Informationen Schweiz - 2007

Diese Seite befasst sich mit spezifisch Schweizer Themen, sowie Liechtenstein.

Neu 2007-12-21:

Leserzuschrift zu UBS Machenschaften:

Anbei eine kleine Anekdote aus dem Tollhaus UBS Schweiz. Meine Familie hält ein kleines 6-stelliges Vermögen in Euro bei der UBS Schweiz.

Nachdem man den Zins für Sichteinlagen (täglich verfügbar) ohne Rücksprache per 01.09.07 von 1,0 % auf 0,75 % gesenkt hatte, haben wir uns bemüht, das Geld auf einem Geldmarktkonto mit täglicher Verfügbarkeit zu veranlagen.

Ergebnis:
Wir erhielten in den letzten Tagen eine Einbuchung eines strukturierten Accrual Bonds der UBS Jersey. Wir werden jetzt wegen vertragswidrigem Verhalten den Vorgang rückabwickeln und die Bank wechseln.

Es muss schon sehr viel Feuer unter dem Dach sein, wenn dort so agiert wird.


Neu 2007-12-19:

Schweizer Inflationslügen:

SF: Bund patzt bei Inflationsberechnung

Neue Methode zeigt: Preissteigerung doppelt so hoch
Die Inflation der Schweiz liegt bei rund einem Prozent. Professor Hans Wolfgang Brachinger von der Universität Fribourg bezweifelt jedoch, dass dieser Wert der Realität entspricht. Brachinger hat exklusiv für «ECO» ausgerechnet, wie stark die Teuerung Schweizer Konsumenten wirklich belastet. Resultat: mehr als doppelt so stark wie amtlich ausgewiesen.

Für den Zeitraum von Mitte 2006 bis heute erhält Hans Wolfgang Brachinger eine Teuerung von 1,73 Prozent – die offizielle Teuerung liegt für diesen Zeitraum bei 0,7 Prozent.

Lach und Brüll: bei diesen Energiepreisen und einem fallenden CHF soll es nur 0.7% Preissteigerungen im Jahr geben? Selbst die Alternativzahl von 1.73% ist noch viel zu niedrig.


Neu 2007-12-11:

Wieder UBS:

Tageblatt: 16 Milliarden verloren

Die bösesten Analysten lagen für einmal fast richtig. Die Grossbank UBS muss im US-Hypothekengeschäft weitere 10 Milliarden Dollar abschreiben, wie die Bank gestern mitteilte. Man habe damit die Bewertung der Wertpapiere per Ende November den «extrem schlechten Bedingungen» im Markt angepasst, sagte UBS- Präsident Marcel Ospel an einer Telefonkonferenz.

Der Trend beunruhigt: Der Schlamassel bei der UBS (und bei einigen anderen Banken) scheint sich alle paar Wochen um Milliarden zu verschlimmern. Die gestrige Hiobsbotschaft ist bei der UBS bereits die dritte seit Anfang Oktober. Insgesamt hat die Bank im US-Hypothekengeschäft nun schon über 16 Milliarden Franken abgeschrieben bzw. verloren.


Neu 2007-12-06:

Die Schweiz bekommt neue Banknoten (Leserzuschrift)?

Ich möchte gerne ein paar tausend Euro (unter 10000 Euro) in Schweizer Franken anlegen. Die Schweiz bekommt neue Banknoten.

Wie kann ich investieren, ohne von dieser Umstellung auf neue Banknoten betroffen zu sein. Mit den Schweizer Franken im Safe geht es ja nicht. Da müsste ich zum Umtausch auf neue Banknoten in die Schweiz fahren.

Warum soll es nicht gehen, auch die Bank in AT oder DE sollte die CHF für eine gewisse Zeit umtauschen können.

PS: Weiss noch jemand etwas von diesem Banknoten-Tausch?

[16:00] Antworten aus der Schweiz dazu:

Die 8.Banknotenserie soll ab 2010 durch die 9.Banknotenserie ersetzt werden, wobei die 8. dann außer Kurs gesetzt wird, aber noch 20 Jahre ab Rückrufdatum bei der Schweizer Bank umgetauscht werden kann.....

es ist noch kein Termin für die neuen Banknoten bekannt,
nur was wird realisiert, der 2. Platz ist schon fast eine Tradition.
http://www.banca-centrala.ch/de/mmr/reference/pre_20070226/source/pre_20070226.de.pdf

Die alte Serie war 15 Jahre parallel zu der neuen gültig.
Danach wurde sie im Jahre 2000 zurückgerufen,
und bleibt bis 2020 umtaschbar bei SNB.

http://www.snb.ch/de/mmr/reference/instr_recalled_notes/source/instr_recalled_notes.de.pdf

Noch etwas spezielles:
fast alle Münzen ab 1875 tauscht SNB, auch die Silbermünzen.
Z.B. 5 SFR ist immer 5 SFR Wert auch bei einem Wert des Silbers nur 3 SFR.
Zurück umtauschen geht leider nicht. Wäre schön !

http://www.snb.ch/de/iabout/cash/id/cash_coins/4


Neu 2007-12-03:

Auch Schweizer Hypotheken landen in MBS:

NZZ: Damit rechnen die Kunden nicht

Das Schweizer Bankgeheimnis schützt hiesige Hausbesitzer nicht davor, dass ihre Hypotheken an Dritte abgetreten werden.

UBS, CS und ZKB haben seit 1998 vier grosse Verbriefungen mit Hypotheken von Schweizer Privatkunden durchgeführt (Mortgage Backed Securities, MBS).

Interessant, dass sie diese Bonds MBS nennen und nicht Covered Bonds oder Pfandbriefe. In einem MBS kann jeder Mist sein.


Neu 2007-11-25:

[18:30] noch mehr UBS-Fettnäpfchen:

Marketwatch: UBS reportedly seen posting fourth-quarter debt write-down of over $5 bln

CreditSights earlier this month said the bank had taken a $9 billion hit on collateralized debt obligations, but the bank has said it will write down the value of the debts only gradually.


Neu 2007-11-23:

Die schweizer Finanzwelt leidet an globaler Krisen-Ansteckung:

Handelsblatt: Der Schweizer Patient

Konservativ und unangreifbar – so sehen die Schweizer ihre Banken und Versicherer gern. Aber die internationale Finanzkrise hat das Land böse erwischt. Eine Analyse.


Neu 2007-11-05:

Niemand will etwas sehen (Leserzuschrift):

Ich möchte Ihnen gerne etwas mitteilen.
Bei uns in der Schweiz ist es üblich, nach der militärischen Grundausbildung jedes Jahr, bis man 32 Jahre ist (oder Diensttage erreicht), einen dreiwöchigen, so genannten WK zu absolvieren, in diesem man wieder das wichtigste militärische Wissen auffrischt.
In den letzten drei Wochen musste ich mich durch einen solchen WK quälen.
Natürlich kommt man hier mit den verschiedensten Leuten aus den verschiedensten wirtschaftlichen Bereichen zusammen, was das ganze ein bisschen interessant macht.

Eine Schulung und ein Gespräch in dem es u.a. über die CH- Wirtschaft ging möchte ich mit Ihnen teilen, da diese mich doch sehr erstaunt haben, inwieweit die Arroganz einzelner gehen kann.

Am zweiten Tag nach dem Einrücken hatten wir eine einstündige „Schulung“ über die Gefahrensituation der Schweiz, dem Auftrag der Armee etc.
Die Schulung wurde von einem Ranghohen Offizier, ca. 40 Jahre, unseres Lehrverbandes durchgeführt, man sollte also annehmen dürfen, dass dieser Mann einiges an Allgemeinwissen mitbringt.

Ich möchte auf den Punkt der Wirtschaft hinweisen. Unser Lehrverband sieht die Gefahr für die Schweiz durch einen Kollaps der Wirtschaft als sehr unwahrscheinlich und bei doch Eintreten seien die Auswirkungen auf das Land als sehr gering anzusehen.

Seit dieser Schulung weiss ich, dass auf den Staat, sei es militärisch oder sonst wie garantiert keinen Verlass ist.
Das weitaus schlimmere aber noch ist: Eine Grosszahl von Mitarbeitern von Finanzinstituten haben diese Äusserungen gutgeheissen und keine Kommentare dazu abgegeben. Da fehlen einem die Worte, nicht?

Die zweite Situation möchte ich Ihnen auch noch kurz erzählen.

Wie erwähnt haben viele Leute, welche bei Banken arbeiten auch den WK absolviert. Ich hatte das Glück mit einem Mitarbeiter der UBS zu sprechen, welcher in der Anlageverwaltung arbeitet. Er ist ca. 30 Jahre alt. Ich habe ihn ein bisschen hochgenommen wegen seines Chefs Marcel Ospel und wie lange Herr Ospel seines Erachtens noch auf seinem Stuhl sitzen bleiben darf und wie viele Milliarden die Bank noch abschreiben wird.

Über diese Fragen war er gar nicht erfreut und meinte nur abschätzig (im Sinne: du hast ja keine Ahnung) ob ich eigentlich glaube das die UBS Führung blöd sei. Wenn schon ein CFO gehen müsse habe man sicherlich zu viel abgeschrieben. Ich fragte dann ob er allen ernstes meine dass die vier Milliarden reichen würden.
Er meinte nochmals: Die vier Milliarden seien eigentlich viel zu viel des Guten, aber wenn schon ein CFO geht kann man ja gerade Reserven schaffen. Der Schuldige sei dann ja sowieso weg.

Naja, wie recht oder unrecht er hatte konnte man nicht einmal eine Woche später, also heute, in den Zeitungen lesen.

Wie Blind muss man sein......??

In diesem Sinne, einmal mehr eine Bestätigung, dass die Spitze der Krise diesmal hart, für viele ziemlich hart wird.
Vielen Dank für Ihre Arbeit für Hartgeld.com!!

Vielen Dank, ich hoffe, damit keine militärischen Geheimnisse der Schweiz verraten zu haben.


Neu 2007-10-22:

Widerstand der NZZ gegen den Goldverkauf:

NZZ: Wider den Hunger nach Gold

Der Goldpreis steigt. Da ist es nicht sinnvoll, dass die Nationalbank weitere Tonnen verkauft.

Doch der bisherige hastige Goldverkauf unter der Fuchtel der Politiker, die ihre Kassen sanieren wollten, war ökonomisch unsinnig. Die erzielten Preise für das gelbe Metall waren aus heutiger Sicht lächerlich, Milliarden an Reserven wurden vergeben, und die Gold-Milliarden in den Kantonskassen enden jetzt in leichten Steuersenkungen. Das Gold wird – unmerklich für den einzelnen Haushalt – zerstäubt und ist verflogen.

Richtig hart wagt man es nicht vorzugehen, aber immerhin. Vielleicht macht der neue Wahlsieger etwas mehr?

Man müsste nur die wahren Hintergründe der "Nazi-Gold-Geschichte" berichten. Das war um die Schweiz zum Goldverkauf zu erpressen.


Neu 2007-10-21:

Preis-Schocker auch in der Schweiz:

Blick: Der Preis-Schocker

Lebensmittel werden massiv teurer. Restaurants schlagen um fünf bis zehn Prozent auf – und Konsumenten zahlen beim Einkauf deutlich mehr.

Ein Schreiben der Howeg schockt Schweizer Wirte: Der grösste Gastrolieferant des Landes kündigt massive Preisaufschläge in den kommenden Monaten an und nennt auch gleich die Gründe dafür:

• Die Preise von Lebensmittelrohstoffen explodieren, weil die Nachfrage aufstrebender Wirtschaftsmächte in Asien und Südamerika zunimmt.

• Der schwache Franken verteuert Lebensmittelimporte.

• Spekulationen mit Rohstofffonds heizen die Preise zusätzlich an, sagen Experten.

• Wegen des teureren Benzins und der Erhöhung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) Anfang 2008 steigen auch die Transportkosten der Gastrolieferanten an.

Mehr Geld kostet demnächst auch der Lebensmitteleinkauf bei Coop, Denner und Migros. Deren Sprecher Urs Peter Naef: «Grundnahrungsmittel wie Milch, Brot, Käse, Teigwaren, Früchte oder Pouletfleisch können spätestens ab Januar um drei bis fünf Prozent teurer werden.»

Wo ist denn "der starke Franken" geblieben, der vor diesen Preissteigerungen isoliert hätte? Man födert dafür den Carry-Trade aus dem Franken.


Neu 2007-08-09:

Der Schweizer Franken - jetzt so löchtig wie Schweizer Käse?

Aus dem Midas vom 8. August:

LONDON (Dow Jones)--The Swiss central bank sold around 35 metric tons of gold in July, data released by the Swiss National Bank showed Wednesday.

The bank said gold holdings fell by CHF917 million to CHF31.81 billion in July.

Allowing for exchange rate and gold price movements, this implies sales of around 35 tons last month, which is more than double the 13.9 tons sold in June, analysts said.

Recently, Switzerland proposed to sell up to 250 tons by September 2009 as part of a strategy to shift its reserves into more profitable fixed-income instruments.

Full of holes like Swiss Cheese

The Swiss are sure in a rush to get rid of their gold. Their announced goal is to dispose of 250 tons of gold by September 2009, which is still 25 months away. By selling 13.9 tons in June and 35 tons in July* they have run through 25% of that allotment already. If they keep this rate up they will be out of the market by the end of 2007. That's one of those things the central banks must hate about gold; when it's gone, it gone, you can't print any more of it. It makes me chuckle to think that the formerly good-as-gold Swiss Franc's reserves are starting to resemble...Swiss Cheese.

Die wollen ihr Gold offenbar noch 2007 weg haben. 25% von ihren angekündigten 250 Tonnen haben sie schon in 2 Monaten verkauft.


Neu 2007-07-21:

Schweizer Goldverkäufe (aus dem Midas vom 20. Juli):

Barclays notes the Swiss National Bank sold 13.9 tonnes of gold in June, the first sale announcement since the Swiss resumed.

Die Schweizer Nationalbanker zeigen also Solidarität mit ihren internationalen Kollegen und unterminieren den Franken weiter.

Also, ergreift die Chance und bringt das Gold in eigene, verantwortungsvollere Hände (gilt nicht nur für Schweizer).

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