Informationen Österreich - 2007

Diese Seite befasst sich mit spezifisch österreichischen Themen.

Neu 2007-12-28:

Die dauernd überzogenen Konten (Leserzuschrift):

Gestern Abend, hatte ich ein Gespräch mit einem Bankangestellten, einer grossen in Österreich ansässigen Bank.
Wir plaudern gelegentlich über Finanzen, Gold und Silber, Börsenkurse und Weltgeschehen.
Um nicht alles wiedergebenzumüssen, das wesentliche, ich wollte einfach mal aus Interesse wissen, wieviele seiner Kunden im Monat das Giro-Konto überziehen (müssen), im Schnitt 2 von 3 Personen sind vor erhalten des neuen Gehaltes NEGATIV am Konto...
Daraufhin, fragte ich weiter; ob vor Weihnachten mehr Kundschaften Kredite haben wollten, sehr sehr viele waren wieder da, aber nicht nur NEU-Kredite sondern meist auch Kredit-Erweiterungen/Aufstockungen....
Ich fragte abermals, wieviel Geld, sich die Leute vor Weihnachten so borgen (ich dachte naja, so 500€ etc.), aber nein z.Teil 5000€ und mehr!
Was soll da einer noch sagen? Die Leute sind Pleite.
Urlaub / Handy / Geschenke / E-Geräte auf Raten und Kredit.... Auto auf Leasing... Wohnungseinrichtung heute kaufen, Sommer 2008 bezahlen...
Wennst kracht, dann aber richtig.

Ein Tipp: Orientiert euch an den Geschehnissen, wie "Katrina" in New Orleons... oder das letzte Hochwasser in England... oder den aktuellen Eisstürmen in den USA... wie schnell in zivilisierten Städten.... ANDERE Zustände/Unruhen herrschen können...

jetzt nimm ihnen GELD/STROM/HANDY/TV/BIER und anderes weg...

Sie leben BEREITS JETZT von der Hand in den Mund.
2/3 aller Konten negativ. Wenn die Banken diese Überzieher nicht hätten, denn an diese Zinsen wird richtig gutes Geld verdient. Aber die Überzieher merken es gar nicht
.


Neu 2007-12-21:

Hypo-Steiermark mit Riesenverlusten:

ORF: Hypo-Verluste explodieren aufs Fünffache

Die Verluste der Hypo Bank Steiermark durch Leasinggeschäfte vor allem in Kroatien sollen über 170 Mio. Euro betragen, geht aus einem neuen Gutachten hervor, das dem ORF vorliegt. Der Schaden ist somit fünfmal so hoch wie ursprünglich angenommen.

Nicht existente Maschinen und Firmen?
Denn laut dem Gerichtsgutachten, das dem Ö1-Journal exklusiv vorliegt, hat die Leasinggesellschaft der Hypo Kräne, Baumaschinen, Lkws, aber auch Zimmereinrichtungen finanziert, die vermutlich gar nicht existierten.

Zweitens soll die Hypo Leasingverträge mit Scheinfirmen abgeschlossen haben.

Und drittens hätten Firmenadressen nach wenigen Ratenzahlungen nicht mehr existiert, so dass Mahnschreiben der Hypo immer öfter als unzustellbar zurückgekommen seien.

Denn nicht nur von fehlender Kontrolle der Geschäfte, sondern auch von möglichen Vertuschungsversuchen ist im Gutachten die Rede.

Die wollten ohne Erfahrung aus Gier auch im Osten mitmachen und sind auf Betrüger hereingefallen. Und dann wurde wie üblich versucht, alles zu vertuschen,.

Die gleichen Dinge werden mit dem Platzen der Ost-Bubble massenhaft in Erscheinung treten.


Neu 2007-12-20:

[16:30] Banken-Abschreibungen auch in Österreich:

Ronin: Banken sitzen auf 935 Millionen € Risiko-Investments

Nach monatelangem Schweigen hat nun die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) das Subprime-Volumen der heimischen Banken veröffentlicht. Demnach sind die Banken mit insgesamt 935 Millionen € im krisengeschüttelten US-Immobilienmarkt investiert. Das Ausmass fällt höher aus als von Analysten erwartet. Noch im Sommer hatten Experten das Subprime-Engagement auf 300 bis 400 Millionen € geschätzt. Warum OeNB-Chef Klaus Liebscher aber keinen Anlass zur Sorge sieht ist aber ein Rätsel und das Statement eher verbales Valium, denn im innersten muss er besorgt sein, er meint offiziell: "Im internationalen Vergleich ist das Ausmass niedrig." Nein! Wie man doch ein Problem verniedlichen kann!

Allerdings bestätigt Liebscher, dass sich zuletzt auch österreichische Grossbanken bei den Sonderzuteilungen der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld besorgt haben. Namen und Volumina nannte Liebscher nicht.

Die idiotischen Conduit-Sachen scheinen sie zumindest nicht (oder nur schwach) mitgemacht zu haben. Dafür wartet in Osteuropa eine Kredit-Bombe.
 

Heizkosten - der Fluch der grossen Häuser:

ORF: Enormer Anstieg in kurzer Zeit

In Österreich heizt rund eine Million Haushalte mit Heizöl. Und alle, die bei der Wärme vom Öl abhängen, können ein Lied von den Preissteigerungen der letzten Zeit singen.

Laut Berechnungen der Arbeiterkammer hat sich der Heizölpreis in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Zahlte man vor fünf Jahren knapp 40 Cent, so sind es im Winter 2007 80 Cent pro Liter. Allein heuer stieg der Heizölpreis durchschnittlich von 0,606 Euro pro Liter auf 0,778 Euro pro Liter, rechnete die AK am Dienstag vor.

"Allein für das Heizen geht mehr als ein Drittel eines durchschnittlichen Nettoeinkommens drauf", sagte AK-Chef Herbert Tumpel. "Dazu kommen noch die Kosten fürs Wohnen und für die Lebensmittel, das ist für einen Durchschnittsverdiener nicht mehr leistbar."

Ich kenne Leute, die isolieren das Obergeschoss ihrer Riesenhäuser umsie nicht heizen zu müssen. Warum mussten sie so gross bauen?

Zukunft für die "Durchschnittsverdiener": enger zusammenziehen. Ende der Single-Gesellschaft.


Neu 2007-12-19:

Ost-Fallen für österr. Banken:

Reuters: Bankers calm over E.Europe loans

Nearly half of Raiffeisen International's 42 billion euro ($60 billion) loan book is foreign denominated, mostly in Poland and Hungary, and often in Swiss francs. The region's biggest bank, Italy's UniCredit, has around 20 to 25 percent of its central and eastern European loan book in forex loans.
Austria's Erste Bank, the No. 2, has lent about 20 percent, or 20 billion euros, of its outstanding loans in forex credit, mostly in Romania, Hungary and Croatia. At OTP of Hungary, just over a third of its loan portfolio is in foreign currencies, predominantly in euros and Swiss francs.

Sind diese Banker wirklich noch so ruhig (calm)? Nicht mehr lange.
Österreicher, hier wurden eure Spareinlagen versenkt.
 

[19:30] Massive Zunahme an Privatkonkursen:

ORF: Zahl der Privatkonkurse steigt dramatisch

Während die Firmeninsolvenzen weiter zurückgehen, ist die Zahl der Privatpleiten auch heuer wieder dramatisch gestiegen. In den kommenden fünf bis sieben Jahren ist mit einer Verdoppelung der Privatkonkurse zu rechnen.

100.000 verschuldete Haushalte
Hintergrund der Entwicklung sind rund 100.000 verschuldete Haushalte mit mehreren Zahlungsproblemen. Das bedeutet, dass rund 250.000 Personen zahlungsunfähig sind. Diese Zahl werde tendenziell steigen, so Kantner.

Rund 2,9 Mio. Österreicher haben rund vier Mio. Kredit- oder Leasingverpflichtungen, die in der Konsumkreditevidenz (KKE) des KSV eingetragen sind. Nach Schätzungen des KSV bekommen rund 0,5 Prozent der Kreditnehmer Probleme.

Die Hauptursachen
Hauptursachen für eine Privatpleite sind ehemalige Unternehmerschaft, Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes und Scheidung. Aber auch allzu leichtfertige Kreditaufnahmen können in die Pleite führen.

Der Pleitegeier bekommt bald noch viel mehr Futter, wenn die Krise richtig losgeht.


Neu 2007-12-18:

Kredite von der Bank Austria zum Inkassodienst:

Presse: Bank Austria stößt faule Kredite in Höhe von 850 Mio. Euro ab
Standard: Bank Austria verkauft faule Kredite

Für 16 Prozent des Nominales geht das 850-Millionen-Portfolio an Investoren aus Frankreich, Schweden und Deutschland

Durch die Abgabe der Forderungen "verbessern (wir) unsere Risikoposition und bekommen nach Basel II haftendes Eigenkapital frei", erklärt Thomas Gross, Chief Risk Officer der BA-CA. Gross betonte außerdem, dass der Verkauf der ausgefallenen Kreditforderungen "kein Notverkauf" war.

Der Preis ist mit 16% sehr niedrig. Offenbar mussten sie dringend für die Bilanz etwas tun.

Einer der Käufer ist ein deutscher Inkasso-Dienst. Kommt jetzt ein "Hauch von Lone Star" nach Österreich?

Leserkommentar dazu:

Sieh an sieh an, auch die BA braucht offensichtlich jeden Cent und verhökert "faule Kredite". Sie hatten wieder mal recht. Wer glaubt, wir in Österreich sind eine Insel der Seligen, hat sich wieder mal getäuscht: Auch hier ist das was in Deutschland bereits vollzogen wurde (Zwangsdelogierungen etc.) ante portas!? Wie sehen Sie das? Kann dieses Konsortium diese Kredite sofort fällig stellen od. ändert sich für die Schuldsklaven wirklich nichts wie in diesem Artikel behauptet wird? Man fragt sich halt nur warum die diese sog. "faulen Kredite" überhaupt kaufen? Wenn diese Kredite faul sind stellt sich die Frage, ob der Zinsgewinn im Verhältnis zum Totalausfallrisiko steht. Ich möchte bei dieser Bank keinen Kredit haben!

Wer einen Kredit nimmt, muss mit solchen Sachen rechnen.

Gefangen in der Stiftung:

Standard: Stiftungen: Mausefalle

Österreich hat sich in den letzten 14 Jahren zum Land der Stifter gemausert. 3200 derartige Einrichtungen verwalten ein beachtliches Vermögen von 60 Milliarden Euro. Nun - so hat man den Eindruck - fühlen sich die steuerlich Privilegierten nicht mehr ganz wohl in ihrem organisatorischen Korsett. Die Rede von der "Mausefalle", wonach das Vermögen wegen rigider steuerlicher Bestimmungen kaum mehr aus der Stiftung herauszuholen ist, macht die Runde.

Ob sich eine Stiftung rentiert? sie ist teuer bei Errichtung und Unterhalt. Ausserdem kommt man nicht mehr so leicht heraus.
Man sollte eine Stiftung keinesfalls aus Prestige-Resichtspunkten machen.


Neu 2007-12-11:

Endzeit - Weihnachtsgeschenke auf Pump:

ORF: Kreditwünsche explodieren

Viele Geschenke werden allerdings auf Pump gekauft und müssen dann im Laufe des kommenden Jahres abgezahlt werden, warnt Hans-Georg Kantner, Insolvenzexperte des KSV.

Hat man schon Schulden vom vergangen Urlaub und hohe Leasing-Raten, könnte das in der Folge zu ernsthaften Problemen bis zum Privatkonkurs führen.

300.000 betroffen:"In der Vorweihnachtszeit gehen die Kreditwünsche der Österreicher um 40 Prozent in die Höhe", so Kantner. Das heißt, die Kreditansuchen liegen um 40 Prozent über dem Jahresschnitt.

Laut KSV haben rund 300.000 Österreicher Probleme mit Schulden, die Zahl der Privatkonkurse explodiert.

Das ist typisch für das Ende des Kondratieff-Zyklus. Am Anfang des nächsten Zyklus wird es dafür keinen Kredit mehr geben.


Neu 2007-12-10:

ÖBB-Spekulationen - Nachfolger von Cross-Border-Leasing:

Standard: ÖBB fährt auf Hochrisikokurs

Wie diese in der Bilanz als "derivative Finanzinstrumente" zusammengefassten Wertpapierdepots, Payment-Undertaking-Agreements, Cross-Currency- und Interest-Rate- Swaps im Detail aussehen, bleibt trotz Briefes im Nebel. Sie wurden laut Söllinger "im Zusammenhang mit Cross-Border-lease-Transaktionen abgeschlossen, um Leasingraten während und den Kaufpreis am Ende der Laufzeit zu bezahlen". Die Absicherung der daraus resultierenden Risken erfolgte mittels vier "Portfolio Credit Default Swaps" (PCDS), die 2005 mit der Deutschen Bank abgeschlossen wurden. Letztere trage bei der hochkomplizierten Transaktion die Risken aus dem Sale-and-lease-back, die ÖBB übernehme im Gegenzug die Risken aus den PCDS (über eine Collateralized Debt Obligation). Zur Erinnerung: Sale-and-lease-back war bis 2004 ein beliebtes Steuersparinstrument für Infrastrukturinvestitionen und wurde bei Bahn- wie Telefonnetz eingesetzt.

Jetzt wird es etwas klarer, was da gelaufen ist. Nachdem der US-Steuerzahler ab 2005 die Cross-Border-Leasing-Kredite nicht mehr tilgen wollte, hat man diese enorm komplexen Systeme erfunden. Nachdem die Deutsche Bank dahintersteht, kann man annehmen, dass sie dieses System allen ihren früheren CBL-Kunden verkauft hat.

Ich habe mich immer gewundert, warum CBL so sang und klanglos ohne Auswirkungen verschwunden ist. Jetzt geht diese Bombe offenbar hoch.


Neu 2007-12-06:

Unglaublich wo diese CDO-Krise zuschlägt - jetzt ÖBB:

Networld: ÖBB macht wegen Kreditkrise Millionenverluste

Die ÖBB hat heuer mit innovativen Finanzgeschäften 50-60 Millionen Euro verloren. Das bestätigt Finanzvorstand Erich Söllinger im Gespräch mit FORMAT. Sie muss ein Portfolio von 200 Asset Backed Securities (ABS) und Collateralized Debt Obligations (CDOs) abwerten, weil die Kreditkrise alle solchen Wertpapiere massiv unter Druck gebracht hat.

Die ÖBB hatte die Papiere vor knapp zwei Jahren im Rahmen eines Portfolio Credit Default Swap im Volumen von 612,9 Millionen Euro gekauft und dafür andere Finanzanlagen aus früheren Cross-Border-Leasinggeschäften verkauft. Die Motivation dahinter: "Reduktion des Klumpenrisikos und Ertragsoptimierung", erklärt Söllinger.

Hoppla! Da gibt es einen Zusammenhang mit den früheren Cross-Border-Leasings. Vermutlich hat man auch anderen "Kunden" dieser Banken solcher CBL-Geschäfte aus dem öffentlichen Bereich diesen Mist angedreht - also den meisten österr. und deutschen Städten!

"Innovative Finanzgeschäfte" - hahaha!


Neu 2007-12-03:

Kaum sichere Banken in Österreich:

Standard: Aufsicht belastet Banken-Rating

Die österreichischen Banken zahlen die Zeche für diverse Affären (Bawag, Hypo) und deren fragwürdige Aufklärung durch die Behörden. Die Ratingagentur Moody's hat die Finanzstärke des Bankensystems, in das die Regulierung einfließt, in einem internationalen Vergleich an die 35. Stelle gereiht.

Der Kreditapparat ist damit Schlusslicht unter den 15 alten EU-Ländern und liegt mit der Note C hinter Ländern wie Mexiko, Brasilien, Estland, Jordanien, Griechenland oder Südafrika. Angeführt wird das Ranking von der Schweiz und den USA, deren Bankensystem mit B+ bewertet wird. Die Bestnote A erhält kein Land.

Bei den Problem-Krediten im Verhältnis zu den gesamten Ausleihungen schneiden Bank Austria Creditanstalt, Erste Bank und Hypo Tirol am schlechtesten ab.

Dazu kommen noch die künftigen Problemkredite in Osteuropa.

[16:00] Krankenkassen gehen lieber "pleite", als "Todesurteile" zu unterscheiben:

ORF: Krankenkasse Salzburg erstmals im Minus

Von der Kostenexplosion im Gesundheitswesen bleibt nun auch die Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) nicht mehr verschont: Erstmals muss auch die SGKK heuer ein deutliches Defizit hinnehmen.

"Vor allem in den vergangenen Monaten sind neue, sehr wirkungsvolle Präparate zur Krebsbehandlung auf den Markt gekommen, die aber auch entsprechend teuer sind. Wir haben zwei Fälle, wo diese Kosten jeweils 30.000 Euro pro Monat ausmachen, die wir zahlen müssen.

Die Pharmafirmen wissen das genau. Kein Bürokrat unterschreibt ein "Todesurteil" = Ablehnung, ausser sein eigener Job ist wirklich in Gefahr.

Jetzt sind wir fast schon bei den US-Verhältnissen, wo machmal die Medikamentenkosten $1 Mill. im Jahr betragen können. Wird nicht so bleiben können.


Neu 2007-12-01:

Mitglieder-Haftung bei Genossenchaftsbanken (Leserzuschrift):

Wie sehen Sie das Risiko bei den einzelnen Genossenschaftsbanken in Österreich (Raiffeisen und Volksbanken).
Die Mitglieder der Genossenschaftsbanken haben ja meist eine einfache oder mehrfache Haftung gegenüber dem Nominale in den Satzungen dieser Banken.
Meines Wissens werden und wurden Kunden dieser Banken nicht ausreichend darüber aufgeklärt was das bedeutet.
Meist wurden diese Beteiligungen nur als risikolose Papiere mit guter Verzinsung angeboten.
Wie beurteilen Sie das Risiko, daß diese Haftung schlagend werden könnte bzw. wie werden die Verwerter der Bank versuchen an die vertraglich fixierte zusätzliche Haftungssumme zu gelangen.

Ich möchte in diesen Zeiten nicht Genossenschafter einer solchen Bank sein. Besonders die Raiffeisenbanken in Westösterreich sind total in Kredite an den Tourismus drinnen - das meiste davon wird untergehen. Dann heisst es Nachschiessen!
 

Noch eine Krankenkasse ist pleite:

Standard: Auch niederösterreichische Gebietskrankenkasse vor Pleite

Nach der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) steht auch die Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse vor der Pleite. NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter bestätigte heute im Ö1-Journal einen entsprechenen Artikel der Tageszeitung "Kurier" (Samstagsausgabe).

Eine nach der anderen fällt. Irgendwann kommen Leistungseinschränkungen.


Neu 2007-11-30:

Dafür gibt es jetzt nur mehr ein Thema - PISA:

Standard: Land der Mittelmäßigkeit

Aufatmen bei Bildungspolitikern: Österreichs Schüler sind in Naturwissenschaften nicht so schlecht wie befürchtet

Nichts ist schockierender für Bildungsbürger und Politiker als schlechte PISA-Ergebnisse?
Warum? müsste sich sonst der Apparat für das viele verschwendete Bildungs-Geld rechtfertigen?
 

[18:00] Der Cerberus braucht Geld:

Standard: Immobilien-Verkauf zum Diskontpreis

Die Bawag PSK hat ihre Immobilienperlen im Gegenwert von mehr als 400 Mio. Euro unter Zeitdruck und folglich zum Diskontpreis verkauft. Der Tiroler Geschäftsmann Rene Benko hat sich gegen den Mitbieter Immofinanz durchgesetzt und dem Vernehmen nach lediglich etwas über 200 Mio. Euro für das Paket bezahlt. Da die erworbenen Objekte eine Nutzfläche von etwa 140.000 Quadratmetern umfassen, hat die Bawag für ihre Bestlagen einen durchschnittlichen Verkaufspreis von nur rund 1.500 Euro je Quadratmeter erzielt.

Sie verschleudern alles, was sie besitzen, auch die Immobilien in denen sie arbeiten. Cerberus hat offenbar so viele Probleme in den USA, dass sie jeden Cent brauchen.

Guter Verhandler, dieser Rene Benko. Er hat die Situation richtig eigneschätzt. Eine Profit macht man immer nur durch den niedrigen Einstieg.


Neu 2007-11-27:

WGKK: Der Pleitegeier ist gelandet:

Standard: Bittner: "Wir sind pleite"

Der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) kann nach Angaben von Obmann Franz Bittner demnächst nicht mehr allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. "Wir sind pleite", so Bittner in den "Salzburger Nachrichten". Er will daher bei Bedarf die Zahlungen an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger kürzen - und zwar jene Mittel, die für die Spitäler zu leisten sind.

Jetzt ist es also soweit, dass selbst der Chef sagt: wir sind pleite. Jetzt werden wohl Leistungseinschränkungen kommen - wovor alle Politiker einen Horror haben.
Dass eine Krankenkasse pleite geht, hat es seit 1945 noch nicht gegeben.
 

"Ganz unten", wo es kalt ist:

Presse: "Mit Wintermantel in der Wohnung, weil kein Geld zum Heizen"

Für immer mehr Österreicher wird Heizen nahezu unerschwinglich. Aus Scham suchen viele Betroffene nicht um Zuschüsse an, warnt Martin Schenk von der Armutskonferenz.

Bereits jetzt müssen Haushalte, die an der Armutsgrenze leben, 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen und Energie ausgeben. Bei Haushalten, die weniger als 900 Euro im Monat zur Verfügung haben, sind es sogar bis zu 60 Prozent. Für Bedürfnisse wie Essen, Kleidung, Bildung und Freizeit bleibt kaum Geld übrig.

Ok, die "Armutskonferenz" ist eine Lobby-Organisation, die sich selbst ins Rampenlicht stellen will.


Neu 2007-11-23:

Eigenbeobachtung zum Einzelhandel in Österreich:

Heute besuchte ich zur besten Einkaufszeit (ca. 17:00) das Designer Outlet in Parndorf im Burgenland, nahe der Ostgrenze. Dort wird in ca. 100 Geschäften primär Mode verkauft. Der Parkplatz war nicht schlecht gefüllt, sehr viele Autos aus den Nachbarländern waren zu sehen.

Die Geschäfte selbst waren grossteils leer. Überall waren Rabatte angeschrieben, oft 50% wie im Ausverkauf. Gespräche mit dem Verkaufspotential brachten unterschiedliche Ergebnise. Einige gaben zu, dass in den letzten Monaten die Verkäufe stark gesunken sind, man konnte es sich aber nicht erklären, warum.

Hier sind die durch die Inflation gesunkenen Realeinkommen deutlich zu sehen. Diese Dinge kauft man nur, wenn genügend freies Geld vorhanden ist. Ohne die Kunden aus dem Osten, wo die Kredit-Bubble noch voll in Aktion ist, würde es düster aussehen.


Neu 2007-11-22:

Yield-Carry-Trade in Niederösterreich:

Kurier: Sobotka: "Haben unser Silber vergoldet"

Landesfinanzen - Seit 2002 hat NÖ insgesamt 4,4 Milliarden Euro am Kapitalmarkt veranlagt. Der Finanzlandesrat ist zufrieden.

„Das Land hat seit 2002 rund 4,38 Milliarden Euro am Kapitalmarkt veranlagt.“ Mit Stand Ende Oktober liegt der Gesamtwert der Veranlagung bei mehr als 4,6 Milliarden Euro. „Zusätzlich wurden in den vergangenen Jahren 711 Millionen Euro als Gewinn ins Landesbudget überführt.“ Heuer erwartet Sobotka „ein Rekordergebnis. 2007 werden 170 Millionen Euro ausgeschüttet – so viel wie noch nie“.

Begonnen wurde die Veranlagung im Jahr 2002, als NÖ die erwarteten Einkünfte aus mehr als 160.000 Wohnbaudarlehen verkaufte und den Erlös (2,4 Milliarden Euro) in Aktien und Anleihen investierte. Im Laufe der Jahre folgten drei weitere Tranchen mit knapp zwei Milliarden Euro Volumen. Gemanagt wird die Veranlagung seit Beginn von der Fibeg (Finanz- und Beteiligungsmanagement GmbH).

Gemessen am erzielten Gewinn liegt das jährlich erwirtschaftete Plus bei rund 5,6 Prozent, heißt es aus der Finanzabteilung des Landes.

Die haben den Yield-Carry-Trade gemacht, indem sie auf die Rückflüsse der öffentlichen Wohnbaudarlehen einen Kredit aufnahmen und damit am Kapitalmarkt spekulierten. Dieses Geschäft ist wie kleine Münzen vor einer Dampfwalze aufheben, denn es wird die kleine Zinsdifferenz ausgenützt. Sie müssen extrem riskant hineingegangen sein.

Vermutlich sind diese Carry-Trades jetzt schon im Minus - falls nicht ausgestiegen wurde. Denn alle Hochzinsanlagen sind inzwischen abgestürzt.

Dass sich die Grünen darum sorgen, ist verständlich, denn als Lehrergewerkschaft fürchten sie offenbar jetzt um ihre Gehälter.

Leserkommentar dazu:
Daher möchte ich aufzeigen, welcher WAHNSINN unser Land regiert. Die Ignoranz der amtierenden Politiker kennt keine Grenzen.

[22:30] Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse spekuliert auch:

ORF: VGKK-Deal: Weitere Details bekannt

Im März 2007 wurde bekannt, dass die VGKK im Jahr 2001 rund 60 Mio. Euro Versicherten-Gelder in Fonds angelegt und bis 2006 22,7 Millionen Euro Rendite gemacht hat.

Nachdem zunächst offenbar alles wunschgemäß verlief, drohte der Swap dann eine negative Entwicklung zu nehmen. Man wolle die Veranlagungspolitik prüfen und einen Ausstieg aus dem bis 2010 geltenden Vertrag überlegen, hieß es damals seitens der VGKK.

Im November 2007 wurde bekannt, dass die Bank Austria Creditanstalt offenbar von der VGKK 2,7 Millionen Euro für Verluste und entgangene Gewinne aus den Zins-Swap-Geschäften zurückfordern will.

"Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht". Sie konnten ihre Finger nicht von Dingen lassen, die sie nicht verstehen. Ist ohnehin nur Geld der Zwangs-Versicherten.


Neu 2007-11-21:

Und sie entlassen doch wieder:

ORF: Im Autocluster fallen 2.000 Leiharbeitsplätze

Im steirischen Autocluster werden bis Jahresende 2.000 Leiharbeitsjobs gestrichen - und zwar bei Magna Steyr und bei Zulieferbetrieben. Stammpersonal ist nicht betroffen, berichtet die "Kleine Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). Bei Magna geht die Produktion des Voyager zu Ende, und beim bisherigen Volumensmodell, dem BMW X3, schwächle der Absatz.

Vor einigen Monaten haben sie noch "händeringend" Arbeitskräfte gesucht. Sogar der Arbeitsminister hat nach Leuten aus Osteuropa geschrien.

Und jetzt? Jetzt wird wieder entlassen. Das habe ich im Sommer bereits vorausgesagt.
 

Und wieder der Immobilien-Mohr MEL:

Presse: FMA gegen MEL: 100.000 Euro Strafe wegen Marktmanipulation

Die Vorstandsdirektoren von Meinl European Land wollen gegen die Strafe sämtliche Rechtsmittel ergreifen und werfen der Finanzmarktaufsicht schwere Verfahrensfehler vor. Die Börse will nun den Verbleib von MEL im Prime Market prüfen.

Das war jene "Aktie" (sorry, nur ein Zertifikat), die als "so sicher wie ein Sparbuch" verkauft wurde:

Dabei ist die Ost-Immo-Bubble, wo die tätig sind, noch gar nicht geplatzt. Bis €0 ist es jetzt nicht mehr weit.
 

Die planen für das Single-Zeitalter, wo dieses gerade zu Ende geht:

Standard: Ungewohnte Wohnbedürfnisse in Wien

400 Wohnbauprojekte sind derzeit in Planung - In den kommenden Jahren wird über die Hälfte der Haushalte von Singles bewohnt sein

Sorry, liebe Planer: Singles werden sich in Zukunft eigene Wohnungen nicht mehr leisten können, es heisst wieder zusammenziehen.
 

Der nächste öffentliche Pleitegeier - ÖBB:

Presse: "Dramatisch": Rechnungshof zerpflückt ÖBB-Reform
Standard: ÖBB-Kurs "dramatisch"

Massive Gefahr einer Entgleisung sieht der Rechnungshof bei den ÖBB. Bei steigender Verschuldung werde das Eigenkapital aufgezehrt. Ohne staatliche Zuschüsse werde die Staatsbahn mittelfristig insolvent. ÖBB und Verkehrsministerium wiegeln ab.

Frühpensionierungen explodieren. Weiterhin können viele ÖBB-Mitarbeiter nicht gekündigt werden. 2006 wurden daher 2.000 Bedienstete in Frühpension geschickt.

Wenn der Staat pleite geht, gehen die ÖBB auch pleite. Das gilt für alle Staatsbahnen Europas. Derzeit ist es noch ein Beamtenparadies.

Dieser Pleitegeier fliegt nicht, sondern fährt auf Schienen. Es gibt in Österreich aber auch einen, der auf Reifen rollt. Und einen, der wirklich (noch) fliegt.


Neu 2007-11-20:

WGKK - der Pleitegeier fliegt noch tiefer:

OE24: Wiener Gebietskrankenkasse vor Pleite

Düstere Zeiten in der Gesundheitspolitik. Der neue Rechnungshofbericht bescheinigt der Wiener
Gebietskrankenkasse Schulden in der Höhe von 563 Millionen Euro für das Jahr 2007. Laut internen
Berechnungen der Kasse ist die Situation noch schlimmer als angenommen.
Weitere 63 Millionen fehlen

Immerhin kommen zu den 107 Millionen Euro Kassendefizit durch Bundesgesetze, die der
Rechnungshof attestierte, weitere 63 Millionen an fehlenden Einnahmen. Der Grund: Die Wiener Kasse
wird bei Beiträgen der Pensionisten deutlich schlechter gestellt als die Kassen der Bauern und
Gewerbetreibenden.

Jetzt soll der Bundeskanzler Hilfe bringen. Aber Leistungen einschränken und Assets verkaufen wollen sie noch nicht.

Zum Glück bin ich nicht mehr in diesem System.


Neu 2007-11-14:

Pensionen - Politiker denken nur an den Stimmenkauf jetzt:

Presse: Experten zu Pensionseinigung: "Anschlag auf junge Generation"

Das Pensions-Modell erschüttere die zukünftige Finanzierungsbasis, befürchtet Experte Tomandl. Auch sein Kollege Mazal warnt vor einer "nachhaltigen Belastung des Systems".

Der Sozialexperte Bernd Marin meinte gegenüber der Tageszeitung "Österreich", eine - wie ursprünglich vorgesehene - Erhöhung um 1,7 Prozent wäre zu finanzieren. Alles darüber hinaus seien aber "Extrawürste, wenngleich bei den Ärmsten lebensnotwendige". Die Dauerzusagen sieht er "ohne dauerhafte Bedeckung." Es sei eine "kühne Erwartung, dass die Berufstätigen und Jungen auf Dauer hohe Beitragslücken schließen"

Die Jungen sitzen real am längeren Ast. Sie können bestimmen, ob sie in dieses System weiter einzahlen wollen oder nicht. Wenn sie sehen, dass sich das System in Richtung "Volkspension" bewegt, dann..

Aber die Politiker stört das nicht. Sie sehen den Druck von unten wegen der real hohen Inflation. In einer späteren Phase der Inflation werden solche Ausgaben nur mehr über die Notenpresse finanziert. Hier sieht man, sehr gut, dass Inflation späte Folgewirkungen hat.


Neu 2007-11-06:

Viele Ratten verlassen die Cerberus-Bank:

Wirtschaftsblatt: Bawag: Die vielen Gründe für Nowotnys Abgang

Neben Bankchef Ewald Nowotny verlassen nun immer mehr hochrangige Mitarbeiter die Bawag. Grund dafür ist der radikale Umbau durch den US-Finanzinvestor Cerberus.

400 Mitarbeiter müssen bis Ende 2008 die Bawag verlassen. Viele - wie Bankchef Ewald Nowotny - gehen aber freiwillig. „Die Bewerbungen von der Bawag reissen nicht ab", schmunzelt die Konkurrenz. Die Erste Bank warb Hanspeter Nimmerrichter, der in der Bawag für das Geschäft mit Betriebsräten zuständig war, ab.

Inklusive der "CEO-Ratte", alle angefressen von den Amerikanern. Clevere Tiere! Dort hat man offenbar nur mehr etwas zu sagen, wenn man Amerikaner oder Brite ist. Machen sie es im Irak nicht genauso - kein Verständnis für andere Kulturen.
Dieses Investment wird der Heuschrecke wahrscheinlich bald genauso viele Sorgen machen wie derzeit schon GMAC.


Neu 2007-11-05:

Abschwächung der IT-Konjunktur:

RFMC: IT-Jobs: Die Talfahrt hat begonnen

Minus 14 Prozent vom II. zum III. Quartal +++ Ein Viertel weniger Jobangebote seit Jahresbeginn +++ Überhitzter Markt fängt an, sich zu entspannen +++ Kündigt sich Rückgang im IT-Geschäft an?

Also auch hier schon Abschwächungen. Trotzdem schreien die Funktionäre immer noch nach "Fachkräften". Hätten sie vor 2 Jahren schreien sollen.


Neu 2007-11-02:

Hier sind die wahren "Bundestrojaner" am Werk:

Spiegel: Die feinen Freunde der Polizei

Die Affären bei der Wiener Polizei reißen nicht ab. Erst wurde der suspendierte Polizeichef Roland Horngacher wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Jetzt kommt heraus: Ein ominöser Verein päppelte die Exekutive mit Geschenken. Was bekam er dafür?

Kein Einzelfall, namhafte Persönlichkeiten hätten sich immer wieder wegen Strafzetteln an "Hofrat Magister Horngacher persönlich" gewandt, enthüllte jetzt das Wiener Stadtmagazin "Falter". Selbst der Chef der Staatsanwaltschaft suchte danach bei einem privaten Verkehrsdelikt offenbar zunächst den kleinen Dienstweg. Damit dürfte es zunächst einmal vorbei sein. Jüngst wurde der einst so mächtige Polizeigeneral, der in der Öffentlichkeit gerne in schmucken Paradeuniformen daherstolzierte, vorläufig in erster Instanz zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, wegen Amtsmissbrauchs und Weitergabe von Dienstgeheimnissen. Eine derartige Strafe, betonte der Richter, sei "gerade bei den derzeitigen Zuständen in der Wiener Polizei" erforderlich.

Kasinobetreiber und ähnliche "Persönlichkeiten" unterwühlen also die Wiener Polizei.

Jedenfalls sind auf meinem Notebook-PC die wichtigsten Artikel und Fernsehberichte dazu abspielbereit gespeicht - um sie bei Bedarf einem Polizisten vorspielen zu können.


Neu 2007-10-31:

Einige Ebenen höher - zu den Ministern:

APA: Unsere Minister stehen auf Bausparen und Sparbüchl

Wie das WirtschaftsBlatt in seiner Mittwoch-Ausgabe
berichtet, sind die Mitglieder der Bundesregierung privat durchwegs
traditionelle Sparer. Ein Rundruf zum Weltspartag beweist: Gusenbauer
& Co. tragen ihr Geld am liebsten auf die Bank - und legen es dort
aufs Sparbuch.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zeigt das vor: Er zahlt von seinem
Geld auf ein Sparbuch und einen Bausparvertrag ein und deckt diverse
Versicherungen ab. Ebenso wie Vizekanzler und Finanz­minister Wilhelm
Molterer und sein Parteikollegen Innenminister Günther Platter:
Sparbuch und Bausparvertrag sind eindeutig Fixgrössen einer
ministeriellen Vermögensverwaltung.

Genauso denkt Finanz-Staatssekretär Christoph Matznetter. Seit er die
Funktion ausübt, wählt er traditionelle Anlageformen:
Bausparver­träge für die Kinder, Leben­sver­sicherungen und ein
Hauskauf. Auch Umweltminister Josef Pröll investiert in
Wohnungseigentum.

Die glauben offenbar selbst ihre eigenen Inflations-Lügen. Selbst der Finanzminister und sein Staatsekretär.

Übrigens sind Politiker trotz hoher Gehälter meist nicht sehr wohlhabend, denn sie geben alles aus - wenn sie Zeit dafür finden.


Neu 2007-10-30:

Erste Bank mit nur leichten Kratzern?

Presse: Erste Bank: Mit leichten Kratzern aus der Kreditkrise

20 Mio. Euro muss die börsenotierte Bank abschreiben.

Für alle ausserhalb Österreichs: diese unglaublich aggressive Bank ist die typische Ost-Bubble-Bank.
Wenn sie jetzt schon "Kratzer" hat...

Leserkommentar: Schau, schau - ich glaube, das ist das erste Mal, dass man von einer österr. Bank so was liest.


Neu 2007-10-25:

Zentralbank warnt "Lebende Hedge Fonds":

OeNB: Endfälligkeit von Fremdwährungskrediten - ein Risikofaktor

Das Volumen der FW-Kredite, die vor allem für Zwecke des privaten Wohnbaus aufgenommen wurden, ist in Österreich im europäischen Vergleich sehr hoch. Direktor Zöllner wies darauf hin, dass in den letzten Jahren – bedingt durch Zinssatzunterschiede und Wechselkursentwicklungen – dabei durchaus im Vergleich zu einer Finanzierung in Euro geringere Finanzierungskosten für die Kreditnehmer entstanden sind. Er wies jedoch darauf hin, dass derzeit aufgrund verschiedener Entwicklungen auf den Finanzmärkten die Vorteile weitest gehend ausgereizt sind. Nachdem sich der Zinsabstand, insbesondere zwischen dem Schweizer Franken – jener Währung in der der Großteil der FW-Kredite aufgenommen wurde – und dem Euro, kontinuierlich reduziert und auch die Volatilität der Kurse auf den Devisenmärkten deutlich zugenommen hat, verliert das Instrument eines FW-Kredites zunehmend an Attraktivität, was auch aus den von der Oesterreichischen Nationalbank erhobenen aktuellen Daten ersichtlich ist.

Seit Beginn dieses Jahres erhebt die Notenbank auch Daten im Zusammenhang mit Endfälligkeiten von Krediten. Daraus ist laut Dir. Zöllner erkennbar, dass 84 % der FW-Kredite an Private Haushalte endfällig sind. 72 % davon sind mit einem Tilgungsträgermodell versehen.

Warum warnen sie jetzt? Weil es ein richtiges Gemetzel unter diesen "Hausbesitzern" geben wird, wenn die Bubble platzt und die Zinsen explodieren?

Interessant: Ein "lebender Hedge Fond" zu sein, d.h. den Yield Carry Trade in Fremdwährung selbst zu machen, darf in Österreich beworben werden, nicht aber die viel ungefährlicheren Anteile an echten Hedge Fonds.
 

Die Folgen den Hochsteuer-Staats:

ORF: Steuerhinterziehung - na und?

Fast eine halbe Million Österreicher haben nach eigenen Angaben im letzten Jahr schwarzgearbeitet. Besonders weit verbreitet ist dieses Phänomen in der EU unter Studenten, Arbeitslosen und Selbstständigen. Im Durchschnitt verdient ein Schwarzarbeiter in Europa 16,6 Euro pro Stunde.

Und in fast keinem anderen EU-Land stößt Steuerhinterziehung auf so viel Verständnis wie in Österreich. Das geht aus einer am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervor.

Wer heute noch legal arbeitet ist selbst schuld und wird von vorne bis hinten vom Staat ausgenommen.

Steuerberater haben mir erzählt, dass in der Gastronomie oft 50% aller Umsätze schwarz gemacht werden. Mit diesen "Gewinnen" werden die Kredite bezahlt, offizieller Gewinn 0. Die Finanzämter bekommen das nicht in den Griff.


Neu 2007-10-24:

Der Pleitegeier über Österreich:

Kurier: Täglich gehen 35 Privatleute pleite

Die Österreicher sparen zwar wie die Weltmeister, die Zahl der Insolvenzen steigt aber unvermindert an. In den ersten drei Quartalen 2007 gab es ein Plus von 15,3 Prozent auf 6481 Fälle. Pro Werktag werden in Österreich 35 Privatpersonen insolvent.

Alexander Maly von der Wiener Schuldnerberatung beziffert gegenüber dem KURIER die durchschnittliche Verschuldung. Diese liegt bei 50.000 Euro. Betroffen sind häufig Kleinverdiener, Arbeitslose und in letzter Zeit auch immer mehr Jugendliche. Häufiger Grund für Überschuldung sind Ratenzahlungen und Kredite.

Die Sparer sind natürlich andere Leute als die Schuldner. Warum sollte es in Österreich wesentlich besser sein?


Neu 2007-10-23:

Österreichers Liebling:

Presse: Österreich: Sparbuch schlägt Aktien

Die Österreicher haben 140 Milliarden Euro auf dem Sparbuch, Investitionen in Aktien sind deutlich zurückgegangen.

Knapp ein Drittel des gesamten Geldvermögens der Österreicher, also 140 Mrd. Euro, liegt auf Sparbüchern. "Zunehmend überdenken neben Banken und institutionellen Anlegern auch Privatinvestoren ihre Risikoposition" erklärte Zöllner. So sei in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres eine starke Präferenz für besonders liquide Finanzanlagen, die dem höheren Bedürfnis nach Sicherheit entsprechen, zu beobachten gewesen.

Ganz so schlecht ist das Sparbuch derzeit nicht, obwohl die Zinsen real negativ sind. Man kommt leichter raus, als aus Lebensversicherungen, Fonds, Aktien.

Jedoch sollte man nicht vergessen, wo die Banken diese 140 Milliarden versenkt haben: etwa in der Ost-Bubble oder in unsinnigen Tourismus-Projekten wie den Schneekanonen und Protz-Hotels.

Es kommt darauf an, dass man im Fall einer Bankenkrise schnell abhebt.


Neu 2007-10-22:

Der Pleitegeier senkt sich auf Österreichs Krankenkassen:

Kurier: Der Pleitegeier kreist

Mit Jahresende sitzen die Krankenkassen auf einem Berg von fast zwei Milliarden Euro Schulden. Es droht die Zahlungsunfähigkeit.

Die Gebietskrankenkassen schlittern in die Zahlungsunfähigkeit. Das geht aus einer internen Gebarungsvorschau der Sozialversicherung hervor, die dem KURIER vorliegt. Dass die Krankenkassen defizitär bilanzieren, ist nicht neu: Seit 1999 übersteigen die Ausgaben die Einnahmen. Dramatisch ist die Situation nun allerdings insofern, als diese Defizite nie beglichen, sondern in Form von Kredit-Schulden angehäuft wurden. Mit Jahresende 2007 wächst der Schuldenberg auf fast zwei Milliarden Euro und hat damit einen Plafond erreicht.

Beim kleinsten Wirtschaftseinbruch landet der Pleitegeier, und frisst sie auf. Besonders die Wiener Gebietskrankenkasse (für die Angestellten).
Zuerst wird er wohl die Goldbeschichtung von deren Fenstern abkratzen (ich bin am Freitag wieder vorbeigefahren).

Die überleben seit langem nur mehr mit Tricks und Verschuldung.


Neu 2007-10-20:

Denn sie wissen nicht, was sie tun:

ORF: Wissen Österreicher nicht, was sie tun?

Wissen Österreicher nicht, was sie tun?
Den Hang zum Risiko bei Krediten erklärt der WIFO-Experte mit mangelndem Know-how.Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) attestiert den Österreichern in finanziellen Dingen ein "gespaltenes Bewusstsein": Beim Sparen sind sie vorsichtig, bei den Schulden kühn. WIFO-Experte Thomas Url sprach am Freitag von einer "erstaunlichen Diskrepanz".

Die Risikofreudigkeit beim Schuldenmachen zeigt sich am hohen Anteil der Fremdwährungskredite am Kreditbestand, geht aus der aktuellen Analyse des WIFO hervor: 32 Prozent aller privaten Kreditnehmer lassen sich auf das unsichere Schuldenverhältnis ein.

Wagemutiger als alle anderen
Damit sind die heimischen Haushalte nicht nur wagemutiger als die Unternehmer - die Fremdwährungsrate bei Privaten und Unternehmern insgesamt liegt bei 20 Prozent -, sondern auch im Europavergleich in einer absoluten Spitzenposition.

Zum Vergleich: In der Euro-Zone wagten sich 2005 bei Privaten und Unternehmen durchschnittlich nur vier Prozent über Fremdwährungskredite. Das WIFO erklärt den Wagemut der Österreicher beim Schuldenmachen schlicht mit Inkompetenz in Geldfragen.

Nur 18 Prozent riskieren beim Sparen
Umso vorsichtiger sind die Österreicher beim Sparen: 82 Prozent des gesamten Geldvermögens sind "sicher" veranlagt, also in Bargeld und Einlagen, festverzinslichen Wertpapieren, risikoarmen Fonds, Lebensversicherungen und Ansprüchen aus Pensionskassen.

Österreich ist also nicht mehr die "Insel der Seligen", sondern das Zentrum der "Lebenden Hedge-Fonds".

Und die ach so sicheren Spareinlagen werden vernichtet, wenn nach dem Absturz der Ost-Bubble die österr. Banken untergehen. Diese sind die grössten Kreditschleuderer dort.
 

Buchungen im Tourismus brechen massiv ein:

ORF: Das große Zittern
Presse: Tourismus: Winter kommt, Buchungen bleiben aus

Aber das große Zittern ist angesichts katastrophaler Buchungslagen noch längst nicht vorbei. "In Salzburg gibt es 20 Prozent weniger Buchungen als im Vorjahr", sagte Thomas Kerschbaum, Sprecher von Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer, gegenüber der "Presse".

Bis zu vierzig Prozent Rückgang
Der für den Tourismus zuständige Landespolitiker hat bereits reagiert und eine zusätzliche Million Euro in die Tourismuswerbung gesteckt.

Denn einige Hoteliers werden bereits unruhig. Manche Häuser haben um bis zu 40 Prozent weniger Buchungen als vor einem Jahr.

Nur der letzte schneearme Winter als Ursache ??? ha, ha. Hier ist auch die Inflation am Werk (siehe Automarkt Deutschland). Die meisten Wintergäste in Österreich kommen aus Deutschland und dort brechen alle diskretionären Ausgaben zusammen. Und die Touristen aus Osteuropa werden auch wegbleiben, wenn dort die Bubble platzt.
Aber das ist erst der Anfang: als nächstes kommen Credit-Crunch und Depression. Da wird der Tourismus auf vermutlich 25% absinken.

Investment-Tip für Hoteliers und Tourismus-Industrie: Get out of Dodge


Neu 2007-10-12:

Leserzuschrift zum Immobilien-Markt in Österreich:

Ich bin seit etwa eineinhalb Jahren auf der Suche nach einer passenden Immobile (Haus im Gebiet Steiermark) und durchstöbere seither regelmäßig alle online Immobilienseiten. Dabei ist dehr auffällig, dass sich bei praktisch allen Seiten wie "willhaben.at" oder "immodirekt.at" etc. in den letzten fünf Monaten die Zahl der angebotenen Immobilien verdoppelt hat! Häuser, die ich bereits Anfang 2006 beobachtet habe sind immer noch zu haben (halten meist hartnäckig den Preis). Die Immobilienhändler müssten eigentlich langsam nervös werden. Bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

Die wollen wohl mit dem Preis nicht herunter. Dafür wird der Räumungsverkauf interessanter.

Ich würde derzeit kein Haus kaufen, sondern auf den absoluten Tiefpunkt warten.


Neu 2007-10-01:

Wenn man zu lange Funktionär ist:

Standard: Abfertigung neu ab 2008 für alle

Das Paket zur sozialen Absicherung für Selbstständige und freie Dienstnehmer kommt in Einzelstücken, zunächst die Neuregelung der Abertigung neu

Rechtsanwälte, Ärzte, Architekten und andere Freiberufler sowie die agrarischen Unternehmer dürfen sich wie gesagt entscheiden, für sie besteht ein so genanntes Opt-in-Modell. Sie haben für die Entscheidung sechs Monate Zeit, hat man sich einmal entschieden, gibt es kein zurück, erläuterte der Wirtschafts- und Arbeitsminister auf einer Pressekonferenz. Für freie Dienstnehmer und Selbstständige ist die Teilnahme verpflichtend.

Jetzt will man auch die Unternehmer in dieses System der Abfertigungsvorsorge zwingen, die schlimmste Form von Investment, die es überhaupt gibt - weil man kaum mehr herauskommt. Da sollte einmal eine "Pension" ausgezahlt werden, das kann man abschreiben. Offenbar haben sich verschiedene Finanzlobbies durchgesetzt, die mehr Zahler haben wollen.

Interessant, dass sich die Freiberufler und die Bauern "herauswinden" können, normale Selbständige aber nicht.
Der nächste Schritt ist eine "Arbeitslosenversicherung" für Unternehmer - wozu soll das gut sein?

Sowohl Wirtschaftskammerpräsident Leitl als auch Arbeitsminister Bartenstein waren einmal Unternehmer. Jetzt sind sie offenbar zu lange Funktionäre.
Ich empfehle entsprechende Protestschreiben an beide Funktionäre.

Hinweis:
Als Unternehmer kann man natürlich die Beitragszahlungen in gewisser Weise steuern, sofern man nicht zu viel aus dem Betrieb herausnehmen muss.
Als Investor bezahlt man diese Steuern (nichts anderes ist es) natürlich gar nicht.
 

Wenn der Blutsauger Staat zu viel saugt:

Standard: Kaufkraft geringer als 1991

Die heimische Wirtschaft wächst, die Kaufkraft zieht kaum mit: Das monatliche Netto­einkommen als Messgröße lag 2006 etwas unter dem Niveau von vor 15 Jahren

Das ist nicht die ganze Wahrheit, denn man hat die "offizielle" Inflationsrate herangezogen. Tatsächlich ist das reale Einkommen natürlich noch wesentlich geringer.
Sowohl die Inflation als auch die Sozialbeiträge sind auch Steuern und die fressen am meisten Einkommen.


Neu 2007-09-17:

Meinl European Land - da kommt noch mehr:

Standard: MEL zauberte 3,9 Milliarden Euro aus dem Hut , Geschäfte unter Freunden , Anlegern droht "Strafsteuer"

Österreichische Banker rätseln. Wie konnte Meinl European Land (MEL) im Frühjahr 3,9 Milliarden Euro an Commercial Papers begeben, ohne dass es jemand bemerkte? Und warum werden diese nicht ganz billigen, kurzfristigen Schuldverschreibungen auf den Markt geworfen, wenn die Kriegskasse dank der Ausgabe neuer Aktien und Anleihen prall gefüllt ist?

Wie zu hören ist, legt die Finanzmarktprüfung (FMA) in ihrer Prüfung den Finger auf diese Transaktion. Die Vermutung dahinter, die MEL zurückweist: Die Immobiliengesellschaft habe die Papiere nur der Meinl Bank zuliebe begeben. Bei der noch dazu die aus der Platzierung fließenden Milliarden zu weniger guten Konditionen veranlagt wurden.

Auf die Anleger der Meinl-Konstrukte könnten neue Probleme zukommen, denn die Börseprospekte weisen auf die Gefahr einer Strafsteuer für "schwarze Fonds" hin.

Immer mehr Merkwürdigkeiten "eitern" heraus. Dabei hat man diese Aktien noch "so sicher wie ein Sparbuch" beworben und verkauft. Fragt sich nur, wann auch die "Riesenverluste" auftauchen, die bei solchen Sachen immer irgendwann zum Vorschein kommen.
Viele Finanzberater haben diese "Aktie" sogar auf Kredit verkauft. Jetzt stellt sich heraus, war gar keine Aktie, sondern ein Zertifikat, mit entsprechender Strafsteuer.

Noch ein nicht so lieber Bekannter - Kovats:

Standard: Auffälligkeiten um Kovats

Heute beginnt der Prozess gegen Mirko Kovats. Der Staatsanwalt hält ihm Krida bei einer früheren Firma vor, und wurde auf ein Muster aufmerksam gemacht

Allen gemeinsam: Kovats, seine Geschäftspartner Franz Mock und Wolfgang Gröger waren persönlich, über Treuhänder, Stiftungen oder Firmen zumindest temporär involviert. Die Palette reicht von der Leobendorfer Großdisko Dorian Gray über die Wiener Hebetechnik & Brückenbau bis zur KPS Beteiligungs-GmbH, die am 9. 8. 2007 vermögenslos gelöscht wurde. Für alle gilt die Unschuldsvermutung. Ob es sich um kaufmännisches Pech handelte, muss die Staatsanwaltschaft nun beurteilen.

Eine auffällige Reihung von "Zufällen". Nicht immer findet sich ein Grosskonzern wie Siemens, wo man Spekulationsobjekte abladen kann.


Neu 2007-09-14:

Zum Totlachen - "Alpen-Dschihadisten":

Spiegel: Starthilfe aus Kanada für den Medien-Dschihad

Es war eine konzertierte Aktion über den Atlantik hinweg: Während die Polizei in Österreich drei Qaida-Propagandisten festnahm, verhafteten die Kanadier einen Unterstützer der Wiener Bande. Er soll den Alpen-Dschihadisten Starthilfe beim Aufbau einer Internetpräsenz gegeben haben.

Monatelang observierten die österreichischen Behörden die drei, sie lasen E-Mails mit und belauschten die Wohnungen mittels Wanzen. Details sind bisher kaum an die Öffentlichkeit gedrungen. Aber zumindest heißt es gleich aus mehreren Quellen, Mohamed M. sei ein "Großmaul" und ein "Wichtigtuer". Der 21-Jährige habe sich im Internet geradezu "angedient", heißt es in deutschen Sicherheitskreisen - also von sich aus Kontakt aufgenommen mit Personen, die er für gestandene Dschihadisten hielt, um sich interessant zu machen.

Das wirkliche Verbrechen, das man diesen Spinnern und Grossmäulern vorwerfen kann, ist Belästigung der Polizei und der Öffenlichkeit.
Und die diversen Rechtsparteien haben sich gleich mit Bundestrojanern und ähnlichem überboten. Damit sind sie selbst auf diese Wichtigtuer hereingefallen.

Lieber Innenminister: verschonen Sie uns in Zukunft vor noch grösseren Bühnen für solche Idioten. Einfach abschieben, das ist es.
Die Polizei hat Wichtigeres zu tun. Jeder der diese Idioten anrührt, macht sich selbst lächerlich.


Neu 2007-09-10:

Total-Absturz des Mohren?

Presse: Meinl European Land-Zertifikate stürzen ab

Der Kurs der Meinl European Land-Zertifikate stürzte am Montag um 7,5 Prozent ab und und liegt jetzt bei 9,11.

Der Wertverfall der "Aktie" der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) hat sich am Montag beschleunigt. Nachdem die Ratingagentur Fitch den Anleihen der MEL vorige Woche das Prädikat "Junk" verliehen hat, setzte nun die Bestätigung vom gestrigen Sonntag, dass die österreichische Aufsichtsbehörde ihre Ermittlungen in der gesamten Causa Meinl ausdehnt, die Zertifikate der in Wien börsenotierten Immo-Gesellschaft MEL am Montag abermals schwer unter Druck.

Wer noch an dieser Aktie festhält, wird möglicherweise bald einen Totalverlust verbuchen müssen.
Die Firma hat schon ein Junk-Rating, wer weiss, was noch alles herauskommt.

Hier braut sich ein riesiger Finanzskandal zusammen.


Neu 2007-08-30:

Spar verkauft Commercial Paper direkt (Leserzuschrift):

www.sparanlage.at

Die Website ist komplett neu und dort werden CPs an Privatanleger verkauft.
Ist das ein zeitlicher Zufall mit dem Zusammenbruch des CP-Marktes?

Sie verkaufen auch längerlaufende Anleihen über diesen Weg.
Die Frage ist: ob das die Leute vestehen (was ist CP?) und bereit sind, ihnen ihr Geld zu geben.
Die Zinsen sind ja ziemlich mickrig. Aber wenigstens ist eine rudimentäre Bilanz zu finden (im Anleiheprospekt).

Um Meinl European Land braut sich ein Skandal zusammen:

Standard: "Geheimaktien" aufgetaucht

Wien – In der Affäre um den Einkaufszentrenfinanzierer Meinl European Land (MEL) wurde am Donnerstag bekannt, dass 150 Millionen "Billigaktien" existieren, die angeblich von europäischen institutionellen Investoren gehalten, aber nicht an der Börse gehandelt werden. Für diese Aktien – so genannte "Partly Paid Shares" – wurde bisher nicht der Nennwert in Höhe von fünf Euro, sondern lediglich ein Cent pro Stück einbezahlt. Dies geht aus dem auf der MEL-Homepage veröffentlichten Geschäftsbericht vor. Dass die Meinl Bank diese halte, wurde dementiert.

Diese Aktien wurden offenbar verschenkt. An wen und wozu? An die Insider? Zum Abkassieren von Dividenden?

An Alle, die an der Wiener Börse, speziell in Immobilienaktien sind: plötzliche Kursstürze sind einzuplanen.
Hat nicht bereits Metternich gesagt: der Balkan beginnt am Rennweg (fast im Zentrum von Wien) - wenn die Wiener Börse soetwas zulässt.


Neu 2007-08-23:

Subprime überall:

Wirtschaftsblatt: Fast alle Banken sind im Subprime-Markt investiert

Nach dem WirtschaftsBlatt-Artikel über das Subprime-Engagement der Uniqa zeigt sich, dass fast alle österreichischen Banken im US-Immo-Markt engagiert sind.

Allerdings versichern alle Bankchefs, dass es sich um "homöopathische Dosen" handelt. Bei der Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) macht das Subprime-Engagement 50 Millionen Euro aus. In Kreditforderungspapiere - im Fachjargon "Asset Backed Securities" (ABS) - ist die ÖVAG mit zwei Milliarden Euro investiert.

Die Erste Bank beziffert ihr Subprime-Volumen mit zwei Millionen Euro. Nicht ganz so deutlich ist die Auskunft der BA-CA: "Wir sind über ABS-Fonds im Subprime-Bereich investiert, aber das Ausmass ist gering", beruhigt ein BA-CA-Sprecher.

Die Wiener Städtische, die Allianz und die Generali geben Entwarnung. "Wir haben keine Subprimes. Was wir nicht kennen, kaufen wir nicht", sagte ein Generali-Sprecher.

Gibt es irgendeine Finanz-Institution, wo dieser Mist nicht auftaucht? Zuerst natürlich nur in "homöopathischen Dosen", dann in Milliardenhöhe. Wann muss eine dieser Banken "gerettet" werden? Die lügen alle bis zur letzten Sekunde. Nicht besonders vertrauenserweckend.

Die "anderen" Methoden der Banken:

ORF: Zocken Banken mit dem Geld der Anleger?

Den Banken droht ein neuer Skandal, der offenbar bereits die Staatsanwaltschaft beschäftigt. Gefälschte Kundenprofile sollen aus einfachen Sparern risikofreudige Börsenspekulanten gemacht haben, berichtet die Wochenzeitung "Börsen-Kurier", die am Donnerstag erscheint.

Solche Fälle würden in jüngster Zeit vermehrt bekannt, heißt es. Auch die Sektion Konsumentenschutz im Sozialministerium wisse davon.

"Banken geben Probleme zu"
"Heimische Banken geben zu, dass es immer wieder zu Problemen mit der Dokumentation von Anlegerprofilen kommt", heißt es in dem Bericht laut "Presse".

Bei der Veranlagung privater Ersparnisse entstünden Hunderttausende Euro Schaden, wenn sie aufgrund frei erfundener Kundenprofile vorgenommen werden.

Pensionist fühlte sich geprellt
Ein Einzelfall brachte offenbar den Stein ins Rollen: Ein Pensionist soll demnach von seiner Bank fälschlicherweise als erfahrener Anleger mit hoher Risikobereitschaft eingestuft worden sein und 10.000 Euro in riskanten Spekulationsgeschäften verloren haben.
Nun sei die Staatsanwaltschaft mit dem Fall beschäftigt. Dem "Börsen-Kurier" liegt laut eigenen Angaben die Kopie einer Sachverhaltsdarstellung vor.

Delikt der Urkundenfälschung
Treffen die Anschuldigungen des Klägers zu, gilt das nach geltendem Recht als Urkundenfälschung.

Jetzt, wo die Verluste herauskommen, kommt auch heraus, dass diese ganze Doku reiner Unsinn war.
Ich habe immer auf diese Formulare geschrieben: "I am a sophisticated investor", sonst nichts.

Ja, Sophistication braucht man in diesem Dschungel, sonst bleibt man übrig.

Verkauft Cerberus Teile der Bawag (Meldung in Ö1): offenbar brauchen sie Geld oder sie haben zu grosse Risiken gefunden.


Neu 2007-08-22:

Subprime versichert bei Uniqa:

Presse: 100 Mio. Euro: Uniqa von Immobilienkrise betroffen

Mit 100 Millionen Euro ist die Uniqa-Versicherung im angeschlagenen Subprime-Bereich in den USA engagiert. Das gab das Unternehmen gegenüber dem "Wirtschaftsblatt" zu. Damit böckelt die Phalanx der heimischen Banken und Versicherungen, die bisher stets behauptet hatten, nicht von der Immobilien-Krise in den USA betroffen zu sein.

Überall tauchen diese CDOs auf. Die 100Millionen dieses Erst-Geständnissen dürften wohl nicht die reale Summe sein.
Stufe 0: wir sind da nicht drinnen. Stufe 1: wird sind nur "geringfügig" drinnen. Stufe 2: es ist ganz schlimm, aber irgendwer rettet uns. Bekannt?

 


Neu 2007-08-14:

Lohnpfändungen in Österreich:

Standard: Lohnpfändungen nehmen zu

Hohe Ausgaben für teure Autos, Handys, Einkaufen auf Pump, aber auch Unfälle oder ganz einfach nur die Gründung einer Familie: Die Ursachen, warum die Schulden vielen Österreichern über den Kopf wachsen, sind vielfältig. Für das vergangene Jahr listet die Statistik des Justizministeriums 762.105 Lohn- und Gehaltspfändungen auf, berichtet die Tageszeitung "Salzburger Nachrichten". Lohnpfändungen sind also keine Seltenheit mehr. Oft reicht das Einkommen nicht einmal dafür aus, laufende Kosten zu zahlen.

Hat das Thema Lohnpfändung vor zehn Jahren noch kein Unternehmen interessiert, so gibt es mittlerweile fast keinen Lohnverrechner mehr, der damit nichts zu tun hat." Seminare zum Thema Lohnpfändung würden regelrecht überrannt. "Die Nachfrage steigt immens."

Aus den Kommentaren zum Artikel:
Na, das wundert mich nicht
Wenn der sechsjährige Sohn ein Handy braucht, der Papi ohne Megabreitbildfernseher nicht auskommt und die Mami einmal pro Woche zur Maniküre muss brauch ma se ned wundern. Leben weit über die Verhältnisse ist leider voll in. Nicht nur Kredite für Autos, nein - Kredite für Urlaub, Kredite für Waschmaschinen und Fernseher, Kredite für Lammfellmäntel (ohne sch...) alles gibts. Echt, mein Mitleid hält sich in Grenzen. Diejenigen, die am Hungertuch nagen und nichts haben, treten durch solche "Wohlstandsverschulder" (und das ist die Mehrheit) total in den Hintergrund. Die tun mir wirklich leid.

Ein weiteres Indiz für die zunehmende Verschuldung. Ein Lohnpfändung in Österreich zu erwirken ist für Gläubiger recht einfach. Aber für den Arbeitgeber ist die Administration ein Alptraum, da er für Fehler haftet. Ich habe selbst einmal so ein Formular zur "Sicherstellung und Reihung" einer Lohnpfändung gesehen, das noch ohne Zahlungsausfall. Der Arbeitgeber kennt daher alle Kredite des Angestellten.


Neu 2007-07-21:

Heuschrecke vergibt Golden Handshakes:

Presse: Kostensenkung: Cerberus setzt bei Bawag Sparstift an

Mitarbeiter über 50, die freiwillig gehen, sollen „Golden Handshake“ bekommen.

Seit Mitte Mai gehört die Bawag dem US-Fonds Cerberus. Um die Renditeziele der Amerikaner zu erreichen, muss die „Bawag neu“ Einnahmen steigern und gleichzeitig Kosten senken. Dabei wird auch beim Personal, dem wichtigsten Kostenfaktor jeder Bank, der Sparstift angesetzt.

Schon bisher gab es in der Bawag in Einzelfällen für Mitarbeiter, die das 50. Lebensjahr erreicht hatten, die Möglichkeit, freiwillig vorzeitig aus dem Unternehmen auszuscheiden. Sie bekamen dafür von der Bank 60 Prozent der Bezüge bis zum regulären Pensionsantritt gezahlt. Die Annahmequote war dem Vernehmen nach nicht allzu hoch, in Anspruch genommen wurde das Angebot vor allem von Mitarbeitern, die knapp vor der Pension standen.

Nun soll das Modell ausgebaut werden. Der kapitalstarke neue Eigentümer Cerberus kann es sich leisten, für die „Golden Handshakes“ Geld in die Hand zu nehmen und damit die Kosten des Personalabbaus auf einmal in der Bilanz unterzubringen. Künftig soll Mitarbeitern über 50, die freiwillig die Bank verlassen, ihre Ansprüche nicht Monat für Monat, sondern in Form einer einmaligen Abschlagszahlung abgegolten werden.

Da kann man nur sagen, "die Glücklichen", sie können (wenn sie es verstehen) ihre Ansprüche wert-sichern.

Das ist wieder so ein Beispiel, dafür dass den Grosskonzeren nichts anderes als Frühpensionierungen einfällt.
Der Hauptgrund sind nicht primär die höheren Kosten älterer Mitarbeiter sondern dass die Karriere-Pipeline wieder frei gemacht wird. Nur so kann man den jüngeren, hypothekenverschuldeten Karrieristen zeigen, dass Aufstieg doch möglich ist.

PS: Ich habe gehört, dass bei österreichischen Banken "höhere" Leute jetzt abgehen, weil sie die Zukunft voraussehen, offenbar auch mit solchen Modellen.


Neu 2007-07-20:

Luxus in Österreich - bei wem:

Presse: Lamborghini-Verkäufe in Österreich fast verdoppelt

"Erben oder Jungunternehmer ab 30". Das ist das Klientel des österreichischen Lamborghini-Händlers Exclusive Cars. 2006 konnten 50 Luxuswagen verkauft werden.

Zwischen 239.000 und 376.000 Euro muß man in Österreich schon mal beim Autohändler lassen, um mit einem der sündteuren Lamborghinis durch die Wachau düsen zu können.

Als Hauptzielgruppe sieht Engstler "junge vermögende Österreicher ab 30". Natürlich Männer, versteht sich. Die meisten reichen Käufer sind "junge Immobilien- oder Internet-Unternehmer" und "natürlich auch Erben".

Aha, Immobilien-Unternehmer. Die arbeiten mit viel Kredit. Da fällt sicher auch oft einiges für ein gutes Auto ab.

Luxus-Autos sollte man sich erst dann leisten, wenn man sich mindestens 10 Stück davon in Cash leisten könnte. Wie viele Lamborghinis würden dann noch verkauft?


Neu 2007-07-09:

Jugend - Jobsicherheit und Konsum sind wichtig:

Standard: Job-Pragmatiker: Sicherheit ist wichtiger als Selbstverwirklichung

Die "Generation Praktikum" sehnt sich nach Dingen, die am derzeitigen Arbeitsmarkt für viele unerreichbar scheinen: Glücklich soll der Job machen - aber nicht unbedingt reich

Zwei Drittel der für die Studie befragten 14- bis 24-Jährigen finden es "sehr wichtig", einen sicheren Arbeitsplatz zu finden und dabei ein geregeltes Einkommen zu haben.

Auf der Lebenswunschliste ist ein Faktor weit weniger wichtiger, als man gemeinhin annehmen würde: Geld wird von jungen Menschen höchstens als Mittel betrachtet, um an ihrem gesellschaftlichen Umfeld teilnehmen zu können. "Geld braucht man in unserer Welt einfach. Aber es ist kein Wert an sich, Geld zu verdienen".

Ist das nicht irr. Jobsicherheit, geregeltes Einkommen und Konsum sind wichtig. Reich wollen sie nicht werden.
Von dieser Jugend wird offenbar kaum eine Revolution ausgehen.


Neu 2007-07-01:

Österreich - die Zockernation?

Standard: Spielernation: Österreicher zocken jährlich um zweistellige Milliardensummen

Österreich entpuppt sich als Spielernation: Nur die Briten und Finnen "zocken" noch mehr als Herr und Frau Österreicher. Jeder österreichische Haushalt leistet sich - wieder eingesetzte Gewinne inklusive - im Jahresschnitt 3.100 Euro an Spiel- und Wetteinsätzen - 10,3 Mrd. Euro sollen es im Vorjahr gewesen sein. Dies geht aus einer aktuellen Kreutzer Fischer&Partner-Studie hervor, die am Dienstag in Wien vor Journalisten präsentiert wurde.

Dafür gibt es offenbar noch immer Geld - für das Glücksspiel.
Wenn man bedenkt, dass etwa beim Lotto nur 50% der Einsätze wieder als Gewinne ausgeschüttet werden, kann man annehmen, dass im Schnitt etwa €1500/Jahr verspielt werden.

Interessant ist auch die lawinenartige Zunahme von Spielstätten aller Art in Österreich - primär in ärmeren Gebieten. Da verspielen offenbar Arbeitslose und Pensionisten mit viel Zeit (ihre zu hohe) Unterstützung. Eine ähnliche Entwicklung war 10 Jahre vorher auch in Deutschland zu sehen.

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