Sozialsysteme - 2011

Diese Seite befasst sich mit dem Verfall der staatlichen Sozialsysteme in der Krise.

Neu 2011-02-26:

[11:00] Gesundheitsforscher Fritz Beske sieht schwarz für die Sozialsysteme der Zukunft: Wer soll das bezahlen?

Da die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen extrem zunimmt – 75 Prozent mehr Herzinfarkte, 62 Prozent mehr Schlaganfälle, 27 Prozent mehr Krebs – steigen Beske zufolge auch die Kosten und der teuerste Faktor sei der medizinische Fortschritt. »Ich bin der festen Überzeugung, dass der heutige Leistungsumfang in der GKV so nicht mehr erhalten werden kann«, sagt Fritz Beske. Folglich sei es unumgänglich, über die Rationierung von Leistungen zu sprechen, und zwar von der Versorgung der Frühgeborenen am Beginn des Lebens bis hin zur Sterbebegleitung am Ende des Lebens.

So wird es kommen und zwar ganz brutal. 


Neu 2011-02-09:

[15:30] "Sozialsysteme" anderswo: Altersarmut in der Ukraine

Der Winter des Lebens ist in der Ukraine hart und unerbittlich. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung fristet ein Dasein unterhalb der Armutsgrenze, besonders schlimm leiden Rentner. Nach lebenslanger Maloche wünschen sich viele nur eins: dass der Tod schnell kommt.

80 Euro Rente im Monat. Kommt auch zu uns.


Neu 2011-02-07:

[13:15] Künstliche Lebensverlängerung in der Praxis: Gegen die Uhr

"Bei einem Pflegeumfang von monatlich drei bis viertausend Euro pro Person können Sie sich vorstellen, was das für ein Loch reißt"

Leserkommentar-DE:
ein interessanter, exzellent geschriebener Artikel, der Ihnen ganz unsentimal leider wieder einmal recht gibt: In der Krise werden viele hilfsbedürftige Leute einfach verrecken.
Woher sollen in einer wirklichen Krise diese 4.000 € für eine einzige Person kommen?


Neu 2011-01-26:

[8:15] Ein Stück "Zukunft": Dänen gehen auf Rente ab 70 zu

Dänemarks Regierung will den Vorruhestand weitgehend abschaffen und das Rentenalter langfristig auf mehr als 70 Jahre anheben. Der rechtsliberale Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen legte am Dienstag in Kopenhagen radikale Reformpläne vor. Damit will er den unausweichlichen Mangel an Arbeitskräften in kommenden Jahrzehnten bekämpfen. "Es geht hier um die Lebensfähigkeit der dänischen Wirtschaft", sagte Rasmussen.

[14:30] Leserkommentar-DE - Rente mit 65 - mit 67 - mit 70. Irgendwann Rente mit 85.

Also hatte Blüm doch recht, als er log: „Die Rente ist sicher“. Der einzige Unterschied: Sicher war nicht die Rente mit 60 für die Frauen und 65 für die Männer – die Voraussetzung, unter der die Millionen Beitragszahler brav ihre/seine Beiträge vom Lohn abziehen ließen.
Sicher war nur das Prinzip Rente, also irgendwer zahlt was ein und andere bekommen etwas raus.

Nun wird immer klarer, wie die maroden Rentenkassen auch bei uns die überalternde Bevölkerung „überleben“ werden. Je weniger Beitragszahler vorhanden sind und um so mehr Beitragsempfänger da sind, desto höher wird das Rentenalter festgesetzt. Punkt. Werden dazu auch noch sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse in rentenversicherungsfreie Jobs verwandelt, dann beschleunigt sich dieser Prozess noch.

In 2010 wird bestimmt schon über die Rente mit 75 philosophiert werden... Nur dass nach wie vor auch mit 58 kaum einer mehr einen Job hat. Es ist nur ein weiterer Taschenspielertrick, der darauf beruht, dass bei höherem Renteneintrittsalter den Versicherten einfach Jahre der Beschäftigung fehlen und daher die Rentenhöhe sinkt.

Der einzige, dessen Rente sicher ist, ist Jopi Heesters mit seinen 107(!) – wenn der überhaupt welche bekommt.

Oder wie in Rumänien: Minirenten um die €100/mo.


Neu 2011-01-20:

[14:15] Die Zukunft der Pensionssysteme, hier zu besichtigen: Jeder dritte US-Pensionist sucht einen Job

Dabei sind das noch "gute Zeiten". Es sind nur die Anlagen in den Pensionsfonds untergegangen, die staatliche Pension (Social Security) funktioniert - noch. Reicht aber nicht, um auch Schulden zu bezahlen - viele Alte in den USA sind auch verschuldet.

Wie man sieht, alles wird auf den Arbeitsmarkt gekippt. Kommt auch zu uns. 


Neu 2011-01-15:

[20:15] Man muss nicht jeden Patienten nehmen: "Die AOK-Patienten sollen schön woanders hingehen"

Manche Ärzte behandeln keine Kassenpatienten mehr. Sie wollen mehr Geld verdienen, oder sich einfach nur mehr Zeit lassen können

Es ist damit zu rechnen, dass mit Staatsbankrott & co, das was die gesetzlichen Kassen zahlen, massivst "ausgedünnt" wird, sowohl was noch bezahlt wird, als auch wie viel bezahlt wird. Dann werden viele Ärtze aus finanzieller Not in die Privatpraxis getrieben werden - der Wettbewerb wird massiv zunehmen.

Wer nicht sehr oft zum Arzt geht, der kann es ruhig auch zum Privatarzt tun, man ist dann nicht eine abzuarbeitende Nummer in seinem Hamsterrad. EM-Investoren sollten es sich leisten können - sie werden es in Zukunft ohnehin machen müssen, weil AOK (DE) und GKK (AT) kaum mehr etwas zahlen werden.

PS: in Österreich gibt es 3 Klassen von Patienten: Arbeitnehmer in der Gebietskrankenkasse (zahlt am Wenigsten, der grösste Massenbetrieb), "Kleine Kassen" (zahlen mehr - Beamte, Unternehmer, Bauern, 20% Selbstbehalt) - manche Ärzte nehmen nur diese; Privatpatienten (kann jeder werden, Kasse zahlt ihren Anteil).


Neu 2011-01-08:

[15:00] Es dürfen "Todesurteile" unterschrieben werden: Gesundheitskosten: Wer zu teuer ist, muss sterben

Die finanziellen Zwänge im Gesundheitswesen führen in Deutschland und der Schweiz zu Folgen, die viele Menschen offenkundig noch nicht wahrgenommen haben: Wer zu teuer ist, wird nicht mehr behandelt. Auch das oberste Gericht in Lausanne/Schweiz hat gerade erst bestätigt: Wer eine kostspielige Krankheit hat, der muss nicht mehr unter allen Umständen behandelt werden. Im Zweifelsfall für die Krankenkasse. Das System wird gerade auch auf Deutschland übertragen.

[19:15] Leserzuschrift-DE - "Maximalmedizin":

Zu diesem Artikel folgende Ergänzungen:

- es handelt sich bei diesen Überlegungen um die Lebensverlängerung/ Todesverhinderung von infaust, also unrettbar, kranken oder verletzten Personen.
Hierzu zählt z.B. die Chemotherapie bei erfahrungsgemäss tödlichen Krebserkrankungen, die zweite oder dritte Herztransplatation bei Abtossungsreaktionen, und auch die ambulante Intensivtherapie wie ich sie bis vor kurzem angeboten habe. Die Intensivtherapie wird insgesamt auf Nachhaltigkeit geprüft.
Die Frühgeborenenversorgung wird schon seit einiger Zeit kritisch beäugt, zwar werden diese unreifen und an sich nicht lebensfähigen Kinder gerettet, enden aber häufig als Schwerstbehinderte in einer Einrichtung. Je früher ein Kind geboren wird umso unwahrscheinlicher ist seine körperliche und/oder geistige Gesundheit. Hier soll eine Grenze ab der 28. Schwangerschaftswoche gezogen werden.

Seit Jahren gibt es Computerprogramme welche die Überlebenswahrscheinlichkeit nach schweren Unfällen berechnen können, eine Einführung in D ist 1994 am Widerspruch der Ethikkommission gescheitert. Das sollte diesmal anders aussehen.
Im Übrigen wird es dass als Gesetz geben, somit machen sich die Sachbearbeiter die Finger nicht mehr schmutzig. Das Todesurteil wird also verordnet.

Kurz gesagt, alles was heute unter dem Begriff Maximalmedizin gemacht und bezahlt wird steht auf dem Prüfstand. Natürlich erhalte ich meine Informationen nur aus zweiter Hand, bin bei diesen Gesprächen nicht anwesend, allerdings sollten wir uns darauf einstellen das Medizin oder medizinische Versorgung nach heutigen Standards sehr bald der Vergangenheit angehören wird, zumindest dann, wenn die Krankenkassen diese Versorgung zahlen sollen. Wobei ich die Frage stellen muss, wie lange es solche überhaupt noch gibt.

Ein kleiner Tipp am Rande:
Versorgt euch mit allem was ihr braucht schon jetzt.
Antibiotika, sprich Penicillin- Präparate, Schmerzmittel, Desinfektionsmittel und Wunddesinfektion und alles was bislang auf Rezept verordnet wird, und zwar reichlich !!
Die Ausstellung von Privatrezepten sollte in D kein Problem sein, so kommt man auch an verschreibungspflichtige Medikamente, inzwischen sind Mediziner da sehr entgegenkommend. Die müssen dann zwar bezahlt werden, aber auch da gibt es erfahrungsgemäss Verhandlungsspielraum mit den Apothekern. Ist allemal besser als sich das Zeug irgendwann für schönes Gold auf dem Schwarzmarkt zu organisieren.

Der ultimative Richter wird die Geldknappheit sein. Dann ist die "Maximalmedizin" Geschichte.


Neu 2011-01-05:

[11:30] Eaten by inflation: Steigende Inflation frisst Rentenerhöhung auf

Rentner dürfen sich zwar auf kleine Erhöhungen ihrer Bezüge freuen. Allerdings macht die Inflation den Zugewinn wieder zunichte.

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