Kredite/Verschuldung - 2009

Enthält Informationen über Kredite & Verschuldung - Allgemein.

Neu 2009-11-17:

[13:00] Etwas für alle Schuldsklaven: Französisches Hotel bietet Nacht im Hamsterkäfig an


Neu 2009-11-04:

[20:00] Leserzuschrift-DE - 0% Finanzierungen:

Bei „normalen“ Konsumkrediten stark steigende Zinsen erwarten zu können ist ja verständlich, besonders aus Sicht der Bank.

Was machen die denn mit den ganzen 0% Finanzierungen, die von den Möbel- und Autohäusern gern beworben werden. Kein Zins, keine Zinserhöhung. Das bedeutet doch, da ist die Bank dann in den Arsch gekniffen in Falle der Hyperinflation, oder? Also dann, alle los und 0% Finanzierungen abschliessen! Holt mich hier raus, ich bin ein Schaf!

Irgendwo sind die Zinsen schon versteckt, denn der Kreditgeber muss selbst Zinsen bezahlen. Entweder sind die Zinsen in Gebühren versteckt oder in Rabatten - wie meist bei Auslaufmodellen angewendet.
 

[16:30] Diener eines Fremden: Die Dispo-Falle der Banken

Schulden machen einen Mann zum Diener eines Fremden, so ein Sprichwort. Da ist was Wahres dran, denn die Banken lassen sich den so genannten Dispo- oder Kontokorrent-Kredit fürstlich bezahlen. Trotz Niedrigzinsphase rufen Banken und Sparkassen größtenteils enorme Zinssätze auf. Wer sein Konto beispielsweise um 2000 Euro ins Minus bringt, zahlt bei der Santander Consumer Bank fast 17 Prozent Zinsen auf 1000 Euro – für die ersten 1000 Euro greift hier eine Stufenverzinsung.

Schuldsklaven: GET RID OF DEBT - weg mit den Schulden. Warum seid ihr wohl Sklaven? sogar der Mainstream erklärt es schon


Neu 2009-10-29:

[20:00] Subprime - eine deutsche Schuldnerkarriere:

Süddeutsche: Haus geträumt

Ein junges Paar mit Kinderwunsch nimmt einen Kredit auf und baut. Acht Jahre später ist die Familie ruiniert, das Haus versteigert, die Zukunft ungewiss. Die Geschichte einer ganz gewöhnlichen Pleite.

Was die gemacht haben - immer neue Kredite aufzunehmen, um Löcher zu stopfen, machen viele: Staat, Firmen, Private.

Der Anfang des Übels war eine Subprime-Hypothek ohne Eigenkapital.


Neu 2009-10-07:

[11:15] Futter für alle Immobilien/Schulden-Gläubigen:

Ziemanns Goldnews: Bericht für den 5. Oktober 2009

Phase 1: Haus nur gegen Geld
A. Eigenkapital 100 Prozent
B. Mietbelastung: wesentlich höher als was das Geld angelegt auf der Bank bringen würde
C. Vergabe-Kriterien: keine
D. Preisentwicklung: egal
E. Strategie im Alter: das Haus wird nicht als Vermögens-Bestandteil gesehen
F. Kaufpreis: $50.000

Phase 5: Haus auf Kredit --- Spekulation auf steigende Preise & Einkommen
A. Eigenkapital: nicht vorhanden; Vorfinanzierung der übrigen Kosten bis 120 Prozent des Kaufpreises
B. Mietbelastung: was ist denn das ?
C. Vergabe-Kriterien: niedrige Anfangszinsen kann man geradeso mit den unzähligen Nebenjobs bezahlen
D. Preisentwicklung: Stark steigend: Ein Großteil der Kredite geht in die Brüche, da darf die Bank doch schließlich nichts verlieren
E. Strategie im Alter: Gott sorgt schon für mich
F. Kaufpreis: $300.000

Man soll diese beiden Phasen den Immokredit-Aufbaus ansehen. Die Phase 5 ist kurz vor dem Zusammenbruch (dieser ist jetzt).

Danach geht es irgendwann wieder mit Phase 1 weiter. Eine Phase 5 mit heutigen Preisen kommt vielleicht auch wieder - in 50 Jahren im nächsten Kondratieff-Herbst.


Neu 2009-09-27:

[16:00] Leserzuschrift-DE zum DispoKredit:

Grundsätzlich kann ich Jedem empfehlen:
KEINEN KREDIT - vor allem nicht für Konsum! ...aber oft läßt sich ein Kredit nicht vermeiden (nicht jeder hat ein hohes Einkommen) - aber wenn Kredit, dann für Wohnung/Haus oder DRINGENDE Konsumgüter (kaputte Waschmaschine oder benötigtes Auto).

Hier einige Aussagen zu Krediten und Dispo:

1. Es kommt stets auf das Vehältnis "Einkommen:Verschuldung" an. Habe ich ein Einkommen von 20.000 Euro pro Monat, stört ein Dispo von z.B. 8.000 Euro nicht wirklich! Habe ich aber ein Einkommen von ca. 1.500 Euro, bringen mich die 8.000 Euro Minus in echte Schwierigkeiten...

2. Dispo wirklich nur zur Liquiditätsüberbrückung nutzen! Wenn man Konsumgüter finanzieren möchte, lohnt sich eher ein Ratenkredit (viel günstiger!).

3. Tipp: Man sollte sich niemals tiefer im Dispo verschulden, als über 1-jährliches, freies Einkommen getilgt werden kann. (Betonung auf FREIEM Einkommen).

4. In den 80ern (da war ich ein kleiner Knirps) war es selbstveständlich für Konsumgüter (Waschmaschine, Auto, neues Sofa) zu sparen! Und dann bar zu bezahlen. Warum muss man heute immer auf die Kreditlockangebote eingehen? Konsumverzicht schafft finanzielle Freiheit! ...und man ist kein schlechter Mensch, wenn man ein 10 Jahre altes Auto fährt!

5. Zur Ehrenrettung von Banken: Dispos sind zwar teuer - aber es fallen auch viele Kunden aus, so dass Abschreibungen auf den Dispo (je nach Bank) von 4 bis 12% fällig sind. Und diese Abschreibungen müssen ja erst verdient werden... Außerdem: Welcher gesunde Kaufmann langt nicht auch ordentlich zu, wenn Kunden ihm bei einem bestimmten Produkt die Hütte einrennen...?!

6. Sie sind schon tief im Dispo? Dann machen Sie das hier: In Ratenkredit umschulden (über Laufzeit eine leistbare Rate wählen - aber möglichst schnell tilgen!). Festzinskredit wählen! Dispo reduzieren/abschaffen! Möglichst auf NULL oder max. kleiner Liquiditätspuffer von z.B. 500 Euro!

Wenn der Ratenkredit erledigt ist, einfach mit gleicher Rate auf einem Konto (Sparbuch, Geldmarktkonto) ansparen - und flux ergibt sich ein kleines Vermögen, wo vorher ein "Loch" war! ...wenn genug auf dem Konto ist, kann man das Geld in harte Münzen umtauschen oder sich größere Konsumwünsche (ohne Kredit!) erfüllen. Ein gutes Gefühl - glauben Sie mir!

Wichtig: Sparraten am Anfang des Monats (direkt nach Gehaltseingang) wegsparen, ansonsten bleibt nie etwas am Monatsende zum Sparen übrig...

7. Die Finanzielle Evolutions-Leiter sieht so aus:
- Schulden loswerden
- Geld ansparen (auf Konten)
- Geld anlegen (z.B. in EM)
- Geld wird langsam zu Vermögen (ein Prozess, der viiiele Jahre dauern kann und Ausdauer und Disziplin erfordert!)
- Vermögen gezielt sichern! (vor Inflation, Wertschwankungen, Peer & Co., Dieben)
- Vermögen geschickt produktiv vermehren lassen. Auf dieser Stufe kann man sich dann "sophisticated Investor" nennen.

Letztlich kommt es darauf an, die Lebensarbeitsleistung nicht durch Inflation oder Währungsreformen zu verlieren! Das letzte Hemd hat zwar keine Taschen, aber die Nachfahren können es ja besser haben, als man selbst! ...man muss den lieben Nachkkommen aber auch rechtzeitig erklären, warum da soviel edles Blech im Schließfach liegt, denn ansonsten war die liebe Müh für die Katz (oder die Chinesen...).


Neu 2009-09-17:

[15:00] Gruss vom Lone Star: Und plötzlich ist das Haus weg

Ein MUST SEE für alle Schuldsklaven, noch Lust auf eine Hypothek?


Neu 2009-09-16:

[12:30] Leserzuschrift an alle Schuldsklaven:

wir würden freuen, wenn Sie nachfolgenden Aufruf auf Ihrer Hartgeld-Seite veröffentlichen könnten. Unsere Zeilen könnten manchen Immobilien-Galeeren-Sklaven ermutigen, sich von seinen Kreditketten zu lösen. Vielen Dank und weiterhin alles Gute für Ihre Arbeit!

AUFRUF

An alle Hypotheken-Sklaven und künftigen "Galeerensklaven" für den Schuldendienst! Seien Sie mutig! Befreien Sie sich von in der Großen Depression existenzbedrohenden Hypothekarkrediten und teuren Immobilien!
Versuchen Sie, Ihre Immobilie über einen erfahrenen Makler schnell vor dem Crash noch zu einem akzeptablen Preis zu veräußeren! Lösen Sie sich vom Image und vom Prestige "ein Hausherr zu sein"! Akzeptieren Sie auch einen Verlust beim Verkauf. In der Großen Krise können Sie für einen Bruchteil des heutigen Preises - bezahlt in den uns allen bekannten "Rettungsbooten" - aus einer Masse an überzähligen Objekten am Markt Ihr persönliches Traumhaus auswählen! Haben Sie noch ein wenig Geduld! Bald kommt der Super Crash!

Meine Familie hat sich kürzlich von einem Immobilien-Mühlstein befreit und ist froh, ohne diese Last in die kommende schwere Zeit gehen zu können!
Denken Sie immer daran, Ihre monatliche Hypothekarskreditrate darf nicht Ihr wirtschaftliches Überleben in Frage stellen, vor allem, wenn wirtschaftskrisenbedingt Ihre Einnahmen wegbrechen und gleichzeitig die Lebenshaltungskosten massiv steigen! Machen Sie sich frei von Ihrem Platz in der Schuldengaleere. Das wünschen wir Ihnen aus ganzem Herzen.

Dem Aufruf kommen wir gerne nach. Sprengt die Schuldketten!


Neu 2009-09-08:

[9:30] Leserzuschrift-DE - was passiert mit den Schuldsklaven beim grossen Knall?

was ist eigentlich mit Hausschulden/Hypotheken, die noch offen sind wenn der GROSSE KNALL uns alle erreicht hat ?

Guthaben sind weg oder wertlos, aber Schulden...

Niemand hat bis jetzt eine Erklärung dazu abgegeben oder habe ich etwas überlesen?

Auf jeden Fall steigen einmal die Zinsen gewaltig an: 25%++, selbst bei Festzins-Krediten (die Obrigkeitsklauseln werden aktiviert).

Kredite sind "Assets" einer Bank, wenn diese untergeht, werden diese Assets zusammen mit der Pleitebank verkauft. Man kommt nicht aus den Schulden raus. Ab auf die Schuld-Galeere.


Neu 2009-08-08:

[7:00] Selbstsprengung eines Hypothekensklaven:

SZON: Eine Verzweiflungstat schürt Emotionen

540 000 Euro war das luxuriöse Anwesen in schönster Lage laut Expertisen wert. Mit einem Mindestgebot von 270 000 Euro hätte sich die Gläubigerbank auf dem Zwangsversteigerungtermin am vergangenen Dienstag zufrieden gegeben. Aber auch für diesen Spottpreis fand sich kein Bieter. Stunden später sprengten sich der 75jährige Rentner Hannes M. und seine 67jährige Frau Christa mit ihrem Traumhaus in die Luft.

Das Haus in Inzell war ein Schmuckstück: 180 Quadratmeter Wohnfläche, 11000 Quadratmeter Grundstück in Traumlage mit unverbaubarem Blick auf die Chiemgauer Berge. Und die neuen Besitzer beeindruckten das Dorf: Immer gekleidet wie aus dem Ei gepellt, teurer Schmuck, ein Porsche-Sportwagen, später ein BMW-Cabrio.Hannes M. hatte es zu Wohlstand gebracht als selbständiger Ingenieur in München.


Neu 2009-07-02:

[7:15] Gestatten, Kredithai:

Welt: So läuft die Abzocke beim schufa-freien Kredit

Es ist eine einzige große Abzocke – und jedes Jahr fallen Tausende darauf herein: Immer häufiger bieten Kreditvermittler "schufa-freie" Darlehen an und locken Verbraucher, sich "völlig unkompliziert" mit frischem Geld zu versorgen. Verschwiegen wird der Preis, den Kunden für diese Kredite bezahlen.

Dorthin gehen diejenigen, die wegen negativer Eintragungen von Banken keinen Kredit mehr bekommen - um auf Kredit weiter zu konsumieren.


Neu 2009-06-25:

[14:30] Wofür die Leute Kredite brauchen: Kreditprojekte


Neu 2009-06-18:

[14:45] Einer, der die Schuldketten sprengt:

seit ich letztes Jahr auf Ihre Seiten gestossen bin und jeden Tag mich über Ihre Seiten informiere, gehöre ich jetzt nicht mehr zu den Schafen. Ich habe meine Wohnung verkauft (mit etwas Verlust, ist es mir aber Wert, nicht als Sklave in die Zukunft zu gehen). Ich war auch schon beim Notar, der Kaufvertrag ist unteschrieben.

Ich bitte Sie, meinen Hilferuf auf Ihren Seiten einzustellen: Wie verhandle ich mit den richtigen Worten mit meiner Bank, um evtl. keine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen. Es gibt sicherlich "Gleichgesinnte" die das Dilemma bereits hinter sich haben und leisten hier gerne kostenlose Schützenhilfe. Vielen Dank.

Ich kann nur sagen, machen Sie immer weiter so! Ach, was war ich für ein Schaf.

Ob beim Verkauf der Immobilie überhaupt eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt weiss ich nicht, aber vielleicht wissen das einige Leser.

Gratulation zur Flucht von der Schuldgaleere!

[16:30] Leserkommentar-DE dazu:

hier drei Hinweise auf wichtige BGH-Urteile in Sachen Vorfälligkeitsentschädigung (Ob und wie hoch):

http://www.morgenpost.de/ratgeber/haus-und-wohnung/article1084858/Zu_hohe_Gebuehren_fuer_Kreditrueckzahlung.html

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/bauen/vorfaelligkeitsentschaedigung/bgh-gegen-pex.html

http://www.welt.de/print-welt/article694575/Vorzeitige_Kreditrueckzahlung_wird_billiger.html

Kommentar-DE Vorfälligkeitsentschädigung:

Es gibt kein Recht, keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen!

Das ist reine Verhandlungssache und bedingt durch Statuten der jeweiligen Bank und der Sympathie mit dem Bankberater (vor allem von Seiten des Beraters). Weitere (versprochene) Geschäfte mit der Bank könnten ein Anreiz sein, dass keine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt wird.

Einfach anfragen, was die Bank verlangt - denn ohne Immobilie keine Grundschuld! Also keine Sicherheit! ...den Kredit wollen die dann nicht wirklich weiterlaufen lassen...

Berechnung der Vorfälligkeit (ganz grobe Faustformel):
Stand des Kredites in Euro x Laufzeit in Jahren x Unterschied des Kreditzinses zum laufzeitgleichen Marktzins

Bsp.:

100.000 x 5 Jahre x 1,3% (1,3% ist der Unterschied von meinem Kreditzins und dem jetzigen Marktzins für 5 Jahre) = 6.500 Euro

Wichtig: 6.500 Euro ist eher als Maximum zu sehen, weil die Faustformel sehr stark vereinfacht! Und: Der jetzige Marktzins muss unter dem Kreditzins liegen, ansonsten fällt keine Vorfälligkeit an!!!

Kommentar-CH dazu:

Wenn der Käufer der Liegenschaft die bestehende Festhypothek vom Verkäufer zu den gleichen Konditionen/Laufzeit/Zinssatz beim gleichen Finanzinstitut übernimmt entfällt die Vorfälligkeitsentschädigung, da sich das Finanzinstitut nicht neu refinanzieren muss. Aufgrund der derzeitig tiefen Zinssätze nehme ich mal an, die Hypothek wurde aber zu höheren Zinssätzen in der Vergangenheit fest abgeschlossen, was für den Käufer kein lukratives Geschäft bedeutet würde.
Eine weitere Möglichkeit ist der Bank anzudrohen, bestehende Geschäfte abzuziehen, z.B. ein großes Wertschriftendepot mit entsprechend lukrativen Transaktionen. Das Finanzinstitut wird die Rechnung machen müssen und so evtl. quersubventionieren. Das Sie hartgeld.com Leser sind, nehme ich mal an, das Sie Ihre Papierwerte schon in EM getauscht haben, daher entfällt auch dieser Verhandlungspunkt.


Neu 2009-06-14:

[18:00] Selbstmord mit variablen Hypothothekenzinsen:

Handelsblatt: Variable Darlehen: Verlockende Versuchung

Billiger geht's kaum. Mit Baugeld ab zwei Prozent werben derzeit viele Kreditinstitute und -vermittler. Und der Kunde reibt sich verwundert die Augen. Zwar sind Hypothekenkredite hierzulande so günstig wie kaum zuvor – aber zwei Prozent? Für die klassische Variante mit zehnjähriger Zinsbindung sind momentan im Schnitt rund 4,5 Prozent Zinsen fällig, also mehr als das Doppelte. Wie geht das?

Derzeit haben wir ein absolutes Zinstief. Wer jetzt einen Kredit mit variabler Verzinsung nimmt, begeht finanziellen Selbstmord. Denn die Zinsen werden drastisch steigen: 20% Zinsen sind das Minimum, wenn es richtig kracht.

Banken, die soetwas machen sich genauso verrückt. Da sind in der Zinsspanne ja nicht einmal die eigenen Spesen drinnen.


Neu 2009-06-12:

[10:45] Verschuldung und Arbeitslosigkeit:

Spiegel: Millionen Deutsche kämpfen gegen Überschuldung

Job weg, Geld weg - und die Kreditfalle schnappt zu: Einer neuen Studie zufolge können schon jetzt drei bis vier Millionen Haushalte in Deutschland ihre Finanz-Verpflichtungen nicht mehr erfüllen. Experten warnen: Die Krise treibt noch viel mehr Menschen in die Überschuldung.

Die Schuldenfalle schnappt jetzt zu. Bisher war es so, dass Selbständige Mühe hatten, Privatkredite zu gekommen, an Angestellte hat man diese noch gerne vergeben. Das wird sich jetzt aber ändern.


Neu 2009-05-24:

[18:30] Das wäre fast vergessen worden - Restschulden sind zu begleichen:

Handelsblatt: Ein Notverkauf garantiert noch keine Schuldenfreiheit

Ein Notverkauf galt in den USA bis vor kurzem als ein realtiv sicherer Weg für finanzschwache Hausbesitzer ihre Schulden loszuwerden. Doch weil die Immobilienpreise in den USA so stark abgestürzt sind, reicht der Verkaufserlös häufig nicht mehr aus, um das Darlehen abzulösen. Mittlerweile schulden rund 20 Prozent der Hausbesitzer in den USA der Bank mehr Geld als ihr Haus wert ist.

In manchen US-Staaten haftet für die Hypothek nur das Haus, nicht der Besitzer. Bei uns ist es immer anders: der Besitzer = Darlehensnehmer haftet persönlich und unbegrenzt für den Kredit. Wenn das Haus etwa zwangsversteigert wird und es bleibt eine Restschuld übrig, dann haftet man für diese.

Daher weg mit allen Krediten und Kredithaftungen.


Neu 2009-05-04:

[18:30] Warnung vor Millionärs-Luxus auf Kredit für Kleinverdiener:

BernerZeitung: Millionenvilla für 1000 Franken im Monat

Ein hübsches Haus für eine Million Franken besitzen und doch nur Zinsen von weniger als 1000 Franken im Monat zahlen? Was wie ein Märchen klingt, ist dank rekordtiefer Zinsen derzeit möglich, theoretisch zumindest. So sieht die Rechnung aus: Bei 200'000 Franken Eigenkapitaleinsatz muss der Käufer eine Hypothek über 800'000 Franken aufnehmen. Der Geldmarktzins Libor lag Ende letzter Woche bei 0,4 Prozent; zuzüglich einer Kundenmarge von 0,7 Prozent kostet eine Libor-Hypothek also nur 1,1 Prozent. Bei einer Hypothek über 800'000 Franken entspricht dies jährlichen Zinsen von 8800 Franken oder nur 733 Franken pro Monat.

Wer auf soetwas einsteigt, ist nicht ganz bei Sinnen. Die Zinsen werden nicht bei 1.1% bleiben. Denn sobald der Goldpreis richtig abhebt (die Konkurrenz zum Niedrigzins), dann werden auch in der Schweiz die Zinsen auf weit über 10% explodieren. Good Luck.

WARNUNG: IN DIESER ZEIT SOLLTE MAN GAR KEINEN KREDIT LAUFEN HABEN.
 

[5:30] Knebelverträge beim Autoleasing:

BernerZeitung: Beim Leasing fährt der Kunde nicht in der Königsklasse

Der TA hat das Kleingedruckte von 14 Auto-Leasingfirmen unter die Lupe genommen. Resultat: Alle benachteiligen ihre Kunden mit einseitigen und teilweise ungültigen Vertragsklauseln.

Der Artikel beschreibt die Schweizer Verhältnisse, aber anderswo dürfte es nicht besser sein.

Es fehlt nur noch diese Vertragsklausel - vorne am Vertrag ganz gross drauf: Ihre Unterschrift macht Sie zum Schuldsklaven, wir können während der Vertragsdauer mit Ihnen tun, was wir wollen. Sie auch auf eine Galeere zum Rudern schicken.


Neu 2009-04-02:

[13:00] Leserzuschrift-DE - Forward-Bauspardarlehen:

Sie sollten auf Ihren Seiten nochmals darauf hinweisen, dass Forward-Bauspardarlehen in der Krise eine denkbar schlechte Finanzierungsform sind, da hier ein Darlehen gewährt wird, das zwar jederzeit rückzahlbar ist, jedoch gleichzeitig ein fixer Betrag angespart werden muss.

Die Bausparkassen sind zwar Mitglied in den Einlagensicherungsfonds, doch was, wenn dieser die Garantien nicht mehr sicherstellen kann und kollabiert?

Dann sind die Einlagen weg, während die Verbindlichkeiten im Grundbuch bestehen bleiben.

Eine bestehende Finanzierung über ein Forward-Bauspardarlehen sollte man auf jeden Fall umstellen, falls man sich der Schulden nicht sofort entledigen kann - was natürlich der bessere Weg wäre. Ist jedoch nicht für jeden möglich.

Das hat vier Vorteile:
Erstens ist das Guthaben im Bausparvertrag "sicher" verwendet worden.
Zweitens kann das Darlehen jederzeit zurückgezahlt werden, sprich es fallen keine Vorfälligkeitsentschädigungen an, wenn man kündigt und refinanzieren muss.
Drittens: Zweitens kann man das nur niedrig verzinste Guthaben im Bausparvertrag zur sofortigen (Teil)tilgung verwenden und sich gleichzeitig im Grundbuch die Grundschuld reduzieren lassen.
Viertens: Wer noch kreditwürdig ist kann sich lange Laufzeiten garantieren lassen verbunden mit hohen Sondertilgungsrechten, sodaß er genauso flexibel bleiben kann wie mit dem jederzeit rückzahlbaren Forward-Bauspardarlehen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Schuldner ihre Immobilie leider über diese Forward-Bauspardarlehen finanzieren.

Was sich die FIRE-Ökonomie alles einfallen lässt: Forward-Bauspardarlehen.


Neu 2009-03-17:

[9:30] Leserzuschrift-DE zum gestrigen Grundschuld-Hinweis:

Sagen Sie dem Schreiber dieses Textes doch bitte herzlichen Dank! Er hat mir den ruhigen Schlaf zurückgegeben.

Ich bin einer der Schuldner, die das Problem haben, daß sie ihr Darlehen zurückzahlen könnten, aber nicht dürfen. Da die Bank durch meine Anfrage inzwischen weiß, daß ich über genügend liquide Mittel verfüge, wäre sie ja blöd, auf meinen Wunsch einzugehen und tut das deshalb auch nicht. Dadurch würde sie ja ein sehr risikoarmes Einkommen verschenken.

So lese ich also wieder und wieder auf Ihrer Seite, wie riskant es ist, Immobiliendarlehen laufen zu haben, aber ich kann leider nix daran ändern. (Außer natürlich, daß ich mich mit EMs eindecke und hoffe, daß mir die Bank zum Höchststand von Gold mein Darlehen kündigt.)

Die Bank wird wie in UK oder USA kommen und einmal einen Rabatt für die vorzeitige Rückzahlung geben, nicht einen Aufschlag wie jetzt verlangen.

PS: Bei den Depressions-Seminaren am Wochenende war der Kreditteil einer der "populärsten" Teile. Die Immobilienverschuldung zieht sich wirklich wie eine Seuche durch die ganze Gesellschaft.


Neu 2009-03-16:

[17:00] Leserzuschrift-DE(Jurist) - KLEINER HINWEIS ZUR ÄNDERUNG DES DEUTSCHEN GRUNDSCHULDRECHTS:

nachdem letztes Jahr die Problematik des Aufkaufs von Grundschulden durch Dritte ein heisses Thema war, anbei folgender Hinweis:

Am 10.08.2008 wurde das deutsche Grundschuldrecht dahingehend abgeändert (Siehe unten Absatz 1a), dass einem evtl. Aufkäufer der Grundschuld die Einreden aus dem Sicherungsvertrag entgegengehalten werden können ( Fälligkeit etc.) . Damit ist die Grundschuld akzessorisch zur Hauptforderung geworden und faktisch nur mehr Hypothek. Man ist sicherer vor Lone Star und Consorten, aber aus gesamtwirtschaftlichen Überlegungen ist es natürlich nach wie vor besser keine Schulden zu haben.

§ 1192 BGB Anwendbare Vorschriften

(1) Auf die Grundschuld finden die Vorschriften über die Hypothek entsprechende Anwendung, soweit sich nicht daraus ein anderes ergibt, dass die Grundschuld nicht eine Forderung voraussetzt.

(1a) Ist die Grundschuld zur Sicherung eines Anspruchs verschafft worden (Sicherungsgrundschuld), können Einreden, die dem Eigentümer auf Grund des Sicherungsvertrags mit dem bisherigen Gläubiger gegen die Grundschuld zustehen oder sich aus dem Sicherungsvertrag ergeben, auch jedem Erwerber der Grundschuld entgegengesetzt werden; § 1157 Satz 2 findet insoweit keine Anwendung. Im Übrigen bleibt § 1157 unberührt.

(2) Für Zinsen der Grundschuld gelten die Vorschriften über die Zinsen einer Hypothekenforderung.


Neu 2009-03-07:

[17:45] Weg mit den Schulden:

FAZ: Die Tilgung von Schulden kann die beste Anlage sein

Da die Schuldzinsen abzugsfähige Werbungskosten sind, kostet der Kredit ebenfalls um die 2 Prozent, so dass es nichts bringt, diese Darlehen zu verlängern. Im Gegenteil: Dem Anleger winken nur Vorteile, wenn er die Schulden tilgt. Erstens fallen die Kreditraten von 60.000 Euro jährlich weg, so dass wieder Erträge da sind, die „verlebt“ werden dürfen; zweitens muss sich der Investor keine Sorgen machen, wie er die 750.000 Euro anlegen soll. Die Rückzahlung ist in der Theorie einfach und logisch. Trotzdem haben viele Anleger mit diesem Ratschlag in der Praxis große Probleme: Sie haben das Empfinden, dafür Geld opfern zu müssen, sie haben das Gefühl, dass Immobilien und Kredite zusammengehören, und sie gehen davon aus, dass sie Werbungskosten benötigen, um die Steuern zu senken. Das ist aber Unfug: Wer seine Schulden tilgt, opfert kein Geld; Immobilien bleiben trotz Barzahlung weiterhin Immobilien; und wer kaum Steuern zahlt, braucht keine Werbungskosten.

Schulden sind in Zeiten wie diesen immer ein Risiko, daher lieber weg mit ihnen.

Leserkommentar-DE: HABE ICH GEPREDIGT BIS ZUM UMFALLEN, DIE MEISTEN FREUEN SICH ÜBER DIE NIEDRIGEN ZINSEN UND MACHEN JETZT SCHULDEN !!!!!!


Neu 2009-02-23:

[7:30] Leserzuschrift-AT - Verschuldung der Landwirtschaft:

Wenig wurde über die Versorgung mit Lebensmitteln in der Wirtschaftskrise gesprochen. Nun dazu hätte ich einige Fragen und Informationen.

In Österreich und Deutschland arbeiten nur mehr ca. 3% der Menschen in der Landwirtschaft. Diese wurde in den letzten 30 Jahren hoch-modernisiert und die Betriebe haben sich enorm vergrößert in Bezug auf Erzeugung von Grundnahrungsmitteln (Fleisch, Gemüse und Getreide). Natürlich die dazugehörige, verarbeitende Lebensmittelindustrie genauso.
Die Bauernhöfe waren gezwungen aufzugeben oder sie mussten dafür aber sehr viel Kapital von den Banken bzw. aus geförderten Programmen der EU für diese "Anpassung" aufnehmen. Tausende Neben- oder kleine Haupterwerbsbetriebe haben aufgegeben. Von den Banken gab es Fix-Zinsen von 1-2% für geförderte Kredite auf 20-30 Jahre Laufzeit. Sogar Tilgungsstundungen sind leicht möglich. Zinsen müssen aber weiter bezahlt werden. Es ist mir bekannt, das dies auf 98 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe zutrifft. Die ganze LW ist somit hoch verschuldet und mit Krediten belastet!

Meine Fragen wären nun: Könnte diese Verschuldung ebenso zu Enteignungen der Banken wie bei gewöhnlichen kreditfinanzierten Wohnimmobilien führen?
Oder könnte sich eine Regierung aufgrund der Versorgungslage in Notzeiten eigene Gesetze für diesen enorm wichtigen Wirtschaftszweig einfallen lassen. Die Bauern von ihren Höfen und Schollen zu vertreiben könnte ja ernorme "Nahrungsmittelkrisen" produzieren. Neuen Eigentümern würde das "Know-How" fehlen um effizient Nahrungsmittel zu produzieren. Wie sehen Sie das?

Ja, hier kommt auch noch ein Debakel auf uns zu - besonders wenn die Zinsen explodieren. Man kann einen bauernhof genauso einziehen wie ein Wohnhaus.
 

[7:00] Leserzuschrift-DE - Kreditverträge:

bei Kreditverträgen sitzt die Bank immer am längeren Hebel. Ich habe beruflich in der letzten Zeit ein paar Verträge gelesen. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt es immer zwei Paragraphen, die der Bank eine Kündigung erlauben. Beim ersten wird die Kündigung aus „wichtigem Grund“ erlaubt und beim zweiten bei einer Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers. Also Zinsbindung hin oder her der Kreditnehmer ist immer der Doofe, da die Bank den Kredit praktisch immer kündigen und die Konditionen neu festlegen kann.

Hat jemand etwas anderes vermutet?

PS: in letzter Zeit kommen bei mir immer mehr Anfragen zu Krediten, auch diese Seite füllt sich wieder. Es scheint, die Schuldsklaven werden unruhig.


Neu 2009-02-22:

[17:00] Leserzuschrift-AT - Österreicher mit CHF-Kredit:

Ich bin Kundenberater einer kleinen Bank in Österreich. Mein Eigenheim und einige Häuser meiner Kunden sind mit
CHF-Krediten finanziert worden. Die Situation ist nicht einfach. Die Kunden sind sehr nervös.

Unsere Bank bietet derzeit den Kunden einen Zins-CAP (Fixzins-Obergrenze) für bis zu 10 Jahre um eine Einmalprämie an.
Somit könnte man sich vor steigenden Zinsen schützen. Es stellt sich mir aber die Frage, ob so ein CAP (Derivat) im Ernstfall
auch das hält was es verspricht.

Ein Ausstieg aus dem Franken kommt für viele Kunden nicht in Frage, da keiner gerne die derzeitigen Kursverluste realisieren
möchte. In meinem Fall hätte ich die Möglichkeit auf Euro umzusteigen und einen Fixzins von 4,25% für 10 Jahre zu bekommen.

Wenn der Kochtopf explodieren sollte, dürfte ein Fixzins die halbe Miete sein, oder? Was würden sie raten, wenn man keine
Möglichkeit hat, den Kredit wegzuzaubern?

Generell gesagt: YOU ARE ALL DOOMED!

Die einzige Möglichkeit (ausser der sofortige Abzahlung des Kredites) noch irgendetwas zu retten ist: Umstellung auf EUR-Kredit, ohne Endfälligkeit mit fixen Zinsen. Ob ein Zins-CAP im Endeffekt wirkt, ist heute nicht zu sagen.


Neu 2009-02-19:

[15:45] Leserzuschrift-DE - heute beim Notar zur Austragung einer Grundschuld

Besuchsgrund: Löschung einer mittelhohen 6st. Buchgrundschuld, sowie stattdessen Eintrag einer mittlerweile niedrig 6st. Hypothek.

Notar: " aja, Hypothek, haben wir echt selten." Kramt in den Papieren. " Ich verstehe gar nicht weshalb die Sparkasse das haben will?"

Ich: räusper "das geht von mir aus"

Notar: schaut mich leicht erstaunt an " Ja, warum denn das?"

Ich: rekapituliere was ich hier im Gelben und bei W.E. gelernt habe und lege los. " Grundschuld eigenständiger Kreditvertrag, 15% Zinsen, bleibt immer auf Ausgangsniveau usw."

Notar: legt seine Brille zur Seite, schaut mich sehr erstaunt an und will wissen was ich von Beruf bin. Danach erklärt er mir, daß er noch keinen Nichtjuristen erlebt habe der ihm den Unterschied zwischen Grundschuld und Hypothek erklären konnte.

Gut, dann liest er den Vertrag vor, für mich auffallend, die Hypothek wird bei Zahlungsverzug ab Abmahnung der Bank ebenfalls mit 15% verzinst, allerdings nur der dann aktuelle Restkredit.
Dann kam was kommen mußte, die Bank hat natürlich das Recht auf Zwangsvollstreckung des Hypothekenpfands und wollte darüber hinaus auch die Vollstreckbarkeit in das gesamte sonstige Vermögen. Das hab ich nach leichtem Murren des Notars streichen lassen, jetzt bin ich mal gespannt ob die Sparkasse das so stehen läßt.

Fazit: wenn es wirklich richtig kracht, werden die sheeple wieder ganz erstaunt sein, was sie so alles unterschrieben, aber nicht verstanden haben.
Mein Dank gilt dem Gelben und Walter Eichelburg, denn sonst hätte ich davon auch keinen blassen Dunst gehabt.

Fazit: niemand will dieses Risiko entfernen lassen - SHEEPLE!


Neu 2009-01-27:

[21:15] Leserzuschrift-DE zu Grundschuld:

Sollte man eine ins Grundbuch eigetragene Grundschuld zugunsten der Hausbank seines Eigenheims löschen lassen, wenn der Kredit vollständig getilgt ist, oder kann man diese , um Kosten zu sparen, getrost stehen lassen?

UNBEDINGT löschen lassen, auch wenn die Bank davon abrät.

 

[12:00] Leserzuschrift-DE zur Zweckerklärung:

ich habe gerade ein Statement eines Bankers in der Rubrik Verschuldung zu sog. "Zweckerklärungen" gelesen. Ich möchte kurz was dazu sagen, weil dies als Kreditberater Inhalt meiner täglichen Arbeit ist.

Wenn im Regelfall Eigentümer und Kreditnehmer die gleiche(n) Person(en) sind, ist keine Zweckerklärung ( = ZE) erforderlich. Dann wird in der Regel auch keine weite ZE gemacht. Die eingetragen Grundpfandrechte haften auch für den Dispokredit oder ähnliches. Ist eigentlich auch logisch.

Zweckerklärungen kommen ins Spiel, wenn Eigentümer und Kreditnehmer unterschiedliche Personen sind.

Beispiel 1: Ehefrau ist Eigentümer des Grundstücks, Ehemann ist Kreditnehmer. Hier wird in der Regel durch eine enge Zweckerklärung zugeordnet, für welche Darlehen die Sicherheiten (Grundschulden) der Ehefrau haften. Weitere Verbindlichkeiten des Ehemanns die nicht "zweckerklärt" sind, weist die Bank als sog. Blankokredit aus. Eine weite Zweckerklärung wird hier nach meiner Erfahrung nur dann gemacht, wenns schon mal Schwierigkeiten mit dem Kreditverhalten gab wie zum Beispiel mehrfache Umschuldungen. Dann sichert sich die Bank natürlich ab.

Beispiel 2: Die Eltern bürgen für ihre Kinder. Meist würden die Kinder den Kredit aus Bonitätsgründen oder nicht genügenden Sicherheiten den Kredit gar nicht oder nur zu schlechteren Konditionen bekommen. Die Bürgschaft der Eltern, die auf ihr Haus freie Grundschuldteile für die Bank eingetragen haben, soll sich aber nicht auf sämtliche Verbindlichkeiten der Kinder erstrecken. Hier kommt auch eine enge ZE zum Einsatz.

Folgende Punkte gebe ich trotz der engen ZE zu bedenken:
- in 99% aller Grundschulden in Deutschland ist eine sog. Zwangsvollstreckungsklausel enthalten. Der Bürge/Sicherheitengeber unterwirft sich damit auch der persönlichen Haftung, er haftet nicht nur mit dem hinterlegten Pfand.
- bei jeder Grundschuld sind 15% (oder mehr) Grundschuldzinsen ab Eintragungsdatum dabei. Kann jeder bei seiner Grundschuldbestellung oder im Grundbuchauszug nachlesen. Diese Zinsen dienen der Bank dazu, bei Zahlungsverzug auch die auflaufenden Zinsen, Gebühren, Gerichtskosten etc. im Falle einer Abwicklung zu verlangen. Wenn die Grundschuld 6 Jahre alt ist, kann der Forderungsbetrag also ca. die doppelte nominale Grundschuldhöhe betragen!

Eine Grundschuld kann auch ohne Zwangsvollstreckungsklausel bestellt werden. Das ist von den Gebühren her beim Notar/Grundbuchamt deutlich günstiger. Das kostet nur ca. 1/3 der normalen Gebühren. Die meisten Banken machen das aber nur wenn man nachfragt. Voraussetzung bei unserer Bank ist, dass der Kunde bereits eine vorrangige Grundschuld mit ZV-Klausel hat. Dann kann man eigentlich bei nachfolgenden Grundschulden als Bank darauf verzichten. Oder es ist halt der Neffe vom Vorstand, dann gehts natürlich auch.

Viele Grüße aus der Kreditberatung der örtlichen Raiffeisenbank

Bester Rat: "Get rid of debt".

Und niemals eine Kreditbürgschaft unterschreiben.


Neu 2009-01-26:

[20:45] Leserzuschrift-DE: wichtiger Tipp zu Krediten (DE):

Wichtig für alle (deutsche) Schuldner: Sofern Sie eine Immobilienfinanzierung am Laufen haben, schauen Sie bitte, ob Ihre sog. "Zweckerklärung" eine "weite" oder "enge" ist. Vorteilhaft ist immer die "enge", was bedeutet, dass Ihre Grundschuld an das Darlehen gebunden ist (aber eben nicht an weitere Schulden in dieser Bank!!!). In 100% der Fälle sichern sich deutsche Banken über eine weite Zweckerklärung den Zugriff auf Ihr Vermögen, sofern Sie bspw. mit einem gekündigten Dispo in Rückstand geraten, falls die Bank den Dispo (oder jede andere Verbindlichkeit) gekündigt hatte. Keine Sorge, Sie bekommen vor deutschen Gerichten immer recht, wenn Sie auf eine "enge ZE" pochen!! Ist von deutschen Banken eine Frechheit und dabei Usance!! [ein Banker]

Die Bank ist immer im Vorteil.


Neu 2009-01-22:

[18:00] Leserkommentar-DE - Schulden an den Staat (BAFÖG):

Ich musste vor kurzem sehr erschreckend feststellen, dass auch meine kleine Familie einen (zumindest für uns – für Großkapitalbesitzer ist das wohl Peanuts!) erschreckenden Schuldenberg aufzuweisen hat: Das Bafög. Zum Glück übersteigt unser Vermögen die Schulden und wenn man darauf hofft, dass die Edelmetalle tatsächlich demnächst abheben werden, wäre eine Rückzahlung kein Problem. Die Spannende Frage ist aber, ob der Staat diese Schulden einfordern wird, wenn er selber pleite geht?

Und wenn er es tatsächlich tun würde, wie sieht es dann mit den Kreditbedingungen aus? Im Normalfall gibt es ja verschiedenste Möglichkeiten, die Darlehenssumme zu verringern: z.B. durch Rückzahlung der gesamten Darlehenssumme auf einen Schlag, in den man unter die besten 30% des Jahrgangs ist, usw.. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Bedingungen dann noch gewährt werden, bzw. überhaupt möglich sind (Wer wird sich dann noch ein Studium leisten können?). Aber anderseits, sind wir den „Darlehensvertrag“ auch nur eingegangen, weil wir eben auch mit diesen Bedingungen gerechnet haben. Juristisch gesehen, wäre dass dann wohl sowas wie ein Wegfall der Geschäftsgrundlage. Bleibt aber fraglich, ob die heute geltenden Gesetzte dann noch jemanden interessieren.

Was denken Sie wird mit den Schulden passieren, die die Bürger an den Staat haben?

Man kann überhaupt nichts sagen. Im Staatsbankrott wird es vermutlich vorkommen, dass mit allen Mitteln Geld eingetrieben wird, etwa Verkauf dieser Kredite an Lone Star & co. mit der Berechtigung zur sofortigen Eintreibung.

Besser keine Schulden haben.
 

[16:15] Leserkommentar-DE: zum Artikel "Das Risiko von Schulden in der Hyperinflation"

Aus dem Artikel Seite 1:
"Schuldverschreibungen, Hypotheken und sonstige Forderungen
und Verbindlichkeiten wurden aber im Verhältnis von 10 : 1 umgestellt. D.h. für ein
Althypothekendarlehen in Höhe von 10.000 RM waren dann noch 1.000 DM zu zahlen! Wäre
der Umrechnungssatz der gleiche wie beim Bargeld gewesen, wäre bei einem Verhältnis von
100 : 6,5 aus 10.000 Reichsmark-Altdarlehen nur ein Darlehen von 650 DM geworden! Mit
anderen Worten, die Verbindlichkeiten wuchsen effektiv um 53,85 Prozent! Löhne und
Mieten wurden 1 : 1 umgestellt."

Dies würde bedeuten, daß selbst die "Schlechterstellung" durch Umrechnung 10 : 1 für Hypotheken im Vergleich zu 100 : 6,5 für Bargeld den Schuldner nach der Reform deutlich besser gestellt hätte als vor der Reform.
Am Beispiel:
(1) Vor der Reform: 100.000 RM Hypothek, 10.000 RM Jahreseinkommen
(2) Nach der Reform: 10.000 DM Hypothek, 10.000 DM Jahreseinkommen
Für den Schuldner noch günstiger wäre gewesen
(3) 6500 DM Hypothek, 10.000 DM Jahreseinkommen, aber auch (2) wäre doch eine feine Sache gewesen.

Es ist im Artikel im Prinzip richtig beschrieben, nur nicht vollständig.

Gemäß Conrad Naber: Das kleine Buch (vom lieben Geld):
Bei der Währungsreform 1948 wurden Schulden nicht 1:1 belassen, weil dadurch die Bank ihre RM 1:1 in DM umgetauscht bekommen hätte. Sie wurden aber auch nicht einfach 10 : 1 umgerechnet, da dann der Schuldner einen "Hypothekengewinn" gehabt hätte.

Stattdessen entwickelte der Gesetzgeber die Hypothekengewinn-Abgabe.
"Der Staat wurde Gläubiger der 90%; die Schulden mußten an ihn verzinst und getilgt werden. Das gleiche galt auch fuer gegebene Kredite. So entstand zusätzlich das Gesetz der Kreditgewinn-Abgabe.
Auch hier nahm der Staat die Gläubigerstelle ein, ohne jemals dafür etwas geliehen zu haben. Durch beide Gesetze wurde der Staat über Nacht sehr reich. (...) Die Abgabe für den Lastenausgleich wurde später noch extra erhoben."

Also, aus 100.000 RM Schulden wurden 100.000 DM Schulden, 10% zu zahlen an die Bank, 90% an den Staat.

Das Kapitel im Buch trägt den schönen Titel "Die Staats-Bereicherung".

Also war es noch viel schlimmer, nur der Staat hat sich entschuldet und an den anderen Schulden massiv profitiert.

Daher: Get rid of debt!


Neu 2009-01-19:

[16:00] Der leichte Weg in die Schuldsklaverei:

Spiegel: Verbraucherschützer rügen aggressive Kreditwerbung von Media Markt und Co.

Nur 11 Euro für die Spielkonsole? 55 Euro für den Fernseher? Wegen aggressiver Werbung mit Kreditraten und dem nur kleingedruckten Endpreis rügen Verbraucherschützer drei Elektromärkte. Solche Anzeigen würden zum Schuldenmachen verführen.

"Low down, easy monthly payments", die Methode, mit der man laut Robert Kiyosaki alles an die Masse verkaufen kann. Denn diese schaut nur auf die niedrige Anzahlung und auf die möglichst niedrige Monatsrate: der "monthly payment consumer".

Also dürfen die realen Kaufpreise nicht abschrecken - daher schreibt man sie klein.


Neu 2009-01-16:

[14:30] Kredite mit günstigen Zinsen - nicht für schlechte Schuldner:

Handelsblatt: Die Banken bitten zur Kasse

Banken und Sparkassen greifen ihren Schuldnern tief in die Tasche. Die Geldhäuser können sich zwar immer günstiger Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen. Dennoch müssen Privatkunden für ihren Dispositionskredit heute mehr zahlen als vor einem Jahr. Wie erklärt sich die Diskrepanz?

Da freuen sich die Kreditsüchtigen schon auf viel Kredit zu niedrigen Zinsen. Nix da. Die Banken bestimmen selbst, wem sie zu welchen Konditionen Kredit geben. Wer keinen Kredit braucht, bekommt selbstverständlich gute Angebote, braucht die aber nicht.

Das nennt sich auch Credit-Crunch.
 

[10:30] Zuschrift-DE zur gestrigen Zuschrift:

vorab ein lob: ihre seite zeigt mehr als die aktuellen entwicklungen, sondern ist auch ein guter fingerzeig, was kommen könnte. manchmal vielleicht etwas arg reisserisch aber gut...

unter infoseiten - verschuldung haben sie sich gestern zu einer leserfrage hinsichtlich der privatverschuldung geäussert. dort schrieben sie, dass sich in einer hyperinflation (die in meinen augen sogar gerade gezielt herbei geführt wird) der staat entschuldet, der "kleine mann" aber auf seinen schulden sitzen bleibt bzw. diese mit aufgewertet wird. dieses szenario kann ich aus verschiedenen gründen nicht nachvollziehen:
1. wenn der staat gesundet, die unternehmen und privatleute aber weiterhin verschuldet sind bzw. noch schlimmer verschuldet sind, dann sind wir doch im prinzip schon wieder fast soweit wie vor der hyperinflation.
2. würde das ja einer enteignung zehntausender unternehmen / selbständiger und von millionen privatleuten gleichkommen - wie soll die wirtschaft da wieder auf die beine kommen?
3. wenn die löhne nicht mit inflationieren, frage ich mich woher die leute 1929 in der weimarer rep. und in simbabwe diese unmengen an geldscheinen hatten / haben?! wenn meine schulden bei der bank 100.000 euro betragen, und ich verdiene 50.000 im monat, sollte sich das abzahlen doch schnell erledigt haben...
4. wenn nur der staat entschuldet wird und nicht die banken, wie soll dann das bankensystem wieder auf die beine kommen - ergo, wenn die banken entschuldet sind, bräuchten sie die forderungen an ihre zuverlässigen schuldner auch nicht fällig stellen, oder ?!
5. der für mich wichtigste punkt: eine enteignung von millionen menschen (arbeiter, angestellte, beamte - richter, polizisten, soldaten etc. - hunderttausende spätaussiedler, türken usw.), würde wohl im handumdrehen verhältnisse wie zur franz. revolution 1789 herbeiführen. kann das beabsichtigt sein ?

Es ist leider so, dass vor einer Währungsreform nicht gesagt werden kann, wie diese aussieht. Meist ist es so, dass der Staat günstiger aussteigt, als die Privatleute.

Eine Hyperinflation im Kondratieff-Winter - also jetzt - unterscheidet sich wesentlich von einer im Kondratieff-Sommer. Unsere Einkommen sind im Weltmasstab sehr hoch, daher ist nicht anzunehmen, dass sie mit der Geldentwertung mitsteigen. Die Leute werden daher von den Kosten aufgefressen. Ausserdem ist nicht anzunehmen, dass Finanzwerte wie Immobilien überhaupt im Preis steigen.

PS: Revolution und Aufstände: kommt sicher.

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