Krisenvorbereitung - 2007

Prepping: diese Seite beschäftigt sich mit der Vorbereitung auf die kommende Krise wie Lebensmittel-Vorräte, Energieversorgung in der Krise, usw.

Neu 2007-12-19:

Geld-Lehren aus der Argentinienkrise (Leserzuschrift):

Kleine Scheine sind in der Krise enorm wichtig. In Argentinien war das Kleingeld wie vom Erdboden verschluckt, ebenso übrigens wie in Deutschland zur Hyperinflation in den 20ern. Stattdessen waren in Argentinien eine Menge an sog. "Bonos" - eine Art selbstgedrucktes Notgeld der Provinzen - im Umlauf.
Mit diesen konnte man übrigens nicht alles bezahlen (nur die Basics, v.a. Lebensmittel auf den Märkten) und sie waren meist nur gegen Abschlag in echte Pesos zu tauschen.


Update 2007-10-07:

Leserzuschrift mit Tipps aus Deutschland - vom Autor überarbeitet:

ich habe meine Zuschrift über mein persönliches Krisenpaket überarbeitet, da teilweise wesentliche Informationen nicht vorhanden waren, die ich Interessenten zugänglich machen möchte. Vielleicht können Sie den Text (mit Anonymität) austauschen ?

Hier nun meine persönliche Krisenvorsorge / meine Erfahrungen:

- ich habe 50 g physisches Gold erworben und habe in der Zukunft vor, noch weiteres Gold zu kaufen. Dabei geht es mir nicht um Spekulationsgewinne sondern um einen relativ wertbeständigen Notgroschen. Auf Silber habe ich bewußt verzichtet, da dieses Mehrwertsteuerpflichtig ist und ich die Mehrwert- steuer nicht erstattet bekomme. Silber müßte also um 19 % steigen, bevor der Wert dem gezahlten Kaufpreis entspricht.

Empfehlen kann ich die Frankfurter Volksbank und die Sparkasse Frankfurt, bei denen ich ohne Vorbestellung problemlos 50 g Gold kaufen konnte. Ein Edelmetallversand (mit Preissicherungsschein) erfolgt durch den Fondsshop in München: www.fondsshop.com Die Preise waren die günstigsten, die ich bei 20 Vergleichen erfragt habe und liegen selbst unter den Preisen von einem Direktkauf bei der Goldanstalt Heraeus. Praktische Erfahrungen habe ich dort noch nicht gesammelt, werde dies aber mit dem geplanten Zukauf von Gold tun.

- ein gutes Überlebensmesser ist das Feldmesser des österreichischens Heeres FM 81 (mit Säge) bzw. FM 78 (ohne Säge) der Firma Glock. Der Kostenpunkt liegt bei ca. 34 EUR, das Messer besteht aus C-440 Stahl, der sehr robust ist. Ich habe mit dem Messer in einen sand- und steinhaltigen Boden Löcher für Zeltheringe gegraben - ohne Beschädigungen. Ab und an sollte die Klinge leicht eingeölt werden - ich empfehle das Öl Balistol - in der Regel in Tabakwarenläden erhältlich, die Messer und Luftpistolen verkaufen. Die Test des Feldmessers sind durchgängig positiv ! Unbedingt das Original kaufen, nicht die Nachbauten ! Erhältlich ist es unter anderem bei
http://www.triebel.de/suche.php3?begriff=Fabrikat&value=GLOCK

- ein empfehlenswerter Schlafsack ist der "extreme Cold weather sleeping bag", der US Army. Ab und an wird dieser für ca. 50 EUR gebraucht in www.ebay.de angeboten.
Diverse Armee-Shops führen diesen auch. Es sollte darauf geachtet werden, daß der Schlafsack sich in einem guten Zustand befindet. Angabegemäß ist dieser bis zu Temperaturen von minus 16 Grad benutzbar. Ich habe bei minus 6 Grad darin gut schlafen können.

- eine hervorragende Jacke (am besten mit Einknöpffutter) ist die Feldjacke M65 der US-Army (gebraucht unter anderem auf www.ebay.de erhältlich für ca. 50 EUR). Die
Jacke ist nahezu unverwüstlich und ist bis ca. 100 kg reißfest ! Ganz wichtig: die Original Jacke erwerben. Diese wird in der Regel unter "Original US Army M65 Jacke" inseriert. Es gibt auch Nachbauten die als "Army M65 Jacke" etc. angeboten werden. Hier gibt es gegenüber dem Original teilweise erhebliche Qualitätsunterschiede.

- um in einer Krise Informationen erhalten zu können, habe ich mir ein Radio OHNE STROM zugelegt. Die benötigte Energie bezieht das Radio aus den Radiowellen. Zur Zeit wird ein Bausatz (Zeitaufwand ca. 5 min.) auf www.ebay.de für knapp 10,-- EUR angeboten. Weitere Modelle sind im Internet erhältlich. Einfach auf www.ebay.de bzw.
www.google.de die Wörter "Radio Bausatz Kristall" eingeben. Das Frequenzband betrifft meiner Erinnerung nach die Langwelle - aber im Notfall besser ein paar Informationen als gar keine. Das Radio besteht aus wenigen Bauteilen und einem Ohrenstöpsel - die Lautstärke ist relativ leise. Man darf also keine Stereoqualität oder
einen Lautstärkeregler erwarten. Es geht hier um Autarkheit. Ansonsten empfehle ich Dynamoradios, die im Internet vertrieben werden. Der Kostenpunkt liegt da aber
bei 50,-- EUR aufwärts.

- auf www.amazon.de habe ich mir diverse Bücher über Wildfrüchte / Wildkräuter und Überlebenstraining gekauft, so daß ich für alle Eventualitäten etwas vorbereitet bin. Ich persönlich gehe davon aus, daß eine wirtschaftliche Krise sich auch gesellschaftlich niederschlägt. Man denke nur an die Gewalt und Plünderungen während des Dammbruchs in New Orleans. Ich glaube daß bei größeren Katastrophen die moralische Hemmschwelle noch mehr sinken wird. Ggfs. wird es dann notwendig, sich an einen sicheren Ort abzusetzen.

- ansonsten habe ich versucht meinen Lebensstil umzuändern. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Tochter und statt fern zu sehen lese ich Bücher. Ich denke daß Krisenvorsorge auch etwas mit der inneren Einstellung zu tun.

Ich weiß, daß wesentliche Teile dieser email mit Edelmetallen nichts zu tun hat. Aber eine Krisenvorsorge betrifft für mich alle möglichen Optionen. Wissen ist Macht.

Nochmals ein ganz herzliches Dankeschön für ihr Engagement. Ich finde es einfach klasse, daß ihre Website kostenlos ist und die Informationen jedermann zugänglich gemacht werden.

Jeder soll sich vorbereiten wie er will. Ich persönlich halte nicht sehr viel von Vorbereitungen für physisch extreme Bedingungen.
Wenn die Krise losbricht, werden viele Produkte vom Markt verschwinden, alles andere wird für das richtige Geld verfügbar sein.
Viel wichtiger ist, die Krise einschätzen zu können als Kristall-Radios oder Messer. Aber ich veröffentliche die Zuschrift trotzdem.

Weitere Zuschrift aus Deutschland:

in gewissen Umfang sollte man schon gegen physischen Mangel gewappnet sein. Es schadet mit Sicherheit nicht, für einen gewissen Zeitraum Trinkwasservorräte zu haben (s. Hochwasser in Großbritannien. Da wurde auch das Trinkwasser knapp). Auch eine Ersatzkochgelegenheit z. B. Campingkocher incl. Gasflasche ist nicht schlecht. Ich persönlich überlege schon seit einiger Zeit mir einen Schwedenofen zu kaufen. Aber das nur aus der Befürchtung heraus, es könnte einem das Gas abgedreht werden und dann bleibt die Bude kalt. Darum danke für Ihren wichtigen Hinweis, dass man für das richtige Geld immer etwas zu kaufen bekommt. Darum werde ich mit dem Schwedenofen noch warten.

Viel wichtiger ist es, immer einen Schritt weiter zu sein als die Masse, z. B. genügend Liquidität im Nachtkästchen vorzuhalten, zwischen den Kondomen. So kann man den Supermarkt aufkaufen, während die anderen noch am Bankschalter Schlange stehen J Apropos Kondome: davon muss natürlich eine genügende Anzahl vorhanden sein, damit es einem in Falle eines Falles im kalten Schlafzimmer warm wird.

Interessant ist aber, dass einem das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz rät, für ca. zwei Wochen einen Nahrungsmittelvorrat anzulegen (www.ernaehrungsvorsorge.de), um gegen längere Stromausfälle, Naturkatastrophen, Tierseuchen, Reaktorunfälle etc. abgesichert zu sein. Hier gibt es diverse Tipps, incl. einen Nahrungsmittelrechner. Es kann also keiner behaupten, die Regierung hätte einen nicht gewarnt.

Die deutsche Regierung warnt also doch, aber nicht vor einer Versorgungskrise wegen Bankenkollaps. Das ist entweder ein Tabuthema oder für die Autoren irgendwo hinter dem Mond. Jedoch wenn das elektronische Zahlungssystem blockiert werden auch bald die Warenströme verschwinden.


Neu 2007-08-12:

Leserzuschrift zu Bank-Schliessfächern:

Ich besuche nach wie vor mehrere male ihre homepage und habe ihren letzten artikel "auf messers schneide" gelesen. Wie immer brilliant und auf den punkt gebracht.

Eine wesentliche info fehlt mir aber noch:
ab welchem zeitpunkt würden sie ihren banksafe räumen - ist der zeitpunkt hierfür schon gekommen.
wie sicher ist ihrer meinung nach derzeit cash und "richtiges hartes geld" im bank-safe.
vielleicht könnten sie hierzu auch auf ihrer homepage stellung nehmen - da ein etwaiger hinweis zur zeit noch fehlt, gehe ich davon aus, dass der zeitpunkt noch nicht da ist - korrekt?.

vielleicht könnten sie schreiben, ab welcher stärke auf dem collapse-meter sie alles aus dem bank-safe holen würden- falls überhaupt?

Gute Frage: Normalerweise übersteht der Inhalt von Bank-Schliessfächern die Pleite der Bank. Denn der Inhalt gehört dem Mieter und die Bank weiss nicht, was drinnen ist. Es kann möglich sein, dass ein Zugang einige Wochen nicht möglich ist, und dann nur einmal zur Räumung.
Für Wertpapier-Depots gilt das Gleiche.

Die grosse Gefahr bei diesen Schliessfächern ist staatlicher Einfluss. Die Bank muss sich an alle staatlichen Auflagen halten.

Wann räumen? derzeit überhaupt nicht. Eine Räumung kommt nur in Frage:
a) wenn man dazu aufgefordert wird
b) die Bank Vandalen überlassen wird
c) ein staatliches Goldverbot droht (etwa bei einer Diktatur)

Eine Verteilung auf verschiedene Stellen und Schliessfächer ist natürlich immer günstig.


Neu 2007-06-18:

Karte der "Failed States":

Failed States Index Scores 2007

Leserkommentar von M.B. (danke!) dazu:

Beachtenswert, die USA sind schon "moderat" eingestuft, genauso wie Deutschland, und dabei ist noch "gar nichts" größeres geschehen. Wenn der totale Kollaps kommt, werden alle Länder ab "Gelb" in Orange und Rot wechseln, die "Grünen" werden "Gelb" werden. Die "Wohlstandsinseln" liegen dann nur noch im Hohen Norden (also auch Grönland) und im Süden der Erde.
Für Sie in Wien gilt aber wie immer: "Tu Felix Austria" -Glückspilze halt. Nur dann halt sehr teuer und mächtig "eng"

An alle Auswanderer: wandern Sie nur in "grüne" Länder aus, wenn überhaupt.


Neu 2007-04-18:

Scheuklappen, aber keine Notvorräte:

Spiegel: In Privathaushalten fehlen Notvorräte

Katastrophenforscher Joachim Gardemann vermutet hinter diesem erstaunlichen Verhalten eine Art Schutzmechanismus: "Die Menschen wollen sich mit solchen Krisensituationen nicht auseinandersetzen und glauben vielmehr, dass es ein einmaliges Ereignis war."

Links (Deutschland):
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
BBK-Broschüre


Neu 2007-03-30:

Was in einer Versorgungskrise passiert - Rationierung:

Insider-Informationen aus der Stadtverwaltung von Wien. Vermutlich gibt es solche Pläne in vielen Stätdten.

Falls es zu einer drohenden Versorgungskrise nach einem Naturereignis oder etwa einem Derivatencrash, wo die Banken schliessen, kommt, tritt ein Notfallsplan in Aktion:

a) Innerhalb von 2 Stunden werden die Supermärkte geschlossen, sodass niemand mehr hamstern kann
b) Die Lebensmittelkarten sind bereits gedruckt und werden in städtischen Depots gelagert, diese werden dann ausgegeben
c) wer welche Ration oder Karte bekommt, bestimmt jetzt die Verwaltung, nicht Sie
d) nur mehr mit diesen Karten können Sie einkaufen
e) vermutlich stehen die Supermärkte dann unter "Polizeischutz", sodass eine Umgehung nicht möglich ist

Diese Massnahmen sind offiziell dafür da, dass alle ihren "gerechten" Anteil an den verfügbaren Lebensmitteln bekommen.
Real sind sie natürlich dazu da, dass nicht einige Wenige (Nicht-Privilegierte) rechtzeitig alles aufkaufen.
Sie können sicher sein, dass die Informierten (in der Stadtverwaltung und sonstwo) davon rechtzeitig erfahren und selbst hamstern.

Wenn solche Massnahmen einmal in Kraft sind, können Sie kein Vorratslager mehr aufbauen!


Neu 2007-03-08:

Ein interessantes "Untergangs-Szenario" mit guten Vorsorge-Tips:

Michael Winkler: Der Untergang

Das Szenario ist meiner Meinung nach zu stark auf Krieg (Iran) fixiert. Ausserdem stimme ich nicht unbedingt mit den politischen Stellungsnahmen des Autors im Artikel überein. Jedoch die Vorsorgetips darin sind sehr gut.


Neu 2007-01-29:

Was haben wir zu erwarten - Vergleich mit Untergang der Sowjetunion:

Dmitry Orlov: Closing the 'Collapse Gap': the USSR was better prepared for peak oil than the US

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