Zentralbanken / Währungen allgemein - 2007

Diese Seite bringt Informationen über die Zentralbanken und zum Thema Währungen.

Neu 2007-12-21:

[17:00] Und sie werfen wieder Geld ab:

Bloomberg: Fed, ECB Loan $30 Billion; Plans Auctions `Long as Necessary'

The Federal Reserve and European Central Bank loaned $30 billion in 35-day funds through special auctions as part of a global attempt by central bankers to restore faith in the money markets.

The Fed lent $20 billion in funds at an interest rate of 4.67 percent, 2 basis points more than the initial U.S. auction two days ago. The Term Auction Facility, or TAF, will be continued on a biweekly basis ``for as long as necessary to address elevated pressures in short-term funding markets,'' the U.S. central bank said in a statement today.

The interest rates the Fed made the loans at each auction were less than the 4.75 percent the U.S. central bank charges financial institutions to borrow directly at its discount window, suggesting banks aren't desperate to obtain funds. The interest rate on the ECB loan today was also 4.67 percent, up 2 basis points, for the dollar funding.

Der Monster-Geldabwurf dieser Woche war offenbar noch nicht genug. Libor und Euribor Zinsen steigen wieder. Also noch mehr neues Geld:


Neu 2007-12-19:

[21:30] Die Zentralbanken monetisieren die SIVs:

Axel Merk: LEADERSHIP EMERGES TO RESOLVE SUBPRIME CRISIS

One of the bottlenecks has been that SIVs cannot go to the Fed to ask for money. Unless a clause in the Fed’s charter is invoked that, to our knowledge, has never been invoked, only banks can; by being off balance sheet, SIVs are in an extremely tight spot to survive without imploding. Add to that a sense of urgency: a lot of institutions roll their debt at the end of a year, or early in a year. Given how the holidays fall this year, liquidity in the best of markets is likely to dry up at noon London time on December 21st.

It also explains why the Fed announced the new auction facility the same night. Rather than trying to yank the markets, the Fed likely lived up to its promise to provide immediate support. There is no time to be lost given the huge amounts involved and the little time left in the year.

The other major announcement by the Fed affected a deal worked out with central banks around the world to provide a currency swap facility. This is something that financial institutions outside of the U.S. have desperately sought. If a European bank owns U.S. subprime paper, they ask for euro from the European Central Bank (ECB). While the ECB has been very forthcoming providing euro, U.S. dollars had been hard to come by. This new facility will provide enormous short-term relief to many SIVs in Europe. There, just as in the U.S., the primary concern are refinancing obligations late this year and early next year.

Jetzt ist es also soweit. Die Banken wollen unbedingt noch über das Jahresende kommen und lassen die Inhalte ihrer SIVs (Conduits) von den Zentralbanken monetisieren. Die SIVs selbst können nicht zur Zentralbank gehen. Daher hat Citi die Papiere seiner SIVs selbst übernommen.

Das Problem dabei: es kommt 2008 aber die Situation bessert sich nicht. Also werden sie wohl weiter monetisieren. Immer mehr, mehr, mehr.


Neu 2007-12-18:

Jetzt kommen die wirklich grossen Injektionen:

Bloomberg: Money Market Rates Tumble; Central Banks Inject Funds

The cost to borrow in euros through the end of the year plunged after the European Central Bank added an unprecedented $500 billion to the banking system as part of a global effort to ease gridlock in the credit market.

The amount banks charge each other for two-week loans in euros dropped a record 50 basis points to 4.45 percent, the European Banking Federation said today. The rate had soared 83 basis points in the past two weeks as banks anticipated a squeeze on credit through year-end.

The ECB loaned a record 348.6 billion euros ($501.5 billion) for two weeks at 4.21 percent today, almost 170 billion euros more than it estimated was needed.

Alles, was wir bisher gesehen haben, war noch gar nichts, fast € 350 Mrd. auf einmal. Das ist blanke Monetisierung aller Bankverluste!

[17:30] Sie nennen es auch "Geldschwemme": EZB kündigt Geldschwemme an

Wie wahr. Was tut man bei einer solchen Geldschwemme?

Leute, flüchtet aus dem Euro. Dieser ist nur mehr Toilettenpapier!

Die Bank of England auch:

Welt: Bank of England leiht Krisenbanken mehr Geld


Neu 2007-12-17:

Die "Nukleare Option" - Aufhebung von Basel II:

Telegraph: Cutting through the normal banking rules

There are three options open to it, the first two of which it has already made a start on: cutting interest rates and, together with its international counterparts, pumping extra cash into the markets. The third is more intriguing: "Regulatory authorities around the world are monitoring banks' liquidity and capital positions, including in the context of Basel II."

It may seem like an bland piece of bank-speak, but Mr Tucker's comments are in fact one of the first indications that the financial authorities in the UK are now considering the nuclear option of taking a knife to the regulations that underpin the entire Western banking system.

Jetzt, wo an Basel II die Banken unterzugehen drohen, will man es wieder aufheben. Das ist aber nur eine weitere Verzögerungstaktik.

Schon bisher haben sie über ihre Conduits Basel II umgangen.


Neu 2007-12-02:

EZB - auf in die Verlustabdeckung:

NZZ: EZB verdoppelt Laufzeit des Tendergeschäfts

Mit einer Verlängerung ihres wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäfts will die Europäische Zentralbank (EZB) einen Liquiditätsengpass zum Jahreswechsel verhindern. Wegen des hohen Finanzierungsbedarfs solle die Laufzeit des Tenders am 19. Dezember auf zwei Wochen verdoppelt werden, teilte die Notenbank am Freitag mit. Daraufhin sanken die Zinsen am Geldmarkt. Zuvor wurden für Drei-Monate-Geld mehr als 4,8% verlangt – das war der höchste Zinssatz seit Anfang 2001. Die Finanzkrise hatte sich zuletzt verschärft, weil Banken im Geldgeschäft untereinander immer höhere Zinsaufschläge verlangten.

Aus kurzfristigen Liqiditätsspritzen werden inzwischen Verlustabdeckungen - erkennbar weil die Laufzeit dieser Tenders steigt.


Neu 2007-11-08:

US-M3 bei 17%:

http://nowandfutures.com/key_stats.html

Die nachgebildete Geldmenge M3 ist bei 17% angelangt, Tendenz steigend.

Die müssen bei der Fed alles was nach Papier ausssieht monetisieren.


Neu 2007-11-01:

Leserzuschrift zu "nach den heutigen Währungen":

Wenn das System fällt - wird wohl oder übel eine Art neue Papierwährung kommen müssen, oder sehen Sie das anders.

Ich kann mir im Moment nix anderes Vorstellen, daß diese an etwas gebunden sein muss das nicht zügellos vermehrbar sein wird. Bedeutet das nun wenn ich Gold und Silber habe massiv. z.B. das ich dann einen guten Schnitt machen werde wenn eine neue Währung oder Dinges kommt? Denn das Gold oder Silver vorher also bei den alten Währungen zu monetesieren zu welchen Kurs auch immmer und seinen 50Tsd. $ Dollar pro Oz - ich weiss doch nicht wie der Umrechnungskurs ist oder ob z.B. der alte $ ect. gänzlich wertlos wird ???

Wie sehen Sie das ? Aus meiner Sicht wäre es so, es einfach zu halten bis der Wechsel abgeschlossen und wenn dann das neue Papier eine Alternative ist umzuschichten - sehe ich dies von Ihrer Sicht her ähnlich?

Sobald die richtige Flucht aus den Wertpapieren und hier besonders den Staatsanleihen kommt, kann sie nur in Rohstoffe und hier primär in Gold & Silber gehen, denn eine gedeckte Währung gibt es derzeit nicht. Zuerst wird diese Flucht durch das "Big Money" geschehen und dann auch durch den "kleinen Mann". Das Ergebnis wird Run auf alles mit realem Wert sein - eben eine Hyperinflation.

Zuerst werden dabei die Währungen international nicht mehr genommen werden, dann auch national nicht mehr. Gold & Silber werden sich dabei automatisch "remonetisieren", d.h. anstatt des Papiergeldes verlangt werden - so war es in jeder Hyperinflation, aber bisher war der US-Dollar diese Fluchtwährung.

Sicher werden neue, goldgedeckte Währungen kommen müssen oder wahrscheinlicher sogar echtes Gold & Silber-Geld, denn die Menschen wollen dann für ihre Arbeit den Wert sehen und fühlen - der Alptraum der derzeitigen Politik.

Der Euro ist dann auf jeden Fall Geschichte - neue, gedeckte Währungen sind notwendig. International wird nur mehr Gold akzeptiert werden - zu einem Horrorpreis.
Für eine Unze Gold wird man in der Unterschicht etwa ein Jahr arbeiten müssen. Sonstige Zahlen kann man nicht angeben.

PS: Wenn der USD-Index nur auf 70 fällt, kann dieser Prozess bereits losgehen!


Neu 2007-10-23:

Neues Beispiel für die "offene Fed" (aus dem Midas vom 22. Okt):

Barclays, RBS prepare emergency credit with Fed

Telegraph: Barclays and RBS line up Fed for £15bn

By Ian Dey, The Telegraph, London Sunday, Ocotber 21, 2007

Barclays and Royal Bank of Scotland have lined up emergency funds of up to $30 billion (L15 billion) from the US Federal Reserve to bail out American clients caught up in the global credit crunch.

The Fed's board of governors wrote to both banks 10 days ago, granting them access to funds for customers "in need of short-term liquidity"
The letter to RBS made particular reference to investors holding mortgage-backed securities -- which have been at the centre of the sub-prime crisis.

The request from the two banks is a stark reminder that the global liquidity freeze is far from over. It is similar to those offered to Citigroup, Bank of America, JPMorgan Chase, and Deutsche Bank at the height of the credit crunch.

Wer sind diese "US clients"? Vermutlich Hedge Fonds. Helicopter Ben finanziert also über Umwege die Hedge Fonds.
Man wunderte sich auch wo plötzlich das Geld für Countrywide und für den Super-Conduit herkommt. Aus der selben Quelle?

Diese Amerikaner monetisieren offenbar alle Verluste - und die EZB macht es ihnen nach. Ab in die Rettungsboote!


Neu 2007-10-05:

Auch das gibt es - das globale PPT:

WIWO: Die Brandwächter der Finanzwelt

Für ein paar Tage im September war ein hässlicher Turm in Basel Zentrum der Welt: die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Auf der Gästeliste die Elite der globalen Finanzwirtschaft: Ben Bernanke, Chef des Federal Reserve System (Fed), Jean-Claude Trichet, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Axel Weber, Chef der Deutschen Bundesbank, Mervyn King, Governor der Bank of England, oder Toshihiko Fukui, Governor der Bank of Japan. Eine nur kurze Wegstrecke zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat jeweils Jean-Pierre Roth, Chef der Schweizerischen Nationalbank, zurückzulegen. Roth ist derzeit der höchste im Club der Zentralbanker, leitet er doch seit 2006 als Chairman das Board of Directors der BIZ.

Eine Teilnehmerliste wird aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben. Aber bis am Montag waren rund 40 Zentralbankchefs in Basel versammelt, dazu noch rund ein Dutzend Vertreter von Regulationsbehörden sowie Abgesandte der großen Finanzfirmen der Welt.

Hier wird es vorgestellt - das globale Plunge Protection Team (PPT).


Neu 2007-10-03:

Was die Zentralbanken derzeit wirklich machen:

Ein Kommentar von Chris Powell (GATA) zu einen FT-Artikel:

FT: Europe urges tough line on dollar

Central banking's main purpose now is market suppression

Dear Friend of GATA and Gold:

The Financial Times story, appended here, about the eurozone's alarm at its strengthening currency suggests a few things:

1) Worldwide currency devaluations are ahead -- competitive devaluations if cooperative ones cannot be arranged.

2) Eurozone central bankers are getting awfully sarcastic about the U.S. government's supposed "strong dollar policy," but sarcasm is not likely to get them anywhere. The Europeans remain the craven stooges of the American empire even as it starts to fall of its own weight.

3) The most important developments in the world economy now are plainly currency market manipulations by governments, increasingly undertaken shamelessly, in the open. That is, when the central banks work together in the name of preventing "exchange rate volatility," as the FT reports here, they are actually undertaking to rig all sorts of markets everywhere. Indeed, the primary purpose of international central banking now is to prevent markets from breaking out and thereby undoing the venality of the central bankers themselves.

4) Notice in the FT's reporting here and in nearly all financial market reporting how it is simply taken for granted that everything the central banks do in the name of stabilizing markets is done in secret -- from the G7 meetings cited in the FT story to the distribution lately of ever-more-fantastic amounts of public credit to private financial houses. The central bankers are conjuring up and passing out all the money in the world to a financial aristocracy whose only claim on the money is that it has taken the rest of the world hostage. Yet the proletariat, which does the actual work of the world, is not to inquire into the particulars. And how would the proletariat even know to do so when the press itself doesn't try?

All this is simply ruthless expropriation on a planetary scale -- and yet it is portrayed as the natural order of things.

CHRIS POWELL, Secretary/Treasurer, Gold Anti-Trust Action Committee Inc.

Ja, Unterdrückung der natürlichen Marktkräfte, das machen sie derzeit. Diese wären ein Abbau der unglaublichen Verwerfungen durch Jahrzehnte billigen Kredits.

Aber primär erhalten sie die Finanz-Aristokratie am Leben und enteignen das Volk.


Neu 2007-10-01:

Verwahrt die Bank of England Blei statt Gold?

Times: All that glisters may not be gold

It has long been the plaything of kings, the spoil of conquerors and supposedly the safest investment that money can buy. But for the people of Britain, our national nest-egg may not quite be what it appears.

Hidden away in vaults under the City of London, Britain’s hoard of gold bullion, regarded as the best insurance against any turmoil in global money markets, is beginning to crumble. The deterioration, some experts claim, may suggest that it is not pure gold.

The Bank of England, guardian of the 320-tonne stash under Threadneedle Street, admitted yesterday that cracks and fissures had appeared in some of its gold.

 

Das Gold neu zu raffinieren sollte kein grosses Problem sein. Was ist aber wenn diese "Beimischungen" doch viel grösser sind und real nur wenig Gold da ist.

Das sieht so aus, als sollten wir auf etwas vorbereitet werden: dass fast gar kein Gold mehr unter der BoE liegt.


Neu 2007-09-30:

Für alle, denen diese Website zu trocken ist - Ben einmal anders:

http://www.bernankepanky.com/

Auf BP Comic klicken, tolle Comics über Helicopter Ben. Der wird den Helikopter nie mehr los.
 

Ungewöhnliche Probleme für Helicopter Ben und Kollegen:

Antal Fekete: Can We Have Inflation And Deflation All At The Same Time?

It is possible for the tectonic plate of hand-to-hand money, the FR notes to deflate, while that of electronic dollars to go into hyperinflation. The decoupling has frightening consequences for the financial and economic future of the world.

There’s the rub. Pity Helicopter Ben. It looked so simple a couple of weeks ago. The promise of an air drop should stem any run. It sufficed to tell people that he could do it. No reason to mistrust the banks since they are backed up by air drops. Now people have different ideas. The air drop is humbug. Can’t be done. Ben is bluffing. He has no authority to run the printing presses as he sees fit.

Jetzt bekommen wir eine Ahnung, warum die Zentralbanken eine so grosse Angst vor einem Bank Run haben. Es geht nicht nur um das Überleben der Banken, sondern vor allem um das Überleben von deren elektronischem Geld. Wenn dieses niemand mehr will, sondern Geldscheine haben möchte, können Ben & co gar nicht so viel drucken.


Neu 2007-09-27:

Die EZB-Tenders im Vergleich (Leserzuschrift Deutschland):

Ich bin Landwirt in Deutschland und habe in den Jahren 2002-2005 Wald gekauft. Der Hektar- inklusive dem aufstehenden Holz - kostete damals zwischen 16.000,- EUR und 20.000,- EUR

So, nun hat Deutschland ca. 11 Mio ha Wald, der ganze Wald in Deutschland hat somit einen Wert von ca. 20.000,- EUR mal 11 Mio ha = 220 Mrd. EUR. Der ganze deutsche Wald kostet demnach weniger als ein einziger Refi Tender der ZB

oder in Gold:
1 to Gold = 16 Mio EUR; 269 Mrd kaufen derzeit ca. 16.800 Tonnen Gold oder ca. 670 LKW-Sattelschlepper-Ladungen Gold (nach Gewicht, nicht Volumen) oder in 500,- EUR Noten gäbe es ca. einen Stapel von 53 km Höhe.. nicht schlecht was..

Da stimmt einiges nicht. Gold und Wald (sowie viele andere Dinge) sind viel zu billig im Vergleich zum Geld/Wertpapieren.


Neu 2007-09-21:

Zentralbanker von der Politik geprügelt:

FTD: Notenbanker im Kreuzverhör
Spiegel: Sarkozy empfiehlt Trichet US-Notenbank als Vorbild

Notenbanker im Kreuzverhör Mit außergewöhnlichen Erklärungen windet sich der angeschlagene britische Notenbankchef vor Parlamentariern zu seiner Rolle in der Bankenkrise. Seinen Ruf hat er damit noch nicht gerettet.

Die Labour-Regierung hat starkes Interesse daran, den Bankenkrach nicht angekreidet zu bekommen. Gibt sie doch regelmäßig zum Besten, sie sei Schöpferin des längsten Wirtschaftsbooms der modernen britischen Geschichte. Dieser Nimbus ist allerdings angekratzt durch die TV-Bilder, die Tausende von Briten zeigten, die tagelang vor den Filialen der Hypothekenbank Northern Rock ausharrten, um ihre Ersparnisse herauszuholen.

Der klassiche Politiker will, dass die Zentralbank Probleme von ihm fernhält. Wenn nicht, werden die Zentralbanker gegrillt.


Neu 2007-09-20:

Bank of England - jetzt auch offen wie ein Scheunentor:

Telegraph: BoE in dramatic U-turn on 3-month money

The Bank of England has made an embarrassing U-turn by flooding the capital markets with £10bn of emergency three-month money and widening the asset classes it will accept as collateral against the loans.

Riecht irgendwie nach weltweiter Hyperinflation. Auch darin gehen die Banken unter, da das Geld abgezogen wird.
Nicht vergessen: die EZB und die Fed sind schon "offen". Sehr gut für GOLD!


Neu 2007-09-18:

Informationspolitik der Regierungen und Zentralbanken (Leserzuschrift):

http://www.uni-hohenheim.de/RePEc/hoh/papers/290.pdf

beachten Sie auf S. 5 die Aussage der Deutschen Bundesbank aus einem Monatsbericht von 1992:

"Ihr Handeln [der Regierung] sollte [wenn das Bankensystem als solches in seinem Bestand gefährdet ist] nicht vorher kalkulierbar sein."

Dieser Satz ist entlarvend. Er stiftet die Regierungen dazu an, in der aktuellen Situation die Bevölkerung zu belügen.

Das erklärt die aktuelle Informationspolitik der "Offiziellen". Die einen machen es geschickter (Steinbrück: "lieber schweigen"), die anderen etwas plumper (spanische Regierung: "undenkbar"). Es bleibt gleichermaßen beim schäbigen Umgang mit seinem Brötchengeber!


Neu 2007-09-14:

Da rollen wohl bald die Köpfe in der Bank of England:

Frankfurt (Reuters) - Britische Banken leihen sich einer Zeitung zufolge Geld bei der EZB, um die restriktive Politik der Bank of England zu umgehen.

Die Institute deckten sich über ihre Niederlassungen auf dem Kontinent massiv mit Liquidität ein, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Freitag ohne Angaben von Quellen. Hintergrund sei die Zurückhaltung der Notenbank, Geld zur Verfügung zu stellen. Demnach tauschen die Institute die Euro-Beträge in Dollar um. Diese würden benötigt, um die aus der US-Immobilienkrise entstandenen Problem zu bewältigen.

Die Bank of England hat erklärt, nur Banken mit kurzfristigen Liquiditätsproblemen zu unterstützen, nicht zahlungsunfähige Institute zu retten. Die Haltung ist von einigen Finanzexperten kritisiert worden.

Sie wollten offenbar ihr Pfund retten. Bei der Northern Roch Krise wurden sie heute schon vom Chef persönlich (Gordon Brown) schon breitgeschlagen.
Offenbar ist diese, wie andere Banken die bei der BoE kein Geld bekommen schon real pleite.


Neu 2007-09-13:

Drucken die Briten nicht?

FAZ: Briten distanzieren sich von Fed und EZB

Die Bank of England geht ihren eigenen Weg. Anstatt der Liquiditätspolitik der europäischen und der amerikanischen Zentralbank zu folgen, meint sie, dass die Finanzmärkte die Konsequenzen der leichtfertigen Kreditvergabe bis auf weiteres selbst tragen sollen.

Wollen sie ihre Banken untergehen sehen - zweifelhaft. Oder wollen sie das Pfund zu einer Alternative nach Dollar und Euro aufbauen?


Neu 2007-09-12:

Gemeinsame Zinssenkung nächste Woche - aus dem Midas vom 11. Sept?

from Chuck Butler's daily report:
Oh... And did you hear about this rumor? There's a rumor hitting the streets that the Fed met with representatives of the Bank of England (BOE) and European Central Bank (ECB) last week in London, to discuss a deal for all three to cut rates in concert with each other to prevent a complete collapse of the dollar.


Neu 2007-08-27:

Die Waffen von Ben "B-52" Bernanke und der anderen Zentralbanker:

Gary Dorsch: STOCK MARKET GYRATIONS AND THE "YEN CARRY" TRADE

Der Ausdruck Ben "Helicopter" Bernanke ist veraltet. Eine B-52 fasst mehr Geld für den Abwurf als ein Helicopter, der Abwurf ist auch einfacher (Bombenschacht öffnen). Ausserdem sind die meisten US-Helikopter im Irak. Seine stärkste Waffe hat er noch nicht eingesetzt - Senkung des Leitzinses (Fed Funds Rate).


Neu 2007-08-24:

Reuters: ECB funding fails to relieve euro interbank market

FRANKFURT, Germany -- The European Central Bank's first ever emergency injection of three-month funds was swamped with demand from banks on Thursday but brought little relief to an interbank lending market beset by credit worries.

Euro zone banks snapped up the 40 billion euros ($54.2 billion) in funding after bidding for more than three times the amount on offer, as the ECB tried to reduce borrowing costs in one of the markets hardest hit by the global credit squeeze.

Das ist absolut böse. Die Banken leihen einander nicht mehr Geld. Also ist die EZB der "Lender of last Resort", d.h. der letzte Geldverleiher.
Die ganzen Injektionen der letzten 2 Wochen haben hier nichts genützt.

Das ist die Situation kurz vor einem massiven Banken-Kollaps!


Neu 2007-08-23:

Was die Fed alles monetisiert:

Aus dem Midas vom 22. August:

The Fed is now apparently buying Boat Loan Paper, but they will ensure that they are ONLY buying Floating Rate Notes no doubt.

This is getting more unreal by the minute: http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aAqv8oPd8I6Y&refer=home

"Lacker told risk managers yesterday that the Fed's district banks would even accept boat loans as collateral. It's up to the banks to establish a value for the assets as they make the loan, he said."

Dem "System" muss es wirklich schlecht gehen, wenn Helicopter Ben sogar Kredite für Boote als Pfand für Fed-Geld akzeptiert.
Warum nicht auch Kredite für Hubschrauber oder die Hubschrauber selbst? Die können dann gleich zum Geldabwurf verwendet werden, damit auch die Bevölkerung etwas davon hat.

Mehrere Autoren haben schon früher geschrieben, die Fed (und andere Zentralbanken) würden irgendwann alles monetisieren, was kaufbar ist. Offenbar ist es jetzt soweit.


Neu 2007-08-22:

Subprime-Währungsreserven:

Presse: Finanzkrise: Auch Notenbanken spekulierten

Selbst in den Währungsreserven der Notenbanken finden sich „Subprime“-Kredite.

Die von „faulen“ amerikanischen Hypothekarkrediten ausgelösten globalen Finanz-Turbulenzen ziehen noch weitere Kreise als bisher angenommen: Nicht nur Geschäftsbanken haben in großem Stil wackelnde „Mortgage Backed Securities“ (MBS, mit Hypothekarkrediten unterlegte Anleihen) in ihren Büchern. Auch die großen Notenbanken – einschließlich der Europäischen Zentralbank EZB – haben Milliarden in die immer wertloser werdenden US-Schrott-Anleihen gesteckt.

Würg: Hat eine dieser Zentralbanken diese "Reserven" schon abgewertet? Allein die chinesische Zentralbank soll $104 Mrd. Subprime-CDOs halten.
Hier sieht man wieder: die ganze Finanzherde spekuliert im selben Mist.


Neu 2007-08-18:

Der Fed-"Unfall":

Aus Bill Buckler's Gold this Week:

On Wednesday, August 15, in an interview with Bloomberg TV, the President of the St. Louis Federal Reserve, Mr William Poole, made the statement that only "a calamity" would justify the Fed cutting interest rates now. Mr Poole went on to say this: "It's premature to say that this upset in the market is changing the course of the economy in any fundamental way." He added that the Fed would have to see some real evidence before making a move on interest rates.

The next day was Thursday, August 16. All kinds of proverbial "hell" broke loose on global financial markets and the Fed (not to mention Wall Street) saw the "calamity" rolling straight towards them across the time zones. There was carnage on Asian stock markets which quickly dragged their European counterparts down with them when they opened. More and more businesses were reporting that they could not borrow, either because they were cut off entirely or because the rates being asked were such that they could not afford to pay them. Without access to borrowed capital, they could not pay. The interbank payments system freeze-up was intensifying. And on top of everything else, exchange rates fluctuated to an extent which signalled the imminent demise of the Japanese Yen "carry trade". The Yen itself soared while the major beneficiaries of this "carry trade", the Australian and New Zealand Dollars in particular, dived spectacularly. If you have been following the growing degeneration in paper "assets" since its inception back in February with the first signs of US subprime mortgage granters' difficulties, you know that EVERY worsening stage has been met with ever louder "assurances" that the problem was an isolated one. When the problem first broke out, it was only going to affect "irresponsible" lenders in the US with no possible ramifications on the wider markets either inside or outside the US. Now, of course, it is hanging like a financial storm cloud over the entire global interbank payment system. Worse, it is threatening the sustainability of the global credit expansion which led to it in the first place.

The hopes on Wall Street and throughout the global financial sphere is not that this action will "fix" the problem with excessive and unrepayable debt and the leverage that debt has afforded the paper markets. The hope is that it will convince enough people that the "fix" is in, and that business as usual can now be safely resumed. It may work, for a day or a week or even a month.

But the fundamental and UNFIXABLE flaw remains unresolved and unexamined. There is no way to perpetuate a debt based financial system in perpetuity. The longer the attempt lasts, the greater the disruption when it can be supported no longer. The events of the past week are proof of that, and a foretaste of what is to come.

Am Mittwoch hat die Fed gesagt, dass nur ein "Unfall" sie zu einer Zinssenkung bewegen würde. Am Donnerstag ist die Hölle losgebrochen. Immer mehr Firmen berichteten, dass sie kein Geld mehr borgen können (auch der Commercial Paper Markt implodiert gerade). Das Zahlungssystem zwischen den Banken friert ein.

Und jede Stufe der Verschärfung bring neue "Versicherungen", dass das Problem "isoliert" sei - das ist es nicht!

Die Ereignisse der letzten Woche sind nur ein Vorgeschmack darauf, was noch kommt - der "Meltdown!.


Neu 2007-08-14:

Information zu "Zentralbank-Spritzen":

Welt: Warum das Geld plötzlich knapp wird


Neu 2007-08-11:

Bernanke und der Systemkollaps:

Ben Bernankes "Helikopter-Rede" - deutsche Übersetzung (danke T.S.) - für alle die sie genau lesen wollen


Neu 2007-05-18:

Monetärer Konflikt zwischen USA und Deutschland? - aus dem Midas vom 17. Mai:

Now Paulson is not attending the G8 summit.

QUOTE

Treasury Secretary Henry Paulson will not attend the weekend meetings; he is sending Deputy Treasury Secretary Robert Kimmitt.

Aides said that Paulson felt he needed to remain in Washington to deal with a number of issues before Congress and to prepare for high-level economic meetings next week with China.

Lowery said Paulson's decision had nothing to do with reported tensions between Paulson and German Finance Minister Peer Steinbrueck, who skipped the April G-8 meetings in Washington in favor of a family vacation in Namibia.

END

Paulson has just been spouting again about how he believes in a "strong dollar policy", and the US is in danger of losing control of the World Bank presidency yet he is too busy to attend a G8 meeting! People in his position are supposed to be able to burn the midnight oil to attend two meetings over a two week period! What gives?

From Bloomberg last week:

QUOTE

"Germany's director at the [World] bank is under orders from his government to rally board opinion against Wolfowitz, while France and Britain today sought a swift end to the controversy."

END

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601070&sid=axdCE3W.3TKw&refer=home

That is NOT just a German vote to ouster Wolfowitz but "orders" to get everyone else to vote against him too! Could there be a link to the fact that the gold at West Point was swapped with the Bundesbank and sold and that the BB probably has nothing in its vaults now and the US has their gold in "deep storage"? Could it be related to the fact that the BB has refused to sell any more gold? Could there be animosity toward the US for controlling the World Bank when they have mis-used their power and influence to their own financial gain? There seems to be a real axe to grind, and we can be sure that it is NOT about whether Wolfowitz gave his girlfriend a big pay rise!

The leverage of the hedge funds is capable of representing systemic threat, which was the reason LTCM was bailed out by the FED. Could there be any better reason for regulation than that?

Clearly there are some big skeletons in the cupboards of the hedge funds. I wouldn’t mind guessing that a large amount of the dirty work of the PPT is done through the shady cover of some hedge funds. Such as

QUOTE

Shares of Citigroup Inc. jumped in early Wednesday trading, after billionaire hedge fund manager Edward Lampert disclosed his firm bought more than 15 million shares of the diverse financial services conglomerate.

END

That doesn’t look like much of a hedge strategy to me, but it sure as hell would help the DOW climb to another record!

The Central Bankers are very powerful when they are all cooperating; these signs of discord are very encouraging.

Offenbar ist hinter der Wolfowitz-Geschichte (er ist inzwischen zurückgetreten) etwas anderes. Hat es mit dem Gold-Swap zwischen den Amerikanern und der Bundesbank zu tun? Offenbar schwindet die Kooperation jetzt zwischen den Zentralbanken.

Hier auch ein Beispiel wie "Hedge-Fonds" den Dow Jones Index nach oben manipulieren. Wer steckt dahinter, das PPT?


Neu 2007-03-06:

Hugo Salinas Price zum Wesen des Geldes und den Zentralbanken.

A FAIRY TALE WORLD

Up till now, the Central Bankers have been doing what bureaucrats usually do when they are faced with a difficult choice: nothing. They are waiting to see what happens.

So ist es. Die Zentralbanker sind Bürokraten und wollen sich nicht als Erste bewegen.


2006-07-18: was macht eine Zentralbank wirklich?

Hier ein Artikel von Puru Saxena HISTORY - THE GREAT TEACHER:

I’ll let you in on a secret, which is essential to your success as an investor. You must understand that the central banks don’t raise interest-rates to fight inflation. After all, the modern-day central banking system IS inflation! Central banks raise or lower interest-rates in order to manage the public’s inflation fears or expectations. During such times when the public wakes up to the inflation problem and starts losing faith in the world’s paper currencies (present scenario), central banks raise interest-rates to show that they’re fighting inflation. Interest-rates are pulled up in an effort to restore confidence in the world’s currencies as a higher yield makes currencies more attractive. On the other hand, when the public’s inflation fears are under control and confidence in the monetary system is high, central banks lower interest-rates to create even more inflation! 

Also, Zentralbanken produzieren primär Inflation (Erhöhung der Geldmenge), sonst kollabiert das System. Wenn die Öffentlichkeit "Inflation" sieht, dann erhöhen sie die Zinsen um einen Vertrauensverlust in ihr System zu vermeiden - nur dann.

Steve Saville: The Main Flaw in the Deflation Case

Mit einem Auszug aus einer Rede von Alain Greenspan:

"When there is confidence in the integrity of government, monetary authorities -- the central bank and the finance ministry -- can issue unlimited claims denominated in their own currencies and can guarantee or stand ready to guarantee the obligations of private issuers as they see fit. This power has profound implications for both good and ill for our economies."

Note the liberal use of the terms "without limit" and "unlimited" in the above. Note, also, the qualification: "When there is confidence in the integrity of government". Once confidence collapses it becomes counter-productive for the central bank or the government to issue more "claims" (money and money substitutes). When that point is reached you don't get deflation; you get a total collapse and a new monetary system.

Also, solange Vertrauen in die Regierung besteht, kann diese unlimitiert Garantien und Schulden übernehmen (die Zentralbank monetisiert diese). Wenn dieses nicht mehr besteht, werden Assets und Währung abverkauft. Das monetäre System kollabiert.

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