Sozialsysteme - 2009

Diese Seite befasst sich mit dem Verfall der staatlichen Sozialsysteme in der Krise.

Neu 2009-12-26:

[7:15] Eine spezielle Sicht des Sozialstaates: Revolution der Tugend

Vom Sozialstaat profitieren die Reichen am meisten. Der Mittelstand hingegen hat das Nachsehen und wird bald den Aufstand proben.

Der Aufstand der Steuersklaven wird kommen.


Neu 2009-12-22:

[16:00] Die müssen auch Federn lassen: Gesundheitswirtschaft: Verspätet im Schraubstock der Krise

Auch in der vermeintlich konjunkturresistenten Gesundheitswirtschaft hinterlässt die Rezession ihre Spuren. Auf Jahre hinaus wird die Branche unter knappen öffentlichen Kassen leiden.

Real wird das eine ganz schlimme Branche, sobald die Staatsbankrotte reihenweise kommen.


Neu 2009-12-16:

[10:00] Leserkommentar-DE zu Ziemanns Rentenvorsorge:

so informativ ich Herrn Ziemanns Texte finde so muß ich bei seiner vorgeschlagenen Goldrente doch fragen für wen er sich das ausgedacht hat ?
Wer kann 3.000 Monatlich für die Rente sparen und wieviel müsste er da eigentlich verdienen 10.000,- oder 15.000 ,-?
Die dies könnten sind entwerder trotzdem verschuldet oder nicht auf Ziemanns Vorschläge angewiesen.

Wer kann wenn er noch gute Einnahmen hat 960 Unzen ansparen ??
Ein gutes "Eichhörnchen" dürfte heute mit 1 Unze / 750 ,-Euro monatl. gut beschäftigt sein.
Aber 4 Unzen / 3.000 Euro 20 Jahre lang ist doch völlig unreal.

Wer eine eingene Wohnung oder angemessenes Haus hat brauch doch keine 3.000 Euro monatl. als Rentner .
Was wollte er damit anfangen ?
Mehr alls "fressen" kann man bzw. sollte man nicht .

Also wenn er seine Zahlen durch Zehn teilen würde wäre das ganze für den "normalen" Leser nachvollziehbar.

Langsam kommt mir Hr.Z. etwas wie Hr. Hanich vor nur eben kommplett mit gegensätzlicher Meinung aber vermutlich selber ohne EM !?
Vermutlich kann er keine Unze Au monatl. ansparen !?

Mal sehen ob Sie meine Ansicht veröffentlichen ?

Natürlich wird das veröffentlicht, obwohl es anonym war. Es wird ein wichtiges Thema angeschnitten.

Hr. Ziemann ist selbst Angestellter und zahlt in diese Rentenkasse ein, aus der er nichts mehr herausbekommen wird. Wenn diese Beiträge wegfallen, dann kann man sich ganz schön etwas ansparen. Nur leider sind die meisten Leute dafür nicht mündig genug - sie werfen gleich alles raus, was sie verdienen.

[12:15] Weitere Leserzuschrift-DE - Ziemanns Gold-Altersvorsorge:

Ich schätze normalerweise die Kommentare von Herrn Ziemann, aber hier hat er wohl den Wald vor lauter Bäume nicht mehr gesehen. M.E. ein klassischer Fall von Betriebsblindheit (bitte nicht böse sein, Herr Ziemann). Also hier die "Ziemann'sche Goldmädchenrechnung:
960 Unzen Gold macht 960 x 31,1 g = 29.856 g = 29,856 kg = 0,029856 Tonnen Gold pro Rentner. Rechnen wir mal Pi x Daumen mit 25 Millionen Rentner, dann ergibt dies folgende Rechnung: 25.000.000 x 0,029856 to = 746.400 Tonnen Gold ... nur für unsere deutschen Rentner. Na ja.

Nicht jeder wird im Alter so gut versorgt sein wollen/können. Auch ein Indiz, dass Gold immer noch sehr billig ist.

[13:45] Weitere Leserzuschrift-DE - Goldmädchenrechnung:

Ich meine aber, der Zug dafür ist für viele abgefahren, da wir doch keine 20 oder 30 Jahre mehr haben, um solche Ansparungen vorzunehmen. Dafür gibt es diverse Gründe:

1. zu geringer Verdienst bei 95% der Arbeitnehmer/Rentner/Pensionäre. Wird real immer weniger.
2. zu viel Ausgaben für nicht-lebensnotwendige Dinge (zu großes Auto, Prestigewohnung zum Angeben,unnötige und zu teure Versicherungen, Modeklamotten, Handywahn, ....)= fehlendes Investoren-Verhalten.
3. fehlendes Geldwissen
4. der steigende Goldpreis, der dann den Erwerb auch nur 1 Unze in einigen Jahren für viele gänzlich unmöglich machen wird 5. die kommende Goldknappheit

Vielleicht wäre es auch für viele, die die Möglichkeiten haben, besser, statt mit Gold, mit Silber anzusparen (es sei denn, es ergäbe sich dadurch ein Lager- oder Mobilitätsproblem), da Silber wahrscheinlich eine viele bessere Performance erreichen wird in den nächsten 2 Jahrzehnten. Silber wird wohl allein aufgrund zunehmender Angebotsverknappung eine horrende Preissteigerung erfahren. Aber auch Silber wird bald nicht mehr zu bekommen sein, schon gar nicht für den heutigen Preis. Also, wer jetzt und in den nächsten vielleicht noch 12 Monaten nicht alle Hebel in Bewegung setzt, und sein Papiertrash in echtes Geld umtauscht, der wird dann bald keine Gelegenheit mehr haben, eine EM-Rente aufzubauen. Außerdem sollte jeder bedenken, dass wir gerade eine reale Inflation von ca. 9% ("BRD") haben. Je länger man wartet, um so schwieriger wird es also sein, seine Finanzen auf gesunde Füße zu stellen.
Wenn erst eine Hyperinflation grassiert, oder eine (überraschende) Währungsreform/Währungsschnitt erfolgt, ist es sowieso zu spät.

Aus dem Papiergeld-Trash rauszugehen in wirkliche Werte ist für viele offenbar unendlich schwer. Auf der einen Seite schimpfen sie auf Politiker und Bankster, auf der anderen Seite werden diesen Typen immer noch ihre Lügen (Goldpreis wird ins Bodenlose fallen, der Aufschwung ist da, Klimalüge, Schweinegrippelüge....) geglaubt.

Insofern: So gut Herr Ziemann es mit den Menschen meint, nur wenige haben den Hausverstand und den festen Willen, sich Freiheit zu erarbeiten und Menschenrechte zu verteidigen).

Die meisten sind einfach "Konsumenten": was sie verdienen und an Kredit bekommen, werfen sie raus. Auch hier wird sich drastisch etwas ändern.

Zum Konsumwahn dieser Artikel: Tipps zur praktischen Krisenvorbereitung für all die Menschen, die keine Edelmetalle besitzen


Neu 2009-12-10:

[7:30] Die Gesundheitssystem-Baustelle: Riesiges Krankenkassen-Minus belastet Versicherte

Das wird teuer: Den gesetzlichen Krankenkassen fehlen im kommenden Jahr voraussichtlich vier Milliarden Euro. Millionen Versicherten drohen jetzt Zusatzbeiträge - gigantische Zuschüsse des Bundes können die Finanznot der Versicherungen kaum lindern.

Immer weniger Einzahler, mehr Leistungsempfänger, die alles bekommen, immer mehr Bürokratie, immer mehr medizinischer Fortschritt, Das treibt die Schere auseinander. Ohne gewaltiges Abspecken der bürokratischen Apparate und der Leistungen wird es nicht gehen. Nicht nur in Deutschland.

In Lettland oder anderen Teilen Osteuropas muss man für eine Operation grössere Summen Cash auf den Tisch legen - vorher, aus eigener Tasche.


Neu 2009-12-07:

[12:15] Die Jungen verlassen das sinkende Sozialschiff: Junge Generation verabschiedet sich vom Sozialstaat

Von der gesetzlichen Sozialversicherung erwarten die 30-Jährigen nichts mehr, daran ändert auch die neue Regierung nichts. Die junge Generation reagiert auf ihre Weise: Still und leise verabschiedet sie sich aus dem Sozialstaat.


Neu 2009-11-25:

[7:00] Die Noch-Macht der Pensionisten: Pensionen: Größeres Plus als für Löhne aktiver Metaller

Einmalzahlung für Bezieher kleiner Pensionen. Junge Wirtschaft: "Grundsätze von Arbeit und Leistung auf den Kopf gestellt." Die Pensionisten lukrieren erstmals ein höheres Plus als die aktiven Metaller.

Die schwachen Politiker Pröll und Faymann kapitulieren vor der Pensionistenlobby und ihren Wählern - die rein vom Staat abhängig sind. Was sich hier in Österreich abspielt, hat sich vor der deutschen Wahl genauso gezeigt. Das noch üppigere griechische Pensionssystem entgeht jeder Reform wegen eines sofortigen Generalstreiks. Aber dieses Land ist ohnehin bereits kurz vor dem Staatsbankrott.

Staatsbankrott und Hyperinflation werden das Problem "lösen". Man kann von solchen Renten dann kaum mehr leben.


Neu 2009-11-24:

[17:15] DIE DEMOKRATTLER FÜHREN ADOLFS PROGRAMM "TOD DURCH ARBEIT" WIEDER EIN: Rente verkommt zum Hungerlohn

Das Rentensystem steht vor dem Kollaps: Ein heutiger Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre lang Beiträge zahlen, um später gerade mal ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu erhalten. SPIEGEL ONLINE zeigt anhand neuer Berechnungen das Debakel der staatlichen Altersvorsorge.

Für alle, die noch an dieses System glauben: der Mainstream schreibt schon über dessen Ableben.


Neu 2009-11-20:

[19:00] Leserzuschrift-DE - Kommentar zu Sozialsystemen:

immer wieder kritisieren Sie das Sozialsystem in Deutschland u.a. Es ist ja in der Tat so, dass es unglaublich viele Menschen gibt, die auch und vor allem durch die arbeitende Mittelklasse durchgefüttert werden. Sicher gibt es Leute, die Sozialleistungen zu Recht beziehen. Aber leider gibt es eine grosse Masse, die sich legal oder illegal Zuwendungen erschleichen. Dazu zähle ich auch das hoffnungslos ausgeuferte Bürokratentum. Der Staat verteilt Zuwendungen nicht aus Menschlichkeit sondern aus dem Grunde, um die nicht beschäftigte Masse still zu halten - aus purer Angst vor derselben.

Doch Fakt ist auch: Bei der gegenwärtigen Denke und Gesellschaftsstruktur gibt es bei Weitem nicht für alle einen Job. Wie sollte Ihrer Meinung nach dieses Problem gelöst werden - wie sollte man mit den Millionen von Landsleuten umgehen, die WIRKLICH keinen Job haben und die NICHT auf das Erschleichen von Zuwendungen (wie Bürokratentum, Teile der Regierungen und andere Sozialschmarotzer) erpicht sind?

Sie erwähnen sehr häufig die Feldarbeit. Ich weiss allerdings nicht, ob Sie das wirklich ernst meinen.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, einige Millionen zusätzlich in der Landwirtschaft zu beschäftigen um zu vermeiden, dass unsere Nahrung immer mehr an Qualität einbüsst. Beispiel: Keine Chemikalien mehr sprühen, sondern Schädlingsbekämpfung wie in alten Zeiten - auf natürliche Art und Weise (Kartoffelkäfer von Hand absammeln). Das würde garantiert Vollbeschäftigung bringen und die ganze Gesellschaft würde profitieren - Tomaten würden wieder wie Tomaten schmecken und mann müsste dann aus Angst vor Vergiftung das Obst nicht mehr schälen etc. etc. Auf diese Art könnten zum Beispiel auch die riesige Masse der EU-Bürokraten oder die unzähligen überflüssigen Beamten, die Verwalter der Arbeitslosigkeit, Empfänger von Sozialhilfe, die geldgeilen Afghanistan-Kämpfer, Frau Merkel, Herr von und zu Guttenberg und wie sie alle heissen usw. noch etwas wirklich Nützliches mit ihrem bislang sinnentstellten Dasein anfangen.
Ist bloss die Frage, ob sich solche Massnahmen praktisch verwirklichen liessen.

Ohne Radikalabbau der Sozialsysteme, der Abgaben auf Arbeit und der Bürokratie rund um Arbeit wird es nicht gehen. Sie haben recht, es geht primär um die Interessen der Sozialbürokratie. Die muss weg.


Einige Spuren der Sozial-Autobahn werden entfernt werden müssen: Wirtschaftskrise: Renten werden drastisch sinken


Neu 2009-11-18:

[11:00] Eine Rationierung der Medizin kommt: Es geht um Ihr Leben!

Ein Papier des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages enthüllt: In Zukunft kann nicht jede medizinisch nutzbringende Leistung allen Patienten zur Verfügung gestellt werden­. Es sollen sogar Rangfolgen für Patientengruppen und Therapien erstellt werden

Aussprechen will es die Politik noch nicht, aber sie denkt darüber nach.

In Teilen Osteuropas ist es immer noch (oder schon wieder) so, dass man für Operationen, etc. Cash, oft in einer stabilen Währung, auf den Tisch legen muss. Kommt auch bei uns. Dann stürzen diese Systeme zusammen, da sich alle fragen, wozu zahle ich noch ein?


Neu 2009-11-12:

[18:15] Wenn der Niedriglohnsektor einen Anteil von 50 Prozent hat, dann können Sie das lohnbezogene Alterssicherungssystem wegwerfen:

FTD: Rentenversicherung befürchtet Altersarmut

Noch sind es wenige Senioren, die nur von der staatlichen Grundsicherung leben müssen. Doch die Rentenversicherung Bund glaubt: Es werden bald mehr, wenn Schwarz-Gelb nicht gegensteuert. Der Chef nennt auch eine Grenze, wann das System zusammenbricht.

Ist gerade unterwegs. Ausserdem werden die Beitragszahler nicht weiterzahlen, wenn sie sehen, dass nichts herauskommt.


Neu 2009-11-01:

[17:15] Der Sozialstaat produziert die "Unterschicht" selbst: Sozialstaat fördert Entstehen der Unterschicht

Die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen in Deutschland sind nicht zu übersehen. Es existiert eine wachsende und sich verfestigende Unterschicht, die es so vor 20 Jahren noch nicht gab. Die Hauptschuld daran trägt der deutsche Sozialstaat. Die Menschen werden belohnt, wenn sie sich aus der Arbeitswelt ausgliedern.

Es sei der Sozialstaat, der die Unterschicht überhaupt erst hervorgebracht habe, sagt der Präsident des Ifo-Instituts in München, Hans-Werner Sinn. Fast ein Drittel des hiesigen Sozialprodukts werde für soziale Leistungen verwandt. „Um in ihren Genuss zu kommen, muss man meist den Arbeitsmarkt verlassen. Die Menschen erhalten also eine Prämie, wenn sie sich aus der Arbeitsgesellschaft ausgliedern“, rügt der Ökonom.

Es ist nicht das 1. Mal, dass diese Entwicklung eingetreten ist. Die USA hatten sie auch, bis in den 1990er Jahren Sozialhilfe maximal 5 Jahre ausbezahlt wurde. Auch in diesem Fall kam unglaublich Kriminaliät zusammen mit dieser nicht arbeitenden neuen Klasse. Alleinerzieherinnen sind ein typisches Merkal der Sozialhilfe - deren Kinder werden dann kriminell.


Neu 2009-10-26:

[16:00] Das wird Standard werden: Malochen bis zum Tod

Hunderttausende Rentner arbeiten auch noch im Ruhestand - oft aus reiner Geldnot. Für viele reicht die staatliche Rente nicht zum Leben, mit Mini-Jobs halten sie sich knapp über Wasser. SPIEGEL ONLINE traf Malocher jenseits der 70.

Wenn erst die Hyperinflation richtig einsetzt, dann explodieren die Preise und die Renten hinken hinterher - wenn sie überhaupt noch ausbezahlt werden.

[18:15] Leserzuschrift-DE dazu:

Dieses Gefasel von Malochen bis zum Tod ist doch totaler Unfug. Wer rastet der rostet ist ein altes Sprichwort. Anders: Jeder tut eben das, was er noch kann. Das ist natürlich. So hat die Menschheit seit Jahrtausenden gelebt. Ich glaube, deshalb haben Männer auch meistens eine kürzere Lebenserwartung, nämlich weil sie einfach irgendwann nichts mehr machen und dann über sind. Frauen werden in der Familie länger gebraucht.

Im Übrigen finde ich dieses künstliche Gesellschaftsmodell, daß junge Leute eine Familie gründen und abseits von ihren Eltern leben schlecht. Wir brauchen wieder mehrere Generationen in den Häusern, wo jeder das tut, was er kann und dadurch die anderen Familienmitglieder unterstützt. Das bedeutet auch für die Alten mehr Lenbensqualität als das was wir jetzt haben, wo Altenheime überall aus den Boden geschossen sind. Nur so, nämlich im Gegenseitigen Unterstützen von jung und alt, kann man bestehen. Deshalb finde ich es richtig, daß man malocht bis zum Tod.

Richtig, die Mehrgenerationen-Familie kommt wieder - aus Kostengründen. Und Ummengen von Immobilien bleiben leer.

[21:00] Leserzuschrift-DE - Unsinn:

Der Spiegel Artikel Malochen bis zum Tod ist vollkommener Unsinn und wieder ein typischer Fall von Volksverdummung. Es gibt in Deutschland nicht einen einzigen Rentner, der finanziell gezwungen ist, seine Rente aufzustocken. Wer das macht, macht es freiwillig und ohne Not. Denn wenn die Rente nicht reicht, gibt es eine Aufstockumg vom Sozialamt, außerdem noch Wohngeld.

Vielleicht gehen manche lieber arbeiten, als zu Ämtern betteln zu gehen. Aber der Artikel ist eine gute Vorbereitung auf die Zukunft.


Neu 2009-10-14:

[12:00] Leserzuschrift-DE zu ein ehemaliger Landarzt erzählt aus der Praxis:

Sie schreiben: "Wie wäre es mit Vorkasse oder Direktabrechnung?
Forderungsmanagement ist für jeden Unternehmer wichtig."

Das letztere ist absolut richtig! Aber: Als Arzt bin ich verpflichtet nach der amtlichen (!) Gebührenordnung abzurechnen. Dazu gehört, daß ich zuerst umständlich eine den Vorschriften genauestens entsprechende Rechnung schreiben muss. Vorauszahlungen oder Direktabrechnungen wie beim Schuster sind da also legal nicht drinnen. Und außerhalb der Gebührenordung sollte man am besten gar nichts tun, weil man dann kriminalisiert werden kann. Aber ich habe das Forderungsmanagment später natürlich geändert und für mich optimiert.

Vielleicht hilft da juristischer Rat. Aber viele Unternehmer kümmern sich einfach nicht um die Rechnungslegung.


Neu 2009-10-13:

[18:00] Leserzuschrift-DE - ein ehemaliger Landarzt erzählt aus der Praxis:

ich habe sechs Jahre als Landarzt gearbeitet. Nachdem das Firmenkonglomerat am Ort zahlungsunfahig war (eine über Jahre verschleppte Insolvenz), haben sich meine Patienten das Geld, das sie von ihrer Krankenversicherung zur Bezahlung meiner Honorare erhalten haben, zur Finanzierung ihres eigenen Lebensunterhaltes verwendet. Das ist zwar Betrug, aber vor Gericht hat man als Arzt dabei keine Chance. Als ich meine Praxis zusperrte, hatte ich zwei Jahreseinkommen verloren. Meine dadurch verursachte Entschuldung durch gerichtliche Mahnverfahren, Beitreibung der Kosten usw. hat mich weitere fünf Jahre gekostet. Grundsätzlich würde es mich schon reizen, wieder als Landarzt zu arbeiten, aber von den Finanzen her, nein danke! Bei dieser Gelegenheit möchte ich übrigens auf etwas hinweisen, worüber keine Zeitung schreibt. Ein großer Anteil meiner Patienten war kriminell, entweder indem sie wegen der von den KV zu kassierenden Erstattungsbeträge inzu mir kamen oder indem sie mich baten, Rechnungen zu fälschen. Letzteres kommt auch in meiner jetzigen Praxis regelmäßig vor. Meist sind es Partner oder Familien, in denen nur einer privat versichert ist. Zum Glück habe ich dem nie nachgegeben, sonst sässe ich jetzt ziemlich sicher im Gefängnis. Denn Loyalität zu seinem Arzt kann man von den allerwenigsten Patienten erwarten!. Sie sehen, es sind nicht immer die Ärzte gierig. Auf Patientenseite gibt es hier eine gewaltige Dunkelziffer. Das schreiben die Zeitungen naürlich nicht, denn es gibt viel mehr Patienten (=Leser) als Ärzte. Wie heisst es so schön: Teile (die Minderheiten) und (be-)herrsche (dadurch) die Masse!

Wie wäre es mit Vorkasse oder Direktabrechnung? Forderungsmanagement ist für jeden Unternehmer wichtig.


Neu 2009-10-06:

[12:45] Falsche Renten-Hoffnungen:

Focus: Viele machen sich falsche Hoffnungen

Fast die Hälfte der Deutschen rechnet laut einer Umfrage damit, dass sie im Alter eine höhere Rente bekommt, als ihnen eigentlich zusteht. Dabei gibt es Unterschiede zwischen Jüngeren und Älteren.

Mehr als eine Mini-Rente wie in Osteuropa wird nicht herauskommen, wenn überhaupt.


Neu 2009-10-01:

[10:30] Ende des Sozialstaats - sogar die EU sagt es schon:

FTD: Brüssel fürchtet Kollaps der Sozialsysteme

Die Zahl der Menschen ohne Job in Europa steigt - die EU ist beunruhigt: Möglicherweise können wir uns bald das dicht geknüpfte Auffangnetz für Alte, Kranke und Erwerbslose nicht mehr leisten.

Natürlich ist es so: wenn die Arbeitslosigkeit massiv steigt, muss auch der Sozialstaat eingeschränkt werden. Das Grauen aller Politiker.


Neu 2009-09-03:

[10:00] Beispiel Lettland - das bleibt nach dem Staatsbankrott vom Gesundheitssystem:

Zeitfragen: Schöne neue EU: In Lettland werden Krankenhäuser und Schulen geschlossen

Um die Bedingungen zu erfüllen, werden nun Schulen und Krankenhäuser geschlossen sowie Tausende Lehrer und Mitarbeiter des Gesundheitssektors entlassen. 32 von insgesamt 56 Krankenhäusern sollen geschlossen werden. Bis Ende des Monats sollen alle 570 Angestellten von Rigas grösstem Spital, Rgas Pirma Slimnca, die Kündigung erhalten, da das Spital Ende des Jahres geschlossen wird.

Wegen der Budgetkürzungen zusammen mit teilweise halbierten Löhnen und einer sprunghaft gestiegenen Arbeitslosigkeit können sich viele Menschen keine Medikamente mehr leisten. Bei einem Spitalaufenthalt verlassen viele das Spital gegen den ärztlichen Rat frühzeitig, weil sie sich den Selbstbehalt nicht mehr leisten können. Der Selbstbehalt beträgt heute 18 Euro pro Tag, soll aber auf 50 Euro erhöht werden. «Seit Juli sind alle Herz- und Gefässoperationen gestoppt, soweit sie nicht zur Behebung eines lebensbedrohlichen Zustands zwingend sind. Ebenso alle Knie- und Hüftoperationen. Es sei denn, man kann 10 000 Euro selbst zahlen.» Jedes Krankenhaus bekomme vom Staat eine bestimmte Quote von Operationen pro Monat bewilligt. Ist diese Quote erschöpft, soll nicht mehr operiert werden. Ein Arzneimittelgrossist drohte einigen Krankenhäusern an, keine Medikamente mehr zu liefern, da sich die Schulden mittlerweile auf 6 Millionen Euro beliefen. Und jeden Monat verlassen nach einer Studie der Ärztezeitschrift Latvijas rsts 20 bis 30 Ärzte das Land. Sie werden in Europa mit offenen Armen empfangen. Die Chefredaktorin der Zeitschrift mahnt, dass die ärztliche Kompetenz und Zukunft des lettischen Gesundheitswesens ernsthaft bedroht sei.

Gunta Ana vom lettischen Dachverband der Patientenorganisationen Sustento sagt: «Lettland bedeutet für Europa offenbar nicht viel. Wir werden alleingelassen und können nicht einmal mehr selbst bestimmen. Wir haben an die EU geschrieben und unsere verzweifelte Lage geschildert, aber nur nichtssagende Antworten erhalten.»

Behandlung nur mehr gegen Cash. Da können die Lobbyisten schreien, so viel sie wollen.


Neu 2009-08-27:

[7:00] Wie der Sozialstaat wirklich ist: Herzloser Sozialstaat vs. menschlicher Markt

In der sog. Marktwirtschaft erziele ich ein angemessenes BRUTTO-Einkommen für die Werte, die ich erschaffe (vor allem, wenn ich die Zuschüsse meines Arbeitgebers zu meinen Sozialversicherungen dazurechne!)
Leider bleiben mir von diesem Einkommen weniger als die Hälfte nach sozialer Einkommenssteuer, sozialem Soli, sozialer Zwangsversicherung und sozialer Rentnerspende. Von diesem Rest kaufe ich dreifach besteuerte Energie, Konsumgüter und Nahrung, Zwangsfernsehen, allerlei Gebühren und Sonderabgaben auf Eigentum etc.

Der Sozialstaat ist so sozial, dass ich deutlich weniger Netto verdiene, als der Fliesenleger, der letztlich unbedingt sch[w]arz bei mir arbeiten wollte. Letztlich habe ich dann (mit Rechnung) 1000 Euro mehr bezahlt, der sozialen Gerechtigkeit wegen! Wer ist dann der Vollidiot? Wahrschinlich ich!
Als rechtschaffender, fleißiger, engegierter und ehrlicher Bürger ist man in Ihrer “sozialen” Marktwirtschaft der Büttel und wird noch als Bonze und Schlimmeres beschimpft, wenn man mal ne Firma gründet, Gold kauft oder recht[s] = links sagt.
Zum Glück erkennen bald auch die weniger Hellen, was uns der Solzialstaat gebracht hat; Ein gutes Gewissen, eine zerstörte Währung, katastrophales Gemeinwesen und den Startschuß zum nächsten Bürgerkrieg. Auf ein Neues!

Besser kann man es nicht ausdrücken.


Neu 2009-08-19:

[16:30] Das Ende der regulären Arbeit:

Spiegel: IG Metall prangert Missbrauch von Leiharbeit an
Süddeutsche: Das System powert die Leute systematisch aus

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt vollziehen sich dramatische Veränderungen: Laut Statistischem Bundesamt gibt es immer mehr befristete Arbeitsverträge sowie Teilzeit- und Leiharbeit. Der Anteil regulärer Stellen sinkt dagegen. Die IG Metall warnt vor Dumpinglöhnen.

Die haben alle keine Ahnung, was da noch kommen wird. Mit der Massenarbeitslosigkeit kommen die Ausbeuter und Blutsauger. Reguläre Arbeitsverhältnisse werden irgendwann die Minderheit sein.

Ich empfehle, Robert Kiyosakis Rich Dad, Poor Dad Bücher zu lesen. Darin argumentiert er schon seit Jahren, dass klasssiche Arbeitsverhältnisse drastisch im Schwinden sind. Als Wendepunkt sieht er übrigens den Fall der Berliner Mauer, was grosse Teile der Welt und deren Arbeitspotential öffnete.


Neu 2009-07-21:

[11:00] Für wen im Gesundheitssystem massiv Geld ausgegeben wird:

BernerZeitung: Das sind die teuersten Patienten

Welche Krankheiten und Menschen hinter den Zahlen stecken, zeigen Angaben der Helsana-Gruppe – mit 1,9 Millionen Versicherten die grösste Krankenkasse der Schweiz. Hier machen 5 Prozent der Kunden die Hälfte der Kosten aus. Die kostspieligen Versicherten sind einerseits Diabetiker, Bluter, HIV-Kranke, Drogensüchtige und Alkoholiker, also Chronischkranke und Menschen mit mehrfachen Problemen; sie kosten im Schnitt 30'000 bis 60'000 Franken pro Jahr.

Also Drogensüchtige (ist auch HIV) und Alkoholiker: dafür wird das Geld ausgegeben - für Süchte aus eigenem Antrieb. Wenn das wirklich grosse Sparen kommt, dann wird genau dort gespart werden müssen: weil es leicht zu argumentieren ist (Sucht) und weil dort die grossen Summen warten.

[14:30] Ein guter Anfang: Ärzte verweigerten jungem Trinker Transplantation


Neu 2009-07-16:

[5:00] Wie sich die "Transfer-Demokratie" selbst umbringt:

Welt: Der deutsche Sozialstaat gerät aus den Fugen

Kurzarbeit, Rentengarantie, Mindestlöhne – die Regierung baut die Sicherungssysteme immer weiter aus. In der aktuellen Wirtschaftskrise wirkt der Sozialstaat in der Tat stabilisierend, denn rund 40 Prozent der Bevölkerung sind Transferempfänger. Aber langfristig ist der Preis praktisch unbezahlbar.

In der aktuellen Wirtschaftskrise wirkt der Sozialstaat in der Tat stabilisierend. Rund 40 Prozent der Bevölkerung sind Transferempfänger. Sie spüren die Folgen der scharfen Rezession nicht, da ihre Einkommen nicht von Marktentwicklungen abhängen. Hinzu kommt, dass die große Koalition durch eine Änderung im Rentenrecht dafür gesorgt hat, dass die Altersbezüge in diesem Jahr so stark steigen wie seit zehn Jahren nicht. Da die Hartz-IV-Regelsätze an die Renten gekoppelt sind, bekommen auch die Empfänger des Arbeitslosengeldes II und Sozialhilfebezieher mitten in der Krise mehr Geld.

Das heisst, alle, die vom Staat leben, haben von der Krise noch nichts gespürt, da ihre Einkommen nicht gesunken oder ausgefallen sind. Im Gegenteil, diese wurden aus Wahlkampfgründen sogar noch angehoben. Die Privilegierung dieser Gruppen ist also weiter gestiegen.

Man kann erwarten, dass der Staat nach der Wahl wieder einen Teil einkassiert - aber nicht bei den Transferempfängern, sondern wie immer bei den Leistungsträgern. Denn sonst würden die Regierungsparteien die nächste Wahl sicher verlieren.

Ca. 50% leben vom Staat (nicht nur in Deutschland, wenn man Beamte, etc. mitrechnet). Diese 50% sind pures Stimmenkauf-Potential, denn es heisst, diese 50% als Wähler haben oder nicht haben. Daher wird der Staat bedenkenlos in die Hyperinflation gehen, um diese 50% weiter zu versorgen, auch wenn die übrige Wirtschaft in einer Depression ist. Dann kommt irgendwann eine Revolution - welches Regime danach kommt, kann heute niemand sagen. Aber die Transfer-Demokratie hat sich zerstört.

Die wirkliche Ursache für die heutige Transfer-Demokratie im Untergang ist das allgemeine, gleiche Wahlrecht, in dem die Stimme jedes Transferempfängers gleich viel zählt wie eine Stimme eines Steuerzahler. Das hat es daher in früheren Zeiten unter einem Goldstandard daher auch nicht gegeben.

[12:30] Kommt bald: Experten warnen vor Bankrott des Sozialstaats


Neu 2009-07-13:

[9:45] Leserzuschrift DE - Abgabenbelastung:

mein Arbeitgeber hat mir letzte Woche eine Sonderzahlung in Höhe von 2050 Euro spendiert. Davon bleiben mir nach Abzug aller Abgaben 830 Euro, oder ca. 40 Prozent (!) als Nettoertrag. 60 Prozent - davon allein 780 Euro Steuern - gehen an den Fiskus und die Sozialkassen. Sogar eine mir bekannte Rentnerin, die gerade ca. 40 Euro pro Monat zusätzlich von der Rentenerhöhung profitiert, meinte, dass diese Abgabenlast nicht mehr normal sei. Man fühlt sich bei dieser Abgabenlast tatsächlich als Leibeigener des Staates. Ich warte schon auf den Zeitpunkt, wo ich alles abgeben muss, ob nun direkt oder indirekt.

Das war noch gar nicht die Wahrheit, denn diese €2050 enthalten noch Arbeitgeber-Beiträge zur Sozialversicherung, die gar nicht aufscheinen, aber bezahlt werden müssen. Wo dieses Geld hingeht, sieht man in den nächsten Beiträgen.


Neu 2009-07-04:

[7:30] Die Jungen werden nicht ewig zahlen:

Presse: Verteilungskonflikt: "Wir brauchen Aufstand der Jungen"

Keine Pension, kein Job und keine Kinder. Droht ein Kampf der Generationen? „Die Verteilungskonflikte zwischen Alt und Jung werden zunehmen“, meint Experte Wolfgang Gründinger.

Wolfgang Gründinger: Wir sind ja eher eine pragmatische Generation. Glauben wir an keine staatliche Rente mehr, investieren wir eben in private Vorsorge. Ähnlich ist es am Arbeitsmarkt. Normale Beschäftigungsverhältnisse werden durch prekäre Jobs ersetzt. Was machen wir? Wir rebellieren nicht und fordern die Abschaffung der Altersprivilegien, sondern machen eben drei oder vier unbezahlte Praktika.

Ein besonderer Anlass genügt und sie werden nicht mehr in dieses System einzahlen. Denn sie glauben ja nicht mehr an die staatliche Rente, für die sie aber zahlen müssen. Eine hochexplosive Kombination.

Eine neue Generation: Ohne Job: Generation Krise


Neu 2009-06-30:

[18:00] Werden die Jungen die Staatsschulden von heute bezahlen?

Spiegel: Staatsverschuldung belastet vor allem Jüngere

Heute leben, morgen zahlen: Die heute gemachten Staatsschulden treffen laut einer Studie vor allem künftige Generationen. Verwerfungen innerhalb der verschiedenen Altersgruppen seien damit vorprogrammiert

Diese "Experten" sehen typischerweise natürlich keine andere Möglichkeit. Aber dem ist nicht so. Sobald die Legitimität des Staates weg ist, ist auch die Legitimität zum Steuern und Sozialabgaben eintreiben weg. Die Jungen werden das nicht bezahlen.

Inzwischen geht man nach der Null-Lohnsteuer für Niedrigverdiener sogar soweit, in bestimmten Fällen auch die Sozialabgaben zu erlassen. In Österreich zahlt etwa bei Pflegehilfen der Staat selbst über Zuschüsse diese Abgaben.

In der Realität zahlen nur "Besserverdiener" Steuern und Sozialabgaben auf "realisiertes Einkommen" und Konsum. Wer kein oder nur wenig Einkommen für den Konsum "realisieren" = herausnehmen und versteuern muss, steht besser da. Die Steuereinahmen brechen gerade massiv ein. Wenn diese Steuerzahler nicht mehr zahlen wollen, ist es ohnehin aus.

Passt dazu - Implizite Staatsschulden:

http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Partnerpublikationen/Berenberg/Strategie_2030_Staatsverschuldung.pdf

Aus einer heute veröffentlichten Studie des HWWI und der Berenberg-Bank auf Seite 35 ff.:

"Bei der Ermittlung der impliziten Staatsverschuldung wird errechnet, welcher Teil der Leistungsversprechen, die der Staat schon heute seinen Bürgern für die Zukunft gibt oder in der Vergangenheit bereits gegeben hat, nicht durch entsprechende künftige Einnahmen mit den heutigen Steuer- und Abgabensätzen gedeckt werden kann."

"Danach beträgt die implizite Verschuldung in Deutschland 253 % des BIP – zusammen mit der offiziellen Verschuldung ergibt sich ein Gesamtschuldenstand von deutlich über 300 %... In den USA erreicht die Gesamtverschuldung nach diesen Berechnungen sogar über 600 % des BIP, 567 % davon sind implizite Schulden..."

Sollen jetzt die Renten doch gekürzt werden? "Renten- und Pensionszahlungen würden also sinken. Ökonomisch betrachtet ist eine solche Leistungskürzung gleichzusetzen mit der nicht vollständigen Rückzahlung von Staatsanleihen. Ob man in diesem Zusammenhang von Enteignung sprechen kann, sei dahingestellt."

Sobald die Renten und andere Sozialleistungen massiv gekürzt werden müssen, dann ist genau die Legitimität zur Abgaben-Einhebung weg. Weil dann die Leute merken, dass sie umsonst zahlten oder zahlen werden. 300% vom BIP sind unzahlbar. Finito.


Neu 2009-06-28:

[8:30] Die trügerische Sicherheit der Sozialsysteme:

Welt: Krise verringert Kluft zwischen Armen und Reichen

Mit der weltweiten Wirtschaftskrise weitet sich der Abstand zwischen Arm und Reich. Glaubt man. Doch so einfach ist das nicht – in Wirklichkeit hat die Krise die Einkommensunterschiede kräftig verringert. Während die Reichen viel Geld verloren haben, profitieren die Transferempfänger.

Man hätte die Sozialtransfers mit den Steuereinnahmen zurückfahren müssen, das ist aber politisch inopportun. Also zahlt man auf Kredit weiter.

Mit dem Staatsbankrott wird sich das ändern - siehe Lettland.


Neu 2009-06-01:

[16:30] Wie krank sind die Gesundheitssysteme?

FAZ: Wie krank ist Deutschland?

Krankenkassen verspüren deutlich geringere Anreize, Patienten zum gesunden Leben zu animieren. Wisum-Berater Manuel Dolderer nennt das Beispiel der Bluthochdruckpatienten. Therapeutisch sinnvoll wäre es, sie zu Diäten, Sport und den Verzicht auf Zigaretten zu animieren. Doch für die Krankenkassen lohnt sich das nicht mehr.

Dem Patienten kann die ganze Malaise im Übrigen leider nicht egal sein. Menschen, die in ihrer Krankenakte - womöglich ohne ihr Wissen - zu Papier-Chronikern gemacht werden, müssen mit Schwierigkeiten rechnen, wenn sie zu privaten Krankenversicherungen wechseln wollen oder Lebensversicherungen abschließen.

So verrückt ist inzwischen das deutsche System.


Neu 2009-05-24:

[19:15] So sehen die Sozialsysteme im Staatsbankrott aus:

LAtimes: Governor plans to completely eliminate welfare for families

Gov. Arnold Schwarzenegger is proposing to completely eliminate the state’s welfare program for families, medical insurance for low-income children and Cal Grants cash assistance to college and university students.


Neu 2009-05-20:

[8:45] Medizin-Rationierung - davor haben die Eliten Angst:

Spiegel: Gesundheits-Rationierungsplan provoziert Proteststurm

Behandlungen nur für Schwerkranke garantiert - leichtere Fälle müssen warten, wenn kein Geld mehr da ist: Diese Rationierungsidee von Ärztepräsident Hoppe löst breite Kritik aus. Regierung, Gewerkschaften, Arbeitgeber, sogar Mitglieder des eigenen Berufsstands sind empört, die Krankenkassen sprechen von Geldgier.


Neu 2009-05-19:

[11:00] Das 100 Millionen Überversorgungs-Ding:

Welt: Lauterbach will staatliche Honorare für Kassenärzte

Lauterbach: Es gibt sehr viele Bereiche der Überversorgung. Die Zahl der Röntgenuntersuchungen ist doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt- Das gilt auch für Herzkatheteruntersuchungen. Derzeit wird gerade eine Überversorgung mit der Protonenbestrahlungstherapie aufgebaut – am Ende wird es in Deutschland mehr Anlagen geben als im restlichen Europa zusammen. Jede dieser Anlage kostet mehr als 100 Millionen Euro. Es gibt eine Überversorgung mit Labormedizin. Und viele der jährlich 550 Millionen Arztbesuche sind überflüssig.

Welcher "Chefarzt von eigenem Weltrang" möchte nicht so eine Maschine um 100 Millionen haben? Diesen Wettlauf um Apparate-Prestige auf Staatskosten gibt es nicht nur in Deutschland, aber dort ist er extrem. Die Depression wird das Sparen lehren.


Neu 2009-05-08:

[17:30] Holländischer Pensionsfonds-Horror:

Handelsblatt: Die Rente ist unsicher

Die Niederlande waren Europas Mustersozialstaat. Nun sind Aktien der Rentenfonds kaum etwas wert, dem System droht der Kollaps. Die Menschen fühlen sich betrogen

Die Rentner sollten sich an den Managern der Fonds schadlos halten, denn diese haben ihre Renten verzockt. Die nächsten Verlusten kommen mit den Staatsanleihen in diesen Fonds.

Hier sieht man sehr schön, warum das System unbedingt eine Reflation der Papierwerte braucht - diese wird es aber real nicht mehr bekommen.


Neu 2009-05-02:

[10:00] Die "Rentenkatastrophe" der EU:

MMNews: EU warnt vor Renten-Katastrophe

Finanzkrise verschärft EU-Probleme als Folge der Überalterung. EU-Papier warnt vor den Folgen der Überalterung: „Das bedeutet, dass in der EU auf jeden Menschen über 65 Jahren nicht mehr vier Menschen im Arbeitsalter (15 bis 64 Jahren) kommen, sondern nur noch zwei“.

Was die EU hier sieht, ist eine langfristige demografische Verschiebung. Von der realen, kurzfristigen Katastrophe hat sie aber keine Ahnung:
Durch die Depression brechen die Beiträge ein, eine Aufschuldung des Staates zum Ausgleich wird nicht mehr möglich sein, wenn die Staatsanleihen massenhaft auf den Markt fliegen. Das gibt massive Rentenkürzungen. Derzeit zu sehen in Lettland.


Neu 2009-04-28:

[13:30] Verschwendung im Krankenhaus:

Welt: Alte blockieren Betten auf Intensivstationen

Viele Krankenhäuser halten die Zahl der Intensivbetten von vornherein niedrig oder melden den Rettungsdiensten „belegt", um sich schwierige und damit kostspielige Patienten zu ersparen. Eine Umfrage unter deutschen Kliniken hat ergeben, dass fast jede dritte gelegentlich Notfälle ablehnt.

Boldt spricht in diesem Zusammenhang vom „deutschen Machbarkeitswahn“. Eine Untersuchung der Universität Basel zeigte im vorigen Sommer, dass 76 Prozent der Ärzte und 86 Prozent der Pflegekräfte auf Geriatrie- und Intensivstationen miterleben, dass eigentlich sinnlose medizinische Maßnahmen getroffen werden. Schuld sind oft Meinungsverschiedenheiten zwischen Chirurg und Intensivmediziner: Der Chirurg empfiehlt bei der Übergabe Maximaltherapie, obwohl der Intensivmediziner sieht, dass die Situation hoffnungslos ist.

Wir sitzen in der Fortschrittsfalle“, sagt Boldt. Mehr Geld verlangt der Mediziner nicht für seine Disziplin, das „wäre sowieso nie genug“, aber endlich eine offene Auseinandersetzung mit dem Thema Rationierung. „Das ist hierzulande immer noch tabu, anders als in England und den USA. Dabei ist Rationierung unausweichlich, sie findet ja längst statt – nicht nur in der Transplantations-, auch in der Intensivmedizin.“

Diesen Artikel muss man sich aufheben, um zu sehen, wie "vor der Depression" die Resourcen verschwendet wurden.

Die Rationierung wird kommen: aber gegen die, die nicht selbst zahlen können - in Gold.


Neu 2009-04-26:

[21:30] Rentenkürzung - die Urangst aller Sozialpolitiker und Staatsabhängigen:

Handelsblatt: Erste Rentenkürzung seit 1957 droht

Den 20 Millionen Rentnern droht als Folge der Wirtschaftskrise im nächsten Jahr eine Kürzung ihrer gesetzlichen Altersbezüge um über zwei Prozent. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der Sozialversicherung. Begründet wurde die Einschätzung mit den negativen Erwartungen der Wirtschaftsinstitute zur Lohnentwicklung.

Zuerst einmal in Pleiteländern wie Lettland, jetzt auch in Deutschland und dann überall.

Ab jetzt werden alle erkennen, dass die staatliche Rente blos ein Versprechen ist, das real von der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft abhängt. Aber die Beitragszahlungen brechen mit der Realwirtschaft zusammen ein. Die Volkswut wird massiv steigen - und die Legitimität des Staates zur Steuer- und Beitragseinhebung sinken.


Neu 2009-04-23:

[12:45] Übersicht über das deutsche Rentensystem:

BESEMA: Dauerkrise unserer Sozialsysteme

Der Sozialstaat - nicht nur in Deutschland - hat sich verausgabt. Die Folgen: Bei den meisten Arbeitnehmern reichen die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung künftig nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern. Die Versorgungslücke wird sich noch vergrößern.

Die staatliche Rente (und alle ähnlichen Konstrukte in anderen Ländern) hängt von diesen Faktoren ab:
1. Die Zahlungsfähigkeit und - Willigkeit der Beitragszahler - schwindet derzeit
2. Der Möglichkeit, unbegrenzt Staatsanleihen ausgzugeben - ist gerade an der Kippe.

Real sind diese "Ansprüche" nur Politikerversprechen, sonst nichts.


Neu 2009-04-15:

[15:45] Wenn die Sozialsysteme reissen:

Süddeutsche: Die dritte Phase der Krise

Mit der Ruhe wird es bald vorbei sein. Denn die Krise erreicht in den kommenden Monaten ihre dritte Phase: Die sozialen Sicherungssysteme geraten ins Wanken. Das wird die Menschen stärker erschüttern als zuvor die Finanz- und die Wirtschaftskrise.

Die Sozialbeiträge brechen überall bereits massiv ein. Damit bleiben der Politik nur mehr zwei Auswege:
a) die Ausgaben drastisch kürzen - führt zum Massenaufstand
b) das Geld dafür drucken - führt zur Hyperinflation

Die realen Sozialleistungen werden trotzdem drastisch gekürzt werden - vermutlich durch Geldentwertung.


Neu 2009-01-06:

[13:30] Das Ende der heutigen Altersversorgung:

Zeitenwende: Die Finanzkrise war nur der Anfang

Die Welt ist in einer Krise, schreibt die Washington Post. Doch das eigentliche Problem sei nicht der Finanzcrash, die Rezession oder Massenvernichtungswaffen, sondern die Demographie. Wenn die Baby Boomers in Pension gehen, dann drohe das Renten- und Gesundheitssystem zu kollabieren. Ist das wirklich so?

Die staatlichen wie die privaten Systeme werden kollabieren. Einerseits wegen der Depression und Vernichtung von Papiervermögen, andererseits wegen der ungünstigen Demographie.

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