Investment - Allgemein - 2007

Diese Seite beschreibt allgemeine Themen zum richtigen Investieren, ohne Gold/Silber, Immobilien. Inklusive aller Papier-Investments. Gold-Themen sind auf den Gold-Themenseiten.

Neu 2007-12-31:

Neuer Lebensversicherungs-Trick - Rente statt Auszahlung:

Spiegel: Lebensversicherer locken mit Nachfolge-Anlagen

Umdenken bei den Versicherern: Bisher haben sie sich kaum um Kunden bemüht, die Geld aus Lebensversicherungen ausgezahlt bekommen. Das ändert sich nun - die Assekuranz bietet systematisch Nachfolgeprodukte an.

Das hat natürlich 2 Gründe:
a) sie wollen wieder Provisionen kassieren
b) sie können damit unsichtbar Verluste abdecken - Pyramidenspiel

Der Grund b) dürfte derzeit wohl vorherrschen, denn früher hat sie das nicht interessiert.
 

Noch ein Leserbeitrag (DE) zu "Immobilien - verlorenes Geld":

Ihren Beitrag "Immobilien - Verlorenes Geld" habe ich mit Interesse gelesen, denke aber, dass Sie hier zu stark im "Schwarz-Weiß-Denken" argumentieren:

1. Punkte in denen ich d'accord mit Ihrem Beitrag bin:

1A. Prestige-Denken

Immobilien sind für mich ein Investment-Objekt. Ich muss mir also überlegen, wie sich die Mieten in der Zukunft gegenüber anderen Investment-Klassen entwickeln werden. Sehe ich, dass Mieten eine höhere Rendite, als andere Investments bringen, dann kann ich mir überlegen, mein Geld in eine Immobilie zu investieren mit dem Ziel, (möglichst früh) vor Erreichen des Rentenalters diese abbezahlt zu haben.

Letztendlich ist es genausowenig erstrebenswert, als "Miet-Sklave" wie als "Schulden-Sklave" zu enden.

Arbeite ich in einer Branche, in der ein Umzug wahrscheinlich ist, dann verzichte ich (vorerst) auf den Kauf einer Immobilie.

1B: Konkurs-Risiko

Das Investment in Immobilien stellt quasi ein "gehebeltes Investment" dar. Man finanziert einen Betrag X mit nur einem Bruchteil [X / n] Eigenkapitel. Für den Restbetrag ( X - [X / n]) muss man einen Kredit aufnehmen. Man hat also das Risiko, dass der Wert der Immobilie unter dem aufgenommenen Kreditbetrag fällt. In diesem Fall würde man einen "Margin Call" erhalten, d.h. das Eigenkapital (samt Immobilie) wäre verloren. Aber man wäre immer noch nicht bankrott. Auf der anderen Seite kann die Immobilie auch im Wert steigen und man hat somit starke Mieterhöhungen in der Zukunft vermieden - die Miete wurde also für die Zukunft festgeschrieben.

Meines Erachtens darf der Eigenkapital-Anteil 1/3 des Gesamt-Kaufpreises nicht unterschreiten.

Trotzdem bleiben folgende Risiken: Scheidung, Arbeitslosigkeit, Tod (des Verdieners in der Familie), Explosion anderer Kosten (siehe 1C: Kosten für Auto).

Also: Rechnen, was die "Eigen-Miete" ist vergleichen mit einer "normalen Miete". Wie entwickeln sich die Mietkosten - realistisch rechnen (d.h. niedrige jährliche Erhöhung ansetzen). Wann ist das Objekt schuldenfrei - also ab wann lebe ich mietfrei (d.h. dieser Zeitpunkt muss wesentlich vor dem Renteneintrittsalter liegen). Keine anfänglich niedrigen Raten akzeptieren ("Teaser-Rates") - und wenn ja, dann die Finazierung mit den zu erwartenden Kosten rechnen.

1C: Kosten für Auto

Absolut korrekt - die Kosten für ein Auto werden weiter in 2-stelligen Prozentsätzen pro Jahr steigen. Wir haben quasi "peak-Oil" (obwohl es keiner zugeben mag) und werden die nächsten Jahre die $200 / Barrel Öl sehen. Außerdem will die Politik mit Umwelt-Argumenten weitere Kosten auf den Autofahrer umlegen - denn der Autofahrer ist unbeliebt und doch ist jeder selbst Autofahrer.

Die Chinesen und Inder wollen auch Auto Fahren (zumindestens die höheren und mittel-hohen Schichten) - und das wird mehrere Millionen von von neuen Auto bedeuten. Diese konkurrieren um das verbleibende Öl und deshalb wird der Öl-Preis solange steigen, bis eine Gruppe (die Mittelschicht in Europa / Amerika oder die Besserverdienenden in Asien) das Auto Fahren einstellt oder zumindestens wesentlich einschränkt.

"Suburbia" wird zu einer weiteren Verarmung unserer Mittel-Schicht führen. Jeder, der sich außerhalb der Städte ohne Bus-Anschluss oder Bahn-Anschluss ein Haus kauft und vom Auto abhängig macht, wird zu den Verlierern gehören.

1D: Ausdünnung bestimmter Wohngebiete durch demographische Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwickung wird sich in bestimmten Ballungsgebieten vollziehen, wo auch weiterhin Wohnungen nachgefragt werden. Andere Gebiete (insbesondere auf dem Land und im Osten von Deutschland) werden weiter ausdünnen und es verbleiben nur noch die Alten. Und selbst diese werden sich in Großstädten konzentrieren müssen, um Zugang zu Ärzten und Lebensmittel-Läden zu haben.

1E. Verschuldung in Fremdwährungen (SFr, Yen) oder Spekulation auf steigende Gold-Preise etc

Jeder, der solche Optionen ernsthaft ins Auge fasst, sollte sich lieber "richtig gehebelten" Finanzprodukten zuwenden. Mit CFD-Produkten (Contract of Difference) kann man Gold und Devisen mit 1:100 gehebelt handeln.

Das ist aber reine Spekulation, denn das, was der eine verliert, gewinnt der andere. Und wie gut sind Sie und ich gegenüber den "Profis", die kurzfristig mit Hilfe von Plunge Protection Teams (PPTs) und anderen manipulierenden Organisationen den Preis in die Richtung treiben können, in der sie kurzfristig die besten Geschäfte machen ?

2. Punkte in denen ich unterschiedlicher Auffassung bin:

2A. Vermieter anstatt Selbstnutzer

Sorry - hier kann ich Ihre Argumentation nicht nachvollziehen, dass der Vermieter dem Selbstnutzer gegenüber im Vorteil ist. Die Kosten sind zwar als Vermiter voll absetzbar, aber erzielte Mietüberschüsse sind auch voll zu versteuern. Die Tilgung des gekauten Objekts muss weiterhin mit voll versteuertem Einkommen erfolgen. Einzig und allein die Abschreibungen kann ein Vermieter absetzen - dafür hat der Besitzer aber in der Vergangenheit die Eigenheimzulage erhalten.

Im Übrigen trägt der Vermieter das volle Risiko von sogenannten "Miet-Nomaden" - keine Miete zahlen, die Wohnung zugrunde richten und dann zum nächsten Objekt weiterziehen. Hier sind schon etliche Vermieter bankrott gegangen.

2B. Generelle Zuordnung von Immobilien als "Finanzwert"

Sie haben sicherlich recht, dass die Preise der Immobilien auch von der Finanzierbarkeit, d.h. den zu Grunde liegendem Zins-Niveau abhängig sind. Dies liegt daran, dass man die Zins-Kosten einer Eigentumswohnung mit dem Miet-Zins einer Mietwohnung vergleichen wird.

Aber dies ist meines Erachtens kein hinreichendes Kriterium dafür, eine Eigentumswohnung als "Finanz-Investment" zu bezeichnen. Vielmehr handelt es sich um einen "Realwert" wie bei Rohstoffen und auch den Edelmetallen. Aber es gilt hier sicherlich das Gesetz des Marktes: Angebot und Nachfrage.

Nun kann man streiten, was der reale Wert einer Immobilie sei. Allerdings gehören Ernährung, Wohnung, Heizung und Gesundheit zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Also kann man auf eine Wohnung nicht verzichten. Wie stark vor diesem Hintergrund die Preise für Wohnungen nun sinken können, darüber kann man streiten. Aber nicht darüber, dass Wohnung zu einem Grundbedürfnis gehört wie Essen.

3. Ausblick:
Zum Thema "schöne Villa" für 0,5 kg Gold: Wenn Sie Recht behalten sollten, dann liegt in 100m Entfernung meiner derzeitigen Wohnung ein wirklich schönes Einzelanwesen, das wahrscheinlich unrenoviert bereits 1 Mio Euro gekostet hat und in das sicherlich durch die neuen Eigentümer noch einmal 200.000-300.000 Euro gesteckt wurden. Da dieses sicherlich auch auf Kredit finanziert wurde, merke ich mir das Objekt jetzt schon einmal vor. Ich wäre sogar bereit, dafür dann einen "Kampfpreis" von 1 kg Gold zu bezahlen. Vielleicht können wir dann gegenseitig Bilder von unseren Villen austauschen.

Auch hier kommt das lineare "Immobilien-Besitz-Denken" durch. Letztlich ist es Konsum und kostet viel im Unterhalt. Aber danke für die Argumente.

Das einzige wichtige Argument, das ich im Artikel bringe, ist dass derzeit ein sehr schlechter Zeitpunkt zum Kauf/Besitz von Wohnimmobilien ist. Denn sie werden massiv billiger werden. Ob ich selbst mir eine heutige Millionen-Villa zulegen werde? vermutlich nicht, denn es gibt dann viel profitablere Anlageobjekte, etwa Firmen, die nicht kosten, sondern einen positiven Cash Flow bringen. Diesen Bilder-Austausch wird es daher kaum geben, eher Villa gegen Firma.


Neu 2007-12-30:

Leserzuschrift zu meinem Artikel über Immobilien - sie glauben es nicht richtig:

habe Ihren Artikel zu Immobilien mit großem Interesse gelesen und stimme Ihnen weitgehend zu. Folgende Anmerkungen:
 
1. Die Unterscheidung zwischen Investment- und Wohn-Immobilie ist richtig, aber nur, wenn man dazu sagt, dass derjenige, der die Investment-Immobilie kauft selbst keine Miete zahlt, also bereits im eigenen Haus wohnt. Zahlt man Miete und kauft die erste Immobilie macht diese Unterscheidung keinen Sinn, denn ob man nun den Kredit mit Mieteinnahmen und die eigene Miete mit dem Gehalt bestreitet oder die Immobilie gleich selbst nutzt ist egal.
 
2. Die Gegenüberstellung der Hypotheken-Haus-Effizienz (20%) und der Effizienz anderer Anlagen (100%) ist nur bei Investment-Immobilien sinnvoll und auch nur dann, wenn man selbst eben gerade nicht zur Miete wohnt.
Bei Wohn-Immobilien (oder wenn man die eigene Immobilie vermietet und selbst zur Miete wohnt) muss man vielmehr die Effizienz der Hypotheken-Immobilie der Effizienz der eigenen Mietzahlungen gegenüberstellen. Dann sehen auch die 20 % gegenüber den 0 % (!) der Mietausgaben plötzlich ganz anders aus.
 
3. Wer sich mit einem Kredit übernimmt (Prestigedenken usw.), weil die monatliche Rate die bisherigen Mietausgaben übersteigt oder zu wenig verdient oder der Job zu unsicher ist etc. oder wer im "Herbst" kauft der hat natürlich nach unserer Einschätzung des weiteren Verlaufs denkbar schlecht investiert. Daran ist aber nicht das Haus Schuld, sondern das schlichte Unverständnis der jeweiligen Person.
 
4. Fazit:
In den Phasen Winter, Frühling und Sommer des Kondratieffzyklus ist die erste selbst genutze Immobilie auf Kredit bei Vermeidung oben genannter falscher Verhaltensweisen immer die beste Investition, weil man nach Abbezahlen des Kredits eben das Haus hat und sich die monatlichen Mietausgaben erspart, während man, wenn man zur Miete wohnt, nach derselben Zeit dieselbe Summe ausgegeben hat, aber im Gegenzug nichts erworben hat und auch in Zukunft monatliche Ausgaben für die Miete zu bestreiten hat.
Je mehr Eigenkapital man reinsteckt, desto wichtiger ist die Entwicklung der Mieten und Immobilienpreise, worauf man als Kreditkäufer kurioserweise nicht achten muss, sofern man alles richtig macht.

Aber wir sind Bubble-mässig ganz am Ende des Kondratieff-Herbstes. Da sind die Bewertungen für Immobilien einfach zu hoch. Der richtige Investor weiss was billig ist (derzeit Gold) und was teuer ist (derzeit Immobilien). Er geht aus dem Teuren ins Billige. Die Masse macht es umgekehrt.

In Zeiten vernünftiger Bewertungen (ausgenommen Herbst) kann die oben dargestellte Argumentation zutreffen, aber nicht jetzt. Ich weiss, dass mein Artikel an den Grundfesten des Glaubens der Masse rüttelt. Aber die Masse verliert in Systemumbrüchen immer enorm.

 

[16:30] Noch eine Zuschrift - ausgewogen:

Zuersteinmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Website, sie wird von Woche zu Woche besser.

Bei Ihrem Beitrag "Immobilien" möchte ich doch ein paar Bemerkungen geben:

1. Immobilien sind grundsätzlich risikoreich, da eben "immobil", d.h. der Staat, Nachbarn, die Konjunkturlage, die darin lebenden Mieter und die allgemeine Lage rundumerdum bestimmen den zu erzielenden Markt- und Mietpreis. Der Käufer bzw. Vermieter trägt damit immer ein gewises Risiko.

2. Gleichzeitig haben Immobilien eine grundsätzliche Berechtigung, da die Menschen ja nicht in Hütten leben können.

3. Augrund der Tatsache, dass Immobilien vom Staat - zumindest ideell - gefördert werden, sind die meisten Objekte überpreist.

4. Dazu kommt der Wunsch vieler Männer, auf dem Land die Kinder grosszuziehen, damit die Frau nicht so schnell das Weite sucht. Dieser Wunsch wird dann mit "für die Familie" umschmeichelt, und gleichzeitig ein übermässiger Aufwand betrieben, zur Arbeitstätte zu fahren. Hier gibt es eine Kausalität zwischen "guter Konjuktur" -> Trend zu grossen Immobilien in Suburbs -> "Goldener Käfig" für die Partnerin, denn sie könnte sonst schneller weglaufen und "schlechter Konjunktur" -> Nahe in der Stadt, damit man schnell den Arbeitsplatz wechseln kann und wenig Energie aufwenden muss -> Die Frau läuft eh nicht weg, da zu hohes Risiko. Hier übrigens auch die Korrelation zwischen hoher Kreditaufnahme und partnerinnengetriebenem Prestigedenken -> "Da Kind soll in unserem EIGENEN Haus auf die Welt kommen"...

5. Punkt 4 sorgt insbesondere für eine Ueberpreisung von Immobilien auf der Pampa, in Wien ist das besonders schön zu sehen, wenn man mit dem Flugzeug einfliegt und über den Wiener Süden und Südosten einfliegt. Interessant sind insbesondere diese Villendörder, die rund um künstliche Tümpel gebaut worden sind. Andere Städte, wie München haben eine ähnliche Situation, aber Wien finde ich ja schon immer wieder besonders speziell.

6. Der Kaufpreis einer Immobilie ist in der Tat recht rational betrachtbar - theoretisch eine Immobilie eine Spur besser rentieren als ein erstklassiger Bond - da gebe ich Ihnen recht, die Rendite wird aber durch bestimmte sozialistische und idielle Faktoren wie "sozialer Wohnungsbau" ... "für die Kinder".... "erstklassige Lage" bei den Suburb-Immobilien und bei bestimmten Lagen gestört, d.h. der Kaufpreis ist in der Tat aufgrund dieser Faktoren immer eine Spur zu hoch.

7. Aus Punkt 6 ergibt sich aber grundsätzlich für eine Immobilie die halbwegs konjunktursicher (gute Frage, was ist "konjunktursicher" in Europa?) liegt, ein erzielbarer Verkaufspreis.

8. Mit etwas gesundem Zins- und Leverage-Management ist eine vermietete Immobilie sogar selbsttilgend, wohlgemerkt - vorausgesetzt, die Lage stimmt, und der Mieter zeigt Wohlverhalten durch braves Mietzahlen. Es ist ein Wagnis, jedoch ganz unbestritten.

9. Bei einer stärkeren Inflation, sagen wir 20% pro Jahr, was ich für durchaus möglich für 2008-2011 halte, kann man die Mietpreise entsprechend nach-anpassen, vorausgesetzt, prohbitive Mieterschutzklauseln bzw. dumm gestaltete Verträge verhageln einem die Suppe nicht.

10. Sein Haus zu verkaufen und zu mieten, mag grundsätzlich richtig sein und ich denke auch, vermieten sollten Profis oder Menschen mit starken Nerven. Eine Immobilie selbst zu bewohnen ist je nach Steuergesetzgebung entweder Liebhaberrei (Deutschland, Zinsen auf eigengenutzte Immobilie nicht absetzbar) oder einfach nur schädlich (Schweiz: Eigenmietwertgesetzgebung ermutigt möglichst viele Schulden auf selbsgenutzte Immobilie zu haben).

11. Dass Gold in den nächsten 10-15 Jahren wohlwahrscheinlich besser rentieren wird als Immobilien, halte ich für ein "sure thing". Im Gegensatz zu Immobilien ist Gold nicht beliebig vermehrbar, und insbesondere Europa hat durch die Oeffnung Osteuropas einen enormen Preisdruck im mittleren Bereich aufgrund von Arbeitsverlagerung (Offshoring) - Indien ist zwar der "Renner", aber Osteuropa tut es auch: Beispiel: wieso soll ich 100 Softwarenentwickler in Wien anstellen, wenn ich in der Ostslowakei 300 Leute zum gleichen Preis bekomme? Da leiste ich mir doch lieber eine Kernmannschaft von 10 Leuten z.B. in Wien, und 150 in der Ostslowakei und alles ist prima. Die lost productivity habe ich mit mehr Leuten zum günstigeren Preis abgefangen. Für den Wohnungsmarkt und insbesondere den Hausmarkt in den Suburbs sagt das natürlich: 90 Arbeitsplätze weniger in Wien, 90 Wohnungen, die dadurch faktisch irgendwie frei werden bzw. nicht mehr gezahlt werden können, und downstream mit den 90 lost jobs ungefähr nochmal dreimal soviel im Support, vom Bäcker und Friseur angefangen und bei der Müllabfuhr geendet. Was übrigens bei der Rechnung oft vergessen wird, ist dass der Arbeitgeber diesen Offshoring-Gewinn oftmals gleich wieder in etwas neues anlegen muss, weil ihm sonst die Konkurrenz wegläuft, d.h. oftmals trotz dieser Offshoring-Aktivität woanders Leute anstellen muss, eventuell auch in Wien und sich damit die Wohnungen zwangsläufig wieder füllen, bzw. die Softwareentwickler plötzlich irgendetwas anderes machen, denn blöde sind sie ja meist nicht... .. Was die (Ex-) Softwareentwickler jedoch sowohl in Wien als auch in der Slowakei oder Indien gerne haben, ist einen sicheren Wertaufbewahrungsmechanismus, wenn ihre Währung verschwindet.

Dass sich entsprechend aufgrund der besseren Renditentwicklung gegenüber einem Referenzmassstab "Euro" Gold besser entwickelt als Immobilien - oder soll man anders sagen, hiesige Immobilien im Vergleich zu Gold an Wert verlieren und eventuell Immobilien in z.B. Thailand, Indien - nicht notwendigerweise China - sogar gegenüber Gold an Wert gewinnen könnten, mag durchaus stimmen.

Dass es nun Gebiete geben mag, wo man Immobilien wirklich extrem günstig gegen Gold erwerben kann, halte ich für absolut möglich.

Summa Summarum, Sie haben zwar durchaus recht, und Immobilien sind risikobehaftet und nicht der beste Inflationsschutz. Gleichwohl, solange die folgenden fünf Rahmenparameter stimmen:
1. Gute vernünftige Lage (Lage heisst vor allem: Jobs die es den Leuten ermöglichen, die Hütte zu bezahlen, egal ob als Käufer oder Mieter) -> Pampa is bad
2. Ein halbwegs ausgeglichenes Angebots- / Nachfrageszenario (USA, übel, genauso Spanien und Teile von UK, genauso wie Ostdeutschland).
3. Eine nicht durch Falschanreize vergeigten Steuerpolitik (USA ist ein übles Beispiel dafür, und Deutschland macht auch keinen Spass, daher gibt es vergleichsweise zu wenig Wohnungen, weil kaum jemand mehr gerne bauen will -> Preisauftrieb bei Mieten in Süddeutschland, da wo Jobs sind!)
4. Pflege des Objekts (evident!)
5. Aktives Management des Mieters durch den Vermieter (das unterscheidet den Amateur vom Profi)

Sind Immobilien ansich gar nicht so schlecht, besser als Schuldverschreibungen allemal. Gestorben wird immer, und davor müssen die Leute irgendwo wohnen...

Sicher, bei einem Haus bleibt ein Restwert, bei einem Bond meist gar nichts. Die nächsten 5 Jahre werden für beide Assetklassen schlecht sein. Nicht mehr wollte ich sagen. Und diese Häuser sind immobil - nicht in bessere Gegenden zu verschieben - sieht man gerade in Detroit, wo ein Auto mehr kostet als ein Haus.


Neu 2007-12-18:

[20:00] Das dumme Volk will kein Gold (Leserzuschrift-AT):

in unserer kleinen Firma hat sich der Chef heuer etwas nettes einfallen lassen.
Jeder Mitarbeiter bekommt einen 1/10 Philharmoniker als Weihnachtsgeschenk.

Ich denk mir "toll". Doch das beste für mich kommt noch.

Fast keiner "versteht" dieses Geschenk.
Alle haben gleich bei unserer Hausbank (Erste) angerufen, wass denn so eine Münze wert sei.

Gott sei Dank hab ich das mitbekommen, und hab jetzt 30 1/10 Philharmoniker zum "Ankaufspreis" bekommen. (6 Euro unter Verkauf).
Und meine Kollegen sind glücklich das sie sich den Weg zur Bank erspart haben. Tolles Weihnachtsgeschenk von unserem Chef.

So ist es richtig: Wenn der Goldpreis 10 mal so hoch ist wollen sie die Münzen garantiert wieder haben.


Neu 2007-12-04:

Wir "haben nichts" weil wir alles ausgeben:

Handelsblatt: Republik der Habenichtse

Viele Bundesbürger sind überzeugt, dass die Ungleichheit in Deutschland zunimmt. Es herrscht das Gefühl vor, dass die einen immer mehr verdienen, während die anderen auf der Stelle treten. Doch das wirkliche Problem ist nicht die ungerechte Einkommensverteilung, sondern dass zu wenige Vermögen bilden.

Wenn sie Geld auch nur sehen, dann sehen sie sofort Konsum. Und sie bezahlen als Angestellte zu viele Steuern. Gilt nicht nur für Deutschland.

Etwa so: Fahren wie in der Oberklasse und das auf Kredit/Leasing.


Neu 2007-11-29:

Kostolany's Börsenweisheiten (Leserzusendung):

· Wenn die Börse auf gute Nachrichten nicht mehr reagiert, herausgehen - und wenn schlechte Nachrichten keine Wirkung mehr haben, hereingehen.

· Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten - oder umgekehrt.

· Steigt die Börse, kommt das Publikum, fällt die Börse, geht das Publikum.

· Wir befinden uns nicht mehr im Irrgarten der Währungsspekulation, sondern in einem wahrhaftigen Irrenhaus.

Weder von Euphorie noch von Einbrüchen wollte sich der Aktien- Altmeister mitreißen lassen,stetswarnte er vor den „Zittrigen“, die unter Kaufzwang spät in den Markt kommen und für Kursschwankungen sorgen. „Er hat meist das Gegenteil von dem gemacht, was die Masse macht

· Je geschickter ein Spekulant ist, desto eher geht er gegen die allgemeine Tendenz.

· Die sogenannte allgemeine Meinung an der Börse ist nicht einmal zehn Pfennig wert.

Diese Regeln gelten auf allen Finanzmärkten - immer, denn die Herden-Psychologie ändert sich nicht.
 

[16:00] Noch eine Zuschrift zu den "Zittrigen" und mehr:

Das ist wohl wahr. Viele sind sich m. E. nicht im Klaren darüber, dass Edelmetalle vorrangig als Werterhalt gesehen werden sollten. Wenn also der Goldpreis nicht SOFORT ins Unermessliche steigt, steigt auch die Frustration - dies vor allen Dingen im Zusammenhang mit der steigenden Inflation und der damit wiederum sinkenden Liquidität des Einzelnen, der evtl. vorzeitig seine Edelmetalle wieder "rausrücken" muss. Vielleicht ersparen Sie sich einige Frust-Mails, wenn Sie dies nochmal verdeutlichen!

Ich persönlich habe viel aus dem "Bauch heraus" entschieden und bin aus dem "Bauch heraus" auch auf Ihre Seite gestoßen. Das Bauchgefühl ist (für mich jedenfalls) mein zuverlässigster Wegweiser.

Die Nachrichten aus aller Welt sind schon erschreckend. Und immer werden nur kleine, einigermaßen verdauliche Häppchen Pseudo-Wahrheit als "Light-Produkt" an die Menschheit verkauft.

Ich frage mich schon, ob der Kauf von Edelmetallen beim Händler tatsächlich anonym ist - schließlich "grinst" man auch dort in eine Überwachungskamera. Wenn man in Deutschland die vorweihnachtliche Flut von Papiersendungen nebst Kreditangeboten zum Altpapiercontainer bringt, wird man ebenfalls kameraüberwacht.

Die Bevölkerung wird fast überall überwacht. Ein Neugeborenes erhält eine Steuernummer und wird als "Kapitalgesellschaft" geboren. Die Vorstufe zum Chip. Natürlich immer nur zum Schutz des Bürgers vor Terrorismus. Nicht nur die Macht über Währungen regiert die Welt - ein Sack voller Angst über der Menschheit ausgeschüttet macht sie regelrecht starr vor Schreck!

Wenn man der Menschheit in Nordrhein-Westfalen (größte Bevölkerungsdichte in der BRDDR *g* und hoher Ausländeranteil) das Handy und den Fernseher wegnehmen würde, stünden garantiert 80 % mit der Keule auf der Straße.

Ich selbst bin im juristischen Zweig tätig und stelle fest, dass täglich mehr Menschen auf der "Galeere" landen. Da die Galeeren farblich ansprechend gestaltet sind, ist es ja zunächst nicht sooooo schlimm - immerhin hat man ja noch Arme zum Rudern, sitzt im "Trockenen" und die Verantwortung muss man auch nicht übernehmen - schließlich gibt es dafür einen Steuermann und ein klares Kommando, das mittels Peitsche auch den schwerhörigsten Rudersklaven erreicht. Es ist vergleichbar mit dem Schmetterling, der mit den Flügeln im Netz hängt und sagt: "Ach, macht nix, ich wollte eh grad nicht fliegen."

Wow! tolle Analyse. Ist es diese "Instant-Mentalität", die dauernd steigende Kurse fordern.

 

[16:30] Andere versuchen ihr Glück beim Lotto:

Handelsblatt: Blitzschlag-Tod sechsmal wahrscheinlicher als Jackpot

Schlechte Nachrichten für alle, die vom millionenschweren Lotto-Gewinn träumen: Die Chance, mit einer bestimmten Zahlenkombination den Jackpot zu knacken, ist rechnerisch sechsmal kleiner als das Risiko, vom Blitz erschlagen zu werden. Nur eine von knapp 140 Millionen möglichen Kombinationen gewinnt den Jackpot.

Trotzdem werden die Leute ihr Geld da hinein - verloren.


Neu 2007-11-28:

Leserzuschrift zu Altersvorsorge - ganz einfach:

Ein Artikel, der auf Ihren Seiten erschienen war sowie frühere Literatur zu einem freien, nicht manipulierten, Gold- und Silbermarkt/-preis und einer absoluten Bindung von Papiergeld an Gold/Silber/Waren (Arbeitsleistung!) haben mich nachdenklich gemacht. Zur Altersvorsorge legte jemand jeden Monat eine Gold- und drei Silbermünzen in seinen Tresor und das 40 Jahre lang. Bei durchschnittlicher Lebenserwartung hätte er im Alter monatlich 2 Gold- und 6 Silbermünzen zur Verfügung. Da Gold und Silber nicht beliebig vermehrbar sind und einen viel geringeren Zuwachs als der Waren-/Leistungsverkehr haben, würde sich mit den Jahren das Wertverhältnis zugunsten der Edelmetalle verschieben. Die zurückgelegten Münzen würden so automatisch quasi „verzinst“ ohne die betrügerischen Manipulationen einer Vorsorgeeinrichtung, Bank etc. Hierdurch wäre sichergestellt, daß jeder, der arbeitet und etwas leistet, im Alter auch versorgt wäre. Ein solches System kann aber nur entstehen, wenn die Mehrheit des Volkes das jetzige System durchschaut, beseitigt und sich eine echte demokratische Regierung schafft, die das edelmetall-/leistungsgedeckte Währungssystem konsequent etabliert und sichert. Dem Heuschrecken-Finanzimperialismus mit seinem „Fiat-Money-System“ würde darüber hinaus schlagartig der Boden entzogen. Aber das Universum und die menschliche Dummheit sind ja gem. Einstein unendlich (leider!).

Einfacher und sicherer geht es nicht!


Neu 2007-11-23:

"Unten" - wenn das Geld nicht mehr reicht - die uralte Pfandleihe:

Süddeutsche: Bei Pfandhaus-Krediten drohen heftige Zinsen

Ob Uhren, Goldmünzen, Porzellan, Schmuck oder Autos: Die Bundesbürger haben in diesem Jahr so viele Werte im Pfandhaus zu Geld gemacht wie nie zuvor. Im schlimmsten Fall drohen Zinssätze von 40 Prozent – Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht. Kurz vor Weihnachten brummt das Geschäft besonders.

Ob die auch eine geleaste Rolex akzeptieren?


Neu 2007-11-08:

Leserzuschrift (DE) zu privaten Altersvorsorgen - Analyse:

Mein Glückwunsch und meine uneingeschränkte Anerkennung Ihrer Arbeit.
Schmerzliche Wahrheiten werden gerne verdrängt und lange bezweifelt.

Ein wichtiges Terrain, das Sie bisher kaum betreten haben, ist das Gebiet der sog. privaten bzw. kapitalgedeckten Altervorsorge, ob Riester, Rürupp, betriebliche Altersvorsorge oder berufständigsche Versorgungswerke. Steuervergünstigungen, staatlicher Druck, Vorgaben des Arbeitgebers oder Zwangsmitgliedschaft in einer Ständeorganisation bringen viele dazu, Geld in diesem Bereich zu investieren.

Ich habe mir mal den 2006-er Bericht der recht grossen "Privaten Pensionkasse der Deutschen Wirtschaft" mal angesehen (http://www.pkdw.de/fileadmin/user_upload/77.GB_PKDW_2006.pdf).

80% der Kapitalanlagen werden in Rentenmärkten getätigt, der Rest zu etwa gleichen Teilen in Aktien und Immobilien. Schwerpunkt der Anlagen liegt angeblich bei bonitätsmäßig einwandfreien deutschen Kreditinstituten. Leider finde ich im Geschäftsbericht keine Aufstellung der Emissionen, die von der PKDV Ende 2006 gehalten wurden. Ohne weiteres könnten darunter auch Papiere der IKB und anderer Conduits deutscher Provenienz zu finden sein. Zur Steigerung der laufenden Rendite hält die PKDW einen Bestand in Höhe von 81,4 Mio. Euro (Vj. 81,9 Mio. Euro) in nachrangigen Anleihen (das sind ca. 7.5% des veranlagten Mittel). Der Bestand an strukturierten Anleihen (was auch immer dies bedeutet, wird nicht erklärt) betrug 148,8 Mio. Euro (13.6%) zum Jahresende 2006. Hinzu kommen noch 13.5 Mio Euro ABS-Papiere (1.2%) und hochrentierliche Unternehmensanleihen über 37.3 Mio Euro (3.4%), darunter sind auch USD-Unternehmensanleihen. Die Rendite der veranlagten Gelder betrug im Jahr 2006 nach der BaFin-Formel 5,07%.

Ich bin sehr gespannt, wie die Rendite-Ergebnisse am Ende des Jahres 2007 aussehen werden. Darüber wird wahrscheinlich erst in der 2. Jahreshälfte 2008 etwas zu erfahren sein. Selbst wenn nur einzelne Papiere abgeschrieben werden müßten, geht die nominale Rendite für das laufende Jahr wohl eher Richtung Null. Die Transparenz der Vermoegensanlagen ist hier in keiner Weise gegeben. Gerade der vorausschauende Vorsorgesparer wird hier wieder mal in die falschen Anlagen gelockt und in scheinbare Sicherheit gehüllt. Der selbstverantwortliche, freie und mündige Bürger ist eine nette Utopie der Mächtigen. Aufklärung tut not. Nur wenige sind auf der Suche nach Wahrheit.

Danke für die Analyse, aber ich kann leider nicht alles machen. Daher publiziere ich solche Zuschriften gerne.

Bonds werden die schlechtesten Investments überhaupt sein und die sind zu 80% da drinnen. Was hier real noch herauskommen wird? 5% oder eine 0?


Neu 2007-10-31:

Ein bürokratisches Monster zum "Anlegerschutz":

Standard: Neues Wertpapieraufsichtsgesetz startet im November

Nach Expertenschätzungen wird die MiFID-Umstellung weltweit über 50 Milliarden Dollar verschlingen. So viel Aufwand sollte vor allem für mehr Transparenz, mehr Wettbewerb unter den Anbietern von Wertpapierdienstleistungen und Anlegerschutz bringen.

Investmentfirmen haben nach dem neuen WAG die Pflicht, ihre Kunden einzustufen und in "Privatkunden", "Professionelle Kunden" sowie "Geeignete Gegenparteien" zu kategorisieren. Für den Privatkunden soll die höchste Informationspflicht gelten.

Natürlich wird sich real nichts zum "Schutz" der Anleger ändern, da die Branche weiterhin verkaufen muss - es gibt nur viel mehr Bürokratie.

Auf meiner Bank in Wien hat man mir erzählt, dass jetzt der (Privat-) Kunde detaillierteste Angaben machen muss, wie bei einem Kreditantrag. Für die Banken selbst stellt sich das Ganze intern als noch viel schlimmeres bürokratisches Monster da als bisher.

Zumindest in Österreich ist die Grenze zwischen "Privatkunden" und "Professionellen Kunden" ein Mindest-Vermögen von €500'000 und mindestens 10 Transaktionen im Jahr. Damit wird eine Art "Accredited Investor" geschaffen, ähnlich den USA, wo die Grenze bei $1 Mill. liegt. Darüber darf offenbar alles ohne Einschränkung verkauft werden.

Ich selbst habe in solchen Auskunfts-Formularen immer "I am a sophisticated investor" hineingeschrieben und sonst nichts. Ich lasse mir diese Aushorchung nicht gefallen, da ich Geld anlegen will und keinen Kredit (nur dort macht es Sinn) möchte. Nur um die "Hintern verschiedener Fondverkäufer" abzusichern, mache ich sicher kein "finanzielles Stip-Tease".


Neu 2007-10-29:

Von "Pleite-Fonds" und Krediten:

ZDF: Falschen Bankversprechen geglaubt

Auf die staatliche Rente verlassen sich immer weniger Deutsche. Sie suchen nach Alternativen, ohne Risiko für das Ersparte. Doch genau das Gegenteil ist rund 22.000 Kunden eines angeblich völlig anlagesicheren Immobilienfonds geschehen. Das Geld ist weg. Nun wehren sich die Geschädigten.

Außerdem habe er ihr empfohlen, einen Kredit dafür aufzunehmen in Höhe von damals 75.000 Mark, um zusätzlich Steuern zu sparen. Die Prognoserechnung der Bank geht jedoch nicht auf. Statt rund 19.000 Euro bekommt Claudia Witte nur 2000 Euro Ausschüttung innerhalb von 13 Jahren. Das ist alles. Ihre 50.000 Euro waren eine Fehlinvestition. Statt einem sicheren Polster fürs Alter muss sie jetzt einen Kredit abzahlen mit 300 Euro monatlich. Ihr Vorwurf an die Bank: "Dass ich als Kunde der Bank eine Fehlberatung hatte, weil ich immer wieder gefragt habe, ist die Anlage sicher, bekomme ich auch mein Geld im Alter. Diese Fragen wurden mir eigentlich alle nur bejaht."

Ein Immobilien- oder anderer Fond kann schon einmal pleite gehen - das kommt vor. Die Initiatoren kassieren ihre Provisionen daher immer vorab. Auf der Strecke bleibt der "Investor". Echte Investoren sind sie aber nicht, da sie vor dem Einstieg keine Due Dilligence machen - sie "vertrauen" auf "Autoritäten".

Der Gipfel der Dummheit ist aber, in etwas, das man nicht kontrollieren kann, auf Kredit zu investieren. Wie gesagt, die Erfinder des Fonds und die Vertriebe haben ihre Provision schon kassiert, der Dumme ist der "Gläubige".
 

Hier gleich 8 Paradefälle:

Focus: Bangen ums Ersparte

Eine Leserzuschrift (AT) dazu:

Ein Bekannter von mir, der kurz vor der Pension steht, sich selbst ganz gut mit Finanzen auskennt, hat auf die Frage eines besorgten Vaters über die beste (Pensions- und allgemeine) Vorsorge für dessen Sohn geantwortet:

1 Philharmoniker pro Monat und ein Maria Theresientaler pro Woche in den Tresor. Mit 60 öffnet man die Türe, und zählt ab, was drinnen ist. Das ganze teilt man dann auf ca. 20 Jahre auf, und es wird sicher reichen.

Börsencrash, Staatsbankrott, Betrug, unfähige Manager und Politiker (siehe unten!) - alles kann einem egal sein ....etc...

Der Vorschlag ging glaube ich ins Leere ... EMs bringen keine Zinsen und kosten ja Lagergeld.... die alte Leier ... dafür kann so etwas NICHT passieren.

Sehr gute Anleitung. Die Kernaussage: bei Gold und Silber gibt es keine "Counterparty", die pleite gehen kann.

Am Besten als "Lebender Hedge-Fond":

Handelsblatt: Wenn die Rechnung nicht aufgeht

Viele Bauherren hoffen, mit Hilfe einer Kapitallebensversicherung bei der Finanzierung ihrer eigenen vier Wände Geld zu sparen. Das zumindest verspricht so manche Bank, wenn sie eine Lebensversicherung als Tilgungsinstrument empfiehlt. Doch oft geht diese Rechnung nicht auf.

Der reine Irrsinn: den Yield-Carry-Trade ohne Kenntnisse und mit völlig illiqudiden Assets machen - das ist es. Nur zur "Provisionsschindung".
In Süddeutschland und Österreich legt man noch einen ordentlichen Zahn zu: man macht es aus dem Schweizer Franken.

Man sollte jedes Finanzinstrument genau verstehen, bevor man es anwendet!


Neu 2007-10-25:

Leserzuschrift zu NOK:

Schweizer Franken vs Norwegische Krone:
Cash zu haben ist sicherlich gut. Aber in Euro? Wahrscheinlich eher nicht.
Nun habe ich mir Schweizer Franken geholt. Allerdings habe ich mich eingelesen und festgestellt, daß der garnicht so toll ist.
Norwegen ist als Staat schuldenfrei, es hat große Geldreserven und verfügt über große Bodenschätze.
Auch wenn man sich den Kursverlauf Krone/Euro und Franken/Euro anschaut ist da ein signifikanter Unterschied.
Der Franken verlor in den letzten 3 Jahren 1,52 € auf 1,67 € heute an Wert.
Die Krone dagegen 8,2 € auf 7,6 €. Ein schöner Gewinn. Und das trotz Euro Stärke.

Wäre es da nicht sinnvoller Kronen zu besitzen?

An dieser Meinung ist etwas dran. Tatsächlich ist der Euro eine sehr gefährliche Währung und der CHF ist auch zu Weichwährung geworden.
Die NOK ist tatsächlich eine Alternative, speziell in Norddeutschland, im Süden ist sie weniger bekannt.

Man muss aber bedenken, dass die Norweger eine gigantische Immobilien-Bubble haben, die auch einmal platzen wird.
Besser sind daher nur Gold und Silber.

Noch eine Zuschrift zur NOK:

Ich verfolge die Diskussion auf Ihrer Web-Seite, ob es nun besser sei, in CHF oder NOK sein Geld zu investieren, mit gemischten Gefühlen.

Beide Währungen sind FIAT-Geld (=staatlich sanktioniertes
Falschgeld) und unterscheiden sich hier nicht vom Euro oder dem US-$. Es gibt auch hier keine "Golddeckung" oder sonstige Einlösungsverpflichtung. Über den realen Wert der Schweizer Wirtschaft im Krisenfall - quasi als Stütze für den CHF - mag man auch nicht unbedingt Positives
berichten: Wenig Industrie, keine Rohstoffe, eine Bergbauern-Landwirtschaft als nationales Hobby, dafür aber große Finanz- und Versicherungs-Firmen, große
Dienstleistungs- und Tourismusindustrie. Und für Norwegen war "Peak Oil" auch schon vor etlichen Jahren.

Für den EURO spricht, dass man im Euro-Land nur mit Euros seine Verpflichtungen legal begleichen.
Für den CHF spricht, dass man in der Schweiz nur mit CHF seine Verpflichtungen legal begleichen kann.
Für den US-$ spricht ...

Ich schlage deshalb vor, dass man ein Teil seines Vermögens (2-3 Netto-Monatseinkommen) kurzfristig verfügbar (am besten in Bargeld) in Euro hält, um Dinge des täglichen Lebens in der ersten Phase des Zusammenbruchs bezahlen zu können.

Den Rest des Geldes, wo Andere überlegen ihn in CHF oder NOK zu investieren, sollte man in physischen Edel-Metallen halten (bevorzugt Gold, evt auch Silber). Damit fährt man auf alle Fälle besser als mit Fremdwährungen, die im Falles eines Falles nicht mehr konvertierbar sind und höchstwahrscheinlich selbst zu Pulver verfallen.

Dieser Rat gefällt mir noch besser. Es ist doch nicht alles OK im Wikinger-Land.


Neu 2007-10-18:

Was Banken wirklich verkaufen und warum:

Handelsblatt: Wenn der Berater dem Kunden schadet

Bankberater und Vermittler haben beim Verkauf von Finanzprodukten häufig nicht das Kundeninteresse, sondern die eigenen Einnahmen im Auge. So unterliegen Banken häufig einem starken Umsatzdruck, der die Berater dazu zwingt, Provisionen einzustreichen: Kaufgebühren bzw. Ausgabeaufschläge bei Zertifikaten, Fonds und anderen Angeboten – sehr zum Schaden des Kunden.

Was sie verkaufen (müssen): Hauseigene Finanzprodukte mit hohen Spesen. Typische Retail-Produkte.


Neu 2007-10-17:

Man soll dort verdienen, wo die Steuern niedrig sind:

Handelsblatt: OECD: Deutsche Arbeitnehmer hoch belastet

Was viele Bundesbürger immer wieder beklagen, wird jetzt von offizieller Seite bestätigt. Laut einer OECD-Statistik ist die Belastung der deutschen Arbeitnehmer durch Sozialabgaben im internationalen Vergleich überproportional hoch. Die OECD-Experten sehen hier ein Versäumnis der Politik.

Besonders niedrig ist in Deutschland das Aufkommen aus Substanzsteuern, also Grund-, Vermögens-, Schenkungs- und Erbschaftssteuern. Die Einnahmen lagen in Deutschland 2006 stabil bei 0,9 Prozent des BIP und damit bei weniger als der Hälfte des OECD-Schnitts von 1,9 Prozent (2005). Nur Mexiko, Tschechien und die Slowakei, also Staaten mit einem deutlich geringeren Vermögensbestand als Deutschland, sowie Österreich erzielen weniger Einnahmen aus dieser Steuerart.

Das gilt nicht nur in Bezug auf die Region, wo man die Steuern zahlt, sondern auch für den Erwerbssektor, von wo das Einkommen herkommt.

Die meisten Länder in Europa besteuern abhängige Arbeit und Konsum extrem hoch, aber das Kapital wenig. Daher kann man als Investor legal praktisch keine Steuern bezahlen (wenn man es richtig macht), aber als Angestellter wird einem 50% weggenommen. Es ist somit klar, von wo man das Einkommen herbekommen sollte.


Neu 2007-10-14:

Altersversorgung - Moralisieren an falscher Stelle:

FAZ: Flotter Lebenswandel ist Gift für die Altersvorsorge

Die private Altersversorgung bleibt ein heißes Eisen. Rund ein Viertel aller Deutschen spart fürs Alter keinen Cent. Die durchschnittliche Rate der Sparer liegt bei 183 Euro, und wer sich die Leistungen im Detail ansieht, stößt auf die üblichen Verdächtigen: Selbständige bringen 376 Euro auf die Seite, Beamte legen 231 Euro auf die hohe Kante, Arbeiter und Angestellte legen 197 Euro zurück. Das sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, doch bei genauer Analyse stellen sich Fragen: Wie lange wird gespart, und zu welchem Zinssatz legen die Sparer ihr Geld an?

Anstatt etwas "moralinsauer" zu ermahnen, sollte die FAZ Klartext schreiben: die heutigen Spar-Vehikel sind zur langfristigen Vorsorge ungeeignet. Die reale Inflation frisst diese Vorsorgen bereits heute auf, von einer Hyperinlfation oder einem Crash ganz zu schweigen.


Neu 2007-10-07:

Lebensversicherung - das Verlustgeschäft:

Hamburger Abendblatt: 12 Jahre gespart - so wenig bleibt

Kapitallebensversicherungen bringen deutlich weniger Geld, als die Kunden zu Vertragsabschluss erhofft haben. Das zeigt eine neue Analyse des Branchendienstes Map-Report von Verträgen mit zwölfjährigen Laufzeiten, die in diesem Jahr endeten.

Die Auszahlungen fallen um bis zu 19 Prozent geringer aus, als den Kunden bei Abschluss anhand von Beispielrechnungen, die auch gern mal von einem Vertreter als Prognose dargestellt werden, suggeriert wurde (siehe Tabelle). Betroffen sind alle Lebensversicherer. "Gehofft hatte man bei Abschluss 1995 im Branchendurchschnitt auf eine Ablaufleistung von 21 713 Euro und einer Rendite von 6,19 Prozent", sagt Manfred Poweleit, Herausgeber des Map-Reports.

Erwartet jemand bei einem strukturierten Finanzprodukt mit extrem hohen Spesen etwas anderes? Die Herde wird immer geschoren.

6.19% das ist weniger als die reale Inflationsrate.


Neu 2007-10-01:

Die "Herde" am Seziertisch:

Spiegel: Warum die meisten Investoren dumm sind

Ein neues, ketzerisches Buch stellt die Regeln der Börsenkunst auf den Kopf. Demnach lassen sich Investoren mehr von Instinkt und Gefühl treiben als von analytischem Denken. Selbst "Insider" und Experten handelten oft irrational - künftige Crashs sind danach programmiert.

Nur wer nicht im Herdentrieb gefangen ist, aber die zukünftige Herden-Richtung voraussagen kann, sowie die nötige Geduld hat, gewinnt wirklich.


Neu 2007-09-30:

Wie man mit Alternativ-Energie die Schafe schert:

Zuschrift aus Deutschland zu Solarenergie:

Ich spiele jedoch mit dem Gedanken mir eine Photovoltaik-Anlage anzuschaffen. Hier in Deutschland gibt es derzeit ein Programm (vielleicht kennen sie das ja), das eine garantierte Abnahme des produzierten Stroms auf 20 Jahren zusagt, zu fast 50 Cent je kW. Sprich diese Anlagen werden Subventioniert. Ich denke daran solch eine Anlage für knapp 40000,- € auf unser Mietshaus zu setzen, die Sparkasse bietet die Möglichkeit als Sicherheit (dann aber zu etwas teureren Konditionen) die Anlage als solches zu akzeptieren, sprich nicht unbedingt eine Hypothekensicherheit zu hinterlegen (die ich sowieso nicht bieten könnte, hier müsste mein Vater für mich bürgen). Der Zinssatz ist meines Wissens nach fest. Die Finanzierung wäre auf 20 Jahre ein Nullsummenspiel, sprich die Anlage würde sich selbst finanzieren.

Da Sie ja auch recht kritisch sind bezüglich der Stabilität, nicht nur des deutschen Staates, bleibt natürlich die Frage, ob die Zusage einer garantierten Abnahme über 20 Jahre überhaupt bestand hat. Ein Argument für diese Anlage wäre, das man sich vom allgemeinen Stromnetz abkoppeln (die Preise für Energie können ja eigentlich auch nur steigen, bzw. anders ausgedrückt, unser Geld wird ja auch nur immer weniger Wert), und den Strom dann selbst nutzen, bzw. an die Mieter verkaufen könnte.

Ich denke halt so, weil ich diversifizieren will, sprich nicht nur Gold und Cash, sondern halt auch Sachwerte, in der nächsten Zeit will ich eigentlich keine großen Summen bei den Banken liegen haben. Ich finde einfach den Gedanken interessant auch in andere Sachwerte zu investieren/flüchten, als Gold, oder Immobilien.

Zuerst einmal eine technische Frage: Funktioniert die Anlage allein, ohne Verbindung zum öffentlichen Stromnetz?
Das ist nicht unbedingt sicher. Falls nicht, dann können Sie diese nicht als Notstromversorung benützen. Der Rest der Frage erübrigt sich dann.

In den nächsten 20 Jahren werden diese Subventionen sicher kippen. Die ganze heutige Berechnungsbasis ist dann weg.
Ich empfehle es daher nicht.

Haben Sie schon einmal daran gedacht, wer bezahlt und wer verdient/haftet?
Verdienen tun die Hersteller und zwar sofort.
Bezahlen tun die Strom-Konsumenten - derzeit - für wie lange?
Haften tun die Betreiber (auch Typ-Konsumenten) für den Kredit und die Wartungsaufwände.

Risiko und realer Ertrag sind völlig einseitig verteilt, wie immer zu Ungunsten der Konsumenten - der Schafe.
Wenn das heute schon ein "Nullsummenspiel" ist, dann Vorsicht. Es müsste eine jährliche Rendite von 10% oder mehr herausschauen, damit man es als "Investition" bezeichnen kann. Hier werden "Konsumentenschafe" mit grünen Ideen geschoren.

Es ist wie bei den Investment-Fonds: die Insider kassieren sofort, das Risiko bleibt beim "Investor" = Schaf.

Schon das Schicksal der steuersubventionieren Ost-Immobilien der 1990er Jahre gesehen?


Neu 2007-09-27:

Kann man in diesem System noch sparen?

Steven Lachance: How to save for the future must read!

The above illustrates that it is exceptionally difficult, perhaps even impossible, to save for the future under the regime of irredeemable currency. This is, of course, not an accident. The regime was designed and is presently managed with precisely this aim in mind.

Der Autor geht die verschiedenen Asset-Klassen durch und erklärt, was mit ihnen passieren wird, unbedingt lesen!


Neu 2007-09-13:

Charttechnik funktioniert nicht mehr:

Handelsblatt: Charttechnik lässt Fondsmanager im Stich

Die aktuelle Situation der deutschen Aktienmärkte stellt auch Profis vor Herausforderungen. So kann die von Fondsmanagern genutzte Charttechnik keine eindeutigen Anhaltspunkte mehr geben, in welche Richtung die Entwicklungen gehen. Dies äußert sich auch in der August-Bilanz der deutschen Aktienfonds für Standardwerte.

In diesen Umständen und bei diesen Manipulationen durch die Zentralbanken kann man die technische Analyse praktisch vergessen.
Das ähnelt den Aussagen von Fond-Managern, dass ihre Computermodelle 40 Jahre Daten heranziehen, aber jetzt versagen.

Das menschliche "Nicht-Herden-Hirn" ist in solchen Situationen einfach besser.


Neu 2007-09-11:

Leserzuschrift aus Deutschland zu Vermietungen:

Die Sache sieht aber ganz anders aus, wenn die in einer Reihe von Artikeln beschriebenen, chaotischen Zustände eintreten sollten: nach den Bankenzusammenbrüchen und wenn derzeit noch vermögende Mieter in kürzester Zeit mittellos werden, bekommen Vermieter monatelang keinen Cent zu sehen. Das Fatale an einer solchen Situation ist, dass diese trotzdem die Mietsache auf jeden Fall „vertragsgemäß“ zur Verfügung stellen müssen, also Heizung, Strom, Wasser, Reparaturen vorhalten, völlig unabhängig davon, ob die Miete bezahlt wird oder nicht.

Bis Sie einen Mietschuldner nach der herrschenden, extrem mieterfreundlichen Rechtssprechung per fristloser Kündigung mit anschließender Räumungsklage aus der Wohnung bekommen, kann das Monate, schlimmstensfalls sogar Jahre dauern. In der Zwischenzeit fallen alle Kosten, auch Rechtskosten, dem geplagten Vermieter zu. Ein totales Verlustgeschäft.

Ein weiteres, gravierendes Problem ergibt sich einer ev. Hyperinflation: hier bleiben die vereinbarten Mieten sicher weit hinter den tatsächlichen Preissteigerungen zurück.

Ich neige immer stärker dazu, auslaufende Mietverträge als das geringere Übel vorläufig nicht zu erneuern.

Sie haben sicher recht. Ich selbst habe von der Vermietung bisher die Finger gelassen. Wertpapiere und Gold sind leichter handhabbar.

Genau aus den beschriebenen Gründen sind Immobilien auch in einer Hyperinflation fast nichts wert.
1923 kommte man ein Haus mit 20 Wohnungen für einige Goldmünzen haben. Aber nur für Gold oder Gold-Dollars.
 

Leserzuschrift zum "Umsteigen aus Gold":

Da der Crash unmittelbar bevor steht und die Hartgeld-Leser für Ihre hoffentlich umfangreichen Hartgeldanlagen mit steigenden Unzenpreisen belohnt werden,
stellt sich die Frage, in was man das Gold/Silber nach dem Crash investiert?

Da ich es für möglich halte, dass diverse Internetseiten bzw. dass Internet nach einem Crash nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht, finde ich es wichtig, dass Sie vorab diverse Investitionsmöglichkeiten für die Zukunft anführen.

Außerdem wird das Warten kurzweiliger, wenn man konkret von einem Wunschobjekt träumen kann.
(Immobilie, Grundstück, eigene Firma, vielleicht ein kleines Wasserkraftwerk
oder doch eher in die Lebensmittelproduktion? Wird sicher eher nach einem Crash benötigt werden als ein neues Auto)

Ihre Frage ist sehr interessant. Aber es ist noch viel zu früh, umzusteigen. Man muss sich dann auch die politische Situation, etc. ansehen. Geduld!

In der Tat ist die Sache nicht trivial, man darf nicht zu früh umsteigen. In meinem Investment-Seminar gehe ich darauf ein, auch in Beratungen.
Für diese Website ist das Thema zu komplex, da man auch wissen muss, was eine Person danach machen möchte. Es gibt verschiedene Wege nach Rom!


Neu 2007-09-03:

Verkaufswut in der Bank (Leserzuschrift aus Österreich):

Die Abschlussgeilheit der div. Angestellten treibt bunteste Auswüchse, so erzählte mir eine Bekannte ihr lustiges Erlebnis:

Bank: Sie brauchen sicher eine Pensionsvorsorge.
Frau: nein, eigentlich nicht, aber was hätten sie denn..
Bank: blablablabla
Frau: Bei dem Modell bekomm ich die Pension erst mit über 90 Jahren!!!
Bank: Naja, dann wär das ja gleich ein schönes Erbe für die Kinder.
Frau: hab ich keine.
Bank: naja, dann werden sich halt andere Verwandte darüber freuen oder sie spenden es.

hier erübrigt sich wohl jeder weiterer Kommentar.

Nur die Provision zählt.


Neu 2007-08-26:

Vermieter - ein undankbares Geschäft:

Süddeutsche: Viel Ärger, wenig Rendite

Mit einer Wohnung, die man vermietet, hat man einfach sehr viel zu tun. Man ist zum Beispiel der Ansprechpartner für die Mieter und muss sich um Reparaturen kümmern.‘‘ Und falls man die Wohnung selbst beziehen wolle und sich der Mieter gegen die Kündigung wehre, sei mit langwierigen Verfahren zu rechnen.

Deshalb sagt Adam: "Der Kauf einer Immobilie lohnt sich meist nur, wenn man das Objekt selbst nutzen möchte.‘‘ Deutscher-Bank-Vertreter Just gibt zu bedenken, dass eine Immobilie abhängiger und unflexibler mache als ein Aktiendepot. Er rät auch davon ab, das komplette Kapital auf eine Karte zu setzen.

"Bei einer Investition in Aktien oder Fonds lässt sich das Risiko einfacher streuen als beim Kauf eines Hauses. Und eine Immobilie ist trotz ihrer Wertbeständigkeit nicht per se eine risikolose Anlage.‘‘

Dabei wurden in diesem Artikel die "mieterfreundlichen" Gesetze und Gerichte gar nicht angesprochen.
Derzeit lohnt sich der Kauf einer Immobilie überhaupt nicht, da reale Preise in der heutigen Höhe erst im nächsten Kondratieff-Herbst, also in ca. 50 Jahren wieder erzielt werden können. Dazu kommt noch das Liquditäts-Risiko. Wertpapiere sind im Notfall viel leichter zu verkaufen.

Auch wenn ich jetzt einigen Leuten "auf die Zehen trete": die meisten Immobilien, auch dieser Art, werden aus einem ganz anderen Motiv gekauft: Besitzerstolz, den man auch herzeigen kann. Alles andere sind meist nur vorgeschobene Argumente.
Ich kann mich selbst an eine Stadtführung mit so einem stolzen "Besitzer" erinnern: da sagt er und zeigt: dieses und dieses Haus gehört mir.


Neu 2007-08-16:

Von $35 auf $100000 in 37 Jahren:

David Galland: The Simple Path to Resource Riches

Would it seem out of the question that, with only four trades, one about every ten years, you could turn $35 into $100,000? Well, you could have

Be timid when others are bold… bold when others are timid

Das alles nur mit den richtigen Investments, die man nur einmal in 10 Jahren tauscht. Recht wenig Arbeit - kein Trading, keine Steuern.
Man muss es nicht ganz perfekt machen, "ungefähr richtig" reicht schon. Nur man muss die jeweils richtige Asset-Klasse haben und drinnen bleiben.

Der 2. Satz aus dem Zitat ist wichtig: Man soll vorsichtig (timid) sein, wenn alle anderen aggresiv (bold) in etwas hineingehen, und umgekehrt.
Die meisten Leute haben leider nicht das unabhängige Denken und auch nicht die Geduld. Sonst gäbe es nur Millionäre, so aber nur 1%.


Neu 2007-08-05:

Für alle Immobilien-Investoren:

FAZ: Immobilien sind keine wertstabilen Anlagen

Ein Anleger hat vor zehn Jahren eine 80 Quadratmeter große Wohnung in Dresden gekauft. Das Objekt bescherte hohe Steuervorteile und war stets vermietet. Die niedrigen Zinsen und die geringe Tilgung belasteten den Eigentümer nicht weiter. Jetzt aber sollen die Zinsen von 4 auf 5,5 Prozent steigen und die Tilgung von ein auf 3,5 Prozent, so dass die Miete von 500 Euro je Monat den Kapitaldienst nicht mehr deckt. Künftig sollen für Zins und Tilgung monatlich 750 Euro gezahlt werden. Hinzu kommt die Sorge, in den nächsten Jahren mit Sonderumlagen belastet zu werden. Da ist es kein Wunder, dass sich der Eigentümer fragt, ob es nicht sinnvoller ist, die Wohnung zu verkaufen.

Erste Erkundigungen haben zu Ernüchterung geführt. Der Besitzer lebte in dem Glauben, dass die Wohnung nach wie vor 200.000 Euro wert sei. Erstens meinte er, die Immobilie zum marktüblichen Preis gekauft zu haben, und zweitens konnte er sich nicht vorstellen, dass der Wert von Immobilien sinken kann. Für Fachleute mag sich das naiv anhören, doch mangelhafte Preistransparenz und jahrzehntelange Wertsteigerungen haben bei vielen zum Glauben geführt, Immobilien seien wertstabile Anlagen. Das ist oft nicht richtig.

Bei den Ostdeutschland-Immobilien hat man es ja gesehen. Diese "Investoren" haben nur den momentanen Preis und die Steuervorteile gesehen.

Wenn es keine Kredite gibt, kostet eine Wohnung €/$ 10000 und nicht mehr. So gesehen in Argentinien, Thailand, und ja, in Ostdeutschland 2003.


Update 2007-07-31:

Agrarflächen als Investment (aus Leserzuschrift):

Dass die Immobilienpreise dzt. "etwas" überteuert sind, wissen wir ja...

Preise von Agrarflächen in Niederösterreich ca:

Acker: 2-3 Euro/m2 (7-10g Silber)
Wiese: ca. 1,5-2 Eu/m2 (ca. 5g Silber)
Wald: eigentlich nur den Wert des Holzes +wenige Cent: 0,6-1Eu/m2 (ca. 3g Silber)

bei schlechtern Böden, Hang- oder Berglagen etc. sind natürlich noch bis zu 50% weniger möglich... bei TOP-Lagen vielleicht noch ca. 20% mehr. Auch im Burgenland oder tiefsten Waldviertel werden niedere Preise verlangt.

Unglaublich wenn man sich vorstellt, dass quasi nur die "Genehmigung" zum Bauen somit quasi 30-70 Euro (im ländlichen Bereich) ausmacht, also 1.500 - 3500 Prozent. Übrigens: im (austerbenden) Burgenland gibt es Baugründe derzeit bereits um 1-5 Euro!!

Achja, übrigens der neue 200m hohe Turm auf der Donauplatte, wird jetzt anscheinend wirklich gebaut: noch mehr (leerstehende) Büros für Wien!!!

Danke für den Beitrag.
Diese Preise sind wirklich niedrig. Ob man schon zuschlagen kann, ist nicht ganz klar, denn die Bauern sind verschuldet.

Das Timing ist wichtig. Vermutlich muss man noch auf den Schuldenkollaps warten.
In Deutschland kaufen die Chinesen schon Wälder auf. Sobald die richtige Hyperinflation einsetzt, wird vermutlich viel Geld in Agrarflächen hineinfliessen, denn irgendwo müssen die Geldmassen ja hin.

Hier sieht man den grossen Unterschied im Preis zwischen Argrarland und Bauland. Das Bauland ist nur durch die leichte Kreditverfügbarkeit und die relativ hohen Löhne so teuer. Dieser riesige Unterschied wird sich massiv reduzieren.

Agrarflächen werden auf jeden Fall ein sehr gutes Investment werden (wahrscheinlich aber nicht besser als Gold/Silber). Man muss es ja nicht selbst beackern. Das werden dann die Leute tun, die heute in den Bürotürmen arbeiten.

Weitere Leserzuschrift aus Deutschland zum Thema:

Bei uns Niederbayern sind viele Betriebe (bei uns in der Gemeinde 11) in Produktion von Biogas eingestiegen! An und für sich nicht schlecht aber:

Höfe sind zu 90 % mit Grundschuld belegt! Ohne Subventionsstrom würde sich das ganze nicht rechnen! Abhänging!!!!!!
20 Jahre Laufzeit!!!

Folgen wenn die Kreditkrise zu greifen beginnt.
Es kommen so viele Ackerflächen ( Wenn man bedenkt das man pro ha nur 1 kw erzeugen kann, natürlich wird auch zugekauft, durchschnittsgröße 330 kw) auf den Markt das das den Preis erstmals dämpfen würde?
Da kommt eineiges Gefahrenpotential auf die hiesigen Banken zu ausser Rettung durch Kfw!!

Genau hier liegt das Problem: die Verschuldung der Bauern PLUS Subventionen.
Daher sollte man meiner Meinung nach mit Investitionen in Agrarflächen noch warten und auf den Schuldenkollaps warten.


Neu 2007-07-14:

Herdentrieb auf der Autobahn:

Spiegel: Nichts geht - außer Schwitzen
Presse: Stau und Unfälle am Reisewochenende

30km Stau auf der Tauernautobahn in Österreich bei der Anfahrt zum einröhrigen Tauerntunnel. 4 Stunden Wartezeit.
Haben diese Leute keine besseren Ideen, als 4 Stunden in glühender Hitze zu warten. Alle müssen natürlich am Samstag fahren.
Ich selbst bin noch nie in eine solche Situation gekommen, weil ich diese Kombination vermeide, die Herde sucht sie.

Alternativen:
a) nicht am Samstag fahren, sondern an einem anderen Wochentag
b) zu fliegen, nicht selbst fahren
c) im Fall der Tauernautobahn einfach über Radstädter Tauern und Katschberg fahren - Angst vor Bergen?

Die Italiener und Franzosen sind angeblich noch schlimmer.
Genauso wie diese Leute am Reisesamstag stauen, gehen sie auch mit ihren Geldanlagen um - wie eine Herde.


Neu 2007-07-12:

Wann lernen die Leute, dass ihr Geld im System zugreifbar ist:

Manager Magazin: Heimlicher Kontenabruf ist rechtmäßig

Der nächste Schritt wird Online-Kontoabhebung durch den Staat sein.

Auch die Schweiz gibt klein bei:

Manager Magazin: Bollwerk in Ruinen

Deren Eliten wollen unbedingt in die EU mit ihrer Schnüffelei.


Neu 2007-06-28:

So viele neue Millionäre:

Welt: Börsenboom schafft immer mehr Millionäre

Die Reichen werden immer reicher und auch ihre Zahl wächst schnell. Dies ergibt sich aus dem elften "World Wealth Report", den die Beratungsgesellschaft Capgemini und die Investmentbank Merrill Lynch gemeinsam veröffentlicht haben. Demnach stieg die Zahl der Millionäre (in US-Dollar gerechnet) im vergangenen Jahr weltweit um 8,3 Prozent auf rund 9,5 Millionen, so viele wie noch nie. Ihr Vermögen vermehrte sich um 11,4 Prozent auf 37,2 Billionen Dollar. "Haupttreiber dieser Entwicklung waren die Kursanstiege an den Börsen einerseits und die gute Konjunktur andererseits", sagt Christine Stapf von Capgemini Deutschland.

Die Deutschen profitierten davon allerdings nur unterdurchschnittlich. Hierzulande wuchs die Zahl der Millionäre nur um 4,1 Prozent auf 798 000. Dies deckt sich auch mit den Ergebnissen einer Befragung unter Vermögensberatern, die die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers durchgeführt hat. "In Deutschland kommen kaum neue Millionäre hinzu - außer einigen Lottogewinnern".

Der sogenannte "Cost of living extremely well Index", ein Preisbarometer für einen sehr anspruchsvollen Lebensstil, stieg im vergangenen Jahr um rund sieben Prozent, hat Capgemini errechnet. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten legten dagegen nur um 3,5 Prozent zu. Da die Millionäre der Studie von Capgemini und Merrill Lynch zufolge rund ein Viertel ihres Geldes für Luxusgüter wie Jachten oder schnelle Autos ausgeben, dürfte dies vielen Vermögenden durchaus Sorge bereiten. Es wird offenbar zunehmend teurer reich zu sein.

Da kann man nur lachen. Dieser angestellte Journalist und auch die angestellten Consultants träumen offenbar selbst davon Millionäre zu werden. Daher auch der Hinweis auf die Lottogewinner und die Luxusausgaben - sie denken nur an Konsum. Der wirkliche "Investor und Millionär" denkt primär an Vermögensvermehrung, nicht an Konsum. Nur 800000 in Deutschland?

Hier mit Österreich-Bezug:
Standard: Reiche werden immer reicher
Presse: Studie: Reiche werden immer reicher

Was ist Reichtum? Nach international üblicher Definition darf man sich „wohlhabende Privatperson“ (auf Englisch: „High Net Worth Individual“) nennen, wenn man zumindest eine Million Dollar (743.000 Euro) Privatvermögen hat. Verbrauchsgüter und die selbst genutzte Villa zählen nicht dazu. Hat man 30 Mio. Dollar auf der hohen Kante, gilt man als „besonders wohlhabende Privatperson“ (beziehungsweise als „Ultra High Net Worth Individual“).

Österreich-Millionäre:
Diese Entwicklung war auch in Österreich feststellbar. Die Zahl der Millionäre stieg hierzulande auf den stattlichen Personenkreis von 72.600 an, um 4900 Menschen mehr als im Jahr 2005. Dies sind Personen, die in Österreich ihren Hauptwohnsitz haben, deren Vermögen aber nicht notwendigerweise in Österreich geparkt sein muss. Etwa 700 haben 30 Millionen oder mehr.

Grundsätzlich aber, sagt Gregor Erasim von Capgemini, seien in "reifen" Märkten rund ein Prozent der erwachsenen Bevölkerung Millionäre; in Afrika aber etwa nur 0,25 Prozent.

Hier wieder das selbe Schema: es werden Symbole des Luxus-Konsums gezeigt, etwa der Rolls Royce mit Yacht und Ring.

Allen empfehle ich dieses Buch: The Millionaire Next Door: The Surprising Secrets of America's Wealthy

Wirkliche Selfmade-Millionäre werfen nicht mit Geld für Autos und Yachten herum, auch nicht für teure Anzüge und Rolex-Uhren.


Neu 2007-03-14:

Marc Faber über Bubbles und Manien:

When Too Many Investors Think Alike, Nobody is Thinking!

Schon Henry Ford hat gesagt, Denken ist die schwierigste aller Aufgaben. Er meinte natürlich unabhängig Denken.
In der Regel läuft die Herde ihrem Führer nach.


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