private-Equity-Branche schlägt Alarm: Viele der hoch verschuldeten Firmen in Händen von Finanzinvestoren sind massiv von der Rezession betroffen. Statt schnellen Renditen steht nun harte Sanierungsarbeit auf der Agenda - oder sogar der Kampf gegen die Insolvenz.

So wie sie aufgetaucht sind und alles aufgefressen haben, verschwinden sie jetzt wieder und hinterlassen Firmenleichen. Hoffentlich auch die eigenen. Ziiiiiirp!


Neu 2008-12-11:

[10:30] Der globale Kreditmarkt kollabiert:

Telegraph: BIS warns of collapse in global lending

The City of London has suffered a dramatic collapse in its core business as global lending falls at the steepest rate since records began, according to new figures from the Bank for International Settlements (BIS).

Die nackte Angst geht um und alle Kreditausfälle verstärken sie nur. Da können die Politiker machen, was sie wollen - andere treffen die Entscheidung, ob ein Kredit gewährt wird, oder nicht.
 

[7:45] Die MBA-Affenherde auf der Flucht:

FTD: Letzte Zuflucht Staatsanleihe

Anleger sind in Massen bereit, den amerikanischen Staat dafür zu bezahlen, dass er ihr Kapital nimmt. Für dieses verrückte Phänomen lässt sich nur mit zwei bestimmten parallelen Erwartungen des Markte erklären.

Rein rationales Verhalten erwartet wohl kaum jemand mehr vom Markt. Schließlich verhalten sich Anleger eher wie Lemminge, die dem Lauf der Herde blind folgen - und sei es in den eigenen Untergang. Dass sie aber sogar in Massen dazu bereit sind, den amerikanischen Staat dafür zu bezahlen, dass er ihr Kapital nimmt, ist auf den ersten Blick schlicht verrückt.

In der Hiobsbotschaft vom Anleihemarkt liegt - vorerst - noch eine zweite gute Nachricht: Allen Vernunftgründen wie der rasant steigenden Verschuldung der USA zum Trotz funktioniert bei Anlegern offenbar noch immer ein alter Reflex: In Zeiten der Unsicherheit sucht das Geld Zuflucht beim Dollar. Rational ist das nicht. Aber für die globale Stabilität immer noch besser als ein Zusammenbruch der US-Währung.

Fast alle diese Affen haben einen MBA. Die antrainierten Reflexe funktionieren wie bei Robotern. Sie denken nicht, sie tun nur das, was ihr Leithammel Hank Paulson vorgibt. Sie schenken einem bankrotten Staat Geld.


Neu 2008-12-10:

[21:45] Selbst die Bordelle haben schon Einbussen:

BernerZeitung: Tote Hose in Bordellen

Die ganze Welt ächzt unter der Finanzkrise. Nun soll es auch das älteste Gewerbe erwischt haben.

 

[8:00] Transport jeglicher Art bricht zusammen:

MMnews: Warenverkehr bricht einread!

Den Regierungen raucht der Kopf. Konjunkturmaßnahmen, Steuersenkungen, Konsumgutscheine, Leitzinssenkungen, und wer weiß was noch, bringt ihren Blutdruck in die Höhe. Sie haben realisiert, die Warenströme brechen bis Weihnachten um mindestens 50% ein. Bundesbahnchef Mehdorn hat für Dezember bereits 40% aller Güterwagons aus dem Verkehr gezogen und ganze Güterbahnhöfe stillgelegt. Nein, er will nicht die Gewerkschaften schocken, er hat nichts zu verladen.

Hat ein normal denkender Mensch überhaupt eine Vorstellung von dem was da auf uns zurollt. Ein Wegbrechen von 50 % der Warenströme bedeutet, Massenarbeitslosigkeit ohne Ende, weltweit. Unterversorgung in vielen Weltregionen. Steuerausfälle in ungeahnter Höhe.

Ab Anfang 2009 werden die Massen von Menschen, die nichts zu produzieren und nichts zu verladen haben, auf die Strasse gesetzt. Ende 2009: schätzungsweise 50% Arbeitslosigkeit.

Wer mir gestern bei meiner Präsentation die Depression nicht geglaubt hat, hier ist sie.


Neu 2008-12-09:

[22:30] Weltbank - nur das Wort Depression fehlt noch:

Spiegel: Weltbank warnt vor schwerster Rezession seit den dreißiger Jahren

Der globalen Wirtschaft droht die schlimmste Krise seit der Großen Depression. Die Weltbank warnt vor einer tiefen Rezession 2009 und einer Stagnation des Welthandels - Millionen Menschen stehen der Prognose zufolge vor existentiellen Nöten.


Neu 2008-12-08:

[15:15] Die richtige Autokrise in Europa:

Spiegel: Daimler beschließt Kurzarbeit für 20.000 Mitarbeiter

Die Absatzkrise zwingt Europas Autobauer zu schmerzhaften Einschnitten: Daimler führt ab Januar Kurzarbeit in seinem wichtigsten Werk ein, alle anderen Standorte könnten bald folgen. Opel erwägt eine Vier-Tage-Woche - und Fiat sucht händeringend nach einem Partner, um zu überleben.


Neu 2008-12-06:

[8:30] Konsum-Angst:

Presse: Konsum: Angst füllt das Sparschwein

Die erste bewusste Reaktion auf Angst und Unsicherheit ist Sparen. „Länger als ein Jahr hält man die Konsumdepression nicht aus“, so ein Psychologe. So lange wird gespart.

Der gute Psychologe weiss noch nicht, dass er auch den Job verlieren wird und länger sparen muss.


Neu 2008-12-05:

[20:00] Finanzkrise einfach erklärt:

MMnews: Kreditkrise für Dummiesread!

Die Ursachen und Wirkungen der Kreditkrise sind schwer zu verstehen. Hier nun endlich ein Erklärungsmodell zur Finanzkrise, das jeder versteht.

So kann man es auch sehen. SUFFBOND und ALKBOND, hatten die nicht Namen wie ABS oder CDO?


Neu 2008-12-04:

[18:30] Nach dem Aktiencrash der Bond-Crash - Vergleich 1930er:

Jesse: Breaking the ZIRP barrier


Neu 2008-12-03:

[10:00] Eigenkapital ist wieder Trumpf:

Handelsblatt: Was die Finanzkrise Unternehmen lehrt

Erstaunlich lange hat es gebraucht, bis die sogenannte Realwirtschaft begriffen hatte, dass eine geplatzte Immobilienblase in den Vereinigten Staaten nicht allein ein Problem der Banken ist, sondern ein generelles der gesamten Weltwirtschaft. Zum Glück. Denn die Finanzkrise räumt mit einigen Moden gründlich auf. Vier Thesen für die neue Welt der Wirtschaft.

Etwa die "Kredit-Heuschrecken-Methode" verschwindet wieder. Das Problem mit dem Eigenkapital ist nur:
a) man muss es aufgebaut haben
b) man muss es erhalten - in Zeiten wie diesen nicht ganz so einfach.

 

[7:30] Der 1. Ökonom spricht schon von der Depression:

HUffingtonpost: Paul Krugman: "It Looks As If The Economy Is Really Falling Off A Cliff"

In 1999, economist Paul Krugman wrote a book entitled "The Return of Depression Economics," which examined the string of economic crises that plagued nations spanning from Asia to Latin America during that decade. Nine years later, "depression economics" have evidently returned once again, this time to America. And so Krugman has also returned, armed with an expanded and updated edition of his book, now known as "The Return of Depression Economics and the Crisis of 2008".

Inzwischen scheint die Zunft langsam zu verstehen, was kommt. Ein Nobelpreisträger auch noch.


Neu 2008-12-02:

[21:30] Wovor Regierungen und ZBs wirklich Angst haben:

FAZ: Angst vor einer Depression

Die wachsende Sorge vor einer Depression - einer sich gegenseitig verstärkenden Rezession und Deflation - hat staatliche Instanzen rund um den Globus in der vergangenen Woche zu atemberaubenden Krisenbekämpfungsmaßnahmen veranlasst.

 

[7:30] Eine Börsen-Massakerwoche?

Handelsblatt: Talfahrt setzt sich fort: Nikkei verliert sechs Prozent

Die hohen Verluste der Wall Street und neue Sorgen um die Weltkonjunktur haben auch die asiatischen Börsen in ein neues Tief gestürzt. Der Nikkei verlor mehr als sechs Prozent. Hoffnungen auf eine Zinssenkung der japanischen Zentralbank erfüllten sich nicht.

Diese paar Prozent Verlust sind noch gar nichts im Vergleich zu dem was kommt, wenn auch diei Bubble der Staatsanleihen platzt. Erst dann geht es richtig runter.


Neu 2008-12-01:

[22:30] Die Börsenwoche fängt wieder "ordentlich" an - DAX -6%, DOW -7.7%:

Spiegel: Miese Konjunkturdaten drücken US-Börsen tief ins Minus
FTD: US-Industrie im freien Fall

Schwächster Einkaufsmanagerindex seit 26 Jahren: Das verarbeitende Gewerbe in den USA befindet sich in der schlimmsten Situation seit 1982. Die Aufträge brechen weg, die Preise gehen zurück. Volkswirte erwarten für die US-Wirtschaft ein Fünfprozentminus

Da war doch heute früh eine Meldung, wonach deutsche "Top-Manager" wieder massiv in Aktien gehen - hier haben sie das Resultat. Die Börsen müssen noch ein weites Stück nach Unten.

Eines ist unbegreiflich: Die Aktien fallen, und die diversen "Investment-Manager" reagieren wie Roboter: rein in die US-Treasuries. Der 10-jährige hat derzeit eine Rendite von nur 2.83%. Gold verkaufen sie auch. Sie sind wirklich Roboter (unterstützt vom US-PPT).
 

[12:00] Industrie-Schrumpfung in Euroland:

Handelsblatt: Euro-Zone: Industrie blickt in den Abgrund

Die Industrie in der Euro-Zone hat ihre Talfahrt im November mit erhöhter Geschwindigkeit fortgesetzt. In fast allen Ländern fuhren die Unternehmen ihre Produktion so stark zurück wie nie zuvor, ergab der Markit-Einkaufsmangerindex. Auch die weltweite Nachfrage nach Investitionsgütern „Made in Germany' brach demnach dramatisch ein.


Neu 2008-11-30:

[13:00] Politische Änderungen in der Depression:

Robert Prechter: What the Bear Market Has in Store, Part 3

Politics
- Suspicion or hatred of foreigners will increase around the globe.
- Nations will tend away from liberal, representative governments and toward dictatorships.
- The Drug War will turn more violent. Eventually, possession and sale of recreational drugs will be decriminalized.
- Government will ration goods and services in which it is or becomes involved (such as gasoline, vaccines, medical care, electricity, water, food, etc.).
- International travel will be restricted, whether by statute or dangerous conditions.
- The U.S. and state governments will finish their takeover and demolition of the medical industry.
- Third parties will gain political clout and win local elections. Libertarians, greens and others will capture many local offices and probably at least one state government.
- At least one of the two major parties will disappear or re-form.

Other Social Trends
- Areas of cities will become dangerous places in which street gangs “rule” some neighborhoods.
- The number of Broadway shows will fall dramatically.
- Disney will close its NYC theater productions, and Times Square will become X-rated again.
- Well-off people will adopt fashions that conceal rather than accentuate their wealth.
- Gangsters, pirates and other outlaws will become popular folk heroes.
- Entertainment media will feature fewer heroes and more anti-heroes.
- The Olympic Games will be cancelled at least once, if not terminated altogether.
- Organized labor will grow and become more active. The number and severity of strikes will rise.
- Many amusement parks will close.
- The number of coffee shops in the United States will decline substantially.
- Per capita consumption of alcohol and other depressants will increase.
- Public art, such as sculptures and murals, will become ponderous and ugly.
- One or more of the sciences will go through a “paradigm shift.”
- Terrible secret activities that we could not even imagine will take place, some to be revealed only years or decades later.

Robert Prechter ist übrigens studierter Psychologe.

Meinen Meinung nach ist es nicht sicher, dass die bestehenden Regierungen zu Diktaturen werden. Wahrscheinlicher werden sie und viele Staaten zerfallen und neue Regime an deren Stelle treten. Auf jeden Fall sollte man einen Fluchtplan haben.

Im Teil 2 sieht er Gold als neue Währung: What the Bear Market Has in Store, Part 2


Neu 2008-11-29:

[17:15] Marc Faber hat auch etwas verloren:

Blick: Das Börsentief könnte erreicht sein

Investmentguru Marc Faber rechnet mit einer Erholung der Börse. Doch der Kollaps der Realwirtschaft kommt erst noch.

Faber zum Bonusverzicht der UBS-Chefs: «In einem Katastrophenjahr wie 2008 auf den Bonus zu verzichten, ist kein grosses Opfer. Die UBS-Chefs haben ihre Sorgfaltspflicht verletzt. Sie sollten zumindest mit einem Berufsverbot auf Lebenszeit belegt werden. Hier sind die USA viel härter.»

Faber zu den eigenen Verlusten: «Auf meinen Aktien habe ich 40 Prozent verloren, ich halte aber nur acht Prozent meines Vermögens in Aktien. Mit Partnern besitze ich zudem eine Investmentfirma in Vietnam. Vor ein paar Jahren war sie 300 Millionen Dollar wert, heute nur noch einen Zehntel.»

Marc Faber zum Rotlichtmilieu: «Als ich vor 40 Jahren in Zürich ­studierte, kostete eine Prostituierte 100 Franken. So viel zahlt man noch heute – und erhält ein Hotelzimmer dazu. Inflationsbereinigt ist das eine gigantische Deflation.» :


Neu 2008-11-28:

[11:30] Etwas zum Kondratieff-Zyklus:

GlobalResearch: Nikolai Kondratiev's "Long Wave": The Mirror of the Global Economic Crisis

Despite all efforts undertaken by ECB Chair Jean-Claude Trichet and Federal Reserve Chairman Ben Bernanke, positive changes are not achieved. The global economy has to pass through a period of "reloading", getting rid of the over-accumulated capital through its massive devaluation in the process of an inevitable and lengthy recession. Devaluation of the monetary capital is likely to proceed through a chain of financial crashes, triggering the third default of the US dollar (as it happened in 1920-1930s and in 1970s). Thus, the global economy is going to be shaken many times, and the current crisis is only a shot across the bow, warning of major events to arrive in the following years. The global economy is likely to reach the lowest point at the end of the declining phase of the fifth K-cycle, in 2012-2015.

Übersetzt: der Tiefpunkt der Krise wird zwischen 2012 und 2015 sein.


Neu 2008-11-26:

[18:15] Finanzkrisen gab es auch schon im alten Rom:

Handelsblatt: Als die Weltmacht in die Finanzkrise rutschte

Wie sich die Bilder gleichen: Vor zwei Jahrtausenden wurde Rom, das Zentrum der antiken Welt, von einer schweren Finanzkrise erschüttert, die an den Immobilienmärkten ihren Ausgang nahm. Die antike Supermacht reagierte mit einer drastischen Rettungsmaßnahme.

Diese Krisen waren nicht so verschieden zu unseren. Nur Derivate und Computer gab es nicht. Dafür immense Immobilien-Verschuldung.

Auch das "Lösungsmittel" war bereits bekannt: Krieg.


Neu 2008-11-25:

[18:00] Phasen der Rezession:

BernerZeitung: Die fünf Brücken der Rezession

Interessant.

[20:00] Hier eine bessere Variante: The Five Stages of Collapse


Neu 2008-11-23:

[6:15] Aus die NZZ sieht schon die Depression:

NZZ: Es fällt ein Kurs nach nirgendwo

Damit hat die Dynamik des Abschwungs aus markttechnischer Sicht das Niveau der grossen Depression erreicht. Auch andere Zahlen geben Anlass für pures Grauen.


Neu 2008-11-20:

[11:00] Jetzt geht es auch dem Dow an den Kragen - 7500:

Die richtigen Aktien-Abstürze kommen inzwischen.

[14:30] Der Staat ist machtlos:

Welt: Rezession frisst sich durch alle Branchenread!

Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz sieht für die Konjunktur schwarz. Seine düstere Prognose: Immer mehr Branchen werden in den Strudel der Finanzkrise geraten. „Eine solche Rezession, in die Deutschland jetzt hereinschliddert, frisst sich durch das System durch", sagte der Forscher. Die Situation ist ohne Beispiel, der Staat weitgehend machtlos.

Ein "Wirtschaftsweiser" scheint jetzt weise geworden zu sein. Die Krise ist ohne Beispiel - richtig, es ist der Kondtratieff-Winter.


Neu 2008-11-19:

[22:00] Dow unter 8000:

Offenbar sind die Verkäufe, speziell von Hedge Fonds jetzt so gross, dass das PPT mit der Rettung nicht mehr nachkommt.


Neu 2008-11-17:

[20:00] Was uns ins Haus steht - die 5 Stufen des Kollaps:

Dmitry Orlov: The Five Stages of Collapse

Hello, everyone! The talk you are about to hear is the result of a lengthy process on my part. My specialty is in thinking about and, unfortunately, predicting collapse. My method is based on comparison: I watched the Soviet Union collapse, and, since I am also familiar with the details of the situation in the United States, I can make comparisons between these two failed superpowers.

Von jemand, der den Sowjet-Kollaps erlebt hat.


Neu 2008-11-14:

[11:00] Die "Superheiligen Kühe" beginnen zu straucheln:

DasGelbeForum: Eurointelligence/Financial Times: 10-year Bund-auction flopped
FT: Bonds caught between supply surge and deflation

For any government looking to raise money in the capital markets in the next few months, there was an ominous development in Germany this week.

A German 10-year bond auction failed - something more or less unheard of until this year - as cash-strapped banks and investors snubbed the government offering.

Sowohl der Bund als auch der Treasury-Bond hatten schlechte Auktionen. Jetzt wird es interessant. Noch einige solche Autionen und auch diese Kühe sind geschlachtet.


Neu 2008-11-12:

[18:00] Kunstmarkt bricht ein:

Yahoo: Die Kunstmarkt-Blase platzt

Die Atmosphäre auf der Londoner Frieze Art Fair für zeitgenössische Kunst war kühl. Bei den Auktionshäusern Christie's und Sotheby's bleiben die Bieter aus. Die Erlöse lagen zuletzt rund ein Drittel unter den Erwartungen, viele Werke fanden gar keinen Käufer. Selbst Andy Warhols farbige Totenschädel konnten die düstere Stimmung nicht heben. Die Finanzkrise hat den Kunstmarkt erfasst und den Boom der vergangenen Jahre gestoppt, der Gemälde und Skulpturen zu einem «Must Have» für die Reichen dieser Welt werden ließ. Diesen Artikel weiter lesen

 

[17:00] Die Firmenpleiten kommen:

FTD: Firmen können Schulden nicht bedienen

Die Rezession wirft ihre Schatten voraus: Mehr und mehr Unternehmen, die von Private-Equity-Gesellschaften gekauft wurden, können laut einer Studie ihre Schulden nicht mehr fristgerecht zurückzahlen. Die Gefahr von Pleiten wächst.


Neu 2008-11-11:

[22:00] Das Kredit-System ist nicht mehr wiederzubeleben:

Krassimir Petrov: THE TENTACLES OF THE CREDIT CRISIS

Finally there is a 100% consensus between economists, experts, journalists, and government officials that restoring interbank lending will restore the stability of the financial system and will reignite economic growth. Too bad, the consensus has gotten again all wrong. This is a pure myth and nothing can be further from the truth.

No amount of interbank lending and liquidity injections will revive most of the markets for various financial instruments. No amount of monetary and fiscal policy can resurrect genuine productive lending in the economy. The tentacles of the Credit Crisis have spread to every sector of the financial markets. The “Real Estate Economy” is dead; the “Financial Economy” is dead; the “Consumer Economy” is dying; and the “Service Economy” is dying. Enter the Depression Economy! Or shall we say, “Enter the Zimbabwe Economy”!?


Neu 2008-11-10:

[17:00] Ein Mann, der 2 Depressionen erlebt:

Richard Russel: The never-ending search for gold

Afterwards, Ryan turned to me and said, "I didn't know you could be so tough, Dad." I
replied, "Hey, I'm a Depression baby. There aren't many people alive today who have seen
what I've seen." Ryan asked, "Do you think we're going to have another depression?" I
thought a minute and replied, "Yeah, I think we're seeing the start of it now." Which is
exactly what I think.


Neu 2008-11-08:

[17:45] Wo schwimmen die Hedge-Fond-Leichen?

MMnews: 5000 Hedgefonds Pleite?
Handelsblatt: Krise der Hedge-Fonds wird immer bedrohlicher

Hedgefonds-Krise wird immer bedrohlicher. Die hochspekulativen Investment Vehikel stehen vor der Pleite. 5000 Hedgefonds vor dem Aus?

 

[10:30] Aus dem Midas vom 7.11.:

A few myths dispelled.

1.The credit crunch is "well contained"

2. The consumer is in great shape and will prevent us from entering a recession.

3. Real Estate is a great investment, it never goes down.

4. Commercial real estate is different from housing, thus it remains immune to the credit crunch.

5. The Fed is going to lower rates, "the Fed will save us".

6. Inflation and unemployment are low, thus stocks are cheap.

7. My money is safe, it's in the bank and FDIC insured.

8. We have no funding problems. [Bear Stearns, Lehman, Merrill, Morgan Stanley, Goldman]

9. We don't have funding problems like those cowboy investments banks do. [WAMU, National City, etc.]

10. We have strict underwriting standards and are well capitalized. [AIG]

11. Our portfolio only contains AAA rated securities, we're safe.

12. These securities are AAA. [Moodys, S+P, Fitch]

13. The banking system is sound. [Bernanke, Paulson, Bair, Cox]

14. Derivatives are an excellent method of spreading risk [Greenie]

15. Ft. Knox is full of Gold [anonymous]

Wer glaubt noch diese Lügen?

The world has changed, no one will admit it.

To all; the news today centered on the horrible jobs report early http://biz.yahoo.com/ap/081107/financial_meltdown.html then the news from both Ford and General Motors. http://biz.yahoo.com/ap/081107/earns_ford.html To really understand the situation with the auto companies one only has to look at their market capitalization's. Ford and GM have a combined market cap under $8 Billion, they have just about shrunk to zero. The president of GM was on CNBC and said it was imperative that the government loan the industry $ Billions to survive.

It is clear that the entire global economy has gone into free fall over the last 30-60 days. What has happened can be best described as a light switch. It has been turned "off". The world has become accustomed to running on credit, cheap abundant easy credit. The interruption in credit has set off chain reactions that spread to the four corners of the earth. The world has completely changed yet no one wants to talk about it. Every industry in every country wants and needs a "bailout" to get them through until things return to normal. I've got news for the society of ostriches with their heads buried in the sand, WE'RE NOT EVER GOING BACK TO THE WAY THINGS WERE!

Everything was built on credit and this entire convulsion of panic has been about lack of credit, quality of credit, and the resulting [in]solvency of credit. The credit system grew and grew until it reached "debt saturation". It grew solely by the use of additional credit that was based on a currency that was based on absolutely nothing. These recent bailouts are predicated on saving or continuing the present system. Let's take a look at the auto industry and after reading this piece apply the same logic to other industries. The car makers have spent literally 60 years building a white elephant, and not because cars are out of mode or the public doesn't want new cars. No, the auto industry has spent years embedding fixed overhead. They negotiated contracts with the UAW locking in salaries, health, and retirement benefits that are not competitive globally. They've borrowed and mortgaged all their assets betting that the credit system would continue forever. They gave $10,000 discounts, 0% loans, 6 and 7 year loans etc. constantly trying to stay ahead of where they are now, BANKRUPT! A system has been put in place that cannot possibly make a profit if the world lives within it's means.

In a bankruptcy the company or industry [in this case the entire world] reorganizes. They reorganize to change contracts, debts, and other obligations so that they are affordable and make sense economically. Globally, the US is no longer competitive with the rest of the world in scores of industries. The upcoming Bretton Woods II will be about the restructuring of the entire global financial system. The status quo, the one that we have been enduring for the last 15 months was "voted" out beginning in September.

EVERYTHING needs to be "revalued" so that the global economic system can go forward with values that make sense. Currencies, real estate, interest rates, incomes, insurance costs, taxes, equity and bond prices, commodity prices, energy, labor prices, EVERYTHING.

The world has changed and no one in the US wants to admit it, that should have been the title. The rest of the world understands the changes that have happened and must happen. The rest of the world understands that it makes no sense at all to have the unbacked fiat currency of a bankrupt nation as their "reserve" currency. The rest of the world has discontinued their purchases of Dollars as reserves since August because they understand that the music has stopped and it's game over. We know it [we don't want to admit it], they know it [they are calling us on the carpet], and either a revaluation is agreed to by all parties at Bretton Woods II or Mother Nature will do her work. It will be painful either way, but if left to Mother Nature we have over sixty years of trying to fool her [and ourselves] to atone for. Regards, Bill H.


Neu 2008-11-04:

[11:00] Schlimmer als die Grosse Depression:

Krassimir Petrov: WORSE THAN THE GREAT DEPRESSION

Based on indicators like (1) global real estate overvaluation, (2) indebtedness, (3) leverage, (4) outstanding derivatives, (5) global bubbles, and (6) the precariousness of the global monetary system, I would argue that the accumulated imbalances in the current period surpass significantly those preceding the Great Depression. I therefore conclude that the coming U.S. (and possibly) global depression will be of greater magnitude than the Great Depression of the 1930s. It likely suggests that we are entering a historic period that will likely be known as The Greater Depression.

Dieser Autor ist mit seiner Meinung nicht allein und er wird recht behalten.
 

[9:45] US-Bailout funktioniert nicht am Immobilienmarkt:

DasGelbeForum: Der 700 Mrd USD Bailout funktioniert NICHT auf dem US Hausmarkt: siehe ABX Indizes

Hallo Freunde, ich beobachte nach wie vor die Markit ABX Indizes. Nachdem sich beim Paulson Bailout Anfang Oktober sowas wie ein Silberstreif am Horizont angedeutet hatte, sieht es jetzt die Tage düsterer aus als je zu vor. Was sagt uns das? Der Bailout funktioniert auf dem so wichtigen Treiber der ganzen Krise, dem US Hausmarkt, NICHT. Und zwar weder im Subprime noch im Alt-A noch im PRIME Sektor.

Ist denen vermutlich egal, solange den Bankern die Boni gerettet werden. Die US-Realwirtschaft kollabiert ohnehin.

PS: JP Morgan hat die Foreclosures eingestellt. Offenbar weiss man nicht mehr wohin mit den vielen eingezogenen Häusern.
 

[14:30] Brutaleinbrücke am US und spanischen Automarkt:

Welt: BMW kürzt Produktion nach Gewinneinbruch
FTD: Schlimmster Auto-Oktober seit dem Krieg

Die Absatzkrise hat BMW voll erwischt: Der Gewinn des deutschen Autobauers ist überraschend stark zusammengeschmolzen, die Produktion soll deswegen weiter verringert werden. Auch aus den USA und Spanien kommen katastrophale Zahlen – die dortigen Automärkte erlebten den schlimmsten Monat seit Jahrzehnten.

Es wird noch viel ärger, wenn es gar keine Autokredite mehr gibt.

Man sieht hier: durch die Kreditkrise wird jetzt die Realwirtschaft buchstäblich zerrieben, speziell alles, was bisher auf Kredit gekauft wurde - wie Autos.

Die ganze Zulieferkette ist betroffen: BMW Steyr: Hoffen auf Flexibilität statt Kündigungen


Neu 2008-11-02:

[15:30] Während Alan Greenspan geschlafen hat:

Bloomberg: Greenspan Slept as Off-Books Debt Escaped Scrutiny

Today, a road snakes from the foreclosed homes of California and Ohio to the capital cities of Europe, where politicians and bankers have struggled to contain a widening credit crisis by pumping hundreds of billions of euros into the financial system. The road was paved with decisions like ones by FASB that allowed banks to keep shifting assets into blind spots outside the view of shareholders and industry overseers.

 

[14:30] Mark Faber über Währungen und Staaten:

WIWO: Wirtschaftlicher Selbstmord

Investmentguru Marc Faber über die Turbulenzen an den Finanzmärkten, die Auswirkungen auf die Schwellenländer und seine Krisenanlagestrategie.

Die einzige Blase, die in Amerika noch nicht geplatzt ist, sind die Zinsen auf Staatsobligationen. Weil die öffentlichen Defizite so stark steigen, dürften die Zinsen auf US-Staatsanleihen wegen Inflationsbefürchtungen und Kreditängsten ebenfalls anziehen.

Zunächst werden wir deflationäre Tendenzen sehen. Häuser sind billiger, Aktien und Rohstoffe auch – und die Banken kürzen überall die Kredite. Aber Regierungen und Zentralbanken stopfen ohne Ende Liquidität ins System. Das ist grauenhaft. Wozu so etwas führen kann, sieht man in Simbabwe: in eine Depression mit Hyperinflation.

Der Dollar ist eigentlich eine beschissene Währung, aber die anderen Währungen sind eben noch beschissener.

Amen! Auch er sieht mittelfristig die Hyperinflation kommen.


Neu 2008-10-31:

[19:45] Länder und Währungen fallen wie Blätter im Herbst:

NZZ: Das Währungs-Chaos birgt grosse Gefahren

Kartenhäuser fallen zusammen
Währungskrisen in Emerging Markets sind freilich nichts Neues. Besonders in Asien und Lateinamerika hat man sich in den letzten dreissig Jahren daran gewöhnt. Doch diesmal ist die Konstellation anders. Zahlreiche aufstrebende Märkte wie etwa Brasilien, Indien oder Südkorea sind in den vergangenen Jahren zu beliebten Anlagedestinationen geworden. Das starke Wachstum, die robuste industrielle Produktion und nicht zuletzt der Reichtum an Rohwaren (in Brasilien) haben sowohl die Währung als auch den lokalen Aktienmarkt hochgetrieben. Bis vor kurzem ist man an der Wall Street davon ausgegangen, dass die Probleme in den USA zwar nicht unbemerkt an den Emerging Markets vorbeigehen werden, doch die Märkte galten als sicher. Ungleich früheren Finanzkrisen hatte man das Gefühl, der Markt in Brasilien zum Beispiel sei robust und selbständig genug, um dem kommenden Sturm standzuhalten

Bald kommt die Krise auch in den "Kern": USA und Euro. Dann hilft mur mehr Gold


Neu 2008-10-29:

[15:30] Interessantes Zukunfts-Szenario:

be24: 1. Deflation. 2. Depression 3. Stagflation 4. Währungsreform...?

So oder so ähnlich könnte die Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren aussehen. Billigen Sie diesem Szenario zumindest eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10% oder höher zu, müssen Sie JETZT handeln: Tauschen Sie Teile ihres vorhandenen Papiergeldes in physisches Gold und Silber zu gleichen Teilen um. Auf andere Edelmetalle wie Palladium und Platin kann verzichtet werden. Sie haben dabei wenig zu verlieren und viel zu gewinnen:

Liegt auch auf meiner Linie, aber mit praktisch aboluter Wahrscheinlichkeit. Details lassen sich nicht genau sagen.

 

[16:00] Junk-Bonds werden gerade total vernichtet:

Debttonation: The next big shoe to fall…..

24% Zinsen im Durchschnitt für Junk-Bonds in Europa. Massenpleiten müssen folgen.
 


Neu 2008-10-28:

[18:15] Ist Goldman Sachs pleite?

Aus dem Midas vom 17.10.:

To all; just a couple of observations. I woke up this morning to read that Lloyd Blankfien of Goldman Sachs approached the CEO of Citigroup several weeks ago with the proposal that Citi would buy Goldman. First off, my perception of Citi's health is like watching "the night of the living dead", ie a breathing zombie. My second thought was WOW, Goldman must really be on the edge of the abyss.

I'm sure they were/are close, but my first thoughts were "how could they have put themselves in front of the credit crunch freight train and not profited from all the inside knowledge from their Treasury plants"? After only a little more thought, the really scary part hit me, Goldman was standing in front of the freight train because Treasury didn't even know it was coming! How comforting.

The other oddity this morning was how many "technical analysts" were paraded by CNBC this morning. They all, each and every one was calling the bottom near. Yes we are surely more oversold than anytime I can remember with the possible exception of 1987, however I don't think that technicals have a place currently. I say this because it has now become every man for himself and not even the Treasury or Fed has a clue on a day to day basis. I don't think technical analysis will prove very useful throughout the remainder of this train wreck. We could rally at any moment or just as likely panic, there is no way to tell. Fundamentals have got to be your charts going forward as this episode will end with true value shining and false values smoldering.

As for values, the best performing real asset so far has been Gold, the worst performing stock sector has been Gold and Silver miners. In fact, many PM miners are trading back to the levels they were when Gold was $300-$350 per ounce. This anomaly will either end with Gold collapsing or the shares exploding from here.

Since the world has created north of $3 Trillion dollars of cash/credit in the last 90 days, I do not expect Gold to collapse, in fact I do think that a good portion of the world has already caught on as evidenced by the huge physical demand. I also think that foreign governments understand that a reflation must occur and very soon. The Bretton Woods meeting will surely stumble and bumble and be opposed by the US, however the world is the banker and the US is the debtor. We can't tell the world "it's our currency but it's your problem". It won't work this time. The world is serious and does have Gold reserves that they can reflate their balance sheets with. I believe it doubtful that the US has or has had for many years the Gold that we claim. I guess we will find out shortly in the biggest poker "call" of all time. Regards, Bill H.

Alle Kontakte in das US-Finanzministerium haben GS offensichtlich nicht geholfen. Folglich schliesst der Autor, dass selbst Hank Paulson und sein Ministerium von der Krise überrascht wurden.

 

[12:45] Neue Geldvernichtungs-Statistik:

Handelsblatt: 2,2 Billionen Euro durch Finanzkrise vernichtet

Nach Berechnungen der Bank von England hat die weltweite Finanzkrise inzwischen zu Verlusten von 2,2 Billionen Euro geführt. In Berlin trifft Bundekanzlerin Angela Merkel am Dienstag erstmals die Expertenkommission, die Vorschläge zur Reform der internationalen Finanzmärkte erarbeiten soll.

Die realen Zahlen dürften bald 10 mal so hoch sein.


Neu 2008-10-27:

[20:30] Die 3. Phase der Krise beginnt - Staatenpleiten:

Welt: Krise erfasst immer mehr Staaten – Kommt Plan C

Was als Immobilienkrise in den USA begann, sich dann in der globalen Bankenwelt wie eine Seuche ausbreitete, erreicht nun souveräne Staaten. Ungarn und die Ukraine wollen jetzt vom Internationalen Währungsfonds gestützt werden. Und auch Euroländer zittern.

 

[7:30] Das Aktien-Gemetzel geht heute wohl wieder weiter:

Welt: Japanischer Leitindex fällt auf 25-Jahres-Tief

Es sind harte Wochen für die japanische Wirtschaft: Der Nikkei-Index ist am Morgen auf den tiefsten Stand seit mehr als 25 Jahren gefallen – nach zuletzt schlechten Geschäftszahlen aus der japanischen Industrie. Und die Situation spitzt sich zu: Der Yen befindet sich im Höhenflug, belastet die Exportnation enorm.

Der Yen-Carry-Trade wird auch rückabgewickelt. Ein Zeichen dass Hedge-Fonds aussteigen und Yen-Kredite zurückzahlen.


Neu 2008-10-26:

[12:00] The Next One, please:

BerlinerKurier: Welches Land geht als nächstes pleite?

Die DDR war 1989 in einer ähnlichen Lage

Die Bankenkrise wird immer schlimmer. Panik und Angst breiten sich weltweit aus. Was kommt als nächstes? Droht jetzt auch großen Staaten der Bankrott? In Island wurde bereits die Staatspleite erklärt. Die Insel bekommt jetzt 1,56 Milliarden Euro Kredit vom Währungsfonds IWF plus eine Soforthilfe von 600 Millionen Euro. Aber kann das dem Land noch helfen? So vieles ging schon kaputt:

-Die Währung verfällt. Islands Krone verlor seit Januar die Hälfte ihres Wertes.

-Banken gehen pleite. Die drei größten Banken des Landes meldeten Konkurs an.

-Die Importe fallen aus, weil kein Geld mehr zum Bezahlen da ist. Dafür wird jetzt der IWF-Kredit gebraucht.

In ähnlicher Lage befinden sich inzwischen auch Brasilien, Argentinien, Pakistan, Ukraine, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland. Und das könnte erst der Anfang sein!

Der Wiener Währungsexperte Walter Eichelburg, der bereits Anfang 2007 den Zusammenbruch der beiden USImmobilienbanken Fannie Mae und Freddie Mac vorhergesagt hatte, sieht nämlich auch die Euro-Zone in Gefahr. „Sie könnte komplett auseinanderfallen“, prophezeit er.


Neu 2008-10-25:

[1030] Jetzt kommen die Zusammenbruchs-Warnungen von ganz Oben:

Spiegel: Steinbrück warnt vor Zusammenbruch des Finanzsystems

Die Finanzkrise wird die Bundesrepublik nach Einschätzung von Peer Steinbrück noch mindestens bis Ende 2009 in Atem halten. Der Finanzminister sieht nach wie vor die Gefahr eines Kollaps des Finanzsystems Experten sagen Deutschland im kommenden Jahr eine schwere Rezession voraus.


Neu 2008-10-24:

[17:30] Der Aktien-Freitag - ganz schön schwarz:

Spiegel: Dow Jones bricht drastisch ein

Die Wall Street gerät in den Abwärtssog der europäischen Börsen: Der Dow Jones büßt zeitweise über 400 Punkte ein. Zuvor hatte der Dax bereits massive Verluste verbucht.

 

Was Joes Ökonomen prognostizieren: Deutsche Bank prognostiziert schlimmste Rezession seit den Dreißigern

Realität kehrt schön langsam ein.

[21:00] Die 1930er Jahre Depression kommt auch schon: Düstere Rück- und Ausblicke


Neu 2008-10-23:

[22:30] Existentielle Hedgefond-Krise?

MMNews: Börsen ausgesetzt? Finanzmärkte geschlossen?
Telegraph: Thousands of hedge funds to close, says GLG chief Emmanuel Roman

Das Schlimmste kommt noch. Roubini: Panik wird so groß, dass Börsen für zwei Wochen geschlossen werden. Hunderte Hedgefonds in Not. Finanzmärkte schon in den nächsten Tage zu?

Der Hintergrund: Hunderte von Hedgefonds erlitten derzeit Schieflagen. Die Katastrophe droht, wenn diese Fonds ihre Assets verkaufen müssen. Und dieser Zeitpunkt sei nicht mehr weit.

Roubini wörtlich: "Wir haben den Zustanden der völligen Panik erreicht. Es wird eine massive Notverkaufswelle von Hedgefonds geben. Hunderte dieser Fonds werden Pleite gehen".

Auf einer Hedgefondskonferenz in den USA schockierte der Wirtschaftsprofessor die Teilnehmer: "Das systemische Risiko wird größer und größer. Viele Anleger ziehen ihre Gelder aus den Hedgefonds ab. Seien Sie also nicht überrascht, wenn die Regierungen die Finanzmärkte schließen müssen - in den nächsten Tagen"


Neu 2008-10-22:

[21:00] Weltweite Währungskrise:

Welt: Jetzt droht ein weltweites Währungsbeben

Die Finanzkrise erreicht eine neue Dimension: Nach den Aktien- spielen nun auch die Devisenmärkte verrückt. In den vergangenen Wochen hat es eine panikartige Flucht in Dollar und Yen gegeben, Schwellenländer sind die großen Verlierer. Die Situation erinnert an die Asienkrise von 1997.


Neu 2008-10-20:

[11:15] Auch der Pfandbrief ist gestorben:

FTD: Oft kopiert, nie erreicht - plötzlich verschmäht

Seit der Beinahepleite der Hypo Real Estate befindet sich der Markt für Pfandbriefe in einer Schockstarre. Das einstige Erfolgsprodukt steht vor einem beispiellosen Wandel.

Alles geht einmal zu Ende, auch nach 200 Jahren. Wegen idiotischer Bankmanager, die aus Dummheit jedes Risiko eingehen.

 

[7:30] Die Krise in Charts:

CaseyResearch: The Crisis in Pictures

Your Guide to Understanding Why “The Greater Depression” Is Looming Large


Neu 2008-10-19:

[21:00] Die nächste weltweite Systemkrise vor der Tür:

Spiegel: Geplatzte Kreditkartenschulden werden zum nächsten Desaster
MMnews: Kreditkrise 2.Akt: Kreditkartenschulden

Nach den Hypotheken droht nun in den USA ein Debakel bei Kreditkartenschulden. 450 Milliarden Dollar im Feuer.

Nach Ansicht von Beobachtern rollt auf die Welt eine "neue" Kreditkrise zu, welche ähnliche Dimensionen haben könne, wie die Hypothekenkrise bzw. den Derivaten auf entsprechenden Kreditmüll.

Auch dieser Mist wurde securitized und weltweit als Anleihen verkauft. Zeit für einen neuen grossen "Krisenanfall".

Es gibt einen Grund, warum man solche Konsumkredite "non-selfliquidating" nennt. Sie liquidieren sich nicht selbst durch mehr Produktion sondern müssen am Ende abgeschrieben werden. Das geschieht jetzt auf breiter Front.
 

[21:00] ING-Rettung:

Spiegel: Niederländische Bank ING bekommt Zehn-Milliarden-Spritze

Der niederländische Finanzkonzern ING bekommt eine staatliche Kapitalspritze in Höhe von zehn Milliarden Euro. Durch die Maßnahme soll ein weiteres Absinken der Börsenkurse der auch in Deutschland tätigen ING-Gruppe entgegengewirkt werden.

Wieder eine Rettung durch den Staat...
 

[9:30] Autoland unter:

Welt: Autoindustrie kämpft mit dramatischem Abschwung

Die Autoindustrie stellt sich wegen der Absatzkrise in wichtigen Märkten und der Finanzkrise auf schwierige Zeiten ein. Aus Sicht von VW wird die Flaute bis 2010 anhalten. Daimler schließt eine weitere Drosselung der Produktion nicht aus. Laut GM ist der Absatzeinbruch in Europa schlimm wie nie zuvor.


Neu 2008-10-16:

[21:00] Die Lebensversicherungen:

WIWO: Lebensversicherungen und Pensionskassen im Sog der Finanzkrise

Mit der Banken-Pleitewelle drohen Anlegern auch an unvermuteter Stelle Einbußen – bei Lebensversicherungen und Betriebsrenten.

Lebensversicherungen. Statt mit Transparenz zu beruhigen, geht die Branche lieber in Abwehrstellung, nach dem Motto „was der Kunde nicht weiß, lässt ihn nicht misstrauisch werden“.


Neu 2008-10-15:

[22:15] Aktien-Strohfeuer endgültig verglüht - DAX -6.7%, Dow -8%:

Spiegel: Rezessionsangst drückt Dow Jones erneut tief ins Minus

Nervosität an der Wall Street: Der US-Leitindex Dow Jones ist kurz vor Handelsschluss um fast sechs Prozent abgestürzt. Ein pessimistischer Ausblick von US-Notenbankchef Bernanke verschlechterte die Stimmung. Auch der deutsche Aktienmarkt musste Verluste verkraften.

Und heute ist erst Mittwoch, 2 Tage nach dem Strohfeuer am Montag. Was kommt Donnerstag und Freitag?


Neu 2008-10-12:

[17:15] Die nächsten Staaten für den Pleitegeier:

Telegraph: Countries at risk of bankruptcy from Pakistan to Baltics

There are mounting fears that Ukraine, Kazakhstan, and Argentina could all now slide into a downward spiral towards bankruptcy, while western banks exposed to property bubble across Eastern Europe have seen their share price crushed.


Neu 2008-10-10:

[10:30] Börse Wien ist schon zu:

Presse: ATX setzt Handel bis Mittag aus, DAX stürzt zur Eröffnung ab

Einige Aktien des ATX verloren vor Börse-Eröffnung über zehn Prozent und wurden aus dem Handel genommen. Die Wiener Börse öffnet voraussichtlich erst zu Mittag. Der DAX verlor in den ersten Handels-Minuten über zehn Prozent.

Wie lange halten die Deutschen noch durch?


Neu 2008-10-09:

Die CDS als Gesundheits-Barometer: Die Hit-Liste der Problem-Banken

Der MS und der Primus am Schwächsten - interessant.
 

[12:30] Der Pleitegeier über den Staaten:

FTD: Die Angst vorm Staatsbankrott geht um

Der Fall Island weckt die Sorge vor der Zahlungsunfähigkeit. FTD.de analysiert die größten Risiken für die Industrieländer und beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Staatsbankrott.

Island frisst er nicht zuerst. Er kommt aber überall hin - auch zu uns. Uns wird er vermutlich 2009 fressen.

Hier eines der nächsten Opfer des Geiers - USA: Schuldenuhr platzt aus allen Nähten

Das beschleunigt es noch: US-Finanzminister rechnet mit Bankenpleiten

Aus Bailouts werden Subprime-Staaten: Von den Subprime Hypotheken über die Subprime Banken zu den Subprime Staaten

[13:30] Die Bild-Zeitung auch schon: Kann Deutschland pleite gehen?
 

[18:30] Die Kaupthing-Pleite:

Handelsblatt: Kaupthing: Sparern droht Milliardenschaden

Mit hohen Zinssätzen hat die isländische Kaupthing Bank in den vergangenen Monaten um das Geld deutscher Sparer geworben. Jetzt übernimmt der Staat die Kontrolle. Und für verunsicherte deutsche Kunden ist die Bank erst mal nicht erreichbar.


Neu 2008-10-07:

[17:00] IWF: der Höhepunkt der Ausfälle kommt noch:

Handelsblatt: IWF: Höhepunkt der Ausfälle steht noch bevor

Der IWF rechnet inzwischen mit 1,4 Billionen Dollar - rund 1,03 Billionen Euro - Verlusten durch die Finanzkrise und damit weit mehr als bislang befürchtet. Da der Höhepunkt der Kreditausfälle noch bevorstehe und angesichts der jüngsten Verschärfung der Krise an den Märkten sei ein Anstieg der zu erwartenden Einbußen wahrscheinlich, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten IWF-Bericht. Im April hatte der Fonds die vermuteten Gesamtverluste durch die Krise noch auf 945 Milliarden Dollar beziffert.

 

[13:30] Island tritt in das "Endstadium" ein:

FTD: Island kämpft gegen Zusammenbruch, Island rutscht ins Chaos must read!
Handelsblatt: Dramatische Rettungsaktion für Islands Finanzsystem
MMnews: Island vor Staatsbankrott. Konten eingefroren

Die Bankenkrise droht nun auch das erste Land in die Tiefe zu reißen: Nach der Verstaatlichung der drittgrößten Bank droht Island die Zahlungsunfähigkeit. Die Regierung hat nun ein Rettungspaket angekündigt, der Handel mit isländischen Bankaktien wurde ausgesetzt. Die Währung ist auf Talfahrt.

Die Währung ist an einem Tag um 23% abgestürzt! Das kommt mit solchen "Bankenrettungen". Der Staatsbankrott folgt bald.


Neu 2008-10-06:

[21:00] Schwarzer Aktien-Montag für die PPTs:

Spiegel: Panik erfasst die Börsen - Dow Jones mit historischem Verlust

Der Ausverkauf an den Weltbörsen wird immer schneller: Der US-Leitindex Dow Jones hat zeitweilig über 800 Punkte verloren, mehr als je zuvor. Auch der Dax bricht weg, verliert sieben Prozent - Europas Aktienmärkte sind binnen eines Tages noch nie so rasant gefallen wie heute.

 

[8:45] Sozialhilfe für unfähige Banker

FTD: Hartz IV für blöde Banker

Alles ruft wegen der Finanzkrise: mehr Regulierung! Der Begriff bleibt bislang abstrakt. Das entscheidende Problem ist: Bankmanager handeln total rational, wenn sie Gewinne privatisieren, aber Verluste sozialisieren. Das darf so nicht bleiben. Keine Polemik.


Neu 2008-10-05:

[8:30] "Totalgarantie" auch in Belgien?

FTD: Belgien beruhigt seine Sparer

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche benötigte die Fortis-Bank Stützen vom Staat. Der niederländische Teil ist nun komplett verstaatlicht, die Zukunft in Belgien und Luxemburg offen. Man werde "keinen Sparer im Regen stehen lassen", sagte Belgiens Regierungschef Leterme.

Das bankrotte Belgien scheint nun das 3. Euro-Land zu sein, das alle Spareinlagen garantiert. Das Kennzeichen dieses Landes ist eine schwache Zentralregierung, die keine "Aufregung" verträgt.

Der Euro wird immer mehr zum Toilettenpapier.


Neu 2008-10-04:

Neue Banken-Bailouts:

[14:30] Kommt das Wochenende, kommt der Bailout - Fortis II:

Handelsblatt: Weitere Rettungsaktion für Fortis

Die Regierung in Den Haag hatte am Freitag 16,8 Mrd. Euro gezahlt, um die niederländischen Bank- und Versicherungsaktivitäten von Fortis einschließlich des Anteils an der Bank ABN Amro zu 100 Prozent zu übernehmen. Gemeinsam mit Belgien und Luxemburg hatten die Niederlande bereits eine Woche zuvor 11,2 Mrd. Euro aufgebracht, um jeweils 49 Prozent des Kapitals von Fortis in ihren Ländern zu erwerben.

„Wir mussten erneut handeln“, bekräftigte der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende. Die Rettungsaktion vom vorherigen Wochenende habe „nicht ganz ausgereicht“. Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker sprach laut „Luxemburger Wort“ von einer „strukturellen Konsolidierung dessen, was die Regierungen am vergangenen Wochenende beschlossen haben“.

Sieht nach Fass ohne Boden aus. Warum macht man es nicht gleich wie die Griechen und Iren und garantiert alle Spareinlagen - das kommt sowieso.
 

[14:30] Neue Mega-Bailouts in Deutschland - Landesbanken:

Spiegel: Weiteren deutschen Banken drohen Liquiditätsengpässe

Die Hypo Real Estate ist durch eine staatliche Milliarden-Bürgschaft gerettet, doch Entwarnung bedeutet das nicht: Weitere deutsche Banken müssen nach SPIEGEL-Informationen größere Summen refinanzieren - wer ihnen die mehr als 200 Milliarden Euro leiht, ist völlig offen.

Jetzt kommen wohl die richtigen Summen ans Tageslicht und die Landesbanken in Konkursgefahr. Die alten Vertuschungstricks funktionieren offenbar nicht mehr.


Neu 2008-10-03:

Bankenkrise:

[15:30] Leserzuschrift-DE zu Derivaten:

von cas (Hartgeld-Forum):

Nochmal das Problem mit diesem OTC Derivate Muell...
1. NIEMAND weiss wie OTC struktruriert ist
2. NIEMAND kann die Counterparty [Gegenpartei] EINWANDFREI identifizieren
3. NIEMAND kennt das genaue Volumen bei den jeweiligen Banken/Versicherungen/Firmen/Gemeinden/Kommunen/Krankenkassen usw.
4. NIEMAND weiss WO an den Markten WAS genau an OTC Muell steckt
5. NIEMAND hat auch nur eine Ahnung WIE man den ganzen OTC Muell einen realen Wert gibt
6. NIEMAND traut sich die Verbreitung von neuen OTC Muell zu stoppen!

Wenn NIEMAND ueber den OTC Muell so richtig Bescheid weiss, dann habe ich...

WELTWEITE COUTERPARTY RISK FAILURE POTENZIAL [vor allen Dingen in Europa, Japan und den USA]

Was tue ich dann als ZB zur Abschirmung?

Ich gebe Garantien und uebernehme den OTC Muell!

Wie mache ich das als ZB?
Ich drucke ungehemmt frisches FIAT in ALLEN Fiat Waehrungen!

Was ist die Konsequenz von ungehemmter FIAT Vermehrung?

Inflation/Hyperinflation
Zu Anfang ist die Hyperinflation versteckt und dann kommt es zur offenen Hyperinflation.
aber es ist Scheiss egal was da passiert an den Maerkten.

Hier ist das Problem...
EURO Libor [1 Monat] steht heute auf Allzeithoch von 5.07%.

Das ist der Zinssatz fuer Kredite von Banken untereinander.

Und WARUM ist der Zinssatz so hoch...
die Banken trauen sich nicht wegen dem Counterparty Problem!

``There's a complete breakdown now of credit markets, and there is now a lack of trust in any counterparty, even the safest ones,'' said Nouriel Roubini.
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=a1PWw0Omowag&refer=home

Nachtrag:
"The Libor-OIS spread, a gauge of cash scarcity, jumped to a record."

Die Banken brauchen FIAT. Und zwar schnell und in grossen Mengen!

 

[13:00] Nahe dem Tod:

Süddeutsche: Wenn der Himmel auf den Kopf fällt read!

Den Geldhändlern fehlen derzeit die Worte, um zu beschreiben, was an ihrem Markt los ist: Banken leihen untereinander kein Geld mehr.

Unfassbare Szenen spielen sich derzeit im Herzen des Finanzmarktes ab: dem Geldhandel. Das ist der Ort, an dem sich Banken von anderen Banken Geld leihen oder es bei anderen Instituten anlegen.

Derzeit flimmert das Herz nur noch - der Geldhandel probt die Nahtod-Erfahrung.

Es ist eine Art Bank-Run, der dort stattfindet. Nur stürmen hier nicht die Anleger die Banken und fordern ihr Geld zurück, sondern die Banken jagen selbst Krediten hinterher - und bekommen sie nicht oder nur zu extrem ungünstigen Konditionen.

Die Banken machen also ihre eigenen Bank-Runs, die werden schon wissen warum. Nur uns Schafe möchte man beruhigen.

Der Run auf die Banken:

[14:30] Der Verlust des Glaubens an die "Experten":

Focus: Ich glaube niemandem mehrmust read!

Das Desaster an den Finanzmärkten ist auch ein Totalcrash für vermeintliche Experten. Sie stehen nun auf einer Stufe mit Wahrsagern.

Bei diesen dauerpräsenten Fachleuten handelt es sich um Wirtschaftsforscher, Konjunkturexperten, Analysten, Top-Banker, Finanzpolitiker oder Börsenjournalisten. Wenn man ihnen zuhört oder ihre Interviews liest, könnte man glauben, wenigstens diese zahlenmäßig überschaubare Gruppe versteht, was momentan eigentlich keiner richtig kapiert. Ihre rhetorischen Fähigkeiten sind zumeist beeindruckend. Doch der Erkenntnisgewinn für den Medienkonsumenten bewegt sich etwa auf dem niedrigen Level der aktuellen Aktienkurse. Denn bei näherer Betrachtung entpuppen sich diese vermeintlichen Experten als ratlose Schwafler.

Ratlose Schwafler und Lügner: eine echte Götterdämmerung. Daraus werden allgemeine Bank-Runs gemacht. Man hat die Leute zu lange belogen.

PS: was wirklich los ist, kann man hier auf hartgeld.com nachlesen. Bitte weitersagen.


Neu 2008-10-02:

[16:30] Die Bailout-Euphorie der Medien ebbt ab:

FTD: Finanzkrisen sind die schlimmsten Krisen

Das sogenannte Rettungspaket wird wohl kommen. Doch die Zweifel wachsen, ob es eine harte Landung der US-Konjunktur verhindern kann. Der Währungsfonds vergleicht die aktuelle Krise mit historischen Stressperioden. Das Ergebnis ist erschreckend.


Neu 2008-10-01:

Tag 3 der Horror-Woche:

[21:30] UK - Totalgarantie geplant?

Mail: Brown under pressure to reveal details of his £1.9trillion bank bail-out gamble

Pressure was today mounting on Gordon Brown to clarify his drastic £1.9trillion bank bail-out designed to restore confidence in the City.
Industry leaders have already demanded a clearer outline of a sketchy plan unveiled last night which involves raising the personal savings guarantee to £50,000.

Der ist noch verrückter als die Amerikaner. Das Vorbild war vermutlich Irland.

Leserzuschrift DE - Irland gibt 400 Milliarden-Euro-Bürgschaft für Einlagen:

wie aberwitzig und unsinnig die Einlagengarantien des Staates sind, sieht man am Beispiel Irland, wo der Staat für die Einlagen der Bürger bei den Banken ganz auf die Schnelle eine 400 Milliarden-Euro-Bürgschaft übernommen hat. Das Ganze ist doch völliger Schwachsinn! Jetzt garantieren sich die Bürger über den Staat - und damit quasi sich selbst - ihre Einlagen. Und das in einer Höhe von durchschnittlich ca. 95.000 Euro pro Irländer. Wie solle das denn bitte funktionieren? Sind die Leute wirklich so dämlich (besser: irre) und denken nicht darüber nach? Woher soll das Geld im Ernstfall eigentlich kommen? Darüber sollten sich alle, die ihr Geld noch auf der Bank haben, dringend Gedanken machen - nicht nur in Irland!

[22:00] Die Schweiz auch? UBS, CS: Bern rüstet sich für den Notfall
 

[16:00] Vermutlich bald schlechte Bank-Bilanzen:

Handelsblatt: Gefährliche Marktlage für Europas Banken

Einen schlechteren Stichtag für das Ende des dritten Quartals als den Dienstag hätte es für die europäischen Banken wohl kaum geben können. Eine weitere Welle der Finanzkrise ist mit einer Wucht auf Europa niedergeschlagen, mit der wohl niemand gerechnet hatte. Die Folgen sind ein starkes Misstrauen der Banken untereinander, ein Interbankenzinssatz auf Rekordhoch und ein vorerst gescheiterter US-Rettungsplan. Ein Gemisch, das nichts Gutes verheißt.

Das heisst, wenn sie die nächste Bilanzpräsentation noch erleben. Das Schönrechnen dürfte schwieriger werden.
 

[16:00] Kreditkrise trifft die Firmen:

Bloomberg: Cash-Starved Companies Scrap Dividends, Tap Credit to Survive
FTD: Wie Firmen unter der Finanzkrise leiden
DasGelbeForum: Die heraufziehende Weltrezession

The paralysis in credit markets is changing how U.S. companies do business as banks pull back on loans or make them prohibitively expensive. Some companies are closing plants and stores, postponing takeovers and grabbing any available credit in a fight for survival.


Hanks Bailout:

[21:15] McCain, der Verrückte:

Huffingtonpost: McCain Urges Bush To Spend $1 Trillion On Bailout -- Without Congressional Approval

I'm not making this up. John McCain today urged the Bush Administration -- on more than one occasion -- to immediately and uniliterally spend $1 trillion buying up home mortgages.

I was watching live when he made the proposal this morning, and it seemed like such a staggeringly insane idea that I assumed he couldn't be serious.

"Insane" = verrückt stimmt sicher. Er sieht seine Wahlchancen davonschwimmen.


Neu 2008-09-30:

[21:45] Keine Bank ist mehr sicher:

FTD: Wolfgang Münchau - Keine Bank ist sicher

Mit Ad-hoc-Maßnahmen lässt sich das Finanzsystem nicht retten. Auch Europa benötigt einen Notfallplan. Doch statt ihn vorzubereiten, ist die Politik auf dem besten Weg, aus der Krise eine Katastrophe zu machen.

Der Finanzsektor hat uns eine Krise eingebrockt. Die Politik ist gerade dabei, daraus eine Katastrophe zu machen.

Der Staat macht nur Mist. Also: rette sich jeder selbst.
 

[21:45] Keine Anleihen mehr verkaufbar:

Handelsblatt: Investoren scheuen Firmenbonds

Den Anlegern am Markt für Anleihen von Banken und anderen Unternehmen sind die täglich neuen Hiobsbotschaften im Sog der Bankenkrise zu viel. Immer weniger Bondinvestoren wollen Unternehmensrisiken kaufen. Das hat die Risikoaufschläge auf neue Rekordstände getrieben.

 

[7:30] Die nächste Bank "gerettet" - Dexia:

Spiegel: Dexia-Bank bekommt staatliche Hilfe
ARD: 6,4 Milliarden Euro für Dexia

Die Finanzkrise fordert weitere Opfer in der Bankenbranche: Jetzt gerät der belgische Geldkonzern Dexia an den Rand des Zusammenbruchs. Die Regierung in Brüssel greift ein.

Wie viele solcher Rettungen kann sich das bankrotte Belgien eigentlich noch leisten. Schon der 2. Fall in einer Woche.

[12:30] Jetzt "Generalrettung" für irische Banken: Irland springt für Einlagen der Banken ein
 

[11:00] Bank in Island "gerettet":

Guardian: Iceland takes over Glitnir bank, crown skids

Iceland's government took control of number three Icelandic bank Glitnir on Monday, buying a 75 percent stake for 600 million euros ($878 million), the bank said.
Glitnir said its funding position had deteriorated in recent days due to turmoil on international financial markets leading it to hold talks with Iceland's central bank and to the offer by the government.

Und so weiter....
 

Hanks missglückter Bailout (für sich selbst):

[21:45] Die Medien wollen die "Rettung":

Spiegel: Die ganze Welt hofft auf die zweite Abstimmung

Sie warnen, drohen und flehen: Politiker und Notenbanker weltweit appellieren an den US-Kongress, das vorläufig gescheiterte 700-Milliarden-Dollar-Hilfspaket für die Finanzbranche schnellstmöglich zu verabschieden. Die Börsen reagierten nach dem ersten Schock bemerkenswert robust.

Ein typisches Beispiel von Oberflächlichkeit, Obrigkeitsdenken und Herdentrieb. Genauer schaut kein Medium dahinter.


Neu 2008-09-29:

Eine Banken-Horror-Woche beginnt:

Diesesmal schlägt die Krise in Kontinental-Europa zu.

[20:00] Wenn Milliarden keine Rolle spielen:

Spiegel: Europas Steuerzahler müssen Milliarden für Bankenkrise zahlen

Europa gerät in den Sog der Finanzkrise: Mit Milliardenpaketen verhindern Deutschland, Großbritannien und die Benelux-Staaten den Kollaps weiterer Banken. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger ruft nach einer Not-Zinssenkung. Der Haushaltsausschuss in Berlin beruft eine Krisensitzung ein.

Ist ja nur Steuergeld. Retten werden sie ihr System damit ohnehin nicht.

 

[11:15] B&B verstaatlicht:

Bloomberg: Bradford & Bingley Is Seized; Santander Buys Branches

Bradford & Bingley Plc, the U.K.'s biggest lender to landlords, was seized by the government after the credit crisis shut off funding and competitors refused to buy mortgage loans that customers are struggling to repay.

Banco Santander SA, Spain's biggest lender, will pay 612 million pounds ($1.1 billion) for Bradford & Bingley's 197 branches and 20 billion pounds of deposits, the bank said today in a statement. Bradford & Bingley shares were cancelled before the market opened in London.

Soll heissen: Santander übernimmt die Filialen, die Verluste bleiben beim britischen Staat. Typisch Staat.
 

[7:00] Fortis verstaatlicht:

Spiegel: Benelux-Staaten retten Finanzriesen Fortis mit Milliardenspritze

Dramatische Nothilfe für den europäischen Finanzgiganten Fortis: Die Regierungen von Belgien, Luxemburg und den Niederlanden übernehmen für elf Milliarden Euro große Teile des taumelnden Konzerns. Auch die britische Hypothekenbank B&B steht vor der Verstaatlichung.

Bis zuletzt hat man gelogen: alles ist in Ordnung - und jetzt?
 

[7:00] Hypo Real Estate vor Kollaps:

Handelsblatt: Hypo Real Estate gerät in Schieflage
FTD: Hypo Real Estate droht Kollaps

Alarmsignal für die deutsche Bankenlandschaft: Dem Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate droht nach FTD-Informationen wegen Refinanzierungsproblemen der Kollaps. Damit schlägt die Finanzkrise erstmals massiv auf einen Dax-Konzern durch.


Neu 2008-09-28:

Finanzmärkte/Banken:

[18:30] Wachovia-Kollaps ganz nah:

Spiegel: Investoren sollen US-Großbank Wachovia vor Kollaps retten

Das Rettungspaket für Amerikas Banken ist so gut wie fertig - doch in der Branche herrscht weiter Alarmstimmung. Es gilt als sicher, dass weitere Pleiten folgen, als nächstes könnte es Wachovia treffen, das viertgrößte US-Kreditinstitut. Jetzt werden eilige Gespräche mit Investoren geführt.

Wer sind diese "Investoren"? Heli-Ben hinter JPM?


Neu 2008-09-27:

WaMu-Pleite Nachlese:

[14:45] Damit machen sich die Banker nicht beliebt:

Fox: WaMu Gives New CEO Mega Payout as Bank Fails

Nice work — if you can get fired from it.

That's just what one Alan H. Fishman might have thought when he woke up Friday morning.

Fishman was the new chief executive officer for Washingon Mutual — WaMu — the nation's largest savings and loan, which was taken over Thursday night by federal bank regulators and quickly dumped in a fire sale to JPMorgan Chase for the Wal-Mart-like price of $1.9 billion.

But don't cry for Fishman, who reportedly was sky-high — literally — last night, on a flight from New York to Seattle, when WaMu collapsed. Even though he's only been on the job for less than three weeks, he's bailing out with parachute worth close to $20 million, according to an executive compensation analysis conducted for the New York Times by James F. Reda Associates.

That's right, $20 million for 17 days on the job ... and his company failed.

20 Millionen für 17 Tage Arbeit als CEO bei einer Pleitebank. Das bricht wirklich alle Rekorde - der Unverfrorenheit. Kein Wunder, dass Hank mit seinem Bailout jetzt auf Probleme stösst.


Neu 2008-09-26:

Wer ist der Nächste?

[18:30] Flucht aus Commercial Paper:

Minyanville: Investors Flee Commercial Paper Markets

According to the Wall Street Journal, cash is flowing out of the commercial paper market at an alarming rate. In the past two weeks, the market contracted by $113 billion, the largest amount since last summer when the Federal Reserve was forced to take unprecedented steps to unfreeze credit markets.

Hier wartet eine ähnliche Attacke wie letzte Woche mit den Geldmarkt-Fonds. Gut für Gold, Arbeit für Hank.

[9:00] Ist es GMAC?

FTD: Bangen um Autofinanzierer GMAC

Nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers rätseln Marktteilnehmer, welches Finanzinstitut als nächstes kollabieren könnte. In den Fokus rückt auch der Automobilfinanzierer GMAC. Das wäre auch schlecht für Chrysler.

Wäre eine ordentliche Grosspleite. Auch Wachovia würde eine solche abgeben.

Das Journalismus-Geschäft ist grausam. Kaum ist ein Ereignis wie der WaMu-Untergang passiert, wird schon nach dem nächsten Fall geschaut. Die letzte Pleite kommt dann in die Nachlese.
 

Die Washington Mutual Pleite:

[12:30] Es war der Bank-Run:

Welt: Kunden treiben größte US-Sparkasse in die Pleite

Es ist die größte Bankenpleite in der Geschichte der USA: Die Washington Mutual ist zusammengebrochen. Deren Kunden haben einen Gutteil dazu beigetragen. Sie räumten ihre Konten leer – weil sie das Vertrauen in ihre Bank verloren hatten. Deutsche Sparkassenkunden müssen hingegen keine Angst haben.

 

Hanks Bailout kommt nicht weiter:

[12:30] Widerspenstige Politiker:

Welt: Bushs Krisengipfel bringt Streit statt Rettungsplan
Spiegel: Wie der Wall-Street-Rettungsplan zerfiel

Der 700-Milliarden-Notfallplan der US-Regierung sollte vor Öffnung der New Yorker Börse stehen. Doch die Verhandlungen im Weißen Haus scheiterten an Zweifeln konservativer Republikaner. Jetzt seien die Gräben zwischen den Parteien tiefer als zuvor, heißt es. Präsident Bush sieht die USA vor einer Katastrophe stehen.

Man lässt sich einfach nicht so gerne von einem Möchtegern-Diktator überfahren. Die Märkte werden es heute wohl zeigen.

Ausserdem: welcher Abgeordnete oder Senator will im November wirklich vor die Wähler treten und sich vorwerfen lassen, die Verluste der Banken auf Kosten der Steuerzahler auszugleichen. Die Stimmung dürfte sich gedreht haben.


Neu 2008-09-25:

Die Krise geht weiter :

[16:00] WaMu - der Fall Lehman II:

FTD: Mega-Bausparkasse kämpft ums Überleben

Die Sorge in den USA vor der nächsten Bankenpleite wächst: Washington Mutual, die größte Bausparkasse des Landes, sucht einen Retter - doch Investoren warten ab, wie das Rettungspaket der Regierung aussieht.

Das "Kronjuwel", die Einlagen dürfte schon verdampfen. Genau solche Meldungen erschienen auch ganz kurz vor dem Untergang von Lehman.

Die massenpychologischen Folgen einer WaMu-Pleite wären noch viel drastischer als die der Lehman-Pleite - wegen der vielen Einlagen.
 

[13:30] Die Finanzkrise springt auf Asien über:

FTD: Krisenstimmung greift in Asien um sich

Es ist Zeit dafür geworden.


Neu 2008-09-23:

Die Krise geht weiter:

[20:00] Der Luxus-Konsum geht zurück:

Welt: Finanzkrise erwischt jetzt auch die Modebranche

Die Modebranche dachte, sie sei gegen jede Wirtschaftskrise gewappnet. Doch auch die großen Edelmode-Unternehmen müssen sich auf ein geringeres Wachstum einstellen. WELT ONLINE besucht Nobel-Boutiquen in sechs Weltstädten und siehe da: Der Himmel ist nicht mehr so rosarot wie noch zu Beginn dieses Jahres.

 

Tricky Hank:

[20:30] Auch die Autokonzerne dürfen saugen:

BernerZeitung: Milliardenhilfe auch für US-Autokonzerne

Laut einem Gesetzesentwurf vom Montag, den der US-Kongress noch in dieser Woche verabschieden könnte, sollen die Autokonzerne zur Umstrukturierung zinsgünstige Kredite in Höhe von 25 Milliarden Dollar bekommen. Es wird erwartet, dass auch Präsident George W. Bush das zustimmungspflichtige Paket durchwinken wird.

Das mit 10s of Trillions dürfte bald wahr werden. Willkommen in der Hyperinflation.


Neu 2008-09-21:

Hanks Bailout-Trick:

Das war nichts weiter, als eine neue Markt-Manipulation, um noch über das Wochenende zu kommen.

[19:00] Wohin der Bailout führt - in die Hyperinflation:

Rick Ackerman: Why Mega-Bailout Is Destined to Fail

Resolution Trust Corp II will buy the government some time – if only to pray – but there are some powerful reasons why the plan is likely to fail.

Gold Bugs, Take Heed!
In the meantime, one barely mentioned aspect of the mega-bailout looks like the go-ahead that gold bugs have been waiting for. We are referring to a provision that would but taxpayer backing behind the money markets. We see this as the first explicit step the government has taken in the direction of hyperinflation. We wouldn’t have much noticed it ourselves, if not for an interview on Fox by Shephard Smith. He was talking on Friday with one of Fox’s cub reporters, a brainless blonde twit who seemed pretty impressed by the Government’s explicit promise to not let a single dollar invested in a money market fund go unreturned. “The government is actually guaranteeing that you can’t lose,” the brainless little twit said. When Smith pressed her for the source of the money to back up that promise, she drew an embarrassing blank. We can be absolutely certain that the news media’s understanding of this crisis will never rise above that of the brainless little blonde twit. And that can only spell opportunity for gold bugs, who understand with perfect clarity where the money would come from.

Ja, das Geld für den Bailout wird gedruckt. Nach Ansicht des Autors der erste explizite Schritt in die Hyperinflation. Die Medien verstehen es nicht, aber die Gold-Bugs schon.
 

[15:00] Das System war am Donnerstag ganz kurz vor dem Meltdown:

NYP: ALMOST ARMAGEDDONread!

The market was 500 trades away from Armageddon on Thursday, traders inside two large custodial banks tell The Post.

And for good reason. By the close of business on Wednesday, $144.5 billion - a record - had been withdrawn. How much money was taken out of money market funds the prior week? Roughly $7.1 billion, according to AMG Data Services.


Neu 2008-09-20:

Der Kollaps kommt trotzdem:

[18:30] Die Spekulation ist zu gross geworden:

Focus: Ökonom Flassbeck warnt vor Kollaps
TAZ: Der absehbare Kollaps

Der Volkswirt und frühere Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Heiner Flassbeck, hat vor einem Zusammenbruch des gesamten Finanzsystems gewarnt. "Es gibt ein großes Systemrisiko", sagte er gegenüber stern.de, der Online-Ausgabe des Hamburger Magazins. "Wir haben einfach jedes Gefühl dafür verloren, was ein kalkulierbares Risiko ist und was nicht." Eine solche Situation könne "extreme Folgen nach sich ziehen".

 

Hanks (Super-) Bailout:

[18:00] Hanks Peanuts:

Handelsblatt: US-Regierung will Banken mit 700 Mrd. Dollar unterstützen

Die Pläne zur Unterstützung des taumelnden Finanzsektors in den USA werden konkret: Die US-Regierung will faule Kredite im Gesamtwert von 700 Mrd. Dollar aufkaufen und die Staatsverschuldunsgrenze um denselben Betrag erhöhen. Nun muss noch der Kongress zustimmen. Die Demokraten haben bereits Kooperationsbereitschaft angekündigt. Analysten begrüßen das Hilfspaket der US-Regierung.

Einen Elefanten hat man angekündigt, eine Maus kommt heraus. Diese $700 Mrd. über 2 Jahre verteilt sind real nur "Peanuts" - fast nichts. Vermutlich würde man die 10fache Summe brauchen um wirklich alle schlechten Papiere aufzukaufen. Oder hat man Angst um den Dollar bekommen?


Neu 2008-09-19:

[18:15] Nur mehr Tage vom totalen Meltdown entfernt?

AP: Key lawmakers promise fast action on bailout

Senate Banking Committee Chairman Chris Dodd says the United States may be "days away from a complete meltdown of our financial system" and Congress is working quickly to prevent that.

Sie geben es also schon zu.
 

[15:45] CDS - der Systemfeind:

Mike Larson: I Have Seen the Enemy, and He is CDS

According to a Fitch Ratings report from last year, the top five counterparties on CDS contracts (as of 2006) were:

Morgan Stanley,
Goldman Sachs,
JPMorgan Chase,
Deutsche Bank, and
ABN Amro.

Dieser Feind frisst jetzt das System. Deswegen hat man ein Bailout von AIG gemacht und vermutlich ein geheimes Bailout von Morgan Stanley. Joe ist auch unter den grössten Anbietern. Und die "Zertfikate-Bank" ABN Amro auch.

[17:40] Bailout wegen dieser Derivate: It's the Derivatives, Stupid! Why Fannie, Freddie, AIG had to be Bailed Out

 

Hank Paulsons Super-RTC:

Geschichte: in der US-Immobilienkrise Ende der 1980er gründete die US-Regierung die "Resolution Trust Corporation" (RTC) die den pleite gegangen Sparkassen und Banken ihre (Spekulations-) Immobilien abnahm und am Markt verkaufte. Das kostete den US-Staat ca. $200 Mrd.

Seit längerer Zeit existiert wieder ein solcher Plan, diesesmal sollen Papiere übernommen werden. Der Umfang ist um mindestens das 25-fache grösser.

 

[7:30] Der RTC-Plan zur Markt-Manipulation:

FTD: US-Regierung feilt an Mega-Rettungsplan

Nach der dramatischen Zuspitzung der Finanzmarktkrise plant die Bush-Regierung den großen Befreiungsschlag. Offenbar ist der Staat bereit, sämtliche "faulen Kredite" der Banken zu übernehmen. Aber auch der Kongress müsste mitspielen.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die totale Verstaatlichung aller Verluste. In einem rationalen Markt müsste die panikartige Flucht aus dem Dollar einsetzen. Hyper-inflationärer geht es nicht.

Aber es ist ein "Trick-Kaninchen" zur momentanen Markt-Stützung, denn so schnell lässt sich soetwas nicht aufsetzen. Bis dorthin schwimmen noch viele Banken den Hudson River oder den Potomac River hinunter.

 

[16:30] 3 Tln reichen auch nicht: Bankenrettung kommt Steuerzahler teuer
 

[14:45] Man garantiert auch die Geldmarkt-Fonds:

Welt: US-Regierung gibt Garantien für Geldmarktfonds

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat erste Einzelheiten für ein umfassendes Rettungspaket der Finanzbranche bekanntgegeben. In einem ersten Schritt richtet der Staat ein Garantieprogramm für Geldmarktfonds ein. Dazu sollen bis zu 50 Milliarden Dollar bereitgestellt werden.

Der Staat übernimmt also jetzt alle Verluste im Finanzsystem.
 

[17:00] Die Abrechnung bei den US-Staatsanleihen ist offenbar bereits da:

MMnews: US Rentenmarkt implodiert

Nach Berichten über Pläne der US-Regierung zur Stützung der Finanzmärkte sind US-Anleihen am Freitag in sich zusammen gefallen. Die Rendite für zehnjährige Titel sprang von 3,4% auf 3,8% - ein historisch einmaliger Vorgang.

0.4% ist zwar noch nicht viel, aber ein Anfang für den Ausstieg. Wichtiger ist, dass der Goldpreis trotz aller Drückungsversuche wieder hochgeht. 
 

Markt-"Normalisierung":

[20:15] Die PPTs in voller Aktion:

Spiegel: Dax schließt im Plus, US-Börsen gewinnen kräftig

Glimpflicher Ausgang einer Horrorwoche: Die Börsen in den USA und in Europa haben auf die Ankündigung eines Rettungsplans für US-Banken mit starken Kursanstiegen reagiert. Vor allem Banken gewannen an Wert - zum Teil über 50 Prozent.

Genau das wollte man erreichen, eine kurzfristige Kurs-Stützung. Alles andere ist nebensächlich. Da hat man aber kräftig mit Geld nachgteholfen.
 

DasGelbeForum: Euphorie aller Orten?

[17:30] Die Abwärtsspirale:

Welt: Märkte in der verheerenden Abwärtsspirale

An den Märkten herrscht Panik, Rettungsaktionen des Staates verpuffen. Selbst gesunde Banken drohen umzukippen. Wenn sich die Stimmung nicht dreht, wächst die Gefahr einer Weltwirtschaftskrise. Es bleibt nur ein Hoffnungsschimmer: Politiker und Notenbanker haben den Ernst der Lage erkannt.

Niemand kann kann mehr etwas machen, der Meltdown ist da. Irgendwann wird man erkennen, dass die Politik nichts machen kann, dann werden die Politiker und Zentralbanker flüchten müssen, um nicht aufgehängt zu werden.

Wenn die PPTs auch nicht mehr wirken: Zentralbanken ohne Kontrolle


Neu 2008-09-18:

PANIK!

[21:45] Die schlimmste Panik kommt noch:

MarketWatch: The worst is yet to come

Jeffrey Gundlach, chief investment officer at Los Angeles-based mutual-fund company TCW Group Inc., told clients on a conference call late Wednesday that the crisis in credit and housing may not abate for several years and is actually getting worse.

Europe's financial giants are in similar or even worse shape than their U.S. counterparts, Gundlach said, with "substantial exposures to assets which U.S. banks are now getting taken to the woodshed over. I would rate all European banks as not a buy."

Eine Depression dauert normalerweise 3..5 Jahre, diesesmal vermutlich länger.


Neu 2008-09-17:

[6:30] AIG verstaatlicht:

Bloomberg: AIG Gets $85 Billion Fed Loan, Cedes Control to Avert Collapse
Spiegel: US-Notenbank rettet angeschlagene AIG mit Mega-Kredit
FTD: US-Notenbank wendet Katastrophe ab, US-Regierung verstaatlicht AIG

American International Group Inc. avoided the worst financial collapse in history by accepting a rescue that provides an $85 billion loan from the federal government in return for a majority stake.

Die US-Regierung und die amerikanische Notenbank kommen in der Finanzkrise der angeschlagenen AIG mit einem dringend benötigten Mega-Kredit zu Hilfe: Die Fed gibt dem Versicherungsriesen 85 Milliarden Dollar.

Ein Konkurs von AIG wäre also eine zu grosse Bombe gewesen. Die "Katastrophe" wie die FTD es beschreibt, Lehman war dagegen "Peanuts". Jetzt besitzt die US-Regierung diese Derivaten-Bombe, die trotzdem einmal hochgehen wird:

"Wenn AIG fällt, fallen wir alle", sagte ein Händler.

Alle weiteren Bomben wie GM, Ford können jetzt sicher auch zu Uncle Sam kommen. Bin neugierig, wie lange Hanks "Dollar-Hebung" jetzt noch hält.

 

[16:00] Weitere "Pleite"-Banken:

[19:15] Libor schiesst hoch: Money-Market Rates Double Amid Global Credit Seizure

Das "Vertrauen" unter den Banken scheint 0 zu sein. USD-Libor 6.44%

[19:15] Insider-Information: UBS am Sterbebett.

[21:15] WaMu - die Sache wird ernst: Washington Mutual - US-Behörden suchen Käufer

Leiche am Freitag?

[20:00] Die nächste Investment-Bank ist dran - Morgan Stanley:

Handelsblatt: Wall Street bangt um Morgan Stanley

Sorgen vor einer weiteren Verschärfung der Finanzkrise haben die US-Börsen am Mittwoch erneut absacken lassen. Händler befürchteten, dass die Rettungsaktion der US-Regierung für den US-Versicherer AIG nicht ausreicht, um den Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten Einhalt zu gebieten. In New York wuchs die Angst, dass die US-Investmentbank Morgan Stanley ebenfalls zusammenbrechen könnte.

Dabei haben sie eben noch einen schönen Gewinn ausgewiesen. Eine Luftnummer? wahrscheinlich.

Dann gibt es nur mehr 2: den Primus (GS) und den Gott (JPM) der Wall Street.

[16:00] Die britische HBOS ist dran:

Spiegel: Angeschlagene Großbank HBOS sucht Retter

Gerade ist der Versicherungsriese AIG gerettet - da droht schon der nächste Zusammenbruch: Möglicherweise hat die britische Großbank HBOS Liquiditätsprobleme. Laut BBC verhandelt der Konzern mit dem Wettbewerber Lloyds über einen Zusammenschluss.

"Man sei eine starke finanzielle Institution mit beträchtlichen Kapitalressourcen, sagte ein HBOS-Sprecher."

Dieser Brocken ist einiges grösser als Northern Rock. Hier sieht man auch, wie gelogen wird. Bis zur letzten Sekunde.

[16:00] Russische Bank stirbt:

Handelsblatt: Finanzkrise fordert erstes Opfer in Russland

Die Finanzkrise fordert ein erstes Opfer in Russland. Am Mittwoch hat mit der KIT Finance eine russische Investmentbank der zweiten Reihe die weiße Fahne geschwenkt: Das Finanzhaus gab bekannt, seine Verpflichtungen nicht mehr erfüllen zu können. Auch an den Börsen in Moskau geht es weiter turbulent zu. Nach dem größten Kurssturz seit dem großen Kollaps 1998 am Dienstag ist am Mittwoch der gesamte Handel seit 13 Uhr Moskauer Zeit ausgesetzt.

In Moskauer Finanzkreisen machen inzwischen Gerüchte die Runde, dass einige schwerreichen Oligarchen Probleme mit der Refinanzierung ihrer Kredite haben.

Das russische Finanzsystem war schon überreif für einen Crash. Jetzt ist er also da - mit Vehemenz. Putins Panzer haben ihn sicher beschleinigt.

Siehe da, viele Oligarchen sind also doch nicht so "wirklich-reich", sondern waren nur "kredit-reich". Viele Grossyachten und Business-Jets solten jetzt auf den Markt kommen.

[16:30] Auch andere russische Banken in Problemen: Russian Emergency Funding Fails to Halt Stock Rout

[19:30] Merrill-Kauf war versteckter Bailout: Bank of America, Merrill Bailout Disguised as Buyout?

[9:00] Die Systemkrise:

[9:00] Robert Prechter:

EW: Today is Not Like 1929! No, It's Worse

Bob Prechter has explained his view that the U.S. economy is heading for a depression many times over the years. Now, with the Dow in decline and the current meltdown of Fannie Mae, Freddie Mac, and Lehman on the front pages, more people may want to know exactly what Prechter has forecast. Here's a brief Q&A with a reporter, which summarizes his point that what we're heading for will be worse than the Great Depression – and then it will be time to turn bullish.

"The Greater Depression".


Neu 2008-09-16:

[11:00] Lehman-Pleite Nachlese:

FTD: Zertifikaten droht Totalausfall

Privatanleger mit Zertifikaten und Anleihen von Lehman Brothers müssen mit herben Verlusten rechnen. Weil die US-Investmentbank Insolvenz beantragt hat, wird sie vorerst keine Zinszahlungen mehr leisten.

Hinweis an alle Zertifikats-Gläubigen: diese haben nach der Pleite des Emmittenten nur mehr den Heizwert. Sorry, nicht einmal mehr den, denn sie sind heute digital. Aber vielleicht hat jemand die Papier-Prospekte dazu aufbewahrt, die haben noch einen Heizwert.

 

[7:30] Jetzt wird es ernst bei den Aktien:

Spiegel: Dow Jones sackt um mehr als 500 Punkte ab , US-Finanzkrise löst Börsenbeben in Asien aus
FTD: Wie schlimm es die Bankaktien

Horrornachrichten von der Wall Street: Der Dow Jones unter der 11.000-Punkte-Marke, Investmentbank Lehman Brothers pleite, Merrill Lynch notverkauft und Versicherungsriese AIG in Not. US-Finanzminister Paulson wirbt dennoch um Vertrauen. "Unser Bankensystem ist sicher und gesund."

Dramatischer Kurseinbruch an den asiatischen Börsen: Die Finanzkrise in den USA hat nun auch Tokio, Hongkong und Seoul erfasst. Die Verluste waren die schlimmsten seit Jahren, Japans Zentralbank pumpte umgehend eine Milliardensumme in den Markt.

Hank lügt und manipuliert natürlich wie gewohnt weiter, aber diese Kursrückgänge sind signifikant. Sie sind noch kein richtiger Crash. Aber viele in Aktien Investierte werden jetzt aussteigen. Speziell aus allen Finanzaktien, die ja schon bisher massive heruntergeprügelt wurden, gestern noch mehr.

Hanks PPT konnte die wichtige 11000 Punkte-Marke beim Dow nicht halten. Das grosse Aufwachen beginnt jetzt - die grosse Aktien-Crash - Panik kann daher schon heute einsetzen: ein "Black Tuesday"?
 

[11:00] Kollaps des Finanzsystems:

[11:00] Neuordnung des Welt-Finanzsystems:

FTD: IWF sagt Neuordnung des Weltfinanzsystems voraus

Der Internationale Währungsfonds erwartet als Folge der Finanzkrise einen enormen Umbruch im Finanzsektor. "Die Finanzmärkte werden am Ende sowohl mit Blick auf die Strukturen der Märkte als auch auf die Institutionen selbst nicht mehr so sein, wie sie einmal waren", sagte IWF-Vizechef John Lipsky.

Der IWF hat recht: das neue Finanzsystem wird viel kleiner sein und wieder der Realwirtschaft dienen. Die FIRE-Economy wird tot sein.

 

[13:30] Derivate - die wirkliche Gefahr: The Ultimate Wall Street Nightmare

We've lost count of how many times the authorities have virtually sworn on a stack of Bibles that "our financial system is fundamentally sound."

And now do you understand why Mr. Bernanke and Mr. Paulson are probably bluffing?

Don't let them fool you. The Lehman Brothers debacle is a far greater threat than anyone has dared tell you. And if you haven't done so already, you must take the urgent defensive action we've been recommending day after day, week after week.

 

[11:00] Der Todesstoss für AIG:

FAZ: Große Ratingagenturen senken AIG-Bonitätseinstufungen
Welt: Mit AIG taumelt schon der nächste Finanzriese
Spiegel: US-Versicherungsriese AIG droht Pleite

Die drei großen Ratingagenturen Fitch Ratings Service, Standard & Poor's (S&P) und Moody's Investors Service haben allesamt die Bonitätseinstufungen für den US-Versicherer American International Group gesenkt. Zur Begründung verwiesen die Analysten am späten Montagabend unisono auf die schwache Liquiditätssituation des Unternehmens sowie die Befürchtung weiterer Verluste aus hypothekenbesicherten Investitionen. Nach diesen Abstufungen scheint sogar der Fortbestand des Unternehmens in Gefahr.

Genau davor wurde als Indikator für einen baldigen Konkurs von AIG gewarnt. Es geht also bald bei den Versicherungen und den Derivaten rund.


Neu 2008-09-15:

Auf Grund der vielen Ereignisse heute wurde der heutige Eintrag in Themengruppen gegliedert. Neue Einträge jeweils mit Uhrzeit.

[7:00] Die Lehman Insolvenz ist da:

Bloomberg: Lehman Brothers to File for Bankruptcy After Suitors Drop Out
Handelsblatt: Lehman Brothers muss Konkurs beantragen

Lehman Brothers Holdings Inc., once the fourth-largest U.S. investment bank, said it intends to file for bankruptcy after Barclays Plc and Bank of America Corp. abandoned talks to buy the crippled firm.

Lehman, one the biggest underwriter of mortgage-backed securities, plans to file a Chapter 11 petition in the U.S. Bankruptcy Court for the Southern District of New York, the firm in a statement today. The filing will be by the holding company and won't include any of its subsidiaries, Lehman said.

 

[8:00] Ben hat die Geld-Helikopter richtig losgelassen:

Hank und Ben stehen mit Tricks und Geld bereit: US-Notenbank will Finanzmärkte mit Notpaket stützen

GATA: Bernanke launches the money copters to Wall Street.

Fed lowers standards for collateral from primary dealers: http://www.federalreserve.gov/newsevents/press/monetary/20080914a.htm

The collateral for the Term Securities Lending Facility (TSLF) also has been expanded; eligible collateral for Schedule 2 auctions will now include all investment-grade debt securities. Previously, only Treasury securities, agency securities, and AAA-rated mortgage-backed and asset-backed securities could be pledged.

Genau gesagt, Ben nimmt jetzt noch grösseren Mist als zuvor als "Sicherstellung", alles von BBB aufwärts, auch wenn dieses Papier am Markt vielleicht 2% des Nennwertes bringt. Wahrlich geschenktes Geld, abgeworfen über der Wall Street.


Neu 2008-09-13:

Platzende Bubbles-Übersicht:

HF Fandrich: Urknall an Finanzmärkten

Eine Blase nach der anderen platzt. Banken Bankrott. Wie lange kann das Finanzsystem diesen Stress aushalten?

Sehr gute Übersicht über die Bubbles die es gibt und die noch platzen müssen.

Keine Sorge: sie werden alle platzen, egal was getan wird, um sie zu erhalten.


Neu 2008-09-12:

[13:30] Meltdown dieses Wochenende?

24/7-Wall Street: Lehman (LEH), WaMu (WM), And Merrill Lynch (MER): What Next?

In the next day or two, the financial markets could hit their tipping point. It is certainly not beyond the realm of the possible that Lehman (LEH) and Washington Mutual (WM) could fail. Merrill Lynch (MER) is also trading off sharply.

This is what the markets feared in March and April. This month, it may come to pass.

Die Aktienkurse dieser Banken zeigen soetwas an.


Neu 2008-09-11:

[10:15] Marc Faber - Weltrezession:

FAZ: Wir stehen am Beginn einer Weltrezession

Die Aktienmärkte profitieren kurzfristig von der Rettung der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Viele zweifeln jedoch die Nachhaltigkeit der Entwicklung an, auch Marc Faber.

Wie würden Sie sich im Moment als Anleger positionieren?
Das kommt auf den Risikoappetit, den Anlagehorizont, das Einkommen und andere Faktoren an. Ich persönlich halte im Moment nur wenige Aktien, hauptsächlich von asiatischen Unternehmen, die hohe Dividenden zahlen. Meine größte Position ist Gold, auch wenn der Preis kurzfristig wahrscheinlich weiter fallen wird. Gold ist jedoch eine „Versicherungsanlage“. Daneben halte ich neben einigen Immobilien auch kurz laufende Obligationen vor allem im Euro und im Dollar.

Seine grösste Position ist Gold und er geht auch nicht heraus.

Das passt dazu: Der perfekte Sturm


Neu 2008-09-08:

[20:30] Fannie & Freddie CDS-Auslösung:

Bloomberg: Fannie, Freddie Credit-Default Swaps May Be Settled

Investors may be forced to settle contracts protecting more than $1.4 trillion of Fannie Mae and Freddie Mac bonds against default after the U.S. seized control of the companies in a bid to bolster the housing market.

Thirteen ``major'' dealers of credit-default swaps agreed ``unanimously'' that the rescue constitutes a credit event triggering payment or delivery of the companies' bonds

Was ist da wieder verborgen? Die Halter von Credit Default Swaps (Kreditversicherungen, CDS) müssen die CDS zusammen mit den Bonds an die CDS-Aussteller zurückgeben, und bekommen die Versicherungssumme. Das ist wie bei einer Firmenpleite.

Ist das eine Einsammelaktion unter den meist US-Investoren? Wo gehen diese Bonds dann hin? direkt zur Hank Paulson? Normalerweise würden die Investmentbanken nie eine so grosse Zahl davon haben wollen.


Neu 2008-09-03:

[15:45] Private Equity Alarm:

MMnews: Hedgefonds verpuffen: BIZ löst Pleite-Alarm aus

Hedgefonds dürften bald große Probleme bekommen. Den von ihnen übernommenen Unternehmen droht gar das Aus. Laut einer BIZ Studie sind demnächst 500 Mrd. Dollar Kredite fällig.

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ, "Zentralbank der Notenbanken") warnt vor einer Pleitewelle bei von "Private Equity" (PE) übernommenen Firmen.


Neu 2008-09-01:

[15:30] Auch die BIZ warnt wieder:

NZZ: Und nun droht die Konjunkturflaute

Die Aufhellung an den Kreditmärkten nach der Rettung der zahlungsunfähigen US-Bank Bear Stearns Mitte März war von kurzer Dauer. Schon Ende Mai ist es laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich wieder zu steigenden Kredit-Spreads gekommen.

Die sehen also auf die Spreads. Ein guter Indikator.


Neu 2008-08-29:

[20:00] Die teuersten und zweitteuersten 4 Worte der englischen Sprache:

MoneyWeek: The second-most costly four words in the English language

The late great Sir John Templeton warned that the four most expensive words in the English language are "it's different this time."

But in the wake of a bubble popping, you often hear another phrase, which may well qualify as the second-most expensive four words in the English language. And we're hearing it more and more from the property pundits, politicians and City hotshots who stand to lose most from the looming recession.

It's that whiney little mantra, "something must be done!"

Die ersten 4 Worte sind: diesesmal ist es verschieden - das heisst, sie haben aus früheren Fehlern nichts gelernt

De zweiten 4 Worte sind: es muss etwas getan werden - es werden irgendwelche teuren Rettungsmassnahmen gemacht.


Neu 2008-08-27:

[20:00] Es riecht nach Grosser Depression:

Michael Panzner: Now a Very Realistic Possibility

Slowly but surely, a growing number of people -- except equity investors and Wall Street "strategists," many of whom seem to lack the brainpower necessary to figure such things out -- are coming around to the idea that there is something highly unusual about what is happening on Wall Street and Main Street.

Ja, der Geruch ist schon sehr stark.


Neu 2008-08-26:

[17:30] Bank-Abschreibungsliste:

Bloomberg: Banks' Subprime Market-Related Losses, Capital Raised: Table

The following table shows the $503.8 billion in asset writedowns and credit losses at more than 100 of the world's biggest banks and securities firms as well as the $352.5 billion capital raised to cope with them.

Das sind natürlich nur die bisher gemachten Abschreibungen, die realen Verluste sind viel höher.


Neu 2008-08-25:

[7:30] Von Konspirations-Theorien:

MMnews: Game Over?

Hat die US-Notenbank die Kreditkrise hervorgerufen, damit es zur Katastrophe kommt?

Einen anderen Schluss lässt der Lauf der Dinge kaum zu.

Kein verantwortlich Handelnder hätte es so weit kommen lassen. Dass die Katastrophe nun da ist, ist kein Zufall, sondern Konsequenz eines Systems, welches alle Beteiligten mit großer krimineller Energie planten und bis zum Schluss künstlich am Leben hielten. Durch ihr Handeln wurde der Zusammenbruch bewusst und gewollt herbeigeführt.


Neu 2008-08-22:

[20:00] Warren Buffet: Fannie & Freddie Game over:

Bloomberg: Buffett Says Fannie Mae, Freddie Mac `Game Is Over'
Süddeutsche: 225 Milliarden Dollar verzweifelt gesucht

``The game is over'' as independent companies said Buffett, the 77-year-old chairman of Berkshire Hathaway Inc., in an interview on CNBC today. ``They were able to borrow without any of the normal restraints. They had a blank check from the federal government.''

Also Verstaatlichung oder baldiger Untergang. Man wird die Verstaatlichung wählen und damit den Untergang des Staates (kommt etwas später).


Neu 2008-08-18:

[21:00] Junk-Zinsen für Anleihen von Banken:

Mike Shedlock: Banks Scramble To Refinance Long-Term Debt

Last week, financial groups including Citigroup, JPMorgan Chase and American International Group borrowed almost $20bn in new long-term debt, paying some of the highest interest rates ever in order to lock in funding. The wave of refinancing is set to continue for several months as billions of dollars in bank debt come due.

Citigroup sold its 6.5 percent senior notes at a yield of 337.5 basis points more than Treasuries, almost 50 basis points more than what the New York-based bank paid on similar debt four months ago.

AIG sold the 8.25 percent notes after reporting its third- straight quarterly loss. The debt paid a yield of 433 basis points over benchmark rates. On Dec. 7, AIG sold $2.5 billion of 10-year notes at a spread of 180 basis points.

Hier kommt neues Unheil für die Banken. Sie müssen immer höhere Zinsen zahlen, wenn sie ihre auslaufenden Bonds refinanzieren wollen (zurückzahlen können sie diese nicht). Die Zinsen stimmen ja, eigentlich sind diese Banken alle Junk, besser noch "wandelnde Leichen".

Hier noch zwei wahrscheinliche Pleitebanken: Merrill, Wachovia in Danger of Failing: Strategist


Neu 2008-08-17:

[10:30] Wie "Smart" ist dieses Geld?

Gary North: How the Smart Money Lost $1 Trillion, So Far

When the best and the brightest investors in the world lose $500 billion in one year in one market segment – mortgages – this raises a question: What can the rest of us do to keep from losing our shirts?

The smart money was unbelievably stupid money. They stuck their own investors into disasters. They sucked large European banks into disasters.

Jedenfalls nicht besonders "Smart". Das waren alles sogenannte "Geld-Profis".


Neu 2008-08-16:

[10:00] Lehman beginnt zu verschleudern:

NTV: Lehman braucht Geld

Die angeschlagene US-Investmentbank Lehman Brothers verhandelt einem Bericht zufolge über den Verkauf von Wertpapieren und Gewerbeimmobilien im Wert von 40 Mrd. Dollar. Das Geldinstitut wolle die Vermögenswerte entweder im Ganzen oder in Teilen verkaufen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Zuerst UBS und Merrill, jetzt auch Lehman. Die Phase der Vermögens-Verschleuderung bei Banken hat voll eingesetzt. Jetzt sinken die Preise erst richtig.


Neu 2008-08-13:

[14:30] Warum Risiko-Manager bei den Banken nichts zu sagen hatten:

Economist: Confessions of a risk manager
Zeitenwende: Enthüllungen eines Risk-Managers

Besser kann man die Psychologie nicht erklären, die zum Wegschauen auf allen Stufen führte. Die Händler mussten die Budgets erfüllen, die Jahr für Jahr nach oben geschraubt wurden. Zusätzlich winkten noch Boni und Beförderungen. Die Analysten wurden, wenn sie sich nicht geschäftsfördernd verhalten haben, nicht gerade mit Sympathiekundgebungen überschüttet und die Risk-Manager an der Basis waren meist auch noch schlechter bezahlt. Im Artikel des Economist heisst es deshalb auch, dass es oft vorgekommen sei, dass Risk-Manager auf die Tradingseite gewechselt haben aber nie umgekehrt.

Jetzt haben sie wieder etwas zu sagen, aber es ist zu spät.


Neu 2008-08-12:

[12:00] Leserzuschrift-DE - Warnende Stimmen:

Hier eine Liste warnender Stimmen. Hochrangige Persönlichkeiten aus seriösen Quellen. Unter Würdigung der amtsbezogenen Sprachreglements ist man sich hier einig.

Es kracht !

Warnende Stimmen :

Bundespräsident Horst Köhler: „Die Finanzmärkte haben sich zu einem Monster entwickelt, das in die Schranken gewiesen werden muss“. Wir waren nahe dran an einem Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte“, sagte Köhler dem Magazin „Stern“. ( 14.5.2008 Handelsblatt )

Bundespräsident Horst Köhler: „Es findet ein dramatischer Strukturwandel in der Weltwirtschaft statt.“ ( 26.5.2008 Podiumsdiskussion mit Maybritt Illner auf dem 97. Katholikentag, Phoenix )

Ohne das Eingreifen Bernankes wäre das US-Bankensystem bereits kollabiert, meint Jochen Felsenheimer, Kreditstratege bei der Unicredit. ( 14.5.2008 Handelsblatt ) Die US-Zentralbank kämpft um ihr (finanzielles) Überleben. Die Finanzkrise der Monate Januar bis März 2008 wird sich Anfang des Sommers 2008 verstärken und zu schweren Störungen an den Märkten führen. Die Interventionen der US-Zentralbank an den Finanzmärkten bringen die Finanzderivatenbombe (500 Billionen US-Dollar) noch schneller zur Explosion. (europäischer Think-tank LEAP/E2020 )

George Soros: 'We face the most serious recession of our lifetime'. ( telegraph.co.uk )

Warren Buffett hat die Finanzindustrie und insbesondere den Handel mit Derivaten stark kritisiert. " Es kann doch nicht sein, dass Hunderttausende Jobs vernichtet werden, dass ganze Industriezweige in der Realwirtschaft aufgrund von Finanzwetten zugrunde gehen, obwohl sie eigentlich kerngesund sind", sagte er dem SPIEGEL.
Die Rezession in den USA werde "tiefer gehen und länger dauern, als viele denken, sagt Buffett.
Die Konjunkturaussichten im eigenen Land beurteilte Buffett negativer als viele andere Wirtschaftsexperten. ( 24. Mai 2008 Reuters/ Spiegel online )

Die meisten Banker sind Vollidioten. Gier treibt die Finanzbranche an und führt zu höchst zweifelhaften Geschäfts­praktiken. ( Börsen-Guru Marc Faber SonntagsBlick Zeitung Schweiz 1.6.2008 )

Die Welt wird nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean Claude Trichet, bald Zeuge einer nachhaltigen und sehr schweren Marktkorrektur. Für die Zentralbanken bestehe die Aufgabe sich weiterhin auf die Preisstabilität zu konzentrieren. Dies vor allem deshalb, da der derzeitige Inflationsdruck Ähnlichkeiten zu Zeiten des Ölschocks in den 70er-Jahren aufweise. ( Börse go )

Viel Spielraum hat die Fed bei einem auf 2 Prozent gedrückten Zinsniveau nicht mehr. Bleibt die Erholung in diesem Jahr aus, droht die US-Notenbank ihren Einfluss auf die Märkte zu verlieren. Zudem treibt ein Teil des billigen Geldes die Preise an den Rohstoffmärkten. (Manager Magazin)

Der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, hat die Investoren vor verfrühtem Optimismus gewarnt. In einer Rede bezeichnete Bernanke die Situation auf dem Kapitalmarkt als "nicht normal". ( 16.5.2008 FTD )

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten seien noch nicht überstanden, sagt der US-Notenbankchef und rät den Banken zu neuen Finanzreserven. (30.5.2008 diepresse )

Die Börsen hatten die Kreditkrise bis Mitte Mai abgehakt. Kreditexperten sehen darin reinen Zweckoptimismus. Auf den Markt rolle bereits eine zweite, breitere Welle zu. Die Krise habe sich von einer Bankenkrise zu einem Problem für die reale Wirtschaft gewandelt, die von explodierenden Rohstoffpreisen noch verschärft wird. Da rollt noch etwas auf uns zu. Das größte Problem sind die weiterhin fallenden Hauspreise in den USA. Der maßgebliche Case-Shiller-Hauspreisindex ist im Februar erneut um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Eine Bodenbildung sei noch nicht absehbar, teilte das Institut mit. Dies ist nicht nur ein Problem für die Banken, die Immobilienkredite vergeben. Der Preisverfall trifft den US-Verbraucher mit voller Wucht und ist damit ein Problem für die gesamte Volkswirtschaft.

…..Den US-Bürgern drohe durch fallende Immobilienpreise ein Werteverlust von mehreren Billionen Dollar. (Auszug Spiegel online)

Es besteht die Gefahr, dass sich die Finanzkrise weiter verschärft und stärker als zunächst erwartet auf die Realwirtschaft durchschlägt", sagte der Präsident der Finanzaufsicht, Jochen Sanio. (Manager Magazin)

Die Finanzmarktkrise ist nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) noch längst nicht ausgestanden. "Die Märkte sind immer noch in erheblichen Maße gestört", sagte BIZ-Chef Malcolm Knight der "Börsen-Zeitung".

Der Internationale Währungsfonds warnt vor weiteren Bankzusammenbrüchen. Die systemischen Risiken sind nach Einschätzung des IWF nach wie vor gegeben. Und das Schlimmste: Auch die Schwellenländer reißt das mit nach unten. ( FTD , 28.07.2008 )

Große Teile der Industrie sind nicht mehr konkurrenzfähig, stehen vor der Pleite. Banken kaum noch handlungsfähig. Die Autoindustrie faktisch bankrott. Die Airlines am Boden. Immobilienmarkt im wahrsten Sinne des Wortes immobil. Aus der Vielzahl der Probleme gibt es praktisch keinen Ausweg. Damit scheint das Schicksal der USA für die nächsten Jahre besiegelt zu sein: Rezession, Depression, Hyperinflation. Massenarbeitslosigkeit und Massenarmut. ( Michael Mross für CNN und N24 am 21.7.2008 )

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) oder Bank for International Settlements (BIS) ist die Zentralbank der Zentralbanken. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) warnt vor einer Depression, die ähnlich schlimm ausfallen könnte wie die von 1930.

Die BIS („Die Bank der Zentralbanken") warnt vor einem wirtschaftlichen Desaster, welches die große Depression von 1930 sogar in den Schatten stellen könnte. Auslöser sei die internationale Kreditkrise, welche noch lange nicht ausgestanden sei. ( 2. Quartalsbericht 2008 der BIS 9.6.2008 )

The Bank for International Settlements (BIS), the organisation that fosters cooperation between central banks, has warned that the credit crisis could lead world economies into a crash on a scale not seen since the 1930s. ( Banking Times 9,6,2008 )

The Bank for International Settlements, the world's most prestigious financial body, has warned that years of loose monetary policy has fuelled a dangerous credit bubble, leaving the global economy more vulnerable to another 1930s-style slump than generally understood. ( 25/06/2008 Telegraph )

In ihrem jüngsten Jahresbericht hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, die heutige Krise mit den schweren Erschütterungen der Weltfinanzordnung verglichen, die bis in die Zeit der Großen Depression in England zurückreichen, die mit einer Bankenkrise 1873 begann und bis 1896 andauerte. (Jahresbericht BIZ)

Die britische Großbank Royal Bank of Scotland geht für die nächsten drei Monate von deutlichen Rückgängen an den weltweiten Aktienmärkten aus. Dem weiteren Bericht zufolge könnte der US-Leitindex S&P 500 bis September um mehr als 300 Punkte einbrechen. (Daily Telegraph 18.6.2008)

Die Royal Bank of Scotland, einer der größten Banken in Großbritannien, rät ihren Kunden, sich auf einen totalen Crash des Kapitalmarkts vorzubereiten. In den nächsten drei Monaten komme es an den globalen Kreditmärkten und an den Aktienmärkten zu einem Crash. Die RBS warnt vor einer der schlimmsten Börsenkrisen der letzten hundert Jahre, welche einen ähnlichen Verlauf nehmen könne wie der Crash von 1929. ( MM News 18.6.2008 )

Der Chef des niederländisch-belgischen Finanzkonzerns Fortis prognostiziert den kompletten Zusammenbruch des US-Finanzsystems. Maurice Lippens nannte im Zusammenhang mit dem von ihm befürchteten totalen Kollaps auch die Namen Citigroup und General Motors. ( Interview mit dem Financiële Telegraaf 5.8.2008 )

Die Börsenbaisse wird 2 bis 3 Jahre andauern. ( Herr Baader, Gründer und Inhaber der Baader Wertpapier Bank in Bloomberg TV 1.7.2008 )

Dies ist die kritischste Situation, seit es den Euro gibt. Noch schlimmer: Dies ist die dramatischste Zuspitzung des weltwirtschaftlichen Szenarios seit Mitte der 70er Jahre. ( Henrik Müller,geschäftsf. Red.des manager magazin )

Die Baisse ist da. Der seit 1930 weltweit schlimmste Juni für Aktien liegt hinter uns. Wir befinden uns am Beginn eines längeren Abschwungs – an der Börse wie in der Weltwirtschaft. In den USA säuft die Konjunktur ab, die Rezession hat längst begonnen. Ich befürchte, das Schlimmste kommt noch. Der Konjunktureinbruch in den USA wird furchtbar sein und auf Europa übergreifen. Die Banken müssen mit deutlich mehr Kreditausfällen rechnen als bisher. Das wird den Abwärtssog verstärken. An der Börse dürfte es eine mehrjährige Baisse geben. ( Vermögensverwalter Jens Ehrhardt im Interview FOCUS MONEY 10.7.2008 )

Der Chef des US-Rechnungshofes, David M. Walker, stellte bereits 2007 der Bilanz des Staatshaushaltes wegen intransparenter Daten kein Testat aus. Zudem warnte er vor dem Bankrott der USA und verglich die aktuelle Situation Washingtons mit dem Niedergang des Römischen Reiches. ( MM News 13.7.2008 )

Der Ökonom Nouriel Roubini, Professor an der New York University, sagt voraus, dass es bis zu 1400 Institute geben könnte, die von der Pleite bedroht seien. Davon ist seiner Meinung nach sicher, dass in der nächsten Zeit mindestens 700 Banken Bankrott gehen. Der Ökonom geht fest davon aus, dass es auch große Institute treffen wird. ( Anlegermagazins Barrons vom 3.8.2008 )

„Wir befinden uns inmitten der schwersten Finanzkrise seit den 30er-Jahren. ... Dies ist das Ende einer Ära.“ ( Finanz-Guru Soros in Welt vom 12.8.2008 )

Die Formattierung mit farblicher Hervorhebung ist leider beim Kopieren verloren gegangen.
 

[9:15] Guru Soros gegen die Ökonomen:

Welt: Finanz-Guru Soros verliert Glauben an die Börse

Er machte ein Vermögen an der Börse und wurde zu einem der reichsten Menschen der Welt. Doch vom alten George Soros ist nicht mehr viel übrig geblieben. Denn jetzt fordert der Investment-Guru die Abkehr vom freien Markt und löst damit in den Vereinigten Staaten heftige Kritik aus.

Der Unterschied: Soros hat sein Geld drinnen, die Ökonomen fürchten um ihre Jobs.


Neu 2008-08-09:

[20:30] Der Horror der Banken-Abschreibungen geht weiter:

NTV: Banken vor Billionen-Verlust?

„Die Banken schreiben ab wie verrückt“, meint Liz Ann Sonders, die Investment-Strategin von Charles Schwab. Selbst die mittlerweile vom IWF geschätzten Kreditkartenverluste von 945 Mrd. Dollar hält sie für „möglicherweise sehr konservativ“. Realistischer seien die Horrorprognosen, die einige unabhängige Studien ergeben hätten:

So kommt der anerkannte Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini von der New York University auf einen möglichen Gesamtschaden von zwei Mrd. Dollar. Und auch die Hedgefund-Verwalter von Bridgewater Associates gehen von „mindestens 1,6 Bio. Dollar“ aus. Damit hätte die Branche noch nicht einmal die Hälfte hinter sich.

Doch die letztendliche Schadenssumme ist nur ein Problem es Marktes. Das andere: Anleger haben nach den Milliarden-Abschreibungen der letzten Quartale immer wieder geglaubt, man hätte jetzt alles hinter sich. Wenn das nun nicht der Fall ist, droht ein enormer Vertrauensverlust. Die Papiere der Banken, Broker und Versicherungen könnten selbst nach herben Gewinneinbrüchen mit Misstrauen gesehen werden.

Jetzt kommen wir auf realistischere (aber immer noch zu niedrige) Werte. Das wichtige Signal für alle "Investoren" in Banken: euer neues Geld ist verloren.


Neu 2008-08-08:

[10:00] Der ARS-Rücknahme-Hammer:

MM: Merrill Lynch kauft Anleihen zurück

Merrill Lynch hat angekündigt, genannte Auction-Rate Securities zurückkaufen. Die Bank folgt damit der als Präzedenzfall gewerteten Einigung zwischen Citigroup und den Behörden über einen Rückkauf der umstrittenen Anleihen. Unterdessen hat die Bank of America Vorladungen wegen ihrer ARS-Anleihen erhalten.

Vor der Betrugsanklage haben sie alle Angst. Daher kaufen sie diesen Mist zurück. Zuerst Citi, dann UBS, jetzt Merrill. Der grosse Fehler dieser Banken war, dass man diesen Mist auch dem Staat verkauft hat. Da ist der Staatsanwalt jetzt nicht weit.

Ob diese Banken am 15. Januar 2009 noch existieren werden. Vermutlich werden die Anleger leer ausgehen.


Neu 2008-08-07:

[15:00] Krise und Gesellschaft:

Robert Warren: The Crisis Decadesread!

William Strauss and Neil Howe in their book the Fourth Turning, describe the last 7 saecula from the middle ages to the present that have defined American history and predict a looming crisis in the coming decades. They argue that the reason 2005 resembles in many ways 1925 is that the generational make up of society is similar and that similar generations act in remarkably similar ways. In each saecula, society experiences approximately two decades of a “high,” an “awakening,” an “unraveling,” and finally a “crisis.” The crisis either marks the end of the society or prepares the society for a new beginning.

Hinter der Wirtschafts- und Finanzkrise gibt es eine weitere Krise: der Gesellschaft. Diese ist auch ausgebrochen.


Neu 2008-08-06:

[21:30] Lügen und Realität:

Aubie Baltin: LIARS AND DAMN LIARS

The worst is over! We don’t need to raise any more money! Fannie and Freddie don’t need any more money, but give us a Blank Check anyway! Inflation is only 2.5%. It is pointless for me to go on. Let me just emphasize at this time, for you to go back and check the records both theirs and mine when I tell you that:

THE WORST IS NOT OVER, IN FACT IT IS JUST BEGINNING.

The Good News is that it’s not too late to protect yourself. To be forewarned is to be forearmed. Be careful who you decide to listen to and who you choose to follow. More importantly do your homework and make up your own mind

Wir werden alle angelogen. Aber irgendwann wird die breite Öffentlichkeit erkennen, dass alle heutigen Lügen-Kaiser nackt sind. Und dann....


Neu 2008-08-04:

[7:00] Der "Meltdown":

GlobeAndMail: Sprott warns of 'meltdown'

North America is the midst of a "systemic financial meltdown," Eric Sprott warned yesterday as his company turned a quarterly profit of more than $11-million.

"I'm not trying to be shocking to anyone, but let's face it," said Mr. Sprott, chief executive officer of Sprott Inc. "When Bear Stearns goes down, Freddie and Fannie go down, and IndyMac goes broke, we have major issues out there."

Wieder ein Warner.


Neu 2008-08-01:

[15:30] Greenspan spricht jetzt "klarer" als früher:

Aus dem Midas vom 31.7.:

Alan Greenspan, who received his own afternoon CNBC time. Greenspan headlines:
DJ GREENSPAN: Still Nowhere Near Bottom In US Home Prices-CNBC

GREENSPAN SAYS CURRENT FINANCIAL CRISIS IS ONCE IN CENTURY PHENOMENON- CNBC TV

GREENSPAN SAYS ABOUT 12 MLN HOMEOWNERS CURRENTLY HAVE NET NEGATIVE EQUITY

GREENSPAN SAYS DATA IS NOT SUGGESTING A U.S. RECESSION

GREENSPAN - WOULD BE MORE SURPRISED IF DIDN'T GO INTO RECESSION THAN IF DID, GIVEN FINANCIAL TURMOIL

GREENSPAN SAYS PAULSON HAD NO CHOICE BUT TO SUPPORT FANNIE, FREDDIE BECAUSE OF DANGER OF UNRAVELING

GREENSPAN SAYS FANNIE, FREDDIE 'MAJOR ACCIDENT WAITING TO HAPPEN'

GREENSPAN SAYS FED TAKING UNDUE RISKS BY USING BALANCE SHEET TO PROVIDE BACKTOP FOR FINANCIAL SYSTEM

GREENSPAN - IF FED GIVEN ROLE TO OVERSEE FINANCIAL SYSTEM STABILITY, COULD UNDERMINE ITS CREDIBILITY

Es spricht die Depression an, ohne das Wort wirklich auszusprechen: ein Krise die einmal in 100 Jahren auftritt.

[21:00] Peter Schiff zum "geläuterten Maestro": The Maestro Won't Face the Music

Hier noch einer, der von einer "langen Rezession" spricht:

Harvard economist Martin Feldstein says U.S. may be in a "very long recession" - Bloomberg
In Bloomberg, Feldstein commented that the U.S. may now be in a ``very long' recession that will drive the unemployment rate higher. Feldstein also commented that the Fed has already lowered interest rates as much as it can to help growth. He noted that exports offer the only bright spot, but are not strong enough to fuel a recovery. Feldstein added that tax policies proposed by Obama would prolong the downturn.

 

[11:45] Das Ende von "Mark-to-Model" Preisen?

Manager-Magazin: Das Ende der virtuellen Preise

Merrill Lynch hat amerikanische Hypothekenpapiere verkauft und startet so die Bilanzsanierung. Das lässt andere Banken zittern. Denn jetzt gibt es mit 22 Cent je US-Dollar Nennwert wieder einen Richtwert für den Preis der Ramschpapiere. In den Markt, der lange Zeit nur virtuell existierte, kommt Bewegung.

Eine reale Marktbewertung hat die Branche bisher gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Der Merrill Lynch Verkauf gibt jetzt einen Einblick in die wahren Marktpreise für CDOs. Alle Banken, die soetwas halten, auch in SIVs, müssten jetzt ihre Level-3 Werte massiv abwerten. Eine neue Welle von Riesenabschreibungen kommt.


Neu 2008-07-30:

[11:00] Den Automarkt haut es überall zusammen:

FTD: Traditions-Automärkte taumeln

Die Automärkte in Westeuropa, den USA, Kanada und Japan dürften in den nächsten Monaten nur eine Richtung kennen: abwärts. Das prognostiziert zumindest eine neue Studie. Werksschließungen - das könnte auch in Westeuropa ein Thema werden.

In den vergangenen 15 Jahren habe es keinen schlimmeren Abschwung auf den West-Märkten und Japan gegeben, so die Studie. "Die Autobauer in Frankreich und deutsche Hersteller in USA beginnen bereits, sich mit verlängerten Werksferien und verkürzter Produktion in den einzelnen Werken einzurichten", schreibt der Autoexperte.


Neu 2008-07-29:

[21:30] Warum die Titanic noch nicht gesunken ist:

Rob Kirby: The Engine Room of American Monetary Policy

Why the Ship Hasn’t Sunk or Capsized Yet?

The reason why the economy has continued to operate in a fashion more-or-less consistent with the view that all’s well for so long is quite simple: MARKET MANIPULATIONS, or, what we have not been able to see below the waterline.

 

[8:50] Der IWF sieht jetzt ein "Systemisches Risiko":

FTD: Währungsfonds schürt Krisenängste

Der Internationale Währungsfonds warnt vor weiteren Bankzusammenbrüchen. Die systemischen Risiken sind nach Einschätzung des IWF nach wie vor gegeben. Und das Schlimmste: Auch die Schwellenländer reißt das mit nach unten.


Neu 2008-07-28:

[18:00] Der Bond-Himmel über der Wall Street fällt:

Bloomberg: Lehman Hit by Biggest Rise in Debt Yields Since 2000

Bondholders are demanding the highest interest rates for Wall Street debt since 2000, threatening the industry's business model of acquiring assets with borrowed money.

Lehman Brothers Holdings Inc. has seen borrowing costs for its five-year bonds rise to 7.7 percent, up from 5.2 percent six months ago, the biggest jump of the four largest U.S. securities firms, data compiled by Bloomberg show. The yield offered on Lehman's $1.5 billion of bonds maturing in January 2012 is 4.3 percentage points more than the yield for five-year U.S. Treasury notes, a premium almost double what it was in late January.

Da schau her. Man traut der allmächtigen Wall Street und besonders Lehman die Rückzahlung ihrer Schulden immer weniger zu.


Neu 2008-07-27:

[12:45] Hier ist überall "Aufschwung":

Reuters: Infineon streicht jede fünfte Stelle in Deutschland
N24: Renault will 5000 Stellen streichen
Spiegel: Analysten erwarten Gewinneinbruch bei Deutscher Bank
God: US: Haus-Zwangsvollstreckungen gehen in Q2 durch die Decke

 

[12:00] Die "Gurus" zu Krise:

NYmag: A few who predicted this mess tell us what they see coming next

“I think we are maybe 10 percent into this crisis. The economic distortions have been building for longer than we’ve seen in the history of the world. Never have we had such confidence falsely placed in a reserve currency.”
—Ron Paul

Das heisst, die wirkliche Wirtschaftskrise ist erst vor uns - dann wenn die heutigen Pflaster nicht mehr helfen.


Neu 2008-07-25:

[11:30] 3 EU-Länder hat es schon voll erwischt: Drei EU-Länder sind bereits in der Wirtschaftskrise

Es handelt sich um Spanien, Irland und Dänemark.

Alle drei haben – ähnlich wie die USA – eine Immobilienblase aufgebaut in den vergangenen Jahren, also eine starke Überbewertung von Immobilienwerten, die dann, im Verlauf des letzten und diesen Jahres, in sich zusammenfiel und dabei viele kleine Immobilienbesitzer mit sich zog. Wie in den USA, haben in diesen Ländern Viele ihr Häuschen oder ihre Eigentumswohnung verloren, weil plötzlich die Monatsraten explodierten und/oder der Restwert der Immobilie geringer wurde als der noch geschuldete Betrag.

Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die drei Länder nur Vorboten sind. Es sind auch schon die nächsten beiden Kandidaten bekannt: Laut einem Ökonomen der Commerzbank, so berichtet die ‚Finanzial Times Deutschland’, sind dies das Vereinigte Königreich und Frankreich.

Ah, die Bubble-Länder.


Neu 2008-07-23:

[20:00] Bank-Todesspiralen:

Mike Shedlock: Death Spiral Financing at WaMu, Merrill Lynch, Citigroup

Is it any wonder that Citigroup is desperate to dump $500 billion in assets? The saving grace for Citigroup is that it has assets to dump. The big question is how much those assets will fetch. I believe it will be far less that Citigroup thinks. I am still sticking to my estimate that Citigroup will survive, just nowhere remotely close to its current state.

Washington Mutual is screwed. It cannot raise capital by equity deals even if it wants to. Those who translated "We have no plans to raise capital" into "No Need to Raise Capital" are sadly mistaken.

WaMu desperately needs to raise capital. However, those death spiral financing arrangements it made means WaMu can't raise capital. And if WaMu can't raise capital, it stands to reason it would have no plans to do so.

Am Kapitalmarkt bekommen sie nichts mehr. Also können die US-Banken nur mehr Werte verkaufen oder zu Ben betteln gehen.

Woran erkennt man, dass die Banken hin sind: You Know The Banking System Is Unsound When....

What cannot be paid back will be defaulted on. If you did not know it before, you do now. The entire US banking system is insolvent.


Neu 2008-07-22:

[20:15] Der Punkt der maximalen Gefahr:

Telegraph: The global economy is at the point of maximum danger

It feels like the summer of 1931. The world's two biggest financial institutions have had a heart attack. The global currency system is breaking down. The policy doctrines that got us into this mess are bankrupt. No world leader seems able to discern the problem, let alone forge a solution.

Its "mean-reversion" model misses the entire point of this crisis, which is that central banks have pushed debt to fatal levels by holding interest too low for a generation, and now the chickens have come home to roost. True "mean-reversion" would imply debt deflation on such a scale that would, if abrupt, threaten democracy.

Ambrose Evans-Pritchard beschreibt die Situation recht gut, aber auch er glaubt noch nicht, dass die Weltwirtschaft in eine tiefe Depression gehen wird.

 

[10:00] Der 1. und der 2. Absturz des John Meriwether:

Süddeutsche: Er ist nicht Gott. Aber auf dem Weg dorthin read!

Einst wurde er in den Himmel gelobt. Doch dann brachte John Meriwether mit seinem Hedgefonds LTCM das Weltfinanzsystem ins Wanken. Zwei Nobelpreisträger halfen ihm dabei.

Doch die Finanzkrise bringt Meriwether im Frühjahr 2008 erneut in Not. JWM verliert in den ersten drei Monaten des Jahres 31 Prozent. Der Fonds hat sich mit japanischen Staatsanleihen verzockt. Und so muss Meriwether in einem Brief an seine Anleger kleinlaut einräumen: "Wir haben das Risikoprofil des Portfolios stark zurückgefahren."


Neu 2008-07-21:

[20:00] Aus der Banker-Traum:

Handelsblatt: Auto weg, Haus weg, Yacht weg

Milliardenverluste und Kreditkrise, Entlassungen und Spardiktate: In der Welt der Investmentbanker ist nichts mehr, wie es war. Vieles spricht dafür, dass ihre neue Welt viel kleiner sein wird als zuvor – und viel langweiliger. Die unsichtbare Hand holt sich zurück, was sie einst gab. Eine Spurensuche in der Londoner City.

Aber dann kamen die ersten Gerüchte über Entlassungen auf – und wurden schnell Gewissheit: „Eigentlich war es klar, dass es uns treffen würde. Das Geschäft war tiefgefroren, und statt satter Gewinne waren wir plötzlich für hohe Verluste verantwortlich.“ Der Anruf von der Personalabteilung war dennoch ein Schock für Peter. „Bevor man weiß, wie einem geschieht, steht man buchstäblich auf der Straße.“

Eine halbe Stunde reichte, um eine hoffnungsvolle Bankerkarriere vorläufig zu beenden. Die Fahrt mit dem Aufzug in die Konferenzetage, ein kurzes Gespräch mit dem herumdrucksenden Chef und einer kühlen Dame von der Personalabteilung über Abfindung und Formalien. Dann führte der Sicherheitsdienst Peter aus dem Gebäude, in dem er jahrelang ein- und ausging. Die persönlichen Habseligkeiten aus dem Schreibtisch bekam er ein paar Tage später – via Kurierdienst nach Hause.

Die Götter werden zurück auf den Boden geholt.

[11:00] Die Lüge des Tages:

Süddeutsche: Finanzminister: "Bankensystem sicher"

US-Finanzminister Paulson hat die Stabilität des US-Bankensystems bekräftigt. Er warnte aber, auf die Institute würden noch schwierige Monate zukommen.


Neu 2008-07-17:

[17:00] Die nächste Welle des Finanz-Tsunami - FW Engdahl:

Englisch: THE FINANCIAL TSUNAMI
Deutsch: Der Finanz-Tsunami: Die nächste Stoßwelle rollt - »Fannie Mae«, »Freddie Mac« und die US-Hypothekenschulden

Die Ankündigung von US-Finanzminister Henry Paulsen und des Chefs der »Federal Reserve«, Ben Bernanke, die amerikanische Regierung werde die beiden Hauptbürgen der Eigenheimhypothekenschulden – »Fannie Mae« und »Freddie Mac« – vor dem Bankrott bewahren, bestätigt, was wir an dieser Stelle schon wiederholt gesagt haben: Der Finanz-Tsunami, der im August 2007 auf dem relativ kleinen hochriskanten »sub-prime«-Hypotheken-Verbriefungsmarkt in den USA begonnen hatte, ist keineswegs vorbei. Vielmehr nimmt er gerade wieder Fahrt auf. Wie der gewaltige Tsunami, der Ende Dezember 2004 mit zerstörerischer Kraft in Südostasien wütete – wobei eine fürchterliche Stoßwelle der anderen folgte –, ist auch der Finanz-Tsunami, den wir jetzt erleben, ein Sturm mit einer langen Amplitude, also ein langwelliges Phänomen, bei dem Wertpapiere in Höhe von vielen Billionen Dollars abgewickelt werden, in Verzug geraten und schließlich auf den Markt geworfen werden. Aber das Ausmaß der letzten großen Stoßwelle, der plötzliche Vertrauensverlust in die zwei von der US-Regierung getragenen Institutionen »Freddie Mac« und »Fannie Mae«, ist nur ein Vorbote von weit Schlimmerem, das uns noch bevorsteht in der größten und verheerendsten Finanz- und Wirtschaftskatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Auswirkungen werden weltweit zu spüren sein.

Da kann Hank tricksen, soviel er will.

[20:00] Die Krise des Westens: Unbequeme Wahrheiten

Die Finanzkrise ist noch längst nicht vorbei. Vielleicht beginnt sie erst richtig – vor allem für die reichen Industriestaaten.
 


Neu 2008-07-16:

[12:15] Too big to fail? - die Zeche zahlt:

Presse: Da müssen wir wohl durch

Die Banken haben weltweit Milliarden versenkt. Nicht so tragisch. Die Zeche zahlen andere. Wir zum Beispiel.

Es gibt nämlich so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz: Banken, die eine entsprechende Größe erreicht haben, können Unsummen verspekulieren. Wenn die Sache schiefgehen sollte, werden sie ohnehin von der öffentlichen Hand aufgefangen, um nicht die gesamte Wirtschaft mit in den Abgrund zu reißen. „Too big to fail“.

... natürlich der Bürger, der nicht weiss, wie er sich absichert. War doch immer so, da fast niemand das System versteht.

[10:30] Die Horrorshow: Das Neueste aus Roubinis Horror-Show


Neu 2008-07-14:

[21:15] Wie viele Banken kann die Fed noch retten?

Mike Shedlock: How Many Bullets Does The Fed Have Left?

How Many Bullets Are Left?
Meanwhile take a good look at the institutions in the table above. The question of the day is "How many of those institutions can the Fed possibly bail out?" Three? One? Two?

Minyanville's Todd Harrison looks at it like this. "The Fed has only so many bullets in its gun. The last one will be pointed inward."

Nicht mehr viele. Aber die Fed kann, wenn sie will, neue "Kugeln" erzeugen, indem sie neues Geld monetisiert. Aber hier ist die Grenze ein Dollar-Kollaps.
Der letzte Schuss geht an die Fed selbst - Selbstmord durch Hyperinflation.


Neu 2008-07-13:

[20:40] Der Vorläufer eines Crash:

Jesse: Periods of Financial Distress

Charles P. Kindleberger picked up on this and followed Minsky's analysis in his famous book, Manias, Panics, and Crashes: A History of Financial Crises... The period of financial distress is a gradual decline after the peak of a speculative bubble that precedes the final and massive panic and crash, driven by the insiders having exited but the sucker outsiders hanging on hoping for a revivial, but finally giving up in the final collapse.

According to Appendix B of Kindleberger's 2000 edition, 37 of the 47 great historical speculative bubbles exhibited such a period before the final crash...

Den "Financial Distress" sehen wir seit einem Jahr schon zur Genüge. Wann kommt der echte Crash?


Neu 2008-07-12:

[14:30] Mehr Mist für die Fed von Fannie & Freddie:

Mike Shedlock: Bernanke Expands Swap-O-Rama To Include Fannie, Freddie

Bernanke, hoping to make a silk purse out of a sow's ear, is expanding the Fed's Swap-O-Rama program. Bernanke has opened the discount window for GSEs.

Excuse me, but exactly what good is that supposed to do? How can it possibly help the solvency of those companies? All it will do is expand the Fed's balance sheet with more garbage.

 

[6:30] Die Geldmenge beginnt überall zu schrumpfen - monetäre Deflation:

Telegraph: Monetarists warn of crunch across Atlantic economies

The money supply data from the US, Britain, and now Europe, has begun to flash warning signals of a potential crunch. Monetarists are increasingly worried that the entire economic system of the North Atlantic could tip into debt deflation over the next two years if the authorities misjudge the risk.
The money supply is crumbling in the US. There was a very sharp lending contraction in the second quarter lending. If the Federal Reserve is forced to raise rates now to defend the dollar, it would be checkmate for the US economy," he said.

Leigh Skene from Lombard Street Research said the lending conditions in the US were now the worst since the Great Depression. "Credit liquidation has begun," he said.

The Fed's awful predicament does indeed have echoes of the early 1930s when the bank felt constrained to tighten into the Slump in order to halt bullion loss under the Gold Standard. Investors - notably foreigners - dictated a perverse policy. Over 4,000 US banks collapsed. This time a de facto "Oil Standard" is boxing in Ben Bernanke. Benign neglect of the dollar has started to backfire. It is pushing up crude, with multiple leverage.

Das muss die Zentralbanker in höchste Panik versetzen. Durch die reduzierte Kreditvergabe der Banken geht auch das Wachstum der Geldmenge zurück bzw. sie schrumpft sogar - die klassische Definition der Deflation.

Das heisst aber noch lange nicht, dass auch die Konsumgüter-Preise "schrumpfen". Wie bei allen Krisen dieser Art explodieren sie, da auch das Geld gegenüber dem "Standard" im Wert schrumpft. Dieser Standard ist hier Öl.


Neu 2008-07-10:

[21:30] Wird die Systemrettung jetzt zu kostspielig?

Mike Shedlock: Paulson: Financial Institutions Must Be Allowed To Fail

That's quite a change from the Fed Looking To Bend Rules To Aid Banks and the shotgun marriage of Bear Stearns and JPMorgan.

My Translation: Paulson is saying banks must be allowed to fail, because this mess has finally gotten "Too Big For The Fed To Bail".

Die Verluste sind jetzt offenbar für die üblichen Tricks zu gross geworden. Einige Institutionen werden bald umfallen.

Die FTD dazu: US-Finanzkrise - Am Ende haftet der Steuerzahler


Neu 2008-07-09:

[20:30] Achtung: Fannie Mae Spreads steigen:

Bloomberg: Fannie Mae Pays Record Yield Spreads on Sale of Two-Year Notes

Fannie Mae paid a record yield over benchmark rates on $3 billion of two-year notes amid concern the U.S. mortgage-finance company doesn't have enough capital to weather the biggest housing slump since the Great Depression.

The 3.25 percent benchmark notes priced to yield 3.27 percent, or 74 basis points more than comparable U.S. Treasuries, the Washington-based company said today in an e-mailed statement. That's the biggest spread since Fannie Mae first sold two-year benchmark notes in 2000.

Credit-default swaps tied to senior debt of Fannie Mae and Freddie Mac climbed 35 basis points to 70 basis points since May 1, according to London-based CMA Datavision.

The cost to protect the companies' subordinated debt from default rose at a faster rate. That debt is rated Aa2 by Moody's. Credit-default swaps on Fannie Mae's subordinated notes jumped 103 basis points to 190 basis points since May 1, while contracts on Freddie Mac's rose 102 basis points to 190 basis points.

Das ist noch weitaus gefährlicher, als der Absturz der Aktienkurse der beiden GSEs. Es zeigt, dass man deren Anleihen nicht mehr richtig will und abverkauft. Dabei sind aber ca. 5 Tln. davon draussen. Das gibt ein ordentliches Feuerwerk, wenn die Flucht richtig ausbricht.

 

[9:00] Der Primus ist "besser":

FTD: Goldman Sachs verlässt Bankenverband IIF

Grund für den Zwist sei die Frage, ob Banken die vorgeschriebenen Bilanzierungsregeln eins zu eins umsetzen und folglich die meisten Wertpapiere und auch Kredite in ihren Beständen zu aktuellen Marktpreisen bewerten sollen, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Finanzkreise. Goldman Sachs lehne den Vorstoß des Verbandes zur Lockerung der Vorschriften strikt ab.

Ob das der wirkliche Grund ist? vermutlich beginnen sie jetzt aufenander einzuhacken. Ein Zeichen, dass die Zeiten für die Banken härter werden.


Neu 2008-07-07:

[15:00] Die McKinsey-Lachnummer:

Handelsblatt: Was nach der Krise kommt

Die globalen Banken stehen nach dem Urteil der Unternehmensberatung McKinsey & Co vor einem „gewaltigen Comeback“. Allerdings werden sich die Kräfteverhältnisse in der globalen Bankenwelt massiv verschieben.

Bis 2016 würden neue „Bankgiganten“ mit Marktkapitalisierungen von jeweils mehr als 500 Mrd. Dollar entstehen, die ganz anders aussehen würden als die heutigen Großbanken, heißt es bei McKinsey. Sie hätten dann ihren Schwerpunkt nicht mehr in einem einzigen Land – etwa den USA oder China –, sondern zeigten als „multipolare Institutionen“ eine starke Präsenz in den zukunftsträchtigen „next 20 Countries“ nach den USA. Dazu zählten unter anderem Japan, Deutschland, Italien und verschiedene neue Industrieländer wie Südkorea, Mexiko und die Golfregion.


Neu 2008-07-05:

[14:30] Die "Fire-Sales" bei US-Banken kommen:

OptionARMageddon: Merrill's desperate: Bloomberg stake on the block

The NYT will report in tomorrow’s paper that Merrill is seeking a buyer for it’s 20% stake in Bloomberg LP, the maker of the ubiquitous financial terminals.

Citigroup is also planning a fire sale in order to raise capital.

Jetzt wird also alles verkauft, wofür man noch reales Geld bekommt. Für die diversen Wertpapiere in den Portfolios der Banken gibt es offenbar nichts mehr. Um die loszubekommen, muss man gleich einen Kredit für den Kauf geben, so wie es die UBS gemacht hat.

Das passt dazu: Börsenwert der 25 größten Banken sank bislang um 854 Milliarden Euro


Neu 2008-07-04:

[8:30] Jetzt kommen die LBO-Bankrotte:

Bloomberg: LBO Defaults May Rise as $500 Billion of Debt Is Due, BIS Says

Defaults on leveraged-buyout loans may rise as firms struggle to refinance about $500 billion of debt used to fund the takeovers, the Bank for International Settlements said.

Companies bought by private-equity firms worldwide must repay the high-risk, high-yield loans and bonds by 2010, the Basel, Switzerland-based bank said in a report today, citing Fitch Ratings data. They may find it hard to raise the cash because of a slump in demand for collateralized debt obligations that pool the loans, BIS said.

Denn der Junk-Bond-Markt ist tot und wird es weiter bleiben. Alle diese Übernahmen wurden auf Kredit gemacht.


Neu 2008-07-03:

[12:30] Gibt Paulson den baldigen Kollaps einer Grossbank bekannt?

Mike Shedlock: Paulson: We must improve tools to facilitate the "orderly failure of a large complex financial institution"

In my estimation this is tacit admission that large financial institutions are poised to fail, and the tools are not in place "to limit that impact and facilitate an orderly failure".


Neu 2008-07-01:

[20:30] Die Moody's Manager putzen sich ab:

NTV: Moody's gesteht Fehler

Die internationale Ratingagentur Moody's hat schwere Fehler bei der Einstufung von Wertpapieren eingeräumt und personelle Konsequenzen gezogen. Gegen die verantwortlichen Mitarbeiter seien disziplinarische Schritte eingeleitet worden, teilte Moody's mit. Die Methoden bei der Benotung von bestimmten Finanzanlagen sollen überarbeitet werden.

Das ist aber sehr billig: die unkontrollierbaren Mitarbeiter waren es, wir Manager sind sauber. Vor einigen Wochen waren es noch die Computer.


Neu 2008-06-30:

[16:30] Bankenrettungen durch Staatsfonds:

Presse: Die Retter aus höchster Banken-Not

Immer mehr Staatsfonds aus dem Nahen und Fernen Osten steigen bei angeschlagenen Banken ein und sichern so deren Überleben.

Das sind in Wirklichkeit alles Stranded Investments, da diese Banken nicht überleben werden: dann heisst es: Bondholder geht vor Shareholder, d.h. die Aktionäre verleiren zuerst. Aber diese Staaten könnten natürlich ihre Dollar-Reserven auch wegwerfen, sie sind real ohnehin nichts mehr wert.

PS: als Banker sind sie ja gewohnt, gutes neues Geld dem verlorenen, alten Geld nachzuwerfen. Das passiert hier.


Neu 2008-06-28:

[20:30] CDS nur mehr schwer zu bekommen:

NZZ: Ruhe vor dem Sturm im Kreditderivate-Handel

Die Liquidität im Handel mit Kreditderivaten hat sich verringert. Die grossen Investoren scheuen sich vor einer deutlichen Positionierung, weil das Umfeld so unsicher ist. Die erhöhten Gegenpartei-Risiken erschweren zudem die Wahl des Geschäftspartners.

Vor noch einem Jahr hat jeder CDS ausgestellt, jetzt haben alle Angst davor. Ein Zeichen, dass bald der CDS-Crash kommt.

Moody´s schätzt die Ausfallrate der Credit Default Swaps auf 3,5 Prozent des Nominalvolumens der ausstehenden 62 Billionen$, somit rund schlappe 2,2 Billionen$:
Investmentbanken fürchten Regulierung

Und die unterschätzen immer.
 

[19:00] Die Medien entdecken Kondratieff:

MM: Die K-Frage

Die Wirtschaft verläuft in langen Wellen, erkannte Nikolai Kondratjew bereits vor gut hundert Jahren. Der einzige Nachteil seiner Theorie - niemand weiß, wann so eine lange Welle ins Rollen kommt. Und ob nicht der sechste Kondratjew unmittelbar bevorsteht.

Allerdings verstehen sie ihn nicht. Da gibt es alles dazu: http://www.thelongwaveanalyst.ca

Fakten:
- der Kondratieff-Zyklus ist der lange Kreditzyklus
- wir sind derzeit im K-Winter, wo der Kredit wieder abgebaut wird
- ein neuer Zyklus beginnt erst mit dem Kreditabbau und einem neuen Finanzsystem, also etwa 1015..2020


Neu 2008-06-27:

[13:30] Das schlimmste Jahr seit 1930:

Süddeutsche: Der schlimmste Juni seit der Großen Depression

Hoher Ölpreis, hohe Inflation, niedrige Wachstumsraten: Weltweit brechen die Kurse ein: Die Wall Street erlebt gar den schlimmsten Juni seit der Großen Depression 1930.

Dann kamen noch 1931, 1932, 1933...

Wird also wieder eine grosse Depression, laut Doug Casey die "Greater Depression".
 

[9:30] Kreditmärkte - es war noch nie so schlimm:

CalculatedRisk: Credit Markets: "It's never been this bad."

From Bill Fleckenstein's Daily Rap today: It's About to Blow!

[About midday] I received a phone call from the Lord of the Dark Matter, who began the conversation: "It's about to blow!" He then repeated himself.

He went on to say that behind the scenes, many parts of the credit/mortgage market were "offered only." He said it had nothing to do with month-end or quarter-end. Instead, he believed it had to do with the enormous amount of inventory that would be looking for a home in the next quarter. He believed that the equity market was "miles behind what was occurring in the mortgage-backed/credit markets." Though he noted that he'd said it before, he repeated: "It's never been this bad."


Neu 2008-06-26:

[16:00] Ist Chrysler pleite?

MMnews: Chrysler pleite?
Spiegel: Daimler gab Garantie für Chrysler-Pensionen

An der Wallstreet munkelt man, dass Chrysler kurz davor steht, Chapter 11 anzumelden. Nach Informationen aus Detroit steht aber Chrysler nicht alleine da. Auch den anderen US – Autokonzernen steht angeblich das Wasser bis zum Hals. Insbesondere in 2009 könnte es bei General Motors zu enormen Liquiditätsproblemen kommen, schätzen Insider. An der Wallstreet verlieren General Motors vorbörslich rund 10%

Bei Chrysler sollen die Verkaufszahlen in diesem Jahr drastisch zurück gegangen sein. Der Autohersteller hat hauptsächlich Spritschlucker im Angebot. Aufgrund der hohen Ölpreise sei der Verkauf dieser Benzinschleudern derzeit angeblich völlig zum Stillstand gekommen sei, was nun zu Liquiditätskrise führte.

Chrysler dementierte gegen 15 Uhr, dass der Konzern insolvent sei. Das Unternehmen wies darauf hin, dass genügend Barmittel zur Verfügung stünden.


Neu 2008-06-25:

[18:30] Die Dinosaurier werden sterben: US banking system is doomed
 

[11:00] Island - so sieht eine Währungskrise aus:

FAZ: Isländische Krone im Stresstest

Die Währung Islands befindet sich weiterhin im Stresstest. Seit Mitte des vergangenen Jahres ist ihr Kurs gegenüber dem Euro um 60 Prozent von 82 auf zuletzt 131,21 Kronen je Euro verfallen. Damit befindet sie sich auf dem höchsten Stand seit Einführung der europäischen Einheitswährung. Auch gegen den Dollar stieg der Kurs in den vergangenen Wochen deutlich an, wenn auch weniger ausgeprägt.

Die schwache Währung wiederum führte in den vergangenen Monaten dazu, dass die Inflationsrate auf mehr als zwölf Prozent im Mai nach oben schoss. So kann die Zentralbank nicht auf den Wirtschaftsabschwung reagieren, der unter anderem dadurch ausgelöst wird, dass die großen Banken des Landes stark verschuldet sind und Schwierigkeiten haben, sich zu refinanzieren.

Trotz kollabierender Wirtschaft müssen die Zinsen drastisch angehoben werden, damit die Währung nicht ganz kollabiert. Die Inflation schiesst wegen der teuren Importe in die Höhe.


Neu 2008-06-22:

[21:00] Der Finanz-Tsunami:

F.W.Engdahl: Finanzieller Tsunami schürt BIZ-Befürchtungen vor einer großen Depression

Wie ich bereits in früheren Aufsätzen betont habe: Alles andere in der modernen Finanzgeschichte verblasst im Vergleich mit dem Ausmaß des Super-Gaus bezüglich der in den USA konzentrierten Verbriefung von Monate sondern Jahre dauern, bis sich neue Strukturen haben und internationale Bündnisse entwickelt, die annähernd stabil sind. Die derzeitige Ruhe auf den Finanzmärkten ist trügerisch und hat mehr mit versteckter »Wirtschaftsankurbelung« durch die Zentralbanken, vor allem durch die amerikanische »Federal Reserve« und weniger mit dem Überschreiten des Gipfels der Krise.

Dafür ist die Heuschrecken-Plage weg.

Nur 1% Eigenkapital bei Grossbanken: Grossbanken auf dünnem Eis


Neu 2008-06-21:

[20:00] EZB warnt vor Zins-Todesstoss:

FAZ: EZB/Bini Smaghi warnt vor anhaltend hohen Zinsen

Die Weltwirtschaft könnte nach Einschätzung von EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi in eine längere Phase mit hohen Zinsen eintreten, sollten Maßnahmen fehlschlagen, den Anstieg der Rohstoffpreise zu begrenzen. In einem am Freitag in der "Financial Times" (FT) veröffentlichten Beitrag schreibt Bini Smaghi "alle sollten sich bewusst sein, dass Notenbanken letztendlich handeln müssen, um für Preisstabilität zu sorgen".

Sollten etwa technologische Durchbrüche nicht die Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen reduzieren oder die Wettbewerbsintensität auf Märkten schwinden, so der Italiener, liege es allein an der Geldpolitik, niedrigere Inflationsraten zu schaffen.

Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) warnte zudem davor, den starken Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise als vorübergehendes Problem zu behandeln, da ansonsten die Glaubwürdigkeit der Notenbanken auf dem Spiel stehe.

Das also denken sie hinter den Kulissen, uns gegenüber tun sie die Inflation als vorübergehend und geringfügig ab.

Wirklich hohe Zinsen sind der sofortige Todesstoss für das Finanzsystem. Wir werden sehen, was die Zenralbanken machen werden - nicht was sie reden.


Neu 2008-06-19:

[18:30] Bill Bonner - das Ende ist nah:

Süddeutsche: Wir nähern uns dem Ende read!

Finanzkolumnist Bill Bonner rechnet damit, dass das Papiergeld-System bald zusammenbricht. Und er warnt Anleger, wie Vieh zusammen in dieselbe Richtung zu rennen.

SZ: Was wird die nächste Blase sein?

Bonner: Keine Frage: Gold. Wenn die Rohstoffblase platzt, werden die Notenbanken noch mehr Geld drucken als ohnehin schon. Dann schlägt die Stunde des Goldes. Noch hat der Goldpreis kein Blasenniveau erreicht - Öl schon. Ein Fass Öl kostete in heutiger Währung, also inflationsbereinigt, schon einmal 100 Dollar. Das war im Jahr 1981. Jetzt ist es sogar noch teurer. Gold notiert dagegen in heutigem Geld noch weit unter seinem Höchstpreis von 2200 Dollar. Gold wird die größte Blase von allen. Wenn diese Blase platzt, ist es das Ende von Papiergeld, das Ende des Zentralbankensystems.

Gute Aussichten für Gold-Bugs.

Dieser schreibende Multimillionär lässt seine Firma nebenbei laufen und hat sich inzwischen nach Argentinien verzogen. Weit weg von den Troubles.


Neu 2008-06-18:

[11:30] RBS gibt Crash-Warnung aus:

Telebörse: RBS warnt Kunden

Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat einem Zeitungsbericht zufolge ihren Kunden geraten, sich in den kommenden drei Monaten auf einen "veritablen Crash" an den weltweiten Aktien- und Rentenmärkten vorzubereiten.

Versagen Hanks Zauberkünste jetzt? dieser Crash ist schon lange überfällig.

[19:00] Ambrose Evans-Pritchard zur Crash-Warnung: RBS issues global stock and credit crash alert


Neu 2008-06-17:

[15:00] Wie macht denn der Primus das?

Handelsblatt: Goldman-Gewinn übertrifft Erwartungen

Die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. Die Zahlen waren an der Börse mit besonderer Spannung erwartet worden, weil Goldman in der Kreditkrise ebenso wie sein Rivale JP Morgan bislang relativ glimpflich davongekommen ist.

Da will man uns doch nur vorspiegeln, die Krise sei vorbei.
 

[9:00] Ein "Catastrophic Event" in Osteuropa?

Telegraph: Morgan Stanley warns of 'catastrophic event' as ECB fights Federal Reserve

The clash between the European Central Bank and the US Federal Reserve over monetary strategy is causing serious strains in the global financial system and could lead to a replay of Europe's exchange rate crisis in the 1990s, a team of bankers has warned.

"We see striking similarities between the transatlantic tensions that built up in the early 1990s and those that are accumulating again today. The outcome of the 1992 deadlock was a major currency crisis and a recession in Europe," said a report by Morgan Stanley's European experts.

Morgan Stanley says the current account deficits of Spain (10.5pc of GDP), Portugal (10.5pc), and Greece (14pc) would never have been able to reach such extreme levels before the launch of the euro.

Morgan Stanley said the biggest risk lies in the arc of countries from the Baltics to the Black Sea where credit growth has been roaring at 40pc to 50pc a year. Current account deficits have reached 23pc of GDP in Latvia, and 22pc in Bulgaria. In Hungary and Romania, over 55pc of household debt is in euros or Swiss francs.


Neu 2008-06-16:

[22:00] USA doch in der Rezession - mit Kettenreaktion:

FTD: Industrie im Staat New York löst Kettenreaktion am Finanzmarkt aus

Das produzierende Gewerbe im Bundesstaat New York hat schwache Daten für den Juni vorgelegt - und damit deutliche Bewegungen an den Rohstoff- und Devisenmärkten ausgelöst. Öl stieg auf einen neuen Rekordpreis.

Der Empire State Index für das verarbeitende Gewerbe sank im Juni auf ein Minus von 8,68 - im Vormonat hatte er noch bei Minus 3,23 gelegen. Ein Wert von 0 bedeutet Stagnation, positive Zahlen Aufschwung. Damit wies er einen unerwartet deutlichen Rückgang der Industrietätigkeit im Staat New York aus. Die Daten gelten als zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für die landesweite Entwicklung der Industrie zu Beginn eines Monats.


Neu 2008-06-14:

[11:30] Die "Ober-Zentralbank" warnt vor grosser Depression:

MMnews: BIS warnt vor großer Depression

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) warnt vor einer Depression, die ähnlich schlimm ausfallen könnte wie die von 1930.
Die BIS („Die Bank der Zentralbanken") warnt vor einem wirtschaftlichen Desaster, welches die große Depression von 1930 sogar in den Schatten stellen könnte. Auslöser sei die internationale Kreditkrise, welche noch lange nicht ausgestanden sei.

In ihrem letzten Quartalsbericht schreibt die BIS, dass die große Krise von 1930 nicht vorhergesehen wurde. Ebenso sei den Experten auch dieses Mal nicht bewusst, welches Risiko die heutigen Kreditkrise beinhalte.


Neu 2008-06-11:

[9:30] Der neue Derivate-Masstab - Quadrillion:

Jim Sinclair: Total Notional Value Of Derivatives Outstanding Surpasses One Quadrillion

The notional value of all outstanding derivatives now totals approximately $1.144 QUADRILLION.

This appears to be Bank of International Settlement Spin to announce the largest gain in derivatives outstanding since they started to report. As of the last report it appeared that both listed and OTC derivatives was under $600 trillion. Now listed credit derivatives alone stood at $548 Trillion. The OTC derivatives are shown as $596 trillion notional value, as of December 2007. One can only imagine what number they are at now.

Well we hit a QUADRILLION. We have more than $1000 trillion dollars in all derivatives outstanding. That is simply NUTS because notional value becomes real value when either counterparty to the OTC derivative goes bankrupt. $548 trillion plus $596 trillion means $1.144 quadrillion.

It would be an interesting piece of research to see what the breakdown is of listed derivatives according to exchange to see if it adds up to the reported number. Spin is now everywhere.

This means that no OTC derivative house can be allowed to go broke. This means that whatever funds are required to rescue failing international investment banks, banks and financial entities will be provided.

Was ist eine Quadrillion? 1000 Trillions oder eine Million Milliarden. Das ist der derzeitige Umfang des Derivate-Kasinos unter den Banken.

 

Können die Zentralbanken noch etwas tun? Federal Reserve and ECB are in no mood to save us from the consequences of our debt

Fetch your tin helmets once again. The European Central Bank is opting for a monetary purge. So too is the US Federal Reserve, now ruled from Dallas.

Über-hawks and Cromwellians have gained the upper hand at the great fortress banks. Whether or not they admit it, both are embarked on policies that must lead to retrenchment across the Atlantic world.


Neu 2008-06-10:

[21:00] Mehr zu Lehman:

Mike Shedlock: Credibility Issues Haunt Lehman

Lehman is still holding $29 billion in commercial real estate having written off only $3.5 billion. Lehman calls this "very large". I call it "peanuts". And the fact that they are hiding amounts of individual writedowns on some very bad deals they have gotten into suggests a huge credibility problem that is not going away quickly or quietly.

More Signs of Extreme Weakness
When the CEO attacks shorts like Einhorn and the finance chief glosses over questions about writedowns, one can only wonder "What else is Lehman hiding?"


Neu 2008-06-09:

[10:30] Der kommende Bond-Crash:

FAZ: Der Inflationsschock

Bundesschätzchen netto ein Geldvernichter
Das trifft auch das Ersparte. Und zwar härter, als viele denken. Denn die Zinsen reichen nicht mehr aus, um den Verlust an Kaufkraft auszugleichen. Wer sich jetzt Bundesschatzbriefe kauft, verliert damit Geld: Er bekommt in einem Jahr 3,75 Prozent Zinsen, doch davon geht bei vielen Anlegern schon mal ein Viertel als Abgeltungsteuer ans Finanzamt, knapp ein Prozent.

Was wird erst sein, wenn sich die Realinflation von 12% im Euro-Raum und 16% in den USA zu den Finanzleuten durchspricht.
Dann werden sie Staatsanleihen als "Certificates of guaranteed confiscation" ansehen und sie auf den Markt werfen.

Wie Ende der 1970er Jahre (Bill Bonner): Vergleich mit den Siebzigern
 

[9:00] Wer rettet Lehman?

Presse: US-Investmentbank Lehman mit Milliardenverlust

Lehman dürfte im Zuge der Kapitalmarktkrise einen Milliardenverlust verbucht haben und zieht scheinbar eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe von Bezugsrechten in Betracht.


Neu 2008-06-07:

[10:00] Wir haben bisher nur die "Krisen-Vorspeise" (Subprime) bekommen:

F.W.Engdahl: CREDIT DEFAULT SWAPS THE NEXT CRISIS
Hier auf Deutsch: Die nächste Finanzkrise: Credit Default Swaps - Subprime war nur »Vorspeise«

While attention has been focussed on the relatively tiny US „sub-prime“ home mortgage default crisis as the center of the current financial and credit crisis impacting the Anglo-Saxon banking world, a far larger problem is now coming into focus. Sub-prime or high-risk Collateralized Mortgage Obligations, CMOs as they are called, are only the tip of a colossal iceberg of dodgy credits which are beginning to go sour. The next crisis is already beginning in the $62 TRILLION market for Credit Default Swaps. You never heard of them? It’s time to take a look, then.

The next phase of the unravelling crisis in the US-centered “revolution in finance” is emerging in the market for arcane instruments known as Credit Default Swaps or CDS. Wall Street bankers always have to have a short name for these things.

Die "Hauptspeise" wird der Crash der Credit Default Swaps (CDS) sein, der sich jetzt abzeichnet, aber das ist noch nicht alles:


Neu 2008-06-06:

[20:00] Die beiden Banken mit der grössten Kollaps-Gefahr:

Jim Willie: Pressure Points in the Bank Bust

UBS, the Union Bank of Switzerland, is a prime highlighted candidate for imminent failure and declared bankruptcy. The bank still is plagued by rather substantial continued debt exposure, despite heavy writedowns already. They have $45 billion in US mortgage assets, $8.6 billion in leverage financial commitments like Collateralized Debt Obligations, and $10.4 billion in US student loans. Rumors have swirled that Barclays of London is considering an acquisition of either Lehman Brothers or UBS. The US-UK tag team of banking fascists take their turns.

Countrywide might lose its acquiring suitor in Bank of America, which could quickly force its bankruptcy. The implication is that the credit market will realize that the financial scheiss storm is nowhere ended. Some call the last couple months ‘the eye of the hurricane’ appropriately. They originated almost 20% of the US mortgages in recent years. Countrywide could produce the largest bankruptcy of a bank in US history. Ripple effects could be enormous and cause contagion across the banking industry.

Richtig erraten, UBS und Countrywide sind es. Beides Fed Primary Dealers. Wie lange kann man sie noch stützen?


Neu 2008-06-05:

[18:00] Lehman wird schon gemieden:

Marketwatch: Some Lehman counterparties limit trading: analyst

Some of Lehman Brothers' counterparties are limiting trading with the brokerage firm because of persistent concerns about its capital and leverage and a recent credit rating downgrade, Brad Hintz, an analyst at Bernstein Research, said on Thursday.

"Fixed income counterparties have become more discerning about which Lehman subsidiaries they will trade with," the analyst wrote in a note to clients.

Kommt da auch ein Run wie bei Bear Stearns?

[13:30] Schlägt dem Derivatenmarkt jetzt die Stunde?

GeorgeWashingtonsBlog: The Derivatives Market is Unwinding!

A couple of months ago, a financial analyst who sells derivatives told me that fears about a meltdown in the derivatives market were unfounded.

Yesterday, he told me - with a very worried look - "THE DERIVATIVES MARKET IS UNWINDING!"


Neu 2008-05-04:

[22:30] $5000 Mrd. von Banken versteckt:

Mike Shedlock: $5 Trillion Hidden Off Bank Balance Sheets

The Financial Times is reporting US banks fear being forced to take $5,000bn back on balance sheets.

Accounting changes could force US banks to take thousands of billions of dollars back on to their balance sheets in the coming months in a move that is likely to curb further their lending and could push them into new capital raisings, analysts have warned.

Analysts at Citigroup said a planned tightening of the rules regarding off-balance sheet vehicles would force banks to reconsider arrangements and could result in up to $5,000bn of assets coming back on to the books.

The absurdity is not $5 trillion coming back on bank balance sheets. Rather the absurdity is with accounting rules that let banks hold this much stuff off balance sheets in the first place. It makes a mockery of stated leverage, value at risk, and capitalization ratios. Banks claim to be well capitalized but the ratio is a mere 6% and that 6% does not include the effects of hiding $5 trillion off balance sheets.


Neu 2008-06-03:

[21:00] Wenn die "Kreditkarte eines Landes" abläuft:

ThisIsMoney: UK's credit card has expired

Five years from now, or perhaps sooner, no one will own up to having ever had a novelty ringtone on their mobile phone, a nose stud, a taste for overpriced takeaway coffee or a ridiculously unaffordable mortgage.

This debris from our low, dishonest decade will have joined tank tops and Perry Como records in the dustbin of fashion history. How about inflation targeting and its twin sister, central bank independence?

Achingly a la mode for more than ten years, do they represent another trend that has run its course?

Die Briten werden mit diesem Erlebnis nicht allein sein. Viele Dinge, die heute selbstverständlich sind und mit Schulden und Konsum zu tun haben, wird es dann nicht mehr geben.


Neu 2008-05-31:

[8:30] Warum diese Krise nicht lösbar ist:

Mike Shedlock: S&L Crisis vs. Current Crisis

In the 1980's the consumer was not tapped out. Today's consumer is so tapped out that many are walking away from their homes. Others are voluntarily choosing bankruptcy. The Fed can add liquidity now, but it cannot dictate where it goes. This poses a huge problem for the serial bubble blowers at the Fed because from a jobs creation standpoint, housing was the bubble of last resort.

No matter what the Fed does now, it is not going to spur jobs creation. On the other hand, Fed action may further stimulate commodity speculation, the very last thing the Fed wants. I talked about this in Commodities Speculation Symptom Of Larger Problem.

Furthermore, what was a US crisis in the 1980's is now a global problem. Property bubbles are busting in the US, Spain, Ireland, Australia, Canada, and other places. What was a US S&L crisis before is now an international credit bubble crisis.

Die Konsumenten haben keine Reserven mehr, es gibt immer weniger Jobs - und die Krise ist international. Finito.


Neu 2008-05-30:

[6:00] Sind die Bond-Vigilantes zurück?

Brian Bloom: 30 Year Yield At 5%...And Rising?

Dieser schnelle Anstieg der US-Treasury-Zinsen gefällt den "Mächtigen" sicher gar nicht. Also muss schnell das Gold gedrückt werden und der Dollar angehoben werden.


Neu 2008-05-29:

[15:00] Die Bankenkrise geht weiter:

Jim Willie: Gold Benefits versus Mining Costs

The BKX bank stock index is staring at the precipice, for huge additional declines. The technical breakdown receives little press or network coverage, probably because it smashes their propaganda messages from the last month or more. The bank recovery is nowhere visible. In fact, several important banks have announced increased expected losses in just the last couple weeks, precisely as my forecast has stated consistently and without hesitation. Housing prices are accelerating downward, which precede yet another round of bank bond losses. My forecast is for future losses to be centered mainly in the prime rated category, and losses to be larger in magnitude than the subprime category. Prepare for a second bigger and more painful round of bank destruction. Their balance sheets are depleted of capital. They are not prepared with loss reserves or basic remaining capital to withstand what comes next. Their core capital is on a net basis totally borrowed. Major bank names and many midsized banks will be forced into bankruptcy in the next year or more, as they fail to resupply cash into capital.

We are at the verge of an even more relentless rise in monetary inflation. It requires pressure valves. The recent beneficiary has been crude oil, but next is gold & silver.

Bank destruction will push the gold price back above 1000 again, at a time when the energy prices soften.


Neu 2008-05-27:

[10:00] Soros: die grösste Krise unseres Lebens:

Telegraph: George Soros: 'We face the most serious recession of our lifetime'

'This is a period of wealth destruction. The people who make money will be few and far between. There will be a lot more money lost than made." When George Soros - the phenomenally successful hedge fund manager - says this, you know something is wrong, very wrong. And indeed it is.


Neu 2008-05-25:

[11:00] Michael Panzner Interview:

Welt: Angst liegt in der Luft

Wall-Street-Insider Michael Panzner über die Kreditkrise, zukünftige ökonomische Katastrophen und Strategien für Anleger
Die Finanzkrise ist überwunden? Noch lange nicht, sagt Michael Panzner, Wall-Street-Insider und Mitglied des New York Institute of Finance. Nach wie vor leben die Investoren auf Pump und verdrängen die enormen Wirtschaftsrisiken, die sich aus der Investitionsblase, schwacher Wirtschaftsentwicklung und hohem Ölpreis ergeben. Die Kurserholung am Aktienmarkt ist seiner Ansicht nach nur eine Bärenrallye. Panzner hat im vergangenen Jahr in seinem Buch "Financial Armageddon" die Krise an den Märkten vorhergesagt. Vor Kurzem erschien der Titel in deutscher Sprache: "Das kommende finanzielle Inferno". Im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" wagt er einen Blick in die Zukunft und erläutert, wie Anleger mögliche zukünftige ökonomische Katastrophen meistern können.

Er hält sich in diesem Interview an sein Buch. Jedoch ist die Hyperinflations-Politik, die er auch beschreibt, schon da. Bankanlagen und kurze Staatsanleihen sind aher Verlustbringer. Manche Preise gehen schon hinunter, aber die Preise aller essentiellen Güter explodieren. Er ist in seinem Szenario zu langsam.


Neu 2008-05-24:

[19:00] Die "führenden Banken" wollen Bilanzerleichterungen:

FT: Top banks call for relaxed writedown rules

The world’s leading banks have stepped up pressure to relax controversial accounting rules with a new plan aimed at breaking the “downward spiral” of huge writedowns, emergency fundraisings and fire-sales of assets.

The proposals on “fair value” accounting by the Institute of International Finance, an alliance of 300-plus companies chaired by Josef Ackermann, Deutsche Bank’s chairman, would enable financial companies to cushion the blow of financial crises by valuing illiquid assets using historical, rather than market, prices.

Wer ist der "führende Kopf" dieser "Leading Banks"? richtig erraten: Joe. Seine Bank hat die meisten Level-3 Assets.

 

[9:30] Betrugs-Untersuchungen an der Wall Street:

Mike Shedlock: Bribery, Kickbacks, Indictments, Ratergate, Fraud Probe At Moody's

Fraud, greed, and market tops go hand in hand like clockwork. We saw that in housing, we are seeing it other places as well such as a Fraud, Antitrust Investigation Involving JPMorgan, Jefferson County, and a Fraud Probe At Moody's.

The latest indictments on securities fraud and other charges arise out of an ongoing probe into bribery and kickbacks in the industry, where people called “stock loan finders” seek stock to cover short sales of shares.

Investigators have found some stock-loan traders steered millions of dollars of fraudulent finder fees to conspirators, often in exchange for no services, in exchange for outright bribes or payments to relatives. So far, 18 people have pleaded guilty in connection with the schemes, said a statement from the U.S. Attorney’s Office in Brooklyn, New York.


Neu 2008-05-21:

[10:00] Achtung - die CDS-Bombe geht hoch:

NakedCapitalism: Credit Default Swaps Losses Estimated at $150 Billion

A story on Bloomberg this morning uncharacteristically lacks a news hook but gives a good deal of color on counterparty risk in the credit default swaps market.

The story argues that the other shoe may finally drop in the $62 trillion CDS market due to rising junk bond defaults. We've long seen that market as a disaster in the making. With economic exposures estimated at 2% of notional amount, $1,2 trillion is at risk, making it larger than the subprime market. Thus the $150 billion in losses estimated by BNP Paribas analyst Andera Cicione is plausible.

Die CDS-Verlust beginnen also schon. $150 Mrd. ist fast gar nichts im Vegleich zum Gesamtrisiko. CDS gehören zu den gefährlichsten Derivaten überhaupt. Ein Grossteil wurde auf Junk-Bonds geschrieben, die jetzt umfallen. Wenn ein CDS-versicherter Bond pleite geht, wird sofort die volle Nominal-Summe beim Schreiber des CDS fällig.


Neu 2008-05-20:

[7:00] Sogar Trichet spricht schon von der Fortsetzung der Krise:

Telegraph: ECB's Trichet says worst of crisis may be ahead

Jean-Claude Trichet, the head of the European Central Bank, has indicated that the worst of the credit crisis may not be behind us.

Mr Trichet said that we were seeing "an ongoing, very significant market correction."

He compared the recent hikes in energy and food prices to the oil crisis of the 1970s, when higher wages undermined Europe's ability to compete, resulting in widespread unemployment.

He warned that despite the economic slowdown, central banks should not be tempted to cut interest rates because that could lead to more serious problems.

Es wird also wieder ernst. Phase II beginnt.


Neu 2008-05-17:

[9:30] Die Amerikaner spielen mit dem Fannie & Freddie MBS-Feuer:

FTD: USA entfernen Sicherungsnetze für Immobilienmarkt

Der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae lockert die Kreditregeln. Ab sofort müssen in Märkten mit fallenden Hauspreisen keine überdurchschnittlichen Tilgungsleistungen mehr erbracht werden. Für Fannie Mae und Freddie Mac steigt dadurch das Risiko.

Durch diese Aufweichung der Regeln risikieren sie einen massiven Abverkauf der MBS dieser beiden GSEs - ähnlich wie bei den CDOs aber mit viel massiveren Wirkungen.


Neu 2008-05-14:

[20:30] War der Fall von Bear Stearn eine Rettung von JPM?

Ellen Brown: DID BEAR STEARNS FALL OR WAS IT PUSHED? HOW INSIDER TRADING SAVED JPMORGAN AND LOOTED TAXPAYERSmust read!

In an April 23 article in LeMetropoleCafe.com, Rob Kirby agreed with Olagues that it was not Bear Stearns but JPMorgan that was bankrupt and needed to be "recapitalized" with massive loans from the Federal Reserve. Kirby pointed to the huge losses from derivatives (bets on the future price of assets) carried on JPMorgan's books:

". . . J.P. Morgan's derivatives book is 2-3 times bigger than Citibank's – and it was derivatives that caused losses of more than 30 billion at Citibank . . . . So, it only made common sense that J.P. Morgan had to be a little more than 'knee deep' in the same stuff that Citibank was – but how do you tell the market that a bank – any bank – needs to be recapitalized to the tune of 50 - 80 billion?"

JP Morgan hat eine solche Fusion im bankrotten Zustand vor einigen Jahren schon einmal gemacht und heisst seitdem JP Morgan Chase. Man hat die Chase Manhattan-Bank aufgeschnupft. Jetzt ist offenbar wieder das Gleiche passiert, man hat eine andere Bank (Bear Stearns) gebraucht, um sich selbst zu retten. Ausserdem wäre es schwierig zu erklären, dass JPM (das US-Derivatenmonster) wegen Derivatenverlusten gleich $50 Mrd. auf einmal braucht. Eine schöne Tarnung, die man sich hier hat einfallen lassen.

Man kann annehmen, wenn Goldman Sachs das "Gehirn" von Fed/Treasury ist, so ist JPM der MarketMaker und dieser darf nicht sterben.Diese beiden Banken sind "gleicher" als die anderen 18 Primary Dealers und sonstigen Banken.
 

[10:30] Der frühere IWF-Chef Köhler spricht vom Beinahe-Zusammenbruch:

Welt: Köhler bezeichnet Finanzmärkte als "Monster"

Bundespräsident Horst Köhler hat die deutschen Banken scharf kritisiert. Die Institute hätten die Finanzmärkte zu einem "Monster" entwickelt, das in die Schranken gewiesen werden muss. Diese Rolle soll der IWF übernehmen. Auch zur strategischen Aufstellung der deutschen Landesbanken hat Köhler eine klare Meinung.

"Wir waren nahe dran an einem Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte", sagte Köhler dem "Stern". Er fügte hinzu: "Jetzt muss jedem verantwortlich Denkenden in der Branche selbst klar geworden sein, dass sich die internationalen Finanzmärkte zu einem Monster entwickelt haben, das in die Schranken gewiesen werden muss." Ganz offensichtlich hätten die Banker so viele Derivate geschaffen, dass sie am Ende selbst nicht mehr verstanden hätten, wie die wirkten.


Neu 2008-05-13:

[20:00] Noch viel grössere Bankenverluste:

Bloomberg: Rubenstein Says `Enormous' Bank Losses Unrecognized

U.S. and European banks and financial institutions have ``enormous losses'' from bad loans they haven't yet recognized and may have a harder time wooing sovereign-fund rescuers, Carlyle Group Chairman David Rubenstein said.

``Based on information I see,'' it will take at least a year before all losses are realized, and some financial institutions may fail, Rubenstein said at a breakfast meeting of the Institute for Education Public Policy Roundtable in Washington. He didn't name any companies.

``The sovereign wealth funds are not likely to jump into the fray again to bail out these institutions,'' Rubenstein said. ``Many financial institutions aren't going to be able to survive as independent institutions.''

Dieser "Insider unter den Insidern" muss es wohl wissen und spricht es sogar aus. Also glaubt nicht an Hank & co.


Neu 2008-05-12:

[17:30] Ambrose Evans-Pritchard - Eiszeit-Alarm:

Telegraph: The global slump of 2008-09 has begun as poison spreads must read!

The avalanche of bankruptcies has begun. Six US companies of substance have defaulted on bonds over the past fortnight, against 17 for the whole of last year.

Diane Vazza, S&P's credit chief, says defaults are rising at almost twice the rate of past downturns. "Companies are heading into this recession with a much more toxic mix. Their margin for error is razor-thin," she said.

Some 174 US companies are trading at "distress levels". Spreads on their bonds have rocketed above 1,000 basis points. This does not cover the carnage among smaller firms

The California city of Vallejo (117,000 inhabitants) has just made history by opting for Chapter 9 bankruptcy, the result of tax erosion from a 26pc fall in local house prices. Half Moon Bay may be next.

"This is the tip of the iceberg: everybody is going to line up for Chapter 9 in California," said John Moorlach, Orange County board chief.

Britain, Europe, Japan, and China will go down before America comes back up. This is turning into a synchronised bust, after all. The Global Slump of 2008-09 is under way.

Jetzt geht es also richtig los: Die Firmen, die Junk Bonds draussen haben, kollabieren reihenweise.


Neu 2008-05-11:

[20:00] Der nächste Primary Dealer mit Milliarden-Abschreibungen:

Bloomberg: HSBC to Make $4.6 Billion Provision, Observer Reports

HSBC Holdings Plc, Europe's biggest bank, tomorrow will announce a provision of $4.6 billion linked to losses against mortgages, credit cards and other loans to U.S. consumers, the Observer said, without specifying where it got the information.

 

[20:00] Für den Mogambo Guru ist das System sowieso "Feaking Doomed": A nightmare of magic tricks


Neu 2008-05-09:

[19:00] Finanzkrise Phase II - sieht auch schon der Spiegel:

Spiegel: Die zweite Krisenwelle rollt an

Die Börsen haben die Kreditkrise abgehakt: Das Schlimmste sei überstanden, rufen sich deutsche Topbanker und US-Finanzminister Henry Paulson zu. Kreditexperten sehen darin reinen Zweckoptimismus - auf den Markt rolle bereits eine zweite, breitere Welle zu.

Wir haben bestenfalls die erste Phase hinter uns ", sagt Jochen Felsenheimer, Kreditexperte der Unicredit. Die Krise habe sich von einer Bankenkrise zu einem Problem für die reale Wirtschaft gewandelt - die von explodierenden Rohstoffpreisen noch verschärft wird. "Da rollt noch etwas auf uns zu", sagt Felsenheimer.


Neu 2008-05-05:

[13:30] Warum die Krise weitergeht und zur weltweiten Depression wird:

Das ist die Zahl von Haus-Wegnahmen (Foreclosures) in Kalifornien allein. Die Immopreise waren dort (und sind noch) dermassen überteuert, dass nur mehr mit "Jumbo-Loans" finanziert werden konnte. Das bricht jetzt alles zusammen. Diese 47000 Foreclosures in 1Q/2008 waren natürlich nur der Anfang, am Ende wird es mindestens das 5-fache sein. Das entspricht auf das Jahr hochgerechnet ca. 200000 Foreclosures, bei 36 Mill Einwohnern und 13 Mill. Wohnungen - also fast nichts im Vergleich zum Bestand und zu dem, was noch kommen wird.

 

[10:00] Krise vorbei? fragt doch James Dimon:

Reuters: JPMorgan says no near end to financial crisis: report

JPMorgan Chase & Co (JPM.N: Quote, Profile, Research) does not expect the U.S. financial crisis to end soon and will remain very cautious, its top executive said in comments published by a German weekly on Saturday.

"We can only speculate how deep and how long the recession in the United States will really be and how that in turn will impact banks," James Dimon told "Welt am Sonntag".

"But we are not done with the crisis for a long time," Dimon said, adding that it was not the company's job to make bets on the future.

Der CEO von JPM muss es wohl wissen und sagt öffentlich, dass die Krise noch lange dauern wird.


Neu 2008-05-03:

[19:30] Die Zentralbanken werfen wieder verstärkt mit Geld um sich:

Yahoo: Notenbanken greifen wieder am Geldmarkt ein

Angesichts der anhaltenden Spannungen an den Finanzmärkten haben die großen Notenbanken weitere Milliarden-Spritzen für den Geldmarkt angekündigt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank wollen die Bereitstellung von frischem Geld ausweiten.


Neu 2008-05-02:

[19:30] Kein Krise mehr? aber was ist das:

Spiegel: Zentralbanken pumpen 112 Milliarden Dollar in die Märkte

Konzertierte Aktion: Die Zentralbanken der Eurozone, der USA und der Schweiz wollen wegen der internationalen Finanzkrise erneut hohe Milliardensummen in die Geldmärkte pumpen. Die Maßnahme sowie gute Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgten an der Frankfurter Börse für Erleichterung.


Neu 2008-05-01:

[18:30] Phase II der Systemkrise hat begonnen:

Von einigen Fronten kommen ganz düstere Nachrichten:
- in den USA werden jetzt auch die Alt-A, Option ARM und andere "Prime"-Hypotheken pulverisiert
- der UK-Immo-Markt ist im Zusammenbruch - Residential & Commercial
- Nach den US-Banken brennen jetzt die UK-Banken, die BoE versucht verzweifelte Rettungsmassnahmen
- Die Abschreibungen der Banken aus der Phase I (US-Subprime) gehen immer noch weiter
- verschiedene Staatsanleihen (ES, IT) sind nicht mehr verkaufbar
- Die Junk-Spreads sind zwischen 8..10%, ganze Bond-Komplexe sind nicht mehr verkaufbar
- Die Realwirtschaft in den USA bricht zusammen
- Die Rezession kommt jetzt auch nach Europa (besonders UK, ES) und Japan
- Die Preise essentieller Güter wie Lebensmittel und Energie steigen extrem, diese Inflationslawine wird die restlichen Staatsanleihen auslöschen
- die Konsumenten, die bis jetzt auf Kredit konsumieren konnten, bekommen keinen Kredit mehr und werden von der Inflation aufgefressen

Die derzeitigen Markt-Manipulationen sind extrem. Man versucht mit allen Mitteln die Banken am Leben zu erhalten, sowie die Aktienmärkte hoch zu halten - sodass die breite Masse nichts merkt. Die Situation war nie so schwierig wie jetzt, aber man versucht den Anschein zu erwecken, alles würde wieder besser.


Neu 2008-04-28:

[20:00] Die Methoden der Rating-Agenturen beim Verschleiern:

Martin Weiss: The Great Bond Insurance Cover-Up read!

With all this happening — devastating losses, its entire business model on the rocks, a cash squeeze and even questions being raised about its future solvency — you'd expect Wall Street's rating agencies to immediately announce deep downgrades in one fell swoop.

But they did precisely the opposite. On Wednesday, Standard & Poor's announced that Ambac's triple-A is "solid," and on Thursday, Moody's also reaffirmed its Aaa rating of the company.


Neu 2008-04-25:

[21:00] Die nächste Krisenbaustelle - US-Kreditkarten:

Handelsblatt: American Express machen steigende Kreditausfälle zu schaffen

Der US-Kreditkartenkonzern American Express (Amex) hat die Finanzkrise im Auftaktquartal 2008 zu spüren bekommen und weniger Gewinn erzielt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch legte die Aktie des Konzerns nachbörslich 3,8 Prozent zu.

Selbst die "Besserverdiener" können also ihre Schulden nicht mehr bezahlen.


Neu 2008-04-23:

Schocker-Abschreibung bei Unicredit:

Presse: UniCredit/HVB: Gerüchte über 50 Mrd. US-Dollar Abschreibung

Die Gerüchte über die italienische Mutter der Bank Austria schocken die Börsen. HVB-Chef Sprißler hatte von signifikanten Wertkorrekturen bei der HVB berichtet.

Deutsche Bankaktien sind am Mittwochmittag nach Gerüchten über Milliardenabschreibungen bei der UniCredit-Tochter HVB unter Druck geraten. Händler verwiesen auf Spekulationen, wonach die UniCredit, auch Mutter der österreichischen Bank Austria, und ihre Tochter HVB 50 Mrd. US-Dollar (31,4 Mrd. Euro) im ersten Quartal abschreiben müsse. Bereits am Vormittag sei die Rede von deutlichen Abschreibungen gewesen. Ein Analyst bezeichnete die Spekulationen als "kompletten Unsinn". "Da hat jemand einige Nullen verwechselt, das wären ja 30 Mrd. Euro", sagte der Experte. So etwas sei bei der UniCredit noch nicht vorgekommen.

Niemand kann sagen, wo der nächste Schocker auftaucht. Wenn diese "Gerüchte" stimmen, dann gute Nacht, HVB und BankAustria.


Neu 2008-04-22:

[14:00] Probleme mit Staatsanleihen in Euroland:

DasGelbeForum: Handel mit italienischen, irischen und spanischen Staatsanleihen erliegt fast vollständig

aus zuverlässiger Quelle erfuhr ich, dass der Handel mit den o.g. Staatsanleihen zum Erliegen gekommen ist. Die anderen gehen noch, aber mit gutem Spread.


Neu 2008-04-21:

[20:00] Die Fannie & Freddie Bombe:

CNN: The trillion-dollar mortgage time bomb

Risks are rising that Fannie Mae and Freddie Mac may need a government bailout that could cost far more than previous rescues.

Although few are predicting an imminent need for a bailout just yet, credit rating agency Standard & Poor's recently placed an estimated price tag on this worst case scenario -- $420 billion to $1.1 trillion of taxpayer's money.


Neu 2008-04-20:

[18:00] Ist die RBS vor dem Untergang?

NTV: Jetzt auch die RBS
Telegraph: Royal Bank of Scotland's secret talks with FSA

Die Royal Bank of Scotland (RBS) könnte Branchenkreisen zufolge in der kommenden Woche Wertberichtigungen in Milliardenhöhe wegen der internationalen Kreditkrise bekanntgeben. Im Zuge einer Buchbereinigung könnte das Geldhaus fünf bis sieben Mrd. Pfund (6,3 bis 8,8 Mrd. Euro) abschreiben, wie Informanten erklärten. Das Direktorium des zweitgrößten britischen Geldhauses wolle die Summe am Wochenende absegnen.

Die brauchen auch dringend neues Geld. Wird das ein neues Northern Rock? Aber diesesmal viel grösser.
 

[11:30] Bear Stearns - das war ganz knapp:

Spiegel: Finanzsystem stand haarscharf vor dem Kollaps

Das internationale Finanzsystem stand offensichtlich viel näher am Abgrund, als selbst Experten wahrhaben wollten. Nach Überzeugung des ehemaligen Konzernchefs der Credit Suisse, Oswald Grübel, ist es sogar nur denkbar knapp dem Kollaps entgangen.

Wäre diese vergleichsweise kleine Bank zusammengebrochen, hätten weltweit Millionen von Bankkunden ihre Einlagen zurückverlangt, und die Situation wäre außer Kontrolle geraten, erklärte der Banker. Das Bankgeschäft wäre über einen unabsehbaren Zeitraum hinweg gelähmt gewesen.

Zum Glück hätten die Zentralbanken erkannt, dass sie den Interbankmarkt faktisch hätten übernehmen müssen, sagte Grübel: "In der jetzigen Finanzkrise sind wir haarscharf an einem System-Kollaps vorbeigeschlittert. Das hat es noch nie gegeben."

Jetzt kommen solche Sachen heraus. Wie viele solche "Near-Misses" überlebt das System noch?


Neu 2008-04-18:

[17:00] Hier noch einmal die reale Situation:

FAZ: Die Angst vor der Kernschmelze must read!

Das Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure am Wochenende in Washington hat den Eindruck hinterlassen, dass die Krise an den Finanzmärkten noch lange nicht ausgestanden ist. Diese eher skeptische Einschätzung hat ihren Grund unter anderem in der Beinahe-Pleite der amerikanischen Investmentbank Bear Stearns vor einem Monat. Die Bank hatte im Derivate-Geschäft Engagements im Gesamtvolumen von 13 Billionen (13.000 Milliarden) Dollar. Auch wenn diese „astronomische" Zahl die tatsächlichen Risiken aus den Derivate-Geschäften überzeichnet, macht sie doch deutlich, dass die Banken auf der Jagd nach Rendite auch jenseits der inzwischen berüchtigten Hypothekenanleihen große Risiken eingegangen sind. Diese drohen ihnen nun auf die Füße zu fallen.

Die Beinahe-Pleite hat den Finanzakteuren das sogenannte Kontrahentenrisiko bewusstgemacht, und zwar gleich doppelt. Auslöser der Krise bei Bear Stearns waren Sorgen einiger Geschäftspartner, dass die Investmentbank ihren Verpflichtungen aus Derivate-Kontrakten nicht nachkommen könnte. Sie hätten deshalb Engagements aufgelöst und Liquidität abgezogen, berichtet Marco Ryll, ein Kreditstratege bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Dies habe die Bank innerhalb weniger Stunden in existenzbedrohliche Bedrängnis gebracht.

Wäre Bear Stearns nicht gerettet worden, hätte es zu einer „Kernschmelze“ des Finanzsystems kommen können

Mit dem Derivate-Engagement von 13,4 Billionen Dollar (am Bilanzstichtag 30. November 2007) hat Bear Stearns zwar ein großes Rad gedreht, aber keineswegs das größte. Die Deutsche Bank zum Beispiel hat für Ende 2007 ein Derivate-Engagement von rund 70 Billionen Dollar ausgewiesen. Mit 77 Billionen Dollar noch stärker engagiert war J. P. Morgan Chase - die Bank, die Bear Stearns praktisch über Nacht rettete. "Mit der Rettung von Bear Stearns haben J. P. Morgan und die amerikanische Notenbank Fed nicht zuletzt einen Kollaps des Derivate-Marktes verhindern wollen", sagt Ryll.


Neu 2008-04-17:

[19:00] Jetzt sind es schon $2500 Mrd. an nur US-Verlusten:

ManagerMagazin: 2500 Milliarden Dollar in Gefahr

Die Finanzkrise erreicht kaum vorstellbare Rekordwerte. Rund 2500 Milliarden Dollar sollen Investoren in krisengeschüttelten US-Hypothekendarlehen versenkt haben. Ein großer Teil davon wird wohl erst in den kommenden Monaten so richtig Probleme bereiten. Deutschlands Wirtschaft wird davon laut Experten erheblich betroffen sein.

Jetzt wird man schon realistischer. Jim Willie hat über solche Summen bereits vor einigen Monaten berichtet.

 

[17:30] Man kann an der Krise auch gut verdienen:

Spiegel: Der neue König des Geldes

Ein Mann, ein Superlativ: Ausgerechnet die Kreditkrise hat John Paulson zum Topverdiener der Wall Street gemacht. 3,7 Milliarden Dollar nahm er 2007 durch clevere Spekulation ein, so viel wie kein Hedgefonds-Manager zuvor. Dabei lebt er relativ bescheiden - und hilft bankrotten Hausbesitzern.


Neu 2008-04-15:

[18:30] Der Primus warnt vor einer furchtbaren Berichtssaison:

NTV: Goldman Sachs warnt

Die Investmentbank Goldman Sachs rechnet in den USA mit einer miserablen Berichtssaison für das erste Quartal. Die Erwartungen vieler Analysten seien immer noch viel zu optimistisch, so dass die anstehenden Geschäftszahlen von US-Konzernen in den kommenden Wochen für fallende Aktienkurse sorgen dürften, hieß es in einer Kunden-Mitteilung.

Obwohl bisher nur wenige Firmen ihre Geschäftsergebnisse vorgelegt hätten, seien die ersten Anzeichen "furchtbar", schrieb der für die USA zuständige Investment-Berater David Kostin.

Wenn es der Primus schon schreibt: wird dann Hanks PPT die Aktien noch oben halten können?


Neu 2008-04-14:

[12:00] Die Lügner:

Gary North: An Economy Built On Lies read!

The appraisals were made, the loans were made, the mortgages were bought and re-packaged and sold again. The carry trade did its work. And now there is a line in front of the banks.

No, scratch that. There are no lines. There are instead collapsing prices in the scientifically packaged mortgage sector because investors now see that those mortgages, rated AAA by independent firms (it says here), are in fact packages of promises to pay made by liars.

Everyone knew. This is the famous bottom line. Everyone knew. Nobody cared.

We live in an economy built on lies. Everyone knows. Almost nobody cares.....

There will be defaults. Above all, there will be defaults. The lies will be exposed as lies. The promises will not be kept.

When the checks from Washington no longer buy much of anything, the great political transformation will begin.

The promises will not be fulfilled. I assume that you know this. The economy built on lies will fall. So will the political order.

Irgendwann fliegen die Lügen auf. Dann fallen die ökonomische und die politische Ordnung.

Zumindest in den USA könnte man die Lügner für 30 Jahre einsperren - nach geltendem Recht. Wird es geschehen?


Neu 2008-04-13:

[15:30] Harte Landung in Osteuropa:

Telegraph: Eastern Europe 'in danger of a hard landing'

Eastern Europe faces the growing risk of a ''hard landing" as the world's financial crisis spreads wider, with serious spill-over dangers for Scandinavian, Italian and Austria banks that have lent heavily to the region, the IMF has warned.

Current account deficits have reached extreme levels across much of the ex-Soviet bloc, hitting 22.9pc in Latvia, 21.4pc in Bulgaria, 16.5pc in Serbia, 16pc in Estonia, 14.5pc in Romania and 13.3pc in Lithuania.

Private credit grew 62pc in Bulgaria last year, 60.4pc in Romania, 55.2pc in Kazakhstan, 45pc across the Baltics and 39.6pc in Poland. All are above the safe speed limit.

Diese Kredit-Zuwächse muss man sich ansehen, im Westen gibt es nichts Vergleichbares. Auch nicht bei den Aussenhandels-Defiziten.


Neu 2008-04-12:

[16:00] Wieder ein Primary Dealer mit Verlusten - in Japan:

Welt: Finanzkrise trifft asiatische Großbank

Die zweitgrößte japanische Bank wird von der Finanzkrise unerwartet hart getroffen. Mit 3,5 Milliarden Euro schlagen die Verluste bei Mizuho Financial zu Buche. Die Großbank muss ihre Gewinnprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr nach unten schrauben – zum dritten Mal in Folge.

Klar, dass Verluste entstehen, wenn sie im US-Gift-Cocktail mitmischen.
 

[10:00] Die G7-Beschwichtiger:

Spiegel: Finanzminister schüren Hoffnung auf Ende der Kreditkrise

Sie verdonnern die Banken zu mehr Vorsicht, wollen eine bessere internationale Zusammenarbeit: Die Finanzminister der Industriestaaten haben einen Aktionsplan gegen Spekulationskrisen beschlossen. Finanzminister Steinbrück weissagte, die momentane Krise könnte rascher vorbei sein als viele glaubten.


Neu 2008-04-08:

[16:30] Neue, "offizielle" Verlustschätzungen vom IWF:

Spiegel: Dramatische IWF-Schätzung - Hypothekenkrise kostet eine Billion Dollar

Vor kurzem war noch von 600 Milliarden Dollar die Rede, jetzt korrigierte der Internationale Währungsfonds die Schätzung der Verluste abermals drastisch nach oben - auf nahezu eine Billion Dollar. IWF-Direktor Strauss-Kahn warnt vor weiteren Belastungen.

Schon etwas realistischer, aber immer noch zu niedrig.


Neu 2008-04-05:

[17:00] Jetzt die Versicherungen und Fonds - und ein weiterer Primary Dealer:

Spiegel: Finanzaufsicht fürchtet Eskalation der Kreditkrise - Gerüchte um Dresdner Bank

Mehr Risiken, mehr Abschreibungen: In der Kreditkrise steht den Banken das Schlimmste noch bevor, warnen Regierung und Bundesbank. Ein Börsenbrief spekuliert über Probleme bei der Dresdner Bank - und die Finanzaufsicht warnt, auch Versicherungen und Fonds könnten bald erfasst werden.

Ljubljana - Mahnende Worte aus Slowenien. Am Rande des EU-Finanzministertreffens in Ljubljana sagte Bundesbank-Chef Axel Weber, die Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten seien noch lange nicht ausgestanden. Den Banken stehe das Schlimmste sogar noch bevor, sagte er, weil sie "Verluste nicht wie im letzten Jahr gegen ein sehr gutes erstes Halbjahr buchen können".

Es ist bereits offenkundig, das die Subprime-Krise ihrer Natur nach eine globale ist, die sich auf viele Länder erstreckt hat", befinden die BaFin-Experten. Es handle sich um das erste Mal, dass eine Krise in Kernbereichen des globalen Finanzsektors ein dermaßen großes Ausdehnungspotenzial gewonnen hat und die Realwirtschaft weltweit bedeutsam beeinträchtigt, heißt es.

Laut einem Bericht des Börseninformationsdienstes "Platow Brief" könnte die Dresdner Bank wegen der US-Hypothekenkrise im ersten Quartal mehr als eine Milliarde Euro abschreiben müssen. Ein Sprecher der Allianz-Tochterfirma wollte dazu auf Anfrage nicht Stellung beziehen. Nach Angaben des Frankfurter Instituts beliefen sich die Abschreibungen per 31. Januar auf 400 Millionen Euro. Seither haben sich die Marktbewertungen strukturierter Wertpapiere aber erheblich verschlechtert. Die Ergebnisse des ersten Quartals will die Dresdner Bank am 9. Mai veröffentlichen.


Neu 2008-04-04:

Jim Sinclair dazu: Notes From The Morning Testimony On The Bear Stearns/JP Morgan Transaction And Federal Reserve Actions

That smoke would take the form of a financially nuclear mushroom cloud.
It is estimated that thousands of counter-parties would be engulfed in that mushroom cloud of financial destruction.

No major investment bank, insurance company or other financial entity which has major commitments in the OTC derivative market will be allowed to go Chapter 11. This will cost the Fed huge amounts of money - well beyond what you have seen so far.

Seiner Meinung nach werden die Zentralbanken einen solchen Bank-Untergang mit allen Mitteln verhindern. Denn sonst würden wir das finanzelle Äquivalent eines Atompilzes sehen. Wie passend: im gleichen Artikel bildet er einige Banknoten aus der Weimarer Hyperinflation ab.

Gleichzeitig bietet er eine Million-Dollar-Wette an, dass der Goldpreis bis 2011 seine $1650 erreicht. Diese Wette ist für ihn einfach zu gewinnen, denn bis dorthin wird der Dollar wertlos sein und der Goldpreis ist mindestens 10 mal höher.


Neu 2008-04-02:

[15:00] Island - der nordische Hedge-Fond im Absturz:

Spiegel: Island gerät ins Visier der Spekulanten

Die Wall Street zittert - und Island bebt: Kein anderes Land Europas wird so schlimm von der globalen Kreditkrise gebeutelt wie der Inselstaat am Polarkreis. Die Isländer beteuern, ihre Banken seien gesund - doch das hindert Hedgefonds nicht an einer Spekulationsattacke mit brutalen Folgen.

Natürlich wird immer wieder beteuert, "die Banken sind gesund" - wie üblich. Aber hier wird man sehr bald beobachten können, was passiert, wenn die Krise richtig zuschlägt.


Neu 2008-04-01:

[15:00] Der Ruf nach einer neuen Bank-Kultur:

Spiegel: Neue Banker braucht die Welt

Epochenbruch für den Kapitalismus: Die Finanzkrise wird tiefer greifende Folgen haben, als viele Banker und Politiker glauben. Die unangefochtene Dominanz angelsächsisch geprägter Geld-Dealer geht zu Ende. Die globale Ökonomie formiert sich um - und entdeckt alte Tugenden neu.


Neu 2008-03-31:

[21:00] Bankaktien sind schon weit unten:

Handelsblatt: Anleger befürchten massive Abschreibungen

Die Börsenkapitalisierung internationaler Großbanken ist auf den niedrigsten Stand seit über fünf Jahren gesunken. Die Hälfte aller Banken in Europa ist inzwischen auf eine Börsenkapitalisierung gesunken, die unter dem bilanzierten Eigenkapital liegt. In Deutschland ist die Situation noch schlimmer.


Neu 2008-03-28:

Bitte alle hersehen - so sieht es aus, wenn eine Währung verteidigt werden muss:

Telegraph: Iceland contagion may spread far and wide

As Iceland goes, so go the Baltics, the Balkans, Hungary, Turkey, and perhaps South Africa. All are living far beyond their means, plugging the gaping holes in their accounts with fickle flows of foreign finance. All have let credit grow far above the safe "speed limit", some exceeding 50pc a year.

For Iceland, the high-wire act of the last five years may have finally reached its limits. The central bank was forced to raise interest rates to 15pc this week in an emergency move to halt the collapse of krona, which has fallen 18pc since mid-March.


Neu 2008-03-26:

[22:00] Wie Leman trickst:

TradersQuest: Lehman Brothers: Ein Blick hinter die Kulissen

Lehman Brothers (LEH, US5249081002) wurde bis Anfang letzter Woche noch als Pleitekandidat gehandelt. Der Kurs der Aktie fiel im Strudel von Bear Stearns am 17.3. im Tief bis auf $20 und schloss bei ca. $32, nachdem Matthew Russell, Head of Corporate Communications bei Lehman Brothers Asia Pacific, dass die Liquiditätssituation der Investmentbank unverändert stark bleibe. Das hat der CEO von Bear Stearns vor ein paar Tagen auch noch gesagt…

 

[12:30] Ist Lehman der Nächste?

FAZ: Ist Lehman Brothers ausreichend liquide?

Die Maßnahmen der Fed seien bestenfalls eine Notlösung, um Zeit zu gewinnen, bis sich die Stimmung der Anleger soweit aufgehellt habe, dass Investmentbanken ihre Investments wieder selbst finanzieren könnten, sagt Whalen. Lehmans proaktiver Schritt zur Sicherung weiterer langfristig verfügbarer Kreditlinien sei nach seiner Einschätzung zwar bewundernswert, doch wenn das Unternehmen nur noch Fremd- und kein Eigenkapital mehr aufnehmen könne, sei es letztlich gezwungen, Vermögenswerte zu sehr niedrigen Preisen zu veräußern, um Liquidität zu generieren. „Sie arbeiten mit einem Fremdkapitalhebel, der mit Hedge-Fonds vergleichbar ist. Ihr Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital beträgt 30:1, der unter Berücksichtigung sämtlicher vorhandener Positionen wahrscheinlich noch höher liegt.

Auch dieser Primary Dealer wird die Krise nicht überleben.


Neu 2008-03-23:

[10:00] Das Derivaten-Thernobyl hat man aufgehalten:

Telegraph: Fed's rescue halted a derivatives Chernobyl

When the Federal Reserve stepped in to save Bear Stearns, most people had no idea what was at stake, writes Ambrose Evans-Pritchard

We may never know for sure whether the Federal Reserve's rescue of Bear Stearns averted a seizure of the $516 trillion derivatives system, the ultimate Chernobyl for global finance.

"There was the risk of a total meltdown at the beginning of last week. I don't think most people have any idea how bad this chain could have been, and I am still not sure the Fed can maintain the solvency of the US banking system."

Also: den Derivaten-Supergau hat man gerade noch einmal verhindert.


Neu 2008-03-21:

[18:30] Falsches lineares Denken:

FAZ: Finanzmarkt-Risiken sind größer, als wir annehmen

„Die Finanzmärkte sind effizient“ lernen Wirtschaftsstudenten in der Regel an den Universitäten. Auf die These bauen weitere Theorien auf. Benoit Mandelbrot, der Begründer der fraktalen Geometrie, glaubt nicht daran.

In seinem jüngsten Buch „Fraktale und Finanzen. Märkte zwischen Risiko und Ruin“ (siehe auch Kasten unten) startet er einen Frontalangriff auf die herrschende Theorie der Finanzmärkte. Sie sind riskanter, volatiler, als wir glauben, erläutert er auch im folgenden Interview.


Neu 2008-03-19:

[10:00] Jetzt die europäischen Banken:

Spiegel: Experten fürchten Milliardenlöcher bei europäischen Banken

Horrornachrichten für europäische Geldhäuser: Laut einem Analystenbericht drohen der Schweizer Großbank UBS neue Abschreibungen von mehr als elf Milliarden Euro. Auch Finanzinstitute in anderen Ländern stehen demnach vor herben Verlusten - betroffen ist unter anderem die Deutsche Bank.

Hier gibt es auch einige Primary Dealers (wie die UBS) und andere Banken zum Untergehen. Siehe auch nächster Artikel.

Leserzuschrift-DE dazu:

es wird jetzt interessant. Kommt es im Euroraum zu einer Situation wie in den USA, dann stellt sich sehr schnell die Frage wer "lender of last resort" ist, denn in den Verträgen zur EZB ist dies offengelassen. Hier ist die EZB lediglich beauftragt die Preisstabilität zusichern, nicht aber Kredit fast beliebig zu schöpfen, wie die FED.
Dies kann die EZB auch gar nicht.

Die EZB ist genau umgekehrt konstruiert wie die FED. Die FED ist Zentralbank und hat regionale Töchter.

Die EZB ist die Tochter der 13, bzw.14 nationalen Notenbanken !!, die dorten ihre anteilsmäßige Einlage eingebracht haben. Die Euro-Mitgliedstaaten müßten also eine "Kapitalerhöhung" nachschießen, wenn die EZB zur direkten Geldschöpfung - wie die FED derzeit - übergehen wollte um Zusammenbrüche zu vermeiden. Dann müßten die bankrotten Mitgliedsstaaten - die PIGS voran - sich selbst kreditieren. Das geht natürlich nicht, außer der teutonische Block zahlte für alle anderen mit.

Bisher wurden die Banken noch von den nationalen Regierungen gestützt (IKB) oder gaben wenigstens pro forma (entgegen Art. 103,104 Maastrichtvertrag) ihre kaputten Hypotheken als wechselfähigen Papiere in Zahlung.

Betrifft eine Banken und Finanzkrise den Euroraum so hart wie die USA ist es mit dem Euro binnen Tagen vorbei.

Kann so sein mit dem Euro. Ich habe immer gewarnt, das ist eine sehr gefährliche Währung.Ein Euro-Kollaps macht das Chaos unermesslich gross.
 

[9:30] Die Krise beginnt erst:

FTD: Wolfgang Münchau: Es kommt dicke

Die große Finanzkrise fängt jetzt langsam an. Sie lesen richtig: Die Krise fängt langsam an. Was die gemeldeten Verluste oder die Zahl der Insolvenzen im Finanzsektor angeht, haben wir noch nicht einmal zehn Prozent der Krise gesehen - und was die Folgen für die Gesamtwirtschaft betrifft, noch nicht einmal fünf Prozent.


Neu 2008-03-17:

[20:30] Ein totaler Bank-Run der anderen Art:

Nouriel Roubini: A Generalized Run on the Shadow Financial System

Since the onset of the liquidity and credit crunch last summer this column has been arguing that monetary policy would be impotent to address such a crunch because, in part, of the existence of a non-bank “shadow financial system”. This system is composed of conduits, SIVs, investment banks/broker dealers, money market funds, hedge funds and other non bank financial institutions.

The Fed has no idea of which other primary dealers may be insolvent as it does not supervise and regulate those primary dealers that are not banks. But it is treating this crisis – the most severe financial crisis in the US since the Great Depression – as if it was purely a liquidity crisis. By lending massive amounts to potentially insolvent institutions that it does not supervise or regulate and that may be insolvent the Fed is taking serious financial risks and seriously exacerbate moral hazard distortions. Here you have highly leveraged non bank financial institutions that made reckless investments and lending, had extremely poor risk management and altogether disregarded liquidity risks; some may be insolvent but now the Fed is providing them with a blank check for unlimited amounts. This is a most radical action and a signal of how severe the crisis of the banking system and non-bank shadow financial system is. This is the worst US financial crisis since the Great Depression and the Fed is treating it as if it was only a liquidity crisis. But this is not just a liquidity crisis; it is rather a credit and insolvency crisis. And it is not the job of the Fed to bail out insolvent non bank financial institutions. If a bail out should occur this is a fiscal policy action that should be decided by Congress after the relevant equity holders have been wiped out and senior management fired without golden parachutes and huge severance packages.

Es gibt diesen Bank-Run schon seit Sommer 2007. Aber nicht primär auf die Banken selbst, sondern was sie daneben so aufgebaut haben: SIVs, etc. Jetzt wird dieser Run total.
 

[15:30] Der nächste Primary Dealer stirbt - Lehman:

Bear Stearns (BSC) is gone, so the markets are wondering who's next. The leading contender? Lehman Brothers (LEH).

Lehman's stock dropped 15% on Friday, and it's down another 33% in pre-market trading. Some specific concerns:

- Like Bear Stearns, Lehman is relatively small and undiversified.

- Like Bear Stearns, Lehman just reiterated that its "liquidity position is strong."

- Like Bear Stearns, at least one of Lehman's trading partners is cutting it off: The WSJ reports that Southeast Asia's biggest bank, DBS Holdings, has asked traders not to enter new transactions with Lehman Brothers. "DBS has sent an internal e-mail saying it would not deal with Lehman Brothers from now on."

- Like Bear Stearns, Lehman is levered about 30-to-1.

- Like Bear Stearns, Lehman chose not to raise additional capital last fall.

- Like Bear Stearns, no one has any idea what's really on Lehman's balance sheet (including, probably, Lehman)

Unlike Bear Stearns, says an analyst at ING, Lehman is NOT too big to fail, which means that the Fed might not be in such a panic to bail

 

[9:30] Fed finanziert Bear Stearns Übernahme:

Handelsblatt: Bear Stearns weit unter Marktwert verkauft

Die drittgrößte US-Bank JP Morgan Chase übernimmt die ins Trudeln geratene Investmentbank Bear Stearns. Der Kaufpreis von 236 Millionen Dollar liegt weit unter dem Börsenwert vom Freitag. Angesichts einer drohenden Verschärfung der Finanzkrise hat die US -Notenbank die Transaktion mit einer Risikoübernahme in Höhe von 30 Mrd. Dollar (18,9 Mrd. Euro) abgesichert.

Frage: kann man eine börsennotierte Firma so einfach übernehmen? Normalerweise ist das kompliziert. Da brennt wirklich der Hut.

Bear Stearns kann somit von der Liste der Primary Dealers gestrichen werden.
 

[9:30] Carlyle Hedge-Fond aufgelöst:

Spiegel: Carlyle-Fonds wird liquidiert

Wer über die Beziehungen von Carlyle etwas wissen will: Meet the Carlyle Group

Sogar denen stellte man schon Margin Calls zu und löst den Fond auf, wenn dem nicht nachgekommen wird.
 

[7:30] Der Goldpreis sagt, die Zentralbanken versagen:

Chris Laird: Gold says that Central Banks fail

Gold has risen in tandem with the credit crisis because the central banks are falling behind the world credit deleveraging since August. If the gold markets felt that the central banks had a handle on the credit crisis and world financial meltdown, ie that cutting rates would work to stop financial deleveraging and economic contraction, then gold would not rise as much.

This time, gold is clearly giving a verdict that Central Banks are failing to reflate a massive world deleveraging, that markets are going to unwind no matter what the CBs attempt to do.

Wenn die Frösche jetzt aufwachen, weil sie ihr Vermögen verloren haben, ist es zu spät - sie sind bereits gekocht.


Neu 2008-03-16:

[18:30] Welchen Horror bringt die nächste Woche?

Hier ein noch eine Liste der Fed Primary Dealers (zum Abhaken wenn sie untergehen):

NY_Fed: Primary Dealers List

BNP Paribas Securities Corp.
Banc of America Securities LLC
Barclays Capital Inc.
Bear, Stearns & Co., Inc.
Cantor Fitzgerald & Co.
Citigroup Global Markets Inc.
Countrywide Securities Corporation
Credit Suisse Securities (USA) LLC
Daiwa Securities America Inc.
Deutsche Bank Securities Inc.
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities LLC.
Goldman, Sachs & Co.
Greenwich Capital Markets, Inc.
HSBC Securities (USA) Inc.
J. P. Morgan Securities Inc.
Lehman Brothers Inc.
Merrill Lynch Government Securities Inc.
Mizuho Securities USA Inc.
Morgan Stanley & Co. Incorporated
UBS Securities LLC.

 

[14:00] Der nächste Krisenfall - Lehman:

aus der NYT:

"News of the bailout [von BSC] ignited fears that other big banks remain vulnerable to the continuing credit crisis, and stocks tumbled in another rocky day for the markets. Financial shares led the way, with shares of Bear Stearns plunging 47 percent. Hours after the rescue was announced, another Wall Street firm, Lehman Brothers, said it had secured a three-year credit line from banks. Its stock fell 15 percent."

Wieder eine Investment-Bank.

[15:30] Noch ein Krisenfall - der Primus:

Telegraph: Goldman Sachs to reveal $3bn hit

Goldman Sachs, Wall Street's most powerful investment bank, will this week announce asset writedowns worth about $3bn (£1.5bn), its biggest jolt to date from the crisis threatening to engulf the world's financial markets.

Jetzt geht es wirklich an das "Eingemachte".
 

[14:00] Die Dominos im Fallen:

NYT: A Wall Street Domino Theory

The Federal Reserve’s unusual decision to provide emergency assistance to Bear Stearns underscores a long-building concern that one failure could spread across the financial system.

“You get to where people can’t trade with each other,” said James L. Melcher, president of Balestra Capital, a hedge fund based in New York. “If the Fed hadn’t acted this morning and Bear did default on its obligations, then that could have triggered a very widespread panic and potentially a collapse of the financial system.”


Neu 2008-03-15:

[6:30] Bear Stearns - war es ein CDS-Problem?

Bloomberg: Finance Debt Risk Rises as Bear Stearns Fuels Failure Concerns

Bear Stearns was the 12th-largest counterparty to credit- default swap trades in 2006, according to Fitch Ratings research. Contracts linked to
$45.5 trillion of debt were outstanding at the end of June, according to the International Swaps and Derivatives Association.

`A Horror'

``Bear Stearns is a big counterparty in the credit derivatives universe,'' said Jochen Felsenheimer,
head of credit strategy at UniCredit SpA in Munich. ``If it were to default, definitely that situation is a horror. There would be huge distortions in the market. That is why the monetary authorities are trying to avoid any failure of banks.''

Offenbar kommt der "Horror" von fällig werdenden CDS-Derivaten. Gute Nacht, System.
 

[6:30] "Offizielle" Liste von Bank-Abschreibungen:

Bloomberg: Subprime Losses Reach $195 Billion; German Banks Get Hit: Table

The following table shows the $195 billion in asset writedowns and credit losses since the beginning of 2007, including reserves set aside for bad loans, at more than 45 of the world's biggest banks and securities firms.

German banks reporting earnings this week said they had further losses related to the U.S. subprime market as the value of the assets they owned fell in February.

Die realen Verluste werden auf etwa $3000 Mrd. geschätzt - also mehr als 10x so hoch.


Neu 2008-03-14:

[5:00] Auch höchst prominente Hedge Fonds müssen jetzt untergehen:

Spiegel: Angst vor der nächsten Super-Krise

Schock für die Börsen: Der 20 Milliarden Dollar schwere US-Fonds Carlyle Capital steht vor dem Aus. Tagelange Verhandlungen mit Kreditgebern über eine mögliche neue Finanzierung sind heute gescheitert.

Auch der "imperiale" Fond der mit der Bush-Familie verbundenen Carlyle Group. Da muss es wohl ganz schlimm aussehen. Ist es deswegen sie ein "Schock"?


Neu 2008-03-13:

[8:00] Der Kredit-Kollaps von 2008:

Martin Weiss: The Credit Collapse of 2008

The Credit Collapse of 2008 has begun.

The place is every home, business and government.

The time is now.

"The Fed's main weapons against a downturn," says The Times, "are ill-suited to a crisis that stems from collapsing confidence about credit quality."

2007 war nur ein Vorspiel. 2008 kommt der echte Kollaps.


Neu 2008-03-12:

[7:30] Kernschmelze:

FTD: Wolfgang Münchau: Der Kern des Finanzsystems schmilztmust read!

Die Anzeichen für eine katastrophale Entwicklung der globalen Kreditkrise mehren sich. In den vergangenen Tagen haben wir einen guten Einblick bekommen, wie eine Kernschmelze im globalen Finanzsystem aussehen könnte.

Zurzeit bricht eine Panik aus, die selbst hartgesottene Notenbanker wie den Chef der New Yorker Federal Reserve, Tim Geithner, an den Rand der Verzweiflung bringt. Wie Paul Krugman in dieser Woche in seinem Blog bei der "New York Times" bemerkte, nimmt Geithner mittlerweile kein Blatt mehr vor den Mund. Krugman bemerkte aber ebenfalls, dass die Fed angesichts dieser Bedrohung hilflos wirkt.

 

Sie wissen eigentlich nicht, was sie tun: Night of the Living Fed


Neu 2008-03-09:

[20:30] Hedge Fonds in der Krise und Margin Calls:

FAZ: Hedge-Fonds geraten in den Strudel der Finanzkrise

Auf den internationalen Finanzmärkten greift die Angst vor einer durch Zusammenbrüche von Hedge-Fonds ausgelösten systemischen Krise um sich. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Banken im großen Stil von Hedge-Fonds höhere Sicherheiten verlangen werden, sagt Jochen Felsenheimer, Leiter Kreditstrategie der Großbank Unicredit. Dies könnte viele der häufig extrem hoch verschuldeten Anlagegesellschaften in eine Krise stürzen. „Diese Gefahr bewegt die Märkte derzeit - es ist eine systemische Gefahr."

 

[10:00] Real werden die Banken heimlich verstaatlicht:

NakedCapitalism: Covert Nationalization of the Banking System

But accountability has gone out of style. The Federal Reserve is injecting equity into failing banks while calling it debt. Citibank is paying 11% to Abu Dhabi for ADIA's small preferred equity stake, while the US Fed gets under 3% now for the "collateralized 28-day loans" it makes to Citi.

From a corporate finance perspective, Waldmans' argument about the Fed effectively being an equity provider isn't as off base as it sounds. If you as a creditor are unable to call in your loans or otherwise exercise your contractual rights, your position is so badly subordinated that you are effectively equity. And there is no indication that the Fed will take any more action relative to the banks that become dependent on it beyond its normal supervisory role. To behave otherwise, after all, would make it even more difficult for those organizations to function in the marketplace, which risks damaging their ability to function even further.

Die Zentralbanken können ihre Kredite aus den Banken nicht mehr zurückziehen. Damit werden sie praktisch Aktionäre.


Neu 2008-03-08:

[15:30] Festhalten - die Fannie & Freddie MBS kommen dran:

LaRouche: Carlyle Collapse Shows that Fannie and Freddie are Bankrupt

The impending collapse of Carlyle Capital, the mortgage-backed securities scam set up by Carlyle Group, is best seen as a reflection of the actual bankruptcy of the two biggest mortgage entities in the US - Fannie Mae and Freddie Mac.

Carlyle Capital is frantically liquidating portions of its $22 billion portfolio, trying to stop the hemorrhaging, as its investors are dumping their holdings as fast as they can. Trading of Carlyle Capital stock was suspended today in Amsterdam trading, after they failed to repay lenders.

The $22 billion portfolio did not come from investors, however, but is almost entirely from leverage against the $300 million in shares sold just last year, which was then leveraged into $22 billion in "AAA-rated mortgage backed securities issued by Fannie and Freddie" - about as safe as you can get, the public had been led to believe.

Da sind die Margin Calls richtig herumgeflogen. Warum wohl? weil die Preise dieser AAA-MBS (werden auch von Zentralbanken gekauft) gesunken sind.

 

[14:30] Aus "Gold This Week" von Bill Bucker (www.the-privateer.com) - wie desperat die Situation ist:

Out there in the paper economy which the Fed under Alan Greenspan administered with such panache for so many years, the fear is growing daily. As yields on Treasury paper continue to fall, the rates charged for borrowing by anyone except the US federal government continue to rise. Even fixed US mortgage rates are UP since the Fed starting cutting its rates so agressively in January. The reason for this was given by Mr Paul Miller, an analyst at Friedman, Billings, Ramsey on March 7. It is very simple. The mortgage market is short of CAPITAL to the tune of (at least) $US 1 TRILLION.

The principal financiers of mortgages in the US (and everywhere else) make use of HUGE amounts of leverage when they obtain the funding needed. Mr Miller points out that in the US, $US 11 TRILLION of mortgage debt is "supported" by a little under $US 600 Billion of equity. That is a ratio of about 19 to 1. As the concept of risk has re-entered the markets for debt paper, the amount of leverage available has declined sharply. In some markets, it has disappeared entirely. Hence margin calls and hence calls on the tiny capital base which is supporting this mountain of debt.

In sum, never in its history has the Fed piled so many new schemes for getting newly created money out into the system at the speed it is doing so at present. Never in its history has the Fed resorted to such outright inflation. This is a "virtual" fleet exercise in Mr Bernanke's famous "helicopter money". The only difference is it is not - yet - raining $100 bills.

That situation remains the case, and we did indeed get some "heavy weather" over the week just ended. But as the situation in the paper markets becomes ever more dangerous and the Fed's attempts to deal with it become ever more desperate, the pressure UNDER Gold grows apace. It might take Gold a while to get above and consolidate above the $US 1000 level. But when it does - and it will - the upside potential is vast.

Die Fed (und die EZB) tun alles, um Geld in das System zu pumpen - viel mehr als in den 1930er Jahren. Das einzige, was noch fehlt, ist dass man $100 Scheine vom Himmel regnen lässt.

Wenn Gold $1000 überschreitet, wird es richtig hochfahren.


Neu 2008-03-06:

[16:00] Margin-Call an Bush's Carlyle Group:

Bloomberg: Carlyle Fund Gets Default Notice After Margin Calls

Carlyle Group's publicly traded mortgage bond fund failed to meet margin calls and said it received a notice of default as banks call in loans against even the highest-rated bonds.

Carlyle Capital Corp. missed four of seven margin calls yesterday totaling more than $37 million, the Guernsey, U.K.- based fund said today in a statement. The fund expects to get at least one more notice of default related to the margin calls.

The collapse of the subprime mortgage market has prompted investors to flee all but the safest forms of debt, leading to the failure of hedge funds including Peloton Partners LLP. The Carlyle fund raised $300 million in July and used loans to buy about $22 billion of AAA rated agency mortgage securities issued by Fannie Mae and Freddie Mac, securities that have the ``implied guarantee'' of the U.S. government, according to Carlyle.

Die Banken schrecken jetzt offenbar vor niemandem mehr zurück. Dieser Hedge-Fond hatte aber eine extreme Leverage. Offenbar gehen die Fannie & Freddie MBS auch schon runter. Die Carlyle Group ist eng mit der Bush-familie verbunden.


Neu 2008-03-04:

[13:00] Was mit Subprime-Krediten wirklich passierte:

The Subprime Primer super!

Der Weg der CDOs.
 

[9:30] USA - die Bank-Grössen auf der Anklagebank:

Bloomberg: JPMorgan, Bear Stearns, Ex-UBS Bankers Targeted in Muni Probe

The criminal investigation of U.S. municipal bond firms is spreading as current or former bankers at Bear Stearns Cos., UBS AG, JPMorgan Chase & Co. and Deutsche Bank AG disclosed they are targets of the probe.

The Justice Department investigation follows Internal Revenue Service audits into whether banks overcharged state and local governments for investment contracts and derivatives, much as they did with Treasury bonds during the ``yield burning'' scandal of the 1990s.

Lawyers in the municipal bond industry said the criminal probe is the biggest in the history of the almost 200-year-old market, where states, cities and towns have $2.6 trillion of debt outstanding. The Federal Bureau of Investigation has raided three brokers that advise local governments and ran the bidding as part of the probe, which may involve transactions as far back as 1992.

Natürlich ist auch wieder die UBS dabei. Und Joe's Bank.

In Europa haben sie auch solche Sachen mit den Städten gemacht. Kommen hier auch Anklagen?


Neu 2008-03-03:

[17:70] Buffet steigt nicht in Bond-Versicherung ein:

Buffet zieht Rettungsangebot an Anleihenversicherer zurück
New York (BoerseGo.de) - Der Milliarden-Investor Warren Buffet erklärte gegenüber dem Fernsehsender CNBC, dass sein Angebot zur Unterstützung der Anleihenversicherer vom Tisch ist. Vor einigen Wochen hat Buffet den in Schwierigkeiten befindlichen größten US-Anleihenversicherern MBIA, Ambac und FGIC die Übernahme von Bürgschaften bei Kommunalobligationen im Volumen von 800 Milliarden Dollar angeboten.

MBIA, Ambac, die Muni-Bonds und die davon betroffenen Banken werden jetzt ihr "Lebenslicht aushauchen". Der Retter hat aufgegeben. Festhalten!

[9:00] Massive Muni-Bond Krise in den USA:

Bloomberg: Munis Have Worst Month Since '03 on Auction-Rate Woes

U.S. municipal bonds are headed for their worst month in more than four years after collapsing demand for securities with rates set at periodic auctions sent debt costs for state taxpayers and hospitals as high as 20 percent.

The $330 billion auction-rate market froze after dealers stopped purchasing the bonds when buyers failed to bid. Their lack of support has spread to the broader tax-exempt market, sending yields soaring. Borrowers from California to New York City plan to convert the securities to longer-term debt, raising concern that a flood of bonds will overwhelm already sparse demand from banks and hedge funds.

``We're going to get smashed with new-issue volume from all these auction-rate bonds'' that are being converted, said Brian Battle, a trader and vice president at Performance Trust Capital Partners in Chicago.

Das sieht böse aus. Jetzt können sie ihre kurzfristigen Anleihen nicht mehr in Langfristige umwandeln. Die erste US-Stadt ist schon pleite. Viele andere werden jetzt bald folgen - zusammen mit weltweiten weiteren Bank-Verlusten. Warum etwa wollen die UBS und die Dresdner Bank den Monoliner MBIA und Ambac retten?


Neu 2008-03-01:

[17:30] Der Zeitliche Ablauf der Krise:

Paul Lamont: Credit Crisis Timeline - From Foreclosures To Bank Failures

As Charles Kindleberger asks in the investment classic Manias, Panics and Crashes ; “the essence of financial distress is loss of confidence. What comes next - slow recovery of belief in the future as various aspects of the economy are corrected, or collapse of prices, panic, runs on banks, a rush to get out of illiquid assets and into money?”

 

[17:00] Noch mehr Krebsgeschüre bei den Banken:

Tagesanzeiger: Kreditkrise noch schlimmer als befürchtet

Die Finanzbranche muss sich auf noch höhere Abschreiber gefasst machen: Die UBS rechnet mit total 600 Milliarden Dollar.

Wenn die absehbaren Korrekturen bei den Geschäftsliegenschaften eingerechnet werden, kommt man rasch auf die von der UBS genannte Grössenordnung von 600 Milliarden. Der Chefökonom von Goldman Sachs, Jan Hatzius, schätzt die Verluste bei den Geschäftsliegenschaften auf bis zu 180 Milliarden. Die Folgen für das Wachstum in den USA bezifferten sie mit minus 1,3 Prozentpunkten.


Neu 2008-02-28:

[14:00] Neue Banken-Abschreiber:

Handelsblatt: Royal Bank of Scotland muss Milliarden abschreiben

Eine der größten Banken Europas, die Royal Bank of Scotland, muss im Zuge der Subprime-Krise deutlich mehr abschreiben, als erwartet. Statt der avisierten 1,6 Milliarden Euro kostet das Institut die Schieflage auf dem US-Hypothekenmarkt 2,8 Milliarden Euro. Dennoch wuchs das Geschäft im letzten Jahr stärker als von Analysten angenommen.

Das geht jetzt immer so weiter, bis sie tot sind. Die RBS war auch bei der "Ambac-Rettung" dabei. Also kommt noch viel Schlimmeres.

Wie wäre es mit einem Bank-Run auf die RBS? Die Briten sind hier schneller als Andere.


Neu 2008-02-27:

[22:30] Die nächste US-Bubble platzt - Kreditkarten:

Focus: Wann platzt die Kreditkartenblase

Die US-Hypothekenkrise ist noch nicht vorüber, da braut sich schon das nächste Gewitter zusammen: Immer mehr Amerikaner können ihre Kreditkartenschulden nicht mehr

Auch diese Kredite wurden securitized und weltweit verkauft. Neue Bomben überall.
 

[21:00] Die Kreditkrise kommt zum Primus:

Handelsblatt: Jetzt trifft es die Elite der Wall Street

Die Wall Street bereitet sich auf ihre erste Schreckensbilanz des neuen Jahres vor; Analysten überbieten sich mit düsteren Prophezeiungen: die Gewinne brechen ein, neue Abschreibungen auf riskante Kreditderivate kommen hinzu. Der von der Finanzkrise ausgelöste Negativtrend erfasst jetzt auch jene Institute, die bislang nahezu ungeschoren davonkamen.

 

[15:30] Ein Stück Hausverstand von der Safe Wealth Group in deren letztem Bericht:

If you are to rely on a risk rating system as indeed you must, we then have no shame in stating that only
one has any merit; it is SWC’s Institutional Survivability Indicator™ (ISI™) if only because it is based on
one simple yet critically important premise: What will happen to the assets of any institution if a
depression arises “tomorrow morning”? Will they be in a position to survive? Will they be able to pay
out everybody on demand, even if they have to close their operations thereafter due to lack of
profitability? It should be obvious to all that only institutions that can survive such a climate are worthy
of trust during a depressionary deflation or a hyperinflationary climate.

Ganz einfach: man stelle sich vor, morgen gibt es eine Depression. Welche Institution kann dann alle Anleger auf der Stelle auszahlen? Das ist der Masstab für Sicherheit. Da braucht man keine Rating-Agentur, die eigentlich Teil des Wall Street Inzest ist.

Aus dem selben Bericht über kommende Devisenkontrollen:

This is an appropriate time to remind all readers that currencies are first and foremost the property of
those who issue them; the State! As a result, if and when issuing nations come to believe that capital or
even full blown exchange controls are needed to ensure that government’s financial aspirations are not
derailed, they will so invoke without any hesitation. At such a time, a loud outcry against “wild
speculation” will be heard globally, particularly if the currency markets are deemed to be in turmoil, i.e.
the U.S. dollar is falling. Wealth preservationists will then be deemed to be greedy currency speculators
if only because THEY WILL WANT TO GET RID (SELL) CURRENCIES THAT ARE DESTROYING THEIR
WEALTH, PRECISELY WHEN MASSIVE CAPITAL OUTFLOWS WILL BE CONTROLLED OR SIMPLY BE
FORBIDDEN. UNDER SUCH CIRCUMSTANCES, THERE WILL NO LONGER BE ANY CAPACITY TO TRANSFER
CAPITAL INTO ANY SAFE INSTITUTION
. Put simply, the game will be over. Investors who will not have
acted prior to the crisis unfolding will then suffer horrible consequences as they come to witness the
complete destruction of their wealth. And, as that destructive process unfolds, unprotected investors will
be strictly unable to do anything about it. Moreover, the financial institutions that are always needed to
conduct capital transfers may well, by then, not even be operational!

Ja, die Währung gehört dem Staat, er bestimmt darüber. Daher kann er auch Devisenkontrollen einführen, wenn eine Flucht daraus beginnt. Man kommt dann nicht mehr aus dieser Währung heraus, sondern muss zusehen, wie sie im Wert kollabiert.Die ersten Anzeichen, dass soetwas kommen könnte, sind schon da!


Neu 2008-02-26:

Aus dem Midas vom 25.2. zur "Ambac-Rettung":

To all; WAIT A MINUTE! This just in, AMBAC, and MBIA get reaffirmed AAA ratings? This is not possible. AMBAC has a market cap of $1 Billion. They insure $700 Billion of municipals. They are heavily involved in the CDS markets. This is clearly too much leverage. Last week, the week before that, and the week before that, we listened to speculation that the insurers could go under. Now, no deal has been cut yet to provide much needed capital, nothing has changed in the housing or mortgage market, nothing at all has changed over the last 3 weeks or three months. BUT, presto, AMBAC, and MBIA get their AAA ratings affirmed. I ask, how is this possible? I suspect others will be asking the same thing, shortly.

Die Zahlenverhältnisse sind einfach zu ungünstig für eine Rettung.

Zu anderen PPT-Aktivitäten:

The PPT [Plunge Protection Team] keeps propping up the market so the public doesn't panic. This has worked to a degree because the public watches the Dow Jones and not the "guts" of the credit markets. The rub here is that the "guts" of the credit markets are what makes the world go round. NO CREDIT, NO ECONOMY! Plain and simple. The real economy is going off a cliff here and now, and the stock market has a bid under it by "The Presidents Working Group on Financial Markets". Wonderful!

Northern Rock, the British bank was nationalized, several German state owned banks are on the verge of collapse, our banking system is frozen solid, credit markets of all types in the US are in shambles, inflation is exploding while credits and the real economy are imploding. It is all perception until it is not, or until perceptions change Change they will! We also had a 200+ point rally Friday afternoon because AMBAC announced that they were close to a deal to raise $2.5 Billion. What a joke. They have a market capitalization of about $1 Billion, insure $700 Billion of munis, and Lord knows how much in Credit Default Swaps, and $2.5 Billion will solve all problems and save the world!

The public will keep their heads in the sand until they don't. More than likely, when they collectively lift their heads to look around it will be too late. While the public slept, they had their collective A$$E$ shot off. They will then panic, after it is too late. This is for all the marbles! All the financial marbles will will be in the "real" bag, the "paper" bags will be empty. As I see it, much if not all of the "paper" created over the last 25 years or so, will blow away. We will restart, rebuild, rethink, everything financial, starting from a solid foundation. Metals, or other real goods will back money, debt will be backed by real properties with real appraisals. When it comes to money, plain and simple trumps bells and whistles.


Neu 2008-02-16:

[21:00] US-Banken, alles marode:

FAZ: Amerikanische Banken rüsten sich für ein hartes Jahr 2008


Neu 2008-02-13:

[15:00] Vorbereitung auf die 1. Bankenpleite?

BerlinerMorgenpost: Die Angst vor einer Bankenpleite


Neu 2008-02-12:

[21:00] Der neueste PPT-Trick - Buffet:

Bloomberg: Buffett Bids for MBIA, Ambac Municipal Bond Contracts
ManagerMagazin: Buffett greift ein

Billionaire investor Warren Buffett said he offered to shore up $800 billion of municipal bonds guaranteed by troubled MBIA Inc., Ambac Financial Group Inc. and FGIC Corp. in a bid to gain 33 percent of the debt insurance market.

He is offering to take the fattest, most profitable part of their business,'' said Jerry Bruni, president and portfolio manager, at J.V. Bruni and Co. in Colorado Springs, Colorado.

Ob das wirklich Warren Buffet ist oder eine geheime Paulson/Bernanke-Aktion? Als Investor müsste er wissen, dass die Steuereinnahmen der US-Städte gerade zusammenbrechen und daher riesige Muni-Bond-Ausfälle kommen werden. Den Aktienkursen weltweit hat es jedenfalls gut getan.


Neu 2008-02-11:

[21:30] Sind jetzt die Versicherungen dran?

Spiegel: Weltgrößter Versicherer schlittert in die Krise

Kreditkrise und kein Ende: Die Wirtschaftsprüfer des weltgrößten Versicherers American International Group haben Unregelmäßigkeiten bei der Verbuchung von Kreditderivaten entdeckt - was den Aktienkurs um mehr als zwölf Prozent abstürzen ließ.

"Kleine Derivatenprobleme"? AIG war tief da drinnen. Welche Versicherungen trifft es noch?
 

Da hilft Gold: Bester Schutz fürs Depot

Die Realrenditen für amerikanische Staatsanleihen (T-Bills), also die nominale Rendite minus der Inflationsrate. Der historische Verlauf zeigt: Immer wenn die reale Rendite der T-Bills, die weniger als ein Jahr Laufzeit haben, unter die Nulllinie fiel, war das sehr positiv für den Goldpreis. Angesichts der mittel- bis langfristig höheren Inflationserwartungen dürften die Realrenditen noch eine Weile negativ bleiben. Im Schnitt legte die Notierung der Feinunze in solchen Jahren um mehr als 20 Prozent zu.

Anscheinend sind besonders vermögende Privatkunden in größerem Stil dabei, sich mit Barren und Münzen einzudecken, munkeln Privatbanker. Das entspricht den Erfahrungen des Münchner Goldhändlers Proaurum. Die Filiale in der bayerischen Landeshauptstadt musste ihre Schalteröffnungszeiten einschränken, um die hohe Nachfrage abarbeiten zu können. Goldbarren und -münzen werden ab dem 1. Januar 2009 für Anleger aus einem weiteren Grund noch interessanter: der Abgeltungsteuer. Denn: Nach einer zwölfmonatigen Haltefrist sind Gewinne aus physischen Edelmetallpositionen weiterhin steuerfrei. Die Finanzbehören stufen Barren und Münzen – ähnlich wie Kunst – als Sachwerte ein.

Ist ein Licht aufgegangen? Gold hilft nicht nur gegen negative Anleihenrediten, sondern auch gegen die deutsche Abgeltungssteuer!


Neu 2008-02-10:

Nouriel Roubini's 12 Stufen-Szenario für den Untergang:

Goldseiten-Forum: Nouriel Roubini goes Paul C. Martin

1: US-Immokrise entwickelt sich zur schlimmsten der US Geschichte
2: Subprime-Krise wird zur generellen Hypothekenkrise, d.h. auch die prime Hypos müssen beträchtlich abgewertet werden (und alles was ABS/CDO-technisch damit zusammenhängt)
3:Im Zuge der einsetzenden Rezession werden auch andere Arten von Krediten zunehmend ausfallsanfällig, insbesondere Kreditkarten und Autoloans
4: Die Monolines werden ebenfalls stärker beansprucht und schliesslich downgegraded, und das wiederum führt zu weiteren Einbrüchen auf den Asset-Märkten, insbesondere den Aktienbörsen
5: Der Commercial Real Estate Makt erleidet in Kürze einen ähnlichen tailspin wie der private Immomarkt, wegen ebenso laxer Kreditpraktiken
6: Eine große regionale oder gar nationale Bank geht schliesslich K.O., was private Bankkunden nervös machen und das Risiko von "Bank runs" à la Northern Rock erhöhen wird
7: Syndizierungs- und Securitisationmöglichkeiten der Banken reduzieren sich auf ein Minimum, was dazu führt, dass eine Reihe ausstehender Jumbo-loans in die eigenen Bücher genommen und wertberichtigt werden wird müssen
8: Im Zuge der stärker werdenden Rezession werden auch die Konkurs- und default-Quoten im Corporate Bereich stark zulegen, und mit ihnen die Risikoprämien für Bonds. Was die Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen noch weiter einschränkt.
9: Das "Schattenbankensystem" (i.e. die Geldmarkfonds, Investmentbanken, PE Häuser, etc), damit sind alle gemeint, die ähnlich wie banken am kurzen Ende leihen und am langen Ende investieren, wird in heftigste Schwierigkeiten geraten, weil ihnen die Finanzierungsquellen wegbrechen.
10. Die weltweiten Aktienmärkte preisen die US Rezession voll ein, der S&P 500 verliert rund 30%.
11: Kreditquellen sind nun weitestgehend versiegt, im Inter-Bankenbereich und auf Teilmärkten auch wegen zunehmend wahrgenommenen "Counterparty"-Risikos (= Vertrauensverlust).
12: Der "vicious circle" von fire sales, forced sales, weiteren Abschreibungen, Eigenkapitalverlusten, Bankrotten, etc. setzt ein und wird an den asset Märkten zu Preisfeststellungen führen, die deutlich unter den "inneren Werten" liegen.


Neu 2008-02-09:

Die Wichtigste aller Bubbles - Staatsanleihen:

Peter Schiff: The Mother of all Bubbles

Given all of the inflation that already exists, and all of the additional inflation likely to be created over that time period, why would anyone pay par value for the right to receive $1,000 in thirty years in exchange for a mere 4.5% coupon? Although it looks like the sucker bet of the century, the fools have been lining up to buy. Alan Greeenspan called this a "conundrum." I simply call it mass delusion of the same variety that brought us pets.com, and $800,000 tract homes in the middle of the California desert.

As we have learned from previous bubbles they can inflate for a long time before they burst. As this one has been inflating longer then most it has amassed quite a bit of air. When it ultimately finds its pin the popping sound will be deafening.


Neu 2008-02-06:

[16:00] Die Mutter aller Finanzkrisen - $20 Billionen schwer:

Telepolis: Droht die "Mutter aller Finanzkrisen"?

Das große Problem, das Petersen nun herannahen sieht, ist die Gefahr, dass diese Abwertung ungeordnet erfolgen werde: "Viele Dollar-Halter - unter anderem Zentralbanken, staatliche Investmentfonds (Sovereign Wealth Funds) und private Investoren – wollen dringend in andere Währungen diversifizieren. Da die ausländischen Dollarbestände insgesamt mindestens 20 Billionen Dollar umfassen, könnte selbst eine bescheidene Umsetzung dieser Wünsche einen freien Fall des Dollar und eine umfassende Zerrüttung der Märkte und der globalen Wirtschaft bewirken." Diese schon länger umlaufende Angst sei laut Peterson an den Märkten und bei Geld- und Wirtschaftspolitiken zuletzt massiv angestiegen.

Hier wird beschrieben, wie die nächste Phase aussehen wird: Flucht aus dem Dollar und dem System.


Neu 2008-01-31:

Junk Bond Spreads bereits auf 7%:

Bloomberg: Junk Bond Rising Spreads Signal Worst Bust Since 2001

The market for high-yield, high-risk bonds shows that a U.S. recession is a foregone conclusion.

In a recession, the extra yield investors demand to own junk bonds instead of Treasuries would widen to an average of more than 10 percentage points from about 7 percentage points, said Parks, who wouldn't disclose what he was buying or selling. The spread was a record low of 2.41 percentage points in June.

``The market is saying `We're on the verge of a recession and we may see an incredibly rapid escalation in the default rate,''' said Martin Fridson, chief executive officer of high- yield research firm FridsonVision LLC in New York. ``The floodgates could really open.''


New 2008-01-30:

Shredder und Datenvernichter haben Hochkonjunktur an der Wall Street:

Handelsblatt: FBI ermittelt in Subprime-Krise gegen 14 Firmen

Das FBI hat wegen der Subprime-Krise eine Untersuchung gegen 14 Konzerne eingeleitet. Wie die US-Ermittlungsbehörde am Dienstag mitteilte, gehören Insiderhandel und Bilanzverstöße zu den Vorwürfen.


Neu 2008-01-29:

Bank-Implode-O-Meter:

http://bankimplode.com/


Neu 2008-01-28:

Dafür schlägt Gold die Aktien:

FTD: Gold schlägt Aktien

Die Edelmetallpreise steigen weiter. Gold überwand jetzt die Marke von 920 Dollar je Unze – so teuer war es noch nie. Ein Umdenken hat in den Köpfen der Anleger eingesetzt: Früher belächelte Vermögensformen feiern ein Comeback, während bislang als Renditebringer geltende Anlageformen immer häufiger als risikoreich empfunden werden. Rohstoffe gewinnen zu Lasten der Aktien.

Die FTD kapiert es schon, wann werden es auch die Börsianer kapieren? In den Aktien ist nur mehr "Abwärts-Potential".


Neu 2008-01-27:

George Soros sieht die schlimmste Wirtschaftskrise seit 60 Jahren kommen:

Standard: Die schlimmste Krise seit 60 Jahren
Truthseeker: Soros predicts worst recession for 50 years , Soros Sees End of Dollar-Backed Credit Expansion

Die aktuelle, durch das Platzen der Immobilienblase in den USA ausgelöste Finanzkrise markiert auch das Ende des Zeitalters der Kreditexpansion, die auf dem Dollar als internationale Reservewährung beruhte. Diese gegenwärtige Krise ist weit gravierender als alle, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auftraten. – Warum? Boom-und-Bust-Prozesse drehen sich üblicherweise um Kredite und sind immer, wie ich erstmals vor 20 Jahren in meinem Buch „Alchemie der Finanzen“ darlegte, mit Verzerrungen und falschen Vorstellungen verbunden – üblicherweise dem Nichterkennen eines reflexiven, zyklischen Zusammenhangs zwischen der Bereitschaft, Geld zu leihen und dem Wert der dafür zur Verfügung gestellten Besicherung. Der jüngste Immobilienboom in den USA ist ein typisches Beispiel dafür.

He added he was surprised how little it was understood that a US recession was also a threat to Europe.

Kommentar erübrigt sich. Das Ende der Kreditexpansion ist erreicht, jetzt kommt der Kollaps. Auch in Europa.

[20:30] Der "Grossmeister" Leeson zur Societe Generale Sache:

Spiegel: Ex-Börsenschwindler Leeson berichtet von zahllosen vertuschten Fällen

Der frühere Börsenhändler und verurteilte Betrüger Nick Leeson wirft den Banken eine mangelhafte Risikokontrolle vor. Solche Fälle wie jetzt bei der Société Générale könnten überall passieren. Seiner Erfahrung nach vertuschen die Geldhäuser Betrügereien häufig, damit sie nicht bekannt werden.

Leeson, der wegen Betrugs zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, hält den Großbanken vor, ihren Händlern blindes Vertrauen zu schenken und enorme Summen in Märkte zu investieren, die sie gar nicht hinreichend bewerten könnten.


Neu 2008-01-24:

"Jerome Leeson":

Spiegel: Skandalhändler enttarnt - Société-Générale-Chef verzichtet auf Gehalt , Börsenschwindler, Seiltänzer, Hochstapler, Händler stürzt Großbank mit Milliardenbetrug in die Krise

Der Betrüger ist demaskiert: Ein Händler namens Jérôme Kerviel soll die französische Großbank in die größte Krise ihrer Geschichte gestürzt haben. Bankenchef Bouton will nun bis zum Sommer auf sein Gehalt verzichten. Hundert Anleger haben die Bank bereits verklagt.

Das klingt irgendwie gekünstelt. Ein neuer Nick Leeson (der, der allein die Barings-Bank versenkt hat) ist aufgetaucht. Da wird dieser Typ wohl vorgeschoben, um auch andere Verluste zu kaschieren.

Solche Kontrollversagen haben immer mit dem Management zu tun, das Gewinne sehen will und dann alle Vorsicht fallen lässt.


Neu 2008-01-23:

[16:30] Die "Experten-Kaiser" verlieren die Kleider:

Welt: Das Börsendesaster der Finanzexperten must read!

Wer vor einem Jahr die Volkswirte dieser Welt um eine Prognose bat, dem wurde ein rosiges Bild vorgestellt. Die Experten haben uns denkbar schlecht auf diese vielleicht schlimmste Finanzkrise der USA seit 1929 vorbereitet. Wie riskant das Geschäft mit den Krediten ist, haben offenbar alle unterschätzt.


Neu 2008-01-22:

Die Parole "Rette sich wer kann" wurde ausgegeben:

[20:00] und es läuft weltweit synchron - Mike Shedlock: Global Decoupling Myth Shattered In Equity Selloff
 

Der Börsencrash geht weiter:

Spiegel: Dax verliert zu Börsenbeginn fünf Prozent , Neuer Börseneinbruch in Asien - Indien setzt Handel aus

Desaströser Auftakt an der deutschen Börse: Bereits in den ersten Minuten verlor der Dax über fünf Prozent - und liegt damit so niedrig wie seit Dezember 2006 nicht mehr. Zuvor waren die asiatischen Börsen eingebrochen. Nervös warten die Anleger auf die Reaktionen der Wall Street.

 

[16:30] Hier noch eine Liste mit Handelseinschränkungen: EUWAX - Handelseinschränkungen

[15:30] Die nächste Banken-Beichte BoA:

Spiegel: Bank of America schockt die Wall Street

Schwarzer Tag für die Bank of America: Der Nettogewinn des Instituts ist im vierten Quartal 2007 um rund fünf Milliarden Dollar gesunken. Das schlechte Ergebnis könnte die ohnehin krisengeplagte Wall Street schwer belasten.

Uns so weiter, und so weiter...

[17:30] Citigroup kurz vor der Pleite?

Sharewise: Citigroup vor Insolvenz? Tabula rasa!

Dann geht es rund. Hat dort noch jemand Geld? ABHEBEN!


Neu 2008-01-21:

[16:00] Auch den Dax hat es erwischt:

Spiegel: Dax stürzt ab - größter Kursrutsch seit 9/11
Handelsblatt: Panikverkäufe lassen den Dax einbrechen

Die Angst vor einer Rezession in den USA hat am Montag zu einem drastischen Kurseinbruch am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der deutsche Leitindex stürzte unter die 6 900-Punkte-Marke. Damit zeichnet sich der größte Crash seit dem 11. September ab, als der Dax über acht Prozent nachgegeben hatte. Händler sprechen von panikartigen Verkäufen. Die Umsätze seien „gigantisch“, ein Boden derzeit nicht in Sicht.


Neu 2008-01-20:

Wir haben bisher nur "Peanuts" gesehen:

WIWO: Löcher in Bankbilanzen summieren sich bereits auf 142,3 Milliarden Dollar

Ein Ende der Finanzkrise ist nicht Sicht. Nach Berechnungen der WirtschaftsWoche summieren sich die bisherigen und angekündigten Löcher in den Bankbilanzen bereits auf 142,3 Milliarden Dollar.

War "Peanuts" nicht die Bezeichnung für kleinere Summen bei den Bankern?. Diese 142 Mrd. sind auch Peanuts. Die wahren Verluste werden schon auf $3000 Mrd. geschätzt.
A trillion here, a trillion there, and we start to talk about real money.


Neu 2008-01-16:

[18:00] Neue Downgrade-Welle bei CDOs:

FT: Brace yourselves: S&P adjusts risk models

It will mean huge new downgrades on CDO tranches from the 2005 vintage through to 2007.

We suspect this will push hundreds more CDOs through “events of default” and a significant number into liquidation - a likely repeat of the disastrous events in November and December, when CDOs went into meltdown and banks were forced to admit further humiliating writedowns. The last time S&P tweaked their loss-curves was at the end of October.

Wer bisher noch daran festgehalten hat, bekommt jetzt wieder den Hammer auf den Kopf. Diesesmal gehen viele CDOs offenbar in den "Default" = Pleite = Wertlos.


Neu 2008-01-15:

[14:30] Jetzt sind die Citigroup-Zahlen da, zumindest ein Teil davon:

Handelsblatt: Citigroup schreibt Rekordsumme ab

Die US-Bank Citigroup ist angesichts der Kreditmarktkrise tief in die roten Zahlen gerutscht und hat einen Quartalsverlust von 9,83 Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) ausgewiesen. Wie die größte US-Bank am Dienstag mitteilte, sind darin Abschreibungen in Rekordhöhe enthalten.

Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, das was man nicht verstecken konnte.

Ob es jetzt endlich eine negative Auswirkung auf den DOW geben wird?


Neu 2008-01-13:

Neueste Banken-Verluste $3 Trill.:

BÜSO: Spekulationsverluste erreichen Billionenwerte

Ein erfahrener europäischer Bankier sagte gegenüber der Nachrichtenagentur EIR, die Probleme in 2008 spielten sich „in einer ganz anderen Größenordnung ab als in 2007“. Jetzt müssten Banken und Finanzinstitute ihre Bücher gegenüber externen Prüfern öffnen. Man könne davon ausgehen, daß es um eine ganze Reihe von Bilanzen weit schlechter bestellt sei, als zunächst für das 4. Quartal angegeben wurde, was zu Konkursverfahren von Banken und Finanzinstituten führen werde. Obwohl die bisher von den Zentralbanken geschätzten offiziellen Verluste bereits bei hunderten von Milliarden $ liegen, bewegen sich seiner Schätzung nach die jetzt schon absehbaren Verluste eher in einer Größenordnung von 3 Bio. $.

 

http://blogs.marketwatch.com/greenberg/2008/01/the-real-story-on-countrywide/

1. The Fed is behind the deal.
2. The Fed is behind the deal because the rumors yesterday of a near bankruptcy were probably true.
3. As part of the deal, the government likely agrees to guarantee BofA against Countrywide-related losses.
4. Lost in the in the noise yesterday was that Moody’s downgraded the ratings on 30 (count ‘em — THIRTY!) tranches of Countrywide’s mortgage debt by more than a few notches. They did something similar before American Home Mortgage filed for bankruptcy.
5. Investors bid the stock higher assuming a premium when it’s likely that BofA still needs to fully assess the value of the assets before the deal’s full value will be known.
6. Big question, of course, is what Countrywide investors will get.
7. Rule of thumb with bankruptcies: Stocks often double on their way to zero.
8. BofA gets a free bank and a put to the government.

BAC buying CFC and JPM buying WM. BAC and JPM are 2 of the original Fed-owner banks. We have always said (at least I have been) that the Fed would use its resources to monetize the massive debt problem this country faces. I can't see any other motive behind these two acquistions. It is inconceivable that CFC or WM could withstand a rigorous marking to market of the assets on their balance sheets and have anything but a signinficantly negative net worth and insolvency.

These deals will allow BAC and JPM to absorb the distressed/worthless debt at CFC/WM and avoid the market transparency of big, publicly visible liquidations of the CFC/WM balance sheets, which would give everyone market observed pricing on the leveraged debt vehicles (CDO's, SIV's and other subprime securitized-related assets) that the big Fed-member banks are hiding, and to prevent mark to market pricing of similar distressed assets at these banks, and the subsequent massive balance sheet write-downs, and in some cases lethal, that would be required.

Wieder ein Versuch, die "Mark-to-Model" Fiktion für die Mistpapiere in den Banken aufrechtzuerhalten. Bei einer Insolvenz und Liquidation von Countrywide (CFC) und WashingtonMutual (WM) würden sie auf den Markt kommen.

The one extraordinarily valuable and significant piece of market information that can be inferred from these Fed-motivated and back-stopped deals is that the banking system is perilously insolvent. The hallmark of the Bernanke-led Fed is contained in his infamous "helicopter" comment, in conjunction with his stated view that the banking problems of the 1930's Depression could have been avoided if the Fed had injected massive amounts of liquidity into the system back then.

We are now witnessing the implementation of Bernanke's monetary policy views into reality in many ways, and these two merger deals give us a glimpse into the lengths that Bernanke's Fed will go in order to flood the financial system with "helicopter cash" and to perpetuate the exceedingly opaque and corrupt banking system.

Das US-Bankensystem ist genauso wie in Europa insolvent. Da kann Ben mit Genossen noch soviel Helikopter-Geld hineinschütten.

Die Dekade der Täuschung geht zu Ende: The Fed's Decade of Deception


Neu 2008-01-12:

[21:14] Citi - Abschreibungen ohne Ende:

CalculatedRisk: CNBC's Gasparino: Citigroup Writedown Could be $24B

Charlie Gasparino reported on CNBC that sources inside the firm have told him the Citigroup write downs could be $24 billion when earnings are announced next Tuesday.

Usually I wouldn't post every discussion of possible future write downs, but these whisper numbers are getting huge. Yesterday, the NY Times reported the Merrill write downs could be $15 billion.

Diese Summen werden immer grösser werden, bis sie keinen neuen Investor mehr finden und sie die Insolvenz anmelden müssen.


Neu 2008-01-10:

Ist Goldman Sachs massiv Short?

Spiegel: Goldman Sachs schürt Angst vor Domino-Rezession

Erst Amerika, dann Japan – und später die ganze Welt? Nach Einschätzung des Geldhauses Goldman Sachs drohen die beiden größten Volkswirtschaften in eine Rezession zu rutschen. Die Krise könnte dann rasch übergreifen. Die Uno warnt bereits, die Gefahr eines globalen Abschwungs sei gewachsen.

 

[20:00] Der gesamte US-Immobilienmarkt bricht zusammen:

FAZ: Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab

An allen Ecken und Enden bricht das System zusammen. Keine Hoffnung auf Erholung.


Neu 2008-01-09:

Selbst Bill Gross sieht schon ein CDS-Desaster:

Bloomberg: Credit Derivatives May Lose $250 Billion, Gross Says

Credit-default swaps, used to help protect against the risk a company won't pay its debt, may cause losses of $250 billion this year, helping send the U.S. economy into a recession as corporate defaults rise, Pacific Investment Management Co.'s Bill Gross said.

``Credit-default swaps are perhaps the most egregious offenders'' in today's banking system, Gross wrote on the company's Web site today. ``Our modern shadow banking system craftily dodges the reserve requirements of traditional institutions and promotes a chain letter, pyramid scheme of leverage, based in many cases on no reserve cushion whatsoever.''

$250 Mrd ist natürlich nur in kleiner Teil der Bombe, aber diese geht 2008 los.
 

[21:30] Die Kreditkarten-Bombe:

Spiegel: Amerikas Konsumenten droht der Plastikgeld-GAU

Shopping und Kreditkarten gehören in den USA zusammen – bis jetzt. Die schwere Finanzkrise, die bei Hypotheken begann, könnte sehr schnell auf den Multi-Milliarden-Markt für private Kreditkarten übergreifen. Amerikas Konsumkultur wäre an ihrem Lebensnerv getroffen.

Ein Problem allein für die USA? Leider nicht. Großbritannien bietet schon jetzt Anschauungsunterricht dafür, wie Probleme am Hypothekenmarkt auf den Kreditkartensektor überspringen können. Im Vereinigten Königreich ist das Volumen der Immobilienkredite auf mehr als eine Billion Pfund gestiegen, die Verschuldung der Briten im Schnitt ist etwa doppelt so hoch wie in Resteuropa. Nach Berechnungen des Magazins "Fortune" sind die Kreditkartenausfälle seit Ende 2005 um rund 50 Prozent gestiegen, und rund sechs Prozent der Schuldner haben ihre Hypothekenschuldner zeitweise mit teurem Plastikgeld bedient.

Sie werden Kreditkarten-Schulden noch fürchten lernen. Sowohl die Schuldner als auch die Käufer dieser ABS-Bonds, die daraus stammen.


Neu 2008-01-08:

US: Wie bringt man Helikopter-Geld möglichst schnell unter die Leute:

Telegraph: Bush convenes Plunge Protection Team

Bears beware. The New Deal of 2008 is in the works. The US Treasury is about to shower households with rebate cheques to head off a full-blown slump, and save the Bush presidency. On Friday, Mr Bush convened the so-called Plunge Protection Team for its first known meeting in the Oval Office.

Judging by a well-briefed report in the Washington Post, a mood of deep alarm has taken hold in the upper echelons of the administration. "What everyone's looking at is what is the fastest way to get money out there," said a Bush aide.

"At this point the debate is not about a soft land or hard landing; it is about how hard the hard landing will be," said Nouriel Roubini, professor of economics at New York University.

"Financial losses and defaults are spreading from sub-prime to near-prime and prime mortgages, to commercial real estate loans, to auto loans, credit cards and student loans, and sharply rising default rates on corporate bonds. A severe systemic financial crisis cannot be ruled out. This will be a much worse recession than the mild ones in 1990-91 and 2001," he said.

Sovereign wealth funds stand ready to rescue banks, as they have already rescued Citigroup and UBS. But as Moody's pointed out this week, the estimated $2,500bn in lost wealth from the US house price crash is more than the entire net worth of all the sovereign wealth funds in the world.

Add fresh losses as the property bubbles pop in Britain, Ireland, Australia, Spain, Greece, The Netherlands, Scandinavia and Eastern Europe, as they surely must unless central banks opt for inflation (which would annihilate bonds instead, with equal damage), and you can discount $1,500bn in further attrition.

Eine neue Phase in der hyperinflationären Krisenbekämpfung wurde in den USA eingeleitet. Es geht nur mehr darum, wie bringt man das Geld möglichst schnell unter die Leute - vom Staat über Gelddrucken finanziert. Bis jetzt haben nur Banken neues Geld bekommen, jetzt wird es grossflächig verteilt. Man kann annehmen, dass andere Staaten bald folgen werden.

Denn seriöse Schätzungen gehen von einem "Schaden" von $2500 Mrd. allein aus den US-Immobilien und $1500 Mrd. aus den europäischen Bubbles aus.


Neu 2008-01-07:

Die Sonne geht unter in Japan:

Handelsblatt: Autoabsatz in Japan sinkt auf 35-Jahres-Tief

Der Autoabsatz in Japan ist 2007 auf den tiefsten Stand seit 35 Jahren eingebrochen. Die Verkäufe seien um 7,6 Prozent auf gut 3,43 Mill. Fahrzeuge gefallen, teilte der Verband der japanischen Automobilhändler am Montag mit. Hart von dem Rückgang betroffen ist ein Hersteller, der sonst vom Erfolg verwöhnt ist.

 

[20:30] Der nächste fallende Domino - CDS:

BÜSO: Der nächste "Dominostein" des Finanzkrachs ist der größte: Finanzderivate

Da die Folgen des Finanzkrachs bereits die amerikanische Realwirtschaft und amerikanische Firmen treffen, würde bereits ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen von derzeit 1,4% auf 5% genügen, um den Derivatmarkt zum Einsturz zu bringen, der wesentlich größer ist als alles, was bislang zusammengebrochen ist. Dies betrifft 45-50 Billionen Dollar an sogenannten „credit default swaps" (Kreditausfall-Tauschverträge, CDS), deren Volumen sich in den vergangenen drei Jahren verzehnfacht hat. Ein Händler in New York sagte kürzlich, sie seien „der nächste Dominostein" des Finanzkrachs im Frühjahr 2008, der „weitaus schlimmer" ausfallen werde als alles, was sich bislang während der Kernschmelze des Hypothekensektors und anderswo ereignet habe.

Alles, war wir bisher gesehen haben, war in Vergleich zu diesem Fall - Peanuts.


Neu 2008-01-06:

2008 Forecast von Jim Willie - das System bricht zusammen:

ENTER 2008: THE SYSTEM BREAKSmust read!

The year 2008 will be the year that THINGS JUST PLAIN BREAK. It will be a truly deadly year, unavoidably lethal to the USEconomy and especially to the US banking sector. Nothing has been repaired. Some tangible solutions will be offered in the next section, all legitimate in a real world. However, we do NOT live in a real world, but rather in a Fairy Tale world of US Hegemony and Wall Street with a choke hold around the US entire system. Managed inflation is the policy never to be reversed, until total breakdown occurs. Treason is rampant, called simply Power Games. All attempts so far are to shore up the existing system, to enable Wall Street to sell as much of their damaged asset backed bonds to suckers, and to avoid international lawsuits against Wall Street firms. In 2008, an alarming sequence is assured of enormous damage that puts the entire US economic and financial system in a perilous situation. The powers survived the end of 2007, with heavy usage of band aids, rubber bands, and paper clips, but reality continues to itemize a relentless sequence of unfixable, tragic, intractable problems. The pressure points are big banks suffering from insolvency, prime mortgage bonds destined for massive losses, consumers without kitties to rob to keep spending, a worsening housing market from chronic inventory bloat, and deepening problems in the lending industry frozen from insolvency and distrust. Pitch in a global resentment of US fraud and heavy handed tactics, especially from the last couple decades.

 

[21:00] Mehr "Goodwill" als Kapital in den Firmen:

ARD: In vielen Bilanzen ticken Zeitbomben

Für Unternehmenskäufe haben auch deutsche Konzerne in den vergangenen Monaten gewaltige Summen aufgeboten. Wer im Eifer des Bieterkampfs zuviel bezahlt hat, könnte bald unangenehme Überraschungen parat haben.

35 Milliarden in zwei Jahren
Das "Handelsblatt" hat nun in einem "Firmencheck" 124 deutsche Konzerne nach aktuellem Goodwill abgeklopft und erstaunliche Belastungen aufgedeckt. Der Goodwill bei ihnen summiert sich auf gewaltige 152 Milliarden Euro. In den vergangenen zwei Jahren wurden damit alleine 35 Milliarden Euro immaterielle Firmenwerte aufgetürmt.

Acht Konzerne, darunter die Marktforschungs-Gesellschaft GfK, haben nach Erkenntnissen der Studie inzwischen mehr Goodwill als Eigenkapital in der Bilanz. Dies gilt als sehr riskant.

Ich persönlich habe bis heute nicht verstanden, was "Goodwill" in einer Bilanz zu suchen hat, ausser zum "Aufpolieren". Da gibt es ein Blutbad.


Neu 2008-01-04:

Die "Talfahrt" nimmt Fahrt auf:

Handelsblatt: Amerika rüstet sich für die Talfahrt

Fallende Hauspreise, steigende Energiekosten und zu allem Überflüss auch noch die Kreditkrise: In den USA geht die Angst um. In politischen Blogs im Internet wird der Urnengang im nächsten Jahr bereits als die „Rezessions-Wahl 2008“ bezeichnet. Ist der wirtschaftliche Absturz noch zu stoppen?


Neu 2008-01-02:

Was schrumpft hier "unerwartet"? - vielleicht gar die US-Wirtschaft?

Bloomberg: U.S. Economy: Manufacturing Shrinks Most Since 2003

Manufacturing in the U.S. shrank the most last month in almost five years, triggering speculation that the Federal Reserve will cut interest rates by half a percentage point to stave off a recession.

Right now we're not expecting a recession, but after this report we may have to revisit that forecast,'' said Kenneth Kim, an economist at Stone & McCarthy Research Associates in Skillman, New Jersey, which had the closest estimate in the Bloomberg survey. ``There's probably more pain and contraction to come'' in manufacturing, he said.

 

[22:30] Und es ist immer noch nicht genug - Merrill:

Guardian: Merrill seeks more funds to avoid crisis

John Thain, the new chief executive of Merrill Lynch, is this weekend in talks with Chinese and Middle Eastern sovereign wealth funds that could lead to the sale of another big stake in the US bank in a desperate bid to raise capital, according to sources in London and New York.

The discussions come just days after Thain was forced on Christmas Eve to sell $4.4bn (£2.2bn) of stock to Singapore investment firm Temasek as part of a wider plan to raise some $7.5bn.

A US observer said: 'The multi-billion cash injection from Temasek was not enough and Thain is taking calls from a host of other potential saviours, which are understood to include sovereign fund investors from the Gulf and China.'

Ein Fass ohne Boden also, die bisherigen "Investoren" werden sich ärgern. Bald gibt es vermutzlich gar kein Geld mehr - ausser von der Bank of Bernanke. Merrill Lynch ist sicher nicht das einzige solche Fass ohne Boden.
 

[21:00] Das Verlust-Erbe von 2007:

Handelsblatt: 2008 wird stürmisch

Das neue Jahr wird für viele US-Banken so beginnen wie das alte zu Ende gegangen ist: mit hohen Verlusten. In den kommenden Wochen werden das Brokerhaus Merrill Lynch und die großen Geschäftsbanken ihre Bilanz für das vierte Quartal 2007 vorlegen. Doch schon jetzt steht fest: Die Erblast des vergangenen Krisenjahres ist erdrückend.

Nicht zu vergessen, das waren "nur" die SIVs plus einige LBO-Kredite, die die Banken (noch immer) nicht wegbekommen.

Aber 2008 wird das Jahr der CDS-Verluste werden - Kreditversicherungen.


Neu 2008-01-01:

[22:00] FTD: Wolfgang Münchau: Jahr der Gefahr

Kreditkrise, Inflation, schwacher Dollar - 2008 kommt es dick für die Weltwirtschaft. Mit der Jahreswende kommen die Prognosen: Keines dieser Risiken ist trivial, und keines ist bedrohlicher als die Finanzkrise.

Sind die Luken schon geschlossen? Hurricane der Stärke 7 ist im Anmarsch!

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