Systemkrise - 2007

Informationen ausschliesslich zur laufenden Krise des weltweiten Finanzsystems. Enthält systemrelevante Informationen. Länderspezifische Informationen, die nur ein Land betreffen, sind auf den jeweiligen Landes-Infoseiten zu finden, bzw. auf der Europa-Seite.

Neu 2007-12-31:

Die FAZ zieht Bilanz:

FAZ: Die Lehren aus dem Desaster

Das Vertrauen ist zerstört: 2007 wird uns als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem große Glaubenssätze als Naivität entlarvt wurden. Naiv war es zu glauben, eine internationale Bankenkrise sei so fern wie die Zeit der großen Depression. Und trügerisch war die Hoffnung, die allmächtigen Notenbanken würden erfolgreich den Retter spielen, wenn etwas schief läuft.

Der Mythos Notenbanken wankt, seit die Krise an den Weltfinanzmärkten immer neue Opfer fordert. Begonnen hat alles im Sommer mit dem wiederholten Ausfall von Hypothekenkrediten am amerikanischen Immobilienmarkt. Seither kämpfen deutsche Landesbanken ums Überleben, amerikanische Investmentbanken müssen Rekordsummen abschreiben und rutschen in die roten Zahlen.

Schöne Nachlese, aber auf das was kommt, gehen sie nicht ein.


Neu 2007-12-30:

Die "Krise" der Harvard-Professoren:

NZZ: Der Dollar muss weiter sinken

Die US-Wirtschaft fällt nächstes Jahr mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit in eine Rezession, sagt Martin Feldstein, Harvard-Professor und Präsident des wichtigsten Instituts für Wirtschaftsforschung in den USA.

Nur wenn man so verrückt ist, dann wird man "prominenter Harvard-Professor" - dort wo man dem Gott Keynes huldigt.

Zur Information dieses und anderer "prominenter Professoren": die USA und der Rest des Westens sind schon lange in der Rezession.
Ausserdem weiss dieser Professor offenbar nicht, welche Folgewirkungen eine fallende Währung hat. Zeit, dass solche Götter stürzen.

Andere sind weiter: Es spricht alles für eine Rezession


Neu 2007-12-29:

Da ist wieder eine Bank in Nöten - ING:

Cash.ch: ING will Rückversicherer NRG an Berkshire Hathaway verkaufen

Der niederländische Finanzkonzern ING will seine Rückversicherungstochter NRG an die Warren Buffett-Holding Berkshire Hathaway verkaufen. Der Kaufpreis betrage 300 Millionen Euro, teilte ING am Freitag mit. Durch den Verkauf entsteht laut ING ein Kapitalverlust in Höhe von 100 Millionen Euro in diesem Jahr.

Die brauchen wahrscheinlich dringend Geld, also akzeptieren sie sogar einen Verlust.

 

Die Krise 2007 in Bildern:

FTD: Subprimejahr 2007 - Krise und ihre Folgen

Als vor zwölf Monaten die ersten US-Hausbesitzer pleite gehen, ahnt niemand, dass sich eines der größten Finanzdesaster der letzten Jahrzehnte andeutet. "Subprime-Krise" - das schien ein amerikanisches Phänomen zu sein. Wie man sich täuschen kann! FTD-Online zeigt die wichtigsten Stationen des Krisenjahres.

Das war erst der Anfang. Die richtige Krise kommt erst 2008/9.

PS: wer hätte das vor einem Jahr gedacht? fast niemand!

Hier etwas für Zahlen- und Statistik-Freaks:

JJanke: http://www.jjahnke.net/rundbr35.html#ende


Neu 2007-12-28:

Die nächste Banken-Geldquelle - Notverkäufe:

Presse: Kreditkrise: Citigroup und HSBC prüfen Notverkäufe von Töchtern

Die Großbanken erwägen, sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparten zu trennen. Auf der Abschussliste: Das Geschäft mit Studenten- und Autokrediten.

Aber von den CDOs und anderen Mistpapieren in ihren SIVs wollen sie sich immer noch nicht trennen. Denn das gäbe "Mark to Market" und damit die sichtbare Insolvenz.


Neu 2007-12-27:

Investment-Banken - Fässer ohne Boden:

WienerZeitung: Staatsfonds retten Wall Street
NZZ: Höllische» Zeiten für Banken
Süddeutsche: Schlechtes Omen für die Citigroup

Singapur hilft Merrill Lynch über Subprime-Verluste von bis zu 18 Mrd. Dollar hinweg

Die gehen jetzt ganz schön mit dem Hut in der Hand in der Welt herum. Irgendwann gehören sie zu 100% ausländischen Staatsfonds.


Neu 2007-12-26:

Interessantes Szenario für 2008:

MichaelWinkler: Das Jahr 2008

Wir werden sehen, was davon kommt. Interessant ist sein letzter Absatz über andere Propheten.


Neu 2007-12-24:

[17:00] 1929 war nur ein Spaziergang:

Ambrose Evans-Pritchard: Crisis may make 1929 look a 'walk in the park'

Twenty billion dollars here, $20bn there, and a lush half-trillion from the European Central Bank at give-away rates for Christmas. Buckets of liquidity are being splashed over the North Atlantic banking system, so far with meagre or fleeting effects.

In Europe, the ECB has its own distinct headache. Inflation is 3.1 per cent, the highest since monetary union. This is already enough to set off a political storm in Germany. A Dresdner poll found that 71 per cent of German women want the Deutschmark restored.

With Brünhilde fuming about Brot prices, the ECB has to watch its step. Frankfurt cannot easily cut rates to cushion the blow as housing bubbles pop across southern Europe. It must resort to tricks instead. Hence the half trillion gush last week at rates of 70bp below Euribor, a camouflaged move to help Spain.

The ECB's little secret is that it must never allow a Northern Rock failure in the eurozone because this would expose the reality that there is no EU treasury and no EU lender of last resort behind the system. Would German taxpayers foot the bill for a Spanish bail-out in the way that Kentish men and maids must foot the bill for Newcastle's Rock? Nobody knows. This is where eurozone solidarity stretches to snapping point. It is why the ECB has showered the system with liquidity from day one of this crisis.

Trotz aller Injektionen können sie das System nicht retten, nur den Tod etwas verzögern.

Interessant seine Aussage, warum die EZB soviel Geld hineinschüttet. Eine Staatsübernahme etwa spanischer Banken wie bei Northern Rock ist unmöglich denn das würden die Wähler in anderen Ländern nicht verstehen. Die Euro-Solidatität hat ihre Grenzen. Man wollte mit dieser Rieseninjektion primär Spanien helfen.


Neu 2007-12-23:

Ist Cerberus Teil des US-PPT?

LaRouche: Cerberus Begins Openly Asset-Stripping Chrysler

Chrysler was already in trouble when it was run by people who knew the auto business, and the speculators at Cerberus haven't got a chance in Hell of making the company profitable, nor is it likely that they will ever get their money back, no matter how many assets they sell. Some observers believe that the real reason Cerberus moved in on GMAC and Chrysler was to protect the value of the hundreds of billions of bonds issued by the auto companies and their finance units; under the guise of helping the auto sector they were really sent in to help the financial markets. Asked at a meeting if the company were bankrupt, Nardelli responded, according to the Wall Street Journal: "Technically, no. Operationally, yes. The only thing that keeps us from going into bankruptcy is the $10 billion the investors entrusted us with." Now, with its own solvency an issue, Cerberus is following Chrysler down the tubes.

Es sieht so aus, als wären sie keine Private-Equity Firma mehr sondern ein Teil der US-Stützungsoperationen. Damit die Bonds von Chrysler und GMAC nicht abverkauft werden. Schliesslich ist der frühere US-Finanminister Snow jetzt CEO von Cerberus.


Neu 2007-12-22:

Wenn alle Paulson-Ideen so gut sind - Super-SIV gescheitert:

FTD: 'WSJ': Geplanter US-Superfonds für Kreditmärkte gescheitert

Der vom US-Finanzministerium und führenden amerikanischen Banken geplante Superfonds zur Stabilisierung der Kreditmärkte ist einem Zeitungsbericht zufolge gescheitert. Nach monatelangen Vorarbeiten werde der milliardenschwere Plan aufgegeben, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf informierte Personen in seiner Onlineausgabe. Bis zuletzt fanden sich nicht genug Banken zur Beteiligung an dem Fonds mit einem zunächst geplanten Volumen zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar (70 Mrd Euro).

Ja, alle seine Ideen sind von der selben Qualität - nur etwas Zeit schinden, aber kein Problem lösen. Als Nächstes wird die "Hope Now" = einfrierung von Subprime-Zinsen scheitern, da damit willkürlich in Verträge eingegriffen wird und zu wenige Hausbesitzer gerettet werden.


Neu 2007-12-21:

Der grosse Bond-Hammer schlägt (fast) zu:

BusinessWire: Fitch Places 173,022 MBIA-Insured Issues on Rating Watch Negative

Concurrent with its related rating announcement earlier today on MBIA Inc. (MBIA) and its financial guaranty subsidiaries, Fitch Ratings has placed 173,022 bond issues (172,860 municipal, 162 non-municipal) insured by MBIA on Rating Watch Negative.

Fitch placed MBIA's 'AA' long-term rating and 'AAA' insurer financial strength (IFS) rating on Rating Watch Negative following the rating agency's updated assessment into MBIA's current exposure to SF CDOs backed by subprime mortgage collateral and various CDO-squared transactions, as well as MBIA's exposure to RMBS.

Das ist kein Tippfehler: 173'000 Anleihen werden vermutlich Anfang 2008 (derzeit drohen sie noch damit) mit ihrem Versicherer MBIA heruntergeratet. Und dieses Downrating könnte gleich in den Junk-Bereich führen - siehe Eintrag von gestern.

 

Prognose von Paul Tustain für 2008 - Hyperinflation:

Aus einem Rundschreiben an seine Mailing List (sehr interessant):

We learned yesterday that the British government's guarantee to bail out the creditors of Northern Rock Bank is worth a staggering £100 billion. That's £5,000 [$10,000] per British household.
This week the European Central Bank made $500 billion available through money market operations. And only last week $110bn of new money was created by central bank loans with artificially low rates and reduced-quality security. This is money creation on an epic scale.

Why is this happening now? Here's my theory: 31 December is a major day on the financial calendar. If you take a sample of bonds you'll find that a disproportionate number of them are due for interest and/or redemption on 31st December. Redeeming bonds is very cash intensive, and cash is not freely available in the banking system right now.

So it seems likely that some frantic finance directors will be working long hours to find the cash that will enable them to avoid a default next week.

If that's right the festive season could see the announcement of some nasty shocks. June 30th won't be much fun either, for the same reasons. The credit crunch is deepening, and will go on doing so until at least next summer.

For those of us who like to take responsibility for ourselves (it's called freedom by the way) it's getting just a little tiresome that money creation is diluting our savings, and making us pay - again - for the excesses of the buy-now-think-later generation.
Some of us would prefer to see the government react with a shrug and a sympathetic "bad luck" to the losers in the next financial train wreck. But it's not the mood of the nation. Politicians have begun one of their competitive caring phases, and they're rescuing victims everywhere. Every clapped out bank, every busted pension scheme, every industrial zombie, and absolutely every government department will be nurtured in the warm embrace of the public purse.

This causes a natural backlash. Issuing new money reduces depositors' returns, prompting savers to switch to better stores of wealth. This capital flight should be easy to spot, but modern economic statistics can obscure it. You see, the main way economists measure economic health is by counting the money spent in the economy, and now that savers are dumping currency (and buying better wealth stores) the effect is tough to distinguish from the economist's beloved GDP growth. Our healthy GDP figures are a distortion, and the economy is not making a steady booming noise but an ominous hissing - the noise of savers abandoning the currency.

You can see this at the key entry points to the real economy.

1. Oil is multiplying in price.
2. All the grains are multiplying in price.
3. All the base metals are multiplying in price.
4. Gold is multiplying in price.
5. Producer prices are through the roof.

In spite of this the monetary authorities are racing to issue more money, and economists are clamouring for cuts in interest rates.
They're caught 'twixt the devil and the deep blue sea, because although they could address these serious inflationary indicators, doing so risks the revenge of a giant economic threat - a rout in the housing market. And that would mean depression.

So it looks increasingly likely that low rates are staying, and the hot global investment money, sucked in by Britain's recent and comparatively high interest rates, is about to quit Britain and send the currency into a tailspin. This produces higher prices for imported goods. At the same time our public finances are in a serious mess, and the biggest contributor to our service-based economy - the City - is the main victim of current turbulence.
And please don't ask about the trade figures because they're just ugly.

It is becoming genuinely possible that people will refuse to hold sterling for more than a fleeting moment. Inflation could turn so severe that the 'hyper' prefix is justified.

I know - it's too far-fetched to be believable. Or is it?
For 150 years the values of Western currencies have stayed way above purchasing power parity levels with Asia. Being a developed country is what drove this premium, as money flowed down a one way street to our advanced economies. These were the only places where sophisticated products could be built or bought.

Today things are different. You could measure circuit board production in two factories in Indonesia and in Britain, and get the output per worker priced in local currency. Multiply both by their conversion rate into US dollars, and the British factory seems to have produced 5 - 7 times more US dollar denominated output.
So our GDP looks good, but only through the distorting lens of a western currency conversion. There's another way to measure that same output: simply count the circuit boards. Do that and you'll see there's no material difference in productivity between a British and an Indonesian worker. Perhaps the root cause of western currency premium has evaporated, and the anomaly is now that sterling really is 5 - 7 times overvalued against Asian money.

You could switch to euros. But looking at their policy they're creating as much money as the Bank of England. And the US Federal Reserve is doing it too, while all of Asia is battling to hold down their currencies so that their exports can continue apace.
It's a bizarre race to the bottom for the world's currencies.

It's time to sidestep the financial consequences of this largesse.
What can we savers do?

If you're as bothered as I am, then currency should be struck off your Christmas list and replaced with something more reliably rare.
I think gold could soon look so highly priced in sterling that many of us will be too frightened to buy it. But it isn't there yet, so perhaps buy just a little now, and if it makes you a small profit it will be easier to buy a little more next month. If that makes you a profit too, then allow yourself to build a proper stash.
I'm not sure we'll ever again be able to buy it for much under £400 an ounce.

I have just instructed my bank to transfer all my remaining cash deposits to BullionVault, and I look forward to spending 2008 long gold and completely sterling free.

Er meint, dass die asiatischen Währungen gegenüber den westlichen Währungen (USD; EUR, GBP) um das 5-7 fache unterbewertet sind und sich das 2008 ausgleichen wird.


Neu 2007-12-19:

GEAB: Zusammenbruch in 2008:

GEAB20: LEAP/E2020 warnt: Das globale Finanzsystem steht 2008 vor dem Zusammenbruch

Wie vorhergesagt frisst sich die Aufprallphase (1) der weltweiten umfassenden Krise weiter in die Wirtschaft und die Finanzmärkte hinein und führt zu einer raschen Verschlechterung der Situation insbs. an den Finanzmärkten : Unsere Forscher gehen davon aus, dass 2008 das gegenwärtige globale Finanzsystem zusammen brechen wird.

Klingt realistisch.
 

[19:00] Auch Morgan Stanley holt sich neues Geld:

Handelsblatt: Morgan Stanley holt sich Bares aus China

Die Turbulenzen an den Kreditmärkten hat die zweitgrößte US-Investmentbank Morgan Stanley härter getroffen als bislang gedacht. Im November musste das Institut zusätzliche Abschreibungen in Milliardenhöhe und rutschte tief in die roten Zahlen. Auch der Verlust pro Aktie liegt weit über den Erwartungen. Doch Hilfe winkt aus Fernost.

Nach Citigroup und UBS ist das schon die 3. Investment-Bank. Irgendwie drängt sich hier der Verdacht auf, es geht nicht nur um Geld allein, sondern will die Araber und Asiaten am "Schicksal" der Branche teilhaben lassen.


Neu 2007-12-18:

[16:30] Sie retten vorher noch das eigene Geld:

N-TV: Verdacht bei Bear Stearns

Im Zusammenhang mit dem Kollaps zweier Hedge-Fonds der Investmentbank Bear Stearns ermitteln US-Strafverfolger laut einem Zeitungsbericht gegen einen hochrangigen Manager der Bank. Der Fondsverwalter habe womöglich nur Wochen vor dem Beginn der Probleme zwei Mio. Dollar eigenes Geld aus einem der Fonds abgezogen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Öffentlich habe sich der Manager hingegen optimistisch zu den Aussichten des Portfolios geäußert.

Nur Goldman Sachs macht es noch besser. Die shorten gleich den Mist, den sie verkaufen.


Neu 2007-12-17:

Der Credit-Crunch hinterlässt jetzt Spuren:

FTD: Banken vergeben deutlich weniger Kredite

Die Bedingungen, nach denen Banken in den USA, Großbritannien und dem Euro-Währungsgebiet Kredite vergeben, haben sich laut der Europäischen Zentralbank verschärft. Zugleich warnten die Währungshüter: Die Lebensmittelpreise werden stark steigen.

Als Grund nannte die Europäische Zentralbank (EZB) die Spannungen an den Finanzmärkten: "In allen drei Wirtschaftsräumen waren Großunternehmen davon stärker betroffen als kleinere Firmen"

Kein Wunder, wenn ein Grossteil des Bondmarkts tot ist. Irgendwann kommen dann auch die Grosspleiten.

Dazu ein PrudentSquirrel Alert von Chris Laird:

There is some information on the net that some financial institutions are putting limits on electronic transfers. One reason is that at the end of the year, financial institutions have normal liqudity issues, but with the present credit crisis situation, that is made worse.

Part of the reason the Fed, ECB and other central banks instituted their increased repo purchases (lending to banks on easy terms with collateral) yesterday was to address this. However, the reason I am sending you this alert is that, if you plan on making electronic transferrs, you will need to investigate the limits set up by your banks, so as not to be surprised at the last moment.

One major bank appears to have created a $2000 daily limit on out going electronic transferrs (to another bank) effective dec 20. Incomming limit is $100k ....

Diese Major Bank dürfte Citigroup sein. $2000 tägliches Abhebe-Limit - das ist massiv!
 

[21:00] Verstaatlichung - die letzte Hilfe bei Bankenpleiten?

Handelsblatt: Northern Rock droht die Verstaatlichung

Der Verkauf des angeschlagenen britischen Baufinanzierers Northern Rock droht zu scheitern. Den verbliebenen Interessenten fällt es angesichts der Finanzkrise an den internationalen Märkten schwer, die nötigen finanziellen Mittel für eine Übernahme zu beschaffen. Offenbar bleibt nur ein Ausweg.

Wenn die Staaten alle Pleitebanken übernehmen müssten. Irgendwann wird man wohl Banken pleite gehen lassen müssen. Oder die Währung geht pleite.


Neu 2007-12-15:

"Rettung" bis zum Jahresende um jeden Preis:

LaRouche: Banking Insider: It's "Unbelievably Bad" , Bankers Frantically Trying to Wake the Dead System

A senior European financial source told Executive Intelligence Review today that the coordinated bailout action by European central banks was taken only as an emergency stopgap to prevent a banking crash between now and Christmas/New Year. The action does not address the banking crisis and was not intended to do that.

The source described the credit crunch as "worsening by the hour," and the situation as "unbelievably bad." Although he may be overly optimistic, LPAC views the analysis by this source as in the right direction.

Haben sie etwas davon, wenn sie den Kollaps 2007 noch verhindern? ja, ihre Bonusse und ihre Jobs.


Neu 2007-12-13:

Harry Schultz schreit Alarm:

MarketWatch: Schultz sees an apocalypse now

On gold, he writes: "The public is still not in the gold market. They will be in 2008 as the derivatives and credit crises bring down more financial institutions (amid recession) and eyes will be opened, via pain. While Rome burns, gold will smash through its old unadjusted-for-inflation $850 high on the way to $1,600, & who knows how far beyond ..."

Rette sich wer kann.


Neu 2007-12-12:

Volle Rezession in den USA:

Telegraph: Morgan Stanley issues full US recession alert , America faces day of reckoning with debt

Morgan Stanley has issued a full recession alert for the US economy, warning of a sharp slowdown in business investment and a "perfect storm" for consumers as the housing slump spreads.

Morgan Stanley is the first major Wall Street bank to warn that it is may now be too late to stop a recession, though most have shifted to an ultra-cautious stance in recent weeks.

Es ist also soweit und wird immer "offizieller". Bin neugierig, wann sie vor der Depression warnen.
 

[21:00] Alle Zentralbanken "spritzen" Geld ein:

Bloomberg: Fed, ECB, Central Banks Work to Ease Credit Crunch
Handelsblatt: Notenbanken stützen Finanzmärkte

Die sieben wichtigsten Zentralbanken der Welt haben in einer konzertierten Aktion die Finanzmärkte mit zusätzlichem Geld versorgt. Dadurch soll eine schwere Liquiditätsklemme für die Banken verhindert werden. Die weltweiten Börsen reagierten mit Kursgewinnen. Experten sahen in der Finanzspritze auch Anzeichen dafür, dass die Zentralbanker befürchten, die Krise könnte noch lange anhalten.

Die Bankenkrise intensiviert sich offenbar massiv. Und dem Goldpreis tut es sichtbar gut.


Neu 2007-12-11:

Ruf nach Verstaatlichung der Banken?

FTD: Lucas Zeise: Zurück in die 60er

Banken profitieren von Staatsgarantien, das zeigt der Fall SachsenLB. Deshalb müssen sie auch wie öffentliche Infrastruktur behandelt werden.

Es ist mal wieder so weit: Banken müssen vom Staat aufgekauft, gestützt, rekapitalisiert werden. Eine Bankenkrise, wie sie der freie Markt erzwingen würde, eine Krise, die zum Zusammenbruch von Kreditinstituten führt, kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten.

Das letzte Mal, als dies in Deutschland ernsthaft durchexerziert wurde, wollte der damalige Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht den Alliierten demonstrieren, dass Deutschland keine Reparationen für den Ersten Weltkrieg zahlen konnte. Er ließ deshalb die Danat-Bank pleitegehen. Der weitere Weg führte geradewegs in die tiefste Wirtschaftskrise in Friedenszeiten - und zur Übergabe der Macht an die Nazis.

Es ist seitdem undenkbar, in Schieflage geratene Banken nicht zu stützen. Die Folgen wären verheerend. Es ist erfreulich, dass in diesem Punkt in aller Welt Konsens besteht. Keine politische Partei kann es sich leisten, den Zusammenbruch einer Bank zuzulassen.

Es geht nicht um große Banken allein. Die Fälle Northern Rock in England sowie IKB und Sachsen LB in Deutschland zeigen, dass auch mittelgroße und kleinere Banken mit staatlichen Rettungsaktionen rechnen können.

Wie sich 2007 gezeigt hat, ist de facto das Bankenrisiko verstaatlicht worden. Das wird den Währungen aber nicht guttun. Irgendwann werden diese Bailouts nicht mehr tragbar sein: dann wenn der Goldpreis enorme Höhen erreicht.

Das passt dazu: "Free market" Wall St warms up to govt help
 

Die Derivatenbombe wird noch grösser:

Reuters: BIZ: Finanzkrise lässt internationalen Bondsmarkt einbrechen

Die Krise an den Finanz- und Kreditmärkten hat das internationale Geschäft mit Anleihen seit dem Spätsommer massiv beeinträchtigt.

Finanzderivate erlebten dagegen als Absicherungsgeschäfte gegen starke Schwankungen an den Märkten einen bislang nicht gekannten Boom.

Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit den jüngsten Finanzmarktturbulenzen ließen den Derivatehandel laut BIZ in den zurückliegenden Monaten dagegen auf Rekordhöhen schnellen. Nach der BIZ-Statistik stieg der Umsatz mit börsennotierten Zins-, Währungs- und Aktienindexkontrakten zwischen Juli und September um 27 Prozent auf 681 Billionen US-Dollar. Vor allem Derivate auf kurzfristige Zinssätze seien bei vielen Investoren ein wichtiges Mittel zur Absicherung von Risiken gewesen. Vor der Krise, also im zweiten Quartal dieses Jahres, war das Volumen der Derivategeschäfte im Vergleich zum Vorjahr stabil gewesen.

Banken, die in einer solchen Zeit noch Derivate ausstellen, sind verrückt. Das ist eine der nächsten Bomben, die hochgeht.


Neu 2007-12-10:

[16:00] S&P verkündet das Ende der SIVs/Conduits:

FT: S&P calls the death of the SIV

On Friday, S&P cut the credit ratings on the capital notes all of the SIVs it rates, and said it did not expect the asset class to survive.
It also put 18 SIVs on ratings watch negative, meaning downgrades are likely in the near future.

In a strongly worded statement accompanying the downgrades - which saw some debt cut 10 notches to CCC from BBB - S&P opined:
The SIV as a type of vehicle is unlikely to persist and thus we formally assigned negative outlooks due to the issues in this sector

Jede Bank, die jetzt noch nicht hier heraussen ist und für ihre SIVs haftet, ist verloren.


Neu 2007-12-09:

[21:00] Das Fallbeil fällt jetzt auf - die Immobilien-Fonds:

Telegraph: Property funds: the new liquidity crisis

Fund managers may face the unenviable choice of restricting redemptions or rushing into fire sales of their property assets. Jonathan Russell reports

But behind the message of the advertising hoardings and the sales patter from independent financial advisers is a complicated financial machine that is starting to run low on the lubricant - cash - that keeps the parts moving.

In the space of just a few months funds such as the £3.7bn Norwich Property Trust have gone from receiving £100m per month in new investments to seeing money haemorrhaging away at unprecedented levels. The so-called cash buffers that these funds carry to deal with redemptions have shrunk rapidly.

Since The Sunday Telegraph broke the story that Schroders, the fund manager, had warned investors that it might be unable to fulfil redemptions within the normal three-month window, UBS and RREEF, part of Deutsche Bank, have also imposed restrictions on withdrawals.

Wenn schon Geldmarkt-Fonds illiquide werden, was ist dann bei diesen Illiquiditäts-Monstern. Die Fonds können ihre Immobilien nicht so schnell oder gar nicht verkaufen, wie Geld abgezogen wird.

Aufpassen in Deutschland: solche Fonds sind dort besonders beliebt. Die kaufen überall, auch in England, wo sich jetzt eine Krise manifestiert.
In Wien etwa haben deutsche Immo-Fonds fast alle Hochhäuser gekauft - von cleveren Spekulanten.

Es geht ja schon los: UBS setzt bei drei Immobilienfonds Rückzüge aus

Gefangen im Fond.


Neu 2007-12-06:

Der Kondratieff-Winter ist jetzt endgültig da:

Ian Gordon: THIS IS IT!must read!

This is it. The Kondratieff winter is now underway in earnest and nothing can stop it. The huge credit expansion initiated by the Maestro, the past Federal Reserve Chairman, Alan Greenspan, has now reversed. The ensuing credit contraction will be devastating. It will take down creditor and debtor alike and will result in a destructive and frightening deflationary depression.

Es ist nicht mehr aufzuhalten. Aber deflationionär wird die Krise wie üblich nur bei Finanz-Assets sein.

 

[19:30] Etwas vom Mogambo Guru:

Safehaven: The Shock of a Thousand Trillions

The actual excerpt is that "there is currently at least a $1,000 trillion dollar black hole in the world economy", what with "$600 trillion in world liabilities, plus more than a $400 trillion-derivatives neutron bomb, all of which will go off when the Westerners (from EU and US) will no longer be able to borrow."

Die 1000 Trillionen Monster-Bombe.


Neu 2007-12-05:

Die "Spezialwaffen der Zentralbanken" im Einsatz:

Tagesanzeiger: Nervöse Banken - Nationalbank greift zur Spezialwaffe

Der Sturm der Kreditkrise ebbt nicht ab. Auch die Schweizer Banken sind beunruhigt. Darum versorgt die Nationalbank den Geldmarkt mit Liquidität.

Auffällig ist, dass die Nationalbank-Spitze in den letzten Wochen wiederholt und in immer schärferem Ton vor einer Verschlimmerung der Kreditkrise gewarnt hat. Zuletzt sagte Vize-Direktor Philipp Hildebrand in der «SonntagsZeitung», dass sich die Situation im amerikanischen Immobilienmarkt weiter verschlechtern könnte. Mit ihrem gestrigen Vorgehen setzt die Nationalbank ein weiteres Zeichen in diese Richtung. Das ist laut Kennern der Bankenszene nötig; denn das gegenseitige Misstrauen unter den Geldinstituten sei derzeit enorm. Die Ängste seien daher berechtigt, dass bei einem erneuten Aufflammen der Krise viele Banken auf die von der Nationalbank zur Verfügung gestellte Liquidität angewiesen sein dürften.

So speziell ist diese "Waffe" gar nicht. Es ist immer das Selbe: mehr Geld hineinpumpen.

Dass solche Meldungen jetzt aus der Schweiz kommen, deutet darauf hin, dass dort einige Banken "schwer in den Seilen" hängen.
 

Die "Analysten" sehen jetzt auch die Rezession:

Finanznachrichten: US-Wirtschaft steht lt. Merrill vor Rezession

Die Gewinne der US-Unternehmen befinden sich gemäß dem Volkswirt David Rosenberg von Merrill Lynch bereits in einer Rezession. Gleichzeitig sei die Gesamtwirtschaft von einem Schrumpfungsprozess nicht mehr weit entfernt.

Die Unternehmen würden durch geringere Einnahmen und höhere Kosten für Energie und Arbeit zu Kürzungen von Ausgaben und Personal gezwungen. Ein zusätzliches beträchtliches Risiko für die Ertragssituation bestehe weiters in der schlimmsten Hausmarktkrise seit 1991. “Die Gewinnrezession hat bereits eingesetzt. Wir sehen im nächsten Jahr voraussichtlich auch eine Rezession der Gesamtwirtschaft”, so Rosenberg.

Real ist die Rezession sowohl in den USA als auch in Europa schon da - wenn man die realen Preissteigerungen hernimmt.

[16:30] Schiffe - die nächste Branche mit Kreditschwierigkeiten:

Handelsblatt: Subprime-Krise schlägt auf Schifffahrt durch

Die Subprime-Krise hat die Schifffahrt eingeholt. Schiffsfinanzierer vergeben Kredite sehr viel zurückhaltender und knüpfen ihre Zusagen heute an härtere Bedingungen als im Frühjahr. Die HSH Nordbank, weltweit größter Schiffsfinanzierer, gibt seit ein paar Tagen keine Schiffshypotheken aus.

Sehr bald werden die Häfen voller unbenutzer Schiffe sein. Das ist immer so nacheinem Boom. Denn die Globalisierung hat ihren Höhepunkt schon überschritten.
Und wieder ist eine deutsche Landesbank mitten drinnen.


Neu 2007-12-04:

Was die "Subprime-Assets" jetzt wert sind - 11%:

E*Trade firesale seen hurting Wall St portfolios
By Tim McLaughlin

NEW YORK, Nov 30 (Reuters) - E*Trade Financial Corp's firesale of mortgage-backed securities has conjured up a new worst-case scenario for Wall Street's portfolio of subprime assets by knocking their value even lower.

Financial analysts on Friday said E*Trade got anywhere from 11 cents to 27 cents on the dollar for its $3.1 billion portfolio of asset-backed securities. The portfolio sale was part of a $2.5 billion capital infusion from a group led by hedge fund Citadel investment Group.

"The portfolio sale, one of the few observable trades of such assets, has very clear, generally negative, implications for the valuation of like assets on brokers' balance sheets," Credit Suisse analyst Susan Roth Katzke said.

The portfolios are hard to value because demand has dried up for them and the brokerages sometimes use their own models to put a value on the assets. Any rare actual transaction could have an effect on other brokerages' valuations.

Using what she called a simplistic analysis, Katzke estimated Merrill Lynch & Co Inc could take a $9 billion after-tax hit to the valuation of assets underpinned by subprime mortgages. That estimate assumes the Merrill assets would be marked down to 26 cents on the dollar.

Katzke's write-downs reflect amounts that are incremental to charges taken in the third quarter. She estimated that Citigroup's after-tax write-down could be $26 billion, if the assets were marked down to 26 cents on the dollar.

"Our analysis is far from perfect," Katzke said. "That said, it's our best take on a worst case scenario for valuation of like securities. ... Not all brokers are equal."

Merrill declined to comment. Before the E*Trade deal, analysts had already forecast huge write-downs at Merrill, with some estimates topping $13 billion. Katzke estimates Citigroup will take a write-down of up to $12 billion in the fourth quarter.

Merrill already recorded an $8.4 billion write-down in the third quarter, mostly because it reduced the value of subprime-related assets. Goldman Sachs analysts said they were surprised by the size of the discount on the E*Trade portfolio because 73 percent of the assets were backed by prime mortgages, or loans to people with solid credit.

In contrast, Wall Street brokerages have taken billions of dollars of write-downs on assets underpinned by subprime mortgages. Escalating defaults on these loans to people with weak credit have roiled credit markets worldwide.

Citigroup investment bank analyst Prashant Bhatia said E*Trade actually received 11 cents on the dollar for its portfolio, if you factor in that the brokerage received $800 million in cash minus 85 million shares it issued. He said that implies Citadel's received stock compensation worth about $450 million, leaving E*Trade with only $350 million for its $3.1 billion portfolio.

Dieser Bericht (aus dem Midas vom 3. Dez) zeigt, was diese Papiere am Markt bringen - fast nichts. Wieder einmal wurde der CDO-Teufel dem Markt-Weihwasser ausgesetzt, etwas, das die Branche unbedingt verhindern möchte. Und siehe da, alle Investmentbanken haben neuen, riesigen Abschreibungs-Bedarf.


Neu 2007-12-03:

[16:00] Lässt man E-Trade jetzt fallen?

MarketWatch: E-Trade shares fall after B of A analyst cries sell

Shares of E-Trade Financial fell more than 10% in opening trading Monday after analysts at Bank of America suggested clients sell the shares, saying the brokerage business is not strong enough to offset problems at the firm's bank.

Inzwischen sind sie schon 14% herunten. Das wäre die 1. grosse Brokerpleite. Die hatten ihre Finger auch in Hypothekenpapieren.


Neu 2007-12-02:

Erreicht die Krise jetzt Asien?

Telepolis: Subprime-Krise: Credit Crunch erreicht Asien

Die asiatische Wirtschaft darf nun beweisen, ob sie tatsächlich so stark ist, wie in Europa und den USA gehofft wird, während in den USA nun auch Kreditkarten- oder Leasing-Firmen in Not geraten
Während die führenden westlichen Finanzinstitute bislang schon Abschreibungen von mehr als 65 Milliarden USD auf ihre Bestände an strukturierten Finanzanlagen meldeten, hieß es bislang, dass immerhin bei asiatischen Geldhäusern dahingehend kaum relevante Engagements vorliegen würden. Tatsächlich hatte sich die asiatische Finanzszene eher auf den China-zentrierten Aktienmarkt konzentriert und die Probleme der amerikanischen und europäischen Geldhäuser lange beiseite geschoben.

Wegen der globalen Vernetzung betrifft es Alle!


Neu 2007-12-01:

Financial Armageddon:

Michael Panzner Blog: So Much for Being a Fear-Mongerer

While I did have a pretty good sense of economic and financial history and was able to see connections that others might have missed, at least at first glance, there was nothing proprietary about my methods or sources.

Yet there are plenty of people, in academia and on Wall Street, recognized as experts in their fields, with considerable experience in economics and finance and access to far greater resources than I ever had, who had absolutely no idea what was coming down the pike.

Dieser "Amateur" kann die Finanz-Zunkuft besser vorhersagen als all diese "Profis".

Neu 2007-11-30:

Sie wollen es nicht glauben (Leserzuschrift DE):

Laut Wirtschaftminister Klose heute
2% Wirtschaftswachstum in Deuitschland für 2008 Reduzierung der Inflationsrate und viel niedrigere Verschuldung der Regierung von 64 Mill.

Es sind scheinbar wirklich nur noch die Akademiker die das glauben. So unsere Erfahrung mit den Kollegen meines Ehemannes und unserem Bekanntenkreis.
Wir wurden in USA als schizoid und hätten nur eine negative Einstellung abgestempelt. Hier bekam ich gerade von meiner heiß geliebten Schwester (Grundschulleiterin-Ehemannn Dr.Wirtschaftsprüfer) das Buch "Anleitung zum Unglücklich sein" zum Geburtstag geschenkt.

Sprechen wir uns alle wieder in 12 Monaten!!!-- oder bereits Sommer 2008 und "compare notes".

Ja, in spätestens 12 Monaten werden sie die Krise glauben und Rettung suchen - die es dann nicht mehr gibt. "Dumber Money" = Akademiker.


Neu 2007-11-29:

Banken - die noch gehenden Toten:

Eric Sprott: Surreality Check. Dead Men Walkingmust read

Make no mistake. The credit markets are clearly and unambiguously saying that the game is
over. The music has stopped playing and anybody who is still dancing will undoubtedly slip on
the trash and fall flat on their face. There is nary a safe place to hide in the credit markets as all
paper that symbolizes debt and leverage is getting trashed. Save for ‘risk-free’ government
debt, almost all bonds are taking it on the chin as the perceived risk of default has exploded at
all levels – not least of all for the reason that supposed credit insurance and default swaps and
guarantees aren’t likely to be worth the paper they’re written on.

So what’s keeping stock markets up? Although the credit markets are saying that leverage is
now anathema, everybody is still stuck knee deep in it. In a world where the value of debt is
being put into question, what does that say about the value of equities, which are at the very
bottom of the financial pecking order? The stock markets need a surreality check. Connect the
dots and the evidence is overwhelming that the equity of many companies is at risk of being
wiped out. They are dead men walking. Like all dead men walking, their only hope is to wait for
a government reprieve… a stay of execution… or in this case, a Fed bailout.

Die Banken: wie zum Tode Verurteilte. Das Winzige was sie noch retten kann ist ein Aufschub ihrer Hinrichtung durch die Regierung - in diesem Fall ein Bailout durchd ie Zentralbanken. Wandelnde Tote.

[17:00] Realzinsen steigen aber - Euribor 4.7%:

FTD: Geldspritze der EZB hilft nicht

Die der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Geldmarkt nicht für Entspannung gesorgt. Die Banken in der Euro-Zone liehen sich bei der Notenbank Geld zu so hohen Sätzen wie seit April 2001 nicht mehr.

Im August und September konnte man damit die Zinsen noch auf 4% senken, jetzt nicht mehr.
Hier braut sich die "richtige Bankenkrise" zusammen.


Neu 2007-11-28:

SIV/Conduit-Troubles ohne Ende:

Handelsblatt: Zweckgesellschaften am Abgrund

Die Finanzkrise zieht weiter ihre Kreise: Noch immer schlummern in dreistelliger Milliardenhöhe Anlagen in außerbilanziellen Zweckgesellschaften. Experten zufolge steht diesen so genannten Structured Investment Vehicles, die die Finanzkrise wesentlich mit verursacht haben, das Schlimmste erst noch bevor.

In der Hoffnung auf eine Markterholung mag kaum einer die Verluste realisieren und als erster Vermögenswerte auf den zusammengebrochenen Markt werfen. Damit aber bleibt das reinigende Gewitter aus – während sich das Misstrauen verstärkt. "Es sind Milliarden von Assets irgendwo im Raum und keiner verkauft sie“, meint ein Brancheninsider, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen will. "Es wird kein Boden gefunden und damit gibt es weiter keinen Markt.“

Das heisst, sie wollen ihren CDO-Giftmüll in den Conduits immer noch nicht verkaufen um ihn nicht in den Bilanzen ab schreiben zu müssen.
So warten sie also wie der Kleinanleger bis zum Boden - und das sind Grossbanken.


Neu 2007-11-26:

Sie können nicht von den Derivaten lassen:

Bloomberg: Global Derivatives Market Expands to $516 Trillion

The market for derivatives grew at the fastest pace in at least nine years to $516 trillion in the first half of 2007, the Bank for International Settlements said.

Credit-default swaps, contracts designed to protect investors against default and used to speculate on credit quality, led the increase, expanding 49 percent to cover a notional $43 trillion of debt in the six months ended June 30, the BIS said in a report published late yesterday.

Gerade die CDS. Wer stellt in einem zusammenbrechenden Kreditmarkt immer noch mehr dieser Kreditversicherungen aus? Wahnsinnige!

Hier als Chart: http://www.jsmineset.com/cwsimages/Miscfiles/5503_derivativesgraph.pdf


Neu 2007-11-25:

Der "Himmel fällt" - jetzt überall:

Mike Whitney: A Generalized Meltdown of Financial Institutionsmust read!

The credit storm that began in the United States with subprime mortgages has spread to markets across the globe. In fact, the train has already crashed. What we're seeing now is the boxcars piling up on top of each other.

Note (Covered Bonds): This isn't mortgage-backed junk that's being sold, but highly liquid bonds that are usually easy to cash in. The ECBC's action is a sign of pure desperation and indicates that credit paralysis has infected the entire euro banking system.

No one has predicted the downward-spiral in the market more accurately than Nouriel Roubini. Roubini is a Professor at the Stern School of Business at New York University. His analysis appears regularly on his blogsite, Global EconoMonitor. Last week's prediction was particularly dire and is worth reprinting here:

"It is increasingly clear by now that a severe U.S. recession is inevitable in next few months...I now see the risk of a severe and worsening liquidity and credit crunch leading to a generalized meltdown of the financial system of a severity and magnitude like we have never observed before. In this extreme scenario whose likelihood is increasing we could see a generalized run on some banks; and runs on a couple of weaker (non-bank) broker dealers that may go bankrupt with severe and systemic ripple effects on a mass of highly leveraged derivative instruments that will lead to a seizure of the derivatives markets...

Looks like Chicken Little might have gotten it right this time; "The sky IS falling."

So, jetzt ist es überall: USA, Europa, Asien. Das Finanzsystem ist mitten im Zusammenbruch - in einer Stärke, die es noch nie gegeben hat.


Neu 2007-11-24:

Die Ökonomen wachen auf:

Spiegel: US-Ökonom warnt vor tiefer Weltwirtschaftskrise

Zahlungssausfälle, Pleiten, Zwangsvollstreckungen: In der US-Kreditkrise steht Bank-Prognosen zufolge das Schlimmste noch bevor. Der US-Ökonom Burda fürchtet gar eine "tiefgreifende Rezession", wie sie die Welt seit Jahrzehnten nicht erlitten hat.

Es hat eine Zeitlang gedauert, aber immerhin. Die Wiederholung der Depression der 1930er Jahre ist somit "fast offiziell". Ganz offiziell ist es erst, wenn es auch staatliche Stellen aussprechen - aber dann ist die Depression längst da.

PS: Der Spiegel bringt am Montag als Cover einen abstürzenden und brennenden Dollar-Papier-Flieger: Dollar-Absturz.


Neu 2007-11-23:

Die CDS-Krise in Europa:

FT: Banks bail out bond insurer CIFG

Caisse d'Epargne and Banque Populaire, two French mutual banks, have pledged to inject $1.5bn into CIFG, a bond insurer, to enable it to weather the collapse of the subprime mortgage debt market.

It is the most striking subprime-related episode so far seen in France, which had previously been spared the dramas taking place on the other side of the Rhine in Germany, where IKB and Sachsen LB had to be rescued after they failed to handle exposure to volatile credit markets.

Credit ratings agencies had warned that CIFG was at risk of losing its vital AAA ratings if it did not increase its capital cushion because of the worsening outlook for subprime debt losses.

Wie viele solche Rettungen können sie sich leisten? Ist das die Aufgabe von Sparkassen und Volksbanken (übersetzt)? oder machen die das zur eigenen "Rettung"?

Besonders unter diesem "Bomben-Hintergrund: Global Derivatives Market Expands to $516 Trillion


Neu 2007-11-22:

Die Pfandbriefe fallen in den Keller - Handel eingestellt:

FAZ: Große Nervosität an den Börsen
Zeitenwende: Vorübergehend geschlossen
Bloomberg: Europe Suspends Mortgage Bond Trading Between Banks
Mike Shedlock: European Interbank Covered Bond Trading Halted

Auch an den Anleihemärkten nahmen die Krisensymptome am Mittwoch zu. Aufgrund der wachsenden Risikoscheu kaufen die Anleger Bankanleihen nur noch zu deutlich niedrigeren Kursen - wenn überhaupt. Selbst für gedeckte Schuldverschreibungen (Covered Bonds), zu denen auch die besonders sicheren deutschen Pfandbriefe gehören, sind die Risikoprämien am Mittwoch stark gestiegen. Daraufhin musste unter anderem die britische Bank Allied Irish eine schon im Verkauf befindliche Anleiheemission absagen.

Banks including Barclays Capital, HSBC Holdings Plc and UniCredit SpA took the step as investors shun bank debt on concern lenders face more mortgage-related losses than the $50 billion disclosed. Abbey National Plc, the U.K. lender owned by Banco Santander SA, became the third financial company to cancel a sale of covered bonds in a week as investors demanded banks pay the highest interest premiums on covered bonds in five years.

``There's a crisis of confidence for everything but AAA government bonds,'' Arnd Stricker, a management board member at Corealcredit AG, the German commercial property lender owned by Lone Star Funds, said at a conference in Frankfurt. ``Covered bonds are being thrown in the same basket'' as mortgage securities, even though they are safer, he said.

Nichts ist jetzt offenbar mehr sicher, auch nicht die Pfandbriefe. Hier ist wahrscheinlich wie bisher der übliche Trick in Aktion, lieber den Handel einzustellen, als einen Zusammenbruch der Kurse öffentlich zu machen. Das hat in den USA bei den CDOs auch nicht richtig funktioniert.

Interessant, wer keine solchen Bonds mehr verkaufen konnte: britische und spanische Banken, die "Securitization" von deren Krediten ist damit tot, sie bringen sie jetzt nicht mehr weg.

Hier ist in Europa gerade das selbe Desaster unterwegs, wie früher in den USA mit den MBS und CDOs.

Die Aussage einer Vertrauenskrise in alles, was nicht eine AAA Staatsanleihe ist, ist signifikant.


Neu 2007-11-21:

Die Top-Meldung - Fannie & Freddie geht es an den Kragen:

FAZ: Kreditkrise: Massive Kursverluste bei Fannie und Freddie
FTD: US-Immobilienkrise - Retter in der Not

Was für ein Unterschied. Während sich die Börsen am Dienstag allgemein zumindest kurzfristig mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen von den Kursverlusten der vergangenen Tage und Wochen erholen, gerät die Aktie des amerikanischen Hypothekenfinanzierers Freddie Mac massiv unter die Räder.

Die musste von Montag auf Dienstag Kursverluste von bis zu 33 Prozent hinnehmen. Im Verlauf des Handels an der amerikanischen Börse liegt sie mit einem Minus von 24,2 Prozent zum Vortag bei 28,45 Dollar. Noch vor sechs Wochen war die Aktie knapp 64 Dollar Wert gewesen....

Die beiden Immobilienfinanzierer arbeiten im öffentlichen Förderauftrag, sie gehören allerdings privaten Aktionären. Es ist kein Wunder, dass beide nun ins Zentrum der amerikanischen Immobilien- und Kreditkrise rücken: Als Krisenopfer, die mit milliardenschweren Verlusten rechnen müssen - aber auch als mögliche Retter, die einen zusammenbrechenden Markt stabilisieren könnten. Wobei Letzteres nur denkbar sein wird, wenn sie finanzielle Unterstützung vom Fiskus erhalten.

Für solche Hilfen fehlt bisher noch die Grundlage, es gibt keine Staatsgarantien für die oft als "halbstaatlich" bezeichneten Hausfinanzierer. Doch es dürfte nicht mehr lange dauern, bis es in dieser Frage zum heiklen Schwur kommt.

Jetzt hat der "finanzielle Weltuntergang" wirklich begonnen.

Bis jetzt hat diese beiden Hypotheken-Institute mit allen Mittel hoch gehalten. Das Problem ist aber nicht deren Aktienabsturz, sondern die vielen MBS-Bonds die sie am weltweiten Markt haben. Wenn die auch abverkauft werden (wird bald kommen), dann war alles, was wir bisher gesehen haben "Peanuts".

Haben Fannie & Freddie jetzt eine Staatsgarantie oder nicht? vermutlich schon. Dann geht der USD endgültig in den Keller, wenn diese wirksam wird.

Dazu - US-Homebuilders sind jetzt "Junk" (baldiger Konkurs kommt): Not A Moment Too Soon: Nation's Largest Homebuilders Now Rated as "Junk"

CNN added that, last month, credit-rating agency Moody's downgraded the debt of three of the top four home builders: No. 1 Lennar, No. 2 Centex, and No. 4 Pulte Homes, to junk bond status.

Wie bekannt ist, können Junk-Bonds derzeit nicht mehr verkauft werden, also können sich diese Firmen nicht mehr refinanzieren.

Mit dem Absturz von Fannie & Freddie sowie dem Downgrading der Baulöwen ist die Katastrophe am US-Immo-Markt jetzt fast perfekt.
 

Die US-Rezession wird jetzt endlich diskutiert:

Telepolis: Wie schlimm wird es werden?

In der US-amerikanischen Öffentlichkeit werden längst Umfang und Dauer der kommenden Rezession diskutiert
Eigentlich sei die Rezession in den USA schon da, so die Einschätzung des Wirtschaftsreporters Leonhard Zehr in einem kürzlich publizierten Artikel. Der berühmte amerikanische Verbraucher, der mit seinem privaten Konsum einen Großteil der Nachfrage der US-Wirtschaft generiert, habe dies noch vor der Wall Street gemerkt, erklärte der seit den 70ern das Wirtschaftsgeschehen kommentierende Zehr. Die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie der Universität von Michigan zum Konsumentenvertrauen zitierend, musste dieser Veteran des Wirtschaftsjournalismus sein Gedächtnis doch arg strapazieren, um sich an ähnlich miese Werte erinnern zu können. So seien die Kaufabsichten für "größere Haushaltsgeräte" der amerikanischen Verbraucher im Jahresvergleich dramatisch zurückgegangen. Es gebe in der dreißigjährigen Geschichte dieser Statistik nur zwei Perioden, die einen ähnlichen Einbruch im Konsumverhalten aufweisen. Das sei im Oktober 2001 und im Oktober 1990 der Fall gewesen, als die amerikanische Ökonomie in eine Rezession schlitterte.

Jetzt ist es offenbar soweit, dass man die offiziellen Wachstumslügen nicht mehr glauben will. In der Realität sind die USA längst in der Rezession und im Übergang in die Depression. Europa folgt!


Neu 2007-11-20:

Und die FED pumpt wieder Unmengen Geld in das System:

Yahoo: Fed makes biggest temporary injection since '01

The Federal Reserve on Thursday pumped its biggest temporary daily infusion into the U.S. banking system since just after the September 11, 2001 attacks as short-term lending rates rose on both sides of the Atlantic.

Even though some news about bank write-downs from riskier investments was not as dismal as some investors had feared, underlying strains pushed overnight lending rates up in both the United States and Europe.

The Fed injected $47.25 billion in temporary reserves, its biggest combined daily infusion since September 19, 2001, to calm a rise in overnight interbank lending rates.

Mehr als zu jeder Zeit als nach 9/11, mehr als im August/September 2007. Das System ist wirklich an der Kippe.


Neu 2007-11-19:

[20:00] US-Investment-Banken und ihre Level 3 Lügen:

FinancialWeek: Banks in the frying pan

Based on the latest financial reports of the five biggest Wall Street firms, the value of their level three asset holdings relative to firm equity is the following:
-Morgan Stanley $88.2 billion, 250% of equity
-Lehman Brothers $34.7 billion, 160% of equity
-Bear Stearns $20.2 billion, 155% of equity
-Goldman Sachs $51 billion, 130% of equity
-Merrill Lynch $27.2 billion, 70% of equity.

Was sind diese "Assets" wert? 0%, 25%, 50% oder 75% des "fantasierten" und angegebenen Werts? Jedenfalls ist es meist mehr als das Eigenkapital. Und Verluste/Abschreibungen gehen bei Banken bekanntlich direkt in das Eigenkapital.
 

[20:30] Jetzt schon die "4 Trillion Dollar Bomb":

Siehe auch in der FAZ: Der lange Arm der Verbriefungen

Jetzt sind es schon 4 Trillions: Klare Worte von Wells Fargo und GS

"We have not seen a nationwide decline in housing like this since the Great Depression," Stumpf told those attending a Merrill Lynch & Co. (NYSE: MER) investment conference.

The Times reports that the credit crunch is so serious that it may force the US banking system to cut lending by as much as $4,000 billion, prompting a “substantial recession” in the US.

“The potential for an economic implosion and subsequent world recession is huge and could surpass the biggest financial crash in history of that of the Great Depression”.

2008 is set to be the darkest ever year in financial history according to Goldman Sachs

Zweifelt noch jemand daran, dass es eine Krise gibt?
Sogar der Primus, Goldman Sach sagt, dass 2008 das dunkelste Jahr in der finanziellen Geschichte sein wird.


Neu 2007-11-17:

Der "Primus" warnt auch schon:

Handelsblatt: Goldman-Sachs schürt Rezessionsangst
Spiegel: Das Ende des Go-Go-Wachstums

An den Märkten wächst die Sorge, dass Banken die Folgen der Finanzkrise noch lange nicht verdaut haben. Spekulationen über weitere Milliardenabschreibungen ließen Bankaktien zuletzt in Europa und in den USA in die Tiefe stürzen. Nun schürt eine Studie der Investmentbank Goldman-Sachs zusätzlich die Rezessionsangst. Von „dramatischen makroökonomischen Auswirkungen“ ist darin die Rede.

Also eine "substanzielle Verschlechterung". Erlaubt der frühere GS-Boss Hank Paulson überhaupt solche Aussagen?
Ist nicht gut für dessen PPT.


Neu 2007-11-14:

[21:00] Ausweitung der Krise:

 

Chris Laird: MONSTER WESTERN CREDIT CRISIS

The West (US,EU, Canada) is in the midst of a gigantic and spreading credit crisis that may well to lead it into a depression, if it is not fixed soon. So far, Central bank infusions (Over $1trillion worth in a few months since July!) have been the only thing that has stopped a massive bank liquidity crisis from shutting down commerce. But the damage to credit markets thus far is so huge, and worsening rapidly, that a very bad outcome seems assured.

Main source of credit now totally dead
What’s more, the source of most of the credit in the last 5 years, securitized credit, is literally disappearing. As that entire sector becomes discredited, the source of most of the money coming into the world’s bubble economies, securitized debt, is drying up.

As banks are forced to raise capital and stop lending, consumers find new credit hard to get or not available at all. The same goes for businesses. You then get system wide credit collapse, and the resultant collapse in economic growth. And if no recovery is made quickly, you get a depression. Not a recession, a depression, due to collapsing economic demand.

Dieser Autor sieht die Sache richtig: ein gigantischer Kreditkollaps in der gesamten westlichen Welt ist im Entstehen.


Neu 2007-11-13:

USA: Online-Broker gehen unter:

Jim Sinclair: In The News Today , Peace Of Mind Is Not In Internet Financial Entities , The Day Of Reckoning Is Approaching Quickly

Jim Sinclair’s Commentary:
My God, if this came to me I would immediately request a bank wire transfer of all my cash, close all my positions, take the money on settlement day by bank wire and run away - not walk. That is if I could. That writing sounds to me as if it was an announcement that they were broke.

I am not sure it is possible to add a clause after the fact once the contract is signed as it is. I imagine the account papers you have does not allow additional rules without your agreement and signature.

Dear Jim,
Here is a quote from my online broker's Changes to Operation of Account Agreement that recently arrived in the mail:

Execution of Instructions
“xxx wishes to clarify its obligations to execute instructions in respect of your account.
The xxx Operation of Account Agreement will be revised to following:

We may refuse to execute any instructions with respect to your account, including without limitation, any order for the purchase or sale of a security or for the deposit or withdrawal of security or money from your account, whenever we deem it necessary for our protection or for any other purpose and without any obligation to provide you with notice of any such refusal.”

Sincerely, GoldInvestor

Da kündigt ein solcher Broker seinen Kunden an, dass er nicht mehr rückzahlen will - ist offenbar bankrott. Ist es E-Trade? siehe auch hier.

November 15th is approaching quickly. It is this date where supposed real valuations, according to accounting standards, have to be made on value-less class 3 assets. Can you imagine they now call that crap class 3 assets rather than over the counter valueless specific performance credit and credit default garbage paper? That simply cannot be done without casing a disaster in major financial entities with major systemic destabilization.

This date of November 15th is a day when a nuclear accounting bomb will be dropped on Establishment Financial entities. This accounting requirement demands truth on the value of their structured products, also known as derivatives. One wonders if the accounting standards have any clue how terrible this situation is.

 

Ende der Emerging Markets Bubble?

Telegraph: Goldman alert over emerging markets

The bank said Brazil's real is now 28pc overvalued against the US dollar after rocketing over the past five years. Currencies are overvalued in India (22pc), Korea (32pc), Hungary (42pc), Poland (60pc) and Turkey (74pc).

"A particularly worrying feature is that net FDI [direct investment in plant] represents only about 25pc of net private flows into Emerging Europe, compared to 50pc in Latin America," it said.

"Many loans have been underwritten by hedge funds looking for higher yields. Clearly, another credit squeeze like the one we saw this summer could trigger a large reduction in these types of capital flows," it said.

Eine Menge Zerstörungspotential in Osteuropa und anderswo. Und viel davon wurde über den Yen-Carry-Trade finanziert, der jetzt zusammenbricht.


Neu 2007-11-12:

Die EZB ist schon wieder bereit einzugreifen:

FTD: EZB hält neue Geldspritzen bereit

Sie werden sie wohl bald verabreichen müssen, denn die Bankenkrise macht einen neuen Anlauf - die Insolvenzkrise.
Es sind zu viele Banken "SIV-Infiziert", auch in Europa.

[17:30] Übrigens, die US-M3 Geldmenge steigt derzeit um 18%/Jahr. Ben ist also voll mit der Bankenrettung beschäftigt.


Neu 2007-11-11:

Absturz ohne Fallschirm:

Mike Whitney: A Market Without Parachutes

America is finished, washed up, kaput. Foreign investors and central banks around the world have lost confidence in US markets and are headed for the exits. The dollar is sinking, the country is insolvent, and its leaders are barking mad. That’s bad for business. Investors are voting with their feet. They’ve had enough. Capital is flowing to China and the Far East in a torrent. It’s "sayonara" Manhattan and “Hello” Tiananmen Square.

Want some advice? Learn Mandarin.

Professor Nouriel Roubini summed it up like this:
“The amount of losses that financial institutions have already recognized - $20 billion – is just the very tip of the iceberg of much larger losses that will end up in the hundreds of billions of dollars….Calling this crisis a sub-prime meltdown is ludicrous as by now the contagion has seriously spread to near prime and prime mortgages…And it is spreading to every corner of the securitized financial system that is either frozen or on the way to freeze….The reality is that most financial institutions have barely started to recognize the lower “fair value” of their impaired securities….The credit crunch is getting worse and its financial and real fallout will be severe.” (Nouriel Roubini blog)

Wer glaubt, dass die Probleme weggehen...was wir bisher gesehen haben ist nur die Spitze des Eisberges. Und Amerika ist erledigt.


Neu 2007-11-10:

Weltweite Rezession:

FTD: Erste Rezessionszeichen in Deutschland

Es scheint ein ehernes Gesetz zu sein: Genau so, wie Aufschwünge am Anfang unterschätzt werden, werden sie am Ende überschätzt. Weiteres Thema in diesem Kapital: Henkel.

Das Dumme ist, dass die USA trotz ihrer grotesken Makrozahlen vermutlich bereits in der Rezession sind. Und das strahlt nicht nur auf Japan und Westeuropa aus. Mit Ausnahme von Polen, wo der OECD-Indikator indes nichts Gutes verheißt, sind die Geschäftsklimaindikatoren in großen Teilen Osteuropas gepurzelt. Ähnliches gilt für Südkorea und Taiwan. Unterdessen haben etliche Länder mit Immobilienblasen zu kämpfen und sind entsprechend durch die Kreditverknappung gefährdet. Dabei werden allein die USA, Großbritannien, Spanien und Australien heuer ein Leistungsbilanzdefizit von 1000 Mrd. $ aufweisen. Das entspricht 15 Prozent des Dollar-BIP der Bric-Länder, die 2007 übrigens einen Leistungsbilanzüberschuss von 440 Mrd. $ erzielen dürften.

Schau, jetzt merken es auch die "Wirtschaftsforscher". Und man nennt jetzt die US-Zahlen "grotesk".

Darf ich ein Geheimnis verraten? Wenn man die realen Inflationszahlen nimmt, dann sind die USA und die meisten Länder Europas in den letzten 6 Jahren gar nicht aus der Rezession herausgekommen. Dass das alles nur Bilanz- und Statistik-Kosmetik war, sieht man an den realen Arbeitslosen-Zahlen.

Wenn die das jetzt "Rezession" nennen, dann geht es wohl schon direkt in die Depression. Siehe Detroit & Umgebung - für alle, die eine Depression sehen wollen.


Neu 2007-11-09:

Hoppla: auch der Kunstmarkt bricht ein:

WIWO: Unter den Kunstsammlern geht die Angst um

Der Kunstmarkt steht unter Schock. Denn anders als viele in der Branche gehofft hatten, übersteht er die aktuelle Krise an den Finanzmärkten nicht unbeschadet. Die wichtigen Herbstauktionen für moderne und impressionistische Kunst bei Sotheby's in New York erzielten in den vergangenen Tagen nur 270 Millionen Dollar – deutlich weniger als die 355 Millionen, die das Auktionshaus erwartet hatte.

Hier sieht man deutlich, dass in Boomzeiten viele Kunstwerke auf Kredit gekauft werden (das war immer so). Viele Unternehmer unterscheiden hier nicht zwischen Firmen- und Privatgeld/Kredit. Am Ende liegen viele dieser Kunstwerke dann in Banktresoren - eingezogen.


Neu 2007-11-08:

[18:00] Von CEO-Prinzen und Experten:

Gary North: Two Kinds of Experts must read!

THE PRINCE PREVIOUSLY KNOWN AS CEO
"When the music stops, in terms of liquidity, things will be complicated. But as long as the music is playing, you've got to get up and dance. We're still dancing." – Charles Prince, CEO, Citigroup

There are real experts and there are Wall Street experts. I suggest that you learn to distinguish between the two.

The assurances about the subprime crisis being contained are not coming from real estate experts. They are coming from people who have built their careers and reputations as permanent bull market advocates. This means that they have built their careers on the Federal Reserve System's ability to sustain the stock market with fiat money. They did well under Greenspan. They will do much less well under Bernanke.

Dieser Prinz und einige andere tanzen nicht mehr, sie wurden entlassen. Sie hätten ihren Mist im Juni oder Juli verkaufen sollen.

Das sind keine realen Experten sondern Experten nur für eine bestimmte Umgebung - die ist jetzt weg.
Daher sollte man ihnen keinesfalls glauben, dass die Krise vorbei ist.


Guter Leserkommentar zur Bankenkrise:

Die 2. Phase der Finanzmarktkrise hat in der Tat begonnen und sie wird die 1. von August/September leider in den Schatten stellen.
Der kollabierende US-Immobilienmarkt wird in den nächsten Quartalen enorme Liquiditätsspritzen der US-Notenbank nötig machen. Gleichzeitig wird die Fed US-Staatsanleihen (die Chinesen und andere nicht mehr haben wollen) monetarisieren, um die Renditen niedrig zu halten.
Das System muß verhindern:
- einen Bondcrash
- einen Aktiencrash
- einen Creditcrash
- einen völligen Immobiliencrash
- einen Dollarcrash

1. Problem: US-Dollar
Es gibt nur ein Problem: Wenn Bond-, Aktien-, Credit- und Immobilienmärkte durch Notenbankmaßnahmen (Leitzinssenkungen und unkonventionelle Notenbankmaßnahmen
) gestützt werden, wird daraus eine gigantische Hypothek für den US-Dollar. Länder wie China müssen erkennen, daß der Grenznutzen des weiteren Aufbaus von Währungsreserven nicht nur abnimmt, sondern negativ wird. Genau in dieser Phase sind wir nunmehr.

2. Problem: Inflationierung führt zur Verarmung breiter Schichten Die Erzeugung von gewaltiger Liquidität wird in den kommenden 2 bis 3 Jahren zu gewaltigen Inflationsschüben in den USA führen. Damit wird die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinandergehen. Der Zusammenhalt der US-Gesellschaft ist bedroht. Schon jetzt besitzt das reichste eine Prozent der US-Bevölkerung mehr als 50 Prozent. Ein Wert, der in den letzten 200 Jahren nie erreicht wurde.

3. Problem: Vertrauensverlust des Geldes bis hin zur völligen Zerüttung in der Endphase Angesichts der gigantischen Dimensionen der Jahrhundertimmobilienblase und der Jahrhundertschuldenblase werden so gewaltige Summen bewegt werden müssen, daß der Weg in die Hyperinflation möglicherweise geebnet wird.

4. Problem: Aufruhr und Systemkrise
In einem derartigen Umfeld kann es leicht zur Erhebung breiter Volksschichten kommen. Die Systemfrage wird dann von immer mehr Menschen gestellt.

Physisches Gold und Silber ist die beste Versicherung gegen all diese Probleme.

Ein gehebeltes Investement ist weder in bezug auf Immobilien noch auf Edelmetalle zu empfehlen. Dies ist nicht die Zeit für Hasardeure!


Neu 2007-11-07:

Die Trilllion-Dollar Bombe in den Banken:

Independent: Markets fear banks have $1 trillion in toxic debt
Handelsblatt: Das "Eine-Billion-Dollar-Problem"

A new phase in the credit crunch, one of “$1 trillion losses” seems to be dawning. The crisis at Citigroup and renewed doubts about some of the world’s leading banks disquieted stock markets on both sides of the Atlantic yesterday, with the fractious mood set to continue.

 

Wie lange will man GM noch halten?`

Bloomberg: GM Probably Will Report Biggest-Ever Loss on $39 Billion Charge
Spiegel: General Motors muss 39 Milliarden Dollar abschreiben

The automaker attributed the charge to a ``three-year historical cumulative loss'' in the U.S., Canada and Germany, without elaborating. GM also cited the GMAC unit, which posted a $1.6 billion third-quarter loss on Nov. 1. GM sold 51 percent of GMAC last year to a group led by Cerberus Capital Management LP.

Eigentlich müssten die schon lange tot sein, sie werden aber vom US-PPT gehalten, denn ein Untergang würde die Realität der US-Wirtschaft sichtbar machen.
Wenn man GM untergehen lassen muss - ist das ein definitives Zeichen, dass das Spiel aus ist.


Neu 2007-11-06:

Ah, jetzt drohen plötzlich Verluste in "ungeahnter Höhe":

FTD: JP Morgan warnt vor Hypotheken-Verlusten in ungeahnter Höhe

Die Abschreibungen von an Hypotheken gekoppelten Wertpapieren könnten insgesamt bis zu 200 Mrd. $ erreichen, schätzt die Investmentbank JPMorgan. Noch gebe es keinen Überblick über das Gesamtausmaß.

Die Finanzwirtschaft habe mindestens 60 Mrd. $ Verluste noch nicht bekanntgegeben, sagte Christopher Flanagan, Analyst bei dem US-Institut JP Morgan, am Montag. Der Experte berief sich bei seinen Berechnungen auf ABX-Indizes, die auf Hypotheken für Wohnimmobilien basieren. Lediglich 30 bis 40 Mrd. $ Verluste im Zusammenhang mit Zahlungsausfällen von Schuldnern seien bisher in den Unternehmensberichten enthalten. Mindestens 100 Mrd. $ kämen wahrscheinlich noch von Finanzinstitutionen wie Banken, Hypothekenversicherern und Wertpapierhandelshäusern. 60 bis 70 Mrd. $ seien bisher nicht zuzuordnen.

Frage: warum warnt jetzt plötzlich das "Derivatenmonster" JPM? Weil es auch eigene "Monster-Verluste" hat?

[18:00] Jetzt sind wir schon bei einer Billion: Die Banken und das Eine-Billion-Dollar-Problem

Hier die Aufstellung eines Teil der CDOs, die Banken halten:

EW-Forum: Hier sind die CDO Holdings der meisten Banken


Neu 2007-11-05:

Die Kreditkrise bleibt da und verstärkt sich:

Handelsblatt: Massive Misstrauenswelle gegenüber Banken , Börsianer nehmen Finanzwerte in Sippenhaft

An den Finanzmärkten grassiert die Angst, Banken könnten die Folgen der Finanzkrise noch lange nicht verdaut haben. Spekulationen über weitere Milliardenabschreibungen lassen Bankaktien in Europa und den USA in die Tiefe stürzen – die Subprime-Krise hat einen zweiten Höhepunkt erreicht.

Achtung: die wirkliche Bankenkrise ist da - jetzt wird es ernst - Vertrauensverlust!

 

Paulson wird von seiner Vergangenheit eingeholt:

Bloomberg: Paulson's Focus on Subprime `Excesses' Shows His Goldman Gorged

Treasury Secretary Henry Paulson says the U.S. is examining the subprime mortgage crisis to ensure that ``yesterday's excesses'' aren't repeated. He could be talking about himself and his former firm, Goldman Sachs Group Inc.

Paulson, 61, doesn't mention that Goldman still has on the market some $13 billion of almost $37 billion in bonds backed by subprime loans or second mortgages that it created while he was chief executive officer. Those bonds have an average delinquency rate of almost 22 percent, higher than the average of other subprime bonds from the period, according to data compiled by Bloomberg.

Er selbst hat als CEO Goldman Sachs dort hineingetrieben. Jetzt sitzen auf diesen Papieren fest, die täglich an Wert verlieren.
Man sieht:; auch Hank Paulson und Goldman Sachs kocht(t)en nur mit gewöhnlichem "Subprime-Wasser".


Neu 2007-11-04:

Die CDS-Bombe geht bald hoch:

FAZ: Sorgen um die Anleihenversicherer

Eine exotische Form der Anleihenversicherung könnte die nächste versteckte Bombe sein, die für Erschütterungen auf den internationalen Kreditmärkte sorgen könnte. Das bislang eher unbekannte Unternehmen ACA Capital könnte die Explosion auslösen.

Die bisherigen Probleme mit CDOs und Conduits sind wirklich geringfügig, zu dem was mit dem Zusammenbruch der Credit Default Swaps und ähnlicher Derivate passieren wird - sehr bald!
 

Was Bank-CEOs sonst noch so machen: Golf, Bridge und Fondspleiten 


Neu 2007-11-02:

Jim Sinclair gibt bereits Empfehlungen zum Bau einer finanziellen Arche Noah:

jsmineset.com: In The News Today , Protecting your Financial Self

Ladies and Gentlemen, prepare to defend yourselves! The mountain of garbage paper, weapons of mass financial destruction known as OTC derivatives, is shaking very hard.

You haven't seen anything yet.

Before the Plunge Protection Team fails they will burn the US dollar by ordering the creation of whatever unprecedented level of liquidity is required. Gold is going to $1050 at which point a battle royal will take place and thence on to $1650. The dollar is history.

You have to build your own financial Noah's Arc. You might seem to those now holding your assets as nuts as people thought Noah was. When the OTC derivative meltdown accelerates, which it will, you will suffer the least.

Er wirkt inzwischen sehr nervös und fürchtet jederzeit einen Kollaps der Derivate. Nicht vergessen, er ist einer der Wenigen, die Derivate verstehen.
Auch meint er, dass die "nächste" Goldpreis-Korrektur erst bei $1050 sein wird.

Hier noch ein Nachschlag von ihm:

This is quite serious because the message is not Citicorp or Merrill, but another derivative soon to be tested and soon to fail: credit default derivatives.

These problems are immense with the potential of global financial destruction.

World Central Banks will in unison attempt to floor all financial markets with an unprecedented degree of liquidity.

Your first duty is to protect yourself and those who depend on you. No later than Monday certificate your investments. Move cash into very short-term treasury instruments. Take delivery of any coins you are storing at your coin dealer, screaming if it takes more than five days to get to you.

This is the real thing. The case study is the Weimar Republic. Change the name War Reparations to Over the Counter Derivatives of all types and kinds. In both cases the Central Bank and Banks will purposely expand liquidity at rates unheard of. It got out of hand in the Weimar case.

Die CDOs waren offenbar nur ein "Kinderspiel" zur jetzt beginnenden Implosion der CDS (Credit Default swaps) und ähnlicher Derivate.

Er meint, das ist jetzt die echte Krise - direkt vor uns. Rette sich wer kann.


Neu 2007-11-01:

Seine Crash-Warnung: Hedgefonds-Milliardär warnt vor US-Crash

Nach Ansicht des 65 Jahre alten Investmentgurus habe sich der US-Dollar längst in eine schwer beschädigte Leitwährung verwandelt. „Amerika schuldet der Welt 13 Billionen Dollar. Alle 15 Monate kommt eine weitere Billion dazu.“ Er könne sich deshalb überhaupt nicht vorstellen, warum irgendjemand sein Geld in eine Währung investieren wolle, die so sehr in ihrem Wert gemindert worden sei. Den Schuldigen lieferte Rogers gleich mit: US-Notenbankchef Ben Bernanke. Der begehe „schreckliche Fehler“, wenn er glaube, auf die jüngste Krise bei ungesicherten Hypotheken mit dem „Anwerfen der Notenpresse“ reagieren zu müssen, schimpfte der langjährige Wegbegleiter von George Soros.

Es sei ein Desaster, ansehen zu müssen, wie Bernanke versuche, seine „Freunde von der Wall Street“ wegen eines Kursverlustes von sechs Prozent mit Zinssenkungen „herauszuhauen,“ so Rogers: „Was will er machen, wenn der Markt eines Tages um 36 Prozent einbricht, wenn die Finanzmärkte eine richtige Krise erleben.“

Er ist jemand, der den Hausverstand noch nicht verloren hat.

 


 

Neu 2007-10-31:

Niemand weiss, was Kreditderivate wie CDOs wirklich wert sind:

Zeitenwende: UBS: Es muss spekuliert werden

Da es bis dato keinen Markt für einen grossen Teil der hypothekarisch gedeckten US-Anleihen gibt, weiss die Bank nicht, wie viel ihr Portfolio tatsächlich wert ist. Die bis jetzt bekannten Verluste beruhen auf Annahmen und es ist selbstverständlich auch nur eine Annahme resp. ein frommer Wunsch, dass die UBS im vierten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren wird.

Also alle Voraussagen auf "Besserung" sind nur "fromme Wünsche".

Hier noch mehr zu den CDOs: What do DAP and CDOs have in common?

Einfach gesagt: Mist-Bonds wie CDOs gehen steil hinunter, Rohstoffpreise gehen steil hoch.

Ein Detail aus dem Ambrose Evans-Pritchard Artikel von Gestern ABS/MBS in Europa:

Ambrose Evans-Pritchard: The sky has already fallen

Not to labour the point, but three-month Euribor rates are still at 62 basis points over the ECB’s 4pc rate. This amounts to a de facto half point rise since the crunch for all those in the euro-zone with floating mortgage rates – 98pc of the total in Spain, the biggest property bubble of them all.

Asset-backed security (ABS) issuance peaked at €78bn in March, fell to €52bn in July, €9.8bn in August, €5.6bn in September, and €2.5bn in October. It has died. Banks no longer dare to hawk the stuff of fear of a humiliating rebuff.

Die Ausgabe von solchen ABS bzw. MBS (Abgrenzung ist nicht ganz klar, siehe Glossar) ist von € 78 auf € 2.5 Mrd. pro Monat zusammengebrochen. Hauptausgeber waren spanische Banken und andere Bubble-Länder. Da kommt noch etwas Böses!


Neu 2007-10-30:

Die Banken und Kreditkrise geht wieder los:

Bloomberg: Libor Soars Most Since 1999; Banks Seek Year-End Cash , The risk of owning European corporate bonds rose

The cost of borrowing euros for two months rose the most in eight years as banks sought loans that will cover their commitments through to the start of next year.

The London interbank offered rate that banks charge each other for the loans climbed 28 basis points to 4.59 percent today, the British Bankers' Association said. It was the biggest one-day increase since Oct. 28, 1999, when it soared 54 basis points in the run-up to the new millennium on concern computer systems would crash at the turn of the year.

Es ist zwar eine gewisse Beruhigung am Interbanken- und Bond-Markt eingetreten aber ein Normalzustand ist seit August nicht mehr erreicht worden. Jetzt gibt es wieder eine Verschärfung. Bankenkrise II im Kommen, so wie es GEAB#18 vorausgesagt hat? sieht so aus!

Ist der Himmel schon gefallen?

Ambrose Evans-Pritchard: The sky has already fallen

If you are a bear, you must accept that you will always be wrong in polite society, and you will continue to be wrong all the way down to the bottom of recession. That is the cross that bears must bear.

Over the last three months we have seen a rolling collapse of speculative debt and real estate across half the global economy, yet friends still come over to my desk at the Telegraph, with that maddening look of commiseration on their faces, and jab: “so when is the sky going to fall then, eh”?

Well, excuse me. The sky has fallen. The median price of new homes in the US has crashed from a peak of $262,6000 in March to $238,000 in September. (Commerce Department). This is a 9pc drop nationwide.

Seiner Meinung nach ist der finanzielle Himmel schon heruntergefallen.


Neu 2007-10-29:

Der hohe Ölpreis spielt keine Rolle?

Welt: Der Ölpreis knackt die nächste Rekordmarke

Öl ist so teuer wie nie zuvor - in Asien hat der Ölpreis am Montagmorgen ein neues Rekordhoch erreicht, in den USA legte er ebenfalls zu. Das ist gut - für die deutsche Wirtschaft. Der Maschinenbau profitiert von Exporten in die Förderländer. Zudem verbrauchen deutsche Unternehmen nicht mehr so viel Energie wie früher. Das schützt vor einer Ölkrise.

Also alles Jubel, Trubel, Heiterkeit bei $93/bbl. Diese Journalisten müssen offenbar nicht tanken, heizen und essen. Und dass diese Ausgaben bei den "Normalmenschen" vor anderen Ausgaben kommen, fällt ihnen auch nicht auf. Das Ergebnis sieht man ja in den deshalb einbrechenden Branchen.

So macht man es nicht (Rationierungen): Hoher Ölpreis stoppt chinesische Autofahrer
 

Wenn man als Sündenbock "abgelöst" wird, bringt das ganz schön Geld:

Spiegel: 8,4 Milliarden Verlust - 175 Millionen Abfindung

Er war der mächtigste Schwarze an der Wall Street: Stan O'Neal, Vorstandschef von Merrill Lynch, einer der größten Investmentbanken der Welt. Doch durch die Subprime-Kreditkrise geriet auch sein Milliardenkonzern in dramatische Schieflage - jetzt ist O'Neal seinen Job los.

Eine Frechheit gegenüber den Aktionären. Aber das sogenannte "Compensation Commitee" im Board lässt ihresgleichen nur weich gepolstert fallen.
Manche nennen soetwas "Korruption".  


Neu 2007-10-28:

Die nächste Argentinienkrise - Bond-Crash:

Bloomberg: Argentine Debt Devastated by Data Suspicion, Election

The widespread suspicion that the government of President Nestor Kirchner has manipulated inflation data and the likelihood that his wife Cristina Fernandez de Kirchner will succeed him are transforming the Argentine bond market into a financial bloodbath.

Argentina's benchmark inflation-linked bonds have tumbled 24 percent this year, making the country's debt market the worst performer in the world, according to data compiled by JPMorgan Chase & Co. and Bloomberg.

Wie es aussieht, sind sie schon wieder bei der gleichen Verschuldung wie 2001 vor der Krise. Diesesmal glaubt man die gefälschten Inflationszahlen nicht mehr (etwas, das in den USA und Euroland auch noch kommen wird). Daher stürzen die Staatsanleihen ab.
 

Wenn die Kunden wüssten, was in ihren Finanzprodukten drinnen ist:

EW-Forum: Wenn die Kunden wüßten, was in ihren Riester-Rentenverträgen

Der Glaube, daß in Deutschland mit 80 Mrd (Summe aus West LB, Sachsen LB, LBBW, Bayern LB etc Conduits) Verlust die Sache gegessen wäre (also etwa 1000 EUR pro Bundesbürger), das wäre zu schön. Ich befürchte, daß eine weitaus größere Summe in Form von Lebensversicherungen und auch cash auf den Sparkonten, das für die Bank "arbeiten" muß, in die ABX geflossen ist.

Und kein Markt ist so attraktiv für die SIV-Strukturierer wie der japanische und deutsche, weil dort die Sparquoten so hoch sind und tatsächlich noch positiver Cashflow abgegriffen werden kann. Bei den bankrotten Amis mit ihrer negativen Sparquote ist nix mehr zu holen.

Es wird Zeit, die Mistgabeln auszupacken und nach downtown Manhattan zu fahren bzw. in die Hamptons, wo die Kollegen am Wochenende sitzen.

Bis jetzt hat man diese Fragen noch "hinausschieben" können. Aber der Beitrag riecht schon sehr stark nach "Day of Reckoning".


Neu 2007-10-27:

Die Krise geht und geht nicht weg:

Presse: USA: Milliardengrab Immobilien-Krise

Zwei Millionen Familien dürften ihr Haus verlieren. Die Weltwirtschaft wird auch von den Bränden in Kalifornien getroffen.

Trotzdem sind Experten wie Ex-Fed-Chef Alan Greenspan und Milliardär Warren Buffett optimistisch. Die USA stehe „vor einer langen Durststrecke“, sei aber nicht auf dem Weg in die Rezession.

Dieser idiotische Zweck-Optimismus - zur Beruhigung der Volksnerven - sprich Lügen bis zur letzten Sekunde.

Bill Buckler in seinem heutigen Gold this Week dazu:

But no matter how many of them one may care to list, they are ALL applicable (and how!) to the US today. And since neither US establishment figures nor politicians
nor Central or Commercial bankers nor investment houses nor "economists" want to address ANY of them, there is no foreseeable "solution" to the falling US Dollar.

That being the case, the age old remedy is being trotted out. If one doesn't want to take the steps necessary to fix a problem, one can ignore it and hope that it will go away. If that doesn't work, if the problem is causing ever more serious dislocations both outside and INSIDE one's own nation, one can try to deflect attention by pretending that it's not a problem at all. This is not an "optimum" solution as far as governments are concerned. The optimum solution is to create a diversion, and the favorite way to do that is to start a war. That's what the Bush Administration did in Iraq in 2003 when the US Dollar fall was getting underway. That's what they are considering doing now as their belligerance towards Iran grows seemingly by the day. But as yet, they have NOT actually started in on Iran. So they have to fall back on the inferior "solution".

Wall Street pundits, money center banks, the Fed, the Treasury, the US government itself - both the Administation AND the Congress, are all pretending that the diving Dollar presents no impediment to "business as usual". Behind them all, the US establishment is clinging desperately to this fiction because it is the wielding of the US Dollar as the world's reserve currency which is the ultimate foundation of their global power.

"If You Can't (Or Won't) Fix It - Pretend It Ain't Broke!"

Wenn man dir Ursachen einer Wirtschaftskrise nicht beheben will, dann bleiben einem Establishment 2 Möglichkeiten:
a) man sagt einfach, es gibt keine Krise (das machen nicht nur die Amerikaner)
b) man macht einen Krieg als Ablenkung

Im Moment bleibt ihnen offenbar nur die Methode a) (weniger wirkungsvoll)
 

Gute Analyse vom "Silberjungen" (Leserzuschrift):

Auch wenn die Menschen es weder hören noch glauben wollen: Wir werden in den nächsten Monaten eine dramatische Zuspitzung der Krise erleben. Wer sich in den angehängten Grafiken die Entwicklung des US-Häusermarkt-Frühindikators anschaut, die Baugenehmigungen, die Fixed Investment Residential Daten in % des BIP und vieles mehr, der muß es mit der Angst zu tun bekommen.
Und ist es nicht interessant: Während die Zahl der Baugenehmigungen und Fertigstellungen jeweils um 31 Prozent (nochmals: 31 Prozent) gesunken sind, ging die Beschäftigung im Wohnungsbau im selben Zeitraum um weniger als 5 Prozent zurück (siehe angehängte Grafik). Wer glaubt noch diese US-Zahlen? Selbst die Financial Times Deutschland weist in den letzten Tagen auf Widersprüchlichkeiten in den US-Statistiken hin. Sie haben völlig Recht damit...
Auch wenn die Leser dieser Zeilen es nicht hören und lesen wollen: Die große Systemkrise hat begonnen und allen aktuellen Beschwichtigungen zum Trotz, eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Ein Wirtschaftssystem, welches nur noch von Lügen und Manipulation lebt, verwirkt sein Existenzrecht. Worte, die die meisten Leser dieser Zeilen vielleicht völlig ablehnen, aber der Silberjunge schreibt sie trotzdem.

Seit 2002/2003 rät der Silberjunge zu Gold und Silber. Bereits das Jahr 2008 wird uns der Einführung von Devisen- und Kapitalverkehrskontrollen ein großes Stück näher bringen. Wer vor diesem Hintegrund noch immer auf Zertifikate und sonstige Papierforderungen etc. setzt bei Investments in Gold und Silber, dem ist nicht zu helfen. Morgan Stanley hat Verwahrkosten für Silber in Rechnung gestellt, obgleich es das Silber gar nicht gab. Zertifikate werden bei Bankenzusammenbrüchen nicht von den Sicherungseinrichtungen erfaßt!!!!!! Wer glaubt noch an die Ansprüche, die auf Papier stehen??????

Der Silberjunge hofft, daß die Leser dieser Zeilen das richtige Tun. Nicht aus Angst, nicht aus Panik... Krisen kommen und gehen wie Gewitter. Danach wird die Luft gereinigt sein. Aber eines sei deutlich gesagt: Wer die Augen jetzt nicht zum Sehen gebraucht, wird sie zum Weinen benötigen.

In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende! Und denken wir in bezug auf den Gold und Silberpreis immer daran: Fallen kann er, steigen muß er!!!!!!!!!!
--
Es grüßt der Silberjunge


Neu 2007-10-26:

Im Internet-Zeitalter heisst das: Weltwirtschaftskrise 2.0


Neu 2007-10-25:

Ganz wohl fühlen sich die Banker nicht:

BÜSO: Sparkassenchef Haasis: "Orientierung an Realwirtschaft kann auch für Banken kein Fehler sein."

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Heinrich Haasis sprach heute bei einem Mittelstandsfrühstück in Berlin klare Worte zur Lage an den Weltfinanzmärkten. Er sprach in seiner Präsentation bemerkenswert lange und im Detail über die Einlagensicherung bei der Sparkassengruppe und verglich diese mit derjenigen bei den Direktbanken. Bei den Sparkassen sei nämlich im Gegenteil zu diesen im Ausland ansässigen Direktbanken die gesamten Einlagen sowohl der privaten als auch der Gewerblichen Anleger zu 100% garantiert. Es schien vor dem Hintergrund der Finanzkrise auffällig, wie sehr er diesen Punkt unterstrich.

Während seines Vortrages gab er einen Abriss in die Entwicklung der Subprimekrise in den USA, und wie diese zu einer europäischen Krise wurden. Dabei betonte er wiederholt, dass diese keine Bankenkrise gewesen sei, und er hoffe, dass sie es auch nicht noch werde.

Da wollte er wohl Mittelständler mit seinen Lügen einkochen (wie den bekannten Frosch). Hier einige platte Lügen:
- eine 100% Garantie aller Einlagen
- es wäre keine Bankenkrise gewesen

Könnte mir vorstellen, dass solche Funktionäre solche Auftritte derzeit nicht gerne machen, aber sie machen müssen.


Neu 2007-10-24:

Wir haben noch nichts gesehen (We ain't seen nothing yet):

Aubie Baltin: A BLACK SWAN

SUDDENLY, the Bear Stern's Hedge Funds opened everyone's eyes to the realization that the "Emperor had no clothes." The FEAR GENIE was now out of the bottle as Risk was attempted to be re-priced virtually overnight and the world woke up to history's biggest liquidity crisis. Cutting, instead of raising rates by 50 basis points, has only served to reinforce the FEAR factor and accomplished the exact opposite of what the FED was trying to do and the world's central banks have had to pump over a $trillion into the banking system in order to avoid a complete financial system melt down. Mark my words "We ain't seen nothing yet." This weekend's meeting of Finance Ministers of IMF members accomplished absolutely nothing for the simple reason that either they don't know what to do OR if they do know, it is not politically palatable; so they continue doing the wrong but politically acceptable thing like cutting interest rates until it is too late.

Ja, die Bear Stearns Hedge-Fond Krise im Juni war der berühmte "Schwarze Schwan" da, den es eigentlich nicht geben sollte (zumindest die Finanz-Analysten glauben es so). Plötzlich war die Angst vor Kreditausfällen wieder da. Und auch die Kredit-Kaiser waren plötzlich nackt.
Wir haben noch (fast) nichts von dem gesehen, was noch kommen wird.

Das "System" blinkt rot - Mike Whitney: Paulson's $100 billion "Bankers Bankruptcy Fund" and the G-7 Fiasco


Neu 2007-10-23:

CDOs stellen Zinszahlungen ein:

CDOs shutting off payments - NY Times
Citing analysts and industry executives, the Times reports that collateralized debt obligations are starting to shut off interest payments to investors in riskier bonds as the credit rating firms downgrade the securities they own. The paper adds that the removal of this cash flow, which is mandated by quantitative formulas that vary by security, is expected to accelerate in the coming months, potentially forcing the investment banks, hedge funds, insurance companies and public pension funds that own the securities to take further write downs on subprime-mortgage debt. According to the Times, some bonds have seen their valuations decline from 70 cents on the dollar to essentially worthless overnight. The article goes on to note that Merrill Lynch,which wrote down $4.5B in mortgage-related debt in Q3, was far and away the largest issuer of collateralized debt obligations, underwriting $54B last year.

Damit bekommen sie ein D (Default) Rating. Aber die Banken werden sie immer noch als voll bewerten - mit ihrem "Mark to Fantasy".

 

Der nächste Credit-Crunch:

Telegraph: New credit crunch looms

Libor spreads in Europe's interbank market jumped to 64 basis points, roughly the level that set off the credit crisis last summer and prompted a liquidity rescue by the European Central Bank. The iTraxx Crossover index that measures spreads on corporate bonds has jumped 100 basis since last week to 364 yesterday.

Outgoing IMF chief Rodrigo Rato warned yesterday that the adjustment may be brutal. "An abrupt fall in the dollar could either be triggered by, or itself trigger, a loss of confidence in dollar assets," he said.

Falls jemand geglaubt hat, die Krise sei vorbei, so wird er jetzt eines Besseren belehrt. Jetzt wird es "BRUTAL".

Schon in den Rettungsbooten Gold & Silber?


Neu 2007-10-22:

FTD-Kommentar zum Super-Conduit:

FTD: Wolfgang Münchau: Von der Krise in die Katastrophe

Mit ihrem Rettungsfonds werden die US-Großbanken die Verwerfungen an den Finanzmärkten nur eines erreichen: sie werden sie verschlimmern.

Derzeit lässt sich recht gut beurteilen, wie sich die gegenwärtige Kreditkrise weiterentwickeln wird. Der amerikanische Staat greift jetzt mit all seinen Ressourcen den US-Banken unter die Arme - er forciert die Einrichtung eines Superfonds, der die Subprime-Krise lösen soll.

Das Ganze erinnert an ein Pyramidenspiel: Geht der eine Fonds pleite, wird ein neuer aufgelegt, um den alten zu retten. Wenn der dann vor der Pleite steht, wird der nächste Fonds aufgelegt.

Bis zum Wechsel des US-Präsidenten Anfang 2009 wird die Administration von George W. Bush alles unternehmen, um ihre Freunde an der Wall Street zu unterstützen. Der jetzt organisierte Fonds ist die Notrettung bis vor Kurzem steinreicher Banken. In diesen Skandal ist auch die US-Notenbank Fed verwickelt, die trotz offensichtlicher Inflationsgefahren die Zinsen gesenkt hat. Diese hektischen Aktionen signalisieren den Marktteilnehmern, dass das Risiko zumindest bis zu Bushs Abgang begrenzt ist.

Ich glaube aber nicht, dass sich dieses Vabanquespiel in der Zeit danach weiter aufrechterhalten lässt. Der Krug geht so lang zum Brunnen, bis er bricht.

Hier haben wir es: Gesichtwahren für George W. Bush und Hilfe für die Wall Street Firmen (und die Bonusse dort). Zumindest bis Anfang 2009 soll es funktionieren - wird es aber nicht.


Neu 2007-10-21:

Wer auf einen richtigen Börsen-Crash wartet, wartet möglicherweise vergebens:

Marc Faber: Dr. Doom warnt vor schleichendem Crash

Börsen-Guru Marc Faber sieht Geldwertverlust als Hauptgefahr für Anleger

In der gleichen Form wie damals vermutlich nicht. Bei einem Kurssturz von mehr als zehn Prozent würde höchstwahrscheinlich das Plunge Protection Team an der Wall Street intervenieren und den Markt kurzfristig stützen. Diese nie offiziell bestätigte Sondereinsatzgruppe ist von der US-Reagierung ins Leben gerufen worden und soll größere Einbrüche durch den Kauf von Aktien abfedern. Zudem dürfte dann auch die US-Notenbank Federal Reserve Liquiditätsspritzen in den Markt geben, wie sie es seit Alan Greenspans Zeiten immer getan hat.

Am meisten Sorge bereitet die immense Verschuldung in den USA, die sich inzwischen auf das Fünffache der gesamten Wirtschaftsleistung beläuft. Um dem ökonomischen Bankrott zu entgehen, haben die Amerikaner kaum eine andere Wahl, als ihre Währung abzuwerten.

Der Dow Jones kann sich in den nächsten Jahren vielleicht noch verdoppeln, aber in harter Währung machen Anleger dann trotzdem Verluste. Wobei zu bezweifeln ist, dass der Euro dann diese harte Währung sein wird. Denn die EZB und andere Notenbanken dürften der Fed auf ihrem Kurs des billigen Geldes folgen, und das bedeutet, dass auch Devisen wie der Euro an Wert verlieren. Ich sehe da die Gefahr eines Abwertungswettrennens.

Ich sehe da in erster Linie das Gold als Profiteur. Denn im Gegensatz zu Papierwährungen wie dem Dollar oder dem Euro lässt sich das Edelmetall nicht beliebig vermehren. Gold ist nach dem Anstieg der vergangenen Jahre zwar nicht mehr billig, aber es ist im Gegensatz zu vielen Aktien noch vernünftig bewertet. Wenn der Dow Jones auf 28 000 Zähler steigt, dürfte der Unzenpreis bei vielleicht 4000 Dollar stehen. In Gold gerechnet hätten US-Aktien dann unter dem Strich mehr als die Hälfte an Wert verloren.

Klingt ziemlich realistisch: Hyperinflation überall. Helicopter Ben kauft jetzt schon die abgestossenen US-Wertpapiere, damit die Zinsen nicht steigen und die Aktienkurse oben bleiben. Sarko will das selbe in Europa machen.


Neu 2007-10-20:

Wo war gestern das US-PPT?

Handelsblatt: Dow verliert fast 400 Punkte

Zum Jahrestag des Börsencrashs von 1987 haben die US-Aktienmärkte kräftige Kursverluste erlitten. Die Leitindizes gaben allesamt mehr als zwei Prozent nach. Der extrem schwache Dollar, der zeitweise auf über 90 Dollar je Barrel gestiegene Ölpreis und enttäuschende Quartalszahlen amerikanischer Großkonzerne drückten alle drei wichtigen Indizes mehr als zwei Prozent ins Minus.

Entweder hat das PPT geschlafen oder es konnte den Abwärtsdruck nicht aufhalten.
Auf jeden Fall sieht man, wie empfindlich die Situation ist. Eine schlechte Nachricht, und dann ....

 

ABS auch tot:

Handelsblatt: Verbriefungsmarkt trocknet aus

Den internationalen Großbanken bricht ein wichtigstes Refinanzierungsinstrument weg: die langfristige Geldbeschaffung über mit Forderungen besicherte Anleihen. Der Primärmarkt für die sogenannten Asset Backed Securities, kurz ABS, ist seit Mitte August praktisch tot – Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

In diesen ABS kann alles mögliche drinnen sein. Von Autokrediten über Home Equity Loans und Kreditkartenschulden bis zu Subprime-Krediten für Harley Davidson Motorräder (kein Witz, die werden/wurden so finanziert). Damit ist der US-Untergang endgültig besiegelt.


Neu 2007-10-19:

Wollte man deutsche Banken im Super-Conduit haben?

BÜSO: Super- Beteiligungsgesellschaft: deutsche Banken nicht dabei

Deutschland ist nicht gewillt, bei der Hysterie um die neue Super-Beteiligungsgesellschaft ins Feuer zu springen. Wie ein Bericht in der FAZ enthüllt, war US-Finanzsekretär Robert Kimmit letzte Woche in Deutschland und bemühte sich, deutsche Banken mit an Bord des von Paulson und Goldman Sachs betriebenen 'Master Liquidity Enhancement Conduit' zu bringen. Insider in deutschen Banken waren sich jedoch der Lage innerhalb der US-Banken bewußt und rochen wohl daher, daß die Hauptabsicht hinter Kimmits Besuch die war, deutsche Banken, die angeblich in einer besseren Lage sind, mit in die Super-Beteiligungsgesellschaft zu bringen, um sie zu stärken.


Neu 2007-10-18:

Wer crash in Europa früher UK oder Spanien?

Handelsblatt: Der nächste Crash kommt von der Insel

Die Briten und andere Europäer müssen sich auf eine Immobilienkrise nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten gefasst machen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte auf einigen Märkten des Kontinents ein ähnlicher Einbruch drohen, wie er derzeit die US-Wirtschaft erschüttert.

Großbritannien ist besonders anfällig für eine Korrektur, weil die britischen Verbraucher so hoch verschuldet sind, wie kein anderes Volk in Europa. 2006 überstieg die private Schuldenlast nach Angaben der Bank von England mit umgerechnet 1,35 Bill. Pfund erstmals das Bruttoinlandsprodukt. Im ersten Halbjahr 2007 kletterte die Zahl der Zwangsversteigerungen von privaten Immobilien auf der Insel auf 14 000, fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. Auch in den USA hatte die aktuelle Hypothekenkrise mit einem Anstieg der Zwangsversteigerungsverfahren begonnen.

Wir werden es bald wissen.

Weitere Crash-Kandidaten in Osteuropa:

Telegraph: Eastern Europe to reap its own subprime crisis

Those countries that rely most on foreign debt to fund their housing booms – often financing mortgages in euros, Swiss francs, or even Japanese yen – are already facing a buyers' strike.

Money market rates have rocketed and the cost of default insurance has yet to settle back after spiking in August.

"This could easily become Europe's subprime crisis," said Lars Christensen, Danske Bank's chief economist for Eastern Europe.

"The macro picture is deteriorating dramatically. On almost all indicators, the extremes are worse than during the East Asia crisis in 1997-1998. We have a story of over-leveraging and asset bubbles with massive excesses that are clearly unsustainable. Look at Latvia, where the current deficit has reached 30pc of GDP, and it is not much better in Bulgaria and Romania," he said.

"They could do this when easy money was on tap but that's not available any more after the global credit crunch. The situation is already turning quite serious. The money markets are basically not functioning in the Baltics," he said.

Da braut sich ein ordentlicher Sturm zusammen. Diese Bubbles platzen offenbar gleichzeitig mit der UK und der Spanien-Bubble.
30% Handelsbilanz-Defizit in Lettland, Rumänien, Bulgarien !!! Jede Menge Subprime-Kredite in EUR und CHF.
Das wird die österreichischen und deutschen Banken massiv treffen, die dort massivst Kredite hineingepumpt haben.

PS: Russland nicht vergessen, dort sind die Banken gerade im Untergang.

Mark Faber über das PPT:

Welt: Geheime US-Einheit verhindert Börsen-Crash

Haben die Chinesen auch ein PPT, das die Aktienkurse bis zur Olympiade hält?


Neu 2007-10-17:

Der Henker kommt für die Banken:

Mike Whitney: It's Time For The Banks To Face The Hangman

The financial system is at greater risk now than any time in the last 80 years. Regrettably, the only remedies coming from the Fed are more currency-destroying rate cuts or hundreds of billions of dollars in repos to remove mortgage-backed bonds from the banks’ balance sheets. Neither of these solutions addresses the critical issues; they do not stabilize the market, reinvigorate lending, or restore investor confidence. They are merely band aids on a sucking chest-wound. They won’t stop the bleeding.

“Financial globalization has rebounded on the system. Capitalist leaders boasted that the near total integration of financial markets across the globe would provide lenders and borrowers everywhere with instant access to a completely liquid money market. New types of financial securities and sophisticated derivatives would spread the risk of borrowing so widely that it would eliminate risk entirely. While economies were growing and bubbles inflating, it appeared that---through derivatives trading--- losses would be widely diffused among speculators, reducing risk to very low levels. Not even the most astute financial analysts could predict what would happen in the event of recession. The unanswerable question was: Who would ultimately bear the risks arising from widespread defaults or bankruptcies? The veteran investor, Warren Buffet, warned that derivatives would prove to be ‘weapons of mass destruction’.

The banks are being crushed by a debt-load they generated through “securitization”. They need to accept responsibility for their poor judgment (or greed?) and report their losses. The Super-Conduit is just a dodge to put off the unavoidable day of reckoning. The whole wretched plan should be scrapped. No amount of financial chicanery will eradicate billions of dollars in bad bets. It’s time for the banks to face the hangman.

Der Henker wartet schon am Bank-Eingang. Einige Banken sind ihm gerade noch einmal entkommen.
Die Warren Buffett Warnung von Derivaten als finanzielle Massenvernichtungswaffen wird wahr.
 

Der nächste Schock kommt - GEAB#18:

Indeed, after two months of massive financial infusions, after an aggressive rate drop by the Fed (-0,5%) and after a stop in ECB rate growth, the situation is not back to normal. Large financial institutions, namely US ones, are merely gaining time in the hope that the situation will improve (that’s for the most optimistic or naive of them) or more probably to organise the disappearing of their losses from their balance sheets by transferring them to other operators and by arranging that the entire profession participates in this sleight of hand. US banks are of course on the frontline on this case because it is their market which is vanishing. The newly created “pool” indicates that the next financial shock is coming soon, and that it will be even more violent that last August (our team anticipates it between November 2007 and February 2008).

Laut den Autoren zwischen November und Februar - schlimmer als der vom August bis jetzt.

Ausserdem sehen sie einen Aktiencrash ab dem 4. Quartal 2007 - Niedergang um 30..60% - trotz aller PPT-Massnahmen.

Hier noch etwas dazu: Financial Meltdown: The End of a 300 Year Ponzi Scheme


Neu 2007-10-16:

Der Super-Conduit - nur eine neue Verzögerungstaktik:

Mike Shedlock: Super SIVs - A Fraudulent Attempt at Concealment

If the WSJ is remotely close to accurate on the plan details, this Super-SIV bailout is nothing but a fraudulent attempt to allow banks and financial institutions to keep questionable assets off their balance sheets.

Also, die alte Methode weiterführen - um die SIV-Verluste nicht in die Bilanz aufnehmen zu müssen.

PS: An diesen SIVs sind auch die IKB und die SachsenLB gestolpert. Bei Citigroup ist das Problem aber viel grösser.


Neu 2007-10-15:

Ein neues Finanz-Vehikel - CCO:

BÜSO: Hedgefonds stürzen sich auf Rohstoffe

Wall Street und die City [of London] überschlagen sich dabei, in die Rohstoffmärkte zu kommen... Diejenigen, welche die US-Immobilienblase aufbaut haben, widmen ihre Finanzfingerfertigkeit dem in-die-Höhe-Treiben der Rohstoffpreise. Daher auch die Komplexität der neuesten Angebote bei Rohstoffen. Man kann in Kürze am Abendbrotstisch mit einer netten Inflationsbeilage rechnen!"

"Eine Armee von Experten für strukturierte Kredite studiert derartige Produkte wie Collateralized Commodity Obligations, CCOs, die an die Performance eines Portfolios gebunden sind, das auf Rohstoffen wie Edelmetallen oder auch Energiepreisen aufbaut, berichtet Reuters. Bei einem CCO wird eine Absicherung auf ein zugrundeliegendes Rohstoffportfolio an eine andere Partei verkauft: das nennt sich dann Trigger Swap Agreement. Um die dabei involvierten Schulden des Swaps zu finanzieren, verkauft der Emittent Papiere in der Größenordnung der verkauften Absicherung, so Fitch Ratings. Gewinne aus den Papieren dienen dann als Sicherheit für den Emittenten des Swaps, bis er ausläuft. Wenn das dann soweit ist, liquidiert der Emittent die verbleibenden Anlagen und gibt die Gewinne an die Besitzer der Papiere."

Die Rohstoff-Spekulation geht also offenbar erst richtig los.

Peter Grandich ruft zur "Alarmstation:

http://www.grandich.com/docs/alert_10-14-07.pdf

Besser kann man Battle Stations nicht übersetzen. Er hat eine ganze Liste von kritischen Entwicklungen.


Neu 2007-10-14:

Wird es in Spanien jetzt ernst?

BÜSO: Die geldgierigen Vampire gehen auf Spanien los

Spaniens große Banken ziehen inzwischen Streichhölzer, um zu entscheiden, wer den geldgierigen Vampiren geopfert werden soll und damit Spaniens ersten Opfer im Northern Rock Stil wird. Die Immobilienmärkte Spaniens, Großbritanniens und Irlands stehen alle vor dem Kollaps. Es fragt sich nur, wem sie zum Opfer fallen werden.
"Es kam zu einem kompletten Stillstand: Banken haben zu große Furcht davor, einander jetzt Geld zu leihen. Überall will man wissen, wer von den jüngsten Turbulenzen erschüttert wurde. Überall herrscht Argwohn", so ein spanischer Bankier. Angeblich warte jeder auf die Veröffentlichung der Statistiken des dritten Quartals, um zu sehen, wen es erwischt habe.

Zeit wird es. Auch in UK, IRL, FR, etc.


Neu 2007-10-13:

21:00: Sogar deutsche Pfandbriefe wurden von der Krise angesteckt:

FAZ: Pfandbriefmarkt: Hartnäckige Verunsicherung

Gleichwohl ist der Handel mit Pfandbriefen in schwieriges Fahrwasser geraten. Das Misstrauen der Banken untereinander hat auch ihn infiziert, obwohl Pfandbriefe durch eigens dafür reservierte Vermögenswerte - Staatskredite und Immobilienkredite - umfangreich besichert sind. So dürfen die zur Absicherung genutzten Kredite nur mit maximal 60 Prozent des Beleihungswertes, das ist etwa die Hälfte des Marktwertes der Immobilie, gezählt werden.

„Pfandbriefe konnte man zeitweise nicht handeln“

Alles, wo "Mortgage" drinnen ist, wurde offenbar suspekt. Obwohl die Pfandbriefe "besser" sind als US MBS/CDOs.
So geht es in einem "Credit-Crunch" zu.  


Neu 2007-10-12:

Die nächste Bombe geht hoch - US-Kreditkarten-Ausfälle:

BaltimoreSun: Credit card debt is ready to blow

The next bomb from this chain reaction of bailouts and blowups will be credit-card debt. Hardly anybody is talking about it yet, but banks and consumers are laying the ground for a wave of credit-card defaults, bankruptcies and asset write-offs for 2009 or so.

This can end only one way. The only question is how bad it will be.

Auch hier war das selbe Schema wie bei Hypotheken in Aktion:
- um mehr Marktanteile zu bekommen, wurden die Kreditstandards massiv gesenkt
- die Schulden wurden weltweit als ABS (Asset Backed Security) - wo ist das Asset? - verkauft, oft in CDOs gepackt

 

Spanische MBS - der nächste Krisenkandidat?

Welt: Kreditausfälle als erste Vorboten einer spanischen Hypothekenkrise

Die Ausfallraten bei spanischen Eigenheimdarlehen sind nach einer neuen Studie der Ratingagentur Fitch deutlich angestiegen. Wegen höherer Zinsen können immer spanische Grundeigentümer ihre Kredite nicht mehr bedienen. Dies könnte die Kreditklemme an den internationalen Gewerbeimmobilienmärkten weiter verschärfen. Wegen der US-Hypothekenkrise vergeben Banken bereits jetzt nur zögerlich und gegen hohe Risikoaufschläge Darlehen an Immobilieninvestoren.

Die spanischen Banken haben in den vergangenen fünf Jahren Eigenheimfinanzierungen von mehr als 105 Mrd. Euro als sogenannte Residential Mortgage Backed Securities (RMBS) verbrieft und über die internationalen Kapitalmärkte an Banken und Hedge Fonds verkauft. Bei einigen dieser RMBS-Produkte war die Ausfallrate Ende Juni auf bis zu 2,42 Prozent gestiegen, berichten die Fitch-Analysten. 2006 lag diese Ausfallquote teils unter 0,2 Prozent.

Wieder die üblichen Käufer dieser Kredite - Banken und Hedge Fonds. Irgendwann wird man erkennen, dass dieses Zeug auch "Subprime" ist. Die Ausfälle gehen also schon los. Aus den US-MBS nichts gelernt? Hat man daraus auch CDOs und ABCP gemacht?
 

Neuigkeiten aus dem "Frankfurter Bankenturm" - Teil 2 (Leserzuschrift):

Kommentare von W.Eichelburg dazwischen in Blau.

Nach aufschlussreichen Wochen seit meiner letzten Mail wieder einige Neuigkeiten aus dem "Frankfurter Bankenturm":

1. Seit Beginn der Vertrauenskrise werden in den Banken sämtliche Kreditlinien für den Interbankenhandel rigoros zusammengestrichen. Bemerkenswert dabei ist, dass v.a. bei den ersten Adressen der französischen Großbanken die Kreditlinien auf ein Viertel zurückgefahren wurden. Frage: Kündigt sich da das nächste Problem an? Ist Sarkozy deshalb so am 'rotieren'?

Das 2. Desaster in Euro-Land nach Spanien zeichnet sich also ab.

2. In den Banken wurde damit angefangen, die nicht mehr verlängerbaren CP´s u.s.w in die eigenen Bücher zu übernehmen. Die am längsten laufenden "Subprime-Kredite" in den CP`s laufen deutlich über das Jahr 2040 hinaus!! Da sind Restlaufzeiten von über 40 Jahren bei Immobilienfinanzierungen keine Seltenheit.

Sprich, sie schlucken die ABCP-Verluste derzeit selbst - halten sie es 40 Jahre aus? sicher nicht!

3. Der neueste Trend, der die Vorstände begeistert ist der Forderungsankauf von "Subprime"-Forderungen jeglicher Art weit unter pari ("Aasgeier"- Fonds).
Erste Projekte sind bereits in der Endphase (haben intern höchste Priorität). Hat da keiner was gelernt???

Wieder läuft die ganze Herde in die selbe Richtung - diesesmal Verschleierung der Verluste.

4. Beobachten Sie dieses Jahr mal besonders genau die Jahresabschlüsse der Banken! Es wird zwar versucht zu verstecken, was zu verstecken geht - aber einiges wird den kundigen Leser einer Bilanz doch sehr verwundern........ (Anmerkung: Achten Sie auch genau darauf, welche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ihr Testat darunter setzt!!!!!!!! Vergleichen Sie - sofern möglich - die HGB- mit den IFRS-Zahlen)

5. Den Handelsblatt-Bericht von gestern bzgl. Goldkauf in Ffm. (lange Wartezeiten, Bauarbeiter in der Warteschlange) kann ich bestätigen. Die gängigen Münzen/Barren sind bei den meisten Händlern aber noch verfügbar.

6. Am schwarzen Brett in der Bank stand letztens ein Aushang:
"Goldmünzen zu verkaufen". Der Verkäufer sagte: Gold ist schön gestiegen - ich brauche die Münzen nicht.

Die haben keine Ahnung von Werten und von der Zukunft.

7. Am Rande: sehr bemerkenswert finde ich die Entscheidung unserer IT- Administration: Blackberrys sind ab sofort verboten!! (ein Schelm, der Böses dabei
denkt.....)

Wieder eine Mode-Erscheinung - und die Herde läuft mit.

Machen Sie mit Ihrer Webseite weiter so!

Vielen Dank für diesen Insider-Bericht. Es könnten mehr davon kommen - auch aus anderen "Türmen"!
 

Der Krisen-Fallout - Pleitewelle kommt:

Handelsblatt: Die Pleitewelle steht bevor

Weil Banken Kredite vorsichtiger vergeben, um ihr Pulver trocken zu halten, wird die Kreditkrise nach Einschätzung von Experten zu einer Zunahme von Firmenpleiten in Deutschland führen. Treffen dürfte es vor allem Firmen, die von Private-Equity-Fonds übernommen wurden - allzuoft waren solche Deals nämlich „Schönwettermodelle“.

Mit einem toten Junk-Bond Markt muss diese Pleitewelle kommen.


Neu 2007-10-11:

AAA Rating = Alles Abgefeimte Attrappen:

Focus: Ein Fressen für die Geier des Geldgewerbes

Geldmarktfonds sind super sicher und vermehren die Ersparnisse der Anleger? Ein Irrtum – viele dieser Modefonds haben gerade Milliarden versenkt.

Was „AAA“ wirklich heißt:
Da mochten auch die hoch bezahlten Manager vieler Geldmarkt-Fonds nicht beiseite stehen – es war ja nicht ihr Geld. Anleger die besorgt nachfragten, wurden ruhig gestellt: Man investiere doch nur in Zinspapiere mit sicherem jährlichen Zins (Kupon), die von Rating-Agenturen mit der Höchst-Note „AAA“ ausgezeichnet wurden. Und dieses „AAA“ stehe schließlich für super solide. Schade nur, dass auch die Rating-Agenturen ins Kupon-Klo gegriffen hatten und dass bei vielen hoch gelobten Finanzprodukten das „AAA“ eher für „Alles Abgefeimte Attrappen“ stand – oder auch volkstümlich für: „Alles am A ...“

Kein Wunder, wenn man weiss, was da drinnen war: US-Subprime-CDOs --> Conduits --> ABCP --> Geldmarktfond
Attrappen der Sicherheit waren diese Fonds wirklich.

 

Was Sie immer über CDOs wissen wollten:

FAZ: Die Risikostreuung entpuppt sich als Pferdefuß

Sehr gute Beschreibung dieses Kredit-Derivates. Die Dinge sind so kompliziert, dass sich fast niemand auskennt. Was sind etwa "heroische Ausnahmen"?
Diese Komplexität führt derzeit zu massiver Unsicherheit und Ablehnung.


Neu 2007-10-10:

Der Credit-Crunch als Chart:

Zeit: Insel der Seligen

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte: Die Kreditumfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hat ihn erbracht. Die Vertrauenskrise unter den Banken greift immer stärker auf die Realwirtschaft über. Es ist der größte Swing in Richtung restriktiv, seit die vierteljährliche Umfrage Anfang 2003 vom Eurosystem gestartet worden ist. Es kommt noch schlimmer, das zumindest erwarten die Banken. Im nächsten Quartal werde die Kreditvergabe noch strenger gehandhabt. Auffallend ist, wie gut Deutschland weg kommt. Hier scheinen paradiesische Zustände zu herrschen.

So paradiesisch sind die Zustände in Deutschland auch nicht, aber andere haben die Kreditbremse bereits stärker angezogen.
Nicht vergessen: der Junk-Bond Markt ist tot, daher werden auch keine "Junk-Kredite" vergeben.

Interessant wird es erst, wenn aus diesem Grund die Firmenpleiten zunehmen.


Neu 2007-10-09:

Commercial Paper - schrumpft weiter gewaltig:

Dottore im Elliot Wave Forum: 346 Mrd Dollar - weg

hier noch die Zahlen (alle CP):

Am 25. Juli: 2.224 Mrd USD (2,2 Billionen)

Am 3. Oktober: 1.859 Mrd USD (1,9 Billionen)

In 10 Wochen sind also 346 Mrd USD verschwunden (wurden nicht [neu] aufgelegt oder konnten nicht aufgelegt werden, usw., usw.).

Das ist ein Novum, weil sich bei sämtlichen sonstigen "Korrekturen" (von Katrina bis zum China-Plumps in diesem Frühjahr) die CP nicht entkoppelt, sondern immer wieder ihren alten Aufwärtstrend fortgesetzt hatten.

Grund: das "Asset Backed CP" wird nicht mehr verlängert, denn dieses wird/wurde aus Subprime-CDOs "gewonnen".
Die Krise hat also erst begonnen.


Neu 2007-10-08:

US Grossbanken haben offenbar Probleme:

Handelsblatt: US-Großbanken drohen Milliardenabschreibungen

Nach anderen Branchengrößen wird die Kreditkrise wahrscheinlich auch den US-Finanzinstituten JP Morgan Chase und Bank of America mit Milliardenbelastungen zusetzen. Besonders bemerkbar machen sich Neubewertungen bei Kreditzusagen für Großübernahmen. Wie sehr es die beiden Banken trifft.

Doch nicht alles so "repariert"?


Neu 2007-10-06:

Der wahre Umfang des Northern Rock Desasters:

Independant: Northern Rock's borrowing from Bank passes £10bn

Northern Rock has taken its borrowing from the Bank of England above £10bn, it emerged last night, with the bank hiring the American giant Citigroup to help find a market solution to its funding crisis.

"If these figures are right, Northern Rock's loan is more than five times the Bank's capital, which would be seen as incautious if it were a bank in the private sector," Mr Ward said. "Obviously the Treasury stands behind the Bank of England but in terms of perception it would be better to have a larger cushion."

Die von der Bank of England zur Verfügung gestellten Summen sind 5 mal so hoch wie das Eigenkapital. Der britische Staat wird diese Verluste am Ende übernehmen müssen, wenn die Bank regulär (ohne Verlust für die Anleger) verkauft werden soll. Kaum ein Käufer wird diese Verluste mit übernehmen wollen. Das zeigt auch das Beispiel der untergegangenen US-Netbank, wo der Käufer nur die einlagengesicherten (d.h. staatlich garantierten) Einlagen übernimmt.

Jetzt braucht man sich nur vorzustellen, Barclays oder eine andere UK-Grossbank geht unter. Wollen Brown & Darling dann auch alle Einlagen staatlich garantieren?
 

Der "Permanent-Bulle" muss auch Verluste eingestehen:

Handelsblatt: Merrill Lynch schreibt Milliarden ab

Jetzt macht auch Merrill Lynch einen Schnitt: Die US-Investmentbank hat die Märkte wegen der Probleme an den Finanzmärkten auf massive Abschreibungen vorbereitet, die einen Verlust im dritten Quartal nach sich ziehen. Allerdings übersteigen die Abschreibungen die anderer Banken bei weitem.

Die Frage ist: wie hoch sind die realen Verluste mit CDO & co. Banken sind Meister beim Verschleiern von Verlusten.

Und wie üblich müssen einige Manager als Sündenböcke gehen. Im Boom kann man in diesen Häusern nur mit exzessiver Kreditausweitung aufsteigen, im Crash zittern dann alle um ihre Jobs und Bonusse. Damit wird der Kreditzyklus nur weiter verstärkt.


Neu 2007-10-04:

Die Titanic im Geldsumpf:

Roland Baader: Die Welt ertrinkt im Geldsumpf

Die Säulen des Weltfinanzsystems wanken. Der babylonische Turm droht einzustürzen - mit unabsehbaren Folgen. Das Gefahrenpotential der aktuellen Ereignisse mag man schon an einer einzigen Aktion erahnen: Mitte August haben die wichtigsten Zentralbanken der Welt den Banken innerhalb von nur zwei Tagen dreihundert Milliarden Dollar an zusätzlicher Liquidität zur Verfügung gestellt.

Die Titanic geht unter - trotz aller Rettungsversuche.


Neu 2007-10-03:

Es ist Zeit, über die Weimarer Hyperinflation nachzulesen:

Jim Sinclair: Confused By The Bull Stock Market? You Shouldn't Be , In The News Today

Are you confused about the stock market? Don't be. Welcome to the modern day Weimar Republic. Today world central banks are starting the coordinated action to flood the world with liquidity. France and Euroland Central Banks are leaking to financial media that they are going to reverse course and follow Bernanke's supposed lead in providing liberal liquidity. We have anticipated this event with warnings from me concerning potential bullishness in equities due to the Weimar Case Study. Please study it.

The Weimar Republic is without any doubt the case to study for this scenario. An internationally coordinated flood of liquidity is starting right now and the smart equity guys know what it means. The dollar is going down-down-down. Gold will roar

The central banks have no choice but to coordinate a "Global B-52 Saturation Bombing of International Liquidity

Willkommen in der weltweiten "Weimarer Republik" des 21. Jahrhunderts.

Jim Sinclair ist wirklich ein exzellenter Kenner des Systems und er empfiehlt die Weimarer Hyperinflation als Beispiel für heute.
Die Sprache ist allerdings etwas "amerikanisch": Global B-52 Saturation Bombing - trifft aber genau den Kern - was derzeit gemacht wird.

Das macht die Sache etwas einfacher für uns, oder?

Und noch etwas: genau wie 1922/23 merkt fast niemand, was wirklich geschieht.


Neu 2007-10-01:

Erster europäischer Primary-Dealer von Verlusten "gebissen":

Bluewin: Milliardenabschreibungen bei UBS wegen Kreditkrise
FTD: US-Krise vernichtet Milliarden bei UBS

Die US-Hypothekarkrise hat die UBS eiskalt erwischt. Die Grossbank muss Milliarden abschreiben und rechnet für das dritte Quartal mit einem Verlust von bis zu 800 Mio. Franken. Es ist der erste Quartalsverlust seit neun Jahren. Das hat personelle Konsequenzen.

Leserzuschrift (aus Radio DRS): UBS Schweiz 3-4 Milliarden Verlust

Wie immer wird auch hier gelogen, dass sich die Balken biegen.
Die US-Kollegen haben offenbar noch mehr Bilanztricks auf Lager.

Nr.2 - Citigroup: Citigroup und UBS schockieren die Märkte
 

Die Ökonomen wachen auf:

Handelsblatt: Warum die Krise gerade erst begonnen hat

Die Probleme mit US-Hypotheken schlechter Bonität sind nach Auffassung der renommierten US-Ökonomin Gail D. Fosler nur der Anfang einer langen Finanzmarktkrise. Die Chefvolkswirtin des Conference Board, eines der weltweit wichtigsten Wirtschaftsforschungsinstitute, erklärt, warum der gesamte Finanzsektor über die kommenden Jahre hinweg schrumpfen wird. Ein Gastkommentar.

Genauer gesagt, einige wenige sind aufgewacht. Der Rest ist immer noch in der "Bubble".
Ebenso werden sie am Tiefpunkt (wann immer dieser kommt) die Drehung nicht erkennen. Solche Dinge bleiben Investoren vorbehalten.

Eigentlich sollte diese Zunft die Eintwicklung ein Jahr vorhersagen.
 

Zustand im Finanzsystem derzeit "gespalten":

Telegraph: US housing market in freefall dive

Sales of new homes in the US plunged in August at the fastest rate since modern records began, prompting fears the economy is sliding into a full-blown recession.

In Frankfurt, the European Central Bank yesterday lent €3.9bn at its 5pc penalty rate, the highest volume of lending at this window in three years.

There was widespread speculation on trading floors that a Spanish bank with exposure to the country's housing bubble was running into trouble. The need for any lender to raise money on this scale at such a cost suggests that the eurozone's interbank system is still under stress.

Bernard Connolly, global strategist at Banque AIG, said the commercial paper market was splitting in two, with conduits shut out of the market. Fire sales of assets have not yet begun, so the real value of the distressed assets remains unclear. "Even if the liquidity crisis is easing, the credit crisis has hardly begun," he said.

Mr Schuler said the spreads on the iTraxx Crossover index measuring appetite for corporate bonds had fallen sharply after ballooning to record levels during the summer panic. "We've regained three quarters," he said.

Also:
- Der Markt für Firmenanleihen (Corporate Bonds - Investment Grade) erholt sich
- Das Commercial Paper aus den Conduits ist tot, das "normale" erholt sich
- Einige Banken in Europa haben enorme Probleme
- Die spanischen Banken (zumindest eine) kommen jetzt in Probleme
- die Liquditätskrise ist jetzt kleiner, dafür kommt die Kreditkrise (und die Derivatenkrise)
 

Wie Hank Paulson die Bankenkrise bekämpft - mit Dow-Doping:

Handelsblatt: Dow Jones erreicht neues Allzeithoch

An den US-Börsen herrscht am Montagmittag (Ortszeit) Rekordlaune: Der Dow-Jones-Index ist deutlich über die Marke von 14 000 Punkten auf ein neues Allzeithoch gestiegen, das aktuell bei 14 056 Punkten liegt. Gestützt haben Konjunkturdaten sowie die zwar schlechten, aber als klärend empfundenen Nachrichten aus dem Bankensektor von der Citigroup.

Der Dow hat heute eine ordentliche Dosis Rauschgift vom PPT bekommen - vermutlich um den Eindtruck der Bankenkrise zu verwischen.
Nicht täuschen lassen, so geht in der Hyperinflation (der vermutliche Kurs ab jetzt) zu. Daher Vorsicht mit Puts/Shorting.


Neu 2007-09-29:

Jetzt ist Europa dran - Immobilienkrise:

BÜSO: Hypothekenkrise in den USA? Ganz Europa wird folgen!

Die Finanzfirma von Morgan Stanley hat gerade einen Bericht veröffentlicht, in dem sie warnt, dass die US-Hypothekenkrise nur der Vorbote eines größeren Zusammenbruchs des gesamten europäischen Hypothekenmarktes ist. Dies berichtete heute die Financial Times Deutschland. Belgien, Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Schweden und Spanien haben seit 1997 enorme Wertsteigerungen im Immobilienbereich erlebt. Dies ist im Vergleich zum Bevölkerungswachstum, Einkommensverhältnissen und Kapitalkosten sogar noch verzerrter als die Situation in den USA.
In Belgien, Irland und in den skandinavischen Ländern gibt es hohe Steigerungen bei Zwangsräumungen von Wohnungen und Häusern. In Spanien und Großbritannien spricht man davon, dass die Blase platzt.

Auch unsere Bubbles kommen an die Reihe und damit auch der Euro.


Neu 2007-09-28: 

Doug Casey und seine "Greater Depression":

THE GREATER DEPRESSION Update


Neu 2007-09-27:

Bisher nur ein Krisen-Vorspiel - EU-Immobilien:

FTD: Die US-Krise ist nur ein Vorspiel

Die gegenwärtige US-Eigenheimkrise könnte sich als laue Brise erweisen im Vergleich zu dem Sturm, der sich gerade über einigen europäischen Wohnimmobilienmärkten zusammenbraut. Ein weiterer Preiseinbruch bahnt sich bereits an.

Besonders kritisch sei die Lage in Spanien, meint Thomas Beyerle, Chefresearcher der Allianz-Immobilientochter Degi. "Hier hat die Spekulationsblase dramatische Ausmaße angenommen." Mehr als 15 Prozent aller Eigenheime und Eigentumswohnungen in Spanien stehen nach einer Studie der Uno-Wohnungsbeauftragten Miloon Kothari derzeit leer, weil Projektentwickler weit über Bedarf gebaut haben. Um bis zu 20 Prozent haben Verkäufer spanischer Immobilien ihre Preisforderungen seit Jahresbeginn reduziert - und dennoch kaum ein Haus losgeschlagen. "Immer mehr Makler schließen ihre Büros, weil es keine Nachfrage mehr gibt", berichtet Manuel Romera, Professor am Institut für Immobilienwirtschaft der Business School Instituto de Empresa in Madrid.

Da braut sich wirklich einiges zusammen. Und zwar so viel, dass inzwischen sogar die "Experten" aufwachen und warnen.
20% geringere Preise in Spanien und trotzdem kaum Käufer. Wann kollabiert dort die 1. Bank?

Vorsicht: wenn die spanischen Banken implodieren, bekommt auch der Euro einen mächtigen Schlag (nach unten)!

Etwas zur Vermögensrettung - wird wieder aktuell:

Hamer: Wie sichere ich mein Vermögen und Unternehmen?


Neu 2007-09-26:

US-Autohersteller mit höherem Rating?

Handelsblatt: S&P überprüft Ratings von Chrysler und Ford

Von der vorläufigen Tarifeinigung bei General Motors könnten auch die Bonitätseinstufungen von Chrysler und Ford profitieren. Die Agentur Standard & Poor's Ratings Services (S&P) setzte mehrere Ratings der US-Autobauer mit positiven Vorzeichen auf die Beobachtungsliste.

Der Wall Street Inzest in voller Aktion. Die Absatzzahlen gehen weiter zurück. Offenbar will man das künstliche Leben von Ford & co. noch weiter verlängern.


Neu 2007-09-25:

Die Durchhalte-Parolen klingen jetzt anderes:

Presse: IWF-Chef: "Ganze Wucht der Kreditkrise erst 2008

IWF-Chef Rodrigo Rato sieht keine schnelle Lösung in der Kreditmarkt-Krise. Die schlimmsten Auswirkungen erwartet er in den USA.

"Die Krise hat auch Auswirkungen auf die Realwirtschaft, die 2008 noch stärker spürbar werden und besonders in den USA an Intensität gewinnen", sagte der Chef des Internationalen Währungsfonds, Rdrigo Rato, am Montag in Madrid. Die schlimmsten Auswirkungen erwartet er in den USA.

Da war doch vor Kurzem noch "fast nichts", und jetzt? 
 

Spanischer Baulöwe in Not:

FT: Real estate group is first Spanish victim

The international credit squeeze claimed its first victim in Spain yesterday as Llanera, a Valencian real estate group, admitted it was in emergency talks with its creditor banks in an attempt to stave off bankruptcy.

A spokesman for the company told the Financial Times it was seeking to renegotiate €300m ($419bn, £209bn) in debt owed to suppliers and local savings banks in Valencia - a popular holiday destination for north Europeans.

"We have a liquidity crisis and we are talking to our banks in order to avoid filing for protection from creditors," Llanera said yesterday. The company blamed a slowdown in the Spanish property market for its predicament. Banks are under increasing pressure to tighten controls on lending to property developers and home owners because of the market turmoil.

Einer von vielen, die noch untergehen werden. Keine Krise wie vor Tagen die Regierung gesagt hat?

 

Selbst Trichet rutschen manchmal kleine Teile der Realität heraus:

Standard: Trichet: Marktkorrektur könnte exzessiv ausfallen

Aber richtig Klartext will er nicht reden, denn dass könnte "Vertrauensschädigend" sein.


Neu 2007-09-22:

Soll man lachen oder weinen? Hedge Fonds:

Handelsblatt: Hedge-Fonds der Stars leiden

Die Krise an den internationalen Finanzmärkten macht auch vor den prominenten Größen der Hedge-Fonds-Branche nicht halt. Selbst die Stars unter den spekulativen Investoren mussten herbe Verluste hinnehmen. Jetzt geht die Angst um, dass immer mehr Anleger Kapital abziehen und die Hedge-Fonds damit zu Notverkäufen zwingen, die den Kursrutsch an den Börsen weiter verstärken könnten.

Die Zeit für diese Branche scheint abgelaufen zu sein.

Neue Geld-Drogen im Umlauf:

Presse: Wenn Notenbanker Drogen dealen

Die große Finanzkrise ist nicht vorbei – sie hat noch nicht mal richtig begonnen.

In Wien ist Heroin bei den Dealern am Karlsplatz erhältlich, in New York hingegen wird das Zeug in der Chefetage der US-Notenbank („FED“) großzügig ausgegeben. Denn nichts anderes als frischer Stoff für einen Süchtigen war jene Zinssenkung, mit der Amerikas Währungshüter diese Woche für gute Laune bei den chronisch überschuldeten Haushalten, bei Aktionären, Zockern und Spekulanten sowie den all das finanzierenden Banken gesorgt hat. Anstatt die kreditsüchtigen amerikanischen Konsum- und Anlage-Junkies endlich auf eine schmerzhaften, aber dringend notwendigen Entzug zu setzen, spendierte das FED einfach einen kräftigen Schuss.

Ob mit dem billigen Geld freilich jene Rezession vermieden werden kann, die auf Amerika zukommt wie ein karibischer Hurricane, ist freilich höchst strittig; zu vermuten ist eher, dass der Beginn der unvermeidlichen Baisse bloß ein wenig verzögert wird (die dann um so heftiger ausfallen dürfte).

Indem das FED den Junkies nun wieder Stoff verschafft, wird es den Beginn dieses ungemütlichen Prozesses der Enteignung breiter Massen ein wenig hinausschieben. Zu vermeiden wird der Entzug nicht sein, und er wird wohl ziemlich schmerzhaft werden.


Neu 2007-09-21:

Buchhaltungstricks der Wall Street:

BÜSO: Buchhaltung wie im Märchen: Verluste bei Lehman Brothers

Die Veröffentlichung ihrer Verluste durch Lehman Brothers am Mittwoch, die "niedriger als erwartet" ausfielen, läßt sich zum Teil auf neue, märchenhafte Buchhaltungsregelungen zurückführen, welche es dem Anleihenhändler erlauben, die Abschreibungen eines Teils ihrer Schulden als Profit zu verbuchen, berichtete gestern die Financial Times.

Als Folge einer massiven Finanzblase in der Tradition der John-Law-Blase, sind die internationalen, großen Händler von Anleihen, in der die Hypothekenblase bloß die Spitze des Eisbergs ist, technisch gesehen bankrott. Jedoch wurden durch die zwei bisher veröffentlichten Berichte jegliche Hoffnungen zunichte gemacht worden, die Händler könnten durch Abschreibung großer Teile ihrer unrettbaren Schulden einen Nutzen ziehen. Das zuzugeben, würde zu Chaos auf den Märkten führen, also wird gelogen ... was ebenfalls Chaos mit sich bringt.

Eine "besondere Form" der Systemmanipulation. Wall Street Häuser dürfen offenbar keine Verluste ausweisen.


Neu 2007-09-20:

Doch noch "Bankenprobleme":

Spiegel: Die Banken wissen gar nicht, wie tief sie in der Krise stecken

Erst die IKB, dann die SachsenLB, jetzt die Deutsche Bank: Wie schwer erwischt die weltweite Finanzkrise die deutschen Geldinstitute? Die Banken selbst versuchen zu beruhigen - doch Experten erwarten noch weitere Horrormeldungen.

Wer glaubt denen noch?


Neu 2007-09-19:

Die nächsten Banken unter Druck:

Commerzbank expects higher subprime losses-sources

FRANKFURT, Sept 18 (Reuters) - Commerzbank is bracing itself for a higher-than-predicted loss from investments related to risky U.S. mortgages that are set to knock a hole in profits, sources familiar with the matter told Reuters.

The bank could tell investors as early as this week that the roughly 80 million euros ($111 million) it had put aside to cover losses from debt products including subprime mortgages will not be enough, said one source.

"Since that estimate was announced, the situation has become more critical," said that source, adding that the bank now faced having to make a higher charge. "There is no market at the moment -- it could go in any direction."

"There is no knowing what will happen -- it could be a loss of 500 million euros or even a complete loss. You can't say now," said another source. Commerzbank declined to comment.


Neu 2007-09-18:

Die spanische Regierung hat sichtbar Angst:

Bloomberg: Housing Market Slump `Unthinkable' in Spain, Government Says

Sept. 18 (Bloomberg) -- A residential real estate slump in Spain, where prices have almost tripled since 1997, is ``unthinkable,'' the top economic adviser of Prime Minister Jose Luis Rodriguez Zapatero said.

The solvency of the banking system and of real estate developers, as well as the unmet demand for new homes, will prevent any meaningful price erosion, David Taguas, head of the prime minister's economic research unit, said in an interview yesterday at his office at the presidential palace in Madrid.

``To talk about severe adjustments or a meltdown in prices is ridiculous,'' Taguas said in response to reports pointing to an end of the Spanish real estate boom. ``That sort of crisis is unthinkable.''

Wer solche Aussagen macht, dem steht das Wasser wirklich bis zum Hals. Will man wirklich auf diese Art bis zur letzten Sekunde belügen oder wünscht man sich die Krise weg? Eine Krise bei dieser Bubble als "undenkbar" zu nennen, ist schlicht eine Frechheit.

Offenbar stützen sie die Banken schon lange geheim.
 

Ein anderer Lügen-Trick der EZB:

Presse: EZB: "Handelt sich nicht um eine klassische Bankenkrise

"In einer klassischen Bankenkrise verlieren die Einleger ihr Geld, hier sind es die Banken", sagt ein EZB-Ratsmitglied.

Denen steht das Wasser auch bis zum Hals. Man kann konsequent weiterdenken, falls die Banken nominal wirklich gerettet werden können, ist dann das Geld nichts mehr wert.


Neu 2007-09-17:

Der Northern Rock Run geht heute erst so richtig los:

FTD: Banküberfall
Spiegel: Panische Bankkunden wollen ihr Geld in Sicherheit bringen
Guardian: Thousands of savers besiege Northern Rock

 

Was die Medien an der Northern Rock Geschichte interessiert:

Spiegel: Aktienkurs von Northern Rock sackt um 40 Prozent ab

Schwarzer Montag für Northern Rock. Der Aktienkurs der britischen Bank ist komplett eingebrochen, panische Kunden haben bereits zwei Milliarden Pfund abgezogen. Der Druck auf den Vorstand wächst - auch, weil dieser sich eine Gehaltserhöhung genehmigte, als die Krise schon abzusehen war.

 

War zu erwarten - UK-Regierung garantiert Spareinlagen:

Telegraph: Government guarantees Northern Rock funds

Alistair Darling, the Chancellor, made the announcement in Downing Street after a run on the lender by fearful savers threatened to cause a crisis in the banking system.

Queues outside the bank's branches today showed that previous assurances by executives and customers had failed to reassure customers.

To make matters worse, shares in other High Street lenders, notably Alliance & Leicester, plummeted, prompting concerns of a more widespread collapse in confidence.

Speaking at the Treasury after talks with Henry Paulson, the US Treasury Secretary, Mr Darling sought to reassure investors that the bank would remain solvent.

But he added: "Should it be necessary, we, with the Bank of England, would put in place arrangements that would guarantee all the existing deposits in Northern Rock during the current instability in the financial markets.

Noch vor einer Woche hat man getönt, Pleitebanken nicht zu unterstützen. Jetzt ist plötzlich alles anders. Man hat Angst vor der Ansteckungsgefahr.

Es gibt Informationen, dass Barclays Bank praktisch tot sei. Das ist ein anderes, viel grösseres Kaliber als Northern Rock.

Hier sieht man sehr deutlich, dass das System mit diesen Politikern in der Hyperinflation enden wird!


Neu 2007-09-16:

Jetzt kommen die "Superzinsen" (Leserzuschrift):

Schauen Sie sich diese Zinsen (7 % für die erste Zeit!) für ein Tagesgeldkonto mal an. Da muss das Geld sehr knapp sein! In der Vergangenheit haben die niemals so viel gezahlt! Es handelt sich hierbei um eine relativ neue Bank (etwas mehr als 1 Jahr alt) in Luxemburg nur für deutsche Kunden auch insbesondere mit schlechter Bonität (im Prinzip auch mit Schufaeintrag möglich!). Die finanzieren sich überwiegend aus den Zinsen der Kredite (echte Kreditkarten) und vermutlich auch über ihre Tagesgeldkonten sowie mit Kredite von anderen Banken (warum sonst diese hohen Zinsen).

7% - übrigens Northern Rock hat vor deren "Kalamität" auch plötzlich höhere Zinsen geboten.


Neu 2007-09-15:

Weitere Informationen zur Northern Rock Krise:

SkyNews: Late Queues For Anxious Customersmit Video
Welt: Kunden räumen panisch Konten bei Krisen-Bank
Telegraph: The crunch from the Rockies to Northern Rock , Police help to disperse Northern Rock queues

Customers have ignored pleas for calm and spent a second day queuing to withdraw money from branches of Northern Rock as the bank's shares crashed.

Around £1 billion was already withdrawn yesterday despite the bank's attempts to reassure panicking customers that their money is safe.

Long lines formed at 72 branches across the country even before counters opened this morning, after the bank admitted to asking the Bank of England for emergency funding.

Die britische Bank Northern Rocks hat ein weiteres Milliarden-Problem. Nachdem die britische Notenbank dem Bau-Finanzierer mit Geld aushalf, haben Kunden bereits mehr als 1,5 Milliarden Euro von Konten bei Northern Rocks abgezogen. Vor den Filialen der Bank standen die Menschen Schlange. Sie wollten so schnell wie möglich ihr Geld in Sicherheit bringen. Trotz aller Aufrufe zur Ruhe herrscht angstvolle Stimmung unter den Bankkunden. Die Szenen erinnern an Inflationszeiten und Wirtschaftskrisen.

Das Online-Banking brach nach Angaben von Kunden zeitweise zusammen, einige Filialen mussten ihre Öffnungszeiten verlängern. Eilig bemühten sich Politiker, die rund 1,5 Millionen Kunden zu beschwichtigen. "Die Menschen können ihre Konten wie immer nutzen, Northern Rock ist in der Lage, das Geschäft weiter zu führen", sagte Schatzkanzler Alistair Darling. Die Bank selbst sprach von "business as usual", Mitarbeiter verteilen Umschläge mit einer Mitteilung des Unternehmens. Die Botschaft: "Ihr Erspartes ist bei Northern Rock sicher."

 

Soll man denen noch trauen?

Netzeitung: Bundesbank beruhigt deutsche Sparer

Die Sparkonten in Deutschland sind durch die Immobilienkrise in den USA nicht gefährdet, versichert die Bundesbank. Auch die EZB versucht, die Nervosität mit wohl gewählten Worten zu reduzieren.

Bankkunden in Deutschland müssen nach den Worten von Bundesbank-Präsident Axel Weber wegen der Krise auf den Finanzmärkten nicht um ihre Einlagen fürchten. In Deutschland gebe es eine weit reichende Einlagensicherung, sagte Weber am Freitag im nordportugiesischen Porto nach Beratungen der EU-Finanzminister und der Notenbankchefs.


Neu 2007-09-14:

Geht es in England jetzt richtig los?

ORF: Größter britischer Hypothekenanbieter in Notlage
Spiegel: Notenbank muss britischen Baufinanzierer retten

Der britische Baufinanzierer Northern Rock hat einem Medienbericht zufolge die Bank von England wegen einer finanziellen Notlage um Hilfe gebeten. Das Unternehmen stehe zwar nicht vor dem Zusammenbruch, berichtete die BBC heute ohne Nennung von Quellen auf ihrer Website.

Allerdings zeige das Hilfsersuchen das Ausmaß der weltweiten Finanzprobleme, die durch die Krise auf dem US-Hypothekenmarkt entstanden waren. Northern Rock war im ersten Halbjahr der größte Hypothekenanbieter in Großbritannien.

Der Hilferuf war drastisch, die Reaktion außergewöhnlich: Der britische Baufinanzierer Northern Rock ist durch die US-Hypothekenkrise in Schieflage geraten - mit einer kurzfristigen Finanzspritze sprang die Bank von England ein. Der Rettungseinsatz beunruhigt die Finanzmärkte.

Ein dicker Brocken. Gestern hat die Bank of England noch getönt, bei soetwas nicht eingreifen zu wollen.
Aber sie haben wohl den Befehl vom "Chef" Gordon Brown (der selbe, der das UK-Gold verkauft hat) bekommen. Kein Rückgrat.

PS: N-TV berichtet, dass vor den Northern Rock Filialen die Leute um ihr Geld Schlange stehen - ein Bank-Run.
Siehe auch hier und hier, sogar Schlägereien vor den Filialen:


Neu 2007-09-13:

Hier kommt die nächste Junk-Pleitewelle:

Mike Shedlock: Commercial Real Estate Abyss

I'm sticking with that story. So here we are, right near the tip top in commercial real estate insanity where no price was too high to pay for a building on the silly belief that property values would continually rise and lease prices right along with them. Few bother to note that commercial real estate is now staring over the abyss. Given how rapidly investor psychology is changing in this sector, it won't take much now to send it over the edge.

Auch diese Kredite für Bürohäuser, Strip-Malls etc. wurde in Papier (CMBS, CDO) verwandelt und weltweit verkauft. Meist mit 95% finanziert. Bricht jetzt auch zusammen. Noch mehr Junk-Papier aus Amerika wird weltweit auftauchen.

 

Commercial Paper Markt immer noch tot:

FTD: US-Finanzierungsmaschine stockt

Kurzfristige Geldmarktpapiere finden kaum noch Käufer. Die Flaute ist ein Schlag für die Banken, die höhere Risikoprämien zahlen müssen.

Offenbar ist es nicht gelungen, diesen Markt wiederzubeleben. Anfang nächster Woche kommen die wirklich grossen Rollovers. Dann werden wir sehen, was noch steht.

Auch der Interbanken-Markt ist weiterhin tot:

FTD: Am Geldmarkt ist nichts mehr, wie es war

Die Geschäftsbanken misstrauen sich gegenseitig. Sie fürchten, dass hohe Zahlungsverpflichtungen aus der Kreditkrise auf sie zukommen. Die Notenbanken erweisen sich als ratlos.

In diesem denkwürdigen August geschah, was normalerweise nie vorkommt: Der Geldmarkt fror ein. Banken, die dringend Geld benötigten - am Geldmarkt heißt dringend binnen einer Viertelstunde - mussten massive Zinsaufschläge zahlen. Am Geldmarkt schlägt sich die Kreditkrise extrem deutlich nieder. Denn trotz massiver Interventionen der Zentralbanken hat sich die Situation auch im September nicht entspannt. Für drei Monate laufende Gelder müssen weit höhere Zinsen als jemals seit 2001 bezahlt werden. Schlimmer noch: Aktuell sind solche Laufzeiten gar nicht mehr erhältlich. All das deutet darauf hin, dass die Banken selber den schlimmsten Teil der Kreditkrise noch vor sich sehen: Sie trauen dem Geschäftspartner weiterhin nicht und horten Geld.

Nichts hat sich also seit Mitte August verbessert und die Zentralbanken sind ratlos.
Sieht nicht gut aus. Irgendwann wird wohl eine Bank kollabieren, dann geht es richtig los.


Neu 2007-09-12:

"Helicopter" Jean-Claude pumpt schon wieder:

FTD: EZB pumpt 75 Mrd. in den Geldmarkt

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dem Termingeldmarkt zusätzliche Kredite in Höhe von 75 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Das ist deutlich mehr als erwartet. Die Nachfrage der Banken war so hoch wie noch nie.

Der Tender mit einer Laufzeit von drei Monaten sei ab einem Zins von 4,35 Prozent zugeteilt worden. Der Durchschnittszins habe 4,52 Prozent betragen. Das teilte die EZB am Mittwoch mit. Insgesamt hatten 140 Banken Gebote über 139 Mrd. Euro abgegeben. Das Refinanzierungsgeschäft läuft am 12. Dezember aus. Beim letzten außerordentlichen Tender waren 40 Mrd. Euro zugeteilt worden. Es ist das zweite Mal, dass die EZB seit ihrem Bestehen so in den Markt eingreift.

Die 139 Mrd. Euro stellen einen Rekord dar und zeigen auf, wie groß der Hunger nach Zentralbankgeld derzeit ist. Beim letzten regulären Tender Ende August hatten die Banken für ein Volumen von 50 Mrd. Euro Gebote in Höhe von 119,75 Mrd. Euro abgegeben.

Banken-Hunger? das kann man wohl sagen. Dieser 3-Monats-Tender ist keine kurzfristige Aushilfe, sondern Verlustabdeckung. Da dürfte es real schon jede Menge von Bank-Leichen geben, die aber dank solcher Geldspritzen noch am Leben erhalten werden. Wie die regulären Wochen-Tender werden auch diese immer grösser. Eigentlich wollten die Banken € 139 Mrd haben, hatten aber offenbar keine genügenden Sicherheiten - wie immer soetwas heute aussieht.

PS: hat jemand einen besseren Titel für Trichet - ähnlich Helicopter Ben. Ein neuer Wettbewerb?


Neu 2007-09-11:

Die EZB-Tenders werden immer gewaltiger:

AFP: ECB makes 269-billion euro refi offer as market tensions persist

Das war ein 7-Tage Tender. Diese Summen werden immer wahnsinniger. Das System liegt wirklich schon am Boden. Nur der Totengräber ist noch nicht gekommen.

Auch Trichet macht schon den Krisen-Mund auf:

ChannelNewsAsia: Central bankers warn sub-prime crisis could hit whole US economy

The crisis in the US housing market risks spreading to the whole of the nation's economy, European Central Bank chief Jean-Claude Trichet said on Monday on behalf of world central bankers.

Trichet was speaking in his capacity as head of the G10 group of central bankers from industrialised and emerging economies, who met at the Bank for International Settlements (BIS) here.

"There is a probability of fallout on the real economy in the USA," Trichet said.


Neu 2007-09-10:

Commercial Paper Kollaps:

FTD: Markt fürchtet Kollaps bei Schuldpapieren

Den Finanzmärkten droht eine neue Krise, weil in dieser Woche rund 130 Mrd. $ an kurzfristigen Schuldverschreibungen, sogenannten Commercial Papers, fällig werden. Das zurückerhaltene Geld wird üblicherweise sofort in neue Papiere investiert, was Beobachter wegen der Nervosität am Markt aber für kaum noch vorstellbar halten. Dadurch sind Finanzierungsengpässe absehbar.

Alle wichtigen Autoren sehen diesen Kollaps als das grösste Problem an. Das wird die Banken und die Firmen umreissen.
Die nächste Woche ist entscheidend, speziell in Europa.

 

Beginnt der richtige Bankenkollaps in UK?

BÜSO: Barclays und Royal Bank of Scotland sitzen auf vielen (!) Kredite fest

Berichten der Financial Times vom Samstag zufolge, hat Barclays Capital (BarCap) $11,5 Mrd. an ausstehenden Krediten für fremdfinanzierte Übernahmen, die sie noch nicht weiterverkaufen konnten. Mit $12 Mrd. habe nur Citigroup mehr an solchen vergebenen Krediten als BarCap und den dritten Platz nehme die Royal Bank of Scotland (RBS) mit $9,2 Mrd. ein. Insgesamt stünden in Europa $75 Mrd. an Krediten für fremdfinanzierte Übernahmen aus, für die USA sei die Summe bei $250 Mrd. Laut Financial Times sitzen die Banken auf den Krediten fest, da Hedge Fonds von ihren geplanten Übernahmen abgesprungen sind.

Dieses Problem haben nicht nur die britischen Banken. Inzwischen scheint sich bei diesen LBO-Krediten ein Desaster zu entwickeln.


Neu 2007-09-09:

Eigenkapital ist wieder gefragt:

Handelsblatt:Den Mittelstand trifft's besonders hartmust read!

Die Kreditkrise zieht Kreise. Nicht nur Banken, Unternehmen aller Branchen zittern. Vor allem im Mittelstand. Wer ist am stärksten bedroht?

Die Ausläufer der US-Hypothekenkrise erreichen Deutschland. Bei den Banken steigt die Angst vor faulen Krediten. Noch sei davon in den Unternehmen zwar nichts zu spüren, sagt Löhrer, "vielleicht auch, weil die Banken erst einmal überrascht sind". Doch schon warnen Experten vor einer Kreditklemme für den deutschen Mittelstand, wenn die Banken die Richtlinien für ihre Darlehen weiter verschärfen.

Dabei wird sich die deutsche Wirtschaft noch stärker zu einer Zweiklassengesellschaft des Geldes entwickeln. Hart treffen wird es die Vielzahl der Unternehmen mit niedriger Eigenkapitalquote, die ohnehin seit Jahren um ihre Finanzierung bangen müssen. In der Möbelbranche, der Bauindustrie oder im Transportgewerbe liegt die Eigenkapitalquote unter zehn Prozent.

Wie immer: in einem Credit-Crunch braucht man nicht Schulden, sondern Eigenkapital - sicher angelegt.
Interessant die Aussage, dass die Banken selbst überrascht sind - sie werden den Kredithahn schon noch kräftig zudrehen


Neu 2007-09-08:

Boom-Bust - die Methode der Zentralbanken:

Jim Jubak: How to ride the boom-panic cycle

Watch risk like a hawk. You can't count on anyone else for reliable risk measures, and when you're likely to hear the most reassuring talk about risk exactly when the markets are riskiest. Do your due diligence yourself. Make sure that you are getting a good return for the risk you take. And don't be afraid to move to the sidelines when the markets look too pricey. If you're able to devote any extra time to your investments over the next decade or so, I think you'll get the biggest return from studying risk.

Guter Rat: man wird am meisten vom Studium des Risikos und dessen Vermeidung verdienen können. Die Zentralbanken versuchen nach dem Platzen einer Bubble immer zu reflationieren. Ob es diesesmal wieder geht?


Neu 2007-09-07:

Steigt bald Rauch von den Banken auf (Leserzuschrift):

Wie mir gestern mitgeteilt wurde, hat Barclays in den letzten Tagen zwei Mal das „emergency lending window“ der BoE genutzt. Sieht man von den üblichen Abwiegelungen ab, so könnte dort in Kürze Rauch aufsteigen und sich ein heftiges Feuer offenbaren.
Sonnige Grüße im historisch schlechtesten Börsenmonat September

Der Rauch ist eigentlich schon da, bald sieht man auch das Feuer, unter dem die Banken abbrennen. Sonnig können die Grüsse nur für Goldbesitzer sein.

Da passt das dazu:

ZURICH, Sept 6 (Reuters) - European banks risk fueling the uncertainty that already plagues the global financial system and are under growing pressure to admit all the losses they have sustained in the past six weeks of violent market turmoil.

"They have to bite the bullet," said analyst Luis Maglanoc at UniCredit.

"If groups of banks start doing this then they set the lead and everyone else follows. It has to do with safety in similarity," said Maglanoc, who said he witnessed banking crises in Scandinavia and in Asia over the past two decades.

European banks are hoarding cash before a make-or-break week in which around $113 billion of commercial paper -- used to fund structured investment vehicles (SIVs) which put the money mostly in longer-term debt securities -- falls due.

But banks need to do more than just shoot the rapids over the next few weeks as they find out how much of the SIVs' funding can be rolled over and how much they have to make good with liquidity lines that they have committed to provide.

There is now a growing sense of urgency that they have to come clean with investors as to exactly what their losses are and promptly make mark-to-market adjustments to their portfolios…

 

Es bleiben kaum Auswege - ausser Einer:

AsiaTimes:In gold we trustmust read!

What to do
When trust breaks down across banks, investors have no option but to walk away from financial assets. This has already happened, as gold prices surged above $700 an ounce, and oil prices hit a new high for the year (US$77 a barrel). The preference for commodities is bothersome for central banks, as high input prices make the task of cutting interest rates (as demanded by banks) less defensible.

More important, central banks in the US and Europe have lost credibility with investors. They are no longer trying to prevent inflation, but appear more concerned with preserving the lot of bankers. This suggests greater value destruction for global investors, particularly for Asians investing in financial assets in Europe and North America.

Neither the US dollar nor the euro has any credibility in this situation, which means that the average Asian saver has no option but to purchase gold as a store of value. Even as US dollar bills proudly carry the motto "In God We Trust", I think it's time for Asians to put their trust in gold instead.

Exzellente Schilderung dessen, was passiert ist. Die Schlussfolgerungen (oben) sind ebenso wichtig:
- Wenn sich die Banken schon nicht mehr trauen, dann können die Investoren nur mehr von allen Papierwerten weggehen
- Die Zentralbanken haben Vertrauen verloren, da sie Inflation nicht mehr verhindern wollen
- Statt "in God we Trust" jetzt "in Gold we Trust". Nicht nur in Asien

Das wurde auf hartgeld.com schon immer gesagt.


Neu 2007-09-05:

Bankenkrise geht schon wieder los:

Telegraph: Liquidity crisis grows as Libor rates gap hits 20-year high
Handelsblatt: Banken bunkern Liquidität

Pressure is mounting on the Bank of England to intervene in the credit crisis after money-market lending rates jumped to a 20-year record and economists warned that central banks have "not properly recognised the dangers" ahead.

Economists at Capital Economics warned that liquidity problems are more extreme in the UK because "the Bank has been less generous in its provision of emergency funding" than the US Federal Reserve and the European Central Bank, which have lowered borrowing rates and injected short-term liquidity into their markets. The gap between the inter-bank lending rate and the base rate in the US is just 0.4 percentage points and 0.8 percentage points in Europe.

Die Krise am Geldmarkt, auf dem sich Banken bei Bedarf kurzfristige Liquidität besorgen, verschärft sich von Tag zu Tag.

Diesesmal scheint London das Krisen-Zentrum zu sein. Aber die Libor-Zinsen aller 3 grossen Währungen steigen wieder massiv.

 

Wankt die Citigroup?

Reuters: Citigroup mit Milliardenrisiken in Zweckgesellschaften
FTD: Citigroup steht vor Milliardenrisiken

Die Citigroup verwalte Vermögenswerte in Höhe von fast 100 Milliarden Dollar in sogenannten Conduits oder strukturierten Investitionsinstrumenten (SIV), berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe. Dies entspreche einem Anteil von rund einem Viertel am Markt für diese kurzfristigen Kreditinstrumente, die außerhalb der Bilanzen der Mutterkonzerne geführt werden.

Wenn diese Bank umfällt, dann kippt das Welt-Finanzsystem.

Und die Deutsche Bank:

FTD: Deutsche Bank fordert EZB zu lockerer Kreditvergabe auf

Da die Deutsche Bank offenbar von anderen Banken kein Geld mehr bekommt, muss die EZB herhalten. Und damit die "bedient" werden kann, muss sie eben auch Schrott akzeptieren. Daher diese Aufforderung? Hat sie keine guten Wertpapiere mehr zum verpfänden? Wer weiss was da noch kommt.

Das wären schon 2 Primary-Dealer in Problemen. Sieht nicht gut aus.

Bankrettung in der EU - Vorbereitungen:

FTD: EU zieht enge Grenzen für Banken-Rettung

Die EU-Staaten wollen den Kollaps einer grenzüberschreitenden Bank in Europa nur in eng umrissenen Extremfällen mithilfe öffentlicher Gelder abwenden. Damit reagiert die EU auf ein Dilemma.

Hier geht es natürlich um bürokratische Abgrenzungen: wer zahlt wieviel und wer ist zuständig. Aber immerhin denkt man laut darüber nach.

Der erste grosse Bank-Run in Neuseeland?

http://www.iraq-war.ru/article/139988

New Zealand: Danger of 'run' on all finance firms

There's no way the New Zealand banking system can stand this.
I strongly suggest withdrawing from this market and as soon as possible.
After clearing all debt, convert bank "numbers" into fuels, food, arms and ammo, survival gear, silver and gold.
I'm fully expecting hyper inflation to hit here in NZ very shortly.
Folding may be useful but commodities that people need will be worth far more.

The funds we had to remove today were less that NZ$10,000.

The teller didn't want to dish out cash at all to start with, wanted to write a Bank Cheque.

We insisted that it had to be cash.

The teller said right off that they didn't have any "$100's" and that if we really wanted cash we would have to go with "$50's".

We agreed to taking thousands out in $50's.
She went away and came back a few minutes later and said they didn't have any "$50's" either.

This tells you that by lunch time things had changed in the bank to that extent.
I've since this post had several others in other centres tell me "the same story" ..
NEW ZEALAND BANKS ARE EMPTY.

These is not small isolated banks, these a bloody major New Zealand bank and at any other time we have pulled sums of "$20,000" plus out of this branch in the past without notice.

Interessant. Das war aber in keinen grösseren Medien.


Neu 2007-09-04:

Zuschrift aus einem Frankfurter Bank-Turm (leicht verändert):

Hier ein aktueller Zustandsbericht aus einer deutschen Großbank:

1. Die meisten Mitarbeiter beginnen langsam zu verstehen, was überhaupt passiert ist. Allerdings macht man sich eher Sorgen über den variablen Gehaltsbestandteil, der vermutlich geringer ausfallen wird. Dass das gesamte System auf der Kippe steht wollen nur die allerwenigsten Kollegen begreifen.

2. Gold und Silber als sichere Anlage spielt nur bei einer absoluten Minderheit meiner Kollegen eine Rolle.
Vielmehr ist die eigene Immobilie für die meisten der sichere Hafen.
Absolut angesagt ist der eigene Konsum (Auto, Urlaub, sonstiger Schnickschnack....).

3. Sehr interessant ist derzeit die Situation im Bereich Kreditverbriefung.
Die mit der Abwicklung betrauten Kollegen machen Überstunden bis zum Umfallen, während die für das Neugeschäft zuständigen Kollegen sich vor Langeweile und Nichtstun die Beine in den Bauch stehen. Kein Neugeschäft mehr. Der Markt ist definitv tot!

4. Richtig interessant wird es in den nächsten 1-2 Monaten. Denn dann ist erstmals nach Ausbruch der Hypothekenkrise die Mehrzahl der Commercial Papers zur Verlängerung fällig ('standardisierte' Laufzeit 30, 60 bzw. 90 Tage). Man geht mittlerweile davon aus, dass kaum mehr CP´s verlängert werden und dann noch einige Banken, Fonds und v.a. Hedge-Fonds richtig in Liquiditätsengpässe kommen.

5. Ich habe mich beim Mittagessen mit Kollegen aus der volkswirtschaftlichen Abteilung über die aktuelle Situation unterhalten. Sie hatten bereits vergangenes Jahr einen "Brandbrief" wg. der sich anbahnenden Hypothekenkrise in den USA an den Vorstand verfasst und wurden ziemlich rabiat zurückgepfiffen.

6. Als nächste Krisenherde wird - mit Spanien und England gerechnet. Angenommener Zeitpunkt ist bis spätestens Ende diesen Jahres.

Lassen wir uns mal überraschen!

Danke für die Zuschrift, weitere Zuschriften dieser Art sind höchst willkommen - aber nicht von der Firmen-E-Mail (CEO liest gerne mit).

Zusammenfassung:
- Erst ganz wenige Leute verstehen, dass etwas kommt --> innere Abschottung in den Köpfen und in der Bank
- Bonus und Konsum sind wichtiger als alles andere
- Der Vorstand will keine rechtzeitigen Warnungen hören, schwebt also auf seiner eigenen Wolke
- CP ist tot, die Bankrotte kommen erst, Spanien und UK sind auch noch bis Jahresende dran.

PS: falls noch jemand glaubt, hier würde Konspiration betrieben - die sind genauso überrascht wie der Rest


Neu 2007-09-03:

Crash-Verschwörungstheorien und Ähnliches:

Infokrieg: Wir befinden uns bereits in einer von der globalen Elite gesteuerten Rezession

"Leute die das nötige Geld haben werden sich haufenweise Häuser und Grundstücke unter den Nagel reißen und diese Leute gehören nicht zur Mittelklasse. Menschen werden ihre Häuser verlieren wenn sie große Hypotheken haben und diese nicht zurückzahlen können.
Jene Institutionen und Personen die bereits reich sind, werden sich schnappen was sie können; für den Normalbürger wird sich keine Gelegneheit auftun, von der Situation zu profitieren."

"Die Sache ist gesteuert, denn die Globalisierungsbewegung, die Liquidisierung um die Märkte zu stabilisieren war völlig künstlich. Die Federal Reserve wird in einem totalen Dilemma landen, wenn sie die Zinsraten erhöht um den Dollar zu schützen, das wird die Wirtschaft noch weiter absaufen lassen und den Immobilienmarkt noch tiefer in die Krise stürzen lassen. Wir haben eine ökonomische Stagnation, den Verlust von Realeinkommen, den Verlust von tatsächlichem Reichtum und eine Inflation zur selben Zeit. Mit dem fallenden Dollar wird die Krise hin zu einem Punkt manipuliert werden an dem die Leute den Amero oder jede andere regionale Lösung annehmen werden wenn sie als Weg aus der Krise angepriesen wird."

Es landen immer wieder E-Mails mit solchen Links bei mir. Normalerweise veröffentliche ich sie nicht, vor allem nicht die Videos.

Dieser jedoch hat eine so schöne Argumentation, so dass man ihn glauben möchte. Natürlich wäre es für die Eliten ideal, sich allen Häuser, die aufgegeben werden müssen. billing unter den Nagel zu reissen. Aber was machen sie damit? Suburbia wird ohne Öl gegen wertlose Dollars tot sein.

Was die Eliten dagegen wirklich machen, ist das Leben des Systems möglichst lange zu verlängern, um in IHREN DERZEITIGEN POSITIONEN ZU BLEIBEN. Das Resultat dieser Verlängerungen ist am Ende ein totaler Zusammenbruch, der einen Elitenwechsel erzwingen wird. Nicht vergessen, damit geht das US/UK-Imperium unter, die Machtbasis dieser Eliten. Der Amero wird sicher nicht kommen, dafür wahrscheinlich eine Unzahl von regionalen Währungen.

Die Zeit, alle diese schönen Ideen zu realisieren ist schon lange abgelaufen, spätestens im Jahr 2000. Damals hat man entschieden, statt einen Kollaps zuzulassen, mit Terror und Krieg noch eine Runde anzuhängen - Möglicherweise glauben auch die "Illuminati" und ähnliches an so schöne Ideen ihrer Herrschafts-Verlängerung. Aber diese Zeit ist vorbei.


Neu 2007-09-02:

Die Schule der "harten Schläge" kommt:

James Howard Kunstler: Back to School

We may be in the traditional torpor zone of late summer when the whole nation takes off on vacation, but worms are still turning in the compost heaps of securitized alphabet debt (MBSs, CDOs, CLOs, et cetera) behind the glass banking towers in places like Wall Street, London, Frankfurt, and Shanghai, and the odor from all this garbage blowing 'round the world, grows stronger by the day.

The scores of billions of dollars and euros that central banks have poured into the maw of losses lately will only paper over the essential problem for another few weeks, at most. The damage to global structured finance has been done, and it can be stated rather precisely: a widespread recognition that it's not possible to get something for nothing, after all. And that when you hold a lot of paper that was gotten for nothing, and put it up for sale, nothing will be offered for it. What a surprise.

America, you're about to go back to school the hard way.

Die Milliarden von Dollars und Euros, die die Zenralbanken in das System gesteckt haben, werden das Problem vielleicht für einige Wochen verdrängen. Das Problem aber ist, dass diese Alphabet-Suppe (CDO...) von Kreditderivaten gerade vermodert und als wertlos erkannt wird.

Die "Harte Schule" wird nicht nur Amerika treffen.


Neu 2007-09-01:

Bank-Anleihen fallen:

FAZ: Die Finanzkrise lastet auf Anleihen der Banken

Die Finanzkrise hat in den vergangenen Wochen Bankwerte unter Verkaufsdruck gebracht. Aktien der Finanzinstitute haben zum Teil mehr als ein Viertel eingebüßt. Die schlechte Stimmung wirkt sich aber auch auf die Anleihen der Banken aus. Einige variabel verzinste nachrangige Titel, die vor einigen Jahren in Mode waren und in großem Umfang an Privatanleger verkauft wurden, werden nur noch zu 60 bis 70 Cent je Euro Nennwert gehandelt. Trotz mäßiger Verzinsung des Nennwerts sind sie auf diesem Preisniveau für risikobewusste Anleger einen Blick wert.

Ein Beispiel: Die frühestens 2015 zur Tilgung anstehenden nachrangigen Titel der Deutschen Bank werden derzeit mit 75 Cent je Euro Nennwert gehandelt. Bis zum Jahr 2010 sind sie mit 7 Prozent verzinst.

Böse formuliert kann man es so sagen, die eigenen Anleihen der Grossbanken sind auch nicht mehr wert als deren CDOs. Fragt sich nur, wann man dahinterkommt, dass auch die Staatsanleihen ebenfalls nicht mehr wert sind. Etwa dann, wenn die wirkliche Inflation "akzeptiert" wird. Gute Nacht.


 

Neu 2007-08-31:

Die CDO-Ratings fallen jetzt:

Bloomberg: Unsafe at Any Rating, CDO Speeds to CCC From AAA

Von AAA auf CCC über Nacht: dann sind die Banken, die mit ihren AAA-CDOs auf Verbesserung warten, auf der Stelle erledigt.
 

Putins Reich ist jetzt dran - Kapitalflucht:

Telegraph: Russian jitters as investors take flight

Fears that Russia's banking system could be vulnerable to a sudden downturn have led to a surge in capital outflows over the past two weeks, triggering the sharpest fall in the country's reserves since the oil boom began.

The central bank has intervened aggressively in recent days to stave off a possible credit crunch, injecting a record $10.6bn into the banking system on Tuesday.

They've stuffed their vaults to the maximum with loans in foreign currencies," he said, warning that a dollar rebound would leave them seriously exposed. Russian Standard Bank's portfolio of foreign loans exceeds 71pc of its balance sheet, according to Fitch Ratings.

Eine der schlimmsten Kredit-Bubbles der Welt geht jetzt offenbar zu Ende - in Russland. Und siehe da, das Kapital kam als Kredite grossteils aus dem Ausland.
Werden wir bald auch ein Ende der russischen Grossmanns-Sucht sehen - wobei sie im Westen mit Geldbündeln nur so herumwerfen?


Neu 2007-08-30:

Banken habe den Überblick verloren?

Auf was will man uns da vorbereiten - Handelsblatt: Großbanken droht Milliardenrisiko

"Wrong Bets" bei der Deutschen Bank - Bloomberg: Deutsche Bank Shuts Credit-Trading Unit in London

Milliarden ist wahrscheinlich zu wenig, wenn man die Derivatenverluste einrechnet, eher Billionen.

Commercial Paper weiterhin unter Druck:

Bloomberg: Commercial Paper Extends Slump on Asset-Backed Woes , Treasury Bill Yields Fall as Investors Avoid Commercial Paper

Und wieder geht es in die kurzfristigen Staatsanleihen.
Und was passiert, wenn man erkennt, dass diese auch nicht besser als CP sind? --> Gold!


Neu 2007-08-29:

Sind die Versicherungen nicht betroffen (Leserzuschrift)?

In allen Medien wird verkündet, dass nur "sehr kluge Banken" sich in den Staaten mit CDOs, etc. verspekuliert haben. 
Aber was ist eigentlich mit den großen Versicherern - müsssten die nicht auch von der Krise betroffen sein?

Es ist so schrecklich still um sie! Blüht uns da noch was?

Eine fantastisch gute Frage! Da blüht uns noch einiges. Irgendwie haben sie es bis jetzt verstanden, nicht in der Öffentlichkeit aufzutauchen.
Aber es gibt bereits Informationen, dass österr. Lebensversicherungen auch in diesen Subprime-CDOs stecken und deutsche Lebensversicherungen ihre Kundengelder nicht auszahlen wollen.

Ich selbst habe vor kurzer Zeit drei kleine Lebensversicherungen (Einmal-Einzahlungen) gekündigt, die etwa 10 Jahre gelaufen sind, Zwei Firmen (Zürich, Wr. Städtische) haben schnell bezahlt, eine (Wüstenrot) zögert noch. Die Kündigungen waren natürlich mit dem Hinweis auf Hartgeld.com und meinen "Experten-Status" garniert. Beim normalen Versicherungskunden muss das nicht so sein. Wenn man die reale Inflation über die 10 Jahre einrechnet, so habe ich mit diesen Versicherungen etwa 30% verloren.

Noch etwas zu den Lebensversicherungen in Österreich (Leserzuschrift):

Insofern hat mich ihr aktueller Hinweis bzgl. der österr. Versicherungen nicht überrascht, denn gerade heute habe ich erfahren, dass die Wüstenrot mit 10% in CDO's investiert ist...

...sie wird schon "WüstenTOT" genannt...

Leider habe ich dafür keine Quelle, aber ich denke die Gerüchte werden sich bald bestätigen! (komme aus der Finanzbranche)


Neu 2007-08-28:

Was Banker ihren Freunden so raten - und dass es sogar veröffentlicht wird:

WIWO: Wo Sie jetzt ihr Geld anlegen solltenmust read!

Finanzkrise. Die durch faule US-Hypothekenkredite ausgelöste Finanzkrise breitet sich rasant aus. Wo es brennt, wer zu löschen versucht – und wo Anleger jetzt ihr Geld hinpacken sollten.

Manchem Banker gehen ganz allmählich die Nerven durch: „Gold- und Silber kaufen, Bargeldbestände sichtbar aufstocken (echtes Bargeld, keine Einlagen auf Girokonten), Lebensmittelvorräte aufbauen, Spritvorräte für das Auto anlegen, Heizöltanks füllen, langlaufende Bonds verkaufen und höchstens zweijährige Anleihen (nur Staatsanleihen!!!) halten.“ Der Absender dieser Katastrophen-Email ist kein Science-Fiction-Autor, er ist Manager einer Großbank. Die Mail schickte er am vergangenen Samstag an Freunde und Investoren. Und der Anlass seiner Warnung ist kein vermeintlich drohender Atomkrieg – sondern die Finanzmarktkrise, die ausgehend von den USA immer weitere Kreise zieht.

Es sind die gleichen Ratschläge, die ich schon seit 2 Jahren erteile. Dieser Mann (er ist sicher nicht allein) weiss mehr über den realen System-Zustand.
Noch interessanter, dass es bereits in der Wirtschaftspresse erscheint (natürlich nicht in der Allgemein-Presse). Damit will man wohl die "Informierten" warnen.

Bitte den gesamten Artikel lesen: "Stupid German Money" ist wieder am Werk!

 
Die Versteckte Realität:

Jim Sinclair: The Hidden Realityabsolute must read

People do not have a clue what is really happening. All the talk everywhere, even by well placed people without a bone to grind politically and economically, keep calling this a failure in sub prime loans. This is presented as if securitized bonds (with the assumption that the collateral for the bonds were mortgages themselves) has lost all its value. This is not the case. What is worthless is a the mix of credit and default derivatives that make up the vast majority of many instruments held by financial and commercial paper dealing entities, both private and public.

The hope for every central bank is that the real problem can be kept from public view. The truth is the public, even professionals in Wall Street, have no clue what the problem is. They know it has something to do with derivatives, but none realize it is a more than $20 trillion dollar mountain of unfunded, unregulated paper that has just been discovered to not have a market and therefore any real value.

The dominos are falling and only a few really know why. Sometimes I wish I did not understand derivatives. I would certainly be held in better light.

Die Dominos fallen und nur ganz Wenige wissen warum. Und die Zentralbanken hoffen, das (Derivaten)-Problem von der Öffentlichkeit fernzuhalten.

So sieht der Derivaten-Crash aus - etwas, das die Welt vorher noch nie erlebt hat!

Wichtig: die Medien verstehen die Natur dieser Krise auch nicht - daher schreiben sie bei einer kleinen Beruhigung gleich, dass die Krise schon wieder vorbei sei - sie ist es nicht, sondern hat gerade erst angefangen. Wir betreten hier Neuland!


Neu 2007-08-27:

Dazu eine "Letzte Warnung":

Martin Weiss: Final Warning!

Now, according to Merrill Lynch, there's another candidate for failure which is many times larger — Countrywide Financial.

The company has exhausted its $11.5 billion in credit lines. It has just received another $2 billion capital infusion from Bank of America. And it's still not enough.

Indeed, one top Bank of America executive privately believes that up to ninety percent of the country's Alt-A mortgages, a staple of Countrywide Financial's business, will eventually default. If so, it will easily crush all the cash and credit of many Countrywides...

"one of the greatest panics I've ever seen in 55 years in financial services." - Countrywide CEO Angelo Mozilo

Nicht vergessen, die Alt-A Hypotheken waren qualitätsmässig "über" den Subprime-Hypotheken angesiedelt, und 90% davon sollen sollen bankrott gehen. Die heutige weltweite Subprime-Krise ist dagegen noch überhaupt nichts, dann kommen noch die Hypotheken der anderen Bubble-Länder dran, siehe Spanien.


Neu 2007-08-26:

Man muss den US-Banken auch auf andere Art helfen:

CNNmoney: Fed bends rules to help two big banks

If the Federal Reserve is waiving a fundamental principle in banking regulation, the credit crunch must still be sapping the strength of America's biggest banks. Fortune's Peter Eavis documents an unusual Fed move.

The Aug. 20 letters from the Fed to Citigroup and Bank of America state that the Fed, which regulates large parts of the U.S. financial system, has agreed to exempt both banks from rules that effectively limit the amount of lending that their federally-insured banks can do with their brokerage affiliates. The exemption, which is temporary, means, for example, that Citigroup's Citibank entity can substantially increase funding to Citigroup Global Markets, its brokerage subsidiary. Citigroup and Bank of America requested the exemptions, according to the letters, to provide liquidity to those holding mortgage loans, mortgage-backed securities, and other securities.

Offenbar haben sie schwere Verluste bei ihren Broker-Geschäften - mit Krediten an Hedge-Fonds. Daher dürfen sie jetzt Gelder aus dem normanel (einlagengesicherten) Bankgeschäft dorthin transferieren. Wieder ein klassischere Fall von Risiko-Verteilung.

In der FAZ von heute (nicht im Internet) steht, dass Citigroup und Bank of America jeweils $25 Mrd von der Fed gegen Hinterlegung von ABCP (Asset Backed Commercial Paper - eine zusammengebrochene Asset-Klasse) leihen können. Das ist nackte Monetisierung dieses ABCP-Mists.

 

Das Commercial Paper Problem wächst gewaltig an:

Quelle: http://www.jjahnke.net/rundbr31.html

extra global news 820 21-08-07: Kreditkrise greift auf Großbritannien über

Auch Großbritannien hat ein ernstes Problem mit kurzfristigen Schuldpapiere bekommen, zumal auch hier unsichere Hypotheken am Markt sind. Ottimo Funding LLC konnte jetzt 3 Mrd Dollar in kurzfristigen Schulden nicht am Markt unterbringen, obwohl das Unternehmen nicht in minderwertiger Hypotheken tätig ist. Odey Asset Management, ein Hedgefond mit Sitz in London, kündigte an, wegen Verlusten und der Unmöglichkeit gegen Schuldpapiere Kredit zu bekommen evtl. in den Verkauf von Anlagen gezwungen zu sein. Daraufhin fiel das Pfund heute gegenüber Dollar und Euro.

In den nächsten 90 Tagen wird laut Fed ein Markt von 1,1 Billionen Dollar in kurzfristigen Schuldpapieren, von Hypotheken bis Auto-Krediten, fällig. Laut UBS, der größten Bank in Europa, könnten hunderte von Hedgefonds und Hypothekenbanken gezwungen sein, etwa 75 Mrd Dollar Hypotheken-gesicherte Papiere auf den Markt zu werfen. Solche Verkäufe würden einen Markt ersaufen lassen, an dem nach laut Merril Lynch Investoren schon 44 Mrd Dollar in Werten verloren haben. Das wiederum könnte die 38 Millionen individuelle und institutionelle Investoren am Geldmarkt treffen, die den größten Teil dieser Papiere besitzen. Wachovia. Die viertgrößte amerikanische Bank befürchtet in diesem Fall eine "death spiral" für die Anlagen.

Sie können ihre Commercial Papers (CP) nicht mehr überrollen. Auch Jim Sinclair und Bill Buckler (Privateer) meinen, dass dieses Problem für das gesamte System existenzbedrohend ist.
Das wird sehr bald Massenbankrotte von grossen Firmen und Finanzinstitutionen auslösen, da sich diese vielfach kurzfristig über CP finanzieren. Bonds können sie auch keine mehr ausgeben. Amen!


Neu 2007-08-25:

Nächster Schritt - die Bankrotte:

Ambrose Evans-Pritchard: Brace yourself for the insolvency crunch

The liquidity crunch is not yet over: the insolvency crunch has hardly begun.

Many cannot. Germany’s Chamber of Industry told me yesterday that it had been flooded with distress calls from family Mittelstand firms unable to roll over credit lines. In Canada and Australia, junior mining finance has dried up almost entirely.

Global junk bond issuance has been frozen for two months. Fresh sales of collateralized debt obligations – the CDOs of subprime notoriety: a $1 trillion sold last year - have all but stopped. Banks have yet to off-load $300bn of debt from leveraged buy-out deals, forcing them to keep the liabilities on their books. They are all snake-bitten now.

Why? Because trust had collapsed to such a degree that players with a lot of cash no longer believed it safe to leave wealth in bank accounts, or the money market funds of brokerage companies - (exposed as they are to short-term commercial paper and subprime CDOs). This did not occur after 9/11, or in the heat of the October 1987 crash. Nor did was there such a banking panic in October 1929. (it hit in August 1931). If you think this is of no importance, or that this will pass swiftly, you have a strong nerve.

“When you have a run on the money markets like this, it is bound to spill over into the real economy,” said Albert Edwards, global strategist at Dresdner Kleinwort.

Also, der Credit-Crunch ist unterwegs. Die deutsche DIHK wird mit Anrufen aus Mittelstandsfirmen geflutet, die ihe Kreditlinien nicht mehr verlängert bekommen.


Neu 2007-08-24:

Die "Geldleute" wissen nicht mehr weiter - der Ruf nach dem Staat:

Bloomberg: Pimco's Gross Urges Bush to Bail Out U.S. Homeowners

Bill Gross, manager of the world's biggest bond fund at Pacific Investment Management Co., urged the Bush administration, rather than the Federal Reserve, to bail out U.S. homeowners to avoid ``destructive housing deflation.''

``Fiscal, not monetary policy should be the preferred remedy,'' said Gross, who manages the $103 billion Pimco Total Return Fund. ``This rescue, which admittedly might bail out speculators who deserve much worse, would support millions of hard working Americans whose recent hours have become ones of frantic desperation.''

``Why is it possible to rescue corrupt S&L buccaneers in the early 1990s and provide guidance to levered Wall Street investment bankers during the 1998 LTCM crisis, yet throw 2 million homeowners to the wolves in 2007?'' Gross wrote. ``If we can bail out Chrysler, why can't we support the American homeowners?''

Offenbar schaffen es die Zentralbanken nicht mehr (die können nicht langfristig Verluste abdecken). Also soll der Staat den US-Immobilienmarkt wieder beleben - durch Schuldenreduktion auf Staatskosten. In Deutschland hat der Staat gleich die Verluste der IKB übernommen.


Neu 2007-08-23:

Warnung vor Banken in FTD !

FTD: Wolfgang Münchau: Ungeschützter Bankverkehr

Wie man die aktuelle Krise als Investor unbeschadet übersteht - Teil vier der Reihe zu den Kreditmärkten. In dieser Kolumne werden keine Anlagetipps vergeben, aber die Frage, wie sich Investoren in der aktuellen Kreditmarkt-Krise verhalten sollen, ist legitim.

Da wir es mit einer nichttrivialen Wahrscheinlichkeit einer systemischen Bankenkrise zu tun haben, sollte man auf keinen Fall sein gesamtes Vermögen auf der Bank halten, etwa in der Form eines Sparbuchs. Wenn man sieht, wie sich gerade die öffentlichen Banken in Deutschland im Kreditmarkt verzockt haben, dann kommt man zu dem Schluss, dass das Sparbuch bei der Sparkasse eines der riskantesten Anlageobjekte überhaupt ist. Natürlich sind in Deutschland kleine Spareinlagen effektiv versichert. Natürlich springt der Staat in Fällen wie IKB oder Sachsen LB ein. Die Spielräume von Regierungen und Zentralbanken sind zwar nicht gering, aber im Falle einer systemischen Bankenkrise wäre es wahrscheinlich, dass viele Investoren sicher geglaubtes Geld verlieren.

Eine der besten Versicherungen gegen Kernschmelze in den Geld- und Kreditmärkten sind Anlagen außerhalb des Bankensektors, etwa in Immobilien oder Gold. Das Motto "Cash is King" stimmt zwar, aber Cash in einer illiquiden Bank ist nicht Liquidität.

Toll, was man derzeit in einer Finanzzeitung alles schreiben darf! Der Autor hat 100% recht, siehe auch Jim Simclair, Harry Schultz.

Noch eine Warnung - Süddeutsche: Wie stabil sind Deutschlands Banken?

Panikmache, oder nicht? WestLB-Chef Alexander Stuhlmann hat angedeutet, dass die US-Hypothekenkrise den gesamten deutschen Bankensektor gefährden könnte. Der Mann könnte recht haben.

Das sieht so aus, als würden wir auf den grossen Banken-Crash vorbereitet. Motto: wir haben euch ja gewarnt, aber keiner wollte es hören!
Gilt nicht nur für Deutschland.


Neu 2007-08-22:

Eigener Hinweis: die Treasury-Bill-Panik von gestern dürfte von Hank Paulson und seinem PPT gemacht worden sein. Siehe "System-Manipulation".

Hank Paulson sieht jetzt "längere Krise":

FTD: Paulson erwartet längere Finanzkrise

Die Hypothekenkrise in den USA ist nach Worten von US-Finanzminister Henry Paulson noch lange nicht ausgestanden. Obwohl die US-Wirtschaft stark sei, würden die Turbulenzen Spuren in der Konjunktur hinterlassen. Die Fed ist angeblich zu weiteren Zinssenkungen bereit.

Hat er nicht noch vor wenigen Wochen gesagt, es gäbe gar keine Krise?
Wann wird er sagen, dass die Krise auch noch tiefer wird? Aber sein PPT wurde nach seinen Aussagen "re-energetisiert".

Bernankes Angst vor der Wand:

Telegraph: Bernanke fears economy will hit a brick wall, Top Swiss banker attacks US lending standards as 'unbelievable'

The bond markets know the fuse is already lit on mass default, which is why $2,000bn of US sub-prime and Alt-A debt packaged as securities is being marked down so violently on books - German, French and Dutch books as it turns out.

The hit to the real economy will follow soon. Americans now face wealth deflation on both the housing and equity markets. The savings rate is negative for the first time since 1934, leaving no cushion. The game of drawing down home equity to pay bills - 6pc of GDP at the height of the bubble - is finished.

Stockmarket historian David Schwartz warned investors not be fooled by signs of recovery. "The truth is no-one knows how serious the financial problem in the US is, nor how it will unfold. We do know central banks are scared out of their minds," he said

Hier 2 wichtige Aussagen:
a) die Massen-Pleiten (Banken, Firmen) kommen wegen der Bond-Krise noch
b) Man sollte sich nicht von Zeichen der Erholung täuschen lassen - die Zentralbanken sind zu Tode erschrocken

Dafür bleiben in den USA schon Geldautomaten leer:


Neu 2007-08-21:

Geldmarkt-Fonds von Subprime "infiziert":

Bloomberg: Subprime Infects $300 Billion of Money Market Funds, Hikes Risk

Offenbar gibt es nichts, wo dieser Mist nicht drinnen ist.

Nächster Schritt - die Lebensversicherungen:

Handelsblatt: Der Lebensversicherung droht Gefahr

"Wir werden erstmals erleben, wie groß der Einfluss dieser Finanzinstrumente auf den Markt ist. Dies ist eine komplett andere Situation als beim vergangenen Börsencrash. Anleger sind darauf völlig unvorbereitet, für viele öffnet sich ein Tor zur Hölle, wo niemand weiß, was wirklich dahinter hervorkommt", sagt Ralf Fix vom Aachener Vermögensverwalter Galiplan. Er ist Experte für Hedgefonds und Private-Equity-Investitionen.

Kreditderivate kamen da wie gerufen. Denn sie verhießen das Unmögliche: mehr Rendite ohne höheres Risiko. Das Perfide: ABS sind keineswegs als Ramschanleihen gekennzeichnet. "Sie verfügten meist über beste Ratings, AA oder noch höher, brachten aber weit mehr Rendite", sagt Roman Mayer, Versicherungsanalyst der National Bank in Essen. Jetzt aber zeigt sich, dass in den Hochglanzverpackungen solcher Papiere zu oft minderwertiger Mist steckt.

"Viele Versicherer sind nach 2002 dazu übergegangen, ihre Reserven in so genannte Masterfunds zu stecken. Das sind Spezialfonds, die – meist von London aus – die Gelder auf Aktien, Immobilien, Derivate und eben Festverzinsliche und Fonds streuen; darunter können auch Investments in Kreditrisiken sein", erklärt Stefan Hanekopf, Leiter Asset Management der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. Nur 30 Prozent dieser Kreditrisiken liegen im Schnitt in Nordamerika, und "nur ein Bruchteil davon sind verbriefte Hypothekenkredite", sagt Hanekopf. Beim einen oder anderen Konkurrenten könne er sich vorstellen, dass der "seine Risiken im Festverzinslichen ein bisschen hochgefahren hat und jetzt verstärkt in ABS-Konstruktionen investiert ist".

Da ist offenbar nichts nicht-infiziert. "Nur kleinere Bestände von ABS/CDOs". In Wirklichkeit wissen die Versicherungen gar nicht, in was sie investiert haben, weil sie das Management in Dachfonds ausgelagert haben. Noch weniger wissen die Versicherten, ws sie noch zurückbekommen. Schon ausgestiegen?


Neu 2007-08-20:

Einige gute Ratschläge von "Uncle Harry" Schultz:

Marketwatch: Only panic is left

For years, greed has been the underlying force in the markets. Now fear is replacing it.

Once underway, fear is an even stronger force. While central banks try to hose down the market's fear-flames with money, it doesn't change the liquidity problem. Lenders fear to lend and borrowers fear to borrow. Money "in the system" is of no real help. Someone has to borrow it. Who will?

Among things to do:
1. Assume the worst scenario is possible and plan for it. If it doesn't reach that stage, you won't have lost traction but bought yourself peace of mind and financial insurance.
2. If you own the high yield currencies (I do), switch partially to low yielders for now. My favorite is the Swiss franc. Pays near zero interest but chart is bullish, so should give you capital gain. See currencies.
3. Worry about banks (all of them). Time deposits, even current accounts, in Europe, U.S., Canada and Asia banks are at risk if the bank goes under or takes a "bank holiday" (1933). The only things safe from bankruptcy to keep in a bank are: gold bullion (if in your own safe box), stocks and bonds. Stocks and bonds are kept in safe custody accounts so they are ok if your bank tanks. (Some world banks have insurance, but it's under $12,000. In the U.S., FDIC insurance is $100,000, which is nice but not sufficient for most middle income citizens, nor is it immediately payable in most cases. Additionally, not all US banks have FDIC insurance.)
4. Cut your stock positions down if you are too heavy there and/or use stops. Hold mainly oil, natural gas, base metals and precious metals. In general stocks, stay with big, big caps.
5. Reduce your U.S. dollars to near zero on the present rally, which should move up (on the U.S. Dollar Index) to 83 before topping.

I hope this scares you into doing something, even though it most certainly won't be enough. Bon chance. Good luck.

Harry Schultz hat schon viel gesehen und ist eine Legende unter den Newsletter-Schreibern.

Seine Warnung zu allen Banken ist sehr ernst zu nehmen.


Neu 2007-08-18:

Der 1. Run auf eine US-Bank:

 

Aus Bill Buckler's Gold this Week:

On August 17, while the Fed was lowering the Discount Rate and US markets were rallying with huge sighs of relief, customers of Countrywide Bank, the banking arm of the hard pressed US mortgage lender Countrywide, were lining up in front of the teller's counters to pull their money out of the bank. Yes, these customers knew that the Federal Deposit Insurance Commission (FDIC) insures all bank accounts up to $US 100,000. Yes, many of thes customers by their own admission felt "silly" in taking such a move. But they took it anyway, and they would not take "no" for an answer. One customer even had the temerity to say that he was - "thinking of buying gold."

In February this year, the first reports of subprime lenders being in trouble in the US began to filter out into the mainstream US media. Here we are seven months later with the world in financial turmoil. And now, the first indications are appearing of a distrust of the US BANKING SYSTEM by the US public themselves. Gold fell $US 20 on August 16 at the climax (so far) of a desperate rush for "liquidity" inside the financial system. A banking RUN is a rush for liquidity OUTSIDE the system. Gold regained nearly half its August 16 losses the next day.

Yes, these are only the first signs of distrust with the banks themselves. But every stage in this climbing financial meltdown has started small, and then snowballed VERY quickly. Stay tuned on this one.

Ein Horror für das "System". Bisher gab es die Flucht in die Liquidität nur innerhalb des Systems - auf Bankkonten. Jetzt gibt es die Flucht AUS DEM System - in Hanknoten oder Gold. Jede Stufe in diesem "Meltdown" hat klein gestartet und hat sich dann schnell ausgeweitet! Auch hier wird es so sein!

Das kommt noch - wenn die CDS ausbezahlt werden müssen:

Jesse: Here's the real nitro in the credit derivatives timebomb

A credit default swap (CDS) is a bilateral contract under which two counterparties agree to isolate and separately trade the credit risk of (at least one) third party entity. It is the most widely traded credit derivative product. It is an agreement between a protection buyer and a protection seller whereby the buyer pays a periodic fee in return for a contingent payment by the seller upon a credit event (such as a default or failure to pay) happening in the reference entity. Most CDS contracts are physically settled, whereupon a "triggering event" forces the protection seller to pay the face value of the "reference obligation" against the protection buyer's obligation to deliver the protected debt.
A CDS is often used like an insurance policy, or hedge for the holder of debt, though because there is no requirement to actually hold any asset or suffer a loss, a CDS is not actually insurance. The typical term of a CDS contract is five years, although being an over-the-counter derivative almost any maturity is possible.
The market for credit derivatives is now so large, in many instances the amount of credit derivatives outstanding for an individual name are vastly greater than the bonds outstanding. For instance, company X may have $1 billion of outstanding debt and $10 billion of CDS contracts outstanding. If such a company were to default, and recovery is 40 cents on the dollar, then the loss to investors holding the bonds would be $600 million. However the loss to credit default swap sellers would be $6 billion. Instead of spreading risk, credit derivatives are in this case amplifying it.

Für alle, die wissen wollen wie ein CDS funktioniert. Die Auszahlung wird spätestens beim Bankrott eines Bond-Issuers fällig, dessen Bonds mit CDS abgesichert sind. Sehen wir deshalb derzeit so wenige Bankrotte. GM, Ford wären dringeden Kandidaten dafür.

 

Die Massen-Entlassungen in der Finanzbranche laufen an:

Handelsblatt: Hypothekenbank Novastar kappt 37 Prozent aller Arbeitsplätze

Erst vor einer Woche hat man bei American Home Mortgage auf einmal 7000 Leute auf die Strasse gesetzt, nachdem man ihnen 2 Tage vorher versichert hat, das alles OK sei. Wie sie die Öffentlichkeit belügen, so belügen sie auch die eigenen Angestellten.

Prognose: Der nächste Schritt ist eine weltweite Massenentlassungswelle bei den Banken und Versicherungen.

 

"Mundhalte-Zeit"?

Deutscher Finanzminister Steinbrück im Fernseh-Interview zur Bankenkrise mit „Börse im Ersten“ (ARD)
Auf die Frage, inwieweit die Finanzkrise Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben könnte:

„ … und im Übrigen haben wir eine Situation jetzt, in der der Finanzminister den Märkten [am besten] hilft, indem er den Mund hält.“

2007-08-17 19:50

Das wird noch spannend werden, denk ich (Leserzuschrift).

Kein Kommentar mehr nötig, ausser: Geldabhebe-Zeit! Goldkauf-Zeit!


Neu 2007-08-16:

Kommt jetzt der lange hinausgezögerte, richtige Aktiencrash?

Spiegel: Größter Kurssturz an Asiens Börsen seit 9/11

Der Dow unter 13.000, der Nikkei verliert in zwei Tagen fast fünf Prozent - die Verluste an den Weltbörsen nehmen bedrohliche Ausmaße an. Und in den USA droht der nächste Hypotheken-Bankrott. Die Notenbanken setzen auf eine Doppelstrategie: Geld geben und Gesundbeten.

Berichte von panikartigen Verkäufen
In Seoul berichteten Händler von teils panikartigen Verkäufen. Dort fielen die Aktienkurse im Vormittagshandel teils um mehr als sieben Prozent. Die Börse im australischen Sydney stand zur Mitte des Handelstages mehr als fünf Prozent im Minus. Auch dort stießen Anleger Aktien aus Sorge ab, dass die Krise um wackelige US-Immobilienkredite noch weitere Kreise ziehen könnte.

Nachdem das US-PPT gestert dabei versagt hat, den Dow auf über 13000 zu halten, sind jetzt die asiatischen Börsen dran.
Einmal müssen die Aktienkurse herunterkommen, erst dass wird die breite Öffentlichkeit wachrütteln.

Airline Aktien fallen massiv! Vielfach über 10% an einem Tag

Dass die Airline-Aktien so fallen, bedeutet, dass man mit einer Wirtschaftskrise rechnet, wo die Reiseausgaben drastisch sinken.
Airlines sind "Schönwetter-Aktien". Mit möglichem Terror hat das nichts zu tun.

Der Yield Carry Trade aus dem Yen kollabiert:

Der JPY/USD Kurs ist in wenigen Tagen von ca. 120 auf jetzt 114 gestiegen, d.h. man bekommt jetzt 6 Yen weniger pro Dollar.

Ein Zeichen dafür, dass viel Hedge-Fonds, die mit Yen-Krediten spekuliert haben, diese jetzt zurückzahlen (müssen).

Es gibt auch Berichte, wonach der Neuseeland-Dollar stark sinkt, denn dahin wurde viel aus dem Yen spekuliert.

Das Ergebnis, das erst in einiger Zeit zu sehen ist: jede Menge an Hedge-Fond-Leichen und deren finanzierende Banken.

Achtung: Das kann schnell zu einem richtigen System-Kollaps führen!

 

Selbst Moody's warnt schon vor einem neuen LTCM:

Handelsblatt: Moody's schlägt Alarm
Bloomberg: Moody's Warns of Potential LTCM-Scale Fund Collapse

Was haben die bisher getan? Rating-Gebühren kassiert!
Was tun sie jetzt? ihren eigenen Hintern absichern: "wir haben doch gewarnt"


Neu 2007-08-15:

Die Krise frisst sich zu den Geldmarkt-Fonds weiter:

Aus dem Midas vom 14. August:

That's right, some Money Markets -- safe as cash, totally liquid -- are halting redemptions.

Note: there is a big difference between Money Market Funds, and "enhanced" Money Market Mutual Funds -- namely, whether or not they are FDIC guaranteed to $100k.

Once again, we see what the reach for yield has wrought . . .

August 13, 2007

Dear Client:
As you undoubtedly know, the credit markets, along with most other markets, have experienced a liquidity crisis in the past several weeks. Investor fear has overtaken reason and has induced a period in which most securities have simply ceased to trade. We have all read the stories about one hedge fund or another suffering losses related to subprime exposure and closing down or being rescued. This fear, while warranted in some cases, has spilled over into the rest of the credit market and liquidity has dried up all over the street. In addition, investment banks and securities firms are stuck with LBO deals they have already entered into but cannot find buyers for the bonds so must inventory them themselves.

This liquidity crisis has caused bids to disappear from the market and makes it virtually impossible to properly price securities or to trade them. High grade securities are trading like junk bonds as panicked investors dump names like General Electric at Tyco-like prices.

We have carefully monitored this situation for the past several weeks and have met regularly todiscuss the potential impact it may have on our clients. We had previously thought that the marketwould return to some semblance of order and that our clients would not join in the panic.

Unfortunately, this has not been the case. We are concerned that we cannot meet any significant redemption requests without selling securities at deep discounts to their fair value and therefore causing unnecessary losses to our clients. We contacted the CFTC today and asked for their permission to halt redemptions until we can honor them in an orderly fashion.

Sentinel has always sought to protect your interests and since our inception in 1980, we have never experienced a situation quite like this one. We will continue to monitor the markets and we willraise cash as opportunities present themselves....

We will remain in contact with you and update you as things progress.

Sincerely,
Sentinel Management Group, Inc.

Dieser Brief an die (ausgesperrten) Investoren ist lehrreich. Zu Senitel-Lage siehe auch den Handelsblatt-Artikel weiter untern von Gestern.
Was sie hier sagen, ist nichts anderes, dass sie ihre Papiere im Fond entweder gar nicht mehr verkaufen können (no bids) oder nur zu Tieftspreisen. Sogar Commercial Paper von AAA-Firmen wie General Electric ist nur mehr zu "Junk-Preisen" verkaufbar. Sie wollen auf bessere Preise warten.

Nach dem diversen Bond-Märkten scheint auch schon der Commercial Paper Markt (kurzfristige Finanzierungen) fast tot zu sein, sogar von den "besten" Firmen. In Europa haben auch schon "Geldmarkt-Fonds" Verluste von etwa 25% erlitten, aber noch offen gehalten. Nicht zu vergessen: das sind die "sichersten und liquidesten" Investments die es in der Papierwelt gibt. Schon Gold gekauft? Und hat jemand gedacht, dass sogar ein GE mit AAA-Rating "Junk" sein kann - jetzt wird es gezeigt! Was ist mit den AAA-Staaten? Es gibt in der "Papierwelt" derzeit offenbar keine Sicherheit mehr!

Die nächsten Verluste - an der Wall Street (aus dem Midas vom 14.8.):

Another rumor: hearing LEH has $44B in losses on books.....

14:41ET Lehman Brothers: CNBC commentator discusses mkt rumors (LEH) 54.36 -2.92: -Update- CNBC commentator discusses recent rumors that a large investment bank is in trouble. Says he's found all the rumors to be false, but notes that LEH seems to be a heavily rumored name. Repeats that he has not found any truth to any of the rumors, and says there doesn't seem to be anything severe going on at any of the investment banks

Die "konzentrischen Kreise" der Gerüchte (Rumors) oder besser "Insider-Informationen" ziehen sich immer enger um die grossen Wall Street Firmen herum. Dieses mal ist es Lehman Brothers.

There is unconfirmed talk on the street that many money market funds including BlackRock, Schwab, and Fidelity may have attempted to enhance their investment returns by purchasing low-quality debt instruments and now face withdrawal problems because they cannot value these assets in the current environment.

Thomson IFR Markets says, "this is a scary development. If this problem spreads to Vanguard, Fidelity, and other large money market funds, funds with trillions of dollars, we shudder to think that we might see an old fashioned ‘run on the bank’."

Der nächste "Zitterer": wenn auch die "grossen" Geldmarkt-Fonds ihre Erträge mit solchen Niedrig-Qualitäts-Papieren aufgefettet haben, dann gibt es einen richtigen "Bank-Run", die Flucht aus allen Anlagen.


Neu 2007-08-14:

Sogar laut Mr. Euro wurde ein Kollaps gerade noch verhindert:

Spiegel: EZB-Präsident gibt Entwarnung
Handelsblatt: Weitere Fonds in Schwierigkeiten

Das Schlimmste ist überstanden - der EZB zufolge wurde ein Kollaps der Finanzmärkte wegen der US-Kreditkrise gerade noch abgewendet. Präsident Trichet spricht von einer Normalisierung der Lage.

So viel Ehrlichkeit muss man echt bewundern. Da sagt der EZB-Chef, dass das Finanzsystem fast kollabiert wäre und man diesen Kollaps gerade noch abgewendet hat - diesesmal. Das nächste Mal, wenn grosse Banken kollabieren...

 

Der Banken-Sperr-Paragraf (Leserzuschrift aus Deutschland):

§47 KWG (Deutschland)

(1) Sind wirtschaftliche Schwierigkeiten bei Kreditinstituten zu befürchten, die schwerwiegende Gefahren für die Gesamtwirtschaft, insbesondere den geordneten Ablauf des allgemeinen Zahlungsverkehrs erwarten lassen, so kann die Bundesregierung durch Rechtsverordnung

1. einem Kreditinstitut einen Aufschub für die Erfüllung seiner Verbindlichkeiten gewähren und anordnen, daß während der Dauer des Aufschubs Zwangsvollstreckungen, Arreste und einstweilige Verfügungen gegen das Kreditinstitut sowie das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kreditinstituts nicht zulässig sind;

2. anordnen, daß die Kreditinstitute für den Verkehr mit ihrer Kundschaft vorübergehend geschlossen bleiben und im Kundenverkehr Zahlungen und Überweisungen weder leisten noch entgegennehmen dürfen; sie kann diese Anordnung auf Arten oder Gruppen von Kreditinstituten sowie auf bestimmte Bankgeschäfte beschränken;

3. anordnen, daß die Börsen im Sinne des Börsengesetzes vorübergehend geschlossen bleiben.

(2) Vor den Maßnahmen nach Absatz 1 hat die Bundesregierung die Deutsche Bundesbank zu hören.

(3) Trifft die Bundesregierung Maßnahmen nach Absatz 1, so hat sie durch Rechtsverordnung die Rechtsfolgen zu bestimmen, die sich hierdurch für Fristen und Termine auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts, des Handels-, Gesellschafts-, Wechsel-, Scheck- und Verfahrensrechts ergeben.

Das gibt es sicher in anderen Ländern auch in ähnlicher Form. Die Frage ist nur, ob es verlautbart werden muss, oder geheim durchgeführt werden kann.


Neu 2007-08-13:

SCHWEIZ: BITTE ANSCHNALLEN (Leserzuschrift)!

Auch in der Schweiz spitzt sich die Lage dramatisch zu. Eine mir bekannte Persönlichkeit wollte - von mir natürlich gestern animiert - heute bei einer bekannten CH-Grossbank in ZÜRICH einen grossen Geldbetrag (umgerechnet ca. 500'000 Euro) Knall auf Fall in cash abheben. Sein Depositenkonto liess dies ohne weiteres zu...denkste: Die Schalterbeamtin bekam einen gewaltigen Schweissausbruch und wollte fürs erste einmal 20'000 CHF auszahlen; denn es sei momentan der Cash-Bestand sehr ausgetrocknet. Der Rest würde im Verlaufe der Woche verfügbar sein. Merke: Wenn selbst die einst hochliquiden Schweizer Grossbanken Mühe bekunden, mittlere Summen in cash auszuzahlen, dann gilt ab sofort: BITTE ANSCHNALLEN!

Das muss wohl einer dieser beiden in der Schweiz ansässigen Primary-Dealers gewesen sein. Nicht einmal die Zentrale kann die (für diese Bank) Peanuts von CHF 500K sofort liefern. Igitt, igitt. Hier sieht man genau, wie das alles international synchron abstürzt. Diese CHF 500K bekomme ich wahrscheinlich hier in Wien leichter.

 

Die Online-Broker mögen plötzlich keine Abhebungen (Leserzuschrift aus Deutschland):

Ich hatte am Sonnabend von CortalConsors etwas über 10.000 EUR abgezogen (überwiesen) und bekam heute einen Anruf, was noch nie passiert ist.
Ich wurde gefragt, ob ich mir das auch überlegt hätte und ob das richtig sei, dass ich das getan hätte.
Ich fragte, wieso man mich da extra anruft.
Antwort: "Es seinen stichpunktartige Überprüfungen zu meiner Sicherheit". Ich fragte sie, ob es vielleicht sein könnte, dass es zu IHRER Sicherheit sein könnte, statt zu meiner, aufgrund der Kreditkrise. Darauf meinte sie: Das könne man auch so sehen.

Direkt zu sperren wagen sie Abhebungen offenbar noch nicht. Bald sind sie ganz zu und die Anleger in der Mausefalle!

Kreditlinien werden bereits gekürzt (Leserzuschrift aus Deutschland):

Heute bin ich zu meiner Sparkasse gegangen und wollte auf einem gewerblichen Girokonto einen Betrag abheben im Rahmen der Kontokorrent-Linie. Dieser wurde nicht ausgeführt, obwohl ich an der Kasse meinen frisch gedruckten Auszug vorlegte und es ersichtlich war, dass noch € 8.500 zur Linie frei war. Der Mann an der Kasse sagte, dass momentan schon wieder ein Belastung unterwegs ist und deshalb der Auszug nicht mehr aktuell sei. Da ich definitiv weis, dass keine Belastung unterwegs sein kann, habe ich den Vorgang abgebrochen, da ich ja tatsächlich keinen Betrag abheben wollte.

Interessant, mit welchen Ausflüchten hier gearbeitet wird. Man sagt den Leuten nicht direkt, dass die Kreditlinie weg ist, denn das könnte Panik auslösen.

Beim Luxus der Finanzakrobaten wird schon zurückgeschraubt:

FTD: Luxus wird billig

Tiffany und Sotheby's macht die Krise an den Finanzmärkten zu schaffen. Die Aktienkurse fallen, weil der Kundschaft Verluste unterstellt werden.


Neu 2007-08-11:

Es ist Zeit, Notfall-Massnahmen zu aktivieren:

a) Wer noch Gold/Silber braucht, sollte sich dieses sofort besorgen

b) Wertpapiere und Fonds sofort abstossen (ausser Gold/Silber-Minen-Aktien)

c) Fast alles Bargeld von den Bankkonten abheben: im Euro-Raum die Hälfte in CHF

d) Lebensmittel-Vorrat anlegen, wenn die Überweisungen stoppen, sind die Supermärkte bald leer

e) Machen Sie ihre Wohnung/Haus sicher, die Kriminalität wird explodieren

PS: Wenn die wirkliche Krise nicht so schnell kommt, ist nichts verloren.


IMF gibt "Entwarnung" - die haben richtig Angst:

Yahoo: IWF will Finanzkrise entdramatisieren

Das wird derzeit in allen Medien gross hinausposaunt. Vor einigen Monaten haben diese Typen noch vor der Hedge-Fonds und Derivaten gewarnt. Jetzt wo die Krise da ist, gelten diese Warnungen nicht mehr? Das ist die Beruhigung der Passagiere auf der Titanic vor dem Untergang.

Retter für CDOs gesucht:

Es gibt Meldungen, wo nach die grossen Finanzhäuser diese US ABS/MBS/CDOs jetzt überall loswerden wollen, sogar bei kleinen Banken & Versicherungen in Europa (wurden bisher nicht beachtet). Auch Helicopter Ben Bernanke kauft/monetisiert sie jetzt offizell, bisher nur heimlich.

Mike Shedlock: Bernanke Panics & Gold Responds

Helicopter Ben akzeptiert jetzt offenbar auch den CDO-Mist für seine REPOs mit den er den Banken Geld gibt. Das sieht man an den ABX-Indizes der letzten Tage. Die offene Monetisierung dieses Mistes hat offenbar voll eingesetzt. Gut für Gold, schlecht für den Dollar.


Neu 2007-08-10:

Die Krise ist weltweit:

Bloomberg: Bank of Japan, RBA Boost Funds to Ease Credit Crunch

Die Japaner und Australier "injizieren" jetzt auch schon Geld in ihre Systeme.

Jim Sinclair (http://www.jsmineset.com/):

This is the REAL THING. It is going to break lose again here. The dominos are falling and falling hard right here and now. Hang on tight to your gold because the making of the BIG KAHUNA has come.

Adding financial liquidity to the marketplace is happening both in Europe and in the US even though it's being denied. This is nothing less than MONETARY INFLATION which by economic law translates into price inflation. Adding liquidity is like pouring gasoline on a bonfire. It is proof that central banks will burn down the barn to avoid a derivative crisis. The barn is their respective currencies.

The failure today of various hedge funds in mortgage debt in Europe is a failure in credit derivatives. You are witnessing Central Banks' reaction to a failure of credit derivatives which simply cannot be permitted unless you live in the world of "Mad Max" in a financial sense. The Carry Trade has nothing to do with gold regardless of those that profess this piece of black PR. Believe it or not, today's circumstances are what it takes to propel the price of gold above $1,650.

The US dollar has nowhere to go because if you think that a credit derivative failure is containable to any location - or at all - I will sell you the Brooklyn Bridge cheap. All that can be gained by blasting in huge amounts of international liquidity is a temporary slowdown of failures. Adding liquidity anywhere adds liquidity everywhere in a global financial world.

Also die Zentralbanken opfern lieber ihre Währungen, als eine Derivatenkrise zuzulassen.

 

Der nächste EZB-Schnelltender € 61 Mrd.

Handelsblatt: EZB und Fed pumpen neue Milliarden auf den Markt

Schon den zweiten Tag in Folge haben die Europäische Zentralbank und ihr US-Pendant Fed außerplanmäßig Milliarden auf den Markt gepumpt, um die Liquidität des Finanzsystems zu sichern. Im Falle der Fed war es so viel Geld wie seit mindestens einem Jahr nicht mehr.

Nachdem die EZB dem Finanzsystem am Donnerstag bereits eine Rekordsumme von knapp 95 Milliarden Euro für einen Tag zum Zinssatz von vier Prozent bereitgestellt hatte, legte sie am Freitag nach. Sie stellte dem Euro-Geldmarkt mittels eines Schnelltender genannten Zuteilungsverfahrens über das Wochenende weitere 61,05 Milliarden Euro zur Verfügung.

Da haben gestern wirklich Settlement-Probleme gedroht, die fast € 100 Mrd für einen Tag verlangt haben, d.h. verschiedene Banken hätten sonst untereinander die Überweisungen nicht ausgleichen (setteln) können - die gefürchteten Cross-Defaults unter den Banken wären entstanden.

Wichtig:
Die Zentralbanken können auf diese Art kurzfristige Liquiditätspobleme lösen, aber sie können nicht langfristige Verluste ausgleichen oder Banken mit Riesenverlusten wie jetzt retten, das geht nur durch Übernahme oder staatliche Hilfe geschehen.

Diese Krise ist wirklich gross, wenn schon Cross-Defaults auf diese Weise abgewendet werden müssen!

Börsenpsychologie jetzt umgekehrt:

Handelsblatt: "Überall wird Kasse gemacht"

Ein Ausverkauf bei Finanzwerten wegen der Furcht vor bösen Folgen der US-Hypothekenkrise hat den Dax am Freitag erneut in die Tiefe gerissen. Die Europäische Zentralbank sah sich veranlasst, erneut frisches Geld in Milliardenhöhe in den Markt zu drücken. Marktstrategen stellen schon die 7 als erste Stelle des Dax-Standes in Frage.

Überall wird Kasse gemacht, alle bauen ihr Risiko ab“, fasste Händler Dirk Müller vom Brokerhaus ICF Kursmakler die Lage zusammen. „Der Druck, der von der Subprime-Krise kommt, lässt einfach nicht nach“, erklärte Jörg Treptow, Händler bei MM Warburg. Für den Marktstrategen Christian Schmidt von der Helaba drückt das Thema derzeit die Quartalsberichtssaison in den Hintergrund. „Sollten noch weitere Unternehmen zugeben, dass sie Probleme mit der US-Hypothekenkrise haben und noch weitere Dinge ans Tageslicht kommen, dann wären Kursziele über 7 000 Punkte noch optimistisch“, sagte er mit Blick auf den Dax.

„Wenn sich Notenbanken rund um den Globus zu so etwas veranlasst sehen, dann ist Feuer unter dem Dach“, erklärte Müller. Außer der EZB versorgen auch die Notenbanken der USA und Japans die Kreditwirtschaft mit zusätzlichem Geld.

Der "Börsenbulle" dürfte jetzt endgültig vom "Börsen-Bären" abgelöst worden sein. Es wird auch noch den 7, 6, 5er vor dem Dax geben.
Jetzt noch in Aktien zu bleiben, ist unsinnig.

 


 

Neu 2007-08-09:

Alarm: EZB versucht Banken zu retten:

Bloomberg: ECB Offers Unlimited Cash as Bank Lending Costs Soar, Treasuries Rise as Money Market Rates Surge, ECB Provides Funds
N-TV: Banken horten Bargeld

Aug. 9 (Bloomberg) -- The European Central Bank, in an unprecedented response to a sudden demand for cash from banks roiled by the subprime mortgage collapse in the U.S., loaned 94.8 billion euros ($130.2 billion) to assuage a credit crunch.

The overnight lending rates banks charge each other jumped to the highest in six years. The so-called London interbank offered rate in dollars rose to 5.86 percent today from 5.35 percent and in euros gained to 4.31 percent from 4.11 percent. Three-month dollar Libor rose to 5.5 percent from 5.38 percent.

``Liquidity in the market has completely dried up as investors aren't recycling their money back because of subprime concerns,'' said Saher Bin Jung, a trader on the commercial paper desk at Commerzbank AG. ``Levels have shot up dramatically since yesterday as issuers are trying to entice investors back.''

Die Europäische Zentralbank reagierte mit einem Schnelltender und pumpte am Nachmittag knapp 95 Mrd. Euro zusätzliche Mittel in den Geldkreislauf. Die Notenbank hatte den Kreditinstituten erst am Dienstag bei einem regulären Tendergeschäft 292,5 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Das Gesamtvolumen des in der Euro-Zone umlaufenden Geldes in der aktuellen Mindestreserveperiode bezifferten Tagesgeldhändler am Donnerstag auf rund 440 Mrd. Euro. In der Nacht hatte bereits die Schweizer Nationalbank ihren heimischen Geldhäusern frische Liquidität angeboten.

Die Welt schreibt; Größte Rettungsaktion seit dem 11. September

Es war eine Rettungsaktion für die Banken!

Da ist eine ganz schwere Bankenkrise im Euro-Raum unterwegs - in der Schweiz auch. Rette sich wer kann!

49 Banken primär aus Deutschland, Niederlande, Frankreich, Spanien haben sich heute die fast 100 Mrd. Euro geholt.
Vorgestern haben sie sich bei dem regulären Tender fast 300 Mrd. geholt. Die Methode sieht richtig hyperinflationär aus.


Neu 2007-08-08:

Jetzt schliessen auch schon "Geldmarkt"-Fonds:

Handelsblatt: Fonds-Anleger zittern

Die Krise um in Anleihen verpackte Kredite bonitätsschwacher US-Häuslebauer erreicht die Privatanleger. Am gestrigen Dienstag musste neben der WestLB auch Sal. Oppenheim einen Fonds schließen. Neues Ungemach droht aktuell bei BNP Paribas. Sollte sich die ABS-Fondskrise auf klassische Rentenfonds ausweiten, sehen die Anlegerschützer rechtlichen Klärungsbedarf.

In den ABS-Fonds der BHF-Tochter Frankfurt Trust über 160 Mill. Euro haben einige Tausend Privatanleger ihr Geld gesteckt. In den zuletzt geschlossenen Fonds von WestLB-Mellon, Union Investment, HSBC, Axa und Sal. Oppenheim, die auf forderungsbesicherten Anleihen (Asset Backed Securities, ABS) basieren, sind hingegen wegen der hohen Mindestanlagesummen nur wenige Privatanleger investiert. Die Fonds wurden zumeist als sichere Geldmarktfonds vermarktet.

Neues Ungemach könnte zudem dem Fonds „Parvest Dynamic ABS“ von BNP Paribas drohen. Nach Angaben des Fondsanalysehauses Morningstar wurde eine Tranche über 366 Mill. Euro an Privatanleger verkauft; er ist bereits stark von Mittelabflüssen betroffen. Mit einem Gesamtvolumen von zuletzt 1,3 Mrd. Euro ist dieser Fonds einer der größten seiner Klasse. In den zehn Tagen bis zum 3. August verlor der Fonds, der stark in privaten US-Hypotheken investiert ist, 6,3 Prozent an Wert. Über die Kursentwicklung seither macht die Gesellschaft keine Angaben.

Auffällig: Der Fonds hielt per Ende Juni nur 0,4 Prozent in Bargeld vor. Selbst die jüngst geschlossenen ABS-Fonds von Frankfurt Trust und WestLB Mellon hatten zuletzt Barquoten von 17 und zwölf Prozent aufgebaut – und mussten den massiven Verkäufen der Anteilseigner dennoch mit der Schließung des Fonds Tribut zollen. Parvest verweigert jede Auskunft über Abflüsse oder eine mögliche Schließung des ABS-Fonds.

Die wesentliche Eigenschaft von Geldmarktfonds ist deren Liquidität und Sicherheit. Und dieser französische Fondverwalter schliesst sie einfach und verweigert jede Auskunft. Ein Fond nach dem anderen schliesst - das sind alles "normale" Investment-Fonds, keine Hedge-Fonds.

Irrationale Märkte? Fondschliessungen auch in Östereich:

Standard: US-Immobilienkrise erreicht Österreich

Wien – Die Verunsicherung der Anleger aufgrund der Krise am US-Immobilienmarkt hat Österreich erfasst. Am Montag ist der größte heimische Investmentfonds, der in von anderen Banken vergebene Kredite investiert, vorläufig geschlossen worden. Dies bestätigte Ulrich Kallausch, Österreich-Vorstand der Privatbank Sal. Oppenheim, die den Fonds managt. Aufgelegt ist der Fonds mit einem Volumen von rund 750 Mio. Euro bei der gemeinsamen Kapitalanlagegesellschaft der österreichischen Hypo-Banken, der Hypo KAG. Die rund 70 Investoren des Fonds, der in Asset-backed Securities veranlagt, sind ausschließlich Großanleger – Banken und Versicherungen. Die Mindesteinlage: 100.000 Euro. Die Vorgangsweise sei mit den Anlegern, darunter rund 20 Anleger aus Österreich, abgestimmt worden und zu deren Schutz erfolgt, betonte Kallausch.

Fondsvermögen nicht gefährdet:

Lach und brüll: Das Fondvermögen ist nicht gefährdet wenn sie in BBB bis AAA Papiere investieren. Die BBB-Papiere sind jetzt bei 35%. Kein Wunder, dass sie nicht mehr auszahlen können.


Neu 2007-08-07:

Hedgistan-Krise  - jetzt sind auch Schweizer Fonds dran:

NZZ: Hypothekenkrise trifft Schweizer Hedge-Funds

Diese Verluste bei Einzelfonds schlagen inzwischen auf die Performance von in der Schweiz zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Dach-Hedge-Funds durch, wie Professor Peter Meier von der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW) bestätigt. Rund ein Fünftel der hiesigen Fonds wies im Juni eine negative Performance auf, wobei grössere Teile der Verluste wohl auf Engagements in Einzel-Hedge-Funds gehen, die im Hypothekenmarkt spekuliert haben. Zu den grössten Verlierern zählen der Sarasin Torneo Multistrategy (–3,8%), der AMC Defensive Alternative Fund (–1,7%, Banque Cantonale Vaudoise), der SC Low Volatility Fund (–1,4%, Swiss Capital Group), die Avadis Anlagegruppe Hedge-Funds (–1,1%, Avadis ist ein Outsourcing-Unternehmen für Pensionskassen) und der EFG Alternative Investment (–1,1%). Der Fonds von Swiss Capital hatte schon durch den Niedergang des Hedge-Fund Amaranth im vergangenen Jahr gelitten und legte laut den Hedgegate-Daten der ZHW in den letzten zwölf Monaten gerade einmal 1,4% zu.

Beobachter gehen davon aus, dass sich die Verluste, die bei vielen Fonds im Juni aufgetreten sind, im Juli noch ausweiten dürften, da im vergangenen Monat die Krise erst richtig virulent wurde. Pikant sind die Verluste etlicher Fonds vor allem vor dem Hintergrund, dass sie als Anlagen mit tiefem Risiko vermarktet wurden, welche in der Regel eine niedrige Volatilität aufweisen. Insofern entpuppten sich einige Fonds als Wölfe im Schafspelz. Das Gefährliche an gewissen Strategien ist laut Peter Meier die Mixtur aus Leverage, Illiquidität und Intransparenz. Bei den Engagements der Hypotheken-Hedge-Funds seien teilweise Hebel von 1000% und mehr entstanden.

Da sollte man sich erst die kommenden Ergebnisse des 3. Quartals ansehen. Wer über Dachfonds in Hedge-Fonds mit ihrer 3/30% Provisionsregel investiert, ist selbst schuld.

Hedgistan Krise II - Konkurs auf den Cayman Islands:

Bloomberg: Bear Stearns Caymans Filing May Hurt Funds' Creditors

Bear Stearns lässt jetzt seine bankrotten Hedge-Fonds dort in Konkurs gehen, wo sie registriert sind - auf der Karibik.
Da ist nichts mehr zu holen.


Neu 2007-08-05:

"Wall Street" dreht durch:

Jim Cramer Video: Cramer: Bernanke, Wake Upzur allgemeinen Belustigung!

"Mad Money" Jim Cramer (eine Legende) wird wirklich "Mad". Er beschimpft Ben Bernanke auf das Unflätigste und fordert gleichzeitig, dass er das "Discount Window" aufmacht, d.h. Geld abwirft. Die Nerven liegen offenbar wirklich blank.

 

Der von Ludwig von Mises beschriebene totale und finale Systemkollaps ist gerade unterwegs. Es gibt kein Zurück mehr.

Hier noch ein Ludwig on Mises Zitat zu Kredit-Booms:

"Eine Erhöhung der Geldmenge ist eine unbedingte Notwendigkeit für das Erscheinen eines Booms. Die Aufeinanderfolge von Boom-Perioden mit Depressions-Perioden ist das unvermeidliche Resultat von wiederholten Versuchen zur Reduzierung der Zinssätze durch Kredit-Expansion. Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Boomes durch Kredit-Expansion zu vermeiden. Die Alternative ist nur, die Krise durch freiwillige Aufgabe der Expansion früher kommen lassen oder später eine finale und totale Katastrophe des Währungssystems zu riskieren.

Die Krise beginnt, sobald die Banken ängstlich werden und keine weiteren Kredite vergeben. Diese Änderung im Verhalten der Banken verusacht die Krise nicht. Sie macht nur die vielen Fehlinvestitionen durch den Boom sichtbar. Der Mangel an neuem Kredit, welcher ein wesentliches Kennzeichen der Krise ist, wird nicht durch Kontraktion der Kreditmenge, sondern allein schon durch die Beendigung der Expansion sichtbar. Er schädigt alle Firmen, nicht nur jene, die sowieso dem Untergang geweiht sind, sondern auch jene soliden Firmen, die bei weiterer Kreditvergabe keine Probleme hätten. Da die ausstehenden Kredite nicht zurückbezahlt werden, können die Banken keine weiteren Kredite auch an solide Firmen vergeben. Die Krise wird allgemein und zwingt alle Branchen und Firmen zur Reduktion ihrer Aktivitäten. Es gibt keinen Weg, diese Konsequenzen eines Booms zu vermeiden."

Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft waren bisher noch gering. Aber sie werden bald zu sehen sein.


Neu 2007-08-04:

Ach, die Wirtschaftsweisen:

Manager-Magazin: Kreditkrise ist ausgeschlossen

Die Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt schwappt nach Deutschland. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger erklärt im Gespräch mit manager-magazin.de, warum Risiken für deutsche Banken bestehen - die meisten Unternehmen hierzulande jedoch gegen eine Eskalation gewappnet sind.

Sieht er die Realität wegen seiner engen Scheuklappen nicht oder lügt er für seine Brötchengeber?
Es wird für diesen und ähnliche Herren bald Zeit, ihre tollen Dr. und Prof. Titel zurückzugeben.

 

Das "Erdbeben" hat schon Stärke 8?

EIR: Big Bank Failure Could Turn Credit Crunch Into Global Crash

The seizing up of the world credit markets—triggered by the collapse of the household debt bubble in the United States—may turn from a slow-motion collapse into a thorough crash, if one or more major investment banks fails in the near future.

Credit Markets 'Shaking Like an 8.0 Earthquake'
Less well known, but more important to this crisis, is the blow-up in July, of the corporate "junk debt" market, the supposedly inexhaustible supply of high-interest lending by which banks and hedge funds were financing corporate takeovers by so-called private equity funds, less politely called "predator funds" or "financial locusts."

Wenn eine Investment-Bank umfällt, dann ergibt das einen richtigen, weltweiten Crash. Derzeit haben wird noch kein Erdbeben der Stärke 8 - denn sonst müsste es schon viele tote Banken geben. Aber Robert Prechter hat uns ein Erdbeben der Stärke 11 versprochen - kommt noch.


Neu 2007-08-03:

Neues Ungeziefer (a.k.a. Bank in Problemen) in Deutschland gefunden:

Spiegel: US-Immobilienkrise erreicht ersten Dax-Konzern

Kurssturz an der Frankfurter Börse: Die Aktien des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate sind um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Gerüchten zufolge könnte das Unternehmen in die US-Immobilienkrise verstrickt sein. Damit wäre der erste Dax-Konzern direkt betroffen.

Dass es nun ausgerechnet Hypo Real Estate treffen soll, ist eine Überraschung. Der Immobilienfinanzierer gilt als solide, für riskante Geschäfte ist das Unternehmen eigentlich nicht bekannt.

Haben die vor einigen Jahren nicht schon genügend Lehrgeld bei Immobilien in Deutschland gezahlt, um sich nicht in der US-Bubble einzumischen.

 

Die Immobilienaktien brechen überall ein:

FTD: Die Party bei Immobilienaktien ist vorbei

Europaweit. Vor einigen Tagen war es schon in Österreich so weit. Party over!


Neu 2007-08-02:

Das Hedge-Fond-Sterben geht weiter:

Aus dem Midas vom 1. August:

"We’re hearing rumors that Caxton Associates is blowing up. Caxton is one of the largest hedge funds in the world with around $16 billion under multi-strategy management so this would be huge and, as they say, unlikely.

"Update: Caxton denies any such rumors. According a friend o' DealBreaker, there was a "larger than normal liquidation in order to reduce risk," the main fund is down 3-4% mtd and Caxton "made money today." Make of that what you will."

"Hedge fund Caxton Associates is facing margin calls from prime brokers JPMorgan Chase and Goldman Sachs

The $12.5 billion fund, run by Brooklyn native Bruce Kovner, is not failing, according to sources. But its bankers are calling for the New York-based hedge fund to put up more money -- which is pressuring the giant hedge fund company to sell some assets."

 

LBO-Katastrophe für die Banken:

Times: Credit markets leave banks saddled with £250bn of debt

Credit markets leave banks saddled with £250bn of debt. Leading investment banks on both sides of the Atlantic are saddled with almost $500 billion (£246 billion) in agreed leveraged loans that they are unable to parcel out to other investors.

New figures from Dealogic reveal that in Europe the banks are struggling to clear a backlog of $208 billion worth of leveraged loans that they would normally have sold on through syndication.

In the United States, the figures also show that investment banks are stuck with $269 billion of agreed loans that they are unable to syndicate.

$500 Mrd aus Mergers, die sie nicht mehr los bringen. Diese Zahlen sind viel höher als bisher angegeben (etwa das 12fache). Die Hälfte allein in Europa. Gute Nacht Grossbanken! Ihr seid die "Bagholder".


Neu 2007-08-01:

US-Hypotheken: "Alt-A" Lender stürzen ab:

Spiegel: US-Hypothekenkrise lässt Europas Börsen wackeln

Die Schieflage des US-Hypothekenfinanzierers American Home Mortage hat die Anleger in Europa verschreckt: In Scharen zogen sie sich von den Aktienmärkten zurück, die Kurse stürzten ab.

Der US-Hypothekenfinanzierer American Home Mortgage Investment hatte mitgeteilt, keine Kredite zur Finanzierung seines Hypothekengeschäfts mehr zu bekommen. Die Aktien des Unternehmens stürzten an der Wall Street um 90 Prozent auf 1,04 Dollar ab. Analysten schließen einen Bankrott des Unternehmens, das zu den großen Hypothekenanbietern des Landes zählt, nicht aus. Dabei sorgt besonders die Tatsache für Verunsicherung, dass American Home - anders als einige der bisher von der Krise betroffenen Immobiliengesellschaften - gar nicht im Geschäft mit Ramschhypotheken engagiert ist.


Neu 2007-07-31:

Das "deutsche PPT" hat am Sonntag wegen IKB eingegriffen:

Spiegel: Deutschland entging Bankenkrise nur knapp

Haarscharf an der Katastrophe vorbei: Laut einem Medienbericht hätte die gestern bekannt gewordene Schieflage der Mittelstandsbank IKB weitere Kreditinstitute in Turbulenzen stürzen können. Nur ein Eingreifen der Bundesregierung habe das Schlimmste verhindert.

München/Frankfurt am Main - Die US-Hypothekenkrise stellt für den deutschen Finanzsektor offenbar eine weit größere Bedrohung dar als zunächst angenommen. Nach den Turbulenzen bei der Mittelstandsbank IKB habe die Gefahr bestanden, dass "alles ins Rutschen gerät", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" einen Insider. Die Bundesregierung und die staatliche Finanzaufsicht Bafin hätten daher entschieden, dass die Staatsbank KfW bei der notleidenden Bank einspringt.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" weiter berichtet, haben Bundesregierung und Bafin befürchtet, dass die Krise auf weitere Banken und die gesamten Finanzmärkte überschwappen könnte. Um dies zu verhindern, hätten sich das Finanzministerium und die Bafin am Wochenende verständigt, dass die KfW bei der IKB einspringt.

Die Mitglieder des KfW-Verwaltungsrats seien am Sonntagnachmittag in einer Telefonkonferenz darüber unterrichtet worden. An dem Gespräch hätten Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), Bafin-Chef Jochen Sanio und KfW-Vorstandssprecherin Ingrid Matthäus-Maier teilgenommen.

Laut "SZ" haben mehrere andere Banken der IKB Kreditrahmen in jeweils dreistelliger Millionenhöhe gewährt und wären bei einem Kollaps der Düsseldorfer ebenfalls betroffen gewesen. Manche seien zudem selbst auf dem US-Hypothekenmarkt engagiert, heißt es in dem Bericht, in dem aber keine Namen von Häusern genannt wurden. Darüber hinaus hätte bei einem IKB-Zusammenbruch ein Abrutschen des Aktienmarktes gedroht.

Wer "haftet" also für die Idioten bei den Banken: der Steuerzahler. Das war offenbar knapp. Wahrscheinlich hat man das "PPT" (den Finanzminister) erst kurz vor dem Zusammenbruch informiert. Offenbar gibt es bei anderen deutschen Banken noch ähnliche Probleme.


Neu 2007-07-30:

Unglaublich, wo diese US-CDOs überall drinnen sind:

Welt: US-Krise trifft deutsche Mittelstandbank
Manager Magazin: Hypothekenkrise erreicht Deutschland

Die IKB Deutsche Industriebank AG hat wegen der Krise am Immobilienmarkt in den USA eine Gewinnwarnung ausgegeben. Der bisherige IKB-Chef Ortseifen muss seinen Hut nehmen. Die Aktie des MDax-Unternehmens sackt um 13 Prozent.

Stefan Ortseifen sei im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus seinem Amt als Mitglied und Sprecher des Vorstands der IKB ausgeschieden, berichtete die IKB. Der Aufsichtsrat habe Günther Bräunig, Mitglied des Vorstands der KfW, zum Vorstandsvorsitzenden der IKB bestellt. Weiter wurde Dieter Glüder, Direktor der KfW, zum Mitglied des Vorstands bestellt, hieß es in der Mitteilung.

Wegen der Krise am US-Immobilienmarkt und der damit einhergehenden Verunsicherung sei die Bonität der IKB gefährdet gewesen. Die KfW werde mit Wirkung zum 30. Juli in die Liquiditätslinien gegenüber von der Krise betroffenen Geschäftsbereiche der IKB eintreten. Darüber hinaus werde die KfW die IKB gegen Risiken abschirmen, die aus bestimmten Portfolioinvestments resultierten. Diese Maßnahmen gewährleisteten, dass die IKB ein bonitätsstarkes Bankinstitut, insbesondere für den deutschen Mittelstand, bleibe, hieß es.

Der von der IKB verwaltete Fonds "Rhineland Funding" und das Institut selbst sind in den USA im so genannten Subprime-Markt schwach besicherter Immobilienkredite engagiert. Seit geraumer Zeit häufen sich dort die Kreditausfälle, was bereits einige amerikanische Banken in Schwierigkeiten gebracht hat. Die IKB erklärte, bei ihr habe es Bewertungsabschläge sowie "wenige Kreditausfällen und nur einige Ratingverschlechterungen" gegeben.

"Dennoch hat das Engagement der IKB dazu geführt, dass ihre Bonität vor dem letzten Wochenende in Frage gestellt wurde und zu befürchten war, dass sich die Vertrauenskrise weiter verschärfen würde", erklärte die Bank.

Was hat eine deutsche "Mittelstandsbank" in diesen CDO-Mistpapieren zu suchen? Natürlich habe sie diesen Mist besessen.
Hier ist zu sehen, dass:
a) keine Finanz-Institution vor dem Problem sicher ist
b) die Bankenprobleme erst jetzt ans Tageslicht kommen

Offenbar musste die Bank von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gerettet werden! Auch der neue CEO kommt von dort.


Neu 2007-07-29:

Welchen Unterschied eine Woche macht:

Peter Schiff: What A Difference A Week Makes!

Er hat auch schon lange vor dem derzeit sich entwickelnden Desaster gewarnt. Jetzt ist es da.
Niemand wollte ihm glauben. Jetzt geht alles sehr schnell.
Wirklich aufwachen werden die Leute und auch die "Experten" erst, wenn die Aktienmärkte richtig crashen und die Banken untergehen.

Was wird bisher gesehen haben, war nur die Spitze des Eisbergs.


Neu 2007-07-27:

Gegenseitige Ansteckung der Märkte überall:

Bob Hoye: Financial Contagionunbedingt lesen!

History provides reliable instruction on credit expansions and credit contractions. One causes the other, and the corruption of central banking from the duty of providing a sound currency to being the bender of last resort has exacerbated the booms, which in turn will exacerbate the inevitable contraction.

Those armed with interventionist theories rather than with the evidence of financial history seem compelled to deny a natural turn towards a credit contraction, when its time has come.

Usually junk-bonds and the stock market go up and down together. Given the nature of credit the stock market will get in line with the building liquidity crisis.

As with the end of previous credit inflations, the contraction is progressing from sector to sector. This time around it started with subprime mortgage bonds and has now taken out junk which most of the time acts like a stock.

This is likely the biggest train wreck in financial history and until today, in looking at the senior stock indexes the bulls are getting aboard the last train into Dodge City.

Jetzt haben wir also wieder eine Kredit-Kontraktion. Es hat bei den US-Subprime-Bonds begonnen und hat jetzt das gesamte "Junkistan" angesteckt. Wie der Autor ausführt, gehen Junk-Bonds und Aktien gemeinsam rauf und runter. Die Aktien fallen jetzt weltweit.
Das ist wahrscheinlich der grösste finanzielle Unfall aller Zeiten und die Aktien-Bullen steigen immer noch auf den letzten Zug nach Dodge City (dort wo geschossen wird), anstatt zu flüchten.

 

Die NYSE-Leute haben wirklich die Hosen voll - Handelsbeschränkungen:

Reuters: US STOCKS-NYSE imposes trading curbs as stocks tumble

NEW YORK, July 26 (Reuters) - The New York Stock Exchange said on Tuesday it instituted downside trading curbs at 11:06 a.m. (1506 GMT) as U.S. stocks fell sharply on concerns about deterioration in the credit markets.

The New York Stock Exchange Composite Index (.NYA: Quote, Profile, Research), which is used to determine when to begin trading curbs, was down 205.45 points, or 2.07 percent, at 9,724.47.

The trading curbs require that all program selling of S&P 500 stocks must be on an up-tick.

Die haben echte Angst vor einem automatischen Abverkauf durch die Trading-Programme.


Neu 2007-07-26:

 

WestLB - wann kommen die wahren Verluste heraus?

Welt: WestLB feuert Chef – Stuhlmann übernimmt

Bei Banken werden Verluste üblicherweise nur "tropfenweise" zugegeben.
Da dürfte wesentlich mehr dahinterstecken, als derzeit zugegeben.
Übrigens: eine "Manager-Krähe" hackt einer anderen nomalerweise kein Auge aus (entfernt sie ohne Abfindung).


Neu 2007-07-25:

Diese beiden Fälle dürften nur der Anfang der Bankenkrise in Europa sein.

Das Handelsblatt denkt jetzt weiter:

Handelsblatt: Das Ende der großen Welle

Man sorgt sich schon um das was nacher kommt.

Aus deren Forum zum Artikel (http://www.handelsblatt.com/extApps/Community/forums/thread/2478.aspx):

Vielen Dank an Michael Maisch für den erstklassigen Artikel! Bitte machen Sie weiter so und bleiben Sie am Thema dran. Ich halte mich nebst dem Handelsblatt übrigens seit kurzer Zeit täglich auf dem Laufenden unter http://www.hartgeld.com/infos.htm , wo man viele weitere Infos zum heraufziehenden Ende dieser im Artikel beschriebenen Welle findet.

Ich hoffe, es springen noch mehr Leser auf Hartgeld.com über.

Die Junk-Spreads fahren richtig hoch:

Es sind jetzt schon fast 2% seit Mitte Juni. Hier ist der reale Krisen-Indikator = Risiko-Aversion.


Neu 2007-07-23:

Die Banken als Merger-"Bag Holders":

Telegraph: Banks face $200bn high-risk debts

Investment banks could soon be left holding $200bn in high-risk exposure on jumbo takeover deals agreed before the credit markets turned hostile a month ago.

A consortium of banks led by Deutsche Bank and Barclays Capital have yet to find buyers for £9bn in debt to cover KKR's takeover of Alliance Boots, Europe's biggest leveraged buyout and now a barometer of risk appetite for future deals.

The financing deadline passed at the weekend, leading to speculation that efforts may be halted until the credit market settles down.

Investors have demanded much higher interest rates in the new mood of risk-aversion, as well as stricter "covenants" to protect creditors.

Overall, spreads on high-yield corporate debt have jumped by 130 basis points since it first emerged that two Bear Stearns hedge funds had run into trouble on US sub-prime property debt.

In effect, the cost of credit for mid-tier companies has jumped from 6.9pc to 8.2pc in a month.

Investment banks in the US and Europe are already sitting on a $100bn glut of debt from previous buyouts that they have so far been unable to offload to investors, mostly pension funds, insurance companies and sovereign wealth funds.

A further $270bn will hit the market later this year.

Sie sitzen bereits jetzt auf $100 Mrd an Krediten für Mergers, die sie nicht weiterverkaufen können, weil "Junkistan" abbrennt.
Es sind immer die Banken, die den Sack für Verluste aufhalten (Bagholders). "Mergistan" dürfte damit auch untergegangen sein.

Interessant, wer hat den Junk bisher gekauft: Pensionsfonds, Lebensversicherungen, etc.


Neu 2007-07-21:

"Hedgistan" brennt ab:

Mike Whitney: Trouble in Hedgistan: “Its gonna get a lot worse”must read

Y’see, the hedge fund industry is based on the bizarre notion that one does not have to produce anything of value to make boatloads of money. You don’t even need assets any more---just a risky loan that can be transformed into an investment grade security through the magic of “securitization” a sprinkling of Wall Street snake oil.

Abrah Kadabra---presto-chango!

It’s like taking shards of bottle-glass and selling it as the Hope Diamond. Who’s gonna notice?

The only catch is that--now that these toxic CDOs are going to auction--there are no bids. That’s a bad thing.

“No bids” means that $1.4 trillion of shaky investments have no discernable market-value. The CDOs were graded “mark to model” which translates into “mark to fantasy”. It means that the investment bankers and hedge fund managers got together over Martinis one night and pulled a number out of a hat.

Now no one wants to buy them. They’re worthless.

The skydiving hedge funds just pulled the CDO rip-chord and nothing came out but confetti.

Aaaaaaaahhhh!

And that’s just half the story. There’s trillions of dollars in derivatives riding on these shaky CDOs. That’s enough to bring down the whole market in a heap once interest rates rise or liquidity dries up. Now it’s just a matter of “when” now, not “if”.

Take a shabby sub-prime mortgage; chop it into “investment”, “mezzanine” and “equity” tranches. Bundle it with other equally suspect mortgage backed securities (MBS). Decide (arbitrarily) what the CDOs are worth Tell your banker. Leverage at a ratio of 10 o 1. Take 2% “off the top” plus salary for your efforts. Buy a summer home in the Hampton’s and a Lexus for the wife. Wait for the crash. Then repeat.

Congratulations; you are now a successful hedge fund manager!

Oh yeah; and don’t forget to prepare a few soothing words for the investors who just lost their entire life savings and will now be spending their evenings squatting beneath a nearby freeway off-ramp.

“We’re so very sorry, Mrs. Jones. Can we get you some cardboard-bedding to keep off the rain?”

Wie mit dem Zauberstab wurden Millionen-Einkommen für die Hedge-Fond-Manager gemacht. Auf den Verlusten bleiben andere sitzen.
Diese ganzen CDOs haben sich jetzt als Konfetti herausgestellt, ohne realen Wert.


Neu 2007-07-20:

Moodys jammert:

Mike Shedlock: Thoughts on Moody's "Tough Stance"

Moody's Investors Service says it is paying a high price for its tough stance on lax lending standards for commercial mortgage-backed securities.

In a new report that assesses the status of the market, the Moody's Corp. unit said it was passed over and not hired for 75% of the commercial mortgage-backed securities rating assignments issued in the past few months as a result of its requirement that issuers add an extra layer of credit enhancement. Moody's said issuers are "rating shopping" -- meaning they were hiring competitors that would hand out higher ratings on securities. Because Moody's makes money rating ...

So this talk of a "tough stance" by Moody's is a total crock. OK so maybe Moody's is losing out on a few ratings because of shopping around. So what? Not playing the ratings game scam is easy to do now with all of these blowups we are seeing. It's much tougher to do what needs to really be done, and that is to downgrade much more debt that it has. Moody's is obviously taking the easy way out on that score. And the fact that so much more debt is deserving of these downgrades shows you just how badly Moody's failed to do the right thing in the first place.

Moody's attempt to play the role of victim is tremendously galling given that it has failed every step of the way from initial ratings to now, to do what needs to be done.

Lach und brüll:
Natürlich waren die Agenturen zueinander in Konkurrenz und die Auftraggeber haben in der Realität die Ratings bestimmt.
Aber dann muss man sich anschliessend nicht als Opfer des Wettbewerbs hinstellen. Aber Bürokraten reagieren so.

Wer als nächster drankommt - die AAA-CDO-Versicherer:

Russ Winter: More Credit Rating Sleaze: A “Giant” in the Land of Midgets?

July 18 (Bloomberg) -- The perceived risk of holding the bonds of MBIA Inc. and AMBAC Financial Group Inc., owners of the two largest AAA rated bond insurance companies, has jumped to speculative grade on worries about subprime-mortgage defaults. Credit-default swaps based on $10 million of MBIA’s bonds more than doubled in the past month to $114,000, while Ambac contracts tripled to $91,000, according to CMA Datavision in London. Those levels imply a credit rating of Ba2 for MBIA and Ba1 for Ambac, the two highest junk ratings, according to the credit-strategy group at Moody’s Investors Service.

Wenn diese beiden Firmen (MBIA und AMBAC) sterben, dann dürfte der richtige Derivatencrash wohl da sein.


Neu 2007-07-19:

Der Damm zur Realität bricht durch:

Aubie Baltin: 1st Crack In The Goldilocks Dam Of Optimism

Was wir gesehen haben, ist erst der Anfang der sich abzeichnenden Realität


Neu 2007-07-18:

Bear Stearns II - "es ist nichts mehr da":

Spiegel: US-Investmentbank gesteht Hedgefonds-Debakel ein
Bloomberg: Bear Stearns Tells Hedge Fund Investors There's `No Value Left'

Die fünftgrößte Investmentbank der USA, Bear Stearns, räumt ein finanzielles Waterloo ein: Zwei Hedgefonds, die noch vor Monaten auf 1,5 Milliarden Dollar taxiert wurden, seien nun "praktisch wertlos", heißt es in einem Brief an die Investoren.

This is a watershed,'' said Sean Egan, managing director of Egan-Jones Ratings Co. in Haverford, Pennsylvania. ``A leading player, which has honed a reputation as a sage investor in mortgage securities, has faltered. It begs the question of how other market participants have fared.''

Bear Stearns provided the second fund with $1.6 billion of emergency funding last month in the biggest hedge fund bailout since the collapse of Long-Term Capital Management LP in 1998. The losses investors now face underscore the severity of the shakeout in the market for collateralized debt obligations, or CDOs, investment vehicles that repackage bonds, loans, derivatives and other CDOs into new securities.

Eine "Wasserscheide" ist es wirklich. Jetzt musste Bear Stearns zugeben, dass durch die Kursverluste der CDOs in diesem Fond (das waren AAA-Papiere !!!) und durch den Kredithebel für die Investoren nichts mehr übrig bleibt. Die 5% am offenen Markt vor einigen Wochen waren noch optimistisch. Das wird alle "institutionellen" Hedge-Fond-Investoren jetzt gehörig verunsichern. Wie viele solche Fond-Leichen gibt es noch?

 

Die CDOs stürzen weiter ab:

Markit: ABX Historical Prices

Die AAA-Tranche ist bereits auf 88% und die A-Tranche auf 76%. Diese Tranchen sind alle mit Derivaten "gesichert". Die "Sicherer" müssen jetzt zahlen. Ein veritabler Derivaten-Crash sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

Es empfiehlt sich ein Blick auf die Junk Spreads der letzten Jahre:

Was wir bis jetzt an Ausweitung gesehen haben ist noch fast gar nicht im Vergleich zu 2002.
Nur diesesmal geht es viel höher hinauf und die Basis, die Staatsanleihen-Zinsen wird auch gewaltig steigen.

Das Mortgage Lender Implode-O-Meter ist heute auf 100 gegangen:

Das ist nur ein ganz kleiner Teil der "toten Organisationen", der noch kommen wird.
Es kommen sicher auch noch dran: Banken, Firmen, Staaten.


Neu 2007-07-17:

Die nächste Bremse - JPM und Goldman bringen Merger-Kredite nicht mehr los:

Bloomberg: Goldman, JPMorgan Stuck With Debt They Can't Sell to Investors

July 17 (Bloomberg) -- Goldman Sachs Group Inc., JPMorgan Chase & Co. and the rest of Wall Street are stuck with at least $11 billion of loans and bonds they can't readily sell.

The banks have had to dig into their own pockets to finance parts of at least five leveraged buyouts over the past month because of the worst bear market in high-yield debt in more than two years, data compiled by Bloomberg show.

Bankers, who just a few months ago boasted that demand for high-yield assets was so great that they would have no problem raising debt for a $100 billion LBO, are now paying for their overconfidence. The cost of tying up their own capital may curb earnings and stem the flood of LBOs, which generated a record $8.4 billion in fees during the first half of 2007, according to Brad Hintz, the former chief financial officer at New York-based Lehman Brothers Holdings Inc.

``The private equity firms, being very tough negotiators, are unlikely to let the banks off the hook,'' said Martin Fridson, chief executive officer of high-yield research firm FridsonVision LLC in New York. ``They'll say that's your problem and that's why we're paying you: To take risk.''

Etwas zu viel "angegeben" und zu weit hinausgelehnt. Jetzt müssen sie das Risiko selbst übernehmen. Weitere Zwischenkredite dieser Art werden sie wohl weniger geben. Es ist übrigens die die ganze Primary-Dealer Herde in dieser Situation, auch Credit Suisse & co.

 

Das kommt nachher:

Bloomberg: Refco's Banker Elsner Moves From Cote d'Azur to Jail

July 16 (Bloomberg) -- Helmut Elsner didn't hesitate to bend the rules.

Rushing to a ski race, the future chief executive officer of Austria's Bawag P.S.K. Bank once sped past dozens of cars backed up on a road in the Tyrolean Alps, then told police he was a translator for the French team. After discovering he hadn't been invited to a prestigious golf tournament, Elsner gained entry by calling up organizers and offering to sponsor a reception.

``It always worked,'' remembers Kurt Strohmaier, a fellow banker in Elsner's hometown of Graz who accompanied his friend on the adventures. ``Helmut Elsner learned that the cheeky ones always win, but at the same time he didn't make too many friends with that method.''

Today, Elsner entered a packed courtroom in Vienna to stand trial on charges that improper use of funds, fraud and accounting violations cost Bawag 1.44 billion euros ($1.99 billion). Elsner, one of nine defendants, denies the allegations. The losses on loans to a Bermuda-based hedge-fund manager were discovered after the collapse of Refco Inc., the biggest U.S. futures broker until it sought bankruptcy protection in 2005.

The same qualities that got Elsner into ski races and golf tournaments helped the university dropout climb to the top of Bawag, and may have led to his downfall, according to interviews with friends and former colleagues.

`Lost Control'
``He's always given the impression of the world-experienced banker who understands everything, but here he went too far and crossed a border that he shouldn't have,'' says Guenter Stummvoll, a member of Austria's Parliament who met Elsner several times in his role as the People's Party expert on banking. ``He lost control, and he was also very vain, so he overplayed all this with an authoritarian management style.''

Regeln existierten für Typen wie Elsner offenbar nicht. Jetzt schon - vor Gericht.

Jetzt auch das noch - Konjunktur in Deutschland bricht ein:

Spiegel: ZEW-Index bricht ein - Aufschwung ebbt ab

Hoher Ölpreis, steigende Zinsen, teurer Euro: Trotz des Booms an den Aktienmärkten schätzen professionelle Anleger und Analysten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft wieder pessimistischer ein. Ihre Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Juli drastisch verschlechtert.

War wohl auch eine durch die Realität nicht gerechtfertigte Bubble, die jetzt geplatzt ist. Die Leute hatten doch ohnehin kein Geld.


Neu 2007-07-16:

Ist ja auch Zeit, die Subprime-CDOs fallen weiter:
Benchmark ABX subprime index tumbles to record low

Nicht nur die "schlechten" BBB- fallen weiter, auch die "guten" A, AA, AAA mit den vielen Derivaten dahinter,


Neu 2007-07-15:

Passend dazu: der Raubzug des Jahrhunderts:

AsiaTimes: The robbery of the century

Verübt von den eigenen Regierungen durch Anhäufung wertloser US-Wertpapiere als "Reserven".


Neu 2007-07-13:

Allgemeine Kreditkrise im Entstehen:

Economist: Another pounding

Problems in America's housing market begin to undermine confidence in the global credit bubble

Häuser können offenbar zurückschlagen. Aber das ist nicht das Gefährliche.
Sehen Sie sich das Chart an: Die Bond-Spreads (abgebildet durch die Swaps) steigen rasant an. Das ganze Absinken seit 2005 ist wieder weg. Hier ist die wirkliche Bond- und Derivatenbombe versteckt.

Und die Spreads steigen in den USA und in Europa synchron - das ist alles ein System!!!

Eine Übersicht über die Verluste (nur USA):

Jim Willie: COMPOUND DAMAGE ORGY (CDO)

Ein neuer Name für CDO, aber sehr passend.
Auch die "regierenden Eliten" werden draufzahlen. Aber das ist nur den Anfang, denn alle Asset-Klassen inklusive der Staatsanleihen kommen dran.


Neu 2007-07-12:

Junk wird jetzt wirklich Junk:

Telegraph: Markets on alert as junk bonds are mauled

It is believed that, unlike the dotcom bubble in the late 1990s, the epicentre of the current one is in the credit markets, while stocks have been well-behaved. But this is highly misleading.

In essence, a credit crunch at the lower end of the debt markets can all too easily set off a vicious circle of slower growth and ever higher credit spreads, ultimately hitting the real economy.

Sorry, LBO-Land brennt gerade ab, genauso wie Subprime-Land kurz vorher abgebrannt ist.
Und das Epizentrum dieses Erdbebens ist wirklich in den Kredit/Bond-Märkten und esd wird sich ausbreiten, auch auf die Aktien. Erst dann wird die Masse aufwachen. Der Credit-Crunch ist auch da.


Neu 2007-07-11:

Die "Vertreibung aus dem Paradies" der Liquidität:

Handelsblatt: Das Ende der großen Welle

Wie ein langer, ruhiger Strom fließt das Geld seit Jahren durch die Märkte der Welt. Finanzinvestoren suchen nahezu verzweifelt nach neuen Möglichkeiten, Kapital zu investieren. Doch Kritiker sehen bereits jetzt eine gewaltige, kurz vor dem Platzen stehende Blase. Was geschieht aber dann mit dem Finanzsystem?

Die Sorge wächst, dass die Vertreibung aus dem Paradies nicht mehr lange auf sich warten lässt, mit gravierenden Folgen für die Finanzmärkte und am Ende auch für die Weltwirtschaft. Die Warnzeichen werden häufiger und heftiger: plötzliche Einbrüche an den Aktienbörsen, eratische Ausschläge bei den langfristigen Zinsen, wachsende Risikoscheu der Investoren. Was passiert, wenn die bislang so üppige Liquidität, an die sich die Märkte wie an eine Droge gewöhnt haben, plötzlich austrocknet?

Die schreiben in der Zwischenzeit wirklich schon wie ich.
Man muss den Mainstream-Medien zu gute halten, dass sie zwar lange nichts über Ungleichgewichte im System schreiben, dass aber am Ende einer Bubble doch solche Berichte kommen. Leider wollen es die meisten "Investoren" nicht wahrhaben.


Neu 2007-07-10:

Die Rating-Agenturen versuchen sich zu retten:

Bloomberg: S&P May Cut $12 Billion of Subprime Mortgage Bonds

Aber sie machen es nur halbherzig. Denn sie sind zu stark Teil des "Wall Street Inzest".

Hier sieht es etwas "wahrer" aus: S&P finally says subprime is mostly junk

Warum nur S&P und nicht Moody's? Weil Moody's sogar seine eigenen Aktien zurückkauft?


Neu 2007-07-08:

Werden die Rating-Agenturen irrelevant?

Mike Shedlock: I still don't have any money

Here's honesty for you: "Moody's has no obligation to perform, and does not perform, due diligence." Starting with "does not perform, due diligence" I doubt that truer words were ever spoken. A lawsuit will likely decide whether or not Moody's has an obligation.

Given that Moody's professes to not do due diligence, who gives a damn what Moody's says?

Hier ist eine sehr wichtige Aussage: Wenn Moody's & co keine Due Dilligence (echte, sorgfältige Prüfung) der von ihnen gerateten Bonds machen, was sind deren Ratings dann nach wert?

Was ist dann ein AAA-Rating noch wert, wie es die meisten westlichen Staaten haben? Die Investoren werden sich nach anderen Kriterien umsehen müssen - nach der Realität der Rückzahlungsfähigkeit.

Das ist eine noch grössere, weltweite Bond-Bombe, als wenn Moody's, S&P oder Fitch irgendwelche Mist-Bonds herunteraten müssen!


Neu 2007-07-07:

Aus dem Midas vom 6. Juli:

The power to crash our financial system is now vested in S&P, Moody's and Fitch. I have no doubt that the Feds have told these three that maintenance of their current ratings of a myriad of derivative backed securities has become "a matter of national security". That's it in a nutshell. Once the rating agencies downgrade, the greatest markdown to market in history commences, derivative guarantors are called and fail, and the dominoes all fall.

Also, die Macht, das Finanzsystem crashen zu lassen, liegt in den Händen der Rating-Agenturen. Natürlich bekommen sie Druck von staatlicher Seite, aber ewig werden sie ein Downgrading der diversen Mistpapiere nicht hinausschieben können, sonst verlieren sie total die Glaubwürdigkeit. Inzwischen werden schon Marktpreise bekannt, die weit unter den "Ratings" liegen.

Vermutlich werden sie wie bei Enron gezwungen, downzugraden und einige Tage später bricht alles zusammen. Dann wrden wirklich alle Dominos fallen.

 

Hier einige weltweite Krisensymptome:

Andy Sutton: FIRECRACKERS AND PICNICS

"This is the big one: All investment portfolios will be shredded to ribbons." Albert Edwards from Dresdner Kleinwort

Ein Picknick wird das nicht, schon eher feurig. Da muss sich ein Dresdner Kleinwort Banker verplappert haben:

"Das ist der grosse Crash. Alle Investment Portfolios gehen durch den Shredder (Aktenvernichter)".

(Für alle jene, die nicht so gut Englisch können. Sorry, die besten Artikel sind in Englisch. Ich möchte Ihnen nur die beste Literatur anbieten, die ich auch selbst verwende).


Neu 2007-07-06:

Bear Stearns als Ground Zero des Zusammenbruchs?

Telegraph: Has Bear Stearns finally popped the great world bubble?

Is this the 'Big One'? Is the Bear Stearns blow-up the moment when America’s subprime debacle spills over into the global credit markets and pops the greatest bubble of all time?

So no, the 'pros' are not yet calling the big one. But then they never do, until it happens. Such is the curse of consensus, and slavery to linear economic models. Crashes are famously non-linear.

Ist es das "Grosse Ereignis" (the Big One)? durchaus möglich und sogar wahrscheinlich.
Die "Profis" erkennen es natürlich nicht, sie tun es mit ihrem linearen Denken niemals. Sie sind Sklaven des Konsens und ihrer linearen Modelle. Aber Crashes sind berühmt dafür, dass sie nicht-linear sind.

Wer "zahlt drauf" (Bagholder)?

Mike Shedlock: Who's Holding The Bag?

Investors, pension funds, hedge funds, etc buying these toxic tranches are also bagholders. But not so obvious are the tens of thousands of people that bought houses at inflated prices because the "miracle of offloading debt" permitted it. And when "A" rated paper starts to default, the bagholders will become even more numerous and the amounts involved much bigger.

Those that think they have protection via credit default swaps may find they too are bagholders. Take Brookstreet for instance. If Brookstreet was holding the wrong end of a credit default swap, and some other hedge fund or larger backer was counting on payment from that as a hedge.... oops. With $34.4 trillion worth of swaps floating around we are talking about the possibility of a major waterfall in CDSs. And that is just the CDS market. The total derivatives market as of year end 2006 is $285.7 trillion.

But the bagholders go far beyond the obvious. Everyone that owns a house and has seen property taxes skyrocket is a bagholder of sorts. That is close to 70% of the population. Don't own a house? How much did energy and commodity prices rise because of the world's most insane experiment with liquidity to date?

What about cities and municipalities foolishly banking on forever rising real estate prices and budgeting for exactly that by investing in a bunch of wasteful projects with money already down the drain? Expect to see some major cutbacks in services (canceled projects and job losses) as a result. But that money already raised via bonds has to be paid back somehow, doesn't it? Who's holding the bag there? Taxpayers of course.

In short, bagholders are everywhere you look. The big winners (in short supply) are those banking the fees , commissions, and profits rolling the dice with OPM (other people's money). Smaller winners will include anyone smart enough (or lucky enough) playing the greater fool's game to perfection then cashing out before the "time bomb" that Buffett described goes off. Everyone else is (or will be) left holding the bag.

Alle zahlen bei einem solchen Debakel drauf, ausgenommen 2 Gruppen:
- diejenigen, die das Debakel veranstaltet haben und bereits ihre Provisionen kassiert haben
- diejenigen, die ausgestiegen sind, bevor die Bombe hochgeht.

In Europa werden die meisten Kredite von den Banken, d.h. von den Sparern gehalten. Die zahlen drauf.

 

Das LBO-Geschäft wird schwieriger:

Telegraph: Investors run for cover from defaults

Vor 3 Wochen hat man ihnen noch Kredite ohne Bedingungen für die absurdesten Aufkäufe nachgeworfen, jetzt nicht mehr.
So schnell kann eine "Liquditäts = Kredit-Bubble" kippen - wenn die Angst vor Ausfällen wiederkommt.


Neu 2007-07-02:

Ist der grosse "Knall" da?

Telegraph: Monday view: Credit crunch will 'shred investment portfolios to ribbons'

"This is the big one: all investment portfolios will be shredded to ribbons," said Albert Edwards, from Dresdner Kleinwort.


Neu 2007-07-01:

Die "Mainstream-Medien" wachen auf:

Süddeutsche: Zittrige Hände

Tagesanzeiger: Im Zustand der höchsten Nervosität, Kreditblase zum Bersten gefüllt

Hedge Funds sind eng miteinander verbunden und spielen eine zentrale Rolle auf den Finanzmärkten. Ihre Geschäfte werden immer komplexer - und der geringste Anlass könnte einen Kollaps provozieren.

Noch nie ist so viel Geld zu so geringen Renditen an bonitätsmässig so schlechte Schuldner ausgeliehen worden. Die Gefahr einer heftigen Korrektur steigt.

Das findet man offenbar erst jetzt heraus und muss dazu noch in New York sitzen. Noch nie etwas vom Internet gehört? macht sich aber nicht so gut wie der Reporter-Standort New York!

Das Internet ist weiter - Heise: Subprime-Brutalität


Neu 2007-06-30:

Das grosse CDO-Downgrading wird bald beginnen:

Bloomberg: S&P, Moody's Mask $200 Billion of Subprime Bond Risk lesenswert

Noch wehren sich die Rating-Agenturen noch gegen ein massives Downgrading von CDOs und anderer Mistpapiere am Markt. Aber sie werden jetzt vom Markt gezwungen. Wahrscheinlich wie im Fall Enron 2001 bis einige Tage vor dem Kollaps. Der Geist der fast-Wertlosigkeit ist aus der Flasche. Der Artikel ist eine sehr gute Zustammenstellung, wie diese CDOs "funktionieren".

Die Stimmung auf den Märkten hat sich offenbar grundsätzlich in Richtung Risikoaversion gedreht!

 

Pensionsfonds: Investment-Giftmüll-Deponie:

Paul Tustain: Investment Landfill: Is your pension fund a dump for toxic waste?

Würg! Ein guter Teil der amerikanischen und britischen Subprime-Kredite aller Art wurde über MBS und CDOs in Pensionsfonds in aller Welt abgeladen. Dort beginnt jetzt sicher bald der grosse Abverkauf dieses Mists zu Niedrigstpreisen mit riesigen Verlusten.

Wer eine Riester-Rente, oder ähnliches hat, sollte sich auf schlimme Verluste gefasst machen.
Schon bisher hatten Fonds der neuen österreichischen Abfertigungsrücklage nur eine Rendite von etwa 3% - weniger als die Inflation.
Wer aus diesen Dingen herauskann, sollte sich einen Ausstieg überlegen.
Wer nur eine spätere, monatliche Auszahlung erwarten kann, wird bald sehen, dass diese Dinge eine geringere Liquidität im Krisenfall als eine Immobilie haben - gar keine. Bad Luck!

Zu einer US-Dollar-Hypernflation:

"Because the dollar is the reserve currency of the world, hyperinflating the dollar will be fundamentally different in two ways from all hyperinflations in history. On the one hand, there are tens of trillions of dollar-denominated debt and hundreds of trillions of dollar-denominated derivatives. Given that the ratio of currency to debts and derivatives is tiny, the coming hyperinflation must be necessarily of epic proportions. On the other hand, central banks around the world will fight tooth and nail to support the dollar, so that world financial system does not collapse and that their reserves do not evaporate into the nothingness. Many central banks will choose willy-nilly to support the dollar by inflating their own currencies. Thus, these two powerful forces will drive the dollar in opposite directions. Its inevitable demise may be swift and sudden, or it may be protracted and painful." Krassimir Petrov

Eigentlich läuft diese US-Dollar-Hyperinflation schon und wird sich intensivieren wenn der grosse Bailout (Bankenrettung) kommt.
Der Autor meint, dass es diesesmal anders abläuft als normal, weil diesesmal die Welt-Reservewährung primär betroffen ist.


Neu 2007-06-28:

Der 2. Teil des Bond-Crash beginnt - Corporate & Junk Bonds:

Bloomberg: Kia Cancels $500 Million Bond as Debt Concern Spreads

Kia Motors Corp., South Korea's second-largest automaker, canceled plans for a $500 million bond sale this week, joining at least seven companies abandoning borrowing as investors cut demand for riskier assets.

Companies from Kohlberg Kravis Roberts & Co. in New York to steelmaker Arcelor Mittal in Rotterdam, Netherlands, pulled more than $3 billion of debt sales amid concern that losses from bonds backed by U.S. subprime mortgages will spread to other markets. Caliber Global Investment Ltd., a $908 million hedge fund, said today it will close after losses.

This may mark a tipping point in the credit cycle,'' said Robert Appleby, who helps manage $2 billion at ADM Capital in Hong Kong. ``If we see a shakeout, it will be a healthy one because it will prevent deals from being priced incorrectly.''

``For so long, investors have been making excuses to buy,'' said Appleby at ADM. ``Now they are looking for reasons not to buy. Psychology does change on a dime.''

Jetzt ist es soweit. Nach den Staatsanleihen vor 3 Wochen sind jetzt Anleihen anderer Arten dran. Letzte Woche haben die Subprime-CDOs einen Schlag bekommen. Jetzt dürfte die Junk-Bond & Kreditbubble geplatzt sein.

Reihenweise werden neue Bond-Ausgaben abgesagt und das weltweit. Weitere Hedge Fonds schliessen nach Verlusten.

Die Markt-Psychologie dreht auf einer Münze um? Das kann man hier wohl sagen. Bis jetzt hat man nach Gründen für den Kauf solcher Papiere gesucht, jetzt sucht man nach Gründen für den Nicht-Kauf.
Es sieht aus, als würde die Vorhersage von Bill Buckler mit den "Erdbeben im Sommer 2007" stimmen.
Good Bye, Bubbles!


Neu 2007-06-27:

Wann wird das "Subprime-Tschernobyl" voll bekannt?

Telegraph: Banks 'set to call in a swathe of loans'

The United States faces a severe credit crunch as mounting losses on risky forms of debt catch up with the banks and force them to curb lending and call in existing loans, according to a report by Lombard Street Research.

Excess liquidity in the global system will be slashed," it said. "Banks' capital is about to be decimated, which will require calling in a swathe of loans. This is going to aggravate the US hard landing."

US property writer Paul Muolo described the Bearn Stearns crisis as the “subprime Chernobyl”, saying the bank had created a “cone of silence”.

Abandoned by fellow banks, Bear Stearns has now put up $3.2bn of its own money to rescue one of the funds, a quarter of its capital.

Ende der überbordenden Liquidität auf Kredit kann man da nur sagen. Bear Stearns hat 1/4 seines Kapitals zur Fond-Rettung = Hinausschieben der CDO-Wahrheit verschleudert.
Was offenbar niemand sagen will: jetzt wird der US-Immobilienmarkt komplett zusammenbrechen, da das Endprodukt (MBS, CDOs) der Hypotheken keiner mehr abnimmt, gefolgt von den anderen Bubble-Märkten der Welt.

Hier ein Artikel aus der Welt dazu: Angst vor der Hedgefonds-Krise geht um

 

Zum Vergleich: die Missisippi-Buble von 1720:

Welt: Der größte Börsenkrach aller Zeiten

Das Szenario wiederholt sich immer:
Massive, gekaufte Medien-Unterstützung, das Volk spekuliert später auch auf Kredit, die Insider steigen rechtzeitig aus, Rettungsmassnahmen, dann der totale Ruin für die Massen.

Die "offizielle" US-Crash-Warnung?

Global Research: It’s Official: The Crash of the U.S. Economy has begun

Among those poised to profit from the crash is the Carlyle Group, the equity fund that includes the Bush family and other high-profile investors with insider government connections. A January 2007 memorandum to company managers from founding partner William E. Conway, Jr., recently appeared which stated that, when the current “liquidity environment”—i.e., cheap credit—ends, “the buying opportunity will be a once in a lifetime chance.”

The fact that the crash is now being announced by the Post shows that it is a done deal. The Bilderbergers, or whomever it is that the Post reports to, have decided. It lets everyone know loud and clear that it’s time to batten down the hatches, run for cover, lay in two years of canned food, shield your assets, whatever.

Die Bilderberger werden kaum an einem Crash interessiert sein, die sind primär Funktionäre.
Bei den Carlyle-Leuten sieht das schon anders aus.


Neu 2007-06-26:

Die 2. Stufe des Immobilien-Meltdown:

Martin Weiss: MORTGAGE MELTDOWN!

The Mortgage Meltdown Has Just Precipitated One of the Largest Hedge Fund Collapses of All Time.

The Main Reason Bear Stearns Is Bailing Out Its Failed Fund Is To COVER UP the Sinking Value of These Esoteric Securities.

This is Not the Only Bear Stearns Hedge Fund in Danger!
Bear Is Not the Only Big Wall Street Firm Involved!
And Wall Street Is Not the Only Place This Is Happening!

So even if Bear Stearns can put out this particular fire, it's going to be very hard pressed to contain the crisis for long. That's why we believe …

Nearly ALL Real Estate Investments Are, Or Will Soon Be, in Grave Jeopardy

This crisis is expanding in concentric circles.

First, it affected just the niche players in the non-prime mortgage business.

Then, it spread to mid-grade mortgages.

And now it's hitting Wall Street in the gut.

Sehr guter Artikel, sehr gute Schlussfolgerung. Bitte nicht vergessen, die Länder ausserhalb der USA sind jetzt auch dran. Entweder weil Institutionen dort diese CDOs gekauft haben oder sie mit ihren eigenen Immobilien-Bubbles die gleichen Probleme haben.


Neu 2007-06-25:

Die Solidarität unter den Wall Street Hyänen scheint begrenzt zu sein:

Bloomberg: Bear Stearns's `Friends' Reject Hedge Fund Rescue in LTCM Redux

Der Artikel gibt interessante Einblicke in die Sache. Wenn es ernst wird, achtet offenbar jeder darauf, nichts zu verlieren.
Die Investoren können ihre Anteile in diese Bear Stearns Fonds offenbar abschreiben.
Ebenfalls interessant: es wurden nur 30% für diese CDO-Papiere bei der Verwertung geboten!

Diese Woche wird entscheidend sein, wie es mit den Subprime-CDOs weitergeht.

Wenn der grosse Abverkauf kommt - Das vermutliche Systemende!

Crash-Warnung von Chris Laird in seinem Prudent Squirrel:

One of the major events this week was the emerging story of the Bear Stearns hedge fund that has lost billions of dollars on the deteriorating mortgage market. At first, the fund could not make margin calls, and Bear indicated that they would do about a 1.5Billion bail out. Then, after creditors threatened to sell collateral bonds, Bear raised the bailout to about 3.2B. When news of this came out Friday, the US stock market dropped 180 points with financial stocks hit hard. One analyst stated that this could be a tipping point to emerging hedge fund losses from deteriorating sub prime mortgages. The fact that Bear had to more than double its initial bailout made people wonder how much money the hedge funds actually lost. The problem with hedge funds is that they never reveal losses until they can't meet margins calls and there is a crisis.

These two Bear Stearns funds had $20 billion of capital, and $9 billion of borrowed capital. They lost 20% so far this year and could not make margin calls. Creditors moved to sell their collateral, and a disorderly sell off was in the making. Bear moved in with the bail out to prevent forced selling of the collateral. This exact type of scenario led to months of emerging liquidity crises in the LTCM collapse in the late 90's. Eventually, the Fed and other central banks forced banks to agree not to liquidate their LTCM collateral, but to carry it and liquidate it slowly, thus ending the LTCM crisis. Also, consider that LTCM also had $20 billion in capital, and it almost caused a world banking crisis until the central banks stepped in. We have many many more of these hedge funds today.

The problem with hedge funds is that they never reveal losses until they can't meet margins calls and there is a crisis.

Wenn diesesmal auch die Aktienmärkte drankommen, wird dies vermutlich bei den Aktien der Finanzfirmen beginnen.
Und Hedge Fonds geben keine Verluste zu, bis sie Margin Calls (die Aufforderung, Geld nachzuschiessen) nicht mehr erfüllen können. Da dürften also noch jede Menge Verluste versteckt sein.

Gibt es ausser mir auch noch weitere Crash-Propheten? JA!

Welt: Crash-Prophet warnt vor tiefem Fall

Clever: Geldscheine, DAX-Short, Gold in mehreren Banken.
Übrigens hat er auch den Crash von 1987 richtig vorausgesagt.
Leider zählt der Prohphet nichts - bis seine Voraussage eingetroffen ist - dann haben es alle gewusst.

Die BIZ in Basel ist sogar ein Depressions-Prophet:

Telegraph: BIS warns of Great Depression dangers from credit spree

"Virtually nobody foresaw the Great Depression of the 1930s, or the crises which affected Japan and Southeast Asia in the early and late 1990s. In fact, each downturn was preceded by a period of non-inflationary growth exuberant enough to lead many commentators to suggest that a 'new era' had arrived", said the bank.

Soll man Lachen oder Weinen? Natürlich sieht kein "Experte" eine Krise voraus. Vor allem kein Ökonom. Die haben keine der oben erwähnten Krisen gesehen und werden auch die jetzt kommende, weltweite Depression nicht sehen.


Neu 2007-06-24:

Vergleich 1929 mit 2007:

iTulip: Are we all still talking about the housing bubble? Stick a fork in it!

But to think that corporate recessions -- and the attendant collateral damage of bankruptcies among overextended companies -- have been outlawed would be as foolhardy as believing that mortgages should be issued to home buyers with no down payments and no verification of financial status.

And just as the unwinding of the subprime market occurred at a time of economic prosperity, the high-yield market could readily unravel before the next recession. With the balance sheets of many leveraged buyouts strung taut, a mild breeze could topple a few, causing the value of many leveraged loans to tumble as shaken lenders reconsider their folly.

Der "neue" Artikel ist ausgerechnet im Wall Street Journal erschienen und vergleicht die Subprime-Kredite der letzten Jahre mit den derzeitigen Firmen-Finanzierungen, die genauso Subprime sind. Dieses Stück spielt auch in Europa!


Update 2007-06-22 - 20:30:

Implodiert "US-Subprime" jetzt auch bei den Hedge Fonds?

Bloomberg: Bear Stearns Fund Collapse Sends Shock Through CDOs

 

Der Kampf hinter den Kulissen:

New York Times: Bear Stearns Staves Off Collapse of 2 Hedge Funds

Man will die Verluste offenbar nicht zugeben. Allein $1 Mrd für die Geldverleiher an Bear Stearns.

Hier sieht man, wie weit diese Subprime-CDOs bereits abgestürzt sind. Und der Absturz geht jetzt wieder weiter:

Von Ed Steer dazu aus dem MIDAS vom 21. Juni:

The "fun" begins, as the re-pricing of ABS and CDOs will torpedo the financial system...

There are about US$2 trillion worth of sub-prime and Alt-A mortgages that will be toast before the smoke clears...

If the above isn't enough to scare the bejesus out of you....try this. This is the ABX index. Check out the price of everything that's not AA or AAA. Note the BBB 07-01 tranche...selling at a 40+% discount. It's only a matter of time (before year end) that the AA and AAA tranches start getting marked down as well....but right now they are hanging on by their finger nails.

Put your fingers in your ears...as it's going to to get real 'interesting' from here on in.

Der "Spass" beginnt also? Das Downgrading aller Subprime-CDO-Tranchen und die Flucht daraus. Dieses "LTCM" dürfte das System nicht überleben. Aber es kommt bereits schlimmer:

Die US-Immobilien-Implosion geht weiter:

Bloomberg: Rate Rise Pushes Housing, Economy to `Blood Bath'

Der "Bond-Crash" der letzten 2 Wochen dürfte den Zusammenbruch noch beschleunigen, denn die Zinsen sind weiter gestiegen.
Aber das richtige Blutbad kommt erst beim richtigen Bond-Crash, wo die Zinsen wirklich anziehen.

Es sieht aus, als würde jetzt der 2. Teil des Subprime-Desasters losgehen - bei den Hedge-Fonds und Geldhäusern.


Neu 2007-06-20:

Das "schwächste Glied im System" - Bear Stearns?

CNN Money: Merrill seizes $800M from hedge funds

Merrill Lynch has seized about $800 million of assets from troubled hedge funds managed by Bear Stearns, throwing in doubt the chances that the funds will survive.

Klingt sehr ungewöhnlich, dass Merrill Lynch die Assets des "Kollegen" Bear Stearns beschlagnahmt. Offenbar ist Bear Stearns zu voll mit diesen Subprime CDOs gestopft. Da ist mehr dahinter, vermutlich eine Primary Dealer Leiche.


Neu 2007-06-17:

Bill Buckler im Privateer#580 über die Zins-Trendwende:

The Signal For The Big Turn:
(Reuters) - Foreign Central Banks are now NET SELLERS of US Treasuries according Federal Reserve data released on June 7. The Fed said its holdings of Treasury and agency debt kept for overseas Central Banks FELL $US 12.5 Billion in the week ended June 6. The breakdown of these custody holdings showed overseas Central Banks sold $US 9.769 Billion in US Treasury debt while private holders of Treasury debt were sellers of $US 2. 731 Billion. The world’s bond markets reeled.

As has already been shown, foreign Central Bank selling of less than $US 10 Billion (a minuscule sum) caused a bloodbath in the US Treasury market and roiled the entire world’s interest rate structure. That comes close, perhaps too close, to making US Treasury debt unsaleable. But if US Treasuries are next to unsaleable, what is their use to the rest of the world’s Central Banks as official reserves?

Zentralbanken und private Investoren haben die sehr geringe Menge von nur $12.5 Mrd. US-Staatsanleihen (Treasuries) verkauft. Und was hat das ausgelöst. Alle Anleihen weltweit sind im Wert gesunken und die Zinsen sind generell gestiegen. Bill Buckler sieht daher die grosse weltweite Trendwende zu viel höheren Zinsen.

In Wirklichkeit hat sich herausgestellt, dass diese Anleihen in grossen Mengen unverkaufbar sind. Die Zentralbanken und alle anderen Investoren müssten sie eigentlich komplett abschreiben. Diese Realität ist jetzt herausgekommen - wahrlich der Beginn einer neuen Epoche.

Hier sieht man: der Bond-Markt kontrolliert alles, inklusive der Politiker-Macht. Und Gold kontrolliert den Bond-Markt.


Neu 2007-06-13:

Der Bond-Crash geht weiter:

Auch gestern und heute haben die Anleihen weltweit wieder nachgegeben. Sehen Sie sich den 30jährigen US-Treasury-Bond an (Preis-Chart). Verlust seit März schon ca. 8%, allein im Juni 3%. Da stehen riesige Vermögen dahinter, die jetzt alle massiv verlieren.

Und die Derivate nicht vergessen, denn die meisten davon sind zins-abhängig.

Diesesmal andere Bonds und Hedge-Fonds:

Business-Week: Bear Stearns' Subprime Bath

Bear Stearns dürfte mit seinen Hedge-Fonds und wahrscheinlich auch selbst in ernsten Troubles sein.
Man lässt die Investoren die in deren Hedge-Fonds waren nicht mehr heraus.
Ein Signal an alle Hedge-Fond-Investoren: rette sich wer kann!

Ist Bear Stearns das erste grosse Finanzhaus das untergeht. Die haben generell Probleme mit Subprime MBS/CDOs.
Wenn ein Finanzhaus dieses Kalibers (Primary Dealer) untergeht, dann heisst es weltweit: rette sich wer kann!

Ist die Subprime-Stabilisierung vorbei?

Russ Winter: Serving Peking Duck

The picking up nickels in front of steamrollers contingent has also been badly burned by the bond market jail break. These interest rate swaps are enormous bets on always stable rates. This strategy therefore would be very vulnerable to Peking Duck.

Sehen Sie das Diagramm in dem Artikel. Die Subprime-Bonds brechen schon wieder ein. Offenbar wurde diese Stabilisierung im Februar durch massives Monetisieren durch die Zentralbanken erreicht. Das Resultat: jetzt brechen dafür die Staatsanleihen ein.
Kein Wunder, dass auch die Chinesen keine US-Staatsanleihen mehr wollen.

An anderer Stelle geht die Spekulation munter weiter:

Telegraph: Banks are lending to private equity at below the interest rate

Diese verrückten UK-Banken verlangen für Merger-Kredite inzwischen weniger als die offizielle Zinsrate. Zu solchem Unsinn verleitet die Konkurenz in einer Bubble. Der derzeitige Bond-Crash wird das bald beenden.


Neu 2007-06-08:

Der Mini-Bond-Crash von Heute:
Dieser hat in den Zentralbanken offenbar überall die Panik hochsteigen lassen.
Davor haben sie sicher mehr Angst als vor einem Aktien-Crash.

Die Staatsanleihen sind überall auf der Welt im Kurs gesunken, bzw. deren Zinsen gestiegen.
Nehmen Sie das als Vorboten, für das was noch kommt. Leider kann ich noch nicht sagen, ob sich auch die Spreads zu anderen Bonds (Junk, etc.) ausgeweitet haben. Wenn ja, besteht die ernste Gefahr einer Derivatenkrise.

Inzwischen dürften deren PPTs die Situation grossteils "repariert" haben. Dazu wurde der Goldpreis in einer absoluten Panik-Attacke nach unten getrieben, denn Gold ist die Konkurrenz zu Staatsanleihen.

Hier sieht man, welche Macht das Goldkartell im Ernstfall (kurzzeitig) noch hat. Sehen Sie diese Goldpreis-Drückung als Angst vor dem Gold an, denn ein steigender Goldpreis zieht die Zinsen mit hoch.

Wenn der Goldpreis auch auf $645 gesunken ist, muss das noch nicht das Ende sein.
Meiner Meinung nach ist man wahrscheinlich in der Lage, den Goldpreis unter Verheizung der restlichen Reserven kurzzeitig auch auf unter $500 zu treiben. Die Kleinanleger und Spekulanten treibt man damit sicher aus dem Gold hinaus, nicht aber nicht das Smart Money. Dieses wird dann umso stärker zugreifen. Alles eine Frage der Psychologie. Genau deshalb sollte man nie Gold auf Kredit kaufen! Seien sie in diesem Markt nie ein "Kreditler". Der Cash-Käufer kann soetwas aussitzen.

Interessant auch der Absturz des Euro gegenüber dem Dollar - die Frankreich/Spanien-Geschichte?

Hier eine etwas andere Story von einem Trader:

Dan Norcini: Midday Market Commentary From Trader Dan

Once again it is all about the bond market collapse which is sending interest rates soaring. That is causing a run back into the dollar and gold is getting hit hard as a result. I do not see gold stabilizing until the bond market stabilizes as that has nearly everyone spooked and instead of running into the security of gold, players are dumping everything first and asking questions later. That is becoming more and more the norm in today’s casino-like markets.

You have to keep in mind that what we are witnessing in today’s markets is no longer the reasoned thinking of investors and traders who formulate their trading plans in the quiet hours of the evening as pros once did. That day is long gone. What we are seeing instead is the complete takeover of the financial market system by black boxes. There is no thinking by humans, no deliberation, no study of long term fundamentals or macro-economics. Instead it is a series of algorithms that are making decisions in split seconds and cranking out enormous sized bids and offers directly to the trading floor all based on the movement of prices. The game has now become one of who can get their order in before the next guy does. I am very serious about this statement – instead of seconds, everything is now milliseconds.

Seiner Meinung nach verkaufen diese Trading-Prgramme alles automatisch ohne Rücksicht auf irgendetwas.

Jedoch erklärt das nicht, warum nur Bonds und Commodities (speziell Gold und Silber) abgestossen wurden, aber kaum Aktien.
Offenbar haben die PPTs die Aktienmärkte "geschützt". Ein Teil waren sicher diese Trading-Programme, aber das war stark gesteuert.
Vermutlich ist bei den Bonds ein Abverkauf "passiert", dann hat man begonnen, diesen zu "lenken".


Neu 2007-06-07:

US-Prime Brokers retten Hedge-Fonds:

FTD: Hedge-Fonds zürnen Banken

25 Hedge-Fonds hatten sich mit einer Beschwerde gegen das Verhalten mehrere Banken vor wenigen Tagen bereits beim Branchenverband für das Kreditderivategeschäft International Swaps and Derivatives Association gewandt. Wortführer der Kritiker. ist die 12 Mrd. $ schwere Investmentgesellschaft Paulson.

Die Fonds um Paulson monieren, dass Bear Stearns in Schwierigkeiten geratene Gläubiger unterstützt hat, indem die Bank Hypotheken zurückkaufte. Der Vorwurf: Durch diese Transaktion habe Bear Stearns den Kreditderivatemarkt manipuliert, an dem sich Anleger quasi gegen den Ausfall von Schuldnern versichern können. Viele Hedge-Fonds hatten über sogenannte Credit Default Swaps auf den Bankrott von Hypothekenschuldnern gewettet und wähnen sich nun um Ausfallzahlungen der Banken betrogen.

Hier ist eine wirklich gute Spur der Manipulation. Die Prime_Brokers kaufen also die MBS und CDOs von den Hedge-Fonds zurück, wenn diese in Schwierigkeiten geraten. An wen geben sie diesen Mist dann weiter? an Ben Bernanke? Der "volkswirtschaftliche Auftrag"?

Nur so ist zu erklären, dass es nicht schon massive Hedge-Fond-Pleiten rund um diese Subprime-Kredite gegeben hat. Irgendjemand "frisst" die Verluste.


Neu 2007-06-06:

"Full House Sell Warning" durch Morgan Stanley !!!! Wie Anfang 2000.

Ambrose Evans-Pritchard: Morgan Stanley issues triple sell warning on equities

Teun Draaisma, chief of European equities strategist for the US investment bank, said the triple warning was a "very powerful" signal that had been triggered just five times since 1980.

Wie im Jahr 2000. Die Warnung scheint auf den Börsen bereits zu wirken!
Die wirklich guten Kunden hat man sicher schon vorinformiert.

 

Der Umfang des Carry-Trade:

Ambrose Evans-Pritchard: Monday view: From a free lunch to a possible threat to global credit markets

The OECD uses a different measure, estimating carry trade positions on the derivative markets at $4 trillion for the yen, and $1 trillion for the Swiss franc, Europe's little sister, but not little for Switzerland. Welcome to leverage.

The stars are aligning for a dramatic reversal of the yen. You play the carry trade at your peril.

$4 Trill. aus dem Yen und $1 Trill. aus dem SFR - das ist viel - wenn das Unwinding kommt. Sobald Yen und/oder SFR steigen, werdense Spekulanten die negative Seite von "Leverage" sehen.


Neu 2007-06-03:

Aus dem Privateer#579 (www.the-privateer.com) von Bill Buckler:

WARNING LIGHTS FLASHING WORLDWIDE

Something dangerous is coming - though it is not here - yet.
Two months ago, as Gold was grinding its way slowly upwards against old overhead resistance towards $US 700, a new supply of Gold bullion appeared. Over the past few weeks, this new supply has increased. The European central banks, led by the European Central Bank (ECB) itself, have increased their Gold sales. On the opposite side, the US Dollar has had a small rally against the Euro. Gold and Gold receivables held by European central banks have fallen by Euro 1.46 Billion since the start of April. As its own latest data shows, the ECB led these Gold sales. Considering this pressure, the Gold price has held up well.

Historically, ever since the “London Gold Pool” days of the late ‘60s, the Central Banks have only sold Gold held in inventory when they were scared white about events happening in the fiat money system or in the global credit money system they built on top of their fiat money systems.....

Perhaps the ECB is selling Gold for US Dollars and then buying US Treasuries just to buy some time....

In REAL terms, global inflation is rampant, as shown by the double digit increases in money supply almost everywhere. In REAL terms, the level of global stock markets are at appallingly high levels given the lack of soundness of the economies and financial systems which underpin them. This is true everywhere, whatever the perceived level of official economic “growth”. In REAL terms, the level of interest rates across the world do not begin to compensate the holders of debt paper from the risks being taken in holding it. In REAL terms, the gap between financial perceptions and financial reality has never been this high. The sum of all this is REAL danger.

The first signals of the impending implosion have already been given. Gold has taken a sudden leap in price and the rise in longer-term US Treasury yields, which has been going on for a month, has suddenly accelerated. The world is in for what is potentially a series of financial earthquakes this northern summer the likes of which it has never seen. It could start anytime, and almost anywhere.

Also, die finanziellen "Erdbeben" der Sonderklasse sollen noch diesen Sommer kommen. Jetzt jederzeit.

Es soll niemand glauben, dass das weiter unten geschilderte Hyperinflations-Szenario linear sein wird. Ganz bestimmt nicht.
Sobald die Bond-Märkte crashen, crashen auch die Aktienmärkte und die Derivate. Die Bonds fallen jetzt überall im Kurs, nicht nur in den USA. Sehen Sie sich nur den Euro-Bund-Future an: von 116 auf 111 in 3 Monaten. Nach einem Crash geht die Hyperinflation erst richtig los - denn dann wird für das "Überleben der Politiker" Geld gedruckt..
Wenn es wirklich passiert, werden alle überrascht sein.


Neu 2007-06-02:

Es ist Zeit, den Hyperinflations-Artikel zu lesen.

Neu 2007-05-31:

Ist die Kredit-Bubble am Platzen?

IHT/Bloomberg: http://www.iht.com/articles/2007/05/17/bloomberg/bxatm.php

Calling the turn in the cycle of the credit markets has been a losing strategy in recent years. War, pestilence, leveraged buyouts and the collapse of the U.S. subprime mortgage market have all been unable to derail the rally in corporate debt.

"We are growing extremely negative on credit markets, which we see as in a bubble," Tim Bond, head of asset allocation at Barclays Capital in London, wrote this week. "U.S. companies are releveraging aggressively in an attempt to substitute earnings-per-share growth for earnings growth. 2008 should see a fairly savage bear market for credit, a large rise in defaults and an end to easy liquidity conditions."

You are seeing mergers and acquisitions tittle-tattle that makes me concerned," Anthony Bolton at Fidelity International said this week. "I can't tell you when it's coming, but I can tell you the precursors are there."

Ja, die "Precursors (Vorboten) für das Platzen der Kredit-Bubble sind da und überall zu sehen. Die Analysten werden nervös, aber niemand kann sagen, wann es passiert.

Aber es braucht nur ein grosser "Deal" schiefgehen, oder sonst etwas passieren, dann geht es tief hinunter. Kein Wunder, dass schon "Distressed-Debt"-Spezialisten angeheuert werden.


Neu 2007-05-30:

Wurde die chinesische Aktienbubble jetzt angestochen? Shanghai -6.8%

Bloomberg: China Stocks Tumble From Record After Transaction Tax Tripled

`I don't dare to sell because I'll have to incur a real loss if I do,'' Li said today in an interview at Tiantong Securities Co.'s Chaoyangmen branch in central Beijing. ``I've invested my entire life savings in the stock market.''

Nachdem die Regierung die Handelssteuer verdreifacht hat. Offenbar hat man doch ein Mittel gefunden.
Sie wagen es nicht zu verkaufen - aber die Lebensersparnisse werden beim richtigen Crash wirklich weg sein.

Die Hälfte der chinesischen Aktien hat das 10% Tageslimit nach Unten erreicht.


Neu 2007-05-26:

Warnungen ohne Ende:

FTD: Wolfgang Münchau: Wenn Blasen platzen
Börse Online: Europas Häuserboom droht hartes Ende
Presse: Wenn Greenspan vor der Blase warnt
Welt: Mehrwertsteuer bremst Kauflaune spürbar
DrHousingBubble: America's Codependence on Housing
Mike Shedlock: Home Prices Take Record Dive


Neu 2007-05-21:

Erinnerungen an 1929:

Bill Fleckenstein: Ignoring the lessons of 1929

The similarities of the lead-up to the great market crash to today's economic environment are obvious. Don't say you weren't warned.

 

Vergleich mit der Tulpen-Manie in Holland - diesesmal global:

Rick Ackerman: Tulip-O-Mania On a Global Scale

I might have assumed I’d seen enough in 35 years of market-watching to prepare me for the Krakatoa of delusion that we are witnessing today....

Yet, none of this prepared me for the Bull Market of 2007, with its Babel-onian ascent into the heavens, even as a credit-glutted economy teeters on the brink of the steepest recessionary cliff since 1973-74. How could investors be so foolish? The answer, very simply, is that there is practically no limit these days to the amount of money that can be borrowed for financial speculation....

Obviously the revelry cannot continue forever, even if we lack the imagination to see when and how it might end. We are witnessing nothing less than Tulipmania on a global scale, and trying to reckon the looming catastrophe in dollar terms requires visualizing a string of zeros that stretches beyond human understanding and experience. But even if we cannot know what the future holds, we sense deeply in our bones that this epochal swelling of human folly cannot end other than badly.

Ja, der Preis einer Tulpenzwiebel, der am Höhepunkt so hoch war wie der eines Hauses ist auch wieder auf den Wert einer gewöhnlichen Blumenzwiebel gesunken, also auf weniger als 1/1000 von vorher - und zwar sehr schnell. Hier wird es genauso sein, aber die Katastrophe wird weltweit sein, da die Bubble auch weltweit und viel grösser ist. Wann: wenn es nicht mehr genügend neuen Kredit zur Spekulation gibt.

China:Bauern im Aktienrausch

Bauern, Rentner, Hausfrauen - selbst buddhistische Mönche: Sie alle wollen Aktien. Allein im April wurden fast fünf Millionen Wertpapier-Depots in Shenzhen und Shanghai eröffnet. Der Leitindex der chinesischen Börse stieg bereits in diesem Jahr um 50 Prozent. Experten halten das für überzogen, "eine spekulative Blase", warnen sie. Wenn die platzt, hat das gravierende Auswirkungen für die gesamte Welt-wirtschaft. Doch die Chinesen schlagen alle Warnungen in den Wind und pumpen immer mehr Geld in den Aktienmarkt. Manchen gilt die Börse als Ersatz für das Spielcasino, denn Glücksspiele sind in im Land verboten.


Neu 2007-05-20:

Aus dem GEAB#15 (http://www.leap2020.eu/):

Ab Anfang des Sommers 2007 werden diese Faktoren und ihre spürbar werdenden Auswirkungen unmittelbar die neue Etappe der Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise prägen. Wie LEAP/E2020 schon mehrfach betont hat, läuft diese Krise in einer Spirale ab (deren Zentrum zur Zeit immer noch die USA sind), und nicht etwa als linearer Niedergang. Die Komplexität der globalisierten Welt, in der die Krise abläuft, bewirkt, dass die Auflösung der alten Weltordnung simultan an allen Fronten und Bereichen stattfindet, aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und mit unterschiedlichen Auswirkungen. Jeder Sektor (Wirtschaft, Finanzmärkte, Militär, Außenpolitik, Kultur, Politik...) folgt seiner eigenen Logik und seinem eigenen Rythmus.

Selbst wenn eine der Komponenten sich zu stabilisieren scheint, dann bedeutet das in Wirklichkeit nur, dass die Krise in einem anderem Sektor an Geschwindigkeit zunimmt. Genauso wie es heute erforderlich ist, das BSP der großen Wirtschaftsmächte des 21. Jahrhunderts anhand von verschiedenen Maßstäben zu messen, um die tatsächliche Entwicklung beurteilen zu können, genauso ist es erforderlich, gleichzeitig eine ganze Reihe von Faktoren im Auge zu behalten, um den Ablauf der aktuellen umfassenden weltweiten Krise messen, verstehen und antizipieren zu können. Genau dies ist der Ansatz der Forscher von LEAP/E2020, die nicht nur die Wesensmerkmale der Krise vorhersagen wollen, sondern auch schon jetzt erkennen wollen, auf welche Art und Weise diese Krise auslaufen wird, wenn - voraussichlich 2008 bis 2010 - die Abwärtsspirale in eine Aufwärtsspirale übergehen wird.

Wesentliche Merkmale und Auswirkungen des Beginns der Rezession der US-Wirtschaft:

I - Zunehmende Zahlungsschwierigkeiten des US-Verbrauchers, einbrechende Ertragslage der auf dem US-Markt tätigen Unternehmen und Massenentlassungen speisen einen Teufelskreis

II- Beschleunigter Wertverlust des Dollars, importierte Inflation, Anwachsen des Zahlungsbilanzdefizits und Handelskonflikte mit Asien und Europa provozieren ein Auseinanderfallen des Konsenses in der amerikanischen Zentralbank und den Beginn der "Very Great Depression".

Jede Kredit-Expansion geht einmal zu Ende und die negativen Folgewirkungen werden sichtbar. Zumindest in den USA ist es jetzt soweit. Beachten Sie bitte, dass viele Dinge zusammenhängen. Wir sehen derzeit den Abstieg des Imperiums in vielen Bereichen.

Interessant die Prognose, dass der Tiefpunkt der Krise zwischen 2008 und 2010 erreicht werden soll.


Neu 2007-05-19:

Derzeitige Problemzonen:

- USA nach der geplatzten Immobilien-Bubble (Implode-O-Meter ist schon bei 72!), Kommentare erübrigen sich

- China mit der schlimmsten Aktienbubble aller Zeiten, die bald platzen wird

- Spanien: platzende Immobilien-Bubble mit heraufziehender Bankenkrise.
      Manche Banken zahlen schon bis 12% Zinsen für Einlagen, so knapp ist ihre Liquidität
      Die spanische Zentralbank verkauft alles Gold und die Devisenreserven, reichen nur mehr für 12 Tage

Die Frage ist, wo wird die reale Finanzkrise zuerst ausbrechen: USA, China oder EU (Spanien)?
Vieles spricht inzwischen für Spanien, beginnend mit einem Rückzug von Kapital aus diesem Land.

Man hat den Teufel für den Beelzebub eingetauscht:

Der (bekannte)Teufel: Crash einzelner Banken durch "Bank-Run"
Der (unbekannte) Beelzebub: Cross-Defaults der Banken durch Derivate und Vernetzung

Gary North: Trading Bank Runs for a Systemic Bank Failure

THE THREAT IS INTERNAL
There is a threat to this system, but it is not the threat of bank runs. The threat today is from the banks themselves. This is the threat of a failure of the interbank payments system. If bank A cannot repay bank B until bank C pays bank A, and bank C cannot pay bank A until bank D pays bank C, the system is at risk. The failure would spread to every bank on earth within a week – maybe less. Instead of the threat of a few insolvent banks, the threat is now universal: a systemic breakdown of the entire international banking system.

The magnitude of this threat is incalculable. Without digital money, the world’s economy would shut down overnight. It would be comparable to a nuclear war. As one small example, if truckers could not fill their tanks, they could not deliver the goods. But without credit cards, they could not fill their tanks. So, everything we buy at a supermarket, gas station, or company that sells goods would cease operating within a day or two. They could not reopen.....

The complete failure of the interbank payments system for as long as a month would be so catastrophic that it is not publicly discussed. This is because, in a world with some $350 trillion in derivatives, yet a world lulled to sleep by the government-guaranteed promise of central bank intervention to keep the payments system solvent, there is no known solution to the problem.

The problem is politically unthinkable. It is therefore not thought about. The problem is conceptually beyond the power of anyone to comprehend, let alone solve. It is the problem of trillions of transactions in the past and billions of them daily, all interlinked by the fractional reserve banking system.

Wenn dies interne Settlement-System der Banken versagt, breitet sich das Desaster innerhalb einer Woche (oder weniger) zu jeder bank der Welt aus. Das Problem ist politisch "undenkbar". Daher wird es auch nirgends diskutiert. Aber seien Sie sich sicher, wenn es eine Grossbank (wie einen US-Primary-Dealer) "erwischt", ist es soweit. Dann wird man auch intern kaum einer anderen Bank mehr trauen und das oben beschriebene Desaster ist da.

Noch etwas: dann werden die Staaten auch plötzlich "Subprime" sein: The Ultimate Subprime Borrower


Neu 2007-05-10:

US-Retail-Zahlen brechen massiv ein, der Konsument ist am Ende:

Weak sales trigger retailer warnings, April Sours for Retailers, Retailers: Lost in America or Did the Dog Eat the Homework

Dafür explodiert wegen dem Ölpreis wieder das US-Handelsbilanz-Defizit: Trade deficit surged in March

Sorry, die US-Konsum-Story ist zu Ende. Die Einbrüche bei den Absatzzahlen sind dramatisch und nicht nur durch das Wetter allein bedingt. Dazu muss man noch die reale US-Inflation von etwa 10% rechnen.


Neu 2007-05-09:

Chris Laird: noch max. 1 Jahr bis zum weltweiten Crash:

TIME TO GET LIQUID?

On the other hand, the ‘insider’ types usually sell in the last stages of a bull market, and we see ‘distribution’ patterns that precede stock crashes. Only this time, we are looking at a world stock crash – as if the world stock markets together were one market. The present world bubble is an unprecedented world financial mania, never seen before, and at least 1000 times the money value of the 1929 world stock market. It is synchronized. It will all crash on one swoop eventually.

We have record insider selling right now, just like on 2000. This is distribution. They are selling you their shares, getting out, and knowing the market is rising. They are cashing out.

Ich hoffe, das beruhigt einige Nerven, die mich der "Ausreden" bezichtigten - warum "es" noch nicht passiert ist. Dieser Crash wird weltweit sein, und alle zinsabhängigen Assets mitnehmen. Wichtig auch sein Hinweis, dass derzeit weltweit die Insider aussteigen.

Einen genauen Zeitpunkt kann niemand vorhersagen. Es gab in den letzten Jahren immer wieder Situationen, wo das System kurz vor dem Ende stand - und wieder gerettet wurde. Aber es müsste für ewig alles perfekt funktionieren, was es nicht wird.

Meiner persönlichen Meinung nach wird es nicht mehr ein Jahr dauern, wenn man sich die chinesische Bubble ansieht. Bei der derzeitigen Anstiegsgeschwindigkeit des Shanghai-Index müsste dieser in einem Jahr bei etwa 8000 liegen. Dass wäre dann ein P/E von 80 (heute bei 40 - schon total überteuert). Ein solcher Anstieg muss exponentiell weitergehen, sonst bricht der Spike zusammen (was er immer irgendwann tut).

“I made my fortune by selling too early” - Baron Rothschild    - nicht vergessen!


Neu 2007-05-08:

Aus dem letzten PrudentSquirrel Newsletter von Chris Laird:

I ask then, what will happen when there is a real serious world stock sell off, not just the relatively mild ones we have recently seen?
Answer: Assuredly repeated system freezes. In fact, if this got severe enough, and enough damage was done to the databases, the markets could end up having to be shut down for days just to see if the quotes could be reopened and all the backlogged transactions cleared….. In the next serious world financial crashes, if they really get going, I expect markets to fail technically. You would be trying to get into your accounts and find you could not trade.

My point here is, you perhaps have no idea how illiquid the markets can become, merely from a technical overload standpoint. This is again a serious reason to consider being already in liquid positions before any hint of these collapses emerge.

I have read a quote I think is excellent: "better a year early than a day late" relating to being out ahead of market crashes….This fits my view perfectly. It is my opinion only, but it is an informed opinion.

Now, with all the people who are so focused about making more money today, particularly when there is a world financial mania, it is very hard to decide to be on the sidelines. But, then one has to consider the risk out there. Everyone naturally wants to stay in markets until it looks like a top is in, but about 90% of people never get out ahead of the big stock crashes….they end up riding losses down.

Why the central bankers are inflating together
The world now has a fundamental structural economic problem that is driving central banks to inflate together. Basically, what we have now in the world is an interlinked world finance bubble that is synchronized. The world central banks know this but cannot bring themselves to stop it. They are afraid to do anything to upset this monster, lest it cause incredible economic damage as it unwinds. The trouble is, they know that, eventually, it has to collapse of its own weight, and if it gets to that point, things will be so bad they would wish they had acted sooner…

I get the impression that the world central bankers all know this is a synchronized world bubble, and are just resigned to awaiting the eventual crashes. It appears that anything they do will merely upset the cart.
The trouble is, they won't tell you. They can't. Actually, what they will do, apparently, is lie about economic statistics, and just pray things hold together.

Der Autor (ein früherer Oracle Datenbank-Ingenieur) meint, dass in einem Crash allein schon die Börsencomputer kollabieren werden. Die Märkte werden total illiquid

"Besser ein Jahr zu früh verkaufen als einen Tag zu spät". Er meint, dass 90% nicht rechtzeitig herauskommen werden (warum verkaufen wohl derzeit die Siemens Vorstände ihre Aktien? - wie so viele Insider).

Interessant auch seine Ansicht zu den Zenralbanken und warum sie so stark inflationieren. Sie haben Angst, irgendetwas gegen dieses Spekulations-Monster zu tun. Sie wissen was danach kommt, daher inflationieren, lügen und manipulieren sie weiter, so dass es noch nicht herunterkommt. Sehen Sie dazu ganz unten ein Zitat von Doug Casey.

 

Willkommen im grössten Pyramidenspiel aller Zeiten:

Joe Average: WELCOME TO PONZI WORLD

Noland, author of the Credit Bubble Bulletin, believes we are currently experiencing “the most reckless credit expansion in history!” and that “the U.S. and global credit system has become a Ponzi Finance Scheme.” Noland finds the current “data extremely alarming…the most reckless credit expansion in history…liquidity like we’ve never seen before…unbelievable what’s happening…we have credit excesses virtually everywhere” and believes that “1929 (is the) only time even remotely comparable.”

Bernanke will not pop bubbles…they (the Fed) will aggressively ease if there is any systemic threat. The financial sector is driving the real economy, not vice versa.”

Minsky believed the three types of finance firms could choose from (depending on their risk tolerance) were hedge finance, speculative finance, and Ponzi finance. He described how in a protracted period of good times the markets moved through several phases…from Easy Credit to Over-trading; to Euphoria (dare we say “Irrational Exuberance?”), to Insider Profit Taking near the end of the Ponzi Finance Scheme, and finally Revulsion as the stream of new players dries up, panic sets in, and the Ponzi scheme collapses and rapidly self destructs.


Neu 2007-04-30:

Zwei Artikel, die (für die USA) einen hyper-inflationären Kollaps voraussehen:

Clive Maund: America for Sale
Captain Hook: THE ROAD TO HYPERINFLATION

Gold sollte demnach in den nächsten 2..3 Wochen den alten Höchststand von 2006 erreichen.
Ist es so, dass uns auch das gleiche Schicksal droht, sodass die Franzosen so viel Gold auf den Markt werfen?

Was danach kommt, beschreibt Clive Maund - die Chinesen im Kommando. Schon Mandarin gelernt?


Update 2007-04-23:

Wiederholt und erweitert von der Seite Time-Out, ist dort nicht permanent.

Die "Very Great Depression of 2007" ist eingetroffen:

Quellen: GEAB#14 (LEAP/Europe2020), Privateer#576, Safe Wealth Management Report Q2-2007 (SWMR)

Laut GEAB#14 hat sie in den USA im April 2007 begonnen. Sie kommt später auch zu uns.
SWMR kommt zum gleichen Schluss und nennt sie Great Depression II.

Hier einige Indikatoren:
- Das US-Hypothekendebakel geht weiter und greift jetzt auch "höhere" Kategorien als Subprime an
- Das Mortage Lender Implode-O-Meter geht täglich um eins hoch und steht jetzt bei 62
- Die US-Finanzbranche entlässt schon massiv Personal - ein sicheres Zeichen für das Bubble-Ende
- Der derzeitige "Subprime-Bailout" - Rettungsversuch wird scheitern, zu spät
- Die US-Konsumkredite wachsen nicht mehr
- Der US-Konsum bricht ein, die Mittelschicht ist bankrott
- Die US-Investitionen der Firmen brechen massiv ein
- US-Importe (und auch Exporte) brechen ein - nach Doug Casey das Zeichen für den Dollar-Abverkauf
- Die Steuereinahmen in Bubble-Regionen (FL, CA) brechen massiv ein
- Ben Bernanke's Fed monetisiert derzeit schon 20% der neu ausgegebenen US-Staatsanleihen
- Der US-Dollar sinkt daher jetzt stetig, immer mehr Zentralbanken haben "genug Reserven"

Der schöne Schein wird nur noch durch Manipulation der Finanzmärkte und Medien noch aufrechterhalten.

Es ist jetzt nur mehr eine Frage der Zeit, bis die Realität durchbricht und der US-Dollar massiv abverkauft wird. Die interne Kredit-Maschine der USA ist bei den Konsumenten zum Stillstand gekommen und wird nur mehr von Mergers und Spekulation getrieben. Irgendwann ist sicher mit einem grossen Derivaten-Unfall zu rechnen, der dann auch den Rest der Welt "mitnimmt". Die Zinsen können nicht ewig real negativ bleiben.

Andere Regionen der Welt:
Im Rest der Welt gibt es auch genügend Bubbles: Europa (besonders Frankreich, Spanien, Osteuropa), China.
Die werden wohl bei einem globalen "Repricing von Risiko" mitgenommen werden.

 

Aus dem GEAB #14:

Für die amerikanische Zentralbank genausowie für die großen Finanzinstitute, mit denen sie aufs Engste verknüpft ist (vgl. 2. und 8. Ausgabe des GEAB) ist Rezession oder gar Depression natürlich das schlimmst mögliche Szenario. Nicht nur würden sie alle gemeinsam ganz wesentlich den Auswirkungen dieser Krise brutal ausgesetzt, darüber hinaus würden sie auch noch schwere Vorwürfe treffen, diese Very Great Depression verschuldet zu haben. Aber auch so finden Schuldzuweisungen ihren Weg schon in die Finanzmedien, was man an einem Artikel von Christine Richard ablesen kann, der den Titel trägt: "Die Leidtragenden der Risikenhypothekenkrise klagen Bear, Crédit Suisse, JPMorgan, Morgan Stanley... an"8. Wenn die Krise an Fahrt aufnimmt, werden sich alle großen einheimischen oder auf dem amerikanischen Markt tätigen Banken und Finanzinstitute sehr bald in einem finanziellen und rechtlichen Malstrom wiederfinden, und die Zahl der Klagen gegen Geschäftsführer und Finanzmakler9 sowie die Zahl der Bankrotte und der Entlassungen wird explodieren.

Zur Zeit versuchen die Banken und Finanzinstitute noch, ihre bedeutenden Verluste zu kaschieren, indem sie buchhalterische Kniffe anwenden, wie z.B. den FAS 15910, der es ihnen ermöglicht, Verluste (insbs. aus dem Bereich der Risikohypotheken) unmittelbar als Kapitalverringerung statt als Ertragsminderung zu verbuchen.

Unsere Wissenschaftler sind sich einig: Die aktuellen wirtschaftlichen Probleme werden, weil sie auf weitreichende historische Verschiebungen, die die seit Jahrzehnten bestehenden sozialen und politischen Gleichgewichte durcheinander bringen, aufsatteln, eine um ein Vielfaches erhöhte Zerstörungskraft für die US-Gesellschaft entwickeln als die Great Depression in den Jahren nach 1929.
Wie wir bereits in der vorhergehenden Ausgabe des GEAB dargelegt haben, brach die Wirtschaftskrise von 1929 zu einer Zeit aus, als die Macht und Bedeutung Amerikas im Aufstieg war. Die unterschwelligen grundlegenden Tendenzen waren damit für die USA, unabhängig von den momentanen Wirtschaftsschwierigkeiten, positiv. Die heutige Depression bricht in einem umgekehrten geschichtlichen Kontext über Amerika herein. Wenn spätestens Ende April 2007 der Krümmungspunkt der Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise durchlaufen sein wird, werden sich die Entwicklungen beschleunigen, die Auswirkungen der Krise sich verstärken und damit auch für eine
größere Zahl von Menschen spürbar werden.

Wenn Sie das lesen, dann verstehen Sie, warum die Amerikaner alles tun, um den Absturz hinauszuzögern. Und sie wenden auch jegliche mögliche Lüge an. Wenn Sie wissen wollen, warum die ausländischen Zentralbanken jetzt noch den Dollar stützen, dann brauchen Sie sich nur vorzustellen, dass diese Urgewalt an finanzieller Zerstörung aus den USA auch über sie herfallen wird - und deren Jobs. Aber es wird ihnen nichts helfen!

Aus dem Safe Wealth Management Report Q2-2007 zu Devisenkontrollen:

Some governments are now openly disturbed by their currencies’ pricing as caused by “speculative forces”. At least in terms of general policy, a wealth preservation orientated investor who chooses to sell his currency in favor of what he will deem to be a safer one is not a wealth preservationist, he’s a speculator; just like hedge funds et. al. are now deemed to be. As a result, the currency switch salvation doors that are still open will close down once the market unwisely chooses to price certain currencies over and above the point of those governments’ tolerability. And yes, do remember this other crucial aspect; currencies are not gold, real estate or stocks where and when you are clearly, at least in part if not all, the owner of the instruments. Currencies are first and foremost a national government’s possession, one which they authorize third parties – institutions and the public – to credit into their private accounts. That right can and has often been revoked. You need not be reminded that this next time will not be any different.

As reported in the March 15th edition of the Wall Street Journal, previously strong advocates of “borderless money” are now, “all of a sudden”, tempering their outlook re the benefits of free capital outflows. In simple terms, the policy decision arrived at by the International Monetary Fund (IMF) in September of 1997 encouraging the free flow of capital across borders, and the policy that such free flows should become as much part of the IMF’s mission as encouraging trade in goods and services is now under serious reconsideration.
(WOW!!!) In simple terms, financial globalization will collapse once the point of market recognition is reached, i.e. the third wave up in currencies/down in the U.S. dollar; whatever happens in equities. Knowing this, it then requires little to understand that when the point of fear comes to an explosion and governments promptly panic, CAPITAL FREE FLOWS WILL BE STOPPED – even if so doing could easily collapse the collateralized debt market. Capital free flow and their underlying currency transactions will then be portrayed as culprits to explain away the financial calamity then prevailing. (As always when a crisis arises, do expect governments to adopt the worse policy strategy possible if only because they’ll try to assuage the populace by their actions while holding on to their power base.) The true culprit (of course) will lie much more in the excessive credit creations and risk endorsements issued prior to, backed fully by worthless swap and collateralized debt schemes and promises. Quite obviously, that is but one more reason why we have consistently insisted upon the need to act while you still could.

Finally, how important is this “preparatory academic discussion”? Well, the Wall Street Journal certainly felt free not only to provide the topic front page notoriety but gave it a further half page, five column discussion to boot! WHAT ELSE NEEDS TO BE SAID?

Eine "akademische" Diskussion über Devisnkontrollen im Wall Street Journal, noch dazu auf der Titelseite? Da wird etwas vorbereitet. Einerseits die "Akzeptanz" von Devisenkontrollen durch die Öffentlichkeit und andererseits bekommen die "Insider" einen Tip (nämlich Flucht). Wie dieser Auszug so schön berschreibt, Währungen sind Eigentum der jeweiligen Regierung, diese bestimmt, was damit gemacht werden kann.

Nach der "akademischen" Diskussion und Vorbereitung kommt die Umsetzung durch die Politik. Dann, wenn die eigene Währung abverkauft wird (hier der US-Dollar). Idealerweise im Krieg oder nach Terror.


Neu 2007-04-07:

Buchbeschreibung:

Da kann "Helicopter Ben" noch so viel "Liqudität bereitstellen", er sollte lieber das lesen:

Financial Armageddon von Michael Panzner.

Das ist das Buch, nachdem man angeblich nicht schlafen kann, wenn man es am Abend gelesen hat (laut Bericht verschiedener Rezensenten). Ich schon, denn ich weiss wie man sich vorbereitet, und davon profitiert. Sie können es auch erfahren.

4 Phasen:
1. Economic Malaise: in den USA schon fast abgeschlossen
2. Systemic Crisis: weltweiter Finanzcrash
3. Depression (die deflationäre Phase)
4. Hyperinflation: Ben & Kollegen verlieren die Nerven, der schlimmste Teil

Hier eine Rezension von Michael Nystrom: THREE BEARS, NO GOLDILOCKS - PART 1

Dieses Buch ist zwar von einem Amerikaner für die USA geschrieben, jedoch ohne grössere Probleme auf uns umlegbar, da wir im Wesentlichen ähnliche Probleme haben und ein ähnliches Schicksal erfahren werden.
Das Buch wurde Ende 2006 geschrieben, in der Zwischenzeit haben sich schon einige Dinge getan.

Was kein anderer Autor so gut beschreibt wie Panzner, sind die realen finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise.

Er geht von einem 4-Phasen-Modell (oben dargestellt) aus, von den die 1. Phase (wirtschaftlicher Abstieg) in den USA schon praktisch abgeschlossen ist - mit dem Kollaps der Immobilienbubble und dem derzeitigen Einbruch der Wirtschaft.

De 2. Phase - Finanzcrash wird dann auch wegen der engen Vernetzung auch den Rest der Welt treffen. Im Moment versucht man offenbar diese Phase und die nachfolgende deflationäre Depression bereits zu überspringen und die Hyperinflation einzuleiten.
Wenn dem nicht so wäre, hätte der Mini-Crash vom 27. Februar und dem nachfolgenden Unwinding des Carry Trade schon jede Menge "Finanzleichen" und einen echten Crash hinterlassen müssen. Offenbar haben die Zentralbanken diese Verluste monetisiert.

Der Autor beschreibt ausführlich, dass in den realen Auswirkungen zwischen Phase 3 und 4 nicht so viel Unterschied ist. Etwa weil in der Hyperinflation das Geld von den Banken abgezogen wird, häufen sich die Bank-Pleiten noch mehr. Der grosse Unterschied besteht aber für den Investor. Wer sein Kapital nicht in einem "sicheren Hafen" ausserhalb des Systems (etwa Gold) hat, kommt entweder bei Crash oder in der Hyperinflation dran. Dafür werden sich in Phase 4 die zurückgehaltenen Waren in den Lagerhäusern stapeln.


 

Neu 2007-04-03:

Der Dax hat 7000 erreicht, aber um welchen (Risiko) Preis?

Was ist, wenn dieses Szenario kommt: ITCHY TRIGGER FINGERS

In Panzner’s scenario, a sudden major market plunge will see startled investors lunging for mobile phones and lap-tops to execute “sell” orders, while hot-shot hedge-fund jocks click away frantically on computer keyboards with lightning fast reflexes as they also attempt to bail out.

Das ist der Nachteil der heutigen Vernetzung. Der "Mini-Crash" vom 27.2 konnte nur mit Mühe bewältigt werden. Man musste sogar den Dow Jones Index anhalten. Was ist, wenn das nächste Mal der Schock 2 mal so gross ist:

In his latest Elliott Wave Theorist Prechter states “the size of today’s credit bubble is so huge that it dwarfs, by many multiples, all previous bubbles in history…. It’s not the “Goldilocks” 1950s. It’s not the inflationary 1970s. And it’s not a “business as usual” extension of the 1980s-1990s bull market. It’s 1929 times ten. Those who can’t see the difference will suffer the consequences. Those who see it…will survive and prosper.”

Nicht nur die Bubble ist heute mindestens 10 mal so gross wie 1929 - und weltweit, die mögliche Geschwindigkeit durch die Finanz-Vernetzung ist heute 100 mal so gross wie 1929 - auch weltweit. Wer will auf DAX 8000 warten. Vermutlich die meisten "Investoren", sprich Gambler. Good Luck!


Neu 2007-04-01:

Eine weitere Art von "Systemkrise" - politisch:

Ty Andros: FINGERS OF INSTABILITY SERIES, PART IV

Die Dekadenz der westlichen Wähler und der Politiker, die sie wählen.
Sehen Sie sich bitte den interessanten EU-Teil darin an.


Neu 2007-03-27:

Update - USA: Neues "Subprime" entdeckt:

Bloomberg: Subprime Defaults May Spread to Auto Bonds

Was es denn so alles gibt: "Auto-Subprime" ABS
Das sind als Bonds weiterverkaufte Autokredite (ABS), sogar von Gebrauchtwagen!

 

Und die "Experten" lügen weiter:

Aaron Krowne: Some People Are Still Denying The Bubble

It is perplexing to me how a thoughtful analyst, at such a late stage, could still be deying what is now not only evident in the statistics, but screaming out to us in everyday life. This last part — bubble denial in the face of all the people who are ruined or hurting from this mess — is now approaching the insulting. Please, bubble deniers, especially professional economists, give it up. At least, don’t come crying to me when you get tarred and feathered.

Sie erkennen die Realität nicht oder lügen im Auftrag ihrer Arbeitgeber. Bis sie geteert und gefedert werden (hoffentlich).
PS: "Experten" haben noch nie Systemumbrüche erkannt. Weil sie nur linear extrapolieren können.

 

Der Prophet: Dr. Michael Hudson:

iTulip Select Interview (http://www.itulip.com, leider kein Zugang, also nur die Übersicht, aber die hat es in sich):

1. Credit derivatives are the most likely cause of a future financial system crash.
2. No one can hedge the risks posed by asset deflation except by selling inflated assets.
3. October 1987 is the model for the next financial crash.
4. The larger the debt, the bigger the debt deflation. Expect a long, slow economic crash.
5. The U.S. will not repay its foreign debt.
6. Hyperinflation of the dollar, if it happens, will be a political and not an economic or monetary event.
7. Since the time of the South Sea bubble, financial bubbles have been created by governments in order for governments to dispose of public debt.
8. The U.S. government wants to exchange social security claims for stocks so that stocks can be inflated and then allowed to crash, to wipe out the entitlement liability.
9. Most corporate balance sheet growth over the past few years is fictitious capital, what used to be called 'watered costs'.
10. The U.S. corp. sector is "fragile" due to excessive use of debt and leverage for the past several years.
11. There will be a huge asset grab and re-imbursement.
12. Hardly any money is spent on assets, rather, 99.9% of monetary payments are spent in assets, so the health of the FIRE economy is more relevant from a monetary standpoint.
13. Initially there will be mass defaults on mortgages and losses of houses to people with ready cash.
14. Later banks will allow home owners to stay in their houses, payments owned will be added on to the mortgages, and debt will go up without any money changing hands.
15. US housing debt will mimic the 1970s Brazilian compound interest curve

Also, sie werden ihre Staats-und Auslandsschulden nicht zurückzahlen. Bin neugierig, wann die ausländischen Geldgeber das endlich kapieren und ihre Dollars abverkaufen!


Neu 2007-03-22:

Ist der 1. EU-Staat mit massiver Abwertung dran - Lettland?

MarketWatch: Latvia struggles with currency weakness

Kein Wunder, bei 22% Zahlungsbilanz-Defizit. Irgendwo muss es ja schliesslich beginnen. Ende eines "Baltischen Tigers" auf Pump.
Eine Reihe anderer EU-Länder (alte und neue) wird auch noch dran kommen.


Neu 2007-03-19:

Aus dem GEAB # 13:

Umfassende weltweite Krise weitet sich aus: Immobilien - Finanzinstitute - Aktienmärkte - Privatkonsum - Devisen

Wie die LEAP/E2020-Forschungsgruppe in den letzten Monaten immer wieder vorhergesagt hat, sind die USA dabei, in eine "Very Great Depression" 2007 abzustürzen; auch bestätigt sich, wie wir in der 12. Ausgabe des GEAB vom Februar angekündigt hatten, dass der Wendepunkt der Krise, ab dem sie sich exponentiell beschleunigen wird, im April erreicht sein wird. Die kommenden Wochen werden von einer Ausweitung der Immobilienkrise auf die Gesamtheit der US-Finanzmärkte und des Konsums des amerikanischen Verbrauchers gekennzeichnet sein, was die Ertragslage vieler Wirtschaftsbereiche in den USA und den Wert des US-Dollars aufs Schwerste beeinträchtigen wird.

Die Krise dehnt sich in vier Bereiche aus:
1. Die Aktienmärkte weltweit: die ersten Opfer des Beginns des sino-amerikanischen Handelskriegs
2. Die Immobilienkrisen: Nicht nur die auf Risikokredite spezialisierten Hypothekenbanken, sondern alle Investoren und Unternehmen an den amerikanischen Finanzmärkten werden vom Sturm erfasst
3. US-Dollar (und an ihn gekoppelte Währungen): Der Absturz setzt sich im April 2007 fort
4. US-Privatverbrauch: Der Exodus der großen Unternehmen aus dem amerikanischen Markt

Also die wirklich grosse Krise soll sich ab April und in allen Finanzbereichen in den USA manifestieren.
Interessanterweise wird Europa ausgelassen, obwohl hier ähnliche Probleme sind und überdies eine enge finanzielle Verzahnung mit den USA existiert. Gibt es hier Vorgaben vom französischen Staat, solche Themen inklusive Euro und Gold auszulassen?


Neu 2007-03-18:

Ein neuer Warner - der BAFin - Chef in Deutschland:

Welt: Bankenaufseher warnt vor globaler Finanzkrise

Er zieht schon einige Zeit mit diesen Warnungen um die Welt. Vor einem Jahr hat man ihn bei den Hedge Fonds in New York noch ausgelacht. Ob man das immer noch tut? Möglich, aber sogar der Mainstream berichtet bereits darüber.
Er darf natürlich nicht alles sagen - dass das Gesamtsystem herunterkommen wird.

Allen zur Mahnung: „Exzessive Risikospiele gefährden Ihre Gesundheit und können schnell zum Tode führen!“


Neu 2007-03-14:

Da wird auch der 1. Geldabwurf in Vorbereitung nichts mehr helfen:

Mike Shedlock: 1st Helicopter Drop Now Being Organized

Diese Entwicklung wird zu schnell für die Politker gehen.

Welt-Liquiditäts-Krise im Entstehen:

Chris Laird: WORLD LIQUIDITY CRISIS EMERGING, unbedingt lesen!

The only way central banks even have a hope of temporarily stemming a stock led decline into a depression, if things get bad enough, is through literally monetizing the entire world stock markets! Who knows, the US and Japanese plunge protection teams may try it….

Diese Aussage ist nicht ganz korrekt. Die Zentralbanken müssten nicht nur die die Aktienmärkte der Welt monetisieren (für neu erzeugtes Geld aufkaufen) sondern auch den grössten Teil der Bonds und der Derivate. Viel Glück. Aber volumensmässig unmöglich.


Neu 2007-03-13:

Die Panik wächst, auch Junk Bonds, CDO und LBO angegriffen:

Bloomberg: CDOs May Bring Subprime-Like Bust for LBOs, Junk Debt

Der Untergang von New Century lässt die Finanzleute jetzt auch auf andere riskante Schulden schauen.
Und was finden sie da? Jede Menge Junk von Firmenübernahmen (LBO) und CDO (Collateralized Debt Obligations), einem Gemisch aus Schulden das mit Derivaten "hochgeratet" worden ist. Diese Ratings glaubt man offenbar auch immer weniger.

 

Die GEAB-Leute zeigen Schadenfreude - wir haben es prophezeit, Ihr wolltet es nicht glauben:

Over a million and a half houses foreclosed and more than a hundred mortgage companies bankrupt... LEAP/E2020's anticipations confirmed by Bloomberg!

Sie berufen sich auf diesen Bloomberg-Artikel: Foreclosures May Hit 1.5 Million in U.S. Housing Bust


Neu 2007-03-11:

Ist die Pleite von New Century der Beginn der wirklichen "Finanziellen Kernschmelze"?

Auszüge Aus der Neuen Solidarität Nr. 11/2007 - Finanzsystem brennt an allen Enden (nicht öffentlich):

Am 2. März wurde deutlich, daß das große Geldinstitut New Century Financial Corp. in Kalifornien vor dem Ruin steht. New Century ist der zweitgrößte Hypothekengeber an Kunden mit schlechter Bonität (Subprime-Hypotheken), mit 40-70 Mrd.$ an solchen Risikohypotheken, und eine der größten Hypothekenfirmen überhaupt. Die Aktie war um 93% gefallen, und in der schriftlichen Erklärung hieß es, es gebe „erhebliche Zweifel“ an der weiteren Geschäftsfähigkeit, wenn man nicht
Zahlungsaufschub von Gläubigern erhalte oder neue Finanzierungsquellen finde.

Seit November 2006 sind etwa 25 Hypothekengeber pleite gegangen, aber dieser Fall ist der bei weitem größte. Bloomberg berichtete am 5. März: „Das Schicksal der New Century Financial Corp. dürften jetzt Finanzunternehmen wie Morgan Stanley und UBS entscheiden, die sich mit mehr als 17 Mrd. Dollar für diesen Hypothekenkonzern verbürgen und dessen Anleihen zu Tausenden gekauft haben.“ Am gleichen Tag bewerteten die Händler von Merrill Lynch, Morgan Stanley und Goldman Sachs die Hypothekendarlehen und Kreditderivate ihrer eigenen Banken fünf oder sechs Stufen unter
den „offiziellen“ Kreditratings, d.h. nahezu als Ramsch.

In Wirklichkeit ist der gesamte Markt der durch minderwertige Hypotheken gesicherte Wertpapiere illiquide geworden, denn die Zinsen liegen dort inzwischen sage und schreibe 15% über den Zinsen der US-Schatzanleihen. Die Vergabe verbriefter privater Wohnungsbaudarlehen (RMBS) auf die minderwertigen Subprime-Hypotheken sackte von Januar auf Februar um fast 60% ab. Im März konnten nicht einmal mehr die halbstaatlichen Riesen Fannie Mae und Freddie Mac oder die größten Bankabnehmer solche Hypotheken als Papiere neu auflegen. So war es fast lächerlich, daß die USNotenbank am 5. März in Panik neue, restriktivere Richtlinien erließ.

Spätestens am 7. März griff die Seuche der rapide steigenden „Risikoprämien“ (Zinszuschläge) für Schulden auf der Grundlage schlechter Hypotheken auf andere Schuldenmärkte über: erst Wertpapiere und Derivate auf der Grundlage von „Midprime-Hypotheken“, dann europäische Firmenanleihen und schließlich amerikanische Geschäftshypotheken.


Neu 2007-03-07:

Die letzten Batallione werden in die Schlacht geworfen:

Die Rating-Agenturen:

JPMorgan Chase, Large U.S. Banks Have Ratings Raised by Moody's

Begründung: Der Staat wird sie heraushauen!

Hier ist der Grund - die Banken werden suspekt:

Goldman, Lehman Most Vulnerable to Credit Decline, Hintz Says

Auch Enron wurde von Moody's erst wenige Tage vor dem Bankrott heruntergeratet.
Offenbar muss Moody's den US-Banken einen "Persilschein" ausstellen um einen schnellen Absturz zu verhindern.
Dieses System kämpft wirklich mit allen Mitteln um sein Überleben, denn der Abgrund ist diesesmal sehr tief.

Die Angst geht sichtbar um:

Handelblatt: US-Immobilienkrise kocht hoch

Interessant die Erwähnung der Grossbanken in der US-Subprime-Pleite.

 

Kanadische Banken bereiten sich auf den Dollar-Kollaps vor:

Lindsey Williams: The Condition of the Dollar

Ja, man kann nie vorsichtig genug sein!

Diese Typen werden bis zur letzten Minute kämpfen um dann den Anlegern zu sagen: Sorry, eurer Geld ist weg.
Sehen Sie dazu auch die Februar-Outlook-Präsentation in der Download-Area.

Aber man kann ruhig sagen, das "Endgame" hat begonnen!


Neu 2007-03-06:

Goldman Sachs: Hedge-Fond Leichen werden auftauchen:

Goldman Sachs warns of 'dead bodies' after market turmoil

Was so ein "Mini-Crash alles auslöst.

Hier ist das wirkliche Risiko:

The Itraxx Crossover index used to take the pulse of corporate bonds shows that spreads have widened 43 basis points in a week.

Der Zinsabstand (Spread) von Firmenanleihen zu Staatsanleihen hat sich um 0.43% ausgeweitet. Auf eine weitere Ausweitung muss man achten. Dann werden noch mehr Leichen herumliegen.


Neu 2007-02-05:

Neue Skelette fallen aus dem US-Subprime-Schrank:

Von Jim Sinclair's Website (http://www.jsmineset.com/):

Jim Sinclair’s Commentary

CIGA Rusty Bayonet is on the frontline of what he speaks of! Throwing out your gold in light of what is occurring constitutes madness.

I am in there with a bag knowing I might have to suffer some pain, but not concerned as pain is part of success. No pain, no gain is a well known mantra of the professional trader. It is that hat I wear today as I see golden opportunity.

CIGA Rusty Bayonet’s Commentary”

"Apparently they have 11 warehouse banks. These banks issue high interest rate lines used to temporarily house loans for sale. These lines are not meant for permanent portfolio holdings. Because of the massive amount of buy-backs from these lines, they are being used up for buy-backs requiring NEW cash in a trust account for essentially a security deposit, which we learned they are having to go back and ask for waivers on.

The problem is these 11 warehouse banks have been upping the lines to accommodate massive buy-backs for a year. We are just hearing about it now. They have thrown enough good money after bad money and most are giving lenders margin calls, not waiving margin requirements. At this point knowing that 5 of 11 have issued a margin waiver and 6 are still outstanding, it is first to collect collateral wins. The 11 warehouse banks have to get those scratch and dent loans that are currently sitting on their lines, try to make them right somehow for sale. The important item to note is the first person in to collect collateral on a margin call wins. They get in first position like a mortgage.

These lines are $1 billion a pop guys - it is not time to mess around. It is time to collect and salvage what you can especially now that it has become clear to everyone with blinders on that the housing market is not bottoming anytime soon.

I have seen this a hundred times over the past 20 years. The first to shut down the line and collect collateral wins. Without lines these guys can't fund loans unless they do it with cash, which they have little of.

Game over guys - major player companies will have to file for bankruptcy protection this week. Certainly not much later.

Also, I know for a fact there was not a single buyer of sub-prime mortgage bonds last week. I have a buddy who trades them and said he could not find a bidder down to 93. This is bad, bad stuff.

Essentially the sub-prime industry ceased to exist last week."

Totalauslöschung der ganzen Branche.
Weil sie keine Zwischenfinanzierung (warehouse financing) mehr bekommen und keine Bonds mehr absetzen können.
Glaubt da noch jemand, dass das Gesamt-Kartenhaus nicht zusammenbrechen wird?

Welche Probleme hat denn GM sonst noch ausser zu grossen Autos?

Houston Chronicle: GMAC's Subprime Mortgages a Threat to GM

Die sind fertig. Haben Sie gewusst, das General Motors ein Finanzhaus ist?
Wie lange noch bis zum Bankrott?


Neu 2007-03-04:

Die Angst kriecht in den Medien schon herum - und nicht nur dort:

Telepolis: "Goldilocks Economy" in Gefahr
Finanzen.net: Die Angst vor dem Carry-Crash
Spiegel: Das Schuldenspiel der Firmenjäger

Das ist das entscheidende Element: Die "Goldilocks"-Euphorie muss der Angst weichen, dann werden die (real schlechten) Fundamental-Daten wieder ernst genommen. Der Abverkauf wird weitergehen. Die Kredit-Bubble ist zu Ende.
Hätte jemand vor 2 Monaten mit solchen Pressemeldungen gerechnet? Damals war jeder Warner ein "Spinner".


Neu 2007-03-02:

Der Yield-Carry-Trade geht jetzt offenbar "hoch":

Sehen Sie sich den Dollar/Yen Kurs an: Hedge-Fond-Barometer.

Und diesen Artikel von Mike Larson: A real monster behind the market plunge!

Falls der Yen dann mehrere Prozent im Tag gegenüber dem US-Dollar steigen sollte, dann können Sie sicher sein, dass das gesamte System hochgeht. Im Gegensatz zur LTCM-Krise 1998 ist heute die Spekulation mindestens 100 mal grösser.

Ich hoffe Sie sind jetzt richtig positioniert, in den nächsten Wochen kann das System implodieren.

PS:
Lassen Sie sich nicht vom fallenden Goldpreis irritieren. Auch Gold-Futures werden von den Hedge-Fonds abverkauft. Die müssen derzeit offenbar alles liquidieren, weil sie auf (Yen) Kredit spekulieren. Daher sollten Sie nur ohne Kredit drinnen sein. Der Goldpreis kann vorübergehend auch unter $600 gehen.

Absolutely Shocking: Die "Wall Street-Götter" sind selbst Junk:

Bloomberg: Goldman, Merrill Almost `Junk,' Their Own Traders Say

Durch deren Derivate ausgelöst. Wenn sogar Bloomberg das berichtet, muss es weit fortgeschritten sein.
Ein weiteres Zeichen, dass das Derivate-Universum vermutlich bald implodieren wird.

 

Chris Laird: Markets - Gold - Markets sell off

Brrrrr:

Derivatives are now a huge question as well, and with hedge funds and investment banks, there will be emerging gigantic losses. Look for Amaranth to be a toy scenario.

Gold is getting hit because it is a liquid asset to cover margins. This is not fundamentally a gold market sell off it is a liquidity sell off. This is anticipating further financial market sell offs next week. This is market-gold-market sell off this week. The second phase starts next week – the second market sell off phase.

But, the next shoe is due to drop next week – that is – if the US and Japanese PPT teams cannot stem the crisis. Make no bones about it, there is a critical market liquidity crisis right now in all world financial markets. They may or may not stem this.

Kommt jetzt das grosse Hedge-Fond-Sterben in dieser Liquiditätskrise? Die Amaranth-Pleite wird ein Kinderspeil dagegen sein. Werden die US und japanischen Plunge Protection Teams die Krise "erstemmen"? Nächste Woche ist entscheidend!


Neu 2007-03-01:

Aktienmärkte, Zentralbanken und Gold:

Larry Edelson: Larry's take on the wild market action

Er meint, dass es von nun an abwärts geht.
Das müssen Sie sich auf der Zunge zergehen lassen:

Any Wall Street analyst with half a brain should be starting to realize what I’ve been saying all along: There’s not a central bank or politician in the world that will sacrifice growth in the name of tighter money.

If anything, this week’s downdraft will just spur them to print more money. These guys don’t want to see markets crash. Nor do they want to see the kind of weak economic conditions I just told you about above.

Das kommt in meine Zitatensammlung. So ist die nackte Wahrheit: Keine Zentralbank und kein Politiker wollen Wachstum für eine stabile Währung opfern. Und der Aktien-Einbruch von dieser Woche wird sie mehr Geld drucken lassen.


Neu 2007-02-28:

War der "Börsenabsturz" gewollt?

Eric Janszen: Dow Drops 416 on Global Market Plunge

Seine Begründung: Jetzt kann die Fed die Zinsen wieder senken, um die implodierende Immobilien- und Spekulationsbubble zu "retten". Da müssen sie die Zinsen aber stark senken, damit das überhaupt einen Effekt hat. Das "kostet" den Dollar.
Sehr gut für Gold!

Falls es so ist, hat man jedenfalls nicht besonders viel gewagt. Wahrscheinlicher: es ist einfach ein Unfall passiert.
Wichtig: Das Unwinding des Carry-Trade wurde auch gestoppt.

 

Interessanter Vergleich mit 1987:

Leserzuschrift aus Deutschland:

Folgenden Kommentar zur heutigen Boersenentwicklung habe ich auf www.20min.ch gefunden:

Der Dow Jones in New York gab im Handelsverlauf mehr als 500 Punkte oder deutlich mehr als drei Prozent nach. Der Absturz wurde von Händlern weniger als Trendwende, denn als eine seit Wochen erwartete Korrektur bezeichnet. Nun würden in grossem Ausmass möglichst hohe Gewinne realisiert, hiess es. "Es ist schrecklich anzusehen, aber nicht ungesund", sagte ein Aktienhändler. Die gleiche Meinung hoert man auch im Fernsehen.

Und so war es auch 1987:

Auf dem Hoechst (2.722) erwartete "der Markt" ebenfalls eine Korrektur und sagte, diese sei nach dem grossen, langen Anstieg ueberfaellig. Und prompt kam sie: der Markt ging runter auf 2.492 (-8.4%) und stieg danach erneut an.

Jetzt war der Optimismus groesser als auf dem Top bei 2.722, da alle sagten, jetzt ist die Korrektur vorueber; jetzt kann der Index auf ueber 3.000 Punkte klettern. Dann (bei 2.640) drehte der Markt und sauste innerhalb von 2 Wochen runter auf 1.738 (-34%!).

Wie geht's nun aktuell weiter?

Sobald der Markt Boden gefunden hat wird er ziemlich sicher ca. 61.8% des Rueckgangs wieder durch einen Kursanstieg wettmachen (so war's auch 1987 - wer's nicht glaubt, der rechnet nach.......).

Wenn das dann durch Zeitungskommentare wie z.B "jetzt ist der Weg frei auf ueber 13.000 Punkte" begleitet wird, dann wird's allerhoechste Zeit, auch noch die letzten Aktien (sofern man noch welche hat) zu verkaufen. "Spekulanten" wagen dann etwas Spielgeld in Puts zu investieren (nur soviel, dass es nicht weh tut, wenn man den ganzen Einsatz verliert!!).

Das Chart wurde aus Platzgründen in den Artikel "Ist der grosse Crash da? nein nur ein Crash-chen" ausgelagert.

Die Parallelen sind interessant. Auch damals gab es vor dem echten Crash einen kurzen Einbruch. Danach der echte Crash.
Dieser wird uns auch diesesmal nicht erspart bleiben.

 

Darum brauchen die USA wirklich dringend eine Zinssenkung:

Nouriel Roubini: Is the Sub-Prime "Garbage" 6% or Rather 50% of the Mortgage Market?

In Wirklichkeit sind 50% der in den letzten Jahren vergebenen Hypotheken "Subprime", also Mist. Das heisst, dass sich die "Subprime"-Krise schnell weiter ausbreiten wird.
Eine schnelle Zinssenkung kann möglicherweise den endgültigen Zusammenbruch noch etwas hinauszögern. Mehr nicht.


Neu 2007-02-27:

HSBC 2007 = Creditanstalt 1931 ?

Thomas Au: WILL HONG KONG SHANGHAI BANK BE THE NEW CREDIT ANSTALT

Ein interessanter Vergleich. Es ist bekannt, dass der Zusammenbruch der österreichischen Grossbank Creditanstalt 1931 auf Deutschland ausgestrahlt hat und damit die grosse, weltweite Bankenkrise eingeleitet hat.
Der Autor sieht eine ähnliche Konstellation bei HSBC heute. In den USA hat HSBC bei Subprime-Krediten schon einiges abbekommen. Falls noch "Probleme" mit chinesischen Kreditkunden auftauchen, sieht er HSBC fallen. Genau beobachten!


Neu 2007-02-24:

Das System beginnt sich an den Rändern aufzulösen:

Aus Bill Bucklers Gold This Week vom 23. 2. 2007:

"The consensus has been it's (the sub-prime defaults) going to be contained. Now people are questioning that," said Bill Strazzullo, the Boston-based chief market strategist at Bell Curve Trading. "It's going to start with the weakest credit and work its way up.".....................

Any collapse or even pullback in debt-based paper always starts in the "junk" sector, and in mortgage lending, the "sub-prime" loans definitely fit that category. The severity of the economic recession which always follows a binge of credit creation is defined by how far up from the weakest credit it goes.

It is clear to almost everyone, including those on Wall Street, that the quality of debt paper being issued by the US economic system has never approached the level of weakness that it stands at today. The "twin" (current account and trade) deficits are at levels never approached in US history. So is government debt and deficits. So is consumer debt. So is mortgage debt. And all this is occurring while the US manufacturing sector (the only sector of the US economy which produces REAL wealth) is withering away and the US savings rate has been in NEGATIVE territory for almost two years.

The Fed is trapped in a cul de sac of their own making. They cannot afford to raise rates for fear of choking off borrowing and intensifying the bankruptcies at the weakest end of the credit spectrum. They cannot afford to lower rates for fear that the US Dollar would collapse. That is bad enough, but the Fed has an even bigger fear. They are worried that even LOWERING US rates would NOT restart the level of borrowing necessary to keep the credit expansion and thus the economic "growth" going. Finally, the Fed knows that they cannot sit on their hands much longer. Official US rates have been unchanged since last June. Over that period, every other major Central Bank in the world has raised rates, most of them more than once.

What is happening is that just as the Bush Administration has lost control of the global geo-political agenda, the Fed and the financial establishment of Wall Street is slowly but surely losing control of the global geo-economic agenda. Above all, the gargantuan debt overhang weighing down the US Dollar is making its continued role as the world's "reserve currency" untenable, and almost everyone is slowly but surely waking up to that fact.

Gold had its biggest one-day rise for a long time this week. Given the increasingly desperate situation in the US economy, it promises to be the first of many. There is no way to predict how much worse the situation will get, or the time frame, or the reaction of US and world markets to the situation. It is as predictable as ever that every means will be used to try to prevent a runaway Gold price. It is equally predictable that these means will ultimately fail. The evidence of a credit implosion in the US is growing. Worse, it is now being acknowledged in the mainstream media.

Niemand spricht es so gut aus wie Bill Buckler. Die Schwere einer Rezession hängt davon ab, wie weit nach "oben" ein Abverkauf der Schulden geht. Inzwischen ist es bereits Mainstream-Weisheit, dass der US-Subprime-Sektor "erledigt" ist. Ben Bernanke's Fed ist jetzt in einer Sackgasse gefangen. Eine Zinserhöhung würde den endgültigen Kollaps näherbringen, eine Zinssenkung den Dollar kollabieren lassen und wahrscheinlich nicht einmal eine Wirtschaftbelebung auslösen (die ganz grosse Angst).

So wie Bush global die Kontrolle verloren hat, verlieren jetzt Fed und Wall Street ebenfalls die Kontrolle der Welt. Es ist vorauszusehen, dass jedes Mittel eingestzt werden wird, um den Goldpreis unten zu halten. Aber das wird natürlich fehlschlagen. Eine US-Kreditimplosion kommt. Jetzt merkt es auch schon der Mainstream-Sektor. Das Wahrheits-Ministerium (Ministry of Truth) versagt offenbar bereits.

Düstere Prophezeiungen von Chris Laird:

FIRST INFLATION THEN DEFLATION? - FINANCIAL CRASH

Er meint, dass die Inflation bald in eine Deflation umschlägt. Mit einigen guten Vorschlägen zur Vorsorge.
Aber seien Sie versichert, das wird keine reine Deflation werden. Die Währungen werden wie üblich mit nach unten gehen - gegenüber Gold.

Vergleich mit Deutschland:

Lutz Forster: Große Depression auch in der 'BRDDR'?

Der Unterschied zu den USA ist nicht so gross, die Mechanismen sind die gleichen.


Neu 2007-02-22:

Die 2. Grosse Depression:

Mike Whitney: The Second Great Depressionsehr lesenswert!

It’s all bad news. The global liquidity bubble is limping towards the reef and when it hits it’ll send shock-waves through the global economic system.

By the time the housing bubble deflates, millions of working class Americans will be left to pay off loans that are considerably higher than the current value of their home. This will inevitably create deeper societal divisions and, very likely, a permanent underclass of mortgage-slaves.

Eine permanente Unterklasse von Schuldsklaven. Nicht nur in den USA, auch hier. Willkommen in der Leibeigenschaft!

 

Wenn da bloss dieser verdammte Eisberg nicht wäre:

Richard Benson: SUBPRIME TITANIC HITS ICEBERG: WALL STREET ABANDONS SHIP!

Die "Subprime-Titanic" ist schon aufgefahren und die Wall Street Ratten gehen in die Rettungsboote.
Sehen Sie, was die da "verkauft" haben:

Over the past six years, home ownership nationwide increased from 66 percent of the working population, to almost 70 percent. Indeed, many loans were extended to borrowers who couldn’t afford to rent because they could not come up with the security deposit. Yet, with a liar loan on income, and a “piggyback second” to 100 percent of LTV, they became lucky homeowners. Only now, however, they’re not so lucky, because they are struggling to make the mortgage payment.

Subprime-Kredite haben diejenigen bekommen, die nicht einmal die Kaution für einen Mietvertrag hinlegen konnten. Kein Wunder, dass manche Kommentatoren schon von einer 80% Default-Rate bei diesen Krediten sprechen.

Dann wird man feststellen, dass vom Eisberg nur 10% aus dem Wasser schauen. Und der Rest wird wohl einen grossen Teil der "Prime"-Kredite auch hinwegraffen. Aber das wirklich böse Ende kommt dann, wenn die LBO-Bubble platzt.


Neu 2007-02-21:

Von "Subprime"-Dingen lassen sie jetzt die Finger:

Economist: Bleak houses

Offenbar nur dann, wenn "Subprime" Kredite an Konsumenten sind (war vor 1 Jahr noch ganz anders). Besonders wenn es im Economist steht. "Subprime"-Kredite für Mergers sind offenbar noch ganz in Ordnung. Sie sind halt grösser.

Ford in "Meltdown":

Bloomberg: Ford, in `Meltdown,' May Seek Wage Cut, Analyst Says

Ist das Leiden bei Ford (und später bei GM) jetzt bald vorbei? Jetzt fehlt nur mehr ein Streik, wenn man die Löhne kürzt. Dann kann man diese noch lebende Leiche endlich zu Grabe tragen.

PS:
Wie ich aus erster Hand gehört habe, war man vor einem Jahr noch sehr stolz, bei GM oder Ford zu arbeiten. Inzwischen ist aber dort die nackte Panik ausgebrochen.


Neu 2007-02-19:

Ein arabisches Märchen? Der Crash von 2007:

Khalej Times: The money crash of 2007!

There are none so blind as those who refuse to see and we were blind to the telltale signs of the storm that was to sweep away the hopes, dreams and financial nest eggs of so many millions of investors in a world still stunned by what happened, the week Wall Street was hit by the mother of all monetary neutron bombs, the Crash of 2007.

Ein interessantes Crash-Szenario. Ausgehend von einer japanischen Zinserhöhung.
So etwas Ähnliches war im Ansatz bereits im Mai/Juni 2006 im Laufen, nachdem die Japaner die Geldmenge reduziert hatten.
Im Schreck haben die Japaner damals gleich wieder Liqudität in das System gepumpt.


Neu 2007-02-18:

Derivaten-Pyramide:

Das Missverhältnis zu voll liquidem Geld (M1 - 10% des Welt-GDP) zu Kredit-Derivaten (802% des Welt-GDP) ist derzeit unglaublich gross.

Sollten nur 2% dieser Derivate "umfallen", also etwa $ 7 Bill. dann ist das für die Zentralbanken nicht mehr beherrschbar.

Der derzeitige Abverkauf von MBS in den USA kann soetwas jederzeit auslösen. Dann ist der Derivaten-Crash da.

Sehen Sie auch Russ Winter's Wall Street Examiner für laufende Entwicklungen.

Wir werden sehen, wie lange diese Pyramide noch stehen wird.

Wenn sie auch nur etwas "schief" liegt, dann kommt das gesamte System herunter. Dann wird wahr, was Warren Buffet "Finanzielle MassenVernichtuingswaffen" (Derivate) nennt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Neu 2007-02-12:

Konstellieren sich die "Sterne" für einen Crash?

Russ Winter: Are the Bust Stars Aligning?

We now know for a fact that the subprime mortgage market is in increasing disarray. Although not publicized in the main street media (MSM) the cracks are spreading to the midprime arena as well. I am convinced that the next wave of stories will emerge from the Alt A market. I also strongly suspect that any market break will come like a thief in the night, and mostly likely from some entity in the thick of the credit quality unwinding.

Igitt, igitt. Das amerikanische Subprime-Desaster breitet sich jetzt auch auf "Mid-Prime", also normale Kredite aus.
Der Autor meint, dass ein massiver Bruch (mit Flucht aus allen riskanten Papieren) wie ein "Dieb in der Nacht" (also plötzlich) kommt und wahrscheinlich aus einer allgemeinen Flucht aus schlechter Kredit-Qualität.
Weiters weist der Autor darauf hin, dass es nicht nur Carry Trades aus dem Yen gibt, sondern auch aus vielen anderen Währungen und dass das "Unwinding" eher dort, als beim Yen beginnt. Wer glaubt, dass diese Spekulationen exponentiell und unendlich so weiterwachsen können? Noch nie etwas vom "Josefs-Pfennig" gehört?


Neu 2007-02-10:

Rennt auf die Hügel, der Hedge-Fond-Unwinding-Tsunami kommt:

Financial Times: The Great Unwind is coming, warn Dresdner pair

Staimann and Knips declare: “We believe that the great unwind is inevitable, but impossible to time. It looks like the process of building up leveraged spread bets has already run quite far. Risk premia in many markets are very low, making it increasingly difficult to find spread bets for new money. Market volatility has been driven to record lows (remember: selling a put is like shorting volatility). The process may not have much more room to run and may start to be more sensitive to factors that could threaten its delicate balance (such as a deterioration of corporate credit risk).”

Das war das erste internationale Investmenthaus (Dresdner Bank), jetzt das 2. (Merrill Lynch):

Aus Bill Bonner: A General Theory of Stupidity

And what's this? One of the biggest financial firms - Merrill Lynch, a company that has boomed with the global liquidity boom - is now warning its customers to watch out. A global liquidity inflation is inevitably followed by a global liquidity deflation, says Merrill, warning its customers to take cover.

Merrill Lynch warnt die Kunden (wie oben Dresdner Kleinwort): eine Liquiditäts (Kredit-) Inflation wird von einer Liquditiäts (Kredit) Deflation gefolgt. Schützt euch.


Neu 2007-02-08:

Offenbar ist der Spiegel gestern zu weit gegangen und muss eine Jubelstory bringen:

Über die Blackstone-Heuschrecke: Rendite-Hexer landet 39-Milliarden-Deal

Woher das Geld für diesen Deal kommt:

Gut die Hälfte seines Investmentkapitals komme aus staatlichen Pensionsfonds, sagte er 2003 in einem seiner seltenen Interviews: "Unsere Profite gehen meist an pensionierte Feuerwehrleute und Lehrer, Krankenschwestern und Regierungsbeamte."

Also angestellte Manager stecken die Altersversorgung von Krankenschwestern und Lehrern in solche windige Deals.
Schade, dass die "Begünstigen" nicht wissen, wo ihre Pension drinnensteckt.

Wer ist bei dem Deal "ausgestiegen"?
Sam Zell, einer der erfolgreichsten US-Immobilien-Investoren. Man nennt ihn auch einen "Vulture" = Aasgeier, denn er kauft Immobilien in Schwächephasen und verkauft sie bei neuen Höchstpreisen wieder. Er wird wohl wissen, warum er jetzt ausgestiegen ist.

 

Larry Edelson:

Die realen US.Defizite: Feds Flunk Audit!

In den USA gibt es wenigstens GAAP (Bilanzierung) Zahlen zum Staatsdefizit. Europa und Japan sind nicht besser, aber machen nur Einnahmen-/Ausgabenrechnung. Japan hat mehr Staatsanleihen am Markt als die USA. Larry Edelson's Prognose:

Let me tell you, those pundits who say we’re headed for a depression are right. The only question is whether we’ll see a deflationary depression or a hyperinflationary collapse.

My view: Since the economy is no longer based on a gold standard, the U.S. will collapse via debts, worthless currency, and hyperinflation.

Gefolgt vom Rest der Welt. Daher arbeiten sie auch alle zusammen, um das System noch einige Monate weiter zu retten.


Neu 2007-02-07:

Auch der Spiegel schiesst sich schon auf die Hedge-Fonds ein:

Hedgefonds-Zocker bedrohen das Weltwährungssystem

Der Titel stimmt. Auch der Hinweis auf LTCM ist richtig.

USA und UK wollen die Hedge-Fonds nicht regulieren: USA torpedieren globale Hedgefonds-Polizei


Neu 2007-02-06:

Wohin gehen die amerikanischen MBS-Bonds:

Russ Winter: Last Throw of the Dice

For those looking for some background on collateralized mortgage securities, this James Grant essay is insightful. He does mention that these Old Maid Cards are heavily sold to European and Asian institutions who scarf them up without question, totally trusting the rating agencies.

Richtig, nach Europa und Asien zu Institutionen, sprich Investment-Fonds, Lebensversicherungen, Pensionskassen, etc.
Und diese glauben noch total den Rating-Agenturen. Inzwischen gehen die US-Behörden gegen leichtfertige Kreditvergabe, wie die "Lügner-Kredite" vor, wo das Einkommen einfach beim Antrag überhöht dargestellt wird. Die sichern sich alle bürokratisch ihre Hintern ab.
Ist der letzte Würfel (last dice) schon gefallen?

Und manche werden es irgendwann bei ihrer Lebensversicherung oder Pensionskasse merken, welchen Mist die da gekauft haben. Dann ist es aber zu spät.

 

LEAP2020: Ihr bekommt euer Geld nicht mehr zurück:

Interessanter Einblick durch die GEAB-Leute: Red Kite, Global Alpha, Goldman Sachs: First systemic failures in the financial system

Die Kette: Goldman Sachs --> Global Alpha --> Red Kite (schwer angeschlagen).

Small investors will get the surprise in due time, that is to say once large players have saved their interests
...............
For those who failed to anticipate the events, it is now too late. As it is too late for Red Kite investors who are beginning to be told: “Sorry but you can no longer redeem your money!”.

Läuft es so? Wenn die grossen Players sicher draussen, sind, sagt man den Kleinen: ihr bekommt euer Geld nicht mehr zurück - nachdem man sie vorher hingehalten hat.


Neu 2007-02-03:

Das US-MBS-Universum brennt:

Aaron Krowne: Mortgage Lenders: The three bears come home

Jetzt werden nicht nur die "schlechten" BBB-MBS (Mortgage Backed Securities) abverkauft, sondern sogar schon die "guten" mit AAA Rating. Offenbar traut man dem Mist nicht mehr. Als nächstes dran sind die CDS-Derivate (Credit Default Swap = Kreditversicherung), mit denen dieser Mist abgesichert wurde. Jetzt werden massive Zahlungen durch die Aussteller fällig. Da wird das Chaos ausbrechen, da jeder mit diesen Derivaten handelt.

Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis andere "Mist"-Bonds (auch wenn sie derzeit noch kein Junk-Rating haben) hinterfragt werden - und zwar weltweit. Helicopter Ben versucht mit seiner Fed zwar entgegenzuhalten (deshalb steigen auch die Aktienkurse), aber nach Ansicht des Autors ist es bereits zu spät. Subprime ist tot, damit der US-Immobilienmarkt - wenn 25% der Käufer ausfallen. Als nächstes kommen sicher die Fannie Mae & Freddie Mac - MBS zum Abverkauf dran.
Allein das US-MBS-Volumen ist gross genug, das Weltfinanzsystem zu vernichten. Dazu kommen noch jede Menge ähnlicher Papiere aus dem Rest der Welt.

 

Sie sind desperat: Existenz des PPT wird veröffentlicht:

Handelsblatt: Unsichtbare Hand des Staates

Bis jetzt war die Existenz des Plunge-Protection-Teams (PPT) geheim (ok, wer wollte, hat es gewusst). Jetzt lässt man es "auffliegen". Offenbar um zu zeigen, dass ein Kurssturz an den US-Börsen nicht zugelassen wird. Welche desperate Taktik.


Neu 2007-02-02:

Die Angst der Zentralbanker:

Mike Shedlock: Central Bankers Cry Wolf

Von beiden Seiten des Atlantiks kommen Warnungen.

Ein "Meltdown" der GSEs Fannie Mae und Freddie Mac?

Fed President William Poole:
"The Federal Reserve has ample power to deal with a liquidity problem, by making collateralized loans as authorized by the Federal Reserve Act. The Fed does not have power to deal with a solvency problem. Should a solvency problem arise with any of the GSEs, the solution will have to be found elsewhere than through the Federal Reserve."

Also die Fed (wie andere Zentralbanken) können ein Liquiditätsproblem lösen, indem sie Wertpapier-Kredite geben, aber sie können kein Eigenkapital-Problem lösen. Wer löst das? der Staat?

Mike Shedlocks Zusammenfassung:
I am not sure what will pop this global credit bubble, but I suspect it will not be higher U.S. interest rates or a rising yen. More than likely, it will be either pure exhaustion, something totally off everyone's radar, or simply the reverse of some scenario that everyone expects.


Neu 2007-01-31:

Weitere Warnungen:

Chris Martenson: BANKERS WARN OF IMPENDING FISCAL CRISIS

"If you'd like to be eligible for the ECB bailout program, please endeavor to be sure that your bets are large enough to possibly ruin the system. Thank you. A. Weber"

So ist das also. Man braucht nur mit genügend grossen Summen spekulieren, dann bekommt man ein Bailout.
Das deutet auch darauf hin, dass ein "Vulkan in Hedge-Fund-Land" gerade ausbricht. Eine "Krakatau-Explosion"?

Übrigens, ich habe Information bekommen, manche deutsche Grossbanken sollen eigentlich nur mehr "Gerippe" ohne wirklich werthaltige Assets sein. Dafür ist das Ego des CEO besonders gross und sie sind mit ihren Fingern tief in den Derivaten und im Proprietrary Trading drinnen. Wir werden sehen, wie sie ein "Asset-Repricing" verdauen. Bekommen sie dann ein EZB-Bailout?

Auf jeden Fall sollten Sie den Schluss des Martenson-Artikels genau lesen. Dort steht, wass bei einem massiven "Asset-Repricing" = Crash mit den Banken passiert.


Neu 2007-01-29:

Neues Wort für Crash = "Asset Repricing"

Jean-Claude Trichet in Davos: Prepare for asset repricing, warns Trichet

Kein Mut mehr, das Ding beim Namen zu nennen.
Warum dann soetwas aussprechen? Offenbar zur Absicherung des eigenen Sessels, wenn es "crasht".


Neu 2007-01-25:

Die eitlen Gockel von Davos feiern weiter:

Alles ist bestens, "Goldilocks" überall, wenn die "Wichtigen" Leute in Davos zusammenkommen:

FTD: Weltwirtschaftskrise wird vertagt

Wenn da bloss Nouriel Roubini nicht wäre. Also nennt man ihn einen Top-Pessimisten.
Gesehen werden ist da wichtig, sonst nichts. Wie bei Bilderbergern & co.
Ja, die 1. Klasse auf der sinkenden Titanic feiert weiter. Man muss doch "Haltung" bewahren.
Wie damals wieder bis in den Tod?


Neu 2007-01-23:
Die Risiko-Party wird bald vorüber sein:

Mike Shedlock: Gold, M3, and Willingness to Lend

Sehen Sie sich die Liste der US-Subprime-Lenders an, die im letzten Monat geschlossen haben.
Dort ist die Party definitiv vorbei. Und die Kredit-Bedingungen werden schärfer (Abschnitt Eligible Buyer Pool).

The psychology of both lenders and borrowers has now changed at the margin (subprime lending). This is how cascades start. When defaults continue, it will progress further and further up the chains of credit worthiness. It is a mistake to think this will be confined to housing. It won't. If and when there is another huge hedge fund blowup, and/or there is a huge junk bond default, the leveraged buyout and merger mania markets will be hit hard. This is all poised to feed on itself once the ball gets rolling. A major credit bust is coming, and it is only a matter of time.

Bei den Subprime-Krediten werden die Bedingungen schärfer. So beginnt eine Kaskade der Kredit-Ausfälle. Das ist nicht nur auf Häuser beschränkt. Es braucht nur ein weiterer Hedge-Fond hochgehen oder ein grosser Junk-Bond Ausfall passieren, und es trifft die "obere Etage" der Spekulation. Ein massiver Kredit-Kollaps kommt, es ist nur eine Frage der Zeit.

Und wenn Sie sich die Beispiele aus Europa ansehen, dann auch hier - simultan mit den USA.


Neu 2007-01-21:

Auch der Spiegel warnt schon vor dem grossen Crash:

Aber er schiebt noch "Experten" vor: Experten warnen vor dem großen Crash


Neu 2007-01-18:

Man kann ihnen beim "Umfallen" zusehen":

Den US-Mortgage-Lenders (Hypothekenvermittler und -Wiederverkäufer)

im Mortgage Lender Implode-O-Meter

Auf der rechten Seite sind die 25 grössten Subprime-Lenders. Die bereits toten werden rot ausgestrichen. Viele sind bereits gestorben oder weiterverkauft worden. Andere haben reduziert. Das alles bereits seit Dezember 2006.


Neu 2007-01-17:

Die "Sehr Grosse US-Depression von 2007"

Der Titel des GEAB#11: Impact phase of the Global Systemic Crisis: Six aspects of America's 'Very Great Depression'

The year 2007 will witness the sliding of the US into the « Very Great Depression », i.e., the rare historical conjunction of a severe economic depression, a strategic collapse and a major political and social internal crisis, at the centre of the phase of impact of the global systemic crisis. Housing crisis, financial crisis, economic crisis, trade war, military escalation and political crisis are the six aspects described in this edition of GEAB...

Ich möchte mich hier aber nicht auf die US-Aussagen beziehen, sondern, was sonst noch in diesem Bericht ist:

a) Kreditrisiken:

Emerging markets, mortgage risk: In 2007, risk is back in financial markets… and it will be a heavy bill after many careless years.

b) Die Immobilienbubbles in Europa platzen:

Burst of Europe’s real estate bubble: Spain comes first soon followed by France and UK (an average of - 10% in 2007)

Nach Irland und Frankreich kommt jetzt auch Spanien dran. Dort scheint gerade der grosse Immobilien-Ausverkauf begonnen zu haben.
Und in Grossbritannien sinken die Preise auch schon - trotz aller Verrenkungen mit riskantesten Hypotheken.

Wie man sieht, habe ich nicht zu viel versprochen. Man konnte sich das, was 2007 in Europa passiert, im Jahr 2006 in den USA ansehen. Irgendwann kommt dann auch bei uns die "Very Great Depression".


Neu 2007-01-13:

Ist es jetzt soweit: US-Mortage-Bond Downgrades:

Es war schon lange erwartet worden, dass die in Anleihen umgewandelten US-Hypotheken auf den Markt fliegen:

Downgrade spree on mortgage papers

Sehen Sie sich auch die Kommentare an:

This problem is just now getting some recognition. it will be the financial equivalent of a nuclear war for our economy.

Offenbar sind die Ausfälle so gross geworden, dass die Papiere von den Ausstellern (Kredit-Firmen) zurückgenommen werden müssen. Diese gehen dann unter, wie jüngste Beispiele zeigen. Wie ein Atomkrieg - gute Nacht.

 


 

Neu 2007-01-10:

Was die Kredit-Ratings wirklich bedeuten:

Martin Hutchinson: B stands for Bubble - and for Bankruptcy!

In Zeiten überbordender Liquidität bedeutet ein B - Rating nichts besonders. In schlechten Zeiten bedeutet es den Bankrott:

So sieht der Bond-Crash aus:
At this point, a wave of defaults worse than we have ever seen will sweep over these markets. It will probably be worse than the 1930s in terms of percentage defaulting, even if any economic downturn is initially mild.

Die Spreads bei den Zinsen sind viel zu eng. Wenn diese sich öffnen, dann siehe oben. Und sie werden es.


Neu 2007-01-09:

Keine Bäume wachsen in den Himmel:

Hier ein interessanter Artikel von Chris Martenson: THE END OF MONEY

Darin argumentiert er, dass Menschen die Folgen von exponentiellem Wachstum nicht verstehen. Jedoch muss unser Geldsystem expenentiell wachsen, um nicht zusammenzubrechen. Sehen Sie sich auch die Artikel ninter den Links da drinnen an!
Darin sind auch einige interessante Beispiele mit Bakterienkulturen und Tierpopulationen. Nach einem rachen Anstieg kommt der Zusammenbruch.


Neu 2007-01-04:

Gruselig: Video mit David Morgan über eine Finanzpanik:

Auf YouTube: A Frightening Worldwide Currency CrisisSEHENSWERT!

Diese Panik würde weltweit sein, wenn alles in Cash und Gold flüchtet.
Kann jeden Tag passieren. Gold wäre dann gleich bei $2000/oz.

"All has to be sold for cash. Bullion, grab what you can get. And pray".

Mehr US-Banken/Brokerhäuser verhängen Abhebelimits:

Beim Mogambo Guru

Bereiten sich diese auf eine solche Panik vor?


Neu 2007-01-01:

10 Million $ Kredit ohne nachzusehen?

Forbes: A Bankruptcy Boom Cometh

"The day before a hurricane, life's great"

Ja, am Tag vor dem Hurrikan ist das Leben noch grossartig. Wie bei diesem Wetterereignis gibt es auch in dieser Domäne Warnungen jeglicher Art. Etwa vor dem Private Equity Kredit-Wahn, der derzeit läuft.

Wichtig: Die Warnungen kommen jetzt auch aus dem Mainstream der Finanzmedien, wie dem Forbes-Magazin.

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